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Speisen
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38
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Gesamtrating
39
10 Bewertungen
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PöschlPöschlPöschl
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Pöschl Info
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RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 23
|
11
Wien
Rang: 20
Features
Gastgarten, Schanigarten
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine Info
Öffnungszeiten
Mo
12:00-22:30
Di
12:00-22:30
Mi
12:00-22:30
Do
12:00-22:30
Fr
12:00-22:30
Sa
12:00-22:30
So
12:00-22:30
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Pöschl

Weihburggasse 17
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Beisl, Restaurant
Tel: 01 5135288
Lokal teilen:

10 Bewertungen für: Pöschl

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. August 2016
Experte
hbg338
389
56
29
4Speisen
4Ambiente
4Service
11 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus Pöschl ist das was man im ersten Wiener Bezirk nicht allzu oft findet. Ein klassisches Wiener Gasthaus. Nicht sehr weit vom Stephansplatz entfernt und daher perfekt zu erreichen mit der U1 und U3. Tiefgarage gibt es auch in der Nähe. Nicht billig und nicht unbedingt zu empfehlen mit dem Auto freiwillig in den ersten Bezirk zu fahren. Gastgarten gibt es nicht vor dem Lokal, sondern einige Meter weiter am Franziskanerplatz wo der Besitzer auch noch ein Kaffeehaus betreibt. Die Gastgärten sind allerdings getrennt.

Über eine kleine Stufe betritt man das Nichtraucherlokal welches eigentlich nur aus einen Raum besteht. Schankraum und Speisesaal ist in einem Raum und nicht getrennt. Mehrere kleine Tische für vier oder zwei Personen befinden sich hier. Die Tischplatten und auch der Schankbereich aus schwarzen Marmor das sehr gut mit dem hellen Holz harmoniert. Dazu gibt es einige Sitzplätze rund um die Schank und auch einige Plätze auf einer längeren Bank an der Lokalwand mit kleinen Hochtische, die aber eher zum Verweilen bei einem Glas Wein oder Kaffee geeignet sind. Sehr schön macht sich der alte Kachelofen auch wenn er bei 28 Grad Außentemperatur nur optische Aufgaben hatte. Zwei männliche Kellner und der Chef persönlich kümmern sich um die Gäste. Nach Rücksprache mit dem Kellner der für den Innenbereich zuständig war nahm ich an einen kleinen Tisch für zwei Gäste Platz.

Die Speisekarte wurde mit dem Hinweis das das Cordon Bleu, welches als Mittagsmenü angeboten wurde, bereits aus ist, am Tisch abgelegt. Keine Getränkefrage. Der Kellner war mir auf Anhieb sympathisch da er mich nicht gleich nach meinem Getränkewunsch fragte. Die Karte umfasst durchwegs Speisen die man in einem klassischen alten Wiener Gasthaus erwartet. Verfeinert mit einigen saisonalen Gerichten, wie derzeit diverse Schwammerlgerichte. Mein Getränkewunsch fiel auf einen naturtrüben Apfelsaft vom Bauern, gespritzt mit Sodawasser. Mit € 3,80 für diese Qualität und die Adresse des Lokals mehr als ein fairer Preis. Es gäbe auch noch den normalen Apfelsaft und einen naturtrüben industriellen Apfelsaft. Als Suppe wählte ich die Frittatensuppe (€ 3,90) und als Hauptspeise die gebackene Fledermaus mit Paradeissalat (€ 15,90).

Der Apfelsaft wurde seinen Namen naturtrüb mehr als gerecht. Ein sehr süffiger nicht zu süßer und sehr geschmacksintensiver Saft. Perfekter Start.

Die Suppe wurde umgehend serviert. In einer klassischen Suppenschüssel. Sehr heiß und reichlich. Die Suppe eine gute aber nicht allzu kräftige Rindsuppe. Aber den Begriff Rindsuppe hatte sie verdient. Salz und Pfeffer wurden nicht benötigt. Die Frittaten welche in der Suppe reichlich vorhanden waren, wurden eindeutig hausgemacht. Etwas dicker, und mit perfekten Biss. Verfeinert war die Suppe mit reichlich Schnittlauch.

