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Donnerstag, 14. Dezember 2017
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Speisen
Ambiente
Service
40
38
44
Gesamtrating
41
12 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
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Pöschl Info
Hot List - Top 10
RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 6
|
126
Wien
Rang: 5
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Urig
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine
Öffnungszeiten
Mo
12:00-23:30
Di
12:00-23:30
Mi
12:00-23:30
Do
12:00-23:30
Fr
12:00-23:30
Sa
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So
12:00-23:30
Letztes Update von
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Pöschl

Weihburggasse 17
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Beisl, Restaurant
Tel: 01 5135288
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12 Bewertungen für: Pöschl

Rating Verteilung
Speisen
5
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7
3
1
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Ambiente
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Service
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4
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Dezember 2017
Experte
adn1966
89 Bewertungen
49 Kontakte
Tester-Level 23
4Speisen
4Ambiente
4Service
5 Fotos1 Check-In

Nun habe ich es endlich doch ins Pöschl geschafft. Schon lange war es auf meiner Wunschliste, aus dreierlei Gründen:

- Oft vorbeigegangen, hat einen sympathischen Eindruck gemacht.
- Gute Berichte bei ReTe
- Ich mag den Pöschl, vor vielen Jahren war das Kleine Café eine Art Stammlokal von mir.

Die Liebste und ich beschlossen heute, auf einen Abstecher in die Stadt zu fahren, eine Kleinigkeit zu essen, etwas durch die Stadt zu flanieren, vielleicht einen Glühwein trinken, ... .

Der Zufall wollte es, dass wir einen Parkplatz genau gegenüber vom Pöschl gefunden haben, und wir beschlossen, unser Glück ohne Reservierung zu versuchen.

Das Lokal war wie immer, als ich früher vorbeigegangen bin, ziemlich voll. Wir ergatterten zwei Plätze an der Bar, das passt, wir beide mögen es, an einer Bar zu sitzen. Die Bar ist auch breit genug, um bequem essen zu können.

Das Pöschl ist mittlerweile ja nicht mehr unter der Ägide des Hanno Pöschl, er hat es im Sommer an einen langgedienten Mitarbeiter verkauft. Offenbar wird es aber im gleichen Stil und der gleichen Küchenausrichtung weitergeführt. Und die ist wirklich gut. Mir fehlt natürlich der Vergleich zur Zeit, als es unter Hanno Pöschl geführt war, aber sowohl Karte, als auch Ambiente, Service und Qualität der Speisen waren nach unserem ersten Besuch sehr zufriedenstellend.

Es ist viel los, die Tische sind relativ eng platziert und auch zwischen Bar und Tischen ist wenig Platz. Trotzdem ist es gemütlich, angenehm, nicht kitschig, nicht zu sehr Gasthaus aber auch nicht zu sehr Restaurant. Einfach gemütlich, mit einem gewissen Charme. Die Liebste meinte, es wirkte „französisch – in a good way“ und ich kann ihr hier nur zustimmen.

Unser Kellner an der Bar war freundlich und auch immer da, um z.B. zu fragen, ob wir noch etwas zu trinken möchten, er beriet unaufdringlich und kompetent. Einzig bei der Frage, ob das Beef Tatar gehackt sei, war die Antwort falsch. Er meinte, es sei gehackt, es war definitiv faschiert. Sei’s drum.

Die Auswahl ist schwierig. Die Karte ist gerade richtig groß, nicht zu überladen, es gibt 4 kalte Vorspeisen, 4 warme Vorspeisen, 3 Suppen, eine gute Auswahl an Hauptspeisens, zwei davon vegetarisch, und einige Nachspeisen. Und doch, viel interessantes lacht mich an. Klassiker wie Reisfleisch, geröstete Leber, aber auch gebackene Käseblunznradln auf Rote-Rüben Salat wäre eine Überlegung Wert, darüber hinaus Backhendl, Kalbswiener und natürlich das Gulasch (klein und groß), das ich sicher einmal probieren möchte, gilt es doch als DIE Messlatte für ein Wiener Gasthaus.

