RestaurantTester.at
Home Mein Profil Lokal Guides Events Lokal eintragen
Speisen
Ambiente
Service
43
36
38
Gesamtrating
39
27 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
Bewertungsschlüssel
Rating Details
Rating Details
Close X
Loading
Zum NussgartlZum NussgartlZum Nussgartl
Alle Fotos (121)
Event eintragen
Zum Nussgartl Info
RESTOmeter
RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 379
|
107
Wien
Rang: 245
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine Info
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
11:00-14:30
17:00-23:00
Mi
11:00-14:30
17:00-23:00
Do
11:00-14:30
17:00-23:00
Fr
11:00-14:30
17:00-23:00
Sa
geschlossen
So
geschlossen
Letztes Update von:
adn1966
Lokalinhaber?
Lokalinhaber-Konto
Close X
Loading

Zum Nussgartl

Vorgartenstraße 80
1200 Wien (20. Bezirk - Brigittenau)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Restaurant
Tel: 01 3325125
News24. Sep 2016 von
hbg338

Ab 27. Sept. Öffnungszeiten: Di-Fr 11:00 - 14:30 17:00 - 23:00 Sa und Feiertag 11:00 - 16:00 So und Mo Ruhetag

Gefällt mir
Lokal teilen:

27 Bewertungen für: Zum Nussgartl

Rating Verteilung
Speisen
5
10
4
14
3
3
2
1
0
Ambiente
5
3
4
13
3
11
2
1
0
Service
5
7
4
13
3
4
2
3
1
0
Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. September 2016
Update am 10. September 2016
Experte
adn1966
80
48
22
5Speisen
4Ambiente
5Service
8 Fotos1 Check-In

Zum Nussgartl also. Beim Stöbern auf ReTe blieb ich bei den Bewertungen des Nussgartls hängen. Gute Wiener Beislküche, angeblich sensationelle Schnitzel, gleichwohl in Riesenportionen serviert, was mich eigentlich immer gleich etwas skeptisch stimmt. Riesenportionen bei gleichzeitig guter Produktqualität zu moderaten Preisen rausservieren ist eigentlich ein Widerspruch in sich, ein Ding der Unmöglichkeit, eine Quadratur des Kreises. Qualitativ hochwertige Riesenschnitzel. Die runde Ecke. Dunkel war’s, der Mond schien helle ... – alles Oxymora. Vorweg: ich wurde eines Besseren belehrt.

Das nächste Vorurteil: die Brigittenau, der 20. Hieb. Nicht falsch verstehen, ich hab nichts gegen diesen Bezirk, habe ich doch die ersten 18 Jahre meines Lebens dort verbracht. Aber satisfaktionsfähige Restaurants? An den Fingern einer Hand abzuzählen. Mraz und Sohn wäre ein Finger, das Lokal trotzt der Gastro-Wüste wie eine Kaktusblüte. Aber sonst?

Ein Besuch der Homepage machte dann doch neugierig. Sympathisch und übersichtlich gestaltet, wenn ich auch nicht ganz verstehe, warum a) keine Speise- und Getränkekarten zu finden sind und b) es keinen Reservierungslink oder eine Emailadresse gibt). Was es aber gibt, ist ein Link zu einer W24 Reportage, in der das Nussgartl nachgerade über den grünen Klee gelobt wird. Und in der auch der überaus sympathische Besitzer zu Wort kommt und seine Philosophie einer „g’raden“, verfeinerten, Wiener Beislküche erklärt. Interessant. Wollen wir? Wir wollen. Also schnell einen Tisch im Garten reserviert, (die Reservierung wurde sehr freundlich entgegengenommen), dann mit der Liebsten, unserer Freundin D. und ihren Kindern ab in die Vorgartenstraße.

Ein schöner Tisch war für uns im Garten unter dem Nussbaum reserviert, wir wurden sehr freundlich begrüßt, und beide KellnerInnen, eine sehr nette Dame und ein junger Mann, waren den ganzen Abend lang überaus freundlich zu uns. Kompetent beratend, aufmerksam im Service und mit der richtigen Portion Schmäh, der zu einem Wiener Beisl einfach dazugehört.

Die nächste Auffälligkeit: der Garten war kurz nach unserem Kommen bereits knackevoll. Mittwoch, wohlgemerkt. In der Vorgartenstraße 80, nicht am Graben oder in der Kärntner Straße. Und nettes Publikum, sympathische Menschen, gute Stimmung. Die Karte ist übersichtlich, gut strukturiert, es gibt eine gute Auswahl an Weinen und die Klassiker der Wiener Küche (Schnitzel, Fledermaus, Szegediner Gulasch, und vieles mehr). Auch Desserts (Palatschinken, Somlauer Nockerln), wobei ich mir wirklich die Frage stelle, wer nach einer Hauptspeise im Nussgartl noch ein Dessert schafft.

