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Speisen
Ambiente
Service
40
28
38
Gesamtrating
35
16 Bewertungen
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Chinarestaurant No. 27Chinarestaurant No. 27Chinarestaurant No. 27
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Chinarestaurant No. 27 Info
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RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 372
|
356
Wien
Rang: 239
Features
Catering, Partyservice
WLAN, WiFi
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
11:30-15:00
17:30-23:00
Mi
11:30-15:00
17:30-23:00
Do
11:30-15:00
17:30-23:00
Fr
11:30-15:00
17:30-23:00
Sa
11:30-15:00
17:30-23:00
So
12:00-22:00
13:30-22:00
Letztes Update von:
Yinmin
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Chinarestaurant No. 27

Ungargasse 27
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: Chinesisch, Asiatisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 7143124
News10. Jul 2016 von
anita47

Es ist wieder geöffnet!!!

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News23. Jun 2016 von
anita47

Laut telefonischer Auskunft noch ca 10 Tage gesperrt!

Gefällt mir
News23. Jun 2016 von
Bertl2

Am 22. 06. immer noch geschlossen. :-(

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Lokal teilen:

16 Bewertungen für: Chinarestaurant No. 27

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. November 2016
Experte
anita47
67
22
19
5Speisen
3Ambiente
5Service

Nach der grossen Konfusion ob das Lokal umgezogen ist oder nicht kann ich bestätigen es ist noch immer an der alten Addresse!

Es wurde etwas renoviert, die Tische sowie die Bar erstrahlen jetzt in einem hübschen Rot und es sieht einfach aufgeräumter und viel freundlicher aus!

Die Reservierung klappte wie immer tadellos.
Mit grosser Erwartung betraten wir das Lokal und wurden freudigst begrüsst, wir sind ja schon fast alte Bekannte.

Wir bestellten, Dan Dan Mien Nudeln, das im Wok trocken gebratene Kaninchen (Hase lt. Speisekarte) mit frischem Gemüse, Kutteln in Chiliöl, Rindfleisch in Chiliöl (we like it hot), zweimal gebratenes Bauchfleisch und Wasserspinat mit Knoblauch (und noch einiges) dazu gab es eine Flasche Muskateller und Wasser (das wird auch ungefragt nachgereicht, super).

Die Dan dan Nudeln sind ein Kracher, derzeit die Besten die ich bei meinen Reisen durch die Chinalokale Wiens gegessen habe. Auch der "trockene Wok" war grossartig, das Fleisch zart und hervorragend gewürzt und das Gemüse knackig und frisch, die Würzung einfach herrlich.

Jedes Gericht das wir gegessen haben schmeckte genauso wie vor dem Abgang des früheren Kochs, einige sogar besser. zum Abschluss gab es den schon berühmt berüchtigten Bambusschnaps, leider war nur mehr je ein winzig kleines Gläschen vorrätig, beim nächsten Mal wieder!

Das Service war wie gehabt freundlich und zuvorkommend, wir fühlen uns immersehr wohl.

Für mich nicht ganz nachvollziehbar sind die "allerwelts" Gerichte die auch auf der Karte aufscheinen aber vielleicht ist die Klientel in der Umgebung noch nicht bereit sich der höllisch scharfen Szechuan Küche hinzugeben.

Kommen wir wieder, selbstverständlich!!

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Letzter Kommentar von am 25. Nov 2016 um 06:22

@BB: Wenn Asiatinnen wie 38 aussehen sind sie mindestens 48! Haha :D

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am 23. Februar 2016
schilchers
24
1
4
3Speisen
1Ambiente
2Service

Am Samstag Mittag besuchte ich das Lokal auf Empfehlung eines Freundes.
Das Ambiente hat mich in Relation zum Preis echt geschockt. Sehr stark abgenutzte Kunstleder-Billigsessel, alles nicht wirklich sauber, optisch typisch auf Billigasiate und sehr laute Kinder im Hauptraum dämpften die Lust auf ein angenehmes Mittagessen.
Ich starte mit einem Paulaner, da 0,3l und 0,3l Gösser vom Fass hoptional 2,9 oder 3,8€ kosten. ; )
Tom Kai Gai fand ich ausgewogen leicht scharf gewürzt, allerdings wurde es sehr unterschiedlich gefüllt serviert.
Gebratene Schweinestreifen mit frisch geschnittenem Bambus, Bärlauch und schwarzen Morcheln als von mir wenig experimentierfreudige Hauptspeise konnte nicht überzeugen. Sehr fad abgeschmeckt, zum Nachschärfen nur salzig rotes Etwas im Tigerl mit wenig Schärfe hat mein Mittagessen dann endgültig in den Bereich eines Fertiggerichts befördert.
Sorry, hoffte aufgrund der Berichte auf etwas fein zubereitetes. Leider hat das schmuddelige Drumherum in einem von der wunderbaren Mittagssonne vollkommen abgeschotteten Restaurant keine Freude aufkommen lassen. Das mittelmäßige Essen um über 20€ hat nicht mal gesättigt. Schade, da gibt's weitaus empfehlenswertere Asiaten wenn man nicht gerade auf der Suche nach den Spezialitäten auf der Karte ist. Unter diesem Aspekt bitte die Subjektivität meiner Erwartungen auf ein geschmacklich feines Mittagessen beachten.

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Letzter Kommentar von am 13. Mai 2016 um 15:58

Aber ein Pluspunkt für das Servieren von Gewürzen in kleinen Raubkatzen!

Gefällt mir3
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. Juli 2015
SPU
3
2
2
4Speisen
1Ambiente
2Service

Auf Empfehlung von adn1966 besuchte ich zu dritt, mit Freunden, das sehr unscheinbar, schmuddelig wirkende kantonesische Lokal.
Die innen kahl und unbestimmt wirkende Ausstattung, könnte auch auf alles andere hindeuten als ein asiatisches Restaurant. Wenn nun die Kellnerin sich mit ,,Tina 27" vorgestellt hätte, wäre es doch nur ein kurze Besuch gewesen. Aber alles in Ordnung!
Die Kellnerin, an diesem Tag zumindest, war Wortkarg und bestimmt. Sie erfüllte aber die Bestellungen sehr schnell.

Nach dem mentalen, ok wir sind hier in einem Asialokal, nahm ich die Speisekarte zu Hand und bekam mal so richtig große AUGEN.
Nicht falsch verstehen, diese Speisekarte ist ein Flugticket in die kulinarisch tiefste kantonäsische Küche. Man findet außer Katzen und Hunden, so ziehmlich alle, wahrscheinlich, essbaren Tier-Körperteile die es gibt. Von Blutkuchen über Schweinedarm, Nieren, Milz, Magen in verschiedenen Varianten, stehen sehr viele für UNS exotische Speisen zur Auswahl. Aber keine Panik, es gibt auch, das von uns so viel gegessene Chop Suey und die klassischen China Speisen.
Ich habe Hühnerfleisch mit Reis und Gemüse gegessen (für die jenigen die meinen anderen Asialokal Bericht gelesen haben, ja wieder das gleiche, aber so kann ich besser vergleichen und ich mag diese Kombi sehr gerne. :-P also nicht meckern!)
Das Essen hat uns allen sehr gut geschmeckt und die Speisen waren ganz frisch und optisch schön zubereitet!!
Der Preis ist im oberen Mittelfeld einzuordnen, wobei ich mir dafür mehr Ambiente erwarten würde.
Fazit: Ja unbedingt ausprobieren und die Karte degustieren, vielleicht lässt man sich auf das eine oder andere Experiment ein. Oder man möchte einen "guten" Freund/in (bitte selbst ,, weitergendern") auf ein Überraschungsmenü einladen und sagt ihm erst im Nachhinein was drinnen war - dann gibt es bestimmt kein weiteres lässtiges Treffen mehr!

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Letzter Kommentar von am 23. Jul 2015 um 21:00

Dieses für mich denkwürdige Treffen (erstes Mal Mitglieder des Forums persönlich getroffen) wurde von adn1966 in seiner Bewertung des Lokals beschrieben.

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Februar 2015
Update am 14. Februar 2015
Experte
BruderBernhard
38
8
19
5Speisen
3Ambiente
5Service
5 Fotos1 Check-In

Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das Chinarestaurant No. 27 ist mir schon bei meinem ersten Wien-Besuch vor drei Jahren ins Auge gestochen, aber ich hatte irgendwie nie den Mut, reinzugehen. Die Gründe sind interessant, und sie sind hier auf ReTe auch schon mehrfach genannt worden. Da ist zum einen sicher mal die Gegend, eher düster und nicht wahnsinnig belebt, in der Umgebung Sushi und Indisch - letzteres deutet auf eine eher stromlinienförmige Küche hin, mehr Style als Genuss. Dann die zurückhaltende Reklame, ein vergilbter Zeitungsausschnitt, ein Auszug aus der Speisekarte, man muss eine Treppe hoch und weiss eigentlich nicht, was einen erwartet. Solche Situationen meide ich, denn ich bin irgendwie nicht Manns genug, bei Nichtgefallen auf dem Absatz kehrt zu machen, oder ich will mich einfach nicht mit einem schlechten Gefühl belasten, wenn ich doch des Vergnügens wegen unterwegs bin.