Die Wartezeit auf die Hauptspeise überbrückte ich mit einem Besuch der Toiletten. An der Schank vorbei in den alten Innenhof des Hauses. Hier befinden sich die kleinen aber sauberen Toiletten. Nicht modern aber zum Lokalambiente passend und gepflegt und in Ordnung.

Am Tisch zurück hatte mittlerweile ein junges asiatisches Touristenpärchen am Nachbartisch Platz genommen. Sie studierten die Speisekarte und gaben immer wieder die Speisen am Handy ein um die dazu passenden Bilder zu finden. Bestellt wurde nur etwas zu Essen. Was ich aber damit erzählen will, ist die Umsicht des Kellners der zwei Gläser Wasser brachte, und ihnen erklärte das diese aufs Haus gehen und es etwas ungewohnt aussieht, wenn man in einen Lokal isst ohne Getränke am Tisch. Zu meiner Überraschung wurde das Wasser auch getrunken. Das hatte sich scheinbar schon herumgesprochen das man in Wien Leitungswasser trinken kann.

Meine gebackene Fledermaus wurde auch kurz darauf serviert. Drei Stück Fleisch mit einem Stück Zitrone. In einer Schüssel eine große Portion Paradeissalat mit reichlich roten Zwiebel. Dieser wurde aus Ochsenherzparadeiser gemacht. Die ist eine Paradeisart die eine beachtliche Größe von bis zu einem halben Kilogramm erreichen. Ein Wort noch zur Zitrone. Eines der wenigen Lokale die ich besuchte und die eine Zitrone zum panierten Fleisch geben welche ohne Probleme für alle Fleischstücke reicht. Ein sehr gutes Service, dass man fast immer vermisst, wenn man gebackenes Fleisch isst. Geschmacklich das Fleisch sehr gut. Es hatte einen leichten Geschmack als ob es gesurt wurde. Dies kam daher, wie mir später der Kellner erklärte, dass der Koch das Fleisch in einer Salz-Knoblauch Mischung längere Zeit einlegt. Auf jeden Fall ein sehr guter Geschmack. Auch die Panier war tadellos. Keine Ölspuren mehr vorhanden. Perfekte Verbindung mit dem Fleisch, sodass ich das Fleisch und die Panier gemeinsam essen konnte. Der Salat hielt das hohe Niveau. Die sehr fleischigen Paradeiser mit den reichlichen roten Zwiebeln und der sehr guten nicht zu süßen Marinade waren das I-Tüpfelchen. Zufrieden und satt war eine Nachspeise nicht mehr möglich. Die wird aber bei einem Besuch mit meiner Frau nachgeholt.

Das Service war bis auf die nicht korrekte Mehrwertsteuerrechnung tadellos. Vom Kellner habe ich perfekt das Essen erklärt bekommen und auch die asiatischen Gäste wurden sehr gut betreut. Das Leergeschirr wurde umgehend weggetragen. Auch mein Lob wurde dankend entgegengenommen.

Mein Fazit – Ein Lokal wie man es hier nicht erwartet, mit einem Preisniveau was man hier nicht erwartet. Sehr gute Küchenleistung und auch Serviceleistung. Für Liebhaber der Wiener Küche ideal. Man merkt das die Gastwirtschaft die zweite große Leidenschaft neben der Schauspielerei von Hanno Pöschls ist.