Der vegetarischen Fraktion bietet man ein vegetarisches Linsengericht mit Semmelknödeln, sowie Kräuterravioli. Gebratener Zander mit Steinpilzrisotto erhascht kurz der Liebsten Aufmerksamkeit, wird aber kurz danach wieder verworfen. Ich schwanke zwischen Rehragout und Leber, entscheide mich dann aber doch anders. Man sieht schon, es wird noch ein paar Besuche geben, zu viel ist auf der Karte, das unbedingt probiert werden will.

Wir eröffnen: Die Liebste nimmt eine ungarische Fischsuppe (Halaszle), gefolgt von einem Salat (junger Blattspinat mit Weintrauben und gebratenem Ziegenkäse), ich entscheide mich für das Tatar, gefolgt von einem gefüllten halben Freilandbrathuhn.

Weinmäßig fällt die Wahl auf einen Cabernet/Zweigelt vom Aumann (glasweise), den kannte ich noch nicht, war aber ein tadelloses Tröpfchen.

Als Gedeck wurde ein Körbchen mit Schwarzbrot und Baguette gereicht, ohne Butter oder Aufstrich. Beide Brotsorten hervorragend, das Baguette, wie man es auch in Frankreich bekommt, das Schwarzbrot von einer Qualität, die ich schon aus dem Kleinen Café kannte, offenbar der selbe Lieferant (Mühlenbrot, wenn ich mich nicht irre).

Auftritt der Speisen:

Die Suppe der Liebsten war gut, würzig, cremiger, als ich eine Halaszle aus dem Burgenland kannte, mit ein paar Stückchen Fisch. Mein Tatar war eine, für eine Vorspeise ausreichend große Portion, mit ein paar Oliven, etwas Rucola/Vinaigrette, einer Kapernbeere und ein paar hauchdünn geschnittenen Zwiebelringen. Dazu ein Körbchen mit frischem Toast.

Das Beef von tadelloser Qualität, nur leider faschiert, nicht gehackt. Die Zwiebelringe sind nett anzuschauen, zum Essen in der Form halt etwas unpraktisch. Ich finde es besser, Zwiebel fein gehackt neben dem Tatar zu platzieren, dann kann man es besser abmischen. Ist aber eine Kleinigkeit und rein persönliche Präferenz. Ich mag es auch, wenn etwas scharfes dabei ist, fein gehackte Peperoncini, mit denen man sich das Tatar ganz nach persönlichem Geschmack schärfen kann, die fehlten leider. Wurden auf Nachfrage in einem kleinen Schüsserl aber prompt nachgeliefert. Passt.

Der Salat der Liebsten war optisch nett angerichtet, zwei Stück gebratener Ziegenkäse auf einem Bett von wirklich frischem, jungen Blattspinat, mit Weintrauben und Granatapfelkernen. Der Ziegenkäse war gut, wenngleich hier das Beaulieu im Palais Ferstel mit dem nahezu gleichen Salat der Matchwinner ist. Besserer Ziegenkäse. Französisch. Das können die wirklich gut.

Mein halbes gefülltes Brathendl war eine interessante Sache. In zwei Hälften geschnitten, auf einer genau richtigen Menge eines sehr g’schmackigen Saftls platziert, ohne Extrabeilage, ohne Deko, sehr schön. Interessant war, dass die Fülle, wie man es kennt, nicht im Hendl war, sondern nur zwischen Hendl und Haut. Hat offenbar den Vorteil, das Fleisch saftiger zu halten, aber auch den Nachteil, dass die Haut nicht die übliche Konsistenz einer Brathendlhaut hat, sondern sich mit der Fülle zu einer Art Kruste verbindet.

Hat mich ehrlich gesagt etwas gespalten zurückgelassen, das Fleisch, der Saft waren ausgezeichnet, die Fülle auch gut, die Gesamtkomposition war nicht der Burner, ich bevorzuge die klassische Variante. Haut-Hendl-Füllung.

Für ein Dessert war kein Platz mehr, ein kurzer Espresso (Hausbrandt) musste natürlich sein, sehr gut.

Es war ein sehr schöner Nachmittag, der Preis von € 90,- inkl. Trinkgeld waren absolut angemessen.