Die Weinberatung unseres Kellners war hervorragend. Es gab nicht mehr alle Bouteillen, die auf der Karte aufgeführt sind (ab Samstag ist Betriebsurlaub), aber wir folgten seiner Empfehlung für einen guten Roten Veltliner (Winzer ist mir entfallen) und ein süffiges Cabernetscherl vom Scheiblhofer. Soda für alle, Cola für die (in diesem Punkt leider unbelehrbaren) Kids und los geht’s.

Am Anfang gab’s einen kleinen Lapsus, anstelle der bestellten Kaspressknödelsuppe wurde eine Leberknödelsuppe gebracht. Unsere Kellnerin entschuldigte sich sehr charmant, wollen wir nicht so sein, eine Leberknödelsuppe ist ja auch was Gutes. Die Suppe äußerst kräftig mit einem Riesending von Leberknödel und reichlich Suppengemüse. Garniert mit einem Berg von Schnittlauch. Alles offenbar hausgemacht, eine echte, ehrliche Suppe war das. Der Knödel, wenn auch für meinen Geschmack zu groß, sehr flaumig und geschmacklich ausgezeichnet. Das Gemüse ebenfalls sehr, sehr gut. Sicherlich eine der besten Leberknödelsuppen, die ich bisher serviert bekommen habe

Bühne frei für die Hauptspeisen:

Wir waren ja durch die Rezensionen auf ReTe vorgewarnt, Riesenportionen und so, Alufolie zum Mitnehmen der Speisen, die man nicht aufessen kann, etc. Bloß, was in den nächsten Minuten an unseren Tisch serviert wurde, übertraf selbst unsere Erwartungen/Befürchtungen:

Das Nussgartlschnitzel. 4 (!) mittelgroße Schnitzel türmten sich auf dem Teller. D. wurde blass und war in diesem Moment froh, als Beilage nur den Kartoffelsalat gewählt zu haben. Die Schnitzel waren eine Sensation. Die Panier kann man nur als perfekt bezeichnen. Würzig, knusprig, nicht fettig, das Fleisch dünn, aber nicht „Figlmüller – dünn“, zart, nicht trocken und tadellos im Geschmack. Der Kartoffelsalat hinkte qualitativ hinterher, obwohl hausgemacht, fehlte ein wenig der Pfiff, die Würze. Aber immer noch good enough.

Das Beuscherl für mich. Eine Gott sei Dank nicht übergroße Portion Beuschl in einem eleganten, weißen Teller, in dessen Mitte ein relativ großer, hausgemachter Semmelknödel thronte. Etwas Saft’l um den Knödel, wieder sehr viel Schnittlauch auf dem Knödel (der Nussgartl-Koch scheint wirklich Schnittlauchfan zu sein). Platz eins meiner gegessenen Beuschl belegt immer noch Herr Hohensinn, das Nussgartl schaffte es zwar nicht, ihn vom Stockerl zu stoßen, gesellte sich aber zu ihm aufs Stockerl. Locker ein Platz 2, eher sogar ebenbürtig auf Platz 1, egal, jedenfalls ein Beuscherl, wie es sein soll. G’schmackig, genau richtige Säure, zart, - perfekt.

Schweinsbraten mit Knödel und Eierschwammerlsauce für S., eines der Kids. S. ist 13, sieht aus wie 10, der Schweinsbraten war etwa halb so groß wie sie. Gut, das ist natürlich übertrieben. Aber riesengroß war er trotzdem. Zwei (!) sehr große Scheiben Braten, reichlich Bratensauce und ein wahrlicher Berg Eierschwammerlsauce. Der Braten sehr zart, gut im Geschmack, die Sauce sehr gut. Ich verstehe schon, es ist Schwammerlzeit, ich persönlich finde die Schwammerlsauce zum Schweinsbraten „too much“, sie erschlägt ihn ein bisschen. Und in Kombination mit der Menge Braten wird das Ganze noch einmal um gefühlte 5000 Kalorien üppiger.

Grammelknödel mit Sauerkraut für T., die zweite Tochter von D. Eine stattliche, aber nicht übergroße Portion. Die Grammelknödel verdrängen meinen GraKnö – Favoriten, den Pfarrwirt, in der Sekunde vom ersten Platz. Diese Grammelknödel sind die Besten, die ich jemals gegessen habe. Das Kraut nicht minder gut. Auch hier: Schnittlauch in Mengen. Frisch geschnitten, aber echt ein bisschen viel.

