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Mo, 15. April 2024

Danieli

(4)
Himmelpfortgasse 3, 1010 Wien
Küche: Italienisch, Fisch Spezialitäten, Pizza, Mediterran
Lokaltyp: Restaurant
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Danieli

Speisen
Ambiente
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Gesamtwertung

42
4 Bewertungen fürDanieli
Speisen
40
Ambiente
44
Service
41

Bewertungen

WrKFan
Experte
am 30. Dezember 2022|Update 31. Dez 2022
SpeisenAmbienteService
Danieli – My Best in Town In der Winterzeit wird die Innere Stadt bei vielen Besuchen zum kulinarischen Wohnzimmer erklärt, sei es spontan oder geplant. Sucht man hier nach einer guten Pizzeria, kann man diese Adresse als Empfehlung aussprechen. Ich sage, es ist „my best“ in town, was nicht he...Mehr anzeigenDanieli – My Best in Town

In der Winterzeit wird die Innere Stadt bei vielen Besuchen zum kulinarischen Wohnzimmer erklärt, sei es spontan oder geplant. Sucht man hier nach einer guten Pizzeria, kann man diese Adresse als Empfehlung aussprechen. Ich sage, es ist „my best“ in town, was nicht heißt, dass andere nicht auch ihre Vorlieben entwickeln.

Ich bin ein Fan von möglichst simplen Spaghetti, ohne viel pi-pi-po und habe nun schon so manche in town durch, aber hier bekomme ich sie so, wie ich sie bevorzuge. Schöne helle kräftige Farbe und man erhält hier immer auch geeignete Waffen zur Nachschärfung und zwar in Öl eingelegte geschnittene Chilischoten. Sie geben ihnen dann den letzten Schliff.

Ich überfalle das Danieli aus dem Grund oft spontan, wovon man abraten muss, denn zu den meisten Zeiten wird man hier ohne Reservierung keinen Erfolg verbuchen, aber in den betriebsschwächeren Zeiten geht das schon noch.


Unser letzter Spontan-Besuch

Nach erfolgter Einkaufstour vor zwei Tagen wagte ich wieder den spontanen überfallsartigen Besuch und ich schaffte es einen Tisch im hinteren Bereich zu bekommen. Wie gesagt rate ich davon ab, aber ich bewege mich ja in meinem kulinarischen Wohnzimmer. Hunger kennt bei mir auch keine bestimmte Tages- oder Uhrzeit. Allerdings wurde die Zeit auf 1,5h begrenzt, was für die Mittagszeit ausreicht und wir durften letztendlich auch überziehen.

Das Flair kommt für meine Begriffe recht typisch italienisch rüber, bereits der erste Gastraum ist beeindruckend, und im hinteren Bereich schillert der überdachte Innenhof im Tageslicht, so dass das Ziegelgemäuer regelrecht im Sonnenlicht glitzert. Es ist sehenswert, ich sitze dort gerne um meine Spaghetti „primitivo“ zu genießen, korrekt heißen sie olio, aglio e peperoncino.

Der Service hingegen ist nicht italienisch, aber man erlebt deswegen nicht das Pseudo-Getue mit italienischen Floskeln, sondern wird „normal“, d.h. wie es sich gehört, und professionell bedient. Das Publikum ist entsprechend international vertreten, was angesichts der Stadtlage klar ist.

Weil ich diesmal wieder mit Begleitung unterwegs war, so ließen wir noch eine weitere Primitivo-Begleitung in Erscheinung treten. Man verfügt über eine sehenswerte Weinkarte.

Vorsichtiger sollte man sein der Empfehlung des Bedienungspersonals zu folgen, hin und wieder erlebte ich hier schon meine preisliche Überraschung, speziell bei den Schnäpsen. Ein Blick in die Karte kann hier Abhilfe verschaffen.

Unsere Auswahl fiel auf den da: Link

Er nennt sich Torcicoda Primitivo Salento 2019 und überzeugte mit Kraft (15,5%!), Aromen, Frucht, Abgang und sanfter Barrique-Note, mit seinen 42€ auch fair kalkuliert. Eine gelungene Wahl und wird Dank Wein & Co auch daheim alsbald mein Wohnzimmer zieren.

Bei der Speisenauswahl ist mein Standard hier wie gesagt Spaghetti, die aber diesmal meine Begleitung wählte, mir war wieder mal mehr nach Pizza. Die Durchsicht der Karte birgt auch hier eine Preisüberraschung. Na prack, ich verbuche hier eine neuen Rekordwert für filetto di brancino um 42€ oder Spaghetti gamberetti um 27€.

Wie gut, dass ich beim Italiener der Primitivo-Freund bin. Die einfache Variante kommt auf bloße 12,50€. Aber ich sollte nicht jammern, diese Erhöhungswellen sind up-to-date geworden, nur habe ich die Preise vom Sommer noch anders in Erinnerung. Wird das nun en vogue?

Das Danieli war immer schon höherpreisig, was man entweder hinnimmt oder woanders hingeht. Mit Jammern wird es nicht besser, aber die Wiener Seele verschafft sich Luft, oiso losst‘s mi a biss’l herummeckern, solange es doch nur informativen Zwecken dient. 😉

In der Zwischenzeit wird ein Couvert gebracht, Olivenpesto. etwas Brot, dasselbe wie es ChristianD3 als Foto hier gepostet hatte. Der Angriff der Kalorien hatte begonnen.