Nun habe ich aber mehrere ganz konkrete Ratschläge erhalten, doch wirklich mal in der No. 27 zu essen, da ich ja dermassen auf die regionale Chinaküche abfahre.

Da ich heute abend, nach einem mittäglichen Besuch bei einem meiner Favoriten, nicht mehr genug Hunger für ein richtiges Essen verspürte, nahm ich die Gelegenheit wahr, dieses mysteriöse Lokal zu besuchen, meine Neugier zu befriedigen.

Es mag an meiner enthusiastischen Natur liegen, auf jeden Fall war die Begrüssung schon mal viel versprechend. Nett und sprachgewandt. Und als ich dann die Karte sah, fühlte ich mich schon wie zu Hause. Einerseits, weil sie mir aus mehreren Beschreibungen schon vertraut war, abgegriffen, von Hand gar korrigiert, diese Leute haben wirklich ein beneidenswertes Selbstvertrauen. Andrerseits, weil ich einige meiner Lieblingsgerichte wie etwa die Hühnerfüsse antraf, aber vor allem, weil sie wirkliche Überraschungen bot, die ich mir aber nicht alle gemerkt habe. Bei den Schweinsnieren stoppte mein Erinnerungsvermögen.

Ein Weizen, ein aromatischer Algensalat, das war das Entrée. Da kann man nicht viel falsch machen. Aber dann die Schweinsnieren, da muss ich jetzt ein wenig ausholen.

Die Portion war wirklich gross, das ist schon mal angenehm. Die Nieren waren wahrscheinlich längs in Scheiben geschnitten, in handliche Stücke zerlegt, diese dann kreuzweise mehrfach eingeschnitten, wie man es auch bei den Calamar sieht. Was noch alles sonst drin war, ich bringe es im Einzelnen nicht mehr zusammen, und zum Fotografieren kam ich einfach nicht, das Essen nahm mich komplett in Anspruch. Auf jeden Fall war ein 'Bergpfeffer' ein wichtiger Bestandteil, eine Art salzig eingelegte Chili, in kleine Stücke geschnitten, sehr intensiv, plötzlich einen salzigen Spritzer im Mund zu verspüren. Dann grosse schwarze Pilze, nicht zerschnitten, die in sich wieder einen klar separaten Geschmack bargen, man hätte denken können, die seien in einer eigenen Sauce mariniert und dann dem Gericht beigegeben worden, glaube es aber eher nicht. Es muss einfach an der Dynamik dieser Mischung liegen, dass dieser Eindruck entstand. Bewundernswert.

Die Schärfe war perfekt. In letzter Zeit habe ich gemerkt, Schärfe ist nicht einfach scharf. Grad die Sechuan-Küche hat offenbar Techniken entwickelt, Schärfe durch Salziges so auszubalancieren, dass der Schweiss zwar rinnt, es aber nicht brennt. Die schlecht gemachte Schärfe hingegen, die hatte ich gestern, anderswo, die spürt man beim Essen komischerweise nicht. Dafür dann am andern Tag umso mehr.

Das Essen war also ein voller Erfolg. Ich werde auf jeden Fall diese Woche nochmals hingehen. Die Bedienung (Chef?) ist zudem nett und zugänglich. Das Ambiente hat mir behagt, halt relativ viel Weiss, schwarze Tische, kein unnötiges Chichi, die Abstände zwischen den Tischen sind recht gross, ein paar Stammgäste, die die Athmosphäre auflockern durch ihr ungeniertes lautes Gehabe, ein paar Laufkunden, die Projekte besprechen, was genau den Grad an Anonymität erzeugt, der angenehm ist und einem auch das Gefühl gibt, jederzeit selber auch laut werden zu dürfen. Ein gutes Lokal für ein gutes Essen im Kreis von Kollegen oder Freunden. Unbedingt empfohlen. Preislich übrigens ausgesprochen günstig für die Leistung, mit Reis, Bier und Vorspeise 19€.

-------

Nachtrag, geschrieben im Hauptbahnhof, ein Fuss schon im Zug nach Hause: unbedingt das "Poschierte Rindfliesch in Chil" (Text auf Rechnung, war es 'Chiliöl'? fragen) probieren, ein Riesentopf voll scharfes Öl, eine ganze Handvoll Sechuanpfeffer muss da drin sein - einmal gegessen, unvergessen. Schärfegrad: eine Serviette, d.h. mehrmaliges Stirneputzen, aber nicht unerträglich. Gibts auch mit Fisch.

Call me 'Fanboy'.

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Hilfreich?Ja19Gefällt mir18Lesenswert16
Letzter Kommentar von am 12. Feb 2015 um 22:07

Heute zum dritten Mal in Folge dort diniert. Ein Tempel für Aficionados, ohne jeden Zweifel. Aber eben: Man sollte nicht heikel sein, Haut und Knorpel mehr lieben als irgendwelche Filetstücke. Heute Donnerstag war übrigens fast voll, wir müssen uns also keine Sorgen machen von wegen suboptimaler Präsentation des Lokals. Zur Frage, wer ist besser: bisher hatte noch jedes der von mir belagerten Chinarestaurants seine Stärken und auch seine Schwächen. Das Sichuan ist mehr dem Mainstream verpflichtet, macht aber seine Pasten, Saucen, Teigwaren und Öle genau so selbst. Eindeutig Geschmackssache. Aber vielleicht ergibt es sich ja mal im 27, ich würde mich sehr freuen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. Dezember 2014
Experte
adn1966
80
48
22
3Speisen
2Ambiente
3Service
6 Fotos1 Check-In

Es gibt Restaurants, die lassen mich ein wenig ratlos zurück, zuletzt war’s das indische „Sreeja“ auf der Landstraßer Haupt. Heute, wieder im Dritten, diesmal in der Ungargasse Nr. 27, hatte ich das gleiche Gefühl am Weg nach Hause.

Einer privaten Einladung einiger ReTe Mittester folgend, trafen wir uns im Chinarestaurant Nr. 27, das Motto war, authentische Szechuan Küche zu genießen. Der Abend versprach eine angenehme Runde und kulinarisches Neuland für mich, ich gestehe, noch nie in China gewesen zu sein und meine Erfahrungen mit der chinesischen Küche beschränken sich auf die jeweils landesangepasste Variante in Österreich, einigen anderen, europäischen Ländern und den USA. Meine Erfahrung mit China-Restaurants in Wien reicht von „sehr gut“ (Sternzeichen, auch Landstraßer Haupt) bis zu „mon dieu“ (nun ja, manche andere halt), dazwischen viele mediokre Erfahrungen.

Umso mehr war ich gespannt auf das Nr. 27, zumal die Bewertungen auf ReTe durchwegs durchwachsen sind. Bei dieser Bewertung bitte ich folgendes zu berücksichtigen:

Ich habe keine Ahnung, wie Szechuan Küche schmecken soll, ich kann lediglich die Unterschiede zu den Austro-Chinesen und Pan-Asiaten beschreiben.

Als China-Virgin habe ich keine Ahnung, wie ein gemütliches Lokal dort aussieht, mein Urteil ist auch in punkto Ambiente natürlich sehr subjektiv.

À propos Ambiente: Von außen betrachtet würde ich an diesem Lokal schlicht und ergreifend vorbeigehen. Es ist nicht nur recht unscheinbar (eine große Tafel mit 27 und einigen chinesischen Schriftzeichen sind alles, was auf das Restaurant hinweist), sondern in manchen Facetten geradezu grindig im äußeren Erscheinungsbild. Es gibt zwei Schaukästen, der eine ist leer, der andere zeigt zwei etwas ältere Zeitungsausschnitte von Berichten über das Restaurant. Lesbar, wenn man durch die Staubschicht auf den Schaukästen fokussiert. In einem Fenster ist lieblos eine Speisekarte aufgestellt, das war’s dann auch schon.

Again, selbst nach Lektüre der Bewertungen hätte ich spätestens am Eingang am Absatz kehrt gemacht und wäre weitergezogen. Auf die Kompetenz des einladenden Testers vertrauend nahm ich mir aber ein Herz und betrat das Lokal.