Last, but not least: der Liebsten Sulmtaler Backhendl. Ein stattliches Körbchen mit ausgelöstem, panierten Hendl. Die Panier wie bei den Schnitzeln perfekt, das Hendl sensationell zart. Damit schafft das Nussgartl den Hattrick und verdrängt auch unseren Backhendlfavoriten, den Stadtwirt, glatt vom ersten Platz.

Chapeau, Nussgartl, drei erste Plätze bei einem Testessen. Das verdient Respekt.

Abschließend schaffte ich gerade noch einen (sehr guten) Espresso, der Abend schlug sich mit insgesamt € 160,- inkl. Trinkgeld (Suppe, 5 Hauptspeisen, zwei Bouteillen Wein, Soda, Kaffee und 2 Cola) zu Buche, für die gelieferte Menge quasi nichts, aber weit wichtiger, für die gelieferte Qualität sehr, sehr fair kalkuliert.

Ein paar Worte noch zur Menge: natürlich haben auch wir nahezu die Hälfte der gebrachten Speisen mitgenommen, zu schade wäre es, dieses gute Essen wegzuwerfen. Ich hab sowieso ein Problem damit, Essen oder Lebensmittel wegzuschmeißen, insofern bin ich mit den im Nussgartl servierten Portionsgrößen nicht so glücklich. Die Qualität und der Geschmack der Speisen wären wirklich Alleinstellungsmerkmal genug, der nette Garten und vor allem der gute Service würden, glaube ich, reichen, um das Lokal auch ohne Riesenportionen voll zu kriegen.

Berge an Essen auf den Tellern haben viele Nachteile: man isst deutlich mehr, als man eigentlich wollte, speziell wenn die Speisen so gut schmecken, fühlt sich dann aber wie gerädert und mit einem Mühlstein im Magen. Nicht jeder wird die Speisen mitnehmen, also wird ziemlich sicher vieles weggeworfen, was einfach schade ist. Und schließlich haftet XL-Portionen immer ein wenig der hautgout der minderen Qualität an, die man versucht, durch Quantität zu kompensieren.

Bei dieser Qualität der Gerichte, diesen Geschmackserlebnissen, dieser bodenständigen und doch verfeinerten Wiener Beislküche, in der klassische Gerichte offenbar mit Liebe hausgemacht werden, kann das Nussgartl auch mit etwas kleineren Portionen punkten.

Einen Punkt Abzug gibt's beim Ambiente, der Garten ist mangels Beleuchtung recht dunkel. Z.B. Windlichter am Tisch wären eine gute Idee.

Für uns war es jedenfalls eine ausgesprochen positive Überraschung. Ein tadelloses, gemütliches, gutes Wirtshaus, und das im 20. Schön.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja22Gefällt mir20Lesenswert19
Letzter Kommentar von am 24. Sep 2016 um 13:18

Ab 27. September. Di - Fr 11:00 -14:30 und 17:00 - 23:00 geöffne Sa und Feiertag 11:00 - 16:00 geöffnet So und Mo Ruhetag (Info laut Facebook) Gruß hbg338

Gefällt mir
am 30. August 2016
Update am 8. September 2016
helwien
9
1
1
4Speisen
3Ambiente
2Service

Ich hab´s wieder probiert.
Im Winter war ich dort, da hat es gezogen. (drinnen)
Heute Mittag: Im Schanigarten, kein Menü, Ok Schnitzel - sind ja als "sehr gut" beschrieben. Sehr dünn, sehr viel, schmackhafte Panier, "versteckte" Preiselbeeren (unter den Schnitzeln). € 12,9 Der Erdäpfelsalat ist unter sehr viel Schnittlauch und Zwiebeln, geschmacklich einwandfrei, verborgen. € 3,5.
AF-Bier, offen oder eingeschenkt € 3,9 und kl. Mokka 2,2 unauffällig.
Das nächste mal verlange ich einen Teller, um die Schnitzel zu essen. Alufolie kommt (scheinbar) automatisch.
Naja - ein "Freßpaket" habe ich mit, wollte ich das eigendlich?

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mir2Lesenswert
Letzter Kommentar von am 7. Sep 2016 um 16:52

Bin schon gespannt, Bericht folgt entweder noch heute Abend oder morgen. ;-)

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Juli 2016
Experte
Zap1501
48
22
20
4Speisen
4Ambiente
4Service
1 Check-In

Auch ich werde mich kurz halten, denn es wurde wirklich alles schon gesagt. Die Bewertung ist eigentlich nur die Bestätigung, dass sich nichts verändert hat.