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am 2. Februar 2015
geneu
53
1
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4Speisen
3Ambiente
5Service

Sonntag abend sind die Plätze beim Pöschl noch begehrter, als sonst, also reservieren. Die 2er Tische stehen sehr eng beinand, aber mit netten Nachbarn kein Problem, scheinbar legt man Wert auf angenehme Gäste. Unaufdringlich flink mit Charme wird man betreut, genug Auswahl zu gemäßigten Innenstadtpreisen. Genug auf dem teller dann bei der Mangalizaleberwurst mit herrlichen Gerösteten und pikanten Karotten. Das Starobrno malzig dazu. Das Backhenderl samt wunderbarem Gurken/Dill/Erdäpfelsalat auch ganz hervorragend, der Nachtisch in Form von ApfelBiskottenschnitte auch sehr nett (wenn auch einen Tick zu süß). Also gar keine Minuspunkte? Nun, grad heiß wars nicht im Lokal-um 18 Uhr 30, die in der Nähe der beiden Ausgänge sitzen, könnten da leicht frösteln. Und a Sitzdackerl wär auch nicht schlecht...Im Sommer wird man den Innenhof mal testen, das könnte an heißen Tagen ein Gehimtipp sein. Man sieht es dem aufmerksamen Chef, Herrn Pöschl an, dass seine Küche gut kocht. Bitte so weitermachen!

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am 5. Jänner 2015
donau
19
8
3
1Speisen
3Ambiente
5Service

Na das ist was Besonderes, ein Schauspieler als Wirt. Der Hanno Pöschl als Wirt. Der Filmbösewicht von früheren Filmen als Darsteller im Wirtshaus mit einer Kleinheit, dass man den Bauch einziehn mächert. Doch das Reservieren hat so seine Dücken, im Pöschl. Hat man, so muss man hoffen, dass der Tisch auch wirklich unbesetzt is. Frei ist nicht immer frei. Doch hat man einen, so freit man sich eben und lästert die Karten. Dann bstellt man sich eine Bochane Leber mit Erdäpfelsalat und ein Bier, wobei natürlich das Starobrno besser ist als das Ottakringer, dann muss man warten. Wird die Bochane und der Erdäpfelsalat serviert, na dann erlebt man eine Gaudi. Man setzt die Brille auf und mit 6 Diop schaut man mal und sucht die Bochane. Wo ist die Speise geblieben? Ich frage die Kellnerin: Habns die Speise am langen Weg zum Tischl verlorn? Sie weiss nix vom Wiener Galgenhumor. Nein. Die Bochane is seit kurzem sehr klein und so und so halt. Ja die Miete wird halt immer heher in der Weihburggasse seit die Opernstars da wohnen und ein und ausgehen, im Haus oben. So muss man halt zusammenruckn und beim Essen halt kleinere Portionen behandeln, ohne Alufolie halt, denk ich mir halt. Doch warum der Preis nicht halbert ist weiss ich nicht. Ich such den Wirten, find ihn nicht und find ihn nicht und geh. Ohne vorher das Zahln nattürlich nicht zu vergessen. Es ist zu vergessen, die Zeit von früher; als das Pöschl noch das Gasthaus Immervoll war.

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Letzter Kommentar von am 7. Jän 2015 um 20:06

Bei allem "sich freien", "Karten lästern" und den "Dücken" des Lebens: eine der entrischeren Bewertungen dieses Forums.

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am 19. November 2014
laurel
10
2
2
4Speisen
4Ambiente
4Service

Bürgerliche Hausmannskost und angenehme Preise trotz exquisiter Lage. Das Service überzeugt durch freundliche Professionalität. Der Gastgarten ist wunderschön, doch ohne rechtzeitige Reservierung hat man keine Chance einen Platz zu bekommen. Aber an der Bar wird immer wieder ein Platz frei. Und auch dort kann man gut seine Mahlzeit einnehmen. Kleines Gasthaus mit Wohlfühlfaktor.

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am 19. September 2014
alatarte
10
1
2
4Speisen
5Ambiente
4Service

Sehr gutes Gasthaus, das trotz seiner elitären Lage nichts an Gemütlichkeit eingebüßt hat. Karte überzeugt mit gutbürgerlicher Hausmannskost und vegetarischen Gerichten. Das Service ist stets sehr freundlich und aufmerksam. Man fühlt sich immer sehr wohl. Wunderschöner Gastgarten, leider ohne Reservierung unmöglich einen Platz zu ergattern. Top!