Service, Ambiente, Speisen und Getränke haben uns gefallen, wir werden noch des Öfteren wiederkommen, es gibt noch viel auf der Karte, das mich reizt und es ist fein, ein Lokal in unmittelbarer Nähe zur Kärntner zu kennen, das nicht Touristenlokal ist.

Auch wenn Herr Pöschl hier nicht mehr die Feder führt, die Qualität, Preis-Leistung und das Gesamtkonzept sind absolut überzeugend.

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Kommentar von am 11. Dez 2017 um 16:44

Huuuuuunger..

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am 19. September 2017
Experte
kuechenmeister
195 Bewertungen
27 Kontakte
Tester-Level 25
4Speisen
4Ambiente
4Service

Wienerisch sollte es sein, im ersten Bezirk und natürlich gut. Das war die Anforderung an das Lokal und herausgekommen ist bei der Suche nach diesen Kriterien das Gasthaus Pöschl in der Weihburggasse, Ecke Franziskanerplatz.

Bis vor einigen Jahren hieß das Lokal „Immervoll“ und der Name würde auch heute noch gut passen. Voll wie die U-Bahn in der Stoßzeit ist das Gasthaus bei unserem Besuch an einem Montagabend um 19 Uhr. Es ist allerdings auch nicht gerade groß, nur ein einziges Gastzimmer mit einer fast schon raumfüllenden Theke in der Mitte und vielleicht 15, 20 kleinen Tischchen, an denen man sich mehr oder weniger gemütlich zum Essen niederlassen kann. In meinem Fall eher weniger gemütlich, dem Missverhältnis zwischen meiner Körpergröße (193 cm) und den Kaffeehaustischchen (geschätzt 40 x 60 cm) geschuldet, die dicht an dicht stehen und an einem von denen wir zu dritt essen wollen. Da muss man schon sehr sorgfältig mit dem Ellbogen sein, wenn die Gläser am Tisch und die Gäste an den Nachbartischen ungerempelt bleiben sollen.

Rund um uns sitzen ausschließlich Touristen, die sich mehrheitlich das Wiener Schnitzel schmecken lassen. Der Pöschl muss wohl den Weg in einen ganze Menge Reiseführer und internationale Restaurantportale gefunden haben.

Die Speisekarte bietet klassisch-wienerisches wie Schnitzel, Tafelspitz, Backhendl und Vanillerostbraten, einfach-bodenständiges wie gefüllte Paprika, Reisfleisch, Gulasch und Linsengemüse und hier schon fast deplatziert wirkende internationale Schmankerln wie Beef Tartar, Matjesfilet und Rucola-Avocadosalat. Der Mohr im Hemd wird vordergründig politisch korrekt in „Othello im Hemd“ umgetauft, hintergründig wird Schauspieler und Wirt Hanno Pöschl bei dieser Namensgebung nach Shakespeares heißblütigem Mohren, der in wahnhafter Eifersucht erst seine Frau und dann sich selber umbringt, wohl der eine oder andere Lacher ausgekommen sein.

Aber nun zum Wichtigsten – dem Essen und Trinken. An Bieren gibt es Ottakringer und Starobrno, die Weinauswahl ist österreichisch, umfangreich und qualitativ hochwertig. Ein Gelber Muskateller und eine Zweigelt-Cabernet-Cuvee, die wir glasweise bestellen, finden unsere ungeteilte Zustimmung.

Die Rindsuppe ist kräftig, das Griesnockerl flaumig, die Frittaten selbstgemacht, aber schon ein wenig zu lang getrocknet, um sich eine Haube zu verdienen. Das Carpaccio schneidet man hier vom Tafelspitz, es mundet mindestens so gut wie anderswo das Filet, was für eine exzellente Rindfleischquelle spricht.

Anschließend gebackene Hühnerleber: tadellos, sehr fein der dazu gereichte Erdäpfel-Vogerlsalat. Außerdem geröstete Kalbsleber mit Erdäpfelpüree: butterweich, saftig, eine echte Köstlichkeit.

Zum Abschluss ein Othello – schmeckt wie sein unkorrekter Namensvetter.

Die Preise sind der Qualität und der Lage angepasst, € 98,- für das Abendessen zu dritt stehen auf unserer Rechnung, das ist völlig in Ordnung. Ein wenig seltsam mutet an, dass man keine Kreditkarten akzeptiert.

