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Speisen
Ambiente
Service
38
29
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Gesamtrating
34
14 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
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Sakai - Taste of JapanSakai - Taste of JapanSakai - Taste of Japan
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Sakai - Taste of Japan Info
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Keine Info
Eröffnungsjahr
2013
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
12:00-22:30
Mi
12:00-22:30
Do
12:00-22:30
Fr
12:00-22:30
Sa
12:00-22:30
So
11:30-14:30
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Sakai - Taste of Japan

Florianigasse 36
1080 Wien (8. Bezirk - Josefstadt)
Küche: Japanisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 729 65 41
Lokal teilen:

14 Bewertungen für: Sakai - Taste of Japan

Rating Verteilung
Speisen
5
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4
4
3
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Ambiente
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. Oktober 2016
Experte
Alzi
184
4
22
5Speisen
3Ambiente
5Service
3 Fotos1 Check-In

Wir haben am Tag selbst reserviert. Eine gehetzt sprechende ausländische männliche Stimme konnte uns gerade noch für 19.30 einen Tisch reservieren. Als wir pünktlich kamen, waren nur drei Tische besetzt. Auch im Laufe des Abends hätte man jederzeit als Laufkundschaft auch noch einen Platz bekommen können. Das Service ist ausgezeichnet, man wird von einer Patronne zum Tisch geführt, den Mantel muß man jedoch selbst am anderen Ende des Lokals aufhängen. Rasch werden die Karten serviert und das Personal gibt ausführlich Bescheid über Feinheiten der japanischen Küche, die dem Abendländer nicht so geläufig sind. Es gibt mehrgängige Menus, die bis zu € 69.- kosten, wir wollten unser Essen aber selbst zusammenstellen. Ein Gruß aus der Küche ist eine kleine Mischung aus Krabben und Nashi, gebunden mit einer weißen Sauce. Wir entschieden uns für den großen Sushi-Teller mit 12 Stück um € 24,90. Sehr lockerer Reis und ganz weiche frische Fischfilets kamen an den Tisch. Darunter waren auch nicht alltägliche Fischsorten und Meeresfrüchte. Als weitere Vorspeise wählten wir die Vorspeisenvariation um € 15,90, die eindeutig Haubenqualität hatte. Dieser Vorspeisenteller richtet sich nach dem Angebot der Saison. Es waren viele aufwendige Kreationen, die bei uns praktisch unbekannt sind, wie Gurke mit Hering und scharfem Safran oder perfekt abgeschmeckter gekochter Thunfisch in einer Sauce. Als Hauptspeisen wählten wir zwei Mal Rindfleisch, einmal mit Teriyakisauce und Gemüse, einmal mit Pilzen ,Ingwersauce und Blattsalat. Da wir nur einmal Reis wollten, wurden zwei halbe Portionen in zwei getrennten Schälchen serviert. Beide Hautspeisen waren sehr gut abgeschmeckt. Als Nachspeisen wählten wir nichts Süßes, sondern zwei Tapas, einmal eine Tasche aus Yubateig,
gefüllt mit Krabbenfleisch und Gemüse der Saison, Tempurasauce und Karashi um € 8,90 und ein Mal in Sojasauce-Marinade eingelegter Thunfisch und Avocado mit Spicy-Sauce, die zu scharf war, der Thunfischgeschmack war leider übertönt. Drei nicht so feine Kleinigkeiten gibt es zu erwähnen: der Raum strahlt keine Heimeligkeit, sondern eher japanische Nüchternheit aus, Privatgespräche können am Nachbartisch mühelos mitgehört werden. Die Toiletten sind zwar sauber, könnten aber eine Renovierung vertragen. Schließlich verläßt man das Lokal mit Küchengeruch in der Kleidung. Der Service ist wirklich aufmerksam und flink, sowie äußerst kompetent, die Wartezeit auf die Speisen ist relativ kurz und angemessen. Die Portionsgröße ist eher auf der kleinen Seite. Das Essen ist nicht billig, aber für das Gebotene ganz in Ordnung. Ein Lokal für besondere Anlässe zum Weiterempfehlen.

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Letzter Kommentar von am 8. Okt 2016 um 15:34

Lieber Laurent! Natürlich hast Du mit Deiner Rechtsmeinung völlig recht. Es hängt an der Haftung. Allerdings hätte ich mir von einem Lokal dieser Qualität und dieser Preislage und ausgehend von asiatischer Höflichkeit, die schon bis zur Unterwürfigkeit gehen kann, mehr erwartet.

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am 2. März 2016
Klee
32
1
4
3Speisen
2Ambiente
4Service

Endlich mal Gelegenheit gehabt, in das vielgepriesene Sakai zu gehen. Eine Person nimmt Menü, ich zuerst Sushiset, anschließend Beef, dazu ein Glas Sauvignon Blanc (es gibt nur drei offene Weine). Es folgt ein Gruß aus der Küche (diverses Meeresgetier, gut gewürzt). Menü aus Tempura, Sushi und Suppe mundet Person 1, für den Preis von 35 Euro aber mengenmäßig zu wenig. Über Sushi kann man qualitativ nicht meckern, im Unkai war's aber besser. Rindfleisch wurde mit Gemüse serviert, jedoch ohne Reis. Die Rindfleischstücke waren rießig, mit Stäbchen logischerweise nicht teilbar, und immer abbeißen ist ja auch nicht der Hit. Somit alles im Mund zerkaut, das war ebenfalls nicht der Hammer. Der Sauvignon Blanc schmeckte übrigens wie ein Chardonnay und war gelb wie ein Muskateller. Absolut nicht mein Geschmack. Unterm Strich: eh ganz ok, aber für diese Preise und diesen Koch erwartet man sich einfach mehr.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. August 2015
Peter99
13
1
4
3Speisen
1Ambiente
2Service

Atmosphäre
Dem Thema angemessen, jedoch mit 2 Kritikpunkten:

1. Der unangenehm fettige Küchengeruch, den ich bereits beim Betreten des Lokals (wir waren sehr früh dort) wahrnahm und der sich bis heute hartnäckig in meiner Oberbekleidung hält, weist auf ein Problem mit der Abluft-Architektur des Lokals hin - bei einem Restaurant des beanspruchten Niveaus inakzeptabel und daher von mir auch als mangelhaft bewertet.