Nussgart´l-Schnitzel 4 wirklich große, dünne Schweinsschnitzel, luftig paniert, mit Zitrone und Preiselbeeren sowie Wahlbeilage serviert. Kaum zu schaffen, zwei meiner Begleiter gestern haben sich jedoch ins Zeug gelegt und alles weggeputzt!

Backhendl ebenfalls sehr gut und kaum zu bewältigen, mit gutem Erdäpfel-Vorgerlsalat mit Kernöl. Sehr nett serviert im Körbchen, dazu auch ein Teller, auf dem man "arbeiten" kann.

Apropos Kernöl: wird ein Beilagensalat zum Schnitzerl mit Kernöl bestellt, wird ein kleines Flascherl desselben an den Tisch gebracht, man kann also selbst dosieren, wie viel man möchte.

Das Service war super-flott und sehr freundlich, es sind glaube ich die Chefin und zwei Kellner anwesend, die den Laden schupfen, denn trotz Sommerferien ist jeder Tisch teilweise mehrmals besetzt - gut, dass ich reserviert hatte...!

Ausgezeichneter Spritzer und Budweiser vom Fass, da kann man im lauschigen Gastgarten dann schon sitzen bleiben, bis er zusperrt! :-)

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja15Gefällt mir10Lesenswert2
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. August 2015
Experte
Gourmetlisa
90
10
22
5Speisen
3Ambiente
3Service
1 Foto1 Check-In

Nach meinem Besuch letzte Woche möchte ich nun doch ein paar Zeilen über dieses außergewöhnliche Lokal schreiben.

Über das Ambiente ist bereits alles geschrieben. Das Service war bei uns leider wenig beeindruckend, weil wir erst nach mindestens 10 Minuten bemerkt wurden, und andere Gäste, die nach uns gekommen waren deutlich schneller bedient wurden.

Um zum Wesentlichen zu kommen:
Wir beide sind SEHR starke Esser. Der Hunger war groß, nicht zuletzt DESWEGEN hatten wir an diesem Abend das Nussgartl gewählt - wegen der Beschreibungen der exorbitanten Portionsgrößen.
Also los gehts, für jeden Das Nussgartl Schnitzl bitte.
Serviert wird nach langer Wartezeit (ca. 35 Minuten) zuerst "eine" Portion. EINE? Soll das ein Scherz sein - ich musste nachfragen. Doch es war deren Ernst, die zweite Portion wurde gleich hinterher gebacht.
Vollig entsetzt sind wir also vor unseren sich biegenden Tellern gesessen... und mir wird klar: Heute werde ich zum ersten mal seit mindestens zehn Jahren nicht aufessen..
Völlig dekatent - VIEL ZU VIEL! In der Karte steht zwar "für starke Esser, meiner Meinung nach sollte aber bei einer Portion "für eine hungrige Familie" stehen!
Wahnsinn, aber nach dem ersten Bissen war ich versöhnt. Das Schnitzel schmeckte erstklassig. Ausgezeichnet! Dünn, eine schöne, nicht zu helle Farbe, knusprig und einfach nur wunderbar. Das beste Schnitzel seit langem, das muss ich zugeben!
Auch der Kartoffelsalat war hausgemacht und sehr gut.

Wie befürchtet bleiben in meinen Augen noch geschätzte vier normale Portionen übrig... aber die gabs eben am nächsten Tag - die Alufolie wird hier übrigens schon präventiv mitserviert!

Beim nächsten mal werden wir äußerst günstig, köstlich und dennoch reichlich speisen: denn eine Portion für zwei Hungrige ist mehr als ausreichend.

Wir kommen bestimmt wieder, wenn der Schnitzelhunger zurückkehrt!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja16Gefällt mir15Lesenswert7
Letzter Kommentar von am 14. Aug 2015 um 23:09

@Bertl: Freunde von mir haben diese Frage auch schon gestellt. Soviel ich weiß, bin ich wurmfrei :) Hab vor vielen Jahren eine Parasitologie Vorlesung beim Prof. Aspöck besucht. Da habe ich Bandwurm-Geschichten gehört... Uih! Mehr bei ReTe-Treffen :)

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30. April 2015
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
4Speisen
3Ambiente
4Service

Ja, alles was schon geschrieben wurde ist richtig. Alles stimmig. Alles schmeckt gut. Überrascht hat uns dann doch noch so einiges.