Für den Mittagstisch brauche ich das nicht, aber so holt sich das Lokal halt paar zusätzliche Euronen, eh nur 5,80€, aber wenn man das mal kalkuliert macht das am Ende doch ganze 5% plus der Rechnung aus, es ist also eine Geschäftsmethode, die m.E. mit Kulinarik nur am Rande etwas zu tun hat.

Ich kostete ein wenig, durchaus gut und noch besser aufgetragen auf dem Bot, allerdings, auch fett und üppig, so riet ich meine Begleitung mit mir etwas in Deckung zu gehen, sonst tötet uns am Ende der Kalorienbeschuss, low carb war die Verteidigungsstrategie.


Speisenfolge

Weil ich aber ein Fan der Gamberetti bin, so sollte es doch eine Vorspeise geben, na wenn man schon mal da ist. Und eine Flasche Wein will nicht alleine getrunken werden. Ich finde aber heute nicht die Gamberetti, dafür Gamberoni in der Art piri piri al forno, und um, ja eh nur lächerliche 21€, das war also teurer als meine HS danach.

Aber sie sind auch Spitze, könnten für meine Begriff schärfer sein, was die Nachhilfe zuwege bringt, oben wird Kräuterbutter aufgetragen und kommt brennheiß aus dem Holzofen. Ich liebe sie hier immer wieder. Um nicht den Hunger vorzeitig zu töten ließ ich einen Teil verpacken und daraus bastle ich mir zu Hause my personal Spaghetti piri piri gamberoni.

Diesmal waren Spaghetti die Wahl meiner Begleiterin, eigentlich hätte sie gerne die mit Gamberetti genommen, aber Dank Vorspeise war das abgedeckt, so wählte sie meine simple Variante. Ein Blick in den Teller und in das Gesicht meiner Begleitung überzeugten. In der Tat, sie sind ausgezeichnet hier, ja auch wie immer meine Begleitung.

Mich trieb der Gusto nach Pizza hierher, die Wahl fiel auf die Variante Garibaldi, aus der Sparte Pizze classica, belegt mit Tunfisch, Speck und Zwiebel, eine Kombination, die mir zusagt um das Schnäppchen von 15,90€. Sie kamen zunächst ohne Zwiebel, was im Handumdrehen aber korrigiert wurde. Danach zierte auch eine aufgelegte Jungzwiebelschicht die Oberfläche.

Wichtig ist mir aber immer der Teig, der hier nicht so einen dicken Kranz bildet, also nix neapolitanisch, dafür aber am Rand wunderbar duftete und knusprig war. Gegen innen wird er zusehends weicher, sodass man ausgeschnittene Sektorenstückchen nicht in die Hand nehmen konnte, ohne dass sie abknicken, oder besser gesagt regelrecht schlaff absacken. Für das Innere muss weiter Messer und Gabel benutzt werden.

Darum ist meine 1. Wahl weiter das Il Mare was den Pizzateig betrifft, weil ich Pizza gerne wie Brot esse, d.h. in der Hand halte und genüsslich abbeiße, dafür wiederum hierorts für Spaghetti Nummer 1. Nun, die sog. beste Pizzeria muss erst eröffnet werden und es wird sie vermutlich nie geben.

An sich ist das auch Jammern auf hohem Niveau, hier darf das aber auch schon getan werden, und wer’s lesen will. 😉

Was ich noch hervorhebe ist ein einfacher Beilagensalat, um den Vitaminhaushalt nachzubessern, der bereits milde und angenehm mariniert zum Tisch kommt. Neben einigen Blattsalaten einige geteilte Cherrytomaten und darunter rohe dünne Karottenscheibchen, die allerdings, so meine Meinung, nicht passen.

Wenn schon, dann müssten sie zuvor etwas gegart werden. Knackig ist gut, aber so waren sie geschmacklos. Nun, die blieben über, low carb oder in den fall no carb.

Während wir genüsslich unser Mahl eingenommen hatten wurden wir äußerst zuvorkommend von einem Kellner umsorgt, der hier, wie er angibt, erst seit drei Monaten dient, aber neben vorbildlicher Aufmerksamkeit auch die Unterhaltung mit dem Gast pflegen kann.

Auf eine Nachspeise musste wegen des bereist fast zweistündig anhaltenden Dauerbombardments an Kalorien verzichtet werden. Klarerweise kann das Danieli in der Hinsicht mithalten, was ich aber mehr dann pflege, wenn Töchterchen im Spiel ist. Die braucht das, ich und meine Begleitung nur so hin und wieder.

Der Kellner wies auch auf das Ablaufdatum für den Tisch hin, war aber auch darin vorbildlich, denn wie kann man einen Italiener ohne Espresso, hier Lavazza und Grappa barrique beenden? Dafür zeigte er vollstes Verständnis. Es gab also zwar das Zeitlimit, aber keine Spur von Hudeln. Neben meckern kann ich auch Dnge loben. Wie man sieht, es geht doch.

Ach, eine Sache möchte doch noch anbringen, die Tischgröße. Da hapert es immer wieder, 70x70 für zwei zu einer gepflegten Tafelrunde ist etwas mühsam. Mehrmals mussten wir umräumen oder optimieren, was wieder der Kellner super hinbekommen hatte. Die Weinfalsche wurde z.B. entfernt und kam nur zum Nachschenken kurz zurück.