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am 9. Juni 2014
fh70
9
1
1
4Speisen
4Ambiente
5Service

Wer am Sonntag gut essen gehen will hat in der Wiener Innenstadt wenig Chancen. Das Pöschl ist eine der raren Ausnahmen. Die Karte enthält viele österreichische Klassiker - vom Schnitzel über geröstete Leber bis zum Reisfleisch. Bei meinen Besuchen wurde ich noch nie enttäuscht. Die Weinkarte ist klein aber gut und fair kalkuliert. Im Sommer ist der Gastgarten am wohl schönsten Platz des 1. Bezirks eine willkommene Oase.

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am 5. März 2014
Steppenwolf
5
1
2
3Speisen
4Ambiente
4Service

Zu zweit sind wir ohne Reservierung im Gasthaus pöschl eingefallen und bekamen von dem freundlichen Herrn einen Platz an der Bar,da ja sonst alles reserviert sei!!
Nicht ganz abwegig in einem lokal das bis vor kurzer zeit noch immervoll hieß!!
Wir bestellten uns als Vorspeise rucola Salat mit rohschinken und eine rindsuppe mit griessnockerl!!beides gut,nicht mehr und nicht weniger!!
Die rindsuppe hätte etwas weniger Pulver vertragen können,aber sonst war es ok!!
Als Hauptspeise hatte ich ein Steak mit Bratkartoffel und Gemüse... Sehr fein,Medium rare,gebraten... Die Kartoffel schön in Butter gebräunt,und das Gemüse knackig und gut abgeschmeckt!)so soll es sein!!.. Mein Begleiter hatte ein naturschnitzel vom kalb,welcher durchaus erster Güte war!!
Das Dessert mussten wir uns aufgrund der Üppigkeit der Speisen stornieren,aber ich bin mir sicher das auch diese dem restlichen Niveau der Speisen gerecht geworden wären!!
Alles in allem ein wirklich tolles Innenstadt Beisl mit gutem soliden essen.Man sollte evtl die Mühe auf sich nehmen einen Platz zu reservieren wenn man nicht gerade an der Bar sitzen möchte!

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Letzter Kommentar von am 20. Nov 2014 um 09:33

cmling: vielleicht musste Hanno Pöschl mit Ohrstöpsel die Bestellung aufnehmen? ;-)

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am 11. Juli 2013
Hajo
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Das Pöschl war ein Highlight unseres Wien Urlaubs!
Auch wir "stolperten" rein zufällig in das von außen unscheinbare Restaurant. Ein Wiener Schnitzel musste her und begeisterte: ja das ist es!
Das Küchenteam wirbelte konzentriert und professionell, das Serviceteam aufmerksam und sympathisch. Ganz großen Dank für das tolle Erlebnis!

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am 19. Februar 2013
Steffi04
12
1
3
5Speisen
3Ambiente
4Service
1 Check-In

Sonntag Nachmittag besuchten wir nach einem Spaziergang dieses Restaurant. Es war leicht versteckt und wir wurden nur zafällig darauf aufmerksam.
Wir wurden sehr freundlich begrüßt und bekamen die Karte. Eine dauerhafte Karte gab es nicht, nur eine Tageskarte. Aus Erfahrung war das kein schlechtes Zeichen. Wir bestellten einmal einen Braten mit Sauerkraut und Semmelknödel + ein Putenfilet Salat mit Kernöl.
Da die Küche offen ist, konnte man bei der Zubereitung zuschauen. Alle Speisen wurden frisch gemacht und man sah, dass der Koch sein Handwerk verstand. Nach ca. 15 Minuten bekamen wir unsere Bestellung. Das Fleisch war wirklich SEHR gut und alles andere gefiel sehr.
Man wurde darauf hingewiesen, dass das zubereitete Fleisch immer beim Biobauern gekauft wird.
Auch der Salat mit Putenfilet war sehr gut. Die Panade schmeckte überhaupt nicht fettig und alles wurde perfekt gewürzt und abgeschmeckt.
Wir bezahlten pro Gericht 12,90€ und man muss wirklich sagen, dass dort das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.
Wir können das Restaurant nur weiter empfehlen.
So wir wir aus einem Gespräch rausgehört haben soll das Restaurant sehr oft ausgebucht sein.
Fazit: Ein Geheimtip mit guter Öster. Küche und sehr nettem Personal. Portionen sind nicht die Grössten aber die Qualität ist hervorragend.

