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Di, 6. Dezember 2022
In der Umgebung

der Brandstetter

3 Bewertungen
Hernalser Hauptstraße 134, 1170 Wien
Küche: Wiener Küche, Österreichische Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Bierlokal, Restaurant
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Gasthaus der Brandstetter - Tischeindeckung - der Brandstetter - WienGasthaus der Brandstetter - Rechnung - der Brandstetter - WienGasthaus der Brandstetter - Hausgemachte Erdäpfelchips im Körbchen (€ 4,20) - der Brandstetter - Wien
Gasthaus der Brandstetter - Hausgemachte Erdäpfelchips im Körbchen (€ 4,20) - der Brandstetter - WienGasthaus der Brandstetter - Zweierlei Saucen zu den hausgemachten Erdäpfelchips - der Brandstetter - WienGasthaus der Brandstetter - Brandi‘s Backhendlsalat (€ 7,90) - der Brandstetter - Wien20 Fotos

Bewertungen (3)

Gesamtwertung

33
3 Bewertungen
Speisen
30
Ambiente
32
Service
38
am 30. Mai 2022
Shanty
Level 1
SpeisenAmbienteService
Essen manchmal ein Lotterie Spiel. Gab schon einige gute Speisen aber auch nicht so gute. Das Ambiente ist wie es in einem Wiener Wirtshaus so ist. Die Kellner sind spitze freundlich, lustig - man fühlt sich einfach Willkommen und das ist heutzutage leider nicht die Norm
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am 22. September 2018
uc0gr
Experte
SpeisenAmbienteService
Für mich ist der Brandstetter eines dieser leider heute nur mehr sehr seltenen Kleinode in der Gastwirtschaft in Wien. Wie schön wäre es, würden noch viel mehr Lokale dieser Art heute in Wien existieren. Man hat quasi das Gefühl eine Zeitreise in frühere Zeiten zu machen. Direkt am Straßeneck „He...Mehr anzeigenFür mich ist der Brandstetter eines dieser leider heute nur mehr sehr seltenen Kleinode in der Gastwirtschaft in Wien. Wie schön wäre es, würden noch viel mehr Lokale dieser Art heute in Wien existieren. Man hat quasi das Gefühl eine Zeitreise in frühere Zeiten zu machen. Direkt am Straßeneck „Hernalser Hauptstraße / Nesselgasse“ liegt das Gasthaus. Früher wurde es, zu Zeiten des Gründers Leopold Brandstetter, auch „Wein- u. Bierhaus „Zum Alsegg““ genannt.

„Die Einrichtung des Brandstetter ist großteils original erhalten und stammt im Kern aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das Lokal wurde vor bereits 120 Jahren erstmals als Hinterhof urkundlich erwähnt und diente über viele Jahrzehnte nicht nur als Wirtshaus, sondern als wichtiger Treffpunkt im Bezirk und gleichzeitig wichtigster Nahversorger. So wurden zum Beispiel hier auch Fleisch, Milch und vieles andere über den Schank verkauft.“ (Quelle: Homepage, der Brandstetter)

Die mächtige Eck-Holzschank, die mit schwerem Holz gebauten Sitzmöbel, die hölzernen Wandvertäfelungen, die Getränke-Kühlschränke aus massivem Holz, der Boden aus Parkett sowie einzelne Raumtrennungen aus Schmiede-Eisen hat man hier tatsächlich wunderbar und mit viel Liebe erhalten bzw. renoviert – Bravo, ich liebe dieses „Wirtshaus-Flair“, das trotzdem nicht abgenutzt oder gar „überwuzzelt“ wirkt!

Als die langjährige, bisherige Pächterin in Pension ging, wurde das Lokal von früheren Stammgästen übernommen, was bei der eingesessenen Kundschaft besonders gut aufgenommen wurde, waren sie ihnen doch sehr vertraut. Mittlerweile arbeitet neben dem Pächter, Thomas Platzer, auch sein Sohn, Oliver, mit.