Es ist witzig, aber so manch spontane Mittagessen ufern bei uns nicht selten in feierliche Gelage aus, dabei wollte ich wieder mal nur mal eine Pizza essen gehen. Allerdings sollte ich dann nicht Danieli wählen.

In Summe kamen wir auf die Gesamtrechnung von 132€ (ohne Maut), aber ich gestehe ein, dass ich keinen einzigen Euro bereue und bislang das Lokal immer satt und zufrieden verlassen hatte. Ich kenne es nun schon seit vielen Jahren und es wird mich wiedersehen, jedenfalls für olio, aglio e … , ja ihr wisst schon. Loving it. 😊
Danieli - Holzofen - hier ein echter! - Danieli - WienDanieli - Spaghetti olio, aglio e pepperoncini - ausgezeichnet, wie immer - Danieli - WienDanieli - Gamberetti piri piri - best in town! (Besuch 2019) - Danieli - Wien
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Ursli
am 3. Dezember 2022
SpeisenAmbienteService
Da ich das Lokal von Mittagessen mit Kunden kenne war ich im November 2022 zum Abendessen dort. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung. Schon bei der Reservierung war man sehr unfreundlich zu mir. Zum vereinbarten Zeitpunkt gab es trotz Reservierung keinen Tisch, was man aber nicht zugeben wollt...Mehr anzeigenDa ich das Lokal von Mittagessen mit Kunden kenne war ich im November 2022 zum Abendessen dort. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung. Schon bei der Reservierung war man sehr unfreundlich zu mir. Zum vereinbarten Zeitpunkt gab es trotz Reservierung keinen Tisch, was man aber nicht zugeben wollte, sodass man uns 20 Minuten warten ließ. Das Lokal war hauptsächlich von Touristen in Jogginghose besucht. Am Nebentisch saß eine Familie aus Russland mit einem Kind das während dem Essen am Tablet einen Film anschaute. Der Kellner war sehr unfreundlich und gestresst und diskutierte mit Gästen darüber warum sie unzufrieden sind. So schnell wird mich dieses Lokal nicht mehr wieder sehen.
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Ich möchte hiermit für das Personal im „Danieli“ eine Lanze brechen - waren schon öfters zu Gast und wurden immer aufmerksam und freundlich bedient. Natürlich gibt’s wie überall auch mal Stress & Schwierigkeiten und Nobody is perfect… Warst ja offenbar auch mehrfach zu Gast und hast über die positiv gemachten Erfahrungen hier keine Worte verloren, sonst hätte dieser letzte Besuch wohl kaum stattgefunden! Ergo werte ich es nur als „Dampfablassen“.

4. Dez 2022, 11:01·Gefällt mir1
ChristianD3
Experte
am 31. August 2022
SpeisenAmbienteService
Ein warmer und sonniger Abend wird prognostiziert - der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen - was gibts da passenderes diese Voraussetzungen in der City für einen spontanen italienischen Abend zu nutzen...? Nicht viel! Das "Danieli" wäre perfekt dafür - kurzer Anruf - Glück gehabt - no...Mehr anzeigenEin warmer und sonniger Abend wird prognostiziert - der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen - was gibts da passenderes diese Voraussetzungen in der City für einen spontanen italienischen Abend zu nutzen...? Nicht viel!

Das "Danieli" wäre perfekt dafür - kurzer Anruf - Glück gehabt - noch einen Tisch für 3 ergattert.

Dieses bekannte Lokal in bester Stadtlage gleich an der Ecke Kärntner Straße - Himmelpfortgasse gibt es nun schon seit knapp 30 Jahren. Es zeichnet sich durch authentische italienische Küche aus - keine Touristenfalle - das Ambiente klassisch bis opulent - sehr einladend.

Wir waren hier schon mehrfach zu Gast und immer zufrieden - immer wie ein Kurzurlaub in "bella italia".

Man plazierte uns an einen wunderschönen Ecktisch im Freien mit besten Blick auf das abendliche Treiben, der Tisch klassich in Weiß eingedeckt - eine große Karaffe Wasser und eine Flasche Chianti Classico 2016 vom WG Antinori wurden bestellt.

Die zum Couvert zählende Oliven-Tomaten-Tapenade, die zum fenchellastigen recht trockenen Weißbrot gereicht wurde - eher nichtssagend - naja!

Unser Kellner war ein Volltreffer - freundlich, motiviert, hilfsbereit und überaus flott.
Der Wein perfekt temperiert, fruchtig, leicht würzig, samtig im Abgang und herrlich trocken - das Trio war in Italien angekommen.

Als Einstieg sollten es einmal die "Antipasti per tue" zum durchkosten sein - ein kleiner Überblick was die kalte italienische Küche hier so zu bieten hat. Zusammenfassend: eine/die perfekte Wahl...
Auf 3 Etagen wurden hervorragendste Zutaten präsentiert - aromareicher Prosciutto San Daniele mit einer vollreifen Melone, reife Burrata mit einem würzigen Pesto aus Ruccola auf einem Tomatenbett, ein Schwertfisch-Carpaccio mit knackigen Riesengarnelen abgeschmeckt nur mit Zitrone und Olivenöl - dazu warmes Pizzabrot mit (viel) Knoblauch und Petersilie frisch aus dem Holzofen.
Was für eine Ouvertüre - wow!