2. Die Toilettanlage - zumindest die für Herren - entspricht möglicherweise dem Einrichtungs- und Hygienestandard eines Vorstadtgasthauses - sicher aber nicht jenem, den man sich von einem guten japanischen Restaurant erwarten kann. Auch wären berührungsfreie Armaturen an Pissoir und Handwaschbecken dem Niveau angemessen, denke ich.

Service
Die Mitarbeiterinnen sind freundlich - das ist ja für Wiener Gastronomie schon einiges - Serviceablauf und Tischkultur schlicht aber o.k. Leider erinnere ich mich aber auch an keinen Moment, in dem mich der Service - sei es durch besondere Aufmerksamkeit, Beratung oder unerwartetes - als Gast begeistert oder positiv überrascht hätte. Von japanischer Servicequalität war leider nichts zu verspüren. In einem japanischen Restaurant dieses Niveaus hätte ich mir auch ein hot towel erwartet.

Küche
Wir verkosteten 15 Speisen um einen möglichst großen Einblick in die Kunst des Meisters zu erhalten. Die meisten der Gerichte waren handwerklich recht ordentlich zubereitet und entsprachen geschmacklich größtenteils dem Niveau durchschnittlich guter japanischer Restaurants, ohne wirkliche Higlights und mit nur wenigen Schnitzern.

5 Gerichte scheinen mir dennoch erwähnenswert:

+ Pilze in Kokosfond - der zarte klare Fond interessant, duftig und ausgewogen
+ Krabbenfleischsalat - sehr frisch, zurückhaltend mariniert, unverfälscht
+/- Schweinebauch - geschmacklich tadellos - die Mini-Portionsgröße allerdings eine Verhöhnung (2Stk. 3x3x1cm mit etwas Sauce ohne weitere Beigabe)
- gegrillter lachs - schlecht pariertes Endstück, trocken, fad - optisch und geschmacklich misslungen
- Kartoffel mit geschmortem Rindfleisch - winziges, unausgewogenens Gericht aus halber Kartoffel mit wenigen Gramm fasrig-geschnittenen Rindfleisches ohne geschmackliche Akzente - enttäuschend

Preis/Leistung
Durchaus ein Freund von interessanten "Lustig Essen" Konzepten, reichten für mich die kulinarische Rafinesse der gebotenen japanischen Landhausküche sowie die vorgefundene Serviceumgebung leider bei weitem nicht aus, um die homöapathischen Dosen der Speisen zu den veranschlagten Preisen zu rechtfertigen. Qualität vor Qantität ist gut - aber Essen gehen, nach dem Essen gehen sollte nicht notwendig sein.

Fazit
Der Hype um dieses durchschnittliche Lokal ist für mich persönlich vor allem aus Sicht des kulinarischen Gesamterlebnisses nicht nachvollziehbar - ich werde nicht wiederkommen.

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Hilfreich?Ja10Gefällt mir9Lesenswert8
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 27. Jänner 2015
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
4Speisen
2Ambiente
3Service

Schon lange sind wir neugierig auf die authentisch japanische Küche des Sushimeisters, der aus dem Unkai kommt. Unmöglich teuer dort. Im Sakai – salzig sind die Preise immer noch.

Aber wir schätzen asiatische Restaurants, die auf hohe Zutatenqualität Wert legen und die findet man in diesem Küchengenre leider nur im gehobenen Preissegment. Zahlt man da einen Exotenbonus?

Ja, der ist offensichtlich inkludiert, denn das Ambiente ist zwar japanisch puristisch und recht angenehm aber bei Preisen über € 57,00 (Sushi Kaiseki) und € 65,00 (kisetsu no osusume Kaiseki) für kleine Sammelsurien an kulinarischen Überraschungen, welche die Küchenmannschaft aus dem Stehgreif zaubert, darf man sich mehr oder weniger eigentlich auch vom Rundherum Einiges erwarten:

Weniger Küchengeruch im Gästebereich, viel weniger. Dafür viel mehr Souveränität Service.

Der Exotenbonus endet aber bei den regionalen Weinen. Die sind schwerst fair kalkuliert. Jedes gute Achterl (Riesling und Rotweincuvee) aus Langenlois um unglaubliche € 2,90. Da waren wir erstaunt.

Die Überraschungen sind der Küchenmannschaft wirklich gelungen. Was da am Teller und in den Schüsseln war, blieb bis zum Mund eine Überraschung, weil die nette Servicedame so zurückhaltend war, dass sie uns auch nicht erzählt hat, was wir da serviert bekommen. Einiges ist uns bis heute ein Rätsel geblieben. Das ist schade, denn wir könnten die einzelnen Speisen nicht noch einmal bestellen. Klar, wir haben die ersten paar Tellerchen und Schiffchen hinterfragt aber dann waren wir schon zu müde. Denn anders als wir dachten, wurden die Kleinigkeiten nach einander serviert und es hat dann doch sehr lang gedauert.

Alle kleinen Gerichte, die uns die dezente junge Dame serviert hat, waren wirklich mit Niveau und gekonnt zubereitet. Anders ist der Geschmack als man den von Preiskampf-Asiaten kennt. Irgendwie klare definierte Aromen sind da in dem Essen. Man konnte alles ganz differenziert herausschmecken. Und jedes einzelne kleine Gericht hat wirklich anders geschmeckt. Jedes rohe Lebewesen aus dem Meer war eine neue Geschmacksentdeckung. Und im Sakai sind die Garnelen auch wirklich roh, genau so wie die Algen. Jede Art schmeckt anders. Auch die klaren Suppen: eine ganz anders als die andere.

Für den Abend haben wir uns vorgenommen, uns drauf einzulassen. Wir kennen ja nur den panasiatischen Sushi-Standard, abgesehen vom einen oder anderen Experimental-Ausflug. Also wollen wir’s jetzt mal richtig wissen.

Und wir essen alles, was da kommen will - außer Schwein. Das muss nicht sein. Einer hat’s vergessen zu erwähnen, der hat’s dann aber auch voll abbekommen. Bei der anderen wurde die Schweineabstinenz vorbildlich berücksichtigt. Statt dem fetten aber sehr feinen Schweinebauch in Suppe, bekam sie leider Rinderzunge.