Erwartungsgemäß, serviert man im „der Brandstetter“ Wiener Küche, traditionelle Österreichische Küche und Hausmannskost bis hin zur Brettlljausn. Erwähnenswert ist in jedem Fall die Verwendung von hochwertigen, heimischen Produkten – vom Gemüse bis hin zum Fleisch.


*** Speisen – Bewertung 4:
„Hausgemachte Erdäpfelchips im Körbchen“ (€ 4,20) / Note = 3-4
Die Chips, tatsächlich hausgehobelt aus heimischen Erdäpfeln, werden mit einer Chili- und einer Knoblauchsauce serviert – letztere zwar etwas dünn, aber hausgemacht. Alles in allem waren die Chips geschmacklich sehr gut, jedoch etwas zu dunkel geraten, die „Sweet-Chili-Sauce“ war aus industrieller Fertigung. Daher gibt es hierfür als Note ein „3-4“.

„Frittatensuppe“ (€ 2,90) / Note = 3-4
Eine sehr gut gemachte Basis, jedoch etwas zu dünn serviert. Sicher hausgemachte Frittaten, in Summe ebenfalls ein „3-4“ für eine brave „Wirtshaussuppe“.

„Brandi‘s Backhendlsalat“ (€ 7,90) / Note = 4
Ja, es müsste eigentlich „Brandis….“ heißen, aber „schwamm drüber“. Sehr knusprig panierte Hühner-Filetstreifen wurden auf einem tadellosen Erdäpfel-Vogerlsalat mit sehr gutem BIO- Kürbiskernöl serviert. Die Paradeiser waren eher grob „geschnitzt“. In Summe aber ein glattes Sehr Gut = „4“.

„Cordon bleu vom burgenländischen Hausschwein“ (€ 12,90) / Note = 5
Ehrlich, es war eines der BESTEN „Cordon bleu“ vom Schwein, die ich jemals hatte. Wunderbare Fleischqualität, knusprige Panier, gefüllt mit „g’schmackigem“ Schinken und sehr hochwertigem Käse. Natürlich hatte man beim Essen etwas Fett am Teller, weil der Käse einfach wunderbar geschmolzen und von hohem Fettgehalt = Geschmack war. Der gemischte Salat dazu war tadellos, Erdäpfelsalat mit roter Zwiebel, sehr gute Marinade, nur die Paradeiser waren wieder sehr lieblos geschnitten. In Summe für mich aber ein glattes Ausgezeichnet = „5“.

„Kaiserschmarrn“ (€ 6,50) / Note = 4-5
Ein wirklich guter, flaumiger, frisch zubereiteter Kaiserschmarren wurde mit hausgemachtem Zwetschkenröster serviert. Tadellos, lediglich knapp an der ultimativen Note vorbei, weil eben nicht ganz exzellent. In Summe aber gerne ein „4-5“.

Zu trinken hatten wir jeweils einen herrlich frischen, naturtrüben Apfelsaft gespritzt (€ 4,20 mit Soda), sowie einen extrem guten doppelten Espresso (€ 4,00) der mir bis dahin unbekannten Marke „Bazzara“ (siehe auch Link)


*** Ambiente – Bewertung 4:
Wie eingangs beschrieben, finde ich das Lokalinnere extrem gefällig, weil es eben an typische Wiener Wirtshäuser erinnert. Für den straßenseitigen Gastgarten hat man die wahrscheinlich beste Lösung gefunden, jedoch mag ich keine Spaziergänger, die mir „in den Teller schauen“. Daher gibt es von mir „nur“ ein glattes Sehr Gut = „4“


*** Service – Bewertung 4:
Das Service hat wirklich total gut gepasst, mit Charme wurden wir gut und höflich bedient. Manchmal musste man aber, im Gastgarten sitzend, einen Kellner suchen. Aber dafür gibt es immerhin ein glattes Sehr Gut = „4“. Unser Daily-Deal-Gutschein (drei Gänge zur freien Auswahl) wurde in jedem Fall tadellos und vollständig erfüllt!