Fazit: Sympathisches, wenn auch ein wenig enges Gasthaus in der Innenstadt mit sehr guter Wiener Küche.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. August 2016|Update 2. Sep 2017
Experte
hbg338
442 Bewertungen
65 Kontakte
Tester-Level 29
5Speisen
4Ambiente
5Service
20 Fotos2 Check-Ins

Update 02.09.2017

Da wir um 12:00 in das Lokal kamen hatten wir Glück und bekamen einen netten Tisch, allerdings nur bis 13:15, denn dann war dieser reserviert. So wie alle anderen im Lokal. Also wer am Wochenende hier Mittagessen will sollte reservieren. Sonst wird es eng. Da das Service und auch die Küche ihren Job tadellos erledigten ging sich Hauptspeise und Nachspeise in der vorgegebenen Zeit ohne Stress aus. Die Speisen waren von der Suppe bis zu den Desserts perfekt. Die Leber weich mit einem sehr gut abgeschmeckten Erdäpfelsalat. Meine Grießnockerlsuppe tadellos, so wie auch der Tafelspitz mit seinen ganzen Beilagen. Die Rösti waren ein Traum. Auch bei den Desserts gab es nichts zu meckern. Der Othello (Mohr im Hemd) hausgemacht mit einer Schokosauce wie für mich, den Schokofreak, gemacht. Ebenso das Tiramisu Parfait. Ausgezeichnet.
Also gibt es für das Essen und das Service ein Upgrade auf 5.

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Das Gasthaus Pöschl ist das was man im ersten Wiener Bezirk nicht allzu oft findet. Ein klassisches Wiener Gasthaus. Nicht sehr weit vom Stephansplatz entfernt und daher perfekt zu erreichen mit der U1 und U3. Tiefgarage gibt es auch in der Nähe. Nicht billig und nicht unbedingt zu empfehlen mit dem Auto freiwillig in den ersten Bezirk zu fahren. Gastgarten gibt es nicht vor dem Lokal, sondern einige Meter weiter am Franziskanerplatz wo der Besitzer auch noch ein Kaffeehaus betreibt. Die Gastgärten sind allerdings getrennt.

Über eine kleine Stufe betritt man das Nichtraucherlokal welches eigentlich nur aus einen Raum besteht. Schankraum und Speisesaal ist in einem Raum und nicht getrennt. Mehrere kleine Tische für vier oder zwei Personen befinden sich hier. Die Tischplatten und auch der Schankbereich aus schwarzen Marmor das sehr gut mit dem hellen Holz harmoniert. Dazu gibt es einige Sitzplätze rund um die Schank und auch einige Plätze auf einer längeren Bank an der Lokalwand mit kleinen Hochtische, die aber eher zum Verweilen bei einem Glas Wein oder Kaffee geeignet sind. Sehr schön macht sich der alte Kachelofen auch wenn er bei 28 Grad Außentemperatur nur optische Aufgaben hatte. Zwei männliche Kellner und der Chef persönlich kümmern sich um die Gäste. Nach Rücksprache mit dem Kellner der für den Innenbereich zuständig war nahm ich an einen kleinen Tisch für zwei Gäste Platz.

Die Speisekarte wurde mit dem Hinweis das das Cordon Bleu, welches als Mittagsmenü angeboten wurde, bereits aus ist, am Tisch abgelegt. Keine Getränkefrage. Der Kellner war mir auf Anhieb sympathisch da er mich nicht gleich nach meinem Getränkewunsch fragte. Die Karte umfasst durchwegs Speisen die man in einem klassischen alten Wiener Gasthaus erwartet. Verfeinert mit einigen saisonalen Gerichten, wie derzeit diverse Schwammerlgerichte. Mein Getränkewunsch fiel auf einen naturtrüben Apfelsaft vom Bauern, gespritzt mit Sodawasser. Mit € 3,80 für diese Qualität und die Adresse des Lokals mehr als ein fairer Preis. Es gäbe auch noch den normalen Apfelsaft und einen naturtrüben industriellen Apfelsaft. Als Suppe wählte ich die Frittatensuppe (€ 3,90) und als Hauptspeise die gebackene Fledermaus mit Paradeissalat (€ 15,90).