Oder doch zum Glück? Überraschender Weise: Ja. Es war tatsächlich eines der zartesten Stücke Fleisch, die wir bislang zu essen bekommen haben. Kein Fett, keine Flachsen. Kostportion. Wie ein Tafelspitz in klarer Suppe gegart mit Wurzelgemüse und ein paar Frühlingsröllchen oben drauf. So klar wie die Suppe war auch der Geschmack: puristisch aber deutlich. Das war der Fleischgang.

Wir schalten ein paar Gänge zurück:
Es gab ganz viel Außergewöhnliches. Suppe mit Meeresgetier- Pilz- und unbekannter Objekteinlage in der Teekanne mit Trinkbecher dazu. Genau so klar aber geschmacklich wieder ganz anders als jene vom Fleisch. In diesem klaren Suppensud war ein super flaumiges kleines Krabbenfleischköderl. Richtiges Krabbenfleisch. Ungepanscht. Auch dabei war ein Kugerl, das optisch und konsistenziell einem gekochten Wachteleidotter ähnelt, aber extrem grausig bitter war. Ein paar Schlucke Suppe aus dem Becher lässt die Gesichtsmuskulatur wieder entspannen.

Beim Nigiri-Sushi-Gang ein ähnliches Erlebnis. Die Freude war groß, über die facettenreichen Fischsorten auf dem Reis. Und ganz besonders groß über das Kleinfingernagel große Stückerl roher Seeigel am Oktopusnigiri. Leider ganz schlimm, dieser Seeigel. Grausam was da den Geschmacksknospen zugemutet wird. (Aber die sind ja bekanntlich bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt.) Das kleine wabbelige Stückerl sieht aus wie eine Vogelzunge in orange. Und wenn das dann in den Mund kommt, will die Zunge nur noch davon laufen. Intensivst bitter. Gelartige Konsistenz. Diesmal leider keine Suppe zur Hand, dafür das Glas Weißwein in greifbarer Nähe. Zum Glück auch noch Wasser. Erste Neutralisierungshilfe.

Top Fischqualität. Sogar der Thunfisch ist genießbar. Kein metallischer Geschmack der auf der Zunge bleibt. So mögen wir das. Wie beim Nigiri, auch beim Sashimi ALLES roh. Ja, auch die Garnele. Endlich. Diese vorgekochten Garnelen und dieses Krebsimitatstangerl gibt’s dort nicht. Die Garnele ist roh echt eine Geschmacksbereicherung. Ganz dezent, saftig, frisch und süßlich - so wie der Oktopus, nur der hat im Rohzustand eine leicht bittere Note, bissfest und saftiger ist der auch roh nicht. Die Algen rundherum schmecken nach Meer. Kaum salzig – gut abgespült. Und hübsch sind sie, weil so frisch, wie gerade erst geerntet. Leicht knackiger Biss und bunt. Wasabi leider das 08/15 Programm in grün. Aber der Ingwer natürlich selbst eingelegt und keine Spur von Rosa.

Die Vorspeisenvariation hatte auch eine Ansammlung an kleinen mundgerechten Delikatessen. Alles hervorragend. Gedünstete Auster (in Sesamcremesauce), gelackter Aal, Hühnerpastete, Kürbispüree, Tempurakrabbe, panierter Fisch mit Mayonnaisetupfen und noch mehr unbekannte Essobjekte. Wir wurden ja nur selten aufgeklärt. Alles hat uns sehr gut geschmeckt.

Auch der Gruß aus der Küche hat mit gedünsteten Fisolen im cremigen Lachsgehäcksel (vielleicht mit Sauerrahm, Mayonnaise und Sesam abgerührt) unseren Geschmack gut getroffen.

Das Grillgericht des Menüs war bei uns beiden Fisch. Zum Einen war’s ein wirklich herausragend gutes leider viel zu kleines Stück Butterfisch. Von dem hätten wir beide gern mehr gehabt. Irgendwie würzig, erdnussig und leicht süßlich mariniert und saftig gebraten. Dazu ein Scheiberl Limette – perfekt. Zum anderen war der Wolfsbarsch zwar auch gut, aber konnte dem raffinierten Butterfisch nicht das Wasser reichen. Weil er davon selbst mehr gebraucht hätte – der war schon recht trocken.

Asien und Desserts. Geht schon. Man kann da aus exotischen Zutaten schon was machen. Braucht aber die europäische Zubereitungstechnik und das geht so: Matchabiskuit mit Kürbis Creme Brulee. Eh ok. Nix aufregendes. Spannender lesen sich alle anderen Nachspeisen der Dessertkarte.

Die Neugier ist geweckt. Aber: Wir leben in einer Demokratie. Und 50% der Wahlbeteiligten wollen leider aufgrund der Raumaromatik nicht mehr wieder kommen, aber die anderen 50% sind sehr gespannt auf den Rest der Speisen- und Dessertauswahl. Auch auf die Portionsgrößen bei Einzelbestellungen. Und auf das monatlich wechselnde Zusatzspeisenprogramm oder den Sushibrunch… es wird eine Wahlwiederholung geben müssen. Denn ein neuerlicher Besuch kann nur einstimmig beschlossen werden.

Die Hälfte der Wahlbeteiligten fühlen sich nämlich ordentlich angepatzt. Weil man sich nach dem Besuch dort, am besten gleich in voller Montur, in die Waschmaschine stecken muss. Der Geruch fräst sich einfach in jede Pore. Da hat die eine Hälfte der Brotvernichter noch viel Überzeugungsarbeit und einen harten Wahlkampf vor sich. Aber es ist eine Meisterin am Werk. Oder einfacher: das Sakai revitalisiert seine Lüftungsanlage? Das täte dem Gemeinwohl gut.

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Letzter Kommentar von am 28. Jän 2015 um 14:46

Schweinslungenbraten ist aber ganz mager!

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am 23. November 2014
Experte
Evba
69
27
22
5Speisen
3Ambiente
5Service
14 Fotos1 Check-In

Manchmal hat man Glück. In Facebook stieß ich auf eine Anzeige "Zum ersten Jahrestag des Restaurant Sakai an 2 Tagen ein Kaiseki-Menü um 50€ statt 100€". So ein Geburtstag ist was Schönes. Anfangs stand es nur auf Japanisch dort und ich dachte mir, wollen die nur JapanerInnen, weil so viele Menschen in Wien können auch nicht Japanisch; aber die Übersetzung wurde dann eh nachgeliefert.