*** Fazit:
Eine unbedingte Empfehlung von mir, dieses Kleinod in Hernals zu besuchen. Wunderbare österreichische und somit heimische Zutaten werden hier verwendet und wirklich gut verarbeitet: Styria Beef, Tiroler Milchkalb, Galloway Rind, Burgenländisches Hausschwein, Steirisches Landhuhn oder Steirischer Almochs – PERFEKT! Hierfür sind die Preise auch wahrlich angemessen. Wochentags gibt es Mittags-Menüs zwischen € 7,20 bis € 7,90, ohne Tagessuppe abzgl. € 1,20, mit Dessert zzgl. € 2,80. Wer es will: es gibt Live TV Sky. Empfehlung!
Gasthaus der Brandstetter - Tischeindeckung - der Brandstetter - WienGasthaus der Brandstetter - Rechnung - der Brandstetter - WienGasthaus der Brandstetter - Hausgemachte Erdäpfelchips im Körbchen (€ 4,20) - der Brandstetter - Wien
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Danke für dein Vertrauen, geschätzter Meidlinger, leider kann ich mir schon auch vorstellen, dass Naschkatze einen "rabenschwarzen" Tag dort erlebt hat...wo Menschen arbeiten, sind Fehler möglich. Nein, magic, ich versuche stets, sehr objektiv und begründend zu schreiben, wenn auch JEDE Bewertung per se immer subjektiv sein wird..

24. Sep 2018, 16:58·Gefällt mir

uc0gr und Meidlinger: Hatdas nicht vielleicht auch mit unserem Alter und Kindheitserinnerungen zu tun? :-)

23. Sep 2018, 21:31·Gefällt mir

Meine Schlussfolgerung ist, dass ich dir mehr vertraue und ich mir bildhaft vorstellen kann, was mich dort erwartet, da ich diesem Lokaltyp sehr zugeneigt bin.

23. Sep 2018, 20:15·Gefällt mir1
am 22. Juli 2018
Naschkatze1
Level 2
SpeisenAmbienteService
Es ist Sonntag und mein Papa hat angekündigt, mich zum Mittagessen einladen zu wollen. Welch eine Freude.. leider noch keine Ahnung wohin, da es kulinarisch in 1170 leider nicht (mehr) eine allzu große Auswahl gibt... Wir entschieden uns für das Brandstetter, da nur 2 Gehminuten von meiner Wohnun...Mehr anzeigenEs ist Sonntag und mein Papa hat angekündigt, mich zum Mittagessen einladen zu wollen. Welch eine Freude.. leider noch keine Ahnung wohin, da es kulinarisch in 1170 leider nicht (mehr) eine allzu große Auswahl gibt... Wir entschieden uns für das Brandstetter, da nur 2 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt und im Internet (insbesondere auf ReTe) gut bewertet.

Wir betraten das Lokal um 12:45, und waren scheinbar, bis auf einen an der Theke sitzenden Gast, die einzigen Gäste. Es roch nach altem Fett. Dieser Geruch verstärkte sich bei Eintritt in den Nichtraucherbereich (Essensausgabe mit angeschlossener Küche befinden sich im Nichtraucherbereich). Ob der guten Bewertungen entschlossen wir uns, es trotzdem zu versuchen.

Leberknödelsuppe, Cordon Bleu und Hendlstreifensalat sollten es werden. Die Wartezeit auf das Essen verging mit streifenden Blicken durch das Lokal, welches unserer Meinung nach heruntergekommen und vor allem verstaubt ist. Von außen habe ich beim Vorbeigehen immer nur den Gastgarten gesehen, welcher eigentlich fast immer gut gefüllt war und sehr nett aussieht. Haben uns fürs drinnen sitzen entschieden, weil das Wetter heute nicht so freundlich war.
Unsere Platzwahl machte es uns möglich, durch die Essensausgabenöffnung Blicke in die Küche zu erhalten. Wir konnten unter anderem beobachten, wie der Koch mehrmals auf den schon platzierten Salat am Teller noch einmal drauf getatschgert hat - wäre mir ansonsten ja noch halbwegs wurscht, wenn Person selbst bzw. Lokal hygienisch wirken würden.