Zum Beispiel, dass es in einem Wiener Wirtshaus auch noch so freundlich souveräne Servicedamen gibt, die den Wiener Schmäh trotzdem drauf haben. Und dass so ein selbsternannter (angeblich) schwacher Esser, wie Monsieur Brotvernichter gern einer wäre, wie schon so oft und diesmal wieder über sich hinausgewachsen ist.

Ein Wettstreit der Genussgiganten geht in die erste Runde. Volles Programm. 3 Gänge sollen bewältigt werden. Mann gegen Frau ist ja eigentlich nicht ganz fair. Also braucht der Brotvernichter noch männliche Vertstärkung und holt sich schlitzaugeseiwachsam an den Tisch dazu.

Speisen werden zielsicher aber wenig taktisch klug ausgesucht. Mhm, übersichtlich die Karte. Aber feinste Ware findet man da. Bio-Schweinefilet. Sulmtaler Huhn. Alpenseesaibling. Und natürlich derzeit ganz viel Spargel. Wiener Klassiker: Knödel, Kraut und viel rote Fleischsorten. Gekocht, geschmort und rausgebacken (frittiet). Nein, nix vom Grill. Passt auch so zum Konzept.

Die Burschen nehmen nichtsahnend die kräftige Leberknödelsuppe. Madame will die Grießnockerlsuppe probieren. Schon ewig keine mehr gegessen. Bekommt man ja selbstgemacht kaum noch wo. Monsieur glaubt er könne sich‘s mit dem Alpenseesaibling auf weißen Marchfelder Spargel, Sauce Hollandaise und Petersilerdäpfel „leicht“ machen. Rechnet aber nicht mit der taktischen Vorgehensweise seiner (wohlgesinnten) Kontrahenten. Die weibliche Einzelkämpferin traut sich das Sulmtaler Backhendl (ausgelöst) nach Art des Hauses zu bestellen. Und setzt eins oben drauf: statt dem Erdäpfel-Vogerlsalat mit Kernöl, will sie einen gemischten. Da darf schon auch alles dabei sein. Kernöl extra auch noch. Und Ketchup. Für’s fruchtig Frische zum rausgebackenen Vogerl. Aber der starke Mann will zeigen was er kann und will uns mit seiner Bestellung der Topfennougatknödel und Weichselragout einschüchtern. Nein, das funktioniert nicht. Schlitzaugeseichwachsam bleibt mutig und bestellt die „drei“ Wiener Schnitzel.

Ein fruchtig leichter Weißwein. Es geht auch ein Flascherl zu dritt. Es wird uns der Muskateller empfohlen und der ist ein Hit. € 29,00 fair.
Leberknödelsuppe und Grießnockerlsuppe unterscheiden sich nur durch die Einlage. Und das ist erfreulich. Weil die Suppenbasis ausgezeichnet kräftig nach Rind schmeckt. Echt gekocht. Da schwimmen noch feine Fleischflankerl vom Geschmacksgeber mit herum. Viel frisch geschnittener Schnittlauch. Und anständig gekochtes buntes Wurzelgemüse, das auch noch einen angenehmen Biss hat. Ja, auch der Zeller schmeckt. Dem Brotvernichter schmeckt das Leberknöderl genauso gut wie Schlitzaugeseiwachsam. Grießnockerl können besser nicht sein. Optisch fein. Geschmacklich genau so. Leichte Butternote. Durchgehend flaumig. Besser geht’s nicht. In Summe eine Freude.

Geschickt motiviert die Grießnockerlglückliche zum Kosten. Und der Fischesser beißt voll an und vertilgt gleich mehr als ein halbes Nockerl. Unser Adoptivbegleiter ebenso ein drittel. Die Hälfte klare Suppe bleibt übrig und der vermeintlich schwache Esser erbarmt sich. Wär‘ ja so schad‘ drum.

Die Hauptgänge kommen recht bald. Ein ganzes Körberl und da sitzt auch ein in 4 Teile zerlegtes Hendl drinnen. Knusprig aber in einer fast zu dunklen Panier. An manchen Stellen ist das eigentlich sonst sehr saftige Sulmtaler dann doch ein bisschen trocken. Aber geschmacklich trotzdem noch top. Auch der Salat. Alles was man sich wünscht: ein anständiger Rahm-Gurkensalat ohne Dill zum Glück, Krautsalat mit ein paar Kümmelkörnern schön knackig und gut durchgezogen, Vogerl- und Erdäpfel, aufgeschnittene Kirschparadeiser und dieser frische Maissalat. Auch da hat man was zu beißen. Angenehm dieses Antidosenaroma. Kübriskernöl serviert im kleinen Kännchen. Ketchup in einer schönen kleinen Schüssel passend zum Rest vom Geschirr. Optisch auch hübsch. So macht Essen spaß.