Also nichts wie hin. Das Nichtraucher-Lokal mit hellem Holz, braunen Sesseln, etc. wirkt sehr japanisch. Ich halte mich jetzt nicht lang mit der Beschreibung des Ambiente auf, das wurde ohnehin schon ausreichend getan. Zu erwähnen sind vielleicht die wechselnden Ausstellungen an den Wänden – diesmal war es Kalligraphie.

Wir wurden sehr freundlich von der Chefin mit einem Aperitif aufs Haus (Schilchersekt oder Prosecco)und einem Pläuschchen empfangen.
Der Chef war früher Chef im Unkai und hat seinen Souschef gleich mitgenommen – und er hat eine Vorliebe für Kaiseki ryôri (japanische Menüfolge mit vielen kleinen Schüsselchen, wurde früher vor einer Teezeremonie serviert). Gute Sushi, etc. findet man bald wo (na ja so bald in Wien auch wieder nicht), aber ein Kaiseki –Menü ist mir bis jetzt nur im Unkai begegnet.

Der erste Gang waren
• Rohe Austern mit scharfer Cocktailsauce aus Tomate Zwiebel und Chili
• Carpaccio von der Jakobsmuschel mit grüner Cocktailsauce aus Zwiebeln und Yuzu

Dass die Muscheln frisch waren versteht sich von selbst, die scharfe Cocktailsauce war nicht wirklich scharf, aber sehr pikant und überdeckte nicht den Geschmack der Auster auch die Jakobsmuschel war hervorragend, und hatten durch die Yuzu (japanische Zitrusfrucht) einen frischen Geschmack, dann als nächstes

• Herbstliche Pilzsuppe mit Shimeji, Shiitake (japanische Pilze), Kräuterseitlingen und Krabbenfleisch in Dashisuppe, wird im Siphon zubereitet
• Ganz kurz gebratenes Rinderfilet eingelegt in Mangosauce mit Zwiebeln und japanischer Chilipaste

Die Pilzsuppe wurde folgendermaßen zubereitet: in der Siphon genannten – eigentlich ein Gerät, wie früher die Kaffeemaschinen waren – gab es oben einen Glasballon gefüllt mit den Pilzen; darunter die Dashibrühe, die durch ein Feuer erhitzt zu den Pilzen hinaufstieg, die Aromen heraussaugte und dann wieder in das Gefäß zurückrann. Das ganze wurde dann über das wunderbar zarte Krabbenfleisch und ein paar Pilze und andere Zutaten gegossen. Mir tat es fast leid, dass die Pilze in dem Siphonballon weggetragen wurden, weil Shimeji, etc. schwer zu bekommen sind und ich sie mag, aber wahrscheinlich wären sie zum Essen zu ausgelaugt. Natürlich ist das ganze sehr verspielt, war aber trotzdem sehr gut.
Das Rindfleisch schmeckte meinem Mann sehr gut und war laut ihm zart und aromatisch (ich mag kein Rindfleisch außer es ist ganz roh oder faschiert). Dann kamen eine

• Auswahl verschiedener Sashimi
• Kugelförmige Sushi

Bei den sehr frischen Sushi und Sashimi waren zu meiner Freude ein Amaebi (übersetzt süße Garnele, also eine Kaltwassergarnele mit süßlichem Abgang) und Seeigel, die ich beide sehr gerne mag dabei. Seeigel ist bei uns auch frisch schwer zu bekommen und ziemlich teuer – wunderbar. Sonst gab es Thunfisch, Lachs und Makrele (die mein Mann aß, weil ich keine Makrelen mag) und einen normales Ebi (Garnele), welches das einzige war, das mir nicht so toll schmeckte. Dann

• Tasche aus Yubateig, gefüllt mit Jakobsmuschel, Tintenfisch und Garnele, garniert mit Seeigel, Seeigelsauce und Yuzupfeffer
• Gebratene Champignons gefüllt mit Entenfarce

Yuba ist eigentlich die Haut, die beim Tofu-machen aus der Sojamilch entsteht, darin wurde das obige Meeresgetier eingewickelt; schmeckte etwas fad (so ist es mit manchen japanischen Speisen) aber trotzdem gut und seeehr japanisch. Auch wieder mit herrlichem Seeigel (von dem ich auch die Portion von meinem Mann klaute). Die mit Entenfarce gefüllten Champignons waren ein Gedicht, in einer würzigen Sauce. Als nächstes

• Softschellkrabbe im Ganzen in Tenpurateig gebacken
• Buchweizennudeln in Wasabisauce (kalt oder warm)

Der Tenpurateig der Krabbe und des Gemüses war ganz knusprig, überhaupt nicht fettig und toll. Die Soba (Buchweizennudeln) wählte ich kalt (obwohl es nicht zur Jahreszeit passt) und sie waren so, wie Soba sein sollen. Zum Schluss, obwohl wir fast nicht mehr konnten, das Dessert

• Mousse von weißer Schokolade mit Grünteepulver
• Crème brûlée mit schwarzem Sesam

wunderschön angerichtet, die Mousse cremig, sonst normal, die Crème brûléeköstlich mit sehr knuspriger Kruste, ein wunderbarer Abschluss.

Dazu wählte ich eine "Sakebegleitung" (ist in Japan eigentlich nicht üblich), war aber recht lustig, besonders der Shôchû (Reisschnaps) mit Grapefruit zum Dessert. Das mit dem Sake liegt wahrscheinlich daran, dass das Steckenpferd des Chefs ist und er guten Sake in Österreich promoten will. Eine Weinbegleitung hätte es auch gegeben.

Wir wurden gut umsorgt, alles kam zur rechten Zeit und wir mussten auch auf nichts warten. Ich weiß nicht ob es an dem "Sonderessen zum Geburtstag" lag oder sich die Anfangsschwierigkeiten mit dem Service, die manche Schreiber zuvor bemängelt hatten, vorüber sind.

Fazit: moderne japanische Küche at ist best, mit kreativem Touch und ein klein wenig verspielt, was aber passt.

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Letzter Kommentar von am 23. Nov 2014 um 18:49

Wunderbare Beschreibung; es macht große Freude, sie zu lesen. (Obendrein bekommt die Mousse das richtige Geschlecht!) EUR 50 ist für diese Gerichte wirklich eine Okkasion.