Die Suppe kam bereits nach 1 min Wartezeit. Mein Vater aß nur ein Drittel davon und ließ den Rest stehen. Ich erahne nichts gutes, verkniff mir aber die auf den Lippen brennende Frage, ob sie denn nicht geschmeckt hätte. Dies vor allem, da der Hauptgang noch folgen würde und die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt .. Irgendwann stirbt sie dann aber doch .. das Cordonbleu triefte vor Fett und die Panier stand vom Fleisch weg, wie dies ein herumgewickeltes Zeitungspapier tun würde. Der Gurkensalat war gelb, was ein Zeichen dafür ist, dass er nicht mehr frisch ist - genauso schmeckte auch der übrige Salat. Meine Hendlstreifen schmeckten mit ihren schwarzen Punkten nach besagtem Fett, welches ich beim Eintreten in das Lokal gerochen hatte. Die Marinade meines Vogerlsalats hatte irgendwie den gleichen Geschmack wie der Kartoffel-Gurkensalat zum Cordonbleu.

Der Service, ein Herr, war okay. Er nahm brav unsere Bestellungen entgegen, um im Anschluss zu fragen, ob es geschmeckt hat. Mehr kann ich nicht beurteilen, es war ein kurzer, nicht ganz schmerzloser Aufenthalt (25 - 30 min).

Eigentlich hätte ich dem Service unseren Unmut mitgeteilt. Mein Papa meinte aber auf meine diesbezügliche Ankündigung hin, was ich denn melden wolle, von alldem, was nicht gepasst hätte. Ich stimmte zu und so sagten wir beide nichts, haben brav gezahlt und das Brandstetter mit dem Entschluss, nie wieder hier einzukehren, verlassen.
Fazit: Man sollte wohl doch immer dem ersten Riecher vertrauen..
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Finde die Bewertung auch lustig. Und das mit dem Nichtssagen kenne ich vom Land, wenn ich mit den Eltern in einem Gasthaus bin, wo sie oder ich mit dem Wirt gut bekannt sind und ausserdem in einem 1000 Einwohner - Dorf leben. Da kannst Du auch nichts sagen, auch wenn das Essen noch so unterirdisch ist. Das gehört sich praktisch nicht. Natürlich gehen wir dann beim nächsten Mal in ein anderes Lokal.

3. Aug 2018, 15:41·Gefällt mir2

Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum sich Naschkatze rechtfertigen soll. Und dann ist die Bestürzung groß, wenn keiner mehr posten will....

24. Jul 2018, 22:22·Gefällt mir4

meiner schon: beim essen ich ich bei ihnen- hat ihnen offenbar nicht geschmeckt- soll so sein, ist ja rein subjektiv, vielleicht habt ihr auch Pech gehabt. aber ein einziger (!) trauriger Punkt beim Ambiente zeigt mir das sie vom urigen Wirtshaus keinen Schimmer - oder eine völlig falsche Vorstellung davon haben