Nach einer angemessenen Pause wurden die Hauptgänge aufgetragen:

Ein perfekt glasig gebratenes Wildlachsfilet mit Gemüserisotto, dazu eine erfrischende Zitronen-Creme-Fraiche (das für unpassend gehaltene Eierschwammerlrisotto wurde anstandslos und ohne Mehrkosten getauscht) gegrillte Rispentomaten am Stiel machten daraus einen "Hingucker" - die Esserin war verzückt.
Meine "bessere Hälfte" wählte eine Pizza Gamberi "piri piri" - eine Pizza belegt mit Kirschtomaten, gebratenen ganzen Knoblauch (herrlich) Anchovis, Pfefferoni, Chili und kleinen Garnelen - beste Zutaten ergeben eine ebensolche Pizza.
Für mich fast die identen Zutaten - nur eben in "Pasta-Form" - Spaghetti ai Gamberetti "piri piri" - kleiner Kritikpunkt vorweg: die Küche hat es mit dem Olivenöl sehr gut gemeint, die richtige Dosis an Schärfe hat das Gericht nicht überlagert und die Garnelen waren am Punkt wie auch die Teigware.

Zufrieden wurde der Rest der Flasche geleert - Wasser wurde inzwischen ohne Aufforderung nachgebracht (wurde nicht verrechnet/oder vergessen).

Für mich noch den fast obligatorischen Espresso - sehr kräftig und mit einer schönen Crema.
Kurzer informativer Blick in die "Süße Karte" - tolle Auswahl und alle Klassiker am Start - aber nein - beim besten Willen fand keiner von uns noch Platz für ein "Dolce".

Die Rechnung wurde mittels Bankomat beglichen (mit Trinkgeld 230€) - wir waren uns einig - fair kalkuliert für einen kulinarischen Kurzurlaub in entspannter Atmosphäre.
Dem herrlichen Wetter geschuldet - gähnende Leere! - Danieli - WienIm Glas - Chianti Classico - Danieli - WienSpaghetti ai Gamberetti "piri piri" - Danieli - Wien
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gallus
am 3. September 2021
SpeisenAmbienteService
Nach vielen vielen Jahren wegen der Restaurantwoche doch mal wieder hingegangen. Äußerlich und innen keine Veränderung - immer noch einladend und gemütlich. Die Begrüßung der Kellner freundlich, doch was ist das??? Zum Platz geführt von einem missmutig wirkenden Mitarbeiter? Oder war das gar der ...Mehr anzeigenNach vielen vielen Jahren wegen der Restaurantwoche doch mal wieder hingegangen. Äußerlich und innen keine Veränderung - immer noch einladend und gemütlich. Die Begrüßung der Kellner freundlich, doch was ist das??? Zum Platz geführt von einem missmutig wirkenden Mitarbeiter? Oder war das gar der Inhaber? Schlechter Tag hin oder her - in dem Job muss man da drüberstehen! Vielleicht ist es auch der Unmut über den "Pöbel" der es wagt in die heiligen Hallen einzudringen weil es günstige Menüs gibt?
Egal - der zuständige "Tischkellner" hat mit seinem sonnigen freundlichen Gemüt alles wieder wett gemacht. Umsichtig und sofort zur Stelle wenn etwas gewünscht wurde. TOP!! Die Speisen des Menüs haben wir uns geteilt um einen Eindruck von allem zu bekommen: Vitello tonato war sehr fein und so wie man es erwartet. Die Hummerschaumsuppe ein wenig "fad" im Geschmack - den Brandy schmeckte man gar nicht heraus (Und ich liebe Brandy!). Zitronenlachs schaff ich am Griller auch so, dafür war das Kalbschulterscherzel sehr zart und gut! Safranrisotto ein Traum! Die Weinempfehlung "unseres" Kellners absolut passend und optimal! Highlite waren die Desserts! Tiramisu und Panna cotta sehr empfehlenswert! Vielleicht geben wir dem Danieli noch eine 2. Chance ohne Restaurantwoche!
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langnan
Experte
am 31. August 2014
SpeisenAmbienteService
Freunde sind aus Beijing nach Wien gekommen. Wir wollten eigentlich gemeinsam zum Mittag Stelze und Schmankerl essen gehen, Treffpunkt Innenstadt. Blöd ist wenn die Freunde viel zu spät aufstehen und sich dann nach Schönbrunn begeben. Da bleibt nicht genug Zeit um an einem seltenen schönen August...Mehr anzeigenFreunde sind aus Beijing nach Wien gekommen. Wir wollten eigentlich gemeinsam zum Mittag Stelze und Schmankerl essen gehen, Treffpunkt Innenstadt. Blöd ist wenn die Freunde viel zu spät aufstehen und sich dann nach Schönbrunn begeben. Da bleibt nicht genug Zeit um an einem seltenen schönen Augusttag 2014 rechtzeitig wieder zum Mittagessen in die Innenstadt zurückzukommen. Tja, dann gibt's die traute Zweisamkeit für meine Frau und mich. Ein schönes Essen ist nicht wegdenkbar.

Danieli besuchen wir zum ersten Mal. Das Lokal ist sehr einfach zu finden, gleich neben dem Restaurant Nordsee. Ich fragte nach einem Tisch im Innenraum und der Kellner führte uns in den hinteren Gastraum. Der ist sehr schön gestaltet, besonders das Glasdach sorgte an einem solchen sonnigen Tag für extra Licht und Atmosphäre.

Bedient wurden wir von einem jungen Mann, der immer lächeln konnte. Service war vom Anfang bis zum Schluss top.