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am 8. Oktober 2014
schnuck
7
1
1
3Speisen
2Ambiente
2Service

Bedienung : die östrreichisch-gebürtige Dame sehr nett, sehr bemüht, die asiatischen Damen etwas abgehoben
Wartezeit: 1 Stunde bis zur Vorspeise ( durch 2 amuse geules zu verkürzen versucht) trotz nur halbvollen Lokals
Die Speisen: nicht schlecht aber weder Preis noch Wartezeit zu rechtfertigen
Der Hype ist für mich nicht nachvollziehbar, jeder Japaner a la Akakiko ist auch nicht anders

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Kommentar von am 23. Nov 2014 um 16:21

Sakai mit einem Pseudojapanasiaten wie Akakiko zu vergleichen zeugt von einer kulinarischem Ignoranz erster Güte. Als ob ein Asiate schreiben würde: "Der Hype ist für mich nicht nachvollziehbar, jede Sachertorte a la Anker ist auch nicht anders"

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am 6. Juli 2014
DFAvJ
14
1
4
4Speisen
4Ambiente
5Service

Ich dachte mir, daß sich jetzt (Anfang Juli 2014) der Ansturm auf das Anfang des Jahres von einem Chef des Unkai (im Grand Hotel) neu eröffnete Restaurant Sakai schon etwas gelegt hatte und ging also auf gut Glück ohne Reservierung hin. Es war ein Sonntag, und an Sonntagen ist es nur zu Mittag geöffnet, und es gibt nur ein Angebot: “Sushi Buffet” (pro Person € 29).

Und so war es: das Restaurant war gut besucht, aber nicht voll; ein Tisch war noch ohne weiteres zu haben. Die Ausstattung ist hell und freundlich, Tische und Sessel aus hellem Holz, in ziemlich typischer Japanrestaurant-Manier… erinnerte mich an das En und das (nun leider geschlossene) Tenmaya.

Beim Eintreten begrüßte mich der Manager und fügte gleich warnend hinzu: “Aber heute gibt es nur Sushi Buffet.” Ja, ja, geht in Ordnung. Ich wurde entlang der Theke, an denen die Speisen angerichtet waren, an einen Tisch im hinteren Teil geführt.

Als Starter gab’s mal gleich Sake (o-kan… obwohl Sommerzeit; ja, “old habits die hard”). Eine der zwei japanischen Kellnerinnen brachte mir gleich die Miso-Suppe, die ich sie bat auf nachher zu verschieben… “Ah, Nihon-style”, war ihr Kommentar: Reis und Suppe (ob nun Miso oder Sumashi) kommen immer am Schluß, um (falls noch nötig) den Magen anzufüllen. Und übrigens Sake immer nur, bevor man den ersten Bissen Reis zu sich nimmt. Daher mußte zuerst etwas anderes als Nigiri, Maki etc. herhalten. Das gab es: Kara-age (frittierte kleine Hendlstücke), sehr gut und leicht herausgebacken; gerillte kleine Lachsstücke (nicht versucht); Tempura… auch sehr gut, leichter Koromo (Panier), mit zugehöriger Sauce (ten-tsuyu) und fein geriebenen weißen Rettich (daikon-oroshi).

Dann die Sushi. Gute Auswahl: Nigiri mit Tuna, Makrele, Lachs, ein Weißfisch (nicht ausprobiert; könnte Gelbschwanz gewesen sein), Tintenfisch (hurrah!), Oktopus. Eine verhältnismäßig große Anzahl von Maki, und auch ein paar Gunkan-maki (leider kein Seeigel oder Lachsrogen… na ja, das sind ja teure Gustostückln); von den Makis habe ich nichts ausprobiert, sie sahen jedoch gut aus.

Der Fisch war wirklich gut und soweit ich einschätzen kann frisch, doch wie es eben so bei Buffets ist: wenn die Stückeln einmal heraußenliegen, werden sie nach einiger Zeit etwas warm, und Oktopus und Tintenfisch sind dann weniger knackig. So scheiden sich hier die Geister: die einen sagen, Sushi Buffet ist eine glänzenden Idee; andere wollen Sushi (und Sashimi) nur an der Sushi Theke sitzend essen, wo sie dem Chef genau zeigen können, von welchem Fisch (im gekühlten Fach) sie haben wollen. Solche Theken habe ich in Wien bis jetzt nur im En und dem (ehemaligen) Tenmaya gesehen.

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am 14. Mai 2014
Catenta
1
1
3Speisen
4Ambiente
2Service

Ich hatte (leider) das Sakai für mein Geburtsagsessen ausgesucht, auf das ich mich natürlich riesig gefreut hatte, da ich auch ein großer Fan japanischer Küche bin (war schon öfters für längere Zeit in Japan..). Tja. Also wir hatten reserviert für 2 Personen. Das Lokal war gerammelt voll, jeder Tisch besetzt und dementsprechend war es auch recht laut. Trotzdem finde ich die Einrichtung und Deko des Lokals recht schön und einladend. Ich habe mich anfangs erstmal über den deutschen Kellner gewundert, der offensichtlich kein Japanisch versteht/spricht - was sich bereits beim Bestellvorgang herausstellte, da er die japanischen Bezeichnungen (die ebenfalls auf der Speisekarte nur in der Form stehen mit dt. Beschreibung drunter) schlichtweg nicht verstanden hat und sich alles nochmal auf der Karte zeigen lassen musste damit er es notieren kann. Also schonmal zu Anfang sprachliche Schwierigkeiten.

Zum Essen: Ich bestellte Yasai Tempura (Gemüse Tempura), ein Gohan-Set (Miso Suppe, Reis, Salzgemüse) und Kinoko Pilze als Vorspeise. Meine Begleitung bestellte sich ein Menü mit Misosuppe und Sashimi als Vorspeisen, gemischtes Tempura als Hauptspeise, dazu auch Reis und Salzgemüse.

Meine Begleitung bekam ihr Essen zügig. Zuerst Miso Suppe, dann Sashimi, Tempura. Ruckzuck. Ich bekam derweilen nix - außer "einen kleinen Trost aus der Küche (dafür, dass man mich offenkundig vergessen hat und draufgekommen ist - lol?)- ein kleines Schälchen mit Bambussprossen, Wakame und rohem Tintenfisch. Nur leider esse ich keinen rohen Fisch. Naja, also noch mehr Futter für meine Begleitung. Verstehe nicht ganz warum sie meiner Begleitung eine Miso-Suppe hinstellen konnten aber mir nicht bzw. erst 30 Min später.

