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Do, 23. Mai 2024

Brauhaus Mariazell

Wiener Straße 5, 8630 MARIAZELL
Küche: Österreichische Küche, Internationale Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Bierlokal
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Brauhaus Mariazell

Speisen
Ambiente
Service
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Bewertungen

Experte
am 8. Oktober 2015
SpeisenAmbienteService
Das Brauhaus Mariazell ist wohl eine der kleinsten Wirtshausbrauereien unseres Landes. Nur rund 60 Gäste finden in den Stuben, im Eingangsbereich und an der Schank Platz. Und trotzdem macht man das Bier hier selber und kocht ganz ohne industrielle Zutaten feine Sachen aus ordentlichen, regionalen...Mehr anzeigenDas Brauhaus Mariazell ist wohl eine der kleinsten Wirtshausbrauereien unseres Landes. Nur rund 60 Gäste finden in den Stuben, im Eingangsbereich und an der Schank Platz. Und trotzdem macht man das Bier hier selber und kocht ganz ohne industrielle Zutaten feine Sachen aus ordentlichen, regionalen Produkten.

Ich komme am Abend her und finde einen Platz nahe der Schank. Das Ambiente wird wohl gern als „urig“ bezeichnet, auf mich wirkt es wie ein Wirtshaus der Dreißiger Jahre, das hier stilistisch nachempfunden wird. Gemütlich ist es jedenfalls.

Dem Bier kann man hier in den Bottichen im Keller beim Gären zuschauen. Wird eins bestellt, rinnt es direkt aus dem Tank ins Glas. Erhältlich ist es nur hier, zum Mitnehmen auch in Flaschen. Naturtrüb ist das Bier und ich probiere die dunkle und die helle Variante. Wirklich ganz außergewöhnlich, mit dem allgegenwärtigen Einheitslager der Großbetriebe gar nicht zu vergleichen. Trotzdem, nicht ganz meins. Ich bleibe meinem Zwettler treu.

Die Speisekarte ist interessant. Hirschschinken, Rehterrine und Spanferkelsulz mit hausgebackenem Walnussbrot können schon verlocken. Steinpilztascherln, Wildschwein Cordon Bleu in Haselnusspanier und Fasanbrüstchen im Speckmantel mit Rahmlinsen und Steinpilzpolenta bekommt man auch nicht alle Tage. Alles ist als große und kleine Portion verfügbar. Ich entscheide mich für einen Spanferkelbraten im Biersafterl mit Krautfleckerln und Erdäpfel-Vogerlsalat und werde nicht enttäuscht. Das Schweinderl ist gerollt, schön weich und herzhaft-kräftig im Geschmack, Letzteres lässt sich auch vom Saft sagen. Die Krautfleckerln sind eine perfekte Beilage dazu, ich merke mir die Kombination.

Zum Abschluss dann noch eine wunderbar flaumige, natürlich hausgemachte Kardinalschnitte in der Kaffeecreme-Variante. Einwandfrei.