Zum Essen hatten wir zuerst die Vorspeisekombination für zwei Personen. Aufgetürmt auf drei Tellern bestand der Inhalt von unten nach oben aus gegrilltes oder eingelegtes Gemüse, Meeresfrüchte, Prosciutto mit schwarzen Oliven. Mit auf den Tellern waren auch belegte Brote. Zusätzlich bestellten wir frischen Rosmarinbrot.

Das Gemüse schmeckte ausgezeichnet. Paprika, Zucchini, Melanzani, Kirschtomaten, kleine Zwiebeln usw.. Einziges Manko war die Temperatur, die könnte etwas weniger kühl sein. Dann könnte man noch mehr schmecken.

Meeresfrüchte sind nicht so mein Ding, also war alles für meine Frau. Es gab reichlich Shrimps, Oktopus, ein kleiner Fisch ohne Kopf (Sardelle vielleicht), ein Stück Polenta mit "Fischaufstrich" (keine Ahnung, meine Frau konnte es auch nicht näher beschreiben) und Weissbrot mit Kräuterkäse. Für meine Frau war die Temperatur der Meeresfrüchte auch etwas zu niedrig, aber sonst ist der Geschmack sehr gut.

Ganz oben gab es italienischer Schinken, Oliven und Brötchen. Der Schinken war herrlich, konnte glatt noch eine Portion vertragen. Das Weissbrot mit frischen Tomatenstücke und Basilikum schmeckte auch vorzüglich erfrischend. Da war noch etwas wie Gemüseauflauf, schmeckte nach Hähnchen, habe ich noch nicht gekannt. Wenn jemand weiß was das ist, bitte klär mich auf. War wirklich sehr lecker.

Das Rosmarinbrot wurde mit Olivenöl serviert. Frisch gebacken, eher wie Pizzabrot, wenig Rosmaringeschmack.

Nach der Vorspeise waren wir schon fast satt, eine wirklich üppige Portion. Könnte auch als Hauptspeise für zwei kleine Mägen, so wie bei uns der Fall durchgehen.

Als Hauptspeise hatte ich Pizza mit Schafkäse, Aubergine, Kirschtomaten, Oliven und reichlich Rucola. Meine Frau wollte Risotto frutti di mare. Stand nicht auf der aktuellen Karte. Ich fragte den Kellner ob dieser Sonderwunsch möglich wäre. Es war gar kein Problem.

Die Hauptspeisen kamen ca. 20 Minuten nachdem die Vorspeise abgeräumt wurde. Der Pizzaboden war dünn und kross. Aubergine war gut durch, geschmacklich gut. Die Pizza war allgemein aber kein kulinarischer Highlight.

Der Risotto war eher eine kleine Portion, maximal fünf volle Esslöffeln. Trotzdem war meine Frau schon so satt, dass sie nur paar Muscheln und bisschen Reis probierte. Ich probierte auch etwas, die Konsistenz war sehr gut, genau auf den Punkt. Cremiger Soße mit Chili abgeschmeckt, wirklich gut. Aber ich war auch schon zu satt, dass ich ihr nicht mehr helfen konnte.

Der junge Kellner kam und fragte ob wir den Risotto einpacken möchten. Da sagen wir nicht nein, eine Verschwendung wäre viel zu schade. Ein kleiner Teil von meiner Pizza habe ich auch nicht mehr geschafft, aber davon kann ich mich trennen.

Bezahlt haben wir 73,90€ (ohne Trinkgeld), alles hat seinen Preis, dieser ist auch gerechtfertigt.

Fazit: Ein sehr schönes Lokal mit feiner Küche. Für ein nettes Essen in familiären Kreisen sehr empfehlenswert.
Vorspeise für zwei - Danieli - WienGastraum - Danieli - WienPizza mit Schafkäse, Aubergine, Kirschtomaten, Oliven und Rucola - Danieli - Wien
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31. Aug 2014, 15:43·Gefällt mir
amarone1977
Experte
am 27. September 2013
SpeisenAmbienteService
Nach einem späten Termin noch essen gehen – nicht immer einfach. Wäre man doch in Italien, wo man sich ohnehin erst gegen 21 Uhr langsam aber doch zu Tisch begibt. Was also tun? Würschtldompteur? Unhappy Noodles, Hopeless Wok oder gar Desperate Sushi? Aber nein, wir sind ja nicht in Klage...Mehr anzeigenNach einem späten Termin noch essen gehen – nicht immer einfach. Wäre man doch in Italien, wo man sich ohnehin erst gegen 21 Uhr langsam aber doch zu Tisch begibt.
Was also tun?

Würschtldompteur? Unhappy Noodles, Hopeless Wok oder gar Desperate Sushi?

Aber nein, wir sind ja nicht in Klagenfurt, wo die Gehsteige um halb zehn hochgeklappt werden, Italien gibt’s auch in Wien – figurati - man muss für die Perlen nur ein wenig suchen.
Wenn man aber nicht mal suchen will, einfach mal den ReTe-Mobil raus – Danieli gefunden.

Ein kleiner Spaziergang noch zuvor durch das wirklich „Alte Wien“ (Ballgasse, Blumenstockgasse), und schon ist man da.
Unser allerbester Pressesprecher unter den Genussmenschen war auch schon hier. Da sollte doch nichts schiefgehen.

Die Plätze vor dem Lokal sind noch spätsommerlich gut besetzt, drinnen heißt’s noch ein bisschen warten, aber nicht lange.