Als mein Begleiter gerade bei der Hauptspeise -Tempura- war bekam ich endlich mal mein Gemüse-Temupra serviert, allerdings nicht das Gohan-Set welches ich mir dazubestellt hatte. Auf Nachfragen bekam ich dann nach 10 Minuten auch mal meinen Reis, Suppe & Salzgemüse dazu. Das Tempura war triefend fett, wohl nicht abgetupft worden. Dennoch geschmacklich gut, die dazu gereichte Soße war leider viel zu wenig - sollte für diesen Preis leider nicht sein. Misosuppe und Reis waren gut, Salzgemüse leider ganz und gar nicht... als Salzgemüse kam etwas rosa eingefärbtes und etwas schwarzes unidentifizierbares, was leider auch nicht gut schmeckte (erwartet hatte ich Gurken, Kohl o.ä.).

Meine Vorspeise (Kinoko-Pilze) bekam ich leider bis zum Schluss nicht. Auf Nachfragen sagte mir der Kellner, (-neben "Kinoko? was ist das?") dass die Küche wohl darauf vergessen hat. Kulanterweise wurden uns die 4 Euro irgendwas welche meine nicht erhaltene Vorspeise gekostet hätte aber von der (ziemlich hohen) Rechnung abgezogen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Speisen zwar alle frisch waren, allerdings geschmacklich jetzt nicht so herausragend. Vom Service mal ganz zu schweigen. Vorerst habe ich jedenfalls genug vom "Sakai - Taste of Japan", da trage ich mein Geld lieber wo anders hin.

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Letzter Kommentar von am 10. Jul 2014 um 16:14

@uc0gr: "Pilze rauchen"? Verwechseln Sie da vielleicht Psilocybin mushroom mit Cannabis oder Crystal Meth?

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am 24. März 2014
Schirmmann
5
1
3
3Speisen
3Ambiente
3Service

Das Sakai liegt in einer Gegend Wiens, die nicht gerade als eine Oase des guten Geschmacks gilt: Mitten im Achten - gegenüber des legendären "Tunnel". Im Großen und Ganzen ist der Versuch japanischen Flair in das Design dieses immernoch recht neuen Restaurants zu bringen geglückt. Aber am Detail erkennt der Kenner (vier Jahre in Japan gelebt), dass an der einen oder anderen Stelle gespart wurde: Nur etwa die Hälfte der Kellnerinnen sind Japanerinnen und - sehr unjapanisch - nicht wirklich mit Enthusiasmus bei der Sache, statt echter japanischer Sojasaucenbehälter wurden kleine Teekännchen verwendet,... auch die an der Wand hängenden Bilder waren nicht gerade typisch für Japan.

Das Defizit mit dem japanischen Geschirr setzt sich beim Essen fort. Für unsereins ist das Geschirr zweitrangig, aber in Japan ist das eine große Sache: Gutes Essen muss auch in entsprechendem Geschirr serviert werden - das ist in Japan mindestens genauso wichtig wie in Österreich das richtige Besteck.

Zusammen gibt das einen Punkteabzug für Authentizität.

Das Kobachi (wörtlich "Schüsselchen" - eine Art Gruß aus der Küche) ist ein bisschen scharf aber eher Geschmacksarm (so wie wenn man Chilli auf Rettich geben würde) - trotzdem gut.

Die Sashimi wurden sehr gut geschnitten, hier erkennt man, dass ein Fachmann am Werk ist. Auch die Garnierung ist richtig: Dünn geschnittener Rettich und ein Shisoblatt. Sehr negativ fällt aber auf, dass die Sojasauce extrem verdünnt war. "Usukuchi" trifft es nichteinmal annähernd. Hier hat jemand an der falschen Ecke gespart.

Nicht so begeistert haben die Sushi; wahrscheinlich von jemandem anderen zubereitet: Ein bisschen zu viel Reis, teilweise falsch geschnitten, bei einzelnen drängt sich der Verdacht auf, dass sie nicht ganz frisch geschnitten wurden. (Was aber nichts über die Frische der Fische sagt!) Für ein japanisches Restaurant unwürdig.

Ein Saucenproblem gab es übrigens auch bei der Sauce für die Tempura: Es war einfach viel zu wenig davon da; allerdings wurde anstandslos mehr gebracht. Apropos Tempura: Schön anzusehen waren sie nicht, aber knusprig und im Großen und Ganzen gut.

Der gegrillte Fisch war einen Hauch zu trocken - ebenso wie übrigens das Daikonoroshi (geriebener Rettich).

Das (japanische) Getränkeangebot ist überschaubar: Es gibt 4 japanische Biere und ca. 10 Sake. Die Weinkarte besteht überhaupt nur aus 2 Rot- und 4 Weißweinen - alle aus Österreich. Die Tees sind gut aber zumindest der Sencha wurde im Teebeutel zubereitet - ein absolutes No-Go für den Japanfan. Keine Konkurrenz zu Unkai oder Nihonbashi.

Unterm Strich bleibt: Solide Handwerkskunst, aber zu wenig Authentizität an allen Ecken und Enden und kein Perfektionismus weit und breit. Es gab zwar keine ganz groben Schnitzer, aber es war auch nichts dabei, was herausragen würde. Japanischen Gäste würde ich nicht dorthin führen.

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Letzter Kommentar von am 5. Jul 2014 um 21:16