Fazit: Sehenswertes, einladendes und gemütliches Lokal. Interessante, ambitionierte Regionalküche mit Niveau. An das Bier kann man sich gewöhnen (muss man aber nicht).
Das Helle - Brauhaus Mariazell - MARIAZELLDas Dunkle - Brauhaus Mariazell - MARIAZELLBrauhaus Mariazell - MARIAZELL
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am 12. Dezember 2014
SpeisenAmbienteService
Das Ambiente ist mehr als urig, man könnte sagen modernisierungsresistent. Es ist Geschmackssache ob man sich da wohlfühlt, mir ist es zu alt. Die eigene Brauerei ist natürlich etwas außergewöhnliches, auch schon ein Blickfang beim Eintreten. Das Bier schmeckt auch durchaus sehr gut. Das Preisn...Mehr anzeigenDas Ambiente ist mehr als urig, man könnte sagen modernisierungsresistent. Es ist Geschmackssache ob man sich da wohlfühlt, mir ist es zu alt.
Die eigene Brauerei ist natürlich etwas außergewöhnliches, auch schon ein Blickfang beim Eintreten. Das Bier schmeckt auch durchaus sehr gut.
Das Preisniveau ist aber zu hoch, ein relativ kleines Schnitzel mit Salat kostet 12 €, Putenmedaillons schon fast 17 €! Die Konsistenz des Kümmelbratens war zu hart.
Subjektiv hat man das Gefühl der raschen Abfertigung, weil auf die frei werdenden Plätze schon gewartet wird, und der Abzocke.
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Experte
am 18. August 2014
SpeisenAmbienteService
Auf der Homepage rühmt sich das Brauhaus, der kleinste Viersternebetrieb in Österreich zu sein, es gibt nur zwei Doppelzimmer. Die Küche hat auch Viersterneniveau. Es empfiehlt sich zu reservieren, vor allem an einem Wochenende im Sommer, da hat aber auch das gemütliche Salettl geöffnet. Das Ambi...Mehr anzeigenAuf der Homepage rühmt sich das Brauhaus, der kleinste Viersternebetrieb in Österreich zu sein, es gibt nur zwei Doppelzimmer. Die Küche hat auch Viersterneniveau. Es empfiehlt sich zu reservieren, vor allem an einem Wochenende im Sommer, da hat aber auch das gemütliche Salettl geöffnet. Das Ambiente ist urig-gemütlich und sehr gepflegt, das Service ist der flink und aufmerksam. Die Speisekarte ist nicht allzu umfangreich, was aber nicht stört, denn es findet sich für jeden Geschmack etwas. Von vielen Speisen wird auch eine kleine Portion angeboten, ideal für Kinder oder nicht so hungrige Senioren. Wir entschieden uns für einen ausgezeichneten kleinen Rostbraten um € 11,20, ein großes (€ 13,50) und ein kleines (€ 9,--) steirisches Cordon Bleu. Das ist mit Bauernschinken und Bergkäse gefüllt und in der Panade sind auch gehackte Kürbiskerne. Die Speisen kamen nach rekordverdächtig kurzer Wartezeit, die Portionen hätten größer sein können. Aus der eigenen Brauerei stammt das Zeller Gold, ein eher leichtes, helles Bier (Seidel € 3.--, Krügel € 3,80). Das auch selbst gebraute Festbier (Seidel € 3,20) ist dünkler und gehaltvoller. Fazit: wahrscheinlich eine der besten Adressen in Mariazell.
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am 27. August 2013
SpeisenAmbienteService
Gelistet in: Gasthausbrauereien
Wir kennen den Gasthof Girrer schon sehr lange und waren schon Gäste, bevor das über lange Zeit stillgelegte Brauhaus durch Einrichtung einer neuen Hausbrauerei wieder zu neuem Leben erweckt wurde. Der Gasthof in unmittelbarer Lage zur Basilika von Mariazell ist zweifellos eines der besten Lo...Mehr anzeigenWir kennen den Gasthof Girrer schon sehr lange und waren schon Gäste, bevor das über lange Zeit stillgelegte Brauhaus durch Einrichtung einer neuen Hausbrauerei wieder zu neuem Leben erweckt wurde.

Der Gasthof in unmittelbarer Lage zur Basilika von Mariazell ist zweifellos eines der besten Lokale im Ort und in der Umgebung.

Der äußere Eindruck ist sehr gepflegt und einladend. Der Eingangsbereich ein Tonnengewölbe, das zur Zeit, als noch Pferdefuhrwerke das Bier auslieferten, eigentlich eine Einfahrt für diese Wagen war. Jetzt sind dort klobige Tische aufgestellt, die den Eindruck eines Brauhauses betonen. Dahinter der Schankbereich mit einem Stammtisch, der aber, soferne nicht gerade Einheimische davon Gebrauch machen, von Gästen benutzt werden darf und an Gemütlichkeit wirklich seinesgleichen sucht.

Die beiden Gasträume sind ebenfalls vornehm-urig (sorry, was Besseres fällt mir nicht ein) und es finden sich Dekorationen, die aber eher zur Geschichte des Hauses und von Mariazell gehören und keineswegs kitschig wirken (Neidvoll sehe ich immer die vielen interessanten alten Bierflaschen an, die wohl beträchtlichen Sammlerwert haben dürften).

Das Lokal hat insgesamt nur begrenzte Sitzplätze und es empfiehlt sich, gegebenenfalls zu reservieren.

Herr Girrer ist schlau genug, auf eine Erweiterung des Lokales zu verzichten - mit der Begründung, sein Lokal auf diese Weise immer voll zu haben.

Ein Salettl an der Hinterseite des Hauses bietet noch zusätzlich Platz und ist eine gute Erweiterung des "alten" Bereiches (den wir aber lieber bevorzugen).

Das Angebot an Speisen ist gemischt und wird häufig gewechselt. Kleine Vorspeisen (Tafelspitzsulz, Kaspreßknödel, Rindfleischsalat etc.), die man auch als Hauptspeise bestellen kann. demgegenüber gibt es von den Hauptspeisen auch kleine Portionen, die aber auch bei einigem Hunger noch sättigend sind.

Erfreulich, daß auch vegetarische Gerichte angeboten werden und man dabei nicht auf "gebackenes Gemüse" zurückgreift.

Rindfleisch, Schwein, Fisch, Wild wechselt laufend und in hervorragender Qualität.

