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Café MoserCafé MoserCafé Moser
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Café Moser

Redtenbachergasse 81
1170 Wien (17. Bezirk - Hernals)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Beisl, Restaurant
Tel: 01 4864680
Lokal teilen:

1 Bewertung für: Café Moser

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Februar 2016
Experte
BruderBernhard
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4Ambiente
4Service

Auf der Suche nach Appetit gedenke ich heute mal "über'n Hag zu fressen", also einer anderen Küche als der Sechuanchinesischen eine Chance zu geben. Mit der 43er Strassenbahn stadtauswärts, dort habe ich am Vortag einige Lokale gesehen, die ich mir jetzt mal näher ansehen will. Auf der Höhe vom Brandstetter (Wattgasse) finden sich einige Imbisse oder kleine Wirtshäuser verschiedenster Provenienz, vom Kebap über den Griechen bis zum Asiaten, da müsste sich doch was finden.

Zuerst schau ich mir den Pan Appetit an, der Name ist wirklich schön gewählt, eine Persiflage auf "bon appétit" offensichtlich. Doch ein vergammelter Schaukasten und vor allem die Beschreibung der Gerichte lässt mich sofort von weiteren Erwägungen Abstand nehmen. Dort wird jedes Gericht ganz ungeniert mit wenigen Standardsaucen gewürzt, die ein Supermarktfeeling aufkommen lassen. Viele Gerichte, aber kaum Variation, dazu die, sorry, vermaledeiten Fische von Sushi und Maki, da mache ich einen Riesenumweg drum. Fisch esse ich grundsätzlich nur am Meer.

Einen kurzen Blick rüber zum Brandstetter - aber auch dort gibt's heute Fisch, wenn auch in Form eines "Heringsalat Hausfrauenart". Nach kurzem Rumstrolchen sehe ich von Weitem das Schild des Café Moser. So klein und urtümlich es scheint, so weltläufig der Name, und die Gerichte auf den Schiefertafeln klingen irgendwie sympathisch. Heute ist Schnitzeltag, "Schweinswiener, Pariser Schnitzel oder Cordon Bleu mit Erdäpfelsalat" für 6.10 inklusive Suppe. Danach steht mir der Sinn eigentlich nicht, aber ich sehe auch Beuschel, Linsen, Rouladen, irgend etwas müsste doch da zu finden sein. Kurz, das Lokal gefällt mir, ich will es mir mal näher ansehen.

Im Inneren sehe ich einen grossen Raum, aufgeteilt in gemütliche Ecken und Kojen, eine Bar, alles sehr historisch, unprätentiös, in gedeckten Farben, wie man es halt seit Urzeiten kennt. Da wurde an der Einrichtung wohl seit damals nichts geändert - bis auf die grosse, teuer ausschauende Espresso-Maschine. Schon mal ein gutes Zeichen.

Dem Wirt macht es gar nichts aus, dass ich mich mal in Ruhe setze und zuerst mal die Karte durchgehe, bevor ich überhaupt das Getränk bestelle. Wie gesagt, ich leide immer noch unterm fehlenden Appetit, aber Platz im Magen ist bestimmt. Da fällt mein Blick auf eine Tafel, von Hand wird da Krautfleisch mit Knödel für 6.50 beworben. Das sieht aus wie das Weekly Special, und dafür entscheide ich mich jetzt, dazu ein Bier. Zwangsläufig ein Grosses, denn das einzige Kleine ist diese unsägliche multinationale Industrieware. Gösser, 3.10 €.

Wahrscheinlich nach 20 Minuten, ich habe nicht auf die Uhr geschaut und auch keine Eile, bringt mir der Wirt einen Teller, viel schöne rötliche Sauce, viel weichgekochtes rotes Kraut, einige Stücke Schweinsragout drin, darauf thront ein ganz offensichtlich handgeformter Knödel.

Das ist jetzt ganz direkt Hausmacherkost, ohne Schnickschnack und ohne Berührungsängste. Schwein hat Fett, ein wenig davon ist immer noch da, aber durch die wunderbar gewürzte Sauce überhaupt nicht störend. Die Stücke sind auch eher trocken, aber auch das ist überhaupt kein Thema, denn in der Mischung mit der Sauce und dem überhaupt nicht trockenen Knödel ergibt sich eben der Geschmack, den ich so liebe.

Ich fasse mehrfach den Teller an, ob der wohl aus der Mikrowelle kommt? Normalerweise wäre das der Fall, glaube ich. Aber schon nur die Wartezeit deutet auf Pfanne hin, und der Teller ist auch von ganz normaler Temperatur. Die Sauce, von der kann ich nicht aufhören zu schwärmen, die schmeckt durch und durch hausgemacht, sorgfältig gewürzt, ein wenig Kümmel scheint durch, ein leichter Rand von kleinen Fettäuglein, ich finde das grandios, weil da steckt ganz offensichtlich Arbeitszeit drin, und genau dafür gehe ich in solche Restaurants!

Weil alles so gut war und die Kaffeemaschine so professionell ausschaut, bestelle ich noch einen kleinen Schwarzen. Der kommt auf den Tisch fast wie in Italien, mit einem Glas Wasser, die Espressotasse höchstens halb gefüllt und ziemlich stark, mit einem Hauch Kakaogeschmack von der sorgfältigen Röstung - schon wieder eine Überraschung. 1.80 € dafür - geschenkt.

Unterm Strich habe ich mich jetzt von meiner Begeisterung ein bisschen wegtragen lassen, dazu beigetragen hat natürlich auch, dass ich mit so guter Küche an solch einem Ort überhaupt nicht gerechnet habe. Und dass alles handgemacht ist, wie der Wirt am Schluss auf mein Lob noch betont. Die Gattin kocht. Und dass Morgen Kümmelbraten, Semmelknödel und Salat auf der Karte stehen, für unverschämt billige 6.10 €.

Wer nun wie ich Lust auf dieses Café/Wirtshaus bekommen hat, soll bitte nicht heikel sein - am Nebentisch beispielsweise zwei Frauen, eine isst ein Gulasch, die andere raucht ihr ganz ungeniert in den Teller rein. Ich hatte nicht den Eindruck, dass da ein abgetrennter Nichtraucherraum zu finden ist. Das ist ein Ort, die verrinnende Zeit zu geniessen, allein oder mit Kollegen, mit oder ohne Zigarette, halt alles noch so wie früher dort.

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Letzter Kommentar von am 10. Feb 2016 um 20:31

Tja, Bertl, so hat halt jeder seine Macken... nein, im Ernst, da ich nach Möglichkeit jedes Jahr für einige Wochen in die Bretagne fahre und in der Nähe eines Fischerhafens campe, kann ich mich ob der Nordseetheke nicht mehr erfreuen. Einzige Ausnahme: Bio (sagt man)-Crevetten aus Vietnam.

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Bewertet am 10.02.2016
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