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am 13. September 2012
stlaurent
8
1
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

Dass man hier an einem der allerschönsten Plätze Wiens sitzt, ist schon was Feines. Die Lage am Franziskanerplatz, vor dem Moses-Brunnen, gleich neben dem denkmalgeschützten Eckhaus, das 2010 ein paar Monate lang so einsturzgefährdet war, daß es sogar für all seine Bewohner gesperrt blieb, auch für Frau Netrebko, die ganz oben residiert, also die Lage hat schon was!
Früher hieß es ja "Immervoll", nun einfach "Pöschl". Hr.Immervoll kocht jetzt an seinem eigenen Herd, seit kurzem im 18. Hier kocht Pöschl, nicht immer, aber immer wieder und Frau Andrea tut mit, wenn sie nicht gerade Kochbücher schreibt. Nebenan Pöschl's Nr.1, das "Kleine", manche fügen eifrig noch: "Café" hinzu - vielleicht um es intern nicht mit dem "Grossen" zu verwechseln ? - weiter drüber beim "Artner" eilen Servierkörper vom und zum Lokal.
Hier im "Pöschl" ist alles ein wenig gelassener. Das Lokal selbst findet sich ein paar Schritte weiter oben in der Weihburggasse und wurde, wie die gesamte Pöschl'sche Gastrowelt, von Hermann Czech unverkennbar stilsicher gestaltet. Dieser Wille zur Gestaltung fehlt im gegenständlichen Garten allerdings komplett. Billigsdorfer Stühle mit Metallhax'n sorgen für unbequemen Wackelkontakt mit dem alten Kopfsteinpflaster. Die Lichtsituation am Franziskanerplatz wirkt abends an sich nicht übel, zum Essen im "Pöschl" ist sie nicht wirklich geeignet. Ebenso der Typus "offene Gestaltung des Schanigartens", der in seiner Unabgegrenztheit knapp an der Grenze zur lieblosen Beliebigkeit schrammt. Mit anderen Worten: da ist ja gar nichts rundherum, oder sonst wo.
Nun aber zum Erfreulichen: zum Essen! Die erstklassig zusammengestellte Wirthauskarte lässt erkennen, was der Hausherr, der eigentlich gelernter Konditor ist, unter Wiener Küche versteht und, was er auch gerne selbst isst. Ganz hervorragend das Wiener Schnitzel, erstklassiges Reisfleisch, feines Naturschnitzel mit Saftl, stilsicherer Seefisch mit Wurzelsud, wunderbares Beuschel und andere Innereien, manches Mal auch mit internationalem Anstrich, jedenfalls so, dass es wirklich gut schmeckt.
Die Nachspeisen nehmen keinerlei Rücksicht auf Kalorienabwägungen, der Mohr im Hemd sei als Paradestück erwähnt. Wien und Wein, dass unteilbare Wesen, hier in seiner sympathischen Form, autochthone Rebsorten, gekonnt zusammengestellt und ausgewogen gepreist. Dem Service bleibt, unaufdringlich und doch freundlich zu agieren, manch ein Ober gibt sich auf Anfrage sogar als Marillenmarmeladinger zu erkennen. Erfreulich!

P.S. und dass hier niemand das Unwort "lecker" in den Mund nimmt. Der Pöschl mag das auch gar nicht.

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Pöschl - Karte
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Bewertet am 13.09.2012

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