Die liebsten Plätze sind mir immer die, von denen aus ich das Lokal gut überblicken kann.
Und der Gesamteindruck kann wirklich als edel bezeichnet werden – vor allem die nackten Ziegelsäulen mit „barocken“ Elementen wie etwa der Spiegel mit vergoldetem Rahmen verbreiten gezielt ein eigenes Flair, zusammen mit guter Beleuchtung und den schön gedeckten Tischen.

Das Publikum ist wahrlich international und zum Teil ebenso „edel“ wie der Anspruch des Lokals.
Hier hört man russische Dialoge, dort wiederum das typische „schwa-schwa“ einer portugiesischen Familie.
Und ja, auch portugiesische Mütter haben schöne Töchter.

Meine Konzentration ist aber sofort wieder ganz dort, wo sie hingehört – „mein“ Kellner ist da, um die Karte zu überreichen. Die anderen Kellner sind übrigens auch so aufmerksam und flott, kümmern sich aber offenbar nach streng vorgegebenem System um ihre „Stamm“-Tische - jeder scheint bei seinen fix zugeordneten Gästen zu bleiben. Find ich gut, so wird man im Idealfall von einer Person durch den Abend „begleitet“.

Man lässt mir wirklich viel Zeit beim Schmökern, niemand drängt – die Karte bietet auch mehr als genug. Der Querschnitt ist die pure Italianità – auch bis auf einen Tippfehler korrekt italienisch verfasst, mit Übersetzungen – gewappnet also für Stammgäste und Touristen aus aller Welt.

Allora: Antipasti – Pasta – Pizza – Carne – Pesce – Dolce – Formaggio (eigene Karte).
Vino – Grappa (in der „süßen“ Karte).
Nicht einfach, weil man eigentlich irgendwie alles probieren will, schon deswegen, weil die Spielarten zum Teil sehr interessant sind.
Die Besitzer scheinen keine Italiener zu sein, aber hier wird, das merke ich relativ schnell, fast peinlich genau gearbeitet, man will dem hohen Anspruch gerecht werden.

Um die Kehle „einzuölen“, wird mal ein Weißer bestellt. So ganz überzeugt mich die Glasweiskarte nicht, steirische „Klassik“-Gewächse erinnern mich oft an einen guten Salat, aber nicht an erfreuliche Weinerlebnisse. Grüne Veltliner sind auch nicht immer mein Fall, der hunderttausendste Pinot grigio aus den oberitalienischen Ebenen muss es auch nicht sein.
Lugana – allerdings auch nur der Massen-„Primus“ Ca‘ dei frati. Vor kurzem erwähnt, jetzt nehme ich ihn doch. Ein bisschen „cremig“, die ersten Schlucke sind ja auch recht angenehm und „schön“ zu trinken. Das Problem mit solchen Weinen ist halt ihre nicht vorhandene „Nachhaltigkeit“. Damit meine ich jetzt nicht die Herstellung, sondern die Stilistik, die sich schnell „totläuft“, oder „tottrinkt“. Die „schreiende“, ja eigentlich fast obszöne Süße hint‘nach ist irgendwann langweilig.

Ein GV um 8 Euro: unfiltriert, ungeschwefelt. Nun, ungeschwefelte Weine können gut sein, nur muss man als Winzer „bio“ oder gar „biodynamisch“ durch und durch leben, jeden Tag. Das Etikett ist also noch keine Garantie für „Terroir“ und beste „Naturweine“.
Ich bekomme einen Kostschluck, der aber selbst nach längerer Luftzufuhr nicht wirklich überzeugt. Das Langanhaltende, Ätherische im Finish fehlt ganz.

Also einen Roten probiert – aber welchen? Hier wird noch mehr auf große Namen gesetzt, auch wenn die natürlich für ein breites Publikum leichter zu verkaufen sind. Ich will auch nicht sagen, dass Gaja ein schlechter Wein ist. Aber will ich den Preis dafür bezahlen? Detto für Antinori. Die beiden Namen dominieren mit ihren teuren „Filialkellern“ zusammen fast die ganze Rotweinkarte.
Molino Mauro mit seinem Barbera als Ausnahme – schlecht ist er nicht, aber einen Barbera kann man auch mit deutlich weniger Konzentration trotzdem elegant und wuchtig zugleich hinbekommen. Wird wieder mal Zeit, nach Italien zu kommen. derweinrat, wann fahr‘ ma??

So – ich habe mich entschieden: es wird wieder einmal Zeit für Vitello tonnato. Ich habe die leise Vorahnung, dass ich hier richtig liegen sollte.
Und wie: das schön rosige Fleisch vom Feinsten, die Thunfischsauce vielleicht einen kleinen Tic zu flüssig, aber das ist schon der einzige Punkt, nein Pünktchen, das man hier monieren könnte. Der Tonno perfettamente amalgamato – also kein Futzerl, Fluserl, nichts das kitzelt oder aneckt.

Schon bei einem Drittel vom Teller erwische ich mich dabei, das frische Rosmarin-Pizzabrot (weich, zartknusprig, duftig, vielleicht ein bissl zu üppig) zum „Aufwischen“ der Soßenreste zu missbrauchen, um den Verzehr des letzten Scheiberls hinauszuzögern. „Far scarpette“ nennt das der Italiener, und das ist eigentlich verpönt, aber nicht bei mir, wie schade wäre das doch, nicht zu tunken.
Eine glatte 5 – ohne mit der Wimper zu zucken. Ca. 14 Euro.