Der Apfelsaft wurde seinen Namen naturtrüb mehr als gerecht. Ein sehr süffiger nicht zu süßer und sehr geschmacksintensiver Saft. Perfekter Start.

Die Suppe wurde umgehend serviert. In einer klassischen Suppenschüssel. Sehr heiß und reichlich. Die Suppe eine gute aber nicht allzu kräftige Rindsuppe. Aber den Begriff Rindsuppe hatte sie verdient. Salz und Pfeffer wurden nicht benötigt. Die Frittaten welche in der Suppe reichlich vorhanden waren, wurden eindeutig hausgemacht. Etwas dicker, und mit perfekten Biss. Verfeinert war die Suppe mit reichlich Schnittlauch.

Die Wartezeit auf die Hauptspeise überbrückte ich mit einem Besuch der Toiletten. An der Schank vorbei in den alten Innenhof des Hauses. Hier befinden sich die kleinen aber sauberen Toiletten. Nicht modern aber zum Lokalambiente passend und gepflegt und in Ordnung.

Am Tisch zurück hatte mittlerweile ein junges asiatisches Touristenpärchen am Nachbartisch Platz genommen. Sie studierten die Speisekarte und gaben immer wieder die Speisen am Handy ein um die dazu passenden Bilder zu finden. Bestellt wurde nur etwas zu Essen. Was ich aber damit erzählen will, ist die Umsicht des Kellners der zwei Gläser Wasser brachte, und ihnen erklärte das diese aufs Haus gehen und es etwas ungewohnt aussieht, wenn man in einen Lokal isst ohne Getränke am Tisch. Zu meiner Überraschung wurde das Wasser auch getrunken. Das hatte sich scheinbar schon herumgesprochen das man in Wien Leitungswasser trinken kann.

Meine gebackene Fledermaus wurde auch kurz darauf serviert. Drei Stück Fleisch mit einem Stück Zitrone. In einer Schüssel eine große Portion Paradeissalat mit reichlich roten Zwiebel. Dieser wurde aus Ochsenherzparadeiser gemacht. Die ist eine Paradeisart die eine beachtliche Größe von bis zu einem halben Kilogramm erreichen. Ein Wort noch zur Zitrone. Eines der wenigen Lokale die ich besuchte und die eine Zitrone zum panierten Fleisch geben welche ohne Probleme für alle Fleischstücke reicht. Ein sehr gutes Service, dass man fast immer vermisst, wenn man gebackenes Fleisch isst. Geschmacklich das Fleisch sehr gut. Es hatte einen leichten Geschmack als ob es gesurt wurde. Dies kam daher, wie mir später der Kellner erklärte, dass der Koch das Fleisch in einer Salz-Knoblauch Mischung längere Zeit einlegt. Auf jeden Fall ein sehr guter Geschmack. Auch die Panier war tadellos. Keine Ölspuren mehr vorhanden. Perfekte Verbindung mit dem Fleisch, sodass ich das Fleisch und die Panier gemeinsam essen konnte. Der Salat hielt das hohe Niveau. Die sehr fleischigen Paradeiser mit den reichlichen roten Zwiebeln und der sehr guten nicht zu süßen Marinade waren das I-Tüpfelchen. Zufrieden und satt war eine Nachspeise nicht mehr möglich. Die wird aber bei einem Besuch mit meiner Frau nachgeholt.

Das Service war bis auf die nicht korrekte Mehrwertsteuerrechnung tadellos. Vom Kellner habe ich perfekt das Essen erklärt bekommen und auch die asiatischen Gäste wurden sehr gut betreut. Das Leergeschirr wurde umgehend weggetragen. Auch mein Lob wurde dankend entgegengenommen.

Mein Fazit – Ein Lokal wie man es hier nicht erwartet, mit einem Preisniveau was man hier nicht erwartet. Sehr gute Küchenleistung und auch Serviceleistung. Für Liebhaber der Wiener Küche ideal. Man merkt das die Gastwirtschaft die zweite große Leidenschaft neben der Schauspielerei von Hanno Pöschls ist.