24. Jul 2018, 19:54·Gefällt mir1
am 20. Jänner 2016
Eisendraht
Experte
SpeisenAmbienteService
Das Brandstetter, ein Beisl, ein Wirtshaus der alten Schule. In meiner Kindheit gabs noch viele von der Sorte, jetzt muss man sowas suchen. Leider. Der Zeitgeist meint es nicht gut mit dieser Art Lokalität. Hip und Jung sucht nach Gesund, Burger, Ethnofood, Rauchfrei. All das ist das Brandstetter...Mehr anzeigenDas Brandstetter, ein Beisl, ein Wirtshaus der alten Schule. In meiner Kindheit gabs noch viele von der Sorte, jetzt muss man sowas suchen. Leider. Der Zeitgeist meint es nicht gut mit dieser Art Lokalität. Hip und Jung sucht nach Gesund, Burger, Ethnofood, Rauchfrei. All das ist das Brandstetter (Gott sei es gepriesen) nicht. Hier qualmt es, hier wird getrunken und "Handfestes" gegessen. Alte Schule eben. Das ganze Lokal sieht aus wie aus einer Kottan Folge aus den 1970 Jahren. Manche Gäste ebenso. Schön! Die Kellner haben den Vorstadt-Schmäh und sind flink & freundlich. Das Bier ist süffig und fair gepreist. Das Essen ist Wirtshausküche im besten Sinne. Ohne Chi Chi angerichtet aber qualitativ und geschmacklich oftmals weit über dem was man aus solch Lokalen gewohnt ist. Die geröstete Leber halte ich persönlich für überhaupt eine der besten Wiens. Man darf gespannt sein ob so ein Laden das totale Rauchverbot "derblast." Hoffentlich. Solche Wirtshäuser gehören ja fast schon unter "Artenschutz" gestellt. Eine ZEITREISE die schmeckt.
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Kapsreiter mit dem "Plop-Verschluss" das mein Mann manchmal trank, wenn es "sein" Bier nicht gab, war ganz sicher nicht alkfrei.

20. Jul 2017, 00:46·Gefällt mir

Ich glaub das Stehachterl hatte das nicht. ;-)

19. Jul 2017, 21:07·Gefällt mir

Ich habe Kapsreiter nur alkoholfrei gekannt, wozu ich nichts zu sagen habe.

19. Jul 2017, 20:59·Gefällt mir
am 17. Dezember 2013
dieBrotvernichter
Experte
SpeisenAmbienteService
Nach dem Familienausflug ins Fitnessstudio wollen wir was typisch Wienerisches auf ganzer Linie. Der Geschmack von alt bekannten Gerichten, das spezielle Wien-Gefühl. Wir versuchen's zu finden im Brandstetter. Eines der übrig gebliebenen Alt-Wiener-Vorstadt-Beisln. Gejole aus den 2 Flatscreen...Mehr anzeigenNach dem Familienausflug ins Fitnessstudio wollen wir was typisch Wienerisches auf ganzer Linie. Der Geschmack von alt bekannten Gerichten, das spezielle Wien-Gefühl. Wir versuchen's zu finden im Brandstetter. Eines der übrig gebliebenen Alt-Wiener-Vorstadt-Beisln.

Gejole aus den 2 Flatscreen-Fernsehern (Skispringen) und Nebelschwaden von Rauch empfangen uns an der großen Schank, hinter der eine Dame vom sonstigen fehlenden Servicepersonal im Alleingang geschäftig hin und her hetzt. Trotzdem freundlich, zeigt sie uns unseren Tisch im Nichtraucherbereich, der von einer Glasfront beschützt werden soll. Es hängen große alte Wirtshausluster in beiden Bereichen an der Decke, die stilistisch jenen alter Weingläser oder Krügerl gleichen. Der Rauch kriecht dort aber überall hin. Wir sitzen gleich neben der offenen Küchendurchreiche. Ein gutes Lüftungssystem gab's vor 120 Jahren nicht - und so ist es bis heute geblieben. Unsere Sitznachbarn sind zwischen "Sehralt" und "Sehrjung", aus "der Gegend" und "von Weither". Ein paar können sich's leisten, die anderen nur schwer.

Freie Sicht in die Töpfe - wirkt alles recht sauber. Nur leider ist der Signalton der Mikrowelle auch gut hörbar - was uns nicht nur akustisch stört sondern auch kulinarisch. Schlechter Start.

Die Karte schränkt unsere Auswahl ziemlich ein. Nicht für jeden was dabei. Viel Fleisch aus heißem Öl, vor allem vom Schwein. Kaum Fisch dafür aber die üblichen geschmorten Fleischgerichte, mit Kraut und/oder Knödel - auch vom Schwein oder Gulasch hoffentlich doch vom Rind. Das kommt sonst nur selten vor - nur einmal gekocht von der Wade oder gebraten als Zwiebelrostbraten.