Tomatencremesuppe mit Mozzarella di bufala – oder eine geeiste Crema di pomodoro genovese mit „jungem“ Olivenöl. Ich bleibe bei der „warmen“ Version, der Sommer ist nicht nur im Geiste vorbei.
Eine große Portion (ca. 7 Euro), von der kräftigen, cremig-abgeschmeckten Sorte, also eher die dichte, „orangene“ Tomatencremesuppe.
Versteckt in der feinen Pampe der Mozzarella, der sich durch die Temperatur so schön aufbläht.
Sehr gut.

Eine Kalbfleisch-Lasagne (ca. 14 Euro) mit Mascarpone-Spinat. Ich liebe Mascarpone, vor allem im originalen Tirami su frisch aus dem Kühlschrank.
Hier darf er den Spinat dezent „verlängern“, was auch sehr gut funktioniert, ohne dass die ganze Angelegenheit allzu geil wird.
Die Lasagne selbst sehr gut, sehr guter Biss, an der einen oder anderen Ecke hat der Forno ein bisschen härter zugepackt, schwarz ist sie aber beileibe nicht geworden. Ein bisschen mehr Béchamel-„Feeling“ hätte sie noch haben können.

Ich hab’s nicht vergessen – da war dann schließlich doch noch ein Wein auf der Karte, der mich mit dem hauseigenen Weinangebot versöhnte.
Der verlangte allerdings auch einen „festen Partner“.

Ich bin eigentlich nicht so der Schoko-Mousse-Fan, auch ist man auf kaum einer Dessert-Karte dies- und jenseits von italienischen Lokalen vor ihm sicher – doch heute Abend soll es wieder mal sein, zumal auch der Rest der Karte (Panna cotta, Sorbetto, Zitronentarte,…) so gar nicht dazugepasst hätte.

Serviert im beliebten, immer noch „todschicken“ Bügelglas, das von Gänseleber über Grammelschmalz und eben auch dem Schoko-Mousse seit ein paar Jahren so ziemlich alles gastronomisch aushalten muss.
Flankiert von einem Schälchen mit marinierten Erdbeeren (wo kommen die zur Zeit her?), die schön süß, fast schon ein bisschen zu „duftig“ daherkommen.

Das Mousse, mit dunkler Sauce überdeckt, in absoluter Bestform, fast schon zu schön, um wahr zu sein, diese „Löffelkonsistenz“. Wirklich gut.
Und ja – begleitet von dem Wein, den ich hier wirklich nicht erwartet hätte: einen Recioto della Valpolicella Classico, von Speri, obendrein noch Jahrgang 2004.

Der "Urwein" aus dem Valpolicella, den schon die Römer kannten - aus den besten getrockneten Beeren, seitlich auf der Traube gelegen, also von der "recia" (venet. für "orecchio", das "Ohr" der Traube).
Dicht, kirschig, süß, gerbstoffig, lang. So muss das sein. 9,50 Euro (1/16).

Mich wundert ja nur, dass man auch hier nicht den Mut hat, erstklassigen Amarone della Valpolicella glasweise anzubieten. Achja, Signor Gaja e Signor Antinori, wie schade. Ich warte noch auf einen mutigen Sommelier, der sich hier traut, etwas zu ändern.

Die Weinkarte flaschenweise habe ich übrigens gar nicht erst beachtet, da hätte ich mir schon ganz ungeniert die portugiesische Tochter einladen müssen. Selbst wenn mich die U3 nach Hause bringt, ist eine Flasche allein doch ein bisschen zu – sagen wir – ambitioniert, und amarona1978 ist ja heute leider verhindert.

Ristretto. Sehr aromatisch, kräftig, und doch mild, kein „Eduscho“-Touch.
Grappa: eine feine Auswahl, die Preise wirklich angemessen (die meisten ca. zwischen 4 und 7 Euro).
Grappa di Amarone würde es auch geben, allerdings vom Aromalabor-Kaiser Marzadro. Ein kleiner Kostschluck genügt, nein danke.
Ich lasse den Kellner 10 Minuten später nochmal am leeren Glas riechen, aber er weiß genau so gut wie ich – das hat mit Grappa sicher nichts zu tun, höchstens mit armoatisiertem Kirschwasser. Furchtbar.
Besser also: Grappa di Brunello von Tenuta Poggione.

Fazit: Essen 4,5 – Ambiente 4, Service 4,5. Rechtfertigt den Preis (zusammen mit feinsten, flüssigen „Emulgatoren“ gut 75 Euro ohne wohlverdientes Trinkgeld).
Das ist nicht wenig - aber ich hab auch schon anderswo um 30 Euro gegessen, was zwar billig, aber nicht gratis - dafür aber umsonst war.
Prossima volta: carne. Hoffentlich mit Amarone - im Glas.
Danieli - WienDanieli - WienDanieli - Wien
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zuckerpuppe
am 14. Dezember 2012
SpeisenAmbienteService
An einem Freitag im Advent im von Touristen überlaufenen Wien im Danieli in der Himmelpfortgasse einen Tisch zu bekommen braucht gute Vorbereitung. Ohne Reservierung geht gar nichts. Wir nehmen an unserem Tisch im Erdgeschoß, gleich neben der Tür Platz. Dort, sowie im Tiefgeschoß (Keller würde d...Mehr anzeigenAn einem Freitag im Advent im von Touristen überlaufenen Wien im Danieli in der Himmelpfortgasse einen Tisch zu bekommen braucht gute Vorbereitung. Ohne Reservierung geht gar nichts.
Wir nehmen an unserem Tisch im Erdgeschoß, gleich neben der Tür Platz. Dort, sowie im Tiefgeschoß (Keller würde die gediegene Atmosphäre nicht widerspiegeln) darf geraucht werden.
Durch das rege Kommen und Gehen wird dieser Bereich auch sehr gut durchlüftete und man erstickt nicht im Qualm. Menschen die empfindlich auf Zugluft sind sollten allerdings weiter ins Lokalinnere vordringen.
Das Personal ist trotz gezählter 3 Weihnachtsfeiern und einem Ansturm von hungrigen Touristen freundlich, flink und zuvorkommend.
So steht mein Aperitif auch schon am Tisch, kaum das mein Mantel in der Garderobe aufgehängt wurde.
Die Auswahl an Köstlichkeiten aus Fleisch und Fisch ist wie immer großartig. Wir entscheiden uns jedoch für unser Stammgericht (ist nicht immer auf der Karte zu finden, wird aber auf Wunsch zubereitet.): Terra & Mare
2 zarte Steaks, 1/2 Hummer, das ganze auf einem Nest von Rosmarin-Tagliatelle (wunderbar al dente). Da heisst es bei der Vorspeise Verzicht zu üben, sonst ist die Menge auch für einen starken Esser nicht zu schaffen.
Wie bestellt werden die Steaks rare-medium serviert. Die Teller sind gut vorgewärmt, sodass auch das zweite Steak noch die perfekte Eßtemperatur hat.
Bei den Getränken entscheiden wir uns beim Prosecco zu bleiben und bestellen eine Flasche, die im Weinkühler neben unserem Tisch bereit gestellt wird. Sobald ein Glas zur Neige geht schenkt ein zuvorkommender Kellner auch schon wieder nach.
Nach einem doppelten Espresso und einem Grappa für meine Begleitung wird uns die Dessertkarte gereicht (kleiner im Format, allerdings nicht in der Auswahl).
Ein kleines Zabaione findet noch Platz im reichlich gefüllten Magen.
Das Orangen- Zabaione wird mit Vanilleeis und Waldbeeren serviert und ist sowohl für das Auge als auch den Gaumen eine Freude.
Im Danieli zu Speisen ist sicherlich kein preiswertes Vergnügen, wenn man das hervorragende Service, die exzellente Küche und das etwas schwülstig-italienische Ambiente (gehört für mich einfach zu einem Italiener :-) berücksichtigt ist es allerdings jeden Cent wert.
Detail der Weihnachtsdeko - Danieli - Wien
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1 Kommentar

Herzlich Willkommen im Forum mit einem sehr guten Bericht! Gerry

14. Dez 2012, 15:06·Gefällt mir1
Bastro
am 4. April 2011
SpeisenAmbienteService
Waren am Sonntag um 16:30 im Danieli's, jedoch sicher das Erste und Letzte Mal. Bis wir bemerkt wurden, dauerte es zwar, aber dann ging alles blitzschnell. Wir bestellten 2 Pizzen (eine mit Speck, Mais, Schinken und eine mit scharfer Salami, Speck, Mais). Serviert wurde nach 10 Minuten. Begei...Mehr anzeigenWaren am Sonntag um 16:30 im Danieli's, jedoch sicher das Erste und Letzte Mal.
Bis wir bemerkt wurden, dauerte es zwar, aber dann ging alles blitzschnell.
Wir bestellten 2 Pizzen (eine mit Speck, Mais, Schinken und eine mit scharfer Salami, Speck, Mais).
Serviert wurde nach 10 Minuten. Begeistert begannen wir zum Essen, aber
* Pizzen waren nur lau
* Zutaten waren dick geschnitten
* Salami war nicht scharf
* Speck und Salami waren noch teilweise roh.

Als wir beim Abservieren gefragt wurden, ob es geschmeckt hat und wir verneinten und die Gründe anführten, bekamen wir nur als Antwort, dass es dem Kellner "Leid tut".

Das Essen lag uns noch lange schwer im Magen.

Restaurant ist von mir nicht zu empfehlen!!!
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schlitzaugeseiwachsam
Experte
am 22. Dezember 2009
SpeisenAmbienteService
Ambiente gehoert schon zu den gehobeneren Italienern. Service ist auch nicht zu bemaengeln. Manchmal stimmt das Timing aber nicht. Ich persoenlich finde es sinnlos, Essig und Oel dann zu servieren, wenn fast alles schon aufgegessen wurde.Espresso war sehr schlecht fuer einen Italiener. Da schmec...Mehr anzeigenAmbiente gehoert schon zu den gehobeneren Italienern.
Service ist auch nicht zu bemaengeln. Manchmal stimmt das Timing aber nicht. Ich persoenlich finde es sinnlos, Essig und Oel dann zu servieren, wenn fast alles schon aufgegessen wurde.Espresso war sehr schlecht fuer einen Italiener. Da schmeckt mein Nespresso-Espresso tausendmal besser.
Pizza kam mir etwas kalt vor, meine Tagiatelle Vongole haette auch groesser sein koennen.Preise wuerde ich nicht mehr im guenstigen Bereich setzen...Ist nun mal der erste Bezirk...
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