Der saftig gebratene Alpenseesaibling ist mit 3 Stücken auch ordentlich präsent. Mit frischen Fischkräutern gewürzt. Mit Spargel, petersilierten buttrigen Erdäpfeln und einer pastellgelben cremigen Sauce Hollandaise wurde auch nicht gegeizt. Kresse auch noch dazu. Sehr gut. Dennoch die kleinste Portion am Tisch. Wir wollen großzügig sein und gebend dem armen Mann von unseren Riesenportionen zwischendurch g’scheite Kostproben. Ein Teil Hendl da und ein Teil vom panierten Schwein dort. Und sein Teller füllt sich. Nein, das Schwein will er eigentlich nicht. Er nimmt’s mit heim. Aber dann trumpft er auf und beeindruckt uns. Das Hendlteil und ein Schnitzerl sind auch noch weg. Nur die nicht krosse Haut vom Fisch bleibt am Teller zurück.

Die Frauenmannschaft (besteht eben nur aus 1 Frau) gibt sich geschlagen. Kein Bissen geht mehr. ihr das ausgelöste Huhn mit vielen Teilen entgegengekommen ist, die kein Filet waren, sind die leider auch übrig geblieben. Sie ist nun einmal Brot- und nicht Hendlvernichterin. Man lernt sich selber immer besser kennen, in solchen Extremsituationen. Aber sie hat das Beste rausgeholt – aus sich und aus dem Geflügel.

Eindeutiger Sieger ist der Brotvernichter. 3 in knusprig süßen Mandelbröseln geschwenkte Topfennougatknöderl inklusive Weichselragout hat er auch noch geschafft. Schlitzaugeseiwachsam gibt sein Bestes und versucht im Endspurt noch mit einer Singlepalatschinke aufzuholen. Aber vergebens. 1 an den führenden Mitstreiter verschenkt und 4 von seinen "3" Schnitzeln am Teller hat er eingepackt. Die Palatschinke war viel zu zierlich als dass er da noch aufholen hätte können. Fast schon so fein wie Crêpes. Auch sein Stunt mit dem Kürbiskernöl zur Marillenpalatschinke konnte seinen Sieg nicht mehr retten. Aber die Mehlspeise war das einzige das er aufgegessen hat. Gelungene Integration ist das. Vom Bulgogi- zum Mehlspeisentiger.
Überraschend, dass hier auf anständigem Niveau gekocht wird und trotzdem sättigend portioniert wird. Zu einem fairen Preis mit hochwertiger Zutatenqualität. In dem Ausmaß haben wir das zum ersten Mal erlebt. Wir haben uns während unserer Zeit dort auch sehr wohl gefühlt. Nur danach…

Die Portionen sind nix für Loser. Man muss schon auf der Siegerstraße der Lebens- und Genussmittelaffinen unterwegs sein, um im Nussgartl vorn dabei zu sein. Auch wenn man dann den Rettungswagen oder einen Rollstuhl als Mobilitätshilfe benötigt. Oder einfach das Direkt-Shuttleservice von uns Brotvernichtern nützt.

So wie unsere Dinnerbegleitung schlitzaugeseiwachsam, der sich mittlerweile als Göthard Geilhuber zu erkennen gab. Er hat das spezielle Tür-zu-Tür-Service von uns gerne angenommen. Aber er wollte dann doch nicht vor seiner Haustüre raus. Sondern unbedingt an der Kreuzung bei der Piano-Bar am Gürtel. Tja, Namen prägen einen vermutlich eben doch irgendwie. ;) Wie sein Abend weiter verlaufen ist, können wir nur ahnen. Vermutlich am Klavier. Wir wussten ja nicht, dass er Pianist ist. DieBrotvernichter bereiteten sich ein Schlaflager zu ebener Erd‘, denn wir schafften es nicht mehr ins Bette zu steigen.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja17Gefällt mir16Lesenswert13
Letzter Kommentar von am 23. Aug 2016 um 12:57

Genau so! Genau so brauche ich keine "Kritik"! Nichtssagend und fad. Sorry, aber so nicht!

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. April 2015
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
4Speisen
3Ambiente
4Service

Welcher Wiener Gasthausteufel reitet mich zur Zeit...wenn das mein Hausarzt wüsste!!!