Der wird dann auch zweimal als Hauptspeise bestellt mit Bratkartoffeln (€ 12,20). Weil leider alles gebacken wird, nur aber kein Gemüse - versucht man sich mit einem überbackenen Schwarzbrot mit Speck und Rauchkäse (€3,90) zu trösten. Dazu bitte Ketchup und Sauce Tartar, damit's ein biss'l dem Gusta (Sic!) entgegenkommt. Aber auch richtig Gebackenes muss gekostet werden: also ein Bauern Cordon Bleu. Davor wollen wir noch Leberknödelsuppe (€ 2,80), Lauchcremesuppe (€ 2,60) und die frisch hausgemachten Erdäpfelchips mit Sauerrahm und Chilidip zum tschechischen Bier. Die Getränke kamen flott nur in der Küche hat's länger gedauert.

Zu Lauchcremesuppe und Speckbrot wird ein Blaufränkischer (€ 2,80) getrunken. Der war leider noch schlechter als erwartet dafür war die Lauchcremesuppe ganz ok. Aber das Suppenpulver meinen wir, doch recht stark geschmeckt zu haben. Trotzdem irgendwie passabel - frischer Lauch wurde verwendet, die Konsistenz ist dünn aber bei so einer Oberssuppe dann doch ganz angenehm leicht. Das Bier scheint zu schmecken - es wird in großer Portion nachbestellt. Für's Soda Zitron wird Konzentrat verwendet. Schade.

Die Suppe zu den Leberknödeln war recht fad und das Leberknödel wurde nicht nur einmal als "pappig" bezeichnet - geschmacklich war's unauffällig - kein großer Leberanteil, kein intensiv typischer Geschmack erkennbar. Die Chips waren wirklich gelungen. An den Kanten schön knusprig und in der Mitte saftig weich. Wenn auch ein paar ziemlich dunkel waren - das gab dann gute Röstaromen und auch die Dips dazu, sind merkbar in der Küche zubereitet und richtig gut gewürzt worden.

Beim Servieren der Hauptspeisen geben wir beide gleich unsere Nachspeisenbestellung (Kaiserschmarrn) ab, weil's ja schon ziemlich lang dauert in der Küche. Der Zwiebelrostbraten war erstaunlich gut gebraten - schön mürbe aber weich in der Konsistenz. Guter Geschmack - nur leider stellenweise flachsig. Frisch gebackene Zwiebelringe oben drauf - ebenfalls gut gewürzt und frittiert. Nur mit den "Brat"erdäpfeln hat das in der Fritteuse nicht so gut funktioniert, die waren viel zu dunkel. Geschmeckt haben die erstaunlicherweise dennoch gut. Senfgurke und eine kleine Portion Senf war auch mit dabei. Portionsgröße: riesig.

Bauern Cordon Bleu (€10,90) gefüllt mit Speck, Käse, Zwiebel und Pfefferoni: war gut - richtiger Käse, kein Scheibletten-Schmelz. Kleiner gemischter Salat dazu. Marinade war mehr sauer als süß aber insgesamt gut gemacht. Frischer Vogerlsalat, frisch zubereiteter Kraut-, Gurkensalat (guter Knoblauchgeschmack) und Erdäpfelsalat.

Das überbackene Speckbrot war eher enttäuschend. 2 kleine Scheiben vom durchschnittlichen Schwarzbrot - sehr lose belegt mit Speck und Rauchkäse aus der Plastikpackung. Darunter ein paar Zwiebelringe. Ein einfaches Gericht, das dort eher lieblos zubereitet wird. Die aufgeschnittene Tomate daneben - mehlig und nicht mehr frisch. Sauce Tartar mit ordentlicher Mayonaisekomponente - aber trotzdem gut. Entweder hausverfeinert oder sogar -gemacht. Ketchup wie immer.