Drinnen sieht’s schon weit besser aus, zumindest ist es in punkto Sauberkeit ein großer Kontrast. Schlicht, sehr, sehr schlicht, um nicht zu sagen kahl und steril, präsentiert sich das Restaurant, aber doch sehr gepflegt. Die Wände sind, mit Ausnahme einiger Lampen, ausnahmslos kahl, der Boden ist ein eigenartiges, folienähnliches, bambusfarbenes – äh, Laminat?, die Tische sind schlicht, ebenso die Stühle. Unser Tisch hatte eine drehbare Plattform, das war’s aber auch schon mit extravagant und so.

Mein Vortester auf ReTe hat die Speisekarten als „... so etwas von abgegriffen, dreckig, mit Flecken übersät ...“ bezeichnet, nun, ganz so schlimm hab ich es heute Abend nicht empfunden. Keine Eleganz, keine Haptik, etwas abgegriffen, aber nicht schmutzig oder unappetitlich. Zweckmäßig halt.

Ein sehr freundlicher Herr, der mich beim Eintreten begrüßt hat (ich nehme an, der Chef des Hauses), nahm meine Bestellung auf. Ein Vierterl Gelber Muskateller zu € 3,40/Achterl vom Fels/Wagram und ein Soda. Authentisch Szechuan hin oder her, ich bemängelte immer wieder, dass es in den meisten Wiener China-Restaurants erstaunlicherweise keinen g’scheiten Wein gibt (eine Ausnahme: Sternzeichen). Der Muskateller war hingegen recht gut, wenn auch nicht wirklich großartig. Aber immerhin.

Ein Wort zur Bestellung der Speisen: ich mag es gar nicht, wenn Speisen nur mit den in der Speisekarte angegebenen Kürzeln bestellt, bestätigt und serviert werden. Bei aller Freundlichkeit des Services, - ein „hier einmal das D3, da das W4, ...“ nimmt schon viel vom Genuss.

Zu den Speisen:

Als Vorspeise wählte ich Fleischtaschen in Chili-Öl, als Hauptspeise Schweinestreifen mit Bambus, Bärlauch und schwarzen Morcheln. Am Tisch wurde auch Tofu, Lamm, Reis-Crêpes mit Garnelen, 18 Schätze (irgendwo dürften beim Austro-Chinesen 10 davon verloren gegangen sein, bis dato kannte ich nur Acht Schätze), ein Melanzani-Gericht, gebratenes Lamm auf Rucola und den „signature dish“, den doppelt gebratenen Schweinebauch bestellt. Dazu natürlich Reis, und alle Gerichte wurden auf der Drehplatte platziert, jeder konnte also von allem probieren.

Meine Teigtaschen waren vorzüglich. Zarte Teigtaschen in einer Sauce aus Chiliöl und schwarzem Sesam, ein wenig Szechuanpfeffer, wirklich gut, scharf, aber (für mich) just right.

Meine Schweinefleischstreifen ebenfalls sehr zart, dünn geschnitten, mit dezenter Schärfe.

Natürlich probierte ich auch von den anderen Gerichten, das Lamm sehr zart und gut im Geschmack, für mich ein bisschen zu trocken gebraten. Puristisch, nur auf Rucola gebettet, kein Schnick-Schnack und keine Sauce.

Es gab auch kalte Rindfleischscheiben mit Kutteln als Vorspeise am Tisch, sehr gutes Rindfleisch, interessant mariniert, - zu den Kutteln kann ich nichts sagen, die verweigere ich wie rohe Tomaten.

Nudeln mit schwarzer Bohnenpaste: interessant, ebenfalls puristisch im Geschmack, die Schärfe gut balanciert.

Der doppelt gebratene Schweinebauch: man stelle sich ca. 3 mm dick geschnittene, gebratene Speckscheiben in einer recht intensiven Sauce vor. Eine ziemlich fette Geschichte, nicht knusprig, und auch geschmacklich für mich nicht der Hammer. Ich hatte mir ein knuspriges Stück Schweinebauch vorgestellt, wie man’s halt vom Grill kennt, vielleicht in Begleitung von etwas Gemüse. Gut, isst man so in Szechuan offenbar nicht.

Zum Abschluss gab’s ein Dessert, das für mich auch eine Premiere war: mit schwarzem Sesam gefüllte Teigtaschen in einer Reisschnaps (oder –wein) Sauce mit einigen, für mich unbekannten Beeren. Die Teigtaschen: deliziös, die Sauce: gewöhnungsbedürftig, ebenso die Beeren. Immerhin, nicht aufdringlich süß und nicht die gebackenen Bananen, auf die man in österreichischen Chinarestaurants nachgerade konditioniert ist.

Mein Fazit: Ratlosigkeit.

Die Küchen- und Servicecrew weiß offenbar, was sie tut. Die Gerichte kommen frisch und schnell auf den Tisch, die Produkte sind offenbar gut, die Küche ist, wurde mir bestätigt, tatsächlich authentisch.

Das Ambiente lädt nicht wirklich zum gemütlichen Sitzenbleiben ein, die Fassade/Außengestaltung eher zum Weglaufen. Das Lokal war beinahe voll, Mundpropaganda und das Wissen einiger Eingeweihter, dass man hier gut und authentisch essen kann, scheinen auch an einem Mittwoch Abend zu reichen.

Will der Wirt hier nicht mehr Gäste? Wenn ihm die Insider-Szechuan-Clientèle reicht, warum verbreitert er sich dann in der Speisekarte auch auf Südasien? Warum, wenn’s wirklich authentisch sein soll, und der Koch auch offenbar gut mit den Produkten umzugehen weiß, verwendet er TK/Industrie Dim Sums? Warum, wenn er (zu Recht) auf seine Küche stolz ist, verschreckt der Wirt Gäste mit einem dem Gesamterlebnis und der Küche nicht gerecht werdenden, grindigen Außenbereich?

Fragen über Fragen. Preislich bewegt sich das 27 im unteren Bereich, die Speisen variieren zwischen 5 und 15 €. Ich würde den Innenraum etwas ansprechender und eleganter gestalten (kein Kitsch, don’t get me wrong), den Eingangsbereich außen etwas überarbeiten und die Karte ein wenig verkleinern. Ich glaube durchaus, dass so mancher Wiener und Nicht-Kenner der authentischen Szechuan Küche hier seine Freude haben könnte, genau diese Nicht-Kenner lässt der Wirt hier zur Zeit außen vor, denn, allein durch das grindige Außenbild und die mangelnde Gemütlichkeit und/oder Eleganz kommt wohl kaum jemand ohne Empfehlung auf die Idee, das 27 zu besuchen.

Werde ich wiederkommen? Ich denke, schon. Aber nur wegen der interessanten Küche, dem Geschmack, der doch so anders ist als in den vielen Chinarestaurants. Vielleicht noch wegen des freundlichen Chefs, sicher aber nicht wegen des Ambientes.

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Letzter Kommentar von am 30. Dez 2014 um 22:41

und Rindfleisch mit Kutteln in Chiliölsosse

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am 4. Dezember 2014
ohjah
9
5
3
2Speisen
1Ambiente
2Service

Hallo erstmals!

Nach all Euren wunderbaren Bewertungen war ich mit 3 Personen letzten Sonntag im No. 27; wie Ihr schon vorher beschrieben habt: Eingang unscheinbar, Lokal ohne Deko.

Raucherraum gibt es - keine extra Ablüftung - keine extra Auszeichnung!

Das Lokal wirkt als ganzer etwas vernachlässigt, Tische nicht wirklich sauber, auf die Reservierung wurde vergessen!

Die Speisekarten - sind so etwas von abgegriffen, dreckig, mit Flecken übersäht - normalerweise verlässt man so ein Lokal sofort - ABER, ich wollte die Qualität der dort versprochen asiatischen Küche probieren!

Als wir das Lokal betraten waren nur asitische Gäste dort - soll heissen "Gute Küche" - ... aber leider auch nichts anderes!

DimSum (kleine Speisen?) hatten wir insgesamt 6, als da wären:

D1, gedämpfte Teigtaschen mit Garnelen, Schweinefleisch und Wasserkastanien - sind sicherlich nicht hausgemacht - OK.

D3, gedäpfte Garneleknödlen mit Bärlauch - auch hier wieder - Industrieware.

D4, gedünstete Reispalatschinken mit Garnele und Erbsen (hatte wir noch nie - waren wirklich gut!),

WD3, Fleischtäschchen in pikanter Chili-Sauce: von scharf weit entfernt (ist aber Geschmackssache) Hühnerfleisch??? in Bandnudeln eingewickelt - das beste war die Suppe/Sauce dazu - leider nicht wirklich SCHARF!