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Kommentar von am 3. Sep 2017 um 12:31

Ich bewundere euch, dass ihr das Essen so schön fotografieren könnt! Wenn mein Teller vor mir steht, ist fotografieren das Letzte, woran ich denke.......... :)

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am 2. Februar 2015
geneu
60 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 6
4Speisen
3Ambiente
5Service

Sonntag abend sind die Plätze beim Pöschl noch begehrter, als sonst, also reservieren. Die 2er Tische stehen sehr eng beinand, aber mit netten Nachbarn kein Problem, scheinbar legt man Wert auf angenehme Gäste. Unaufdringlich flink mit Charme wird man betreut, genug Auswahl zu gemäßigten Innenstadtpreisen. Genug auf dem teller dann bei der Mangalizaleberwurst mit herrlichen Gerösteten und pikanten Karotten. Das Starobrno malzig dazu. Das Backhenderl samt wunderbarem Gurken/Dill/Erdäpfelsalat auch ganz hervorragend, der Nachtisch in Form von ApfelBiskottenschnitte auch sehr nett (wenn auch einen Tick zu süß). Also gar keine Minuspunkte? Nun, grad heiß wars nicht im Lokal-um 18 Uhr 30, die in der Nähe der beiden Ausgänge sitzen, könnten da leicht frösteln. Und a Sitzdackerl wär auch nicht schlecht...Im Sommer wird man den Innenhof mal testen, das könnte an heißen Tagen ein Gehimtipp sein. Man sieht es dem aufmerksamen Chef, Herrn Pöschl an, dass seine Küche gut kocht. Bitte so weitermachen!

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am 5. Jänner 2015
donau
20 Bewertungen
8 Kontakte
Tester-Level 4
1Speisen
3Ambiente
5Service

Na das ist was Besonderes, ein Schauspieler als Wirt. Der Hanno Pöschl als Wirt. Der Filmbösewicht von früheren Filmen als Darsteller im Wirtshaus mit einer Kleinheit, dass man den Bauch einziehn mächert. Doch das Reservieren hat so seine Dücken, im Pöschl. Hat man, so muss man hoffen, dass der Tisch auch wirklich unbesetzt is. Frei ist nicht immer frei. Doch hat man einen, so freit man sich eben und lästert die Karten. Dann bstellt man sich eine Bochane Leber mit Erdäpfelsalat und ein Bier, wobei natürlich das Starobrno besser ist als das Ottakringer, dann muss man warten. Wird die Bochane und der Erdäpfelsalat serviert, na dann erlebt man eine Gaudi. Man setzt die Brille auf und mit 6 Diop schaut man mal und sucht die Bochane. Wo ist die Speise geblieben? Ich frage die Kellnerin: Habns die Speise am langen Weg zum Tischl verlorn? Sie weiss nix vom Wiener Galgenhumor. Nein. Die Bochane is seit kurzem sehr klein und so und so halt. Ja die Miete wird halt immer heher in der Weihburggasse seit die Opernstars da wohnen und ein und ausgehen, im Haus oben. So muss man halt zusammenruckn und beim Essen halt kleinere Portionen behandeln, ohne Alufolie halt, denk ich mir halt. Doch warum der Preis nicht halbert ist weiss ich nicht. Ich such den Wirten, find ihn nicht und find ihn nicht und geh. Ohne vorher das Zahln nattürlich nicht zu vergessen. Es ist zu vergessen, die Zeit von früher; als das Pöschl noch das Gasthaus Immervoll war.

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Letzter Kommentar von am 7. Jän 2015 um 20:06

Bei allem "sich freien", "Karten lästern" und den "Dücken" des Lebens: eine der entrischeren Bewertungen dieses Forums.

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am 19. November 2014
laurel
10 Bewertungen
2 Kontakte
Tester-Level 2
4Speisen
4Ambiente
4Service

Bürgerliche Hausmannskost und angenehme Preise trotz exquisiter Lage. Das Service überzeugt durch freundliche Professionalität. Der Gastgarten ist wunderschön, doch ohne rechtzeitige Reservierung hat man keine Chance einen Platz zu bekommen. Aber an der Bar wird immer wieder ein Platz frei. Und auch dort kann man gut seine Mahlzeit einnehmen. Kleines Gasthaus mit Wohlfühlfaktor.