Man beschränkt sich auf österreichische und regionale Küche

Das seit nunmehr doch schon einigen Jahren markante Highlight des Gasthauses ist das selbstgebraute Bier. Meistens sind zwei Sorten vorrätig. Ostern, Weihnachten auch Spezialbiere.
Interessant, wie das kleine Brauhaus, das nur für den Eigenbedarf braut, zu so einer Bekanntheit gelangt ist, so daß Bierfreunde in Wien, Salzburg und Niederösterreich sehr gute Erinnerungen an den Girrer haben.

Das Personal ist sehr aufmerksam und freundlich, wobei eigentlich ständig 3 Generationen der Familie anwesend und tätig sind.

Sympathisch ist, daß man nur beim Chef bezahlt, dieser aber das Trinkgeld für das Personal, das den Tisch betreut hat, auf den Tisch legt.

Die zentrale Figur ist zweifellos Hans Girrer, der es genial versteht, auf die einzelnen Gäste sehr gut einzugehen und so viel "Schmäh" wie notwendig und so viel Zurückhaltung wie möglich anwendet.

Viele Besucher sind mitunter verärgert, daß der Sonntag Nachmittag strikter Sperrtag ist und die Familie auf das zweifellos zu erwartende Geschäft verzichtet und den halben Tag für sich nutzt, was man aber auch anerkennen sollte.

Was jedoch sehr viele treue Stammgäste in letzter Zeit sehr enttäuscht, ist die Preispolitik, die in einen für Mariazell absolut überzogenen Bereich geraten ist. Mit EUR 4,00 für ein Krügerl Bier liegt Girrer bereits in der Kategorie des zu Recht vielkritisierten und als Touristennepp bezeichneten Schweizerhauses in Wien.
Ich weiß, daß 0,20 Cent mehr einen nicht arm machen, aber trotzdem wird dieser Preis auch für ein gutes Bier von vielen Touristen, wie wir mehrfach gehört haben, nicht mehr akzeptiert. Die Preise für die Speisen sind in Hinblick auf die Qualität durchaus angemessen und akzeptabel. (Es hat sich jedoch für Biertrinker übrigens eine sehr erfreuliche und hervorragend schmeckende Alternative im Mariazeller "Goldenen Ochsen" aufgetan, wo das "Ochsenbräu" angeboten wird, das in der Hofbrauerei Kaltenhausen exklusiv für dieses Lokal gebraut wird.)

Fazit: Ein Lokal das ohne Einschränkung als ausgezeichnet eingestuft werden kann. Schade, daß mit dem Bierpreis viel Sympathie eingebüßt wird.
Brauhaus Mariazell - MARIAZELL
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Radler

Wenn das so ist, ziehe ich natürlich auch meinen einzigen negativen Kritikpunkt zurück.

27. Okt 2013, 22:57Gefällt mir
Experte
am 16. September 2012
SpeisenAmbienteService
Oft schon vom „Girrer“ gehört und gelesen; diesmal mit Freunden zuerst vormittags auf ein wirklich wunderbares Gulasch, dazu das Hausbier Girrerbräu "Zeller Gold" und ein dunkles, nicht süßes dunkles Malzbier ( Seiterl 3.--). Zum Mittagessen gab es eine intensive, „echte“ Rindsuppe mit gut ge...Mehr anzeigenOft schon vom „Girrer“ gehört und gelesen; diesmal mit Freunden zuerst vormittags auf ein wirklich wunderbares Gulasch, dazu das Hausbier Girrerbräu "Zeller Gold" und ein dunkles, nicht süßes dunkles Malzbier ( Seiterl 3.--).

Zum Mittagessen gab es eine intensive, „echte“ Rindsuppe mit gut gewürztem Lungenstrudel 3.60 dazu ein ganz spezielles Hausstangerl .
Perfekt geputzte und gebackene Kalbseber – 11,70- , Karpfenfilet aus dem Waldviertel, in Graumohnpanier herausgebacken, dazu Mayonnaisesalat 13,80 und auch die Spaghetti mit Eierschwammel in cremiger Sauce – 10,90waren tadellos.

Sehr gute Küche, erlesenes Weinangebot, sehr sympathischer Service- Kein Wunder dass das Lokal unter der Woche restlos gefüllt ist.
Hilfreich5Gefällt mirKommentieren
2 Kommentare·Zeige alle Kommentare
Hannes Girrer, Brauhauswirt

Zum Kommentar von Robert: Die Nudeltaschen sind kein Fertigprodukt, sie werden frisch gemacht. Wer schon einmal mit einer Nudelmaschine gearbeitet hat weiß, wie viel Arbeit das tatsächlich ist. Zum Gulasch: Das "Rindergulasch ohne Beilage" um € 10,50 ist das "Brauhausgulasch", wo neben dem Gulasch noch ein Würstel, ein Spiegelei und Essiggurkerl am Teller sind. Nur der Vollständigkeit halber......!

31. Mai 2013, 21:26Gefällt mir6
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