KV3, Rindfleisch in Scheiben und Kutteln in scharfer Sauce: Rindfleisch OK, Kuttel gibst bei jedem anderem Asiaten um Welten besser, die scharfe Sauce - haha - sogar meine Katzen schlecken am Pfefferstreuer!!!

V4, Gyosa, asiatische Teigtaschen mit Teriyaki Chili Sauce, die Teigtaschen OK - aber sicherlich nicht selbst gemacht, die Teriyaki Sauce neben der Chili Sauce in einem kleinem Schüsselchen, beide kalt und beide aus der Drücktubenflasche - nein danke!

Die Bedienung kam nicht sehr oft ins nicht ausgeschilderte Raucherkammerl, man musste sich selbst bemerkbar machen!

Irgenwer am Tisch hat sich dann noch die knusprige Ente bestellt - war OK, aber die typische scharfe Chilisauce die es beim Schineser um die Ecke gibt, war so etwas von salzig, mild und ölig, dass es uns in dieses Lokal leider nicht mehr verschlägt.

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Letzter Kommentar von am 10. Dez 2014 um 16:56

Die Speisekarte eines Lokals ist für mich die aussagekräftigste Visitenkarte, sowohl den Inhalt, den (leider oft zu großen) Umfang, das Design und vor allem die Sauberkeit betreffend. Bezüglich WCs stimme ich HelmuthS zu, - versaute Toiletten lassen Rückschlüsse auf die Reinlichkeit insgesamt zu. @SSW: die unmenschlichen Bedingungen machen schlechten Service vielleicht erklärbar, aber nicht akzeptabel. Bad service is bad service.

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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 7. Jänner 2014
Experte
anita47
67
22
19
4Speisen
2Ambiente
4Service

Das Interieur ist sehr einfach, beige Ledersessel und schlichte Tische, helle Wände und so gut wie keine Dekoration, es ist ok aber fast an der Grenze zu lieblos.
Wir waren jetzt schon des Öfteren im Lokal haben aber die Verteilung von Nichtrauchern und Rauchern nicht durchschaut, weil bei unseren Besuchen im ersten, dem Schankraum, nicht geraucht werden durfte. Es gibt drei Gasträumen hintereinander, der letzte (kleine) ist oft Gruppen vorbehalten.

Die Speisekarte ist zweigeteilt, ostasiatische Spezialitäten mit Speisen die man aus auch Thailokalen und anderen asiatischen Restaurants kennt und einer original chinesischen Karte.

Ich bestelle gerne die knusprigen Wan Tan aus der einen und die anderen Vorspeisen aus der chinesischen. Die Wan Tan sind immer frisch, heiß und knusprig. Dann den kalten Kuttelsalat in Chiliöl, ich liebe das Gericht, ist sicher nicht jedermanns Sache, meine schon! Das Hühnerfleisch in Sauce der 1000 Geschmacksrichtungen ist wunderbar, schwer zu beschreiben weil es ein interessantes Zusammenspiel der Gewürze ist.
Die Dim Sum sind gut aber nicht die Spezialität dieses Restaurants.

Als Hauptspeise schmeckt mir am besten der doppelt gebratene Schweinebauch nach Szechuan Art dabei ist fast das ganze Fett herausgebraten, die Würzung eine Gedicht.

Rindfleisch in Chiliöl mit ordentlicher Schärfe ist fast ein wenig zu ölig, tut aber dem guten Geschmack keinen Abbruch.

Pak Choi mit Knoblauch als Gemüse Beilage gehört bei uns zu einem guten Essen beim Chinesen immer dazu. Reis wird dazu gereicht und auch nachgebracht wenn man mehr möchte ohne Aufzahlung.

An den Schweine Blutkuchen habe ich mich noch nicht ran getraut, ich arbeite daran.

Es gibt Gösser von Fass, eine kleine Weinauswahl aber nicht schlecht, wir trinken gerne von den Flaschenweinen den Merlot aus dem Burgenland, allerdings kann ich mich an den Namen der Winzerin erinnern, hole ich aber gerne nach.

Das Service ist immer sehr nett und sehr freundlich, ich komme gerne immer wieder. Das nächste mal mit einer größeren Gruppe da ich sehr gerne den chinesischen Hotpot versuchen möchte, den bekommt man auf Vorbestellung. Wir haben die frischen Zutaten, appetitlich vorbereitet, vorbeiziehen sehen!

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Hilfreich?Ja11Gefällt mir11Lesenswert4
Letzter Kommentar von am 9. Jän 2014 um 11:42

Liebe Experten, vielen Dank für eure Stimmen!

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am 29. Dezember 2013
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
3Ambiente
3Service
15 Fotos2 Check-Ins

Die Ungargasse ist speziell im Bereich des Chinarestaurants No.27 wirklich keine Augenweide. Eine mittlere Verkehrshölle, direkt vor dem Eingang eine Haltestelle der Straßenbahn, wenig Parkplätze und kaum (ungefährliche) Möglichkeiten zur Querung der Straße. An der Front hängt ein großes Schild mit dem Namen samt a la carte-Auszeichnungen 2013 und 2014 (…), sowie in einem Aushangfenster ein schon sehr mitgenommener Ausschnitt aus einem Standard-Artikel ("Nichts für Anfänger!"). Die Fenster sind mit etwas Dekoration bestückt, der erste Einblick von außen bestätigt das nüchterne Ambiente, wie von Vortestern schon beschrieben.

Ein paar Stufen führen zur Eingangstür, gleich dahinter befindet sich der erste Gastraum samt kleiner Theke. Hier essen schon einige Asiaten (mutmaßlich das Team das Lokals) aus unzähligen Tellern und Schüsseln, optisch für mich nicht zuordenbare Speisen.
Wir haben nicht reserviert, es sind aber kurz nach Öffnung des Lokals um 18:00 Uhr noch keine Gäste anwesend und wir werden von der Kellnerin in den nächsten Gastraum gebracht und können uns im NR-Raum einen Tisch aussuchen. Wir entscheiden uns für die Fensterfront, schlichte dunkelbraune Tische mit Freischwingern mit beiger Lederauflage. Ein einziger Tisch an der Wandfront ist rund mit Drehteil in der Mitte. Ein paar indirekte Deckenfluter an den Wänden, sowie ein paar Kugelleuchten in der Deckenmitte. Das war's. Für mich wirkt es, wie ein neu eingerichteter Raum, in dem nur das notwenigste Platz findet und man noch nicht dazu gekommen ist, Bilder, Textilien und Blumen zu verteilen. Auf unserem Tisch nur ein Weinwerbesteher und ein kleines Teelicht.

Ein kleiner Teller samt Schale, roten Papierservietten und Stäbchen in Papiertasche werden gemeinsam mit der Speisekarte gebracht und wir vertiefen uns ins Studium der vielen Seiten. Trotz Schmökerns im Internet fällt die Entscheidung schwer. Von Montag bis Freitag gibt es um EUR 6,80 ein Mittagsmenü inkl. Suppe, Reis und Dessert. Es sollen bei unserem Erstbesuch trotzdem keine Innereien, Krallen oder ähnliches sein und wir verweilen auf den Seiten der Südostasiatischen Spezialitäten. Als Getränke bestellen wir vorerst einmal ein Mango Lassi (EUR 3,00), ½ l Gösser Fassbier (EUR 3,60), ½ l SodaZitron (EUR 3,00), die sehr zügig gebracht werden. Bis hin zu den Speisen dauert es auch nur wenige Minuten. Währenddessen zieht eine Karawane Asiaten an uns vorbei in den letzten Raum, offensichtlich dem Raucherbereich, mit einer Tür abgetrennt. Keine Geruchsbelästigung.

Gyosa (EUR 4,20)
Gegrillte Teigtaschen, die noch dampfend auf den Tisch kommen, gefüllt mit zart gewürzten Huhn und Gemüse. Knoblauchsauce und Salatgarnitur komplettieren das Bild.

Goldene Wan Tan (EUR 3,80)
Knusprig-frisch herausgebackene Teigtaschen, die nur so splittern beim Hineinbeissen. Gefüllt mit Huhn und Shrimps, begleitet von einer leicht pikanten Teriyaki-Chili-Sauce und Salatgarnitur.

Chicken mit Süßkartoffel (EUR 9,90) auf malaysische Art
Ein optisch helles Gericht, die auf den ersten Blick fast roh wirkenden, große Champignonswürfel sind überraschend perfekt gegart und sehr gut, die Süßkartoffeln schmiegen sich in das Gericht hinein und stechen nicht heraus. Das Huhn sehr zart und gut gebraten, viel leicht knackiges Gemüse ergänzen. Der Schärfegrad ist eher mild, wahrscheinlich aufgrund der Süßkartoffel.

Thai Chicken (EUR 9,90)
Beim Servieren verwechselt die Kellnerin unsere beiden Hauptspeisen, das vermeintliche Thai ist dann doch das mit Erdäpfeln. Hier wird mit rotem Thai-Curry für die Sauce gearbeitet, der doch ordentliche Schärfe hinterlässt. Bewältigbar, aber doch sehr präsent. Feines, sehr zartes Huhn und knackiges Gemüse.
Jasminreis (EUR 1,50/Person), unauffällig und passend.

Fazit: Die Uhrzeit auf der Rechnung zeigt uns, dass wir uns genau eine Stunde im Lokal aufgehalten haben, und da sind wir auch schon beim Ambiente-Knackpunkt. Das Lokal lädt nicht zum länger verweilen ein. Die Speisen sind sehr gut, werden nicht in irgendwelchen Saucen ertränkt und man erkennt noch jede einzelne Zutat am Geschmack. Der Service ist nett, beratend zur Stelle, wenn man wünscht und erfüllt am Nebentisch sogar Sonderwünsche (die gar nicht auf der Karte stehen). Es war dies sicher nicht unser letzter Besuch, es gilt noch ein paar Posten auf der Speisekarte 'abzuarbeiten'.

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am 24. November 2013
Experte
neugierig
70
6
20
4Speisen
4Ambiente
5Service

Ein kleiner Abriss meiner bisherigen Besuche im No27.

Hoher Anteil an asiatischen Gästen, was ich als Qualitätsmerkmal sehe.
Ambiente schlicht, Raum für Raucher vorhanden, und wenn man sich durch zig Vorspeisen und die Hauptspeise kämpft, dauert der Besuch länger und da ist für mich die Zigarette zwischendurch ein Genuss.

DandanMiang... nicht scharf, nichts aufregendes
Nudeln mit Bohnenpaste auf Peking Art... hervorragend, Paste etwas fettig
Kutteln in Chilisauce... leicht süßlich, für mich nicht sehr scharf
Rindfleisch mit Chili... gut und nicht übertrieben scharf
Pochierter Amurkarpfen in Chiliöl... sehr gut, angenehme Schärfe, mit den Gräten ists halt ein Gfrett
Gebratener Schweinedarm mit Gemüse... hier habe ich wohl meine persönliche Grenze überschritten, ich wollte es probieren, ich hab es probiert, jetzt weiß ich, dass es nichts für mich ist
Gebratenes Lamm mit Schwarzkümmel... sehr gut

Service nett und zuvorkommend.
Parkplatzsituation eher schlecht, aber nach einer schönen Völlerei tut ein Spaziergang ohnehin gut

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Letzter Kommentar von am 29. Dez 2013 um 15:23

CharlyH: Ob jemand im Raucherraum sitzt und zwischen den Gängen raucht, ist wohl dessen Problem und geht dich einen feuchten Kehrricht an! Einem Raucher die kulinarische Urteilsfähigkeit abzusprechen, ist schlicht und ergreifend eine bodenlose Frechheit! Entbehrlich für dieses Forum sind deine untergriffigen und diskriminierenden Kommentare *kopfschüttel*

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am 10. Mai 2013
Update am 15. August 2013
Experte
langnan
58
16
21
4Speisen
3Ambiente
4Service

Kurztrip mit meiner Frau in die Stadt hinein und wir nahmen das Chinarestaurant No. 27 unter die Lupe. Mit dem öffentlichen Verkehr nicht wirklich gut zu erreichen wenn man nicht weiss, dass die Strassenbahn 0 vor dem Lokal eine Station hat.

Das Lokal ist von außen wirklich sehr unauffällig, die Umgebung ist auch nicht gerade eine Augenweide. Das Ambiente ist recht einfach, sieht eher aus wie eine Restaurant&Bar-Lokal.

Zur Vorspeise bestellten wir eine klare Suppe mit Gemüse und Schweineblutkuchen, eine Mais-Eiersuppe mit Hühnerfleisch und einmal zarte Seidentouf mit pikant-säuerlichen Sauce.

Die klare Suppe beinhaltete außer Schweineblutkuchen Bambusscheiben und bisschen Lauch. Die Suppe war mit chinesischem Essig gewürzig, leider etwas zu viel, sodass der saure Geschmack dominierte. Der Schweineblutkuchen gefiel mir vom Konsistenz her auch so gut.

Meine Frau kriegte ihre Suppe wesentlich später weil die Kellnerin mich falsch verstand und uns zweimal die klare Suppe brachte. Nachdem ich mich zu diesem Missverständnis äußerte wurde die Suppe ohne Probleme ausgetauscht. Die Suppe war ganz ok, besser als die klare Suppe.

Meine Frau probierte den Seidentofu und es schmeckte ihr ausgezeichnet. Dieser Tofu ist sehr zart, ähnlich wie ein Pudding und die Soße ist auch recht kräftig gewürzt mit einem pikanten Nachgeschmack im Rachen. Wer sich nicht vor Innerein ekelt kann die Konsistenz des Tofus durchaus mit Hirn vergleichen. Deshalb heißt er direkt aus chinesisch übersetzt "Tofu-Hirn", Dou Fu Nao.

Für den Hauptgang wählten wir Yu Xiang Qie zi (Melazanie mit Yu Xiang-Geschmack), Suan Cai Yu (pochierter Karpfen mit Sauerkraut) und Shui Zhu Yao Hua (Nieren in Chili-Sauce), zweimal weisser Reis.

Der Melanzanie kam zuerst auf den Tisch. Er ist geschält und mit faschierem Fleisch gebraten. Ich muss sagen wirklich gut gemacht. Das Gericht schmeckt fast genau so gut, wie ich es seit dem Kindesalter mir Melanzanie aus der Kantine gemerkt habe. Nicht falsch zu verstehen, denn Privatisierungen in den 80er war in China eine Seltenheit. Viele gute Köche arbeiteten in diversen Kantinen. Ein Portion weisser Reis dazu ist genau richtig.

Paar Worte zu "Yu-Xiang". Bedeutet "Fisch-duftend", ist aber kein Fisch. Man verwendet Zutaten, die in der chinesischen Küche auch für die Fischzubereitung verwendet wird z.B. Lauch, Ingwer, Knoblauch und verleiht dem Gericht ein Aroma wie vom Fisch. Der Geschmack ist eine Kombination aus salzig, sauer, süß, scharf und nicht nur scharf. Sie ist eine Vorbezeichnung für viele Gerichte die auf diese Weise gemacht werden.

Die pochierten Nieren wurden im Chiliöl schwimmend in einer großen Schale serviert. Nur Chiliöl zu sagen ist eigentlich nicht richtig, weil "Shui Zhu" beinhaltet neben Chili auch sehr viel chinesichen Pfeffer, wo der Geschmack noch deftiger wird. Über den Nieren war geschnittenen Ingwer und Lauch, darunter konnte man Chinakohl rausfischen. Niere hat meiner Meinung nach nicht viel Eigenschmack, riechen auch noch ein bisschen. Aber gut geschnitten und kräftig gewürzt ist sie was Feines. Dieses Gericht war sehr zufriedenstellend, der Geschmack des Fonds drang gut durch die Niere durch und war auch recht scharf.

Der Fisch ist in Scheiben geschnitten auch in einer großen Schale serviert aber der Fond war anders als bei den Nieren milchig, schmeckte dementsprechend auch nicht so scharf sonder mehr sauer. Ich vermute der Sauerkraut war selbstgemacht, zumindestens kenne ich diese Art noch nicht. In Nordchina macht man mit Chinakohl Sauerkraut, aber diese waren aus einem Kraut gemacht, den man auch in den Chinageschäften bekommt. Das Aroma ist wirklich interessant. Der Karpfen ist ein bisschen zu fett für dieses Gericht bzw. das Fleisch ist nicht fest genug, aber das ist auch nicht wirklich einen Mangel.

Zum Schluss servierte man uns etwas Honigmelone als Geschenk, nett.

Fazit: Gute SiChuan-Küche und sehr authentisch. Für die Art wie Chinesen essen (mehrere Gerichte) ist es bisschen teuer, aber auf pro Gericht gesehen ist der Preis vernünftig. Ich möchte eher was zur SiChuan-Küche schreiben, die Bewertung steht eh schon da.

Anscheinend kommen einige wegen der Schärfe, aber man soll beachten, dass Schärfe nicht gleich Schärfe ist. Chili kam erst im 16/17. Jahrhundert nach China, die SiChuan-Küche existierte aber seit 2000 Jahren. Deshalb ist die Schärfe durch Chili vergleichsweise nicht so unbedingt traditionell und es gibt durchaus viele nicht-scharfe Gerichte. Vor dem Chili würzte man mit andere Sachen die Schärfe, besonders der chinesischer Pfeffer ist nach historischen Angaben in 30% aller Gerichte vorhanden. Außerdem muss man beachten, je nach Geographie und Klima verändern Pflanzen ihre Eigenschaften. Ein typischer SiChuan-Koch nimmt lieber Gewürze aus der Heimat und die Chilisorten aus SiChuan haben eine besodere Note. Die Schärfe aus der SiChuan-Küche ist auch nicht nur scharf, sonder in Verbindung mit dem chinesischen Pfeffer eher "kribbelnd-scharf", auf chinesisch "Ma-La". Nach dem Verzehr des chinesischen Pfeffers gibt es in Mund und an den Lippen ein leichtes Taubheitsgefühl, und manche westliche Leute die zum ersten Mal SiChuan-Küche probierten beschwerten sich deshalb über eine "Lebensmittelvergiftung".
Scharf sollte man auch mit Bedacht essen, denn eine regionale Küche hat auch viel mit Ernährungswissenschaft und Medizin zu tun. Bestimmte Zutaten und Gewürze wirken heilend und unterstützend für diejenigen, die dort leben. Mit SiChuan als Beispiel (natürlich ist SiChuan groß, fünf mal größer als Österreich und das Klima ist wechselhaft), fast das ganze Jahr ist schwül, feucht, nebelig und besonders im Sommer unerträglich. Scharf zu essen hilft gegen diese Feuchtigkeit und Schwüle anzukämpfen, man fühlt sich frischer danach. Ich war noch nicht in SiChuan, aber kenne viele SiChuan-Chinesen, die nach Peking kommen und weiter viel scharf essen. Mit der Zeit kriegen sie gesundheitliche Probleme oder zumindestens Pickeln. Der Grund Peking ist ein trockener Ort, hier braucht der Körper nicht gegen Feuchtigkeit zu kämpfen. Bei Überkonsum von Schärfe gerät der Körper außer Gleichgewicht. Außerdem wirkt Schärfe sich sehr auf das Temperament aus, nicht unbedingt immer günstig. Deshalb rate ich ab blind scharf zu essen um nur Geschmacksknospen zu bombardieren.

Bei Dim-Sum sollte man wissen, dass jede chinesische Provinz ihre eigene "Häppchen" hat. Die meisten kennen aber nur Dim-Sum von der kantonesische Küche. Dieses Restaurant ist nicht auf Dim-Sum ausgelegt. Auch die kantonesischen Dim-Sum schmecken am Besten frisch gemacht und hier in Wien, wo die chinesische Kultur allgemein noch ungenügend vertreten ist, muss man sich wohl meistens mit gefrorenen Massenprodukte zufriedengeben.

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Letzter Kommentar von Anita47 am 20. Nov 2013 um 14:43

@langnan ich war am Samstag im Lokal und gestern Abend gleich nochmals, das Essen hat uns hervorragend geschmeckt und war wirklich interessant, ich habe unter anderem die Kutteln in Chiliöl gegessen, gebratene Wantan, doppelt gebratenen Schweinebauch und noch ein paar andere köstliche Gerichte. Das Service ist sehr bemüht und freundlich, sogar ein ganz guter Wein wird angeboten. Dim Sum sind jetzt nicht die besten die ich je gegessen habe aber auch nicht schlecht!

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am 28. April 2013
Experte
Gastronaut
428
45
29
3Speisen
3Ambiente
3Service

Nachdem in letzter Zeit so etwas wie ein kleiner Hype um das "ach-so-autentische" und "ach-so-scharfe" Chinarestaurant 27 geherrscht hat, wollte ich jetz auch wissen, was hier dahintersteckt. Positiv fiel mir als allererstes auch, dass hier auf jegliche Klischee-Deko verzichtet wurde und das Lokal vom Ambiente hell, schlicht, aber nicht kalt und umgemütlich eingerichtet ist. Und die Karte - also die "autentische" Karte und nicht jene mit den panasiatischen Allerweltsspeisen - verspricht tatsächlich einiges, von dem man bisher nur gehört hat.

Nachdem es in Wien tatsächlich immer noch schwer ist gute Dim Sums zu finden, starteten wir ebenso. Meine bessere Hälfte orderte die gedämpften Dims Sums mit Gemüsefüllung, ich Teigtaschen mit Schweinefleisch in pikanter Suppe. Wir bestellten beiden natürlich extra-scharf, da sich ja auch das Lokal selber damit rühmt besonders intensiv zu würzen. Die gedämpften Dim Sums zerfielen regelrecht. Aber nicht auf der Zunge, sondern bereits beim Aufheben. Der Teig war durch das offensichtliche Einfrieren zu spröde geworden. Geschmacklich waren sie zwar in Ordnung, scharf waren sie aber gar nicht. Schlimmer noch: Es wurde ein Schüsselchen Fertig-Chilisauce mit Knoblauch serviert, was eigentlich einer kulinarischen Ohrfeige gleichkommt.

Meine Teigtaschen mit Schweinefleisch waren auf alle Fälle mal zerkocht und unangenehm glitschig. Auch wenn hier vom Aroma alles gepasst hat, auch hier war nichts scharf. Die extrem fettige Suppe in der die Teigtaschen serviert worden waren, war bestenfalls leicht pikant.

Besonders gut waren hier dafür die beiden nächsten kleinen Speisen: Tofu mit eingelegten Enteneiern in Chilisauce. Das schimmernde Grün der Eier war zwar zunächste etwas abschreckend, die Soleier waren aber köstlich. Und der Tofu war von einer so überragenden Qualität und Konsistenz, dass er jene Speise war, wegen der alleine sich der Besuch ausgezahlt hat. Mariniert war das ganze in jener rötlichen Sauce, die hier offenbar über so ziemlich jede Speise gegossen wird. Weiters hatten wir noch gebratens Paprika mit Chili. Dieses kleine Gericht war zwar wieder nicht so scharf wie bestellt, aber knackig und aromatisch.

Als Hauptspeise entschied ich mich für Yu Xiang, also geschnetzeltes Schweinefleisch mit Gemüse. Ich hätte mich auch für viel Exotischeres entscheiden können, aber zum einen hatte ich gerade keine Lust auch Innereien, Bauchfleisch und Ähnliches, und zum anderen wollte ich eine einfache Basis-Speise haben, um zu sehen, wie scharf man hier auf der Scoville-Skala nach oben gehen kann. Natürlich habe ich bereits beim Bestellen gesagt, wie scharf ich es gerne hätte und betont, dass es mir ernst ist.
Voller Vorfreude erwartete ich dann infernale Geschmacksexplosionen in meinem Mund, doch das Feuerwerk entpuppte sich als kleiner Knallfrosch. Pikant? Ja, das war es. Scharf? Na ja, einer Schwangeren hätte ich es nicht gegeben, aber wirklich intensiv war es nicht. Das Gericht war ordentlich gekocht worden, das Fleisch war aromatisch und das Gemüse frisch und knackig. Aber der Kick hat absolut gefehlt. Nachdem ich ich etwa die Hälfte der Portion gegessen hatte und den Teller danach von mir wegschob, kam die Kellnerin und fragte mit einem Lächeln, ob es mir den zu scharf gewesen wäre. Natürlich habe ich ihr erklärt, dass ich den Teller aus Enttäuschung weggeschoben habe. Zwar hat sie sich sofort bereiterklärt, etwas zum schärfen zu holen, aber ich habe ihr verständlich gemacht, dass Nachschärfen einfach nur traurig ist und ausserdem den Salzgeschmack so sehr steigern würde, dass dann auch richtig gesalzenes Essen versalzen schmeckt...

Lange Rede - kurzer Sinn: Im Chinarestaurant 27 wird eigentlich gut gekocht, sie müssen nur das Glück haben auch frisch Gekochtes und nicht Aufgewärmtes zu bekommen. Und erwarten sie bitte nicht das ultimative Schärfe-Erlebnis, sie würden enttäuscht sein...

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Letzter Kommentar von am 5. Mai 2013 um 11:44

wieder sehr merkwürdig. zu mir waren die kellnerInnen im tsing tao meistens freundlich, oft sogar humorvoll, brachten frische teller und gossen das wasser vom grünen tee nach, damit dieser nicht zu bitter wird. wein trinke ich dort nicht...

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am 22. April 2013
CriticalMinds
21
0
6
4Speisen
3Ambiente
4Service

Habe heute das Chinarestaurant 27 besucht aufgrund der letzteren Rezessionen und weil ich schon immer authentische chinesische Küche ausprobieren wollte.
Deswegen habe ich auch nur von der originalen chinesischen Speisekarte bestellt.
Maissuppe mit Ei und Hühnerfleisch: schwierig zu beschreiben, gut und nicht überwürzt. Ein guter aber milder Start.
Weil die Phönixkrallen leider aus waren, konnte ich noch nicht zwischen den Schweinsohren und den Rinderkutteln entscheiden können Not mit die Kellnerin an von beiden ein bisschen zu probieren. Ich fand dies ein Angebot dass ich nicht abschlagen konnte und wie man auf dem Foto sieht, war es auch eine sehr gut gemeinte Probierportion (€5,60) :)
Danach folgten die Teigtaschen mit bärlauch serviert im dimsumkorb mit chilisauce. Gut, aber schon bessere gegessen...
Danach folgte das zweimal gebratene Bauchfleisch nach Sichuan Art. Die Kellnerin teilte mit mit dass dieses sichuangericht ganz anders schmeckt als ein sichuangericht aus einen 08/15 chinarestaurant. Sie hatte recht! Mir schmeckte es sehr gut und war nicht zu vergleichen mit dem was man hierzulande kennt. Ausprobieren! Übrigens hat mir der Reis auch sehr gut geschmeckt und war gut mit stäbchen zu essen weil viel kleben bleibt an den stäbchen.

Das Ambiente angenehm unkitschig, hoffe ihr wisst was ich damit meine :)

Hervorheben möchte ich die Freundlichkeit der zwei Kellnerinnen. Ich wurde ebenfalls gefragt woher ich von dem Restaurant gehört habe. Es wurde gefragt wie scharf die Gerichte sein sollen und mir wurde der achtschätze Tee empfohlen der richtig gut geschmeckt hat!

Wenn ich chinesisch essen gehen möchte wird es in Zukunft ausschließlich das no. 27 sein!

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Letzter Kommentar von am 23. Mai 2013 um 10:00

Viele ÖsterreicherInnen haben Migrationshintergrund. Auch die Habsburger kamen ursprünglich aus der Schweiz. Verständlich, daß hier niemand Deutsch kann.

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am 17. April 2013
Update am 28. August 2013
Experte
Kathinka
68
9
19
4Speisen
3Ambiente
4Service

Absolute Empfehlung!

Authentisches Essen in super freundlicher Atmosphäre. Als Vorspeise wählte ich die Gemüseteigtaschen mit roten Rüben. Ganz gut, aber nicht wirklich aufregend. Das Highlight kam aber mit der Hauptspeise: H11 mit Chicken - also Hühnerfleisch mit Süßkartoffel und Gemüse auf malaysische Art! Toll! Ich bin ja generell ein großer Süßkartoffel-Fan und freue mich immer wieder wenn ich ein Gericht damit in Österreich auf einer Karte finde, aber die Komposition mit dem Gemüse und der Kokosmilch machte das ganze einfach unwiderstehlich im Geschmack. Ich habe seitdem versucht das Gericht einmal daheim nachzukochen, aber so gut wie im 27 wurde es leider nicht. Mein Freund bestellte das Rindfleisch im Chili-Öl und wurde schon bei der Bestellung darauf hingeweisen, dass das Gericht sehr scharf ist und gefragt ob er es schon einmal gegessen hatte... Das machte uns natürlich neugierig, er traute es sich und bestellte - er isst sonst auch gerne sehr scharf. Das Gericht war aber tatsächlich so scharf, dass er Probleme dabei hatte es aufzuessen. Obwohl es ihm wirklich schmeckte! Die aufmerksame Kellnerin sah, dass es ihm schwer fiel das Gericht zu verspeisen und fragte nach ob es denn gehen würde. Nach einem kurzen "Naja" kam die Kellnerin unaufgefordert mit einem Mango-Lassi zu ihm und meinte, dass es helfen würde. Und tatsächlich, mit dem Lassi konnte er die Speise halbwegs weiter essen. Man muss aber dazu sagen, dass das Rindfleisch mit Pfefferkörnern und Chilischoten übersäht war. Aber wir wurden ja gewarnt. Ich kostete beim Mango-Lassi und das wurde so köstlich fabriziert, dass ich auch gleich eines bei der nächsten Mango-Lassi-Runde mitbestellte. Das Glas Lassi vom Beginn wurde uns übrigens nicht verrechnet. Eine sehr feine Geste!

Am Ende erkundigte sich die Kellnerin noch danach wie wir denn auf das Lokal aufmerksam geworden sind. Hier bemüht man sich also auch den Bekanntheitsgrad zu steigern und interessiert sich für die Gäste. Ich erklärte also, dass ich das Lokal beim Vorbeifahren entdeckt hatte (arbeite in der Nähe) und uns die Speisekarte im Internet zusagte. Ich hoffe, der Service bleibt dort auch nach längerem Betrieb so freundlich und nett...

Einzig, das Ambiente wirkt durch die einfache Einrichtung etwas kalt. Das ist aber bei den authentischen China-Lokalen der Normalfall - für uns Österreicher halt etwas ungewohnt. Ich denke, die Erklärung von Kampfkatze unten beschreibt die Hintergründe bzw. Ansichten in China dazu recht gut. Dieser Umstand (das eher kühle Ambiente) wird uns aber sicher nicht davon abhalten bald wieder ins Chinarestaurant No. 27 zu kommen und es weiterhin zu empfehlen.

Bitte so weitermachen!!

---------------------------------------------------------------
UPDATE:
Bei einem weiteren Besuch stellten wir fest, dass die Gerichte im Vergleich zum ersten Besuch anders gekocht waren und auch anders schmeckten. Sprich, ich denke, dass die Qualität als auch der Schärfegrad stark mit dem eingesetzten Koch variieren!

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Kommentar von am 17. Apr 2013 um 21:40

Habe das Lokal vor einigen Wochen auch besucht, und mit Freunden nur von der "authentischen" Karte bestellt. Gestehe offen, dass die Speisen sicher per se sehr gut waren, aber ich definitiv kein Freund von Kutteln (egal ob vom Rind, Schwein, oder sonst einem Getier bin), und auch Blutkuchen oder Entenzungen nicht ganz meines ist..... aber ich war schon in China, und es stimmt sicher: das ist eine der authentischten Sichuanküchen in Wien.

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am 13. April 2013
Willigegenueber
1
1
5Speisen
2Ambiente
5Service

Unglaublich! Ich habe vor ca. 2 Stunden das erste mal per Telefon zum Abholen bestellt (wir wohnen gleich gegenüber). Bisher war ich etwas skeptisch, weil das Lokal von aussen nicht viel her macht. Aber dann - mein absoluter Favorit: W10 - pochiertes Rindfleisch in scharfem Chili-Öl nach Art des Hauses. Ich habe es gehofft, und es hat sich bestätigt: das Gericht schmeckt 1:1 so, wie ich es in Peking (Lokal: Bellagio in der Nähe vom Hilton Dongfang in Beijing) schon mal gegessen habe. Superscharf, das Rindfleisch zart, alles perfekt. Als Beilage KV7 (gebratene Chili) und KV12 (sauer scharfer Gurkensalat). Alles unglaublich - ein Potpourri an Geschmäckern! Meine Frau hatte SU1 (Tom Kai Gai Suppe) und H11C (Chicken mit Süsskartoffeln) - sie war ebenfalls begeistert! Tipp für den Koch: gebratener Ginko - ich würde das Kiloweise bestellen wenn es auf der Karte wäre! Weiter so - ich werde sicher bald wieder was bestellen :-)

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am 2. Jänner 2013
PeterB3
2
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

31.12.2012 - nach dem ersten Besuch vor ein paar Monaten, haben wir uns sehr gefreut, im 27 noch einen Tisch für die Silvesternacht zu bekommen. Eine Zusammenfassung von mehreren Besuchen:
Absolut nettes Service, sehr bemüht und versucht, die original chinesische Küche dem Gast zu erklären und schmackhaft zu machen
Die Speisen sind ausnehmend gut. Klassiker, Ausgefallenes oder die Spezialitäten der chinesischen Küche - jeder war bisher begeistert.
Es wird gerne etwas schärfer gekocht - ist aber jederzeit in Abstimmung mit dem Service adaptierbar.
Portionen sind ausreichend und das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr in Ordnung.
Zu Neujahr wurden wir sogar auf ein Glas Prosecco eingeladen.

Wer authentische chinesische Küche mag und eventuell auch etwas experimentierfreudig ist, wird sich im 27 sehr wohl fühlen.

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am 28. Dezember 2012
Update am 24. Jänner 2013
Experte
Kampfkatze
85
16
19
5Speisen
3Ambiente
4Service

Vor circa zwei Wochen spazierte ich abends durch die Ungargasse und sah den etwas undurchsichtigen Namen "No 27. Original Asian Food".
Da ich in der Nähe wohne war meine Reaktion circa folgende: "Was ist denn das schon wieder für ein komischer 0815 Asiate?"
Ich suchte außerhalb des Lokals nach einer Speisekarte, fand jedoch nur eine Kritik vom Standard in einem Glaskasten. Und was dann dort stand, machte mir Lust auf dieses Lokal!
Da mein Vater mich anlässlich Weihnachtens sowieso zum Essen einladen wollte, besuchten wir heute zu dritt das No 27.

Die Atmosphäre ist recht kühl, richtig gemütlich ist es nicht.
Mein Vater erzählte mir aber, dass man in China angblich der Meinung sei, dass toll geschmückte und gestylte Restaurants auf eine langweilige und eher miesere Küche hindeuten sollten..
Auf den Tischen liegen keine Tischdecken - das heißt man schämt sich nicht so sehr, wenn man doch mal patzt.
Das Lokal besteht aus 3 Räumen, die ersten beiden werden nur durch einen Türrahmen voneinander abgegrenzt, der zweite und der dritte durch eine richtige Tür (möglicherweise ist im dritten Raum der Raucherbereich?).

Wir wurden an den Tisch geführt, bekamen schnell Speisekarten und nach ein paar Minuten kam eine sehr freundliche Kellnerin, die uns fragte, ob sie uns etwas empfehlen könne. Wir bejahten und sagten gleich, dass wir uns besonders für die angeblich "authentische" Szechuan-Küche interessieren würden und auch sehr gerne Innereien essen.

Als Vorspeise bestellten wir uns dann, mit etwas Hilfe der Kellnerin, Dim Sum mit Bärlauch und Garnelen, frittierte Entenzungen mit Szechuan-Salz und pikant gewürzte Nudeln nach Szechuan-Art.
Die Dim Sum waren hervorragend - weich und gut gefüllt, mit der typisch scharfen, roten Dim Sum Sauce dazu, wenn auch das Unspektakulärste an diesem Abend.
Die frittierten Entenzungen waren zwar ziemlich salzig, aber trotzdem vorzüglich. Das Szechuan-Salz schmeckt sehr eigen, aber keineswegs schlecht.
Das Highlight dieses Abends waren allerdings die Nudeln.
Diese sahen aus wie normale Spagetthi Bolognese, schmeckten aber einfach nur traumhaft und damit übertreibe ich kein bisschen. Wir waren alle drei begeistert!
Die Sauce war scharf (nicht nur pikant), aber so köstlich gewürzt, dass ich die Schüssel unter Husten austrinken musste.

Da die Portionen der Vorspeisen ziemlich groß waren, entschieden wir uns, nur zwei Hauptspeisen auszuwählen.
Wir bestellten einmal die Schweineblutkuchen mit Kutteln und einmal gebratene Melanzani mit Faschiertem.
Die Blutkuchen und Kutteln kamen in einem Rechaud. Die Sauce war wirklich scharf (obwohl wir nur mittelscharf bestellten) und brachte mich ab und zu zum Husten und Schnupfen. Richtig unangenehm war es aber nicht, da wir alle scharfes Essen mögen.
Der Blutkuchen schmeckte nach nicht viel, eben etwas nach "Blut" und die Kutteln waren ziemlich "knatschig", das muss man eben mögen. Wir mochten es sehr!
In der Sauce schwammen außerdem noch Chilis, Sojasprossen und etwas was wir zuerst nicht identifizieren konnten.. Allerdings erklärte uns eine Kellnerin, dass es einfach "Wurst" sei.. War ganz witzig, schmeckte aber auch.
Wirklich vorzüglich waren die süßlichen Melanzani mit dem Faschierten. Wir konnten gar nicht genug davon kriegen, obwohl wir schon satt waren.
Ich bemerkte erst im Nachhinein, dass wir dieselben Speisen bestellt hatten, die der Standard auch gelobt hatte..

Als Nachtisch gab es für uns noch Sesambällchen mit Sesam- und Erdnussfüllng, die warm an unseren Tisch kamen. Die Erdnussfülle war beonders gut, da sie sichtlich selbstgemacht war.

Alle drei Kellnerinnen waren freundlich und sehr bemüht, wenn auch eine davon besonders nett und hilfreich war, da sie am besten deutsch konnte und uns, wie bereits erwähnt, bei der Speisenauswahl behilflich war.
Unsere Teller und Schüsselchen wurden nach der Vorspeise gewechselt, die Kellnerinnen waren aufmerksam und fragten uns immer wieder, ob alles in Ordnung sei.

Ich würde wirklich jedem, der nicht auf die "wiener" chinesische Küche steht und beim Essen gerne etwas ausprobiert, das No 27 empfehlen.
Die Speisen schmecken erstaunlich unterschiedlich (nichts mit Einheitsbrei) und es sind Sachen dabei, die man als Europäer wohl noch nie so gegessen hat.
Meine Geschmacksnerven jubelten förmlich! :)
Wer Innereien-Liebhaber, so wie ich ist, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, da es außer Entenzunge und Kutteln auch noch Nieren und Schweinedarm gibt.
Man muss noch erwähnen, dass im No 27 auch Thai-Küche angeboten wird, die laut der Kellnerinnen auch sehr gut ist.

Das No 27 hat mich sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen und ich kann es kaum erwarten, die anderen Speisen auszuprobieren.


Ergänzung:
War nun noch einmal im No 27. Diesmal wurde es sogar noch etwas exklusiver.
Der Tofu mit eingelegten Enteneiern - zart, geschmacklich top, ziemlich scharf.
Schweineohren - knorpelig (wer's mag), gut gewürzt.
Schweinedarm mit eingelegtem Gemüse - Fleisch köstlichst, Kauerlebnis, eingelegtes Gemüse mir persönlich zu sauer (Geschmackssache!!)
Das Lokal ist einfach der Hit!!

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Letzter Kommentar von am 28. Dez 2012 um 09:24

Das kannst du allerdings sein. Unbedingt einmal ausprobieren und staunen.. :)

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am 6. August 2012
miso
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Das „No.27“ ist vor gut 2 Monaten neu eröffnet worden. Das Schild in der ansprechenden zartviolett-schwarz gesprenkelten Farbe in Verbindung mit dem – wie der Name des Restaurants „No.27“ – stylish reduzierten dabei aber nicht kühlen Ambiente, wecken die Neugierde auf Geschmack und Qualität der Speisen. Aus der Karte wird ersichtlich, dass neben den lokal bekannten (europäisierten), auch original-asiatische Speisen (nach Sichuan-Art) angeboten werden, die auf der Karte in einer eigenen Rubrik zu finden sind. Hier findet man auch ausgefallene Gerichte wie „Tofu-Gemüse in Form eines Sackes“ oder „Pochierter Schweineblutkuchen mit heißem Chili-Öl“ – beides übrigens eine fantastische Wahl, sofern man beim ersteren nicht auf der Form eines Sackes besteht und bei letzterem Blunzn mag. Mittags gibt es nicht die obligatorischen 20 Mittagsmenüs, sondern zwischen vier und sechs, die jedoch sehr regelmäßig wechseln. Die à la carte Auswahl an Vor-, Haupt-, Nach- und Spezial-Speisen ist sehr gut.
Die zuvorkommend-höfliche Bedienung serviert jedem Gast eine Schüssel auf einem Platzteller, aus der man dann wahlweise mit Stäbchen oder mit Besteck die geradezu traumhaften Speisen, die in die Mitte des Tisches serviert werden, genießen kann.
Die Speisen sind nicht so stark gewürzt, wie man es hierzulande von asiatischen Restaurants gewohnt ist. Die feine Würze unterstreicht hier das jeweilige Aroma der sorgfältig gewählten Zutaten und bringt es zu einer geschmacklichen Gesamtkomposition, die staunen lässt und Freude auf ein Wiederkommen weckt. Wirklich lohnenswert ist es, wenn man das No.27 – ganz nach asiatischem Vorbild – zu mehrt besucht, und die Speisenauswahl so wählt, dass jeder Besucher von möglichst vielen verschiedenen Speisen in der Mitte des Tisches isst.
Als Abschluss wird eine Schüssel mit geschnittenem süßem Obst serviert, mit einer kleinen Gabel für jeden Gast.
Preislich ist das Lokal für das, was geboten wird, wirklich günstig. Lieferservice bietet das No.27 nicht, man kann jedoch bestellen und abholen.

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Letzter Kommentar von am 17. Dez 2012 um 10:43

vielen dank, anubis!! bin mal wieder ein bissl blind.. :) werde das lokal am 28.12. testen!!

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Chinarestaurant No. 27 - Karte
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