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am 19. September 2014
alatarte
10 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 2
4Speisen
5Ambiente
4Service

Sehr gutes Gasthaus, das trotz seiner elitären Lage nichts an Gemütlichkeit eingebüßt hat. Karte überzeugt mit gutbürgerlicher Hausmannskost und vegetarischen Gerichten. Das Service ist stets sehr freundlich und aufmerksam. Man fühlt sich immer sehr wohl. Wunderschöner Gastgarten, leider ohne Reservierung unmöglich einen Platz zu ergattern. Top!

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am 9. Juni 2014
fh70
9 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 1
4Speisen
4Ambiente
5Service

Wer am Sonntag gut essen gehen will hat in der Wiener Innenstadt wenig Chancen. Das Pöschl ist eine der raren Ausnahmen. Die Karte enthält viele österreichische Klassiker - vom Schnitzel über geröstete Leber bis zum Reisfleisch. Bei meinen Besuchen wurde ich noch nie enttäuscht. Die Weinkarte ist klein aber gut und fair kalkuliert. Im Sommer ist der Gastgarten am wohl schönsten Platz des 1. Bezirks eine willkommene Oase.

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am 5. März 2014
Steppenwolf
5 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 2
3Speisen
4Ambiente
4Service

Zu zweit sind wir ohne Reservierung im Gasthaus pöschl eingefallen und bekamen von dem freundlichen Herrn einen Platz an der Bar,da ja sonst alles reserviert sei!!
Nicht ganz abwegig in einem lokal das bis vor kurzer zeit noch immervoll hieß!!
Wir bestellten uns als Vorspeise rucola Salat mit rohschinken und eine rindsuppe mit griessnockerl!!beides gut,nicht mehr und nicht weniger!!
Die rindsuppe hätte etwas weniger Pulver vertragen können,aber sonst war es ok!!
Als Hauptspeise hatte ich ein Steak mit Bratkartoffel und Gemüse... Sehr fein,Medium rare,gebraten... Die Kartoffel schön in Butter gebräunt,und das Gemüse knackig und gut abgeschmeckt!)so soll es sein!!.. Mein Begleiter hatte ein naturschnitzel vom kalb,welcher durchaus erster Güte war!!
Das Dessert mussten wir uns aufgrund der Üppigkeit der Speisen stornieren,aber ich bin mir sicher das auch diese dem restlichen Niveau der Speisen gerecht geworden wären!!
Alles in allem ein wirklich tolles Innenstadt Beisl mit gutem soliden essen.Man sollte evtl die Mühe auf sich nehmen einen Platz zu reservieren wenn man nicht gerade an der Bar sitzen möchte!

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Letzter Kommentar von am 20. Nov 2014 um 09:33

cmling: vielleicht musste Hanno Pöschl mit Ohrstöpsel die Bestellung aufnehmen? ;-)

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am 11. Juli 2013
Hajo
1 Bewertung
1 Kontakt
5Speisen
4Ambiente
5Service

Das Pöschl war ein Highlight unseres Wien Urlaubs!
Auch wir "stolperten" rein zufällig in das von außen unscheinbare Restaurant. Ein Wiener Schnitzel musste her und begeisterte: ja das ist es!
Das Küchenteam wirbelte konzentriert und professionell, das Serviceteam aufmerksam und sympathisch. Ganz großen Dank für das tolle Erlebnis!

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am 19. Februar 2013
Steffi04
12 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 3
5Speisen
3Ambiente
4Service
1 Check-In