Eigentlich wollten die Brotvernichter (aka Schantall Schatonne und Kevin Bauchstic) und ich nach einem vorherigem gemeinsamen Kinobesuch zusammen dinieren. Aufgrund terminlicher Unpässlichkeiten blieb es aber nur bei einem gemeinsamen Abendessen, denn Essen ist ja eine der menschlichen Pflichten, ohne die wir nicht lange überleben könnten.

Diesmal sollte es der Nussgartl sein. Die Bewertungen von den geschätzten Rete-KollegInnen machten ja schon einen guten Eindruck und die meisten positiven Erfahrungen haben sich auch bei unserem Besuch bestätigt, soviel vorweg...

Das Ambiente im klassischen Gasthausstil, rustikal, authentisch und gottseidank rauchfrei!!!
Die Speisekarte ist sehr übersichtlich. Wenige Gerichte im Angebot, aber diese können sie! Und wie!

Vorweg bestellte ich eine Leberknödelsuppe. Ich bin nicht unbedingt ein Liebhaber dieser Kugeln, die so aussehen wie noch aus der Munitionkammer der Wiener Bürgerwehr während der 2. Belagerung durch Osmanische Truppen im Jahre 1683. Aber ich habe ja gutes über diese Suppe gelesen und sie sollte mich wahrhaftig nicht enttäuschen. In einer kräftigen Rindersuppe, begleitet mit grossen Suppengemüsescheiben, welche nicht zerkocht, sondern immer noch sehr knackig im Biss waren. Würzig, kräftiger Geschmack, aber ohne einen übermässigen metallischen Lebergeschmack, den ich nicht besonders mag. Portionsgrösse war riesig und die Fotos stellen in keiner Weise die Realität dar...leider musste ich einfach einen Teil stehen lassen, den die Bedienung, die insgesamt sehr gute Arbeit leistete, mit einem bedauernswerten Kopfschütteln abräumte. Schliesslich sollte ja noch Magenraum für die HS vorhanden sein.

Bestellt habe ich die Wiener Schnitzel mit gemischten Salat. Als diese gebracht wurden, herrschte allgemeine Fassungslosigkeit...ich dachte, ich hätte schon die grössten Schnitzel in Wien gesehen, aber dies übertraf einfach alles! Abgesehen von der enormen Portionsgrösse (3 Stück standen auf der Karte, mehr als 7 wurden gebracht, ich habe nachgezählt!) war der Geschmack in Ordnung. Ich persönlich hätte aber weniger Portionen und stattdessen dickeres Fleisch bevorzugt.
Dazu wurde ein korrekter gemischter Salat serviert. Selbst der Mais im Salat schien nicht aus der Dose zu sein. Dafür war er zu hart (oder kann das andere Gründe haben? Schlecht war er jedenfalls nicht).

Nach drei Portionen gab ich auf und flehte um eine Schwächelfolie. Mein Schnitzelbedarf für das erste Halbjahr 2015 ist hiermit gedeckt und abgesichert. Mein Cholesterin ist mittlerweile sicher auf dem höchstem Niveau...

Aber wir wissen ja, es gibt bei manchen Menschen eine kleine Ausbuchtung im Magen, welche an der linken Kurvartur sitzt, entdeckt vom berühmtem Wiener Chirugen Billroth, die sogenannte Dessertfalte. Diese will natürlich auch gefüllt sein und ich entschloss mich für eine Portion Palatschinke. Simple Ausführung mit Marillenmarmelade und Puderzucker...ääh, ich meinte Staubzucker. Pudern wird hier anders definiert als in der deutschländischen Standardvarietät, wie mir gerade gesagt wurde. Auf jeden Fall ein perfekter Abschluss! ("Nachdem Essen eine rauchen oder eine...Palatschinke schmausen!")

Als Weinbegleitung hatten wir einen gelben Muskateller, empfohlen von unserer tüchtigen Bedienung. Es war eine hervorragende Empfehlung! Fruchtig, duftig, leichter Körper aber trotzdem kräftig genug im Geschmack um alle Gänge perfekt von der Vorsuppe zur HS bis hin zum Dessert zu begleiten und abzuschliessen.

Sehr gesättigt und zufrieden verliessen wir drei das Gasthaus zum Nussgartl. Für Liebhaber der Wiener Küche ein absolutes Muss auf der Zu-tun-Liste!

Oida, isch schwörs...

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja16Gefällt mir13Lesenswert10
Letzter Kommentar von am 1. Mai 2015 um 13:27

Außer, man ist "ein zufriedener Gast" ;-), siehe Fotos von Gasthof Renner.