Der Kaiserschmarrn kommt dann recht flott - so wie die Dame vom Service eben ist. Man muss als Gast, nur mit dem Küchentempo umzugehen wissen und ein gutes Bestelltiming mitbringen. Zuerst wird der Zwetschkenröster eingestellt. Oije, der scheint schon länger vor sich hin zu reifen - da hat der Gärungsprozess schon eingesetzt. Dieses Geschmackserlebnis mussten wir auch schon in gehobeneren Lokalitäten über uns ergehen lassen. Der Schmarrn (€ 4,90) an sich war aber sein Geld wert: unauffällig aber in Ordnung.

Irgendwie zieht's uns nicht mehr hin...
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3 Kommentare

Danke für eure Stimmen, als Experten geben wir jetzt richtig Gas!

8. Jän 2014, 16:59·Gefällt mir1

detto

4. Jän 2014, 19:54·Gefällt mir1

Brotvernichter for EXPERT VOTE!

4. Jän 2014, 18:06·Gefällt mir1
am 2. Dezember 2012
vkherby
Level 2
SpeisenAmbienteService
Bin jetzt 3 volle Jahre hier ums Eck ansässig. Aber erst im Sommer habe ich die Küche im Brandstetter kennen gelernt. Man sollte sich nicht abschrecken lassen von der Aussenansicht :D Hatte das Schnitzel, einmal ein Cordon Bleu oder heute ein wirklich ausgezeichnetes Gulasch. Das Ganze zu F...Mehr anzeigenBin jetzt 3 volle Jahre hier ums Eck ansässig. Aber erst im Sommer habe ich die Küche im Brandstetter kennen gelernt. Man sollte sich nicht abschrecken lassen von der Aussenansicht :D
Hatte das Schnitzel, einmal ein Cordon Bleu oder heute ein wirklich ausgezeichnetes Gulasch. Das Ganze zu Fairen Preisen und guten Portionen. Das Service war immer Freundlich und das offene Kozel spricht für sich.
Hier könnte jeder Zeit die Spira rein kommen und ihre Alltagsgeschichten drehen so kommt einem das Wirtshaus vor. Eine empfehlendes Wiener Wirtshaus.
der Brandstetter - Wiender Brandstetter - Wien
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@ slapet Velkopopovický Kozel ist eine tschechische Biermarke. Das Bier wird in der Brauerei Velké Popovice gebraut. Der Velkopopovický Kozel zählt zu den Lagerbieren. „kozel“ bedeutet auf tschechisch Ziegenbock.

3. Dez 2012, 00:55·Gefällt mir
am 16. April 2012
CriticalMinds
Level 6
SpeisenAmbienteService
Habe heute den Brandstetter besucht, da ich gehört habe, dass man hier sehr gut Gulasch essen kann. Also habe ich ein großes Gulasch(ich glaube 7,40) und ein Villacher bestellt. Tatsächlich war das einer der besten Gulasch die ich seit langem gegessen habe!Statt dem Knödel nahm ich Gebäck, un...Mehr anzeigenHabe heute den Brandstetter besucht, da ich gehört habe, dass man hier sehr gut Gulasch essen kann.

Also habe ich ein großes Gulasch(ich glaube 7,40) und ein Villacher bestellt.
Tatsächlich war das einer der besten Gulasch die ich seit langem gegessen habe!Statt dem Knödel nahm ich Gebäck, und das braucht man auch damit man den ganzen Saft auftunken kann :)
5 Stück sehr weicher Wadschinken, perfekt abgeschmeckt!
Echte Empfehlung wer gerne gutes Gulasch essen möchte!
Hilfreich4Gefällt mirKommentieren
1 Kommentar

kann dir da nur zustimmen, das gulasch war wirklich sehr gut und ist zu empfehlen. aussreichende Portion mit sehr gutem geschmack :D

2. Dez 2012, 17:34·Gefällt mir
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