An manchen Stellen ist die Bewertung eigenartig: Was sind “echte japanische Sojasaucenbehälter”? Hat sich der Schreiber die mit der Marke der Herstellungsfirma bezeichneten Glasfläschchen erwünscht (wie sie in Japan ist allen einfachen Eßstuben üblich sind)? Gehobenere Restaurants — dazu zählt wohl das Sakai — stellen die Sojasauce in sehr kleinen Keramikkännchen auf den Tisch… kann man nicht mit “Teekännchen” verwechseln. “Die Sojasauce war extrem verdünnt… ‘usu-kuchi’ trifft es nicht einmal annähernd.” Die Auffassung, daß “usu-kuchi” Sojasauce eine “verdünnte Sojasauce” ist (wie uns der Text glauben macht), ist ein Mißverständnis. “Usu-kuchi” Sojasauce ist in der Zubereitung etwas verschieden von “normaler” (= “koi-kuchi”) Sojasauce: ihr wird Sake, wie auch oft Amazake etc. während der Herstellung hinzugefügt. Sie ist etwas lichter, nicht ganz so robust wie “koi-kuchi” Sojasauce, aber salziger als diese; wird vor allem in der Küche der Kansai-Region verwendet. Daß “usu-kuchi” nicht als “dünn” empfunden wird, sieht man auch an der Schreibweise: nicht das übliche Schriftzeichen für “dünn” (usui), sondern das für “licht (in Farbe)” (awai) in der Lesung “usu” wird verwendet. Als Sauce für Sashimi wird “usu-kuchi” Sojasauce prinzipiell nie verwendet, sondern “koi-kuchi” Sojasauce oder, idealerweise, “Tosa-jôyu” (Tosa Sojasauce: eine Mischung hergestellt aus “koi-kuchi” Sojasauce, Sake, Mirin, einem Algenblatt, und Bonitoflocken; das ganze wird dann über längere Zeit ziehen gelassen und abgeseiht). Ich könnte mir nicht vorstellen, daß sich ein Sushi/Sashimi-Restaurant hier in Wien solche Mühe machen wird; da wird wohl nur einfach “koi-kuchi” Sojasauce verwendet. “Sushi… Ein bißchen zuviel Reis, teilweise falsch geschnitten…”. Wie bitte? Reis schneiden?? Also, bitte… “Sauce für Tempura… viel zuwenig davon da…” Ja, das Problem ist typisch für die meisten japanischen Restaurants; außerdem geizen sie nahezu immer mit daikon-oroshi… mußte mir davon auch immer nachbestellen.

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am 9. Februar 2014
Gourmetesser
8
1
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

In aller Kürze: Der wohl im Moment angesagteste Japaner. Ohne Vorreservierung ist kaum ein Platz zu bekommen, nicht einmal zu Mittag. Es ist uns dennoch 2x gelungen, am 26. 1. (da ist jemand ausgefallen) und am 6. 2. (Semesterferien). Am Abend waren wir noch nicht da.
Auch am Samstag gibt es Mittags-Beno-Boxen zu einem erschwinglichen Preis. Das Service ist nett & bemüht, das Ambiente hell & angenehm, die Qualität gut. Die Spesien sind frisch & dezent gewürzt. Insgesamt eine Empfehlung & eine Bereicherung für die Josefstadt - auch wenn uns persönlich das Umami (auch im 8. - Top-Preis-Leistungsverhältnis; sehr schönes Ambiente - Platz meist ohne Vorreservierung) und das Hidori (schon im 7. Bezirk - Top-Ambiente & Qualität) noch besser gefallen & schmecken.

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am 1. Februar 2014
Experte
wolf
98
50
23
3Speisen
3Ambiente
3Service
13 Fotos1 Check-In

Gestern Abend gelang es uns kurzfristig einen Tisch im neuen Sakai zu ergattern. Haben schon ein paar mal probiert, war aber nie was frei. Wahrscheinlich gings gestern weil die Semesterferien begonnen haben.

Hier soll ja ein ehemaliger Koch vom Unkai im Grand Hotel werken. Die Karte unterscheidet sich schon erheblich von den anderen Japanern in Wien. Klingt alles sehr authentisch und lädt zum experimentieren ein. Der Gusta auf japanisches Essen war groß und so haben wir mehrere verschiedene Sachen zum gemeinsamen Probieren bestellt.

Ich kann sagen, dass alle der bestellten Gerichte qualitativ einwandfrei waren und gut geschmeckt haben. Wirklich umgehaut hat meinen Mann und mich aber nichts davon.

Sehr gut waren die California und Ebi Makis. Kamen wunderschön angerichtet und der Geschmack hat den optischen Eindruck bestätigt. Auch das Sashimi (5 Sorten Fisch) war, bis auf den Oktopus (etwas zäh), ausgezeichnet.

Ein weiteres Highlight des Abends war die Ente mit Melanzani in Teriyaki Sauce. Gute Kombi und geschmacklich exzellent.

Bez. der Kushiyaki Spiesse muss ich sagen, dass der vom Huhn (Fleisch von der Keule) gut und würzig war, der vom Rind aber recht neutral geschmeckt hat. Hier hätte auch eine Marinade dazu gehört.
Gleiches gilt für den gegrillten Lachs (kein Spiess).

Interessant schmeckten auch die gebratenen Pfefferoni (kalt) und das Krabbenfleisch in Reisweinessig.

Preislich finde ich das Sakai zwar etwas gehobener aber durchaus in Ordnung. Was sehr positiv auffällt sind die günstigen Weine. Wir hatten gestern eine Flasche Grüner Veltliner vom Steinschaden im Kamptal. Ein sehr sehr guter Wein um nur ca. 15 Euro.

Das Sakai ist meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Besuch wert. Trotzdem muss ich sagen, dass es uns im Mochi im 2. Bezirk besser geschmeckt hat und dass dieses Lokal weiterhin unsere Nummer 1 bez. japanischer Küche bleibt.

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Letzter Kommentar von am 1. Feb 2014 um 23:38

Glück gehabt! :)

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am 1. Februar 2014
naum
1
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Am 29.1.14 Mittag
Lunch Kaisaki 25€ u. Sashimi gozen 19€. Unterschied Vor- und Nachspeise.
Bedienung sehr freunlich, hilfsbereit und schnell. Das Essen kam schnell und war ausgezeichnet. Die Weinpreise sind speziell hervorzuheben. Ausgezeichneter Grüner Veltliner 0,7 - 14€. Alles in allem sehr zu empfehlen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. Jänner 2014
Experte
Gastronaut
428
45
29
3Speisen
3Ambiente
2Service

"Na Gott sei Dank haben wir reserviert!", war unser erster Kommentar beim Betreten des Lokales von Hiroshi Sakai. Das sagen wir im Übrigen immer nur dann, wenn die bessere Hälfte und ich ein praktisch menschenleeres Restaurant betreten. Es war Samstag 12.30 Uhr, und wir hatten Tage zuvor einen Tisch in einer Ecke reserviert. Obwohl fast sämtliche Tische leer waren, wollte uns der Oberkellner keinen netten Ecktisch geben, sondern meinte, dass er uns nur einen Platz zwischen einer Garderobe und einer lauten Hippie-Bobo-Familie mit kleinen Kindern geben kann. Glücklich waren wir darüber zwar nicht, freuten uns aber trotzdem auf das Essen.