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. März 2015
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
5Speisen
4Ambiente
3Service
27 Fotos5 Check-Ins

Wiener Beislküche im 20igsten Hieb, die gibt’s in der Vorgartenstraße 80, im NUSSGART‘L, und das auf sehr hohem Niveau, wie wir finden.

Die 2er Bim hat uns hingebracht, Station Innstraße und dann einige hundert Meter zu Fuß. Parkplätze hätte ich auch so einige gesehen, aber Achtung 1200 ist weitgehend 2stündige Kurzparkzone.

Das Lokal an der Ecke mit der Pöchlarngasse, vorm Haus ab 1.5.15 ein Gastgarten unter alten Bäumen, mit Platz für 80 Personen wie uns der Wirt/Koch erzählte. (Da wird’s knapp unter den Nussbäumen, könnt ich mir vorstellen)

Wir haben vor einigen Tagen telefonisch reserviert und saßen im Bereich wo sich die Bar befindet, wobei die aber nicht nutzbar ist, weil sie mit Flaschen vollgestellt ist. Gestern Abend war‘s gut besucht, aber nicht voll, das haben wir auch schon anderes erlebt. Glücksritter ruft vorher an, wenn ihr sicher einen Platz wollt.

Das Lokal irgendwie urig, ein wenig unaufgeräumt, aber sehr gemütlich. Die Wände holzvertäfelt, unzählige Bilder und Blechschilder hängen herum, Holzsessel und -tische, rötlicher Steinboden. Auffällig ein alter Sekretär, mit dem Boniergerät oben drauf, daneben eine Art Wandkommode gefüllt mit Weinflaschen. 2 Räume gibt’s, getrennt durch eine holzumrandete Glaswand. Der Raucherparkplatz befindet sich VOR der Eingangstür.

2 weibliche Servicekräfte, eine nicht aus unseren Landen, östlicher Herkunft wahrscheinlich, aber perfekt deutsch sprechend, sie war für uns zuständig. Beide freundlich und recht flott, sehr aufmerksam, es wurde regelmäßig unauffällig nachgefragt. Herzlichkeit kam allerdings keine auf und irgendwie war das alles etwas steif und weitgehend schmähbefreit.

Zu trinken hatten wir leider keinen Prosecco, den gab‘s nicht, also wurden es zwei ausgezeichnete weiße Spritzer, quasi gegen den duascht. Zum Essen tranken wir vom Weingut Setzer aus Hohenwarth im Weinviertel/NÖ, einen 2013er Grünen Veltliner DAC. Ein Traum von einem GV, phantastischer Geruch, sehr fruchtig, schon mit einer gewissen Reife und sehr harmonisch. PROST! Dazu kam unaufgefordert ein Krug Wasser. Der Espresso zum Schluss vom J.M. war nahezu perfekt, schwarz wie die Nacht, sehr stark und wenig bitter, er wurde mit einem kleinen Glas Wiener Hochquelle serviert.

Wir hatten eine Suppe, da stand in der Karte, mit hausgemachtem Kaspressknödel. JA das war es, groß, eher flach, mit gschmackigem Kas und von eher weicher Konsistenz, sodaß man es mit dem Löffel gut teilen konnte. Die herzhafte Suppe hat viel Rind gesehen, sehr kräftig, ausgezeichnet. Drinnen fanden sich nicht tot gekochte Karotten und für uns unnötiger Zeller. Oben am Knödel darauf, sehr viel ganz frischer Schnittlauch. Top!

Die Speisen, für meine liebste Frau Nussgartl’s Beislkörberl, wurde auch in einem Körberl auf einer grünen Serviette serviert. Bestehend aus ausgelöstem Backhendl, Fledermaus und Milchkalbsleber. Alles in einer perfekten, weil knusprigen und gold gelben Panier. Dazu gabs Erdäpfel- Vogerlsalat. Ich hatte Milchkalbsleber (vom Rind mit maximal 150kg, nur mit Milch aufgezogen, die Weisheiten sind aus Wikipedia) mit speckigen Petersilerdäpfeln und Preiselbeeren, wobei ich die zu diesem Gericht nicht brauche. Das Hendl war saftige Keule, die Fledermaus durchzogen, mit ein wenig Fett, herrlich und die Leber sowas von weich und zart, das der Gaumen jubiliert hat. Der Salat, mit steirischem Gold, leicht süßlich mariniert, auch Kürbiskerne und recht viel Zwiebel fanden sich, war Spitzenklasse.

Unterm Strich bleibt spitzenmäßige Wiener Wirtshausküche, in einem sehