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Fr, 9. Dezember 2022
In der Umgebung

Danieli

3 Bewertungen
Himmelpfortgasse 3, 1010 Wien
Küche: Italienisch, Fisch Spezialitäten, Pizza, Mediterran
Lokaltyp: Restaurant
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Dem herrlichen Wetter geschuldet - gähnende Leere! - Danieli - WienIm Glas - Chianti Classico - Danieli - WienSpaghetti ai Gamberetti "piri piri" - Danieli - Wien
Oliven-Tomaten-Tapenade - Danieli - Wienunser Tisch wartet bereits ... links hinten :-) - Danieli - WienCarpaccio vom Schwertfisch mit Garnelen - 1A - Danieli - Wien53 Fotos

Bewertungen (3)

Gesamtwertung

42
3 Bewertungen
Speisen
40
Ambiente
45
Service
40
am 3. Dezember 2022
Ursli
SpeisenAmbienteService
Da ich das Lokal von Mittagessen mit Kunden kenne war ich im November 2022 zum Abendessen dort. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung. Schon bei der Reservierung war man sehr unfreundlich zu mir. Zum vereinbarten Zeitpunkt gab es trotz Reservierung keinen Tisch, was man aber nicht zugeben wollt...Mehr anzeigenDa ich das Lokal von Mittagessen mit Kunden kenne war ich im November 2022 zum Abendessen dort. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung. Schon bei der Reservierung war man sehr unfreundlich zu mir. Zum vereinbarten Zeitpunkt gab es trotz Reservierung keinen Tisch, was man aber nicht zugeben wollte, sodass man uns 20 Minuten warten ließ. Das Lokal war hauptsächlich von Touristen in Jogginghose besucht. Am Nebentisch saß eine Familie aus Russland mit einem Kind das während dem Essen am Tablet einen Film anschaute. Der Kellner war sehr unfreundlich und gestresst und diskutierte mit Gästen darüber warum sie unzufrieden sind. So schnell wird mich dieses Lokal nicht mehr wieder sehen.
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2 Kommentare

Die Bewertung diskreditiert sich eigentlich im Grunde genommen selbst. Weiters wurden Gäste bewertet, aber keine Speisen.

4. Dez, 15:18·Gefällt mir

Ich möchte hiermit für das Personal im „Danieli“ eine Lanze brechen - waren schon öfters zu Gast und wurden immer aufmerksam und freundlich bedient. Natürlich gibt’s wie überall auch mal Stress & Schwierigkeiten und Nobody is perfect… Warst ja offenbar auch mehrfach zu Gast und hast über die positiv gemachten Erfahrungen hier keine Worte verloren, sonst hätte dieser letzte Besuch wohl kaum stattgefunden! Ergo werte ich es nur als „Dampfablassen“.

4. Dez, 11:01·Gefällt mir1
am 31. August 2022
ChristianD3
Level 8
SpeisenAmbienteService
Ein warmer und sonniger Abend wird prognostiziert - der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen - was gibts da passenderes diese Voraussetzungen in der City für einen spontanen italienischen Abend zu nutzen...? Nicht viel! Das "Danieli" wäre perfekt dafür - kurzer Anruf - Glück gehabt - no...Mehr anzeigenEin warmer und sonniger Abend wird prognostiziert - der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen - was gibts da passenderes diese Voraussetzungen in der City für einen spontanen italienischen Abend zu nutzen...? Nicht viel!

Das "Danieli" wäre perfekt dafür - kurzer Anruf - Glück gehabt - noch einen Tisch für 3 ergattert.

Dieses bekannte Lokal in bester Stadtlage gleich an der Ecke Kärntner Straße - Himmelpfortgasse gibt es nun schon seit knapp 30 Jahren. Es zeichnet sich durch authentische italienische Küche aus - keine Touristenfalle - das Ambiente klassisch bis opulent - sehr einladend.

Wir waren hier schon mehrfach zu Gast und immer zufrieden - immer wie ein Kurzurlaub in "bella italia".