Ich bestellte "Sakai Special Zen", meine vegetarische bessere Hälfte "Shojin Zen", beides im Wesentlichen Bento-Boxen. Zu deren Inhalt komme ich gleich noch. Zuerst wollten wir die Miso-Suppe essen. Nachdem wir weder auf unserem Tisch, noch in der Box irgendwo Löffeln fanden, erkundigten wir uns beim ersten vorbeilaufenden Kellner, ob wir nicht welche haben könnten. Als hätten wir gerade die dümmste Frage aller Zeiten gestellt, erklärte uns der Kellner in bester Oberlehrer-Manier, dass man in Japan die Suppe nicht löffle, sondern schlürft. Wir bekamen trotzdem Löffel. Und sogleich hätte ich den betreffenden Kellner gerne nochmal zu uns gerufen, und gefragt, ob es auch original-japanisch ist, dass die Suppe lauwarm und fad gewürzt ist. Und müssen die Pilze darin wirklich eine labbrige Konsistent haben? Außerdem fiel mir noch auf, dass die Leute an anderen Tischen Stäbchen zu Sushi bekamen. Wenn man hier also so überkorrekt ist, dann sollte man die Leute hier ihre Nigirisushis auch wie in Japan üblich mit den Fingern essen lassen...

Bei den festen Speisen probierte ich zunächst meine kleine Portion Tempura mit Gemüse und Garnelen. Letztere konnte ich nur optisch erkennen, geschmacklich ging das kleine Krustentier im übergroßen Mantel vollkommen unter. Und auch das Gemüse hatte mehr von paniertem Suppengemüse... Die dazu gereichte Tempura-Sauce konnte diesen Teil des Gerichtes auch nicht mehr retten. Das kleine Stück gegrillter Lachs war dafür wunderbar, mit einer herrlichen Misch-Textur aus knackig und saftig. Nur die Haut an der Unterseite wäre knackig besser gewesen.

Richtig gut und auch herrlich abgeschmeckt war ein kleines Stück gekochter Kürbis in Sojasauce, der war fast schon das Highlight des Besuches. Die wahre Offenbarung war aber das Sashimi. Davon gab es in der Box, die mit 14 Euro durchaus leistbar war, vier kleine Scheiben. Jene zwei aus Lachs waren geschmacklich zwar nur guter Durchschnitt, jene beiden vom Thunfisch aber ein wahrer Traum, der auf der Zunge zerschmolz. Schade, dass hier nur "handelsübliche", günstige Wasabipaste verwendet wird. Der Thunfisch hätte sich zumindest einen kleinen Anteil echten Wasabis verdient...

Den kleinen Salat, der bei der Box dabei war - man hätte auch eine kleine Portion Eierstich haben können - war dann wieder nicht der Rede wert.
Auf der vegetarischen Seite des Tisches kam auch nicht besonders viel Freude auf. Die diversen Tofugerichte waren allesamt mit Sesam und Sesamöl zu Tode gewürzt.
Es wird hier einem also geschmacklich schnell klar, dass hier mehrere Menschen mit unterschiedlichen Talenten in der Küche stehen, und nicht nur Küchenchef Hiroshi Sakai selbst! Die Begeisterung so mancher Leute über das Sakai konnten wir beim besten Willen nicht nachvollziehen. Beim Abservieren fragte uns die Kellnerin, wie es denn geschmeckt hatte. Als wir darauf meinten, dass es "in Ordnung" war, fragte sie nach, was uns denn nicht gepasst hätte. Wir fassten es für sie dann kurz zusammen, jegliche Reaktion ihrerseits oder aus des Küche blieb aber aus. Vielleicht hat man in einem Hype-Lokal, das jeden Abend ausreserviert ist, gutes Service nicht so dringend nötig...

Ja, das Sakai ist das zurzeit angesagteste japanische Restaurant Wiens. Das Beste ist es aber nicht...

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Letzter Kommentar von am 16. Mär 2014 um 19:29

Und ich bin immer noch der Meinung, das japanische Küche nicht zu meinen Favoriten zählt und total überteuert ist!

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am 7. Jänner 2014
DanielD2
27
2
11
4Speisen
4Ambiente
4Service
3 Fotos1 Check-In

Wir fanden uns zum sonntäglichen Sushi Brunch ein. Um 25 Euro p.P. gibt es ein Sushi Buffet samt vorab servierter Miso Suppe. Das Lokal ist sofort bummvoll und immer wieder kommt Laufkundschaft, die auf einen frei werdenden Tisch hofft.
Die Miso Suppe ist tatsächlich exzellent und ohne zu übertreiben die beste, die ich je gegessen habe. Nicht zu vergleichen mit jenen, die man bei den all you can eat Asiaten an jeder Ecke bekommt.
Am Buffet gibt es zahlreiche Maki und Sushi, neben den Klassikern auch unbekanntere Kreationen, darunter Maki mit Garnele und Avocado, spicy Tuna Maki und Sushi mit Tintenfisch oder Makrele. Was mir aufgefallen ist, war, dass im Sushi extrem viel Wasabi zwischen Fisch und Reis war, was ihn sehr scharf gemacht hat. Da ich kein Experte der japanischen Küche bin, kann ich nicht abschätzen ob dies authentisch ist.
Der Fisch war jedenfalls von ausgezeichneter Qualität. Da wir Sushi und Maki gerne als Vorspeisen, aber nicht ausschließlich, essen, war das Buffet nicht ganz unser Fall, aber da kann das Lokal ja nichts dafür.
Wer sich mit Sushi in einmaliger Qualität richtig vollfressen will, für den ist der Sonntag mittag dort ideal. Dann sind die 25 Euro auch durchaus wohlfeil.
Wir wollen jedenfalls abends wieder kommen und ein abwechslungsreiches japanisches Menü ausprobieren.

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Letzter Kommentar von am 9. Jän 2014 um 13:16

Mein Vorschlag waere es frischen Kren mit Sojasosse zu nehmen statt diesem Fake Wasabi, dessen Ursprung nicht nachzuvollziehen ist. Frischen Kren bekommt man hier einfach und hat einen aehnlichen Geschmack wie Wasabi.

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Sakai - Taste of Japan - Karte
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