Sonntag Nachmittag besuchten wir nach einem Spaziergang dieses Restaurant. Es war leicht versteckt und wir wurden nur zafällig darauf aufmerksam.
Wir wurden sehr freundlich begrüßt und bekamen die Karte. Eine dauerhafte Karte gab es nicht, nur eine Tageskarte. Aus Erfahrung war das kein schlechtes Zeichen. Wir bestellten einmal einen Braten mit Sauerkraut und Semmelknödel + ein Putenfilet Salat mit Kernöl.
Da die Küche offen ist, konnte man bei der Zubereitung zuschauen. Alle Speisen wurden frisch gemacht und man sah, dass der Koch sein Handwerk verstand. Nach ca. 15 Minuten bekamen wir unsere Bestellung. Das Fleisch war wirklich SEHR gut und alles andere gefiel sehr.
Man wurde darauf hingewiesen, dass das zubereitete Fleisch immer beim Biobauern gekauft wird.
Auch der Salat mit Putenfilet war sehr gut. Die Panade schmeckte überhaupt nicht fettig und alles wurde perfekt gewürzt und abgeschmeckt.
Wir bezahlten pro Gericht 12,90€ und man muss wirklich sagen, dass dort das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.
Wir können das Restaurant nur weiter empfehlen.
So wir wir aus einem Gespräch rausgehört haben soll das Restaurant sehr oft ausgebucht sein.
Fazit: Ein Geheimtip mit guter Öster. Küche und sehr nettem Personal. Portionen sind nicht die Grössten aber die Qualität ist hervorragend.

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am 13. September 2012
stlaurent
8 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 1
4Speisen
3Ambiente
4Service

Dass man hier an einem der allerschönsten Plätze Wiens sitzt, ist schon was Feines. Die Lage am Franziskanerplatz, vor dem Moses-Brunnen, gleich neben dem denkmalgeschützten Eckhaus, das 2010 ein paar Monate lang so einsturzgefährdet war, daß es sogar für all seine Bewohner gesperrt blieb, auch für Frau Netrebko, die ganz oben residiert, also die Lage hat schon was!
Früher hieß es ja "Immervoll", nun einfach "Pöschl". Hr.Immervoll kocht jetzt an seinem eigenen Herd, seit kurzem im 18. Hier kocht Pöschl, nicht immer, aber immer wieder und Frau Andrea tut mit, wenn sie nicht gerade Kochbücher schreibt. Nebenan Pöschl's Nr.1, das "Kleine", manche fügen eifrig noch: "Café" hinzu - vielleicht um es intern nicht mit dem "Grossen" zu verwechseln ? - weiter drüber beim "Artner" eilen Servierkörper vom und zum Lokal.
Hier im "Pöschl" ist alles ein wenig gelassener. Das Lokal selbst findet sich ein paar Schritte weiter oben in der Weihburggasse und wurde, wie die gesamte Pöschl'sche Gastrowelt, von Hermann Czech unverkennbar stilsicher gestaltet. Dieser Wille zur Gestaltung fehlt im gegenständlichen Garten allerdings komplett. Billigsdorfer Stühle mit Metallhax'n sorgen für unbequemen Wackelkontakt mit dem alten Kopfsteinpflaster. Die Lichtsituation am Franziskanerplatz wirkt abends an sich nicht übel, zum Essen im "Pöschl" ist sie nicht wirklich geeignet. Ebenso der Typus "offene Gestaltung des Schanigartens", der in seiner Unabgegrenztheit knapp an der Grenze zur lieblosen Beliebigkeit schrammt. Mit anderen Worten: da ist ja gar nichts rundherum, oder sonst wo.
Nun aber zum Erfreulichen: zum Essen! Die erstklassig zusammengestellte Wirthauskarte lässt erkennen, was der Hausherr, der eigentlich gelernter Konditor ist, unter Wiener Küche versteht und, was er auch gerne selbst isst. Ganz hervorragend das Wiener Schnitzel, erstklassiges Reisfleisch, feines Naturschnitzel mit Saftl, stilsicherer Seefisch mit Wurzelsud, wunderbares Beuschel und andere Innereien, manches Mal auch mit internationalem Anstrich, jedenfalls so, dass es wirklich gut schmeckt.
Die Nachspeisen nehmen keinerlei Rücksicht auf Kalorienabwägungen, der Mohr im Hemd sei als Paradestück erwähnt. Wien und Wein, dass unteilbare Wesen, hier in seiner sympathischen Form, autochthone Rebsorten, gekonnt zusammengestellt und ausgewogen gepreist. Dem Service bleibt, unaufdringlich und doch freundlich zu agieren, manch ein Ober gibt sich auf Anfrage sogar als Marillenmarmeladinger zu erkennen. Erfreulich!

P.S. und dass hier niemand das Unwort "lecker" in den Mund nimmt. Der Pöschl mag das auch gar nicht.

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