Man plazierte uns an einen wunderschönen Ecktisch im Freien mit besten Blick auf das abendliche Treiben, der Tisch klassich in Weiß eingedeckt - eine große Karaffe Wasser und eine Flasche Chianti Classico 2016 vom WG Antinori wurden bestellt.

Die zum Couvert zählende Oliven-Tomaten-Tapenade, die zum fenchellastigen recht trockenen Weißbrot gereicht wurde - eher nichtssagend - naja!

Unser Kellner war ein Volltreffer - freundlich, motiviert, hilfsbereit und überaus flott.
Der Wein perfekt temperiert, fruchtig, leicht würzig, samtig im Abgang und herrlich trocken - das Trio war in Italien angekommen.

Als Einstieg sollten es einmal die "Antipasti per tue" zum durchkosten sein - ein kleiner Überblick was die kalte italienische Küche hier so zu bieten hat. Zusammenfassend: eine/die perfekte Wahl...
Auf 3 Etagen wurden hervorragendste Zutaten präsentiert - aromareicher Prosciutto San Daniele mit einer vollreifen Melone, reife Burrata mit einem würzigen Pesto aus Ruccola auf einem Tomatenbett, ein Schwertfisch-Carpaccio mit knackigen Riesengarnelen abgeschmeckt nur mit Zitrone und Olivenöl - dazu warmes Pizzabrot mit (viel) Knoblauch und Petersilie frisch aus dem Holzofen.
Was für eine Ouvertüre - wow!

Nach einer angemessenen Pause wurden die Hauptgänge aufgetragen:

Ein perfekt glasig gebratenes Wildlachsfilet mit Gemüserisotto, dazu eine erfrischende Zitronen-Creme-Fraiche (das für unpassend gehaltene Eierschwammerlrisotto wurde anstandslos und ohne Mehrkosten getauscht) gegrillte Rispentomaten am Stiel machten daraus einen "Hingucker" - die Esserin war verzückt.
Meine "bessere Hälfte" wählte eine Pizza Gamberi "piri piri" - eine Pizza belegt mit Kirschtomaten, gebratenen ganzen Knoblauch (herrlich) Anchovis, Pfefferoni, Chili und kleinen Garnelen - beste Zutaten ergeben eine ebensolche Pizza.
Für mich fast die identen Zutaten - nur eben in "Pasta-Form" - Spaghetti ai Gamberetti "piri piri" - kleiner Kritikpunkt vorweg: die Küche hat es mit dem Olivenöl sehr gut gemeint, die richtige Dosis an Schärfe hat das Gericht nicht überlagert und die Garnelen waren am Punkt wie auch die Teigware.

Zufrieden wurde der Rest der Flasche geleert - Wasser wurde inzwischen ohne Aufforderung nachgebracht (wurde nicht verrechnet/oder vergessen).

Für mich noch den fast obligatorischen Espresso - sehr kräftig und mit einer schönen Crema.
Kurzer informativer Blick in die "Süße Karte" - tolle Auswahl und alle Klassiker am Start - aber nein - beim besten Willen fand keiner von uns noch Platz für ein "Dolce".

Die Rechnung wurde mittels Bankomat beglichen (mit Trinkgeld 230€) - wir waren uns einig - fair kalkuliert für einen kulinarischen Kurzurlaub in entspannter Atmosphäre.
Dem herrlichen Wetter geschuldet - gähnende Leere! - Danieli - WienIm Glas - Chianti Classico - Danieli - WienSpaghetti ai Gamberetti "piri piri" - Danieli - Wien
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am 3. September 2021
gallus
Level 4
SpeisenAmbienteService
Nach vielen vielen Jahren wegen der Restaurantwoche doch mal wieder hingegangen. Äußerlich und innen keine Veränderung - immer noch einladend und gemütlich. Die Begrüßung der Kellner freundlich, doch was ist das??? Zum Platz geführt von einem missmutig wirkenden Mitarbeiter? Oder war das gar der ...Mehr anzeigenNach vielen vielen Jahren wegen der Restaurantwoche doch mal wieder hingegangen. Äußerlich und innen keine Veränderung - immer noch einladend und gemütlich. Die Begrüßung der Kellner freundlich, doch was ist das??? Zum Platz geführt von einem missmutig wirkenden Mitarbeiter? Oder war das gar der Inhaber? Schlechter Tag hin oder her - in dem Job muss man da drüberstehen! Vielleicht ist es auch der Unmut über den "Pöbel" der es wagt in die heiligen Hallen einzudringen weil es günstige Menüs gibt?
Egal - der zuständige "Tischkellner" hat mit seinem sonnigen freundlichen Gemüt alles wieder wett gemacht. Umsichtig und sofort zur Stelle wenn etwas gewünscht wurde. TOP!! Die Speisen des Menüs haben wir uns geteilt um einen Eindruck von allem zu bekommen: Vitello tonato war sehr fein und so wie man es erwartet. Die Hummerschaumsuppe ein wenig "fad" im Geschmack - den Brandy schmeckte man gar nicht heraus (Und ich liebe Brandy!). Zitronenlachs schaff ich am Griller auch so, dafür war das Kalbschulterscherzel sehr zart und gut! Safranrisotto ein Traum! Die Weinempfehlung "unseres" Kellners absolut passend und optimal! Highlite waren die Desserts! Tiramisu und Panna cotta sehr empfehlenswert! Vielleicht geben wir dem Danieli noch eine 2. Chance ohne Restaurantwoche!
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am 31. August 2014
langnan
Experte
SpeisenAmbienteService
Freunde sind aus Beijing nach Wien gekommen. Wir wollten eigentlich gemeinsam zum Mittag Stelze und Schmankerl essen gehen, Treffpunkt Innenstadt. Blöd ist wenn die Freunde viel zu spät aufstehen und sich dann nach Schönbrunn begeben. Da bleibt nicht genug Zeit um an einem seltenen schönen August...Mehr anzeigenFreunde sind aus Beijing nach Wien gekommen. Wir wollten eigentlich gemeinsam zum Mittag Stelze und Schmankerl essen gehen, Treffpunkt Innenstadt. Blöd ist wenn die Freunde viel zu spät aufstehen und sich dann nach Schönbrunn begeben. Da bleibt nicht genug Zeit um an einem seltenen schönen Augusttag 2014 rechtzeitig wieder zum Mittagessen in die Innenstadt zurückzukommen. Tja, dann gibt's die traute Zweisamkeit für meine Frau und mich. Ein schönes Essen ist nicht wegdenkbar.

Danieli besuchen wir zum ersten Mal. Das Lokal ist sehr einfach zu finden, gleich neben dem Restaurant Nordsee. Ich fragte nach einem Tisch im Innenraum und der Kellner führte uns in den hinteren Gastraum. Der ist sehr schön gestaltet, besonders das Glasdach sorgte an einem solchen sonnigen Tag für extra Licht und Atmosphäre.

Bedient wurden wir von einem jungen Mann, der immer lächeln konnte. Service war vom Anfang bis zum Schluss top.

Zum Essen hatten wir zuerst die Vorspeisekombination für zwei Personen. Aufgetürmt auf drei Tellern bestand der Inhalt von unten nach oben aus gegrilltes oder eingelegtes Gemüse, Meeresfrüchte, Prosciutto mit schwarzen Oliven. Mit auf den Tellern waren auch belegte Brote. Zusätzlich bestellten wir frischen Rosmarinbrot.

Das Gemüse schmeckte ausgezeichnet. Paprika, Zucchini, Melanzani, Kirschtomaten, kleine Zwiebeln usw.. Einziges Manko war die Temperatur, die könnte etwas weniger kühl sein. Dann könnte man noch mehr schmecken.

Meeresfrüchte sind nicht so mein Ding, also war alles für meine Frau. Es gab reichlich Shrimps, Oktopus, ein kleiner Fisch ohne Kopf (Sardelle vielleicht), ein Stück Polenta mit "Fischaufstrich" (keine Ahnung, meine Frau konnte es auch nicht näher beschreiben) und Weissbrot mit Kräuterkäse. Für meine Frau war die Temperatur der Meeresfrüchte auch etwas zu niedrig, aber sonst ist der Geschmack sehr gut.

Ganz oben gab es italienischer Schinken, Oliven und Brötchen. Der Schinken war herrlich, konnte glatt noch eine Portion vertragen. Das Weissbrot mit frischen Tomatenstücke und Basilikum schmeckte auch vorzüglich erfrischend. Da war noch etwas wie Gemüseauflauf, schmeckte nach Hähnchen, habe ich noch nicht gekannt. Wenn jemand weiß was das ist, bitte klär mich auf. War wirklich sehr lecker.

Das Rosmarinbrot wurde mit Olivenöl serviert. Frisch gebacken, eher wie Pizzabrot, wenig Rosmaringeschmack.

Nach der Vorspeise waren wir schon fast satt, eine wirklich üppige Portion. Könnte auch als Hauptspeise für zwei kleine Mägen, so wie bei uns der Fall durchgehen.

Als Hauptspeise hatte ich Pizza mit Schafkäse, Aubergine, Kirschtomaten, Oliven und reichlich Rucola. Meine Frau wollte Risotto frutti di mare. Stand nicht auf der aktuellen Karte. Ich fragte den Kellner ob dieser Sonderwunsch möglich wäre. Es war gar kein Problem.

Die Hauptspeisen kamen ca. 20 Minuten nachdem die Vorspeise abgeräumt wurde. Der Pizzaboden war dünn und kross. Aubergine war gut durch, geschmacklich gut. Die Pizza war allgemein aber kein kulinarischer Highlight.

Der Risotto war eher eine kleine Portion, maximal fünf volle Esslöffeln. Trotzdem war meine Frau schon so satt, dass sie nur paar Muscheln und bisschen Reis probierte. Ich probierte auch etwas, die Konsistenz war sehr gut, genau auf den Punkt. Cremiger Soße mit Chili abgeschmeckt, wirklich gut. Aber ich war auch schon zu satt, dass ich ihr nicht mehr helfen konnte.

Der junge Kellner kam und fragte ob wir den Risotto einpacken möchten. Da sagen wir nicht nein, eine Verschwendung wäre viel zu schade. Ein kleiner Teil von meiner Pizza habe ich auch nicht mehr geschafft, aber davon kann ich mich trennen.

Bezahlt haben wir 73,90€ (ohne Trinkgeld), alles hat seinen Preis, dieser ist auch gerechtfertigt.

Fazit: Ein sehr schönes Lokal mit feiner Küche. Für ein nettes Essen in familiären Kreisen sehr empfehlenswert.
Vorspeise für zwei - Danieli - WienGastraum - Danieli - WienPizza mit Schafkäse, Aubergine, Kirschtomaten, Oliven und Rucola - Danieli - Wien
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1 Kommentar
31. Aug 2014, 15:43·Gefällt mir
am 27. September 2013
amarone1977
Experte
SpeisenAmbienteService
Nach einem späten Termin noch essen gehen – nicht immer einfach. Wäre man doch in Italien, wo man sich ohnehin erst gegen 21 Uhr langsam aber doch zu Tisch begibt. Was also tun? Würschtldompteur? Unhappy Noodles, Hopeless Wok oder gar Desperate Sushi? Aber nein, wir sind ja nicht in Klage...Mehr anzeigenNach einem späten Termin noch essen gehen – nicht immer einfach. Wäre man doch in Italien, wo man sich ohnehin erst gegen 21 Uhr langsam aber doch zu Tisch begibt.
Was also tun?

Würschtldompteur? Unhappy Noodles, Hopeless Wok oder gar Desperate Sushi?

Aber nein, wir sind ja nicht in Klagenfurt, wo die Gehsteige um halb zehn hochgeklappt werden, Italien gibt’s auch in Wien – figurati - man muss für die Perlen nur ein wenig suchen.
Wenn man aber nicht mal suchen will, einfach mal den ReTe-Mobil raus – Danieli gefunden.

Ein kleiner Spaziergang noch zuvor durch das wirklich „Alte Wien“ (Ballgasse, Blumenstockgasse), und schon ist man da.
Unser allerbester Pressesprecher unter den Genussmenschen war auch schon hier. Da sollte doch nichts schiefgehen.

Die Plätze vor dem Lokal sind noch spätsommerlich gut besetzt, drinnen heißt’s noch ein bisschen warten, aber nicht lange.

Die liebsten Plätze sind mir immer die, von denen aus ich das Lokal gut überblicken kann.
Und der Gesamteindruck kann wirklich als edel bezeichnet werden – vor allem die nackten Ziegelsäulen mit „barocken“ Elementen wie etwa der Spiegel mit vergoldetem Rahmen verbreiten gezielt ein eigenes Flair, zusammen mit guter Beleuchtung und den schön gedeckten Tischen.

Das Publikum ist wahrlich international und zum Teil ebenso „edel“ wie der Anspruch des Lokals.
Hier hört man russische Dialoge, dort wiederum das typische „schwa-schwa“ einer portugiesischen Familie.
Und ja, auch portugiesische Mütter haben schöne Töchter.

Meine Konzentration ist aber sofort wieder ganz dort, wo sie hingehört – „mein“ Kellner ist da, um die Karte zu überreichen. Die anderen Kellner sind übrigens auch so aufmerksam und flott, kümmern sich aber offenbar nach streng vorgegebenem System um ihre „Stamm“-Tische - jeder scheint bei seinen fix zugeordneten Gästen zu bleiben. Find ich gut, so wird man im Idealfall von einer Person durch den Abend „begleitet“.

Man lässt mir wirklich viel Zeit beim Schmökern, niemand drängt – die Karte bietet auch mehr als genug. Der Querschnitt ist die pure Italianità – auch bis auf einen Tippfehler korrekt italienisch verfasst, mit Übersetzungen – gewappnet also für Stammgäste und Touristen aus aller Welt.

Allora: Antipasti – Pasta – Pizza – Carne – Pesce – Dolce – Formaggio (eigene Karte).
Vino – Grappa (in der „süßen“ Karte).
Nicht einfach, weil man eigentlich irgendwie alles probieren will, schon deswegen, weil die Spielarten zum Teil sehr interessant sind.
Die Besitzer scheinen keine Italiener zu sein, aber hier wird, das merke ich relativ schnell, fast peinlich genau gearbeitet, man will dem hohen Anspruch gerecht werden.

Um die Kehle „einzuölen“, wird mal ein Weißer bestellt. So ganz überzeugt mich die Glasweiskarte nicht, steirische „Klassik“-Gewächse erinnern mich oft an einen guten Salat, aber nicht an erfreuliche Weinerlebnisse. Grüne Veltliner sind auch nicht immer mein Fall, der hunderttausendste Pinot grigio aus den oberitalienischen Ebenen muss es auch nicht sein.
Lugana – allerdings auch nur der Massen-„Primus“ Ca‘ dei frati. Vor kurzem erwähnt, jetzt nehme ich ihn doch. Ein bisschen „cremig“, die ersten Schlucke sind ja auch recht angenehm und „schön“ zu trinken. Das Problem mit solchen Weinen ist halt ihre nicht vorhandene „Nachhaltigkeit“. Damit meine ich jetzt nicht die Herstellung, sondern die Stilistik, die sich schnell „totläuft“, oder „tottrinkt“. Die „schreiende“, ja eigentlich fast obszöne Süße hint‘nach ist irgendwann langweilig.

Ein GV um 8 Euro: unfiltriert, ungeschwefelt. Nun, ungeschwefelte Weine können gut sein, nur muss man als Winzer „bio“ oder gar „biodynamisch“ durch und durch leben, jeden Tag. Das Etikett ist also noch keine Garantie für „Terroir“ und beste „Naturweine“.
Ich bekomme einen Kostschluck, der aber selbst nach längerer Luftzufuhr nicht wirklich überzeugt. Das Langanhaltende, Ätherische im Finish fehlt ganz.

Also einen Roten probiert – aber welchen? Hier wird noch mehr auf große Namen gesetzt, auch wenn die natürlich für ein breites Publikum leichter zu verkaufen sind. Ich will auch nicht sagen, dass Gaja ein schlechter Wein ist. Aber will ich den Preis dafür bezahlen? Detto für Antinori. Die beiden Namen dominieren mit ihren teuren „Filialkellern“ zusammen fast die ganze Rotweinkarte.
Molino Mauro mit seinem Barbera als Ausnahme – schlecht ist er nicht, aber einen Barbera kann man auch mit deutlich weniger Konzentration trotzdem elegant und wuchtig zugleich hinbekommen. Wird wieder mal Zeit, nach Italien zu kommen. derweinrat, wann fahr‘ ma??

So – ich habe mich entschieden: es wird wieder einmal Zeit für Vitello tonnato. Ich habe die leise Vorahnung, dass ich hier richtig liegen sollte.
Und wie: das schön rosige Fleisch vom Feinsten, die Thunfischsauce vielleicht einen kleinen Tic zu flüssig, aber das ist schon der einzige Punkt, nein Pünktchen, das man hier monieren könnte. Der Tonno perfettamente amalgamato – also kein Futzerl, Fluserl, nichts das kitzelt oder aneckt.

Schon bei einem Drittel vom Teller erwische ich mich dabei, das frische Rosmarin-Pizzabrot (weich, zartknusprig, duftig, vielleicht ein bissl zu üppig) zum „Aufwischen“ der Soßenreste zu missbrauchen, um den Verzehr des letzten Scheiberls hinauszuzögern. „Far scarpette“ nennt das der Italiener, und das ist eigentlich verpönt, aber nicht bei mir, wie schade wäre das doch, nicht zu tunken.
Eine glatte 5 – ohne mit der Wimper zu zucken. Ca. 14 Euro.

Tomatencremesuppe mit Mozzarella di bufala – oder eine geeiste Crema di pomodoro genovese mit „jungem“ Olivenöl. Ich bleibe bei der „warmen“ Version, der Sommer ist nicht nur im Geiste vorbei.
Eine große Portion (ca. 7 Euro), von der kräftigen, cremig-abgeschmeckten Sorte, also eher die dichte, „orangene“ Tomatencremesuppe.
Versteckt in der feinen Pampe der Mozzarella, der sich durch die Temperatur so schön aufbläht.
Sehr gut.

Eine Kalbfleisch-Lasagne (ca. 14 Euro) mit Mascarpone-Spinat. Ich liebe Mascarpone, vor allem im originalen Tirami su frisch aus dem Kühlschrank.
Hier darf er den Spinat dezent „verlängern“, was auch sehr gut funktioniert, ohne dass die ganze Angelegenheit allzu geil wird.
Die Lasagne selbst sehr gut, sehr guter Biss, an der einen oder anderen Ecke hat der Forno ein bisschen härter zugepackt, schwarz ist sie aber beileibe nicht geworden. Ein bisschen mehr Béchamel-„Feeling“ hätte sie noch haben können.

Ich hab’s nicht vergessen – da war dann schließlich doch noch ein Wein auf der Karte, der mich mit dem hauseigenen Weinangebot versöhnte.
Der verlangte allerdings auch einen „festen Partner“.

Ich bin eigentlich nicht so der Schoko-Mousse-Fan, auch ist man auf kaum einer Dessert-Karte dies- und jenseits von italienischen Lokalen vor ihm sicher – doch heute Abend soll es wieder mal sein, zumal auch der Rest der Karte (Panna cotta, Sorbetto, Zitronentarte,…) so gar nicht dazugepasst hätte.

Serviert im beliebten, immer noch „todschicken“ Bügelglas, das von Gänseleber über Grammelschmalz und eben auch dem Schoko-Mousse seit ein paar Jahren so ziemlich alles gastronomisch aushalten muss.
Flankiert von einem Schälchen mit marinierten Erdbeeren (wo kommen die zur Zeit her?), die schön süß, fast schon ein bisschen zu „duftig“ daherkommen.

Das Mousse, mit dunkler Sauce überdeckt, in absoluter Bestform, fast schon zu schön, um wahr zu sein, diese „Löffelkonsistenz“. Wirklich gut.
Und ja – begleitet von dem Wein, den ich hier wirklich nicht erwartet hätte: einen Recioto della Valpolicella Classico, von Speri, obendrein noch Jahrgang 2004.

Der "Urwein" aus dem Valpolicella, den schon die Römer kannten - aus den besten getrockneten Beeren, seitlich auf der Traube gelegen, also von der "recia" (venet. für "orecchio", das "Ohr" der Traube).
Dicht, kirschig, süß, gerbstoffig, lang. So muss das sein. 9,50 Euro (1/16).

Mich wundert ja nur, dass man auch hier nicht den Mut hat, erstklassigen Amarone della Valpolicella glasweise anzubieten. Achja, Signor Gaja e Signor Antinori, wie schade. Ich warte noch auf einen mutigen Sommelier, der sich hier traut, etwas zu ändern.

Die Weinkarte flaschenweise habe ich übrigens gar nicht erst beachtet, da hätte ich mir schon ganz ungeniert die portugiesische Tochter einladen müssen. Selbst wenn mich die U3 nach Hause bringt, ist eine Flasche allein doch ein bisschen zu – sagen wir – ambitioniert, und amarona1978 ist ja heute leider verhindert.

Ristretto. Sehr aromatisch, kräftig, und doch mild, kein „Eduscho“-Touch.
Grappa: eine feine Auswahl, die Preise wirklich angemessen (die meisten ca. zwischen 4 und 7 Euro).
Grappa di Amarone würde es auch geben, allerdings vom Aromalabor-Kaiser Marzadro. Ein kleiner Kostschluck genügt, nein danke.
Ich lasse den Kellner 10 Minuten später nochmal am leeren Glas riechen, aber er weiß genau so gut wie ich – das hat mit Grappa sicher nichts zu tun, höchstens mit armoatisiertem Kirschwasser. Furchtbar.
Besser also: Grappa di Brunello von Tenuta Poggione.

Fazit: Essen 4,5 – Ambiente 4, Service 4,5. Rechtfertigt den Preis (zusammen mit feinsten, flüssigen „Emulgatoren“ gut 75 Euro ohne wohlverdientes Trinkgeld).
Das ist nicht wenig - aber ich hab auch schon anderswo um 30 Euro gegessen, was zwar billig, aber nicht gratis - dafür aber umsonst war.
Prossima volta: carne. Hoffentlich mit Amarone - im Glas.
Danieli - WienDanieli - WienDanieli - Wien
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am 14. Dezember 2012
zuckerpuppe
Level 16
SpeisenAmbienteService
An einem Freitag im Advent im von Touristen überlaufenen Wien im Danieli in der Himmelpfortgasse einen Tisch zu bekommen braucht gute Vorbereitung. Ohne Reservierung geht gar nichts. Wir nehmen an unserem Tisch im Erdgeschoß, gleich neben der Tür Platz. Dort, sowie im Tiefgeschoß (Keller würde d...Mehr anzeigenAn einem Freitag im Advent im von Touristen überlaufenen Wien im Danieli in der Himmelpfortgasse einen Tisch zu bekommen braucht gute Vorbereitung. Ohne Reservierung geht gar nichts.
Wir nehmen an unserem Tisch im Erdgeschoß, gleich neben der Tür Platz. Dort, sowie im Tiefgeschoß (Keller würde die gediegene Atmosphäre nicht widerspiegeln) darf geraucht werden.
Durch das rege Kommen und Gehen wird dieser Bereich auch sehr gut durchlüftete und man erstickt nicht im Qualm. Menschen die empfindlich auf Zugluft sind sollten allerdings weiter ins Lokalinnere vordringen.
Das Personal ist trotz gezählter 3 Weihnachtsfeiern und einem Ansturm von hungrigen Touristen freundlich, flink und zuvorkommend.
So steht mein Aperitif auch schon am Tisch, kaum das mein Mantel in der Garderobe aufgehängt wurde.
Die Auswahl an Köstlichkeiten aus Fleisch und Fisch ist wie immer großartig. Wir entscheiden uns jedoch für unser Stammgericht (ist nicht immer auf der Karte zu finden, wird aber auf Wunsch zubereitet.): Terra & Mare
2 zarte Steaks, 1/2 Hummer, das ganze auf einem Nest von Rosmarin-Tagliatelle (wunderbar al dente). Da heisst es bei der Vorspeise Verzicht zu üben, sonst ist die Menge auch für einen starken Esser nicht zu schaffen.
Wie bestellt werden die Steaks rare-medium serviert. Die Teller sind gut vorgewärmt, sodass auch das zweite Steak noch die perfekte Eßtemperatur hat.
Bei den Getränken entscheiden wir uns beim Prosecco zu bleiben und bestellen eine Flasche, die im Weinkühler neben unserem Tisch bereit gestellt wird. Sobald ein Glas zur Neige geht schenkt ein zuvorkommender Kellner auch schon wieder nach.
Nach einem doppelten Espresso und einem Grappa für meine Begleitung wird uns die Dessertkarte gereicht (kleiner im Format, allerdings nicht in der Auswahl).
Ein kleines Zabaione findet noch Platz im reichlich gefüllten Magen.
Das Orangen- Zabaione wird mit Vanilleeis und Waldbeeren serviert und ist sowohl für das Auge als auch den Gaumen eine Freude.
Im Danieli zu Speisen ist sicherlich kein preiswertes Vergnügen, wenn man das hervorragende Service, die exzellente Küche und das etwas schwülstig-italienische Ambiente (gehört für mich einfach zu einem Italiener :-) berücksichtigt ist es allerdings jeden Cent wert.
Detail der Weihnachtsdeko - Danieli - Wien
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1 Kommentar

Herzlich Willkommen im Forum mit einem sehr guten Bericht! Gerry

14. Dez 2012, 15:06·Gefällt mir1
am 4. April 2011
Bastro
SpeisenAmbienteService
Waren am Sonntag um 16:30 im Danieli's, jedoch sicher das Erste und Letzte Mal. Bis wir bemerkt wurden, dauerte es zwar, aber dann ging alles blitzschnell. Wir bestellten 2 Pizzen (eine mit Speck, Mais, Schinken und eine mit scharfer Salami, Speck, Mais). Serviert wurde nach 10 Minuten. Begei...Mehr anzeigenWaren am Sonntag um 16:30 im Danieli's, jedoch sicher das Erste und Letzte Mal.
Bis wir bemerkt wurden, dauerte es zwar, aber dann ging alles blitzschnell.
Wir bestellten 2 Pizzen (eine mit Speck, Mais, Schinken und eine mit scharfer Salami, Speck, Mais).
Serviert wurde nach 10 Minuten. Begeistert begannen wir zum Essen, aber
* Pizzen waren nur lau
* Zutaten waren dick geschnitten
* Salami war nicht scharf
* Speck und Salami waren noch teilweise roh.

Als wir beim Abservieren gefragt wurden, ob es geschmeckt hat und wir verneinten und die Gründe anführten, bekamen wir nur als Antwort, dass es dem Kellner "Leid tut".

Das Essen lag uns noch lange schwer im Magen.

Restaurant ist von mir nicht zu empfehlen!!!
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am 22. Dezember 2009
schlitzaugeseiwachsam
Experte
SpeisenAmbienteService
Ambiente gehoert schon zu den gehobeneren Italienern. Service ist auch nicht zu bemaengeln. Manchmal stimmt das Timing aber nicht. Ich persoenlich finde es sinnlos, Essig und Oel dann zu servieren, wenn fast alles schon aufgegessen wurde.Espresso war sehr schlecht fuer einen Italiener. Da schmec...Mehr anzeigenAmbiente gehoert schon zu den gehobeneren Italienern.
Service ist auch nicht zu bemaengeln. Manchmal stimmt das Timing aber nicht. Ich persoenlich finde es sinnlos, Essig und Oel dann zu servieren, wenn fast alles schon aufgegessen wurde.Espresso war sehr schlecht fuer einen Italiener. Da schmeckt mein Nespresso-Espresso tausendmal besser.
Pizza kam mir etwas kalt vor, meine Tagiatelle Vongole haette auch groesser sein koennen.Preise wuerde ich nicht mehr im guenstigen Bereich setzen...Ist nun mal der erste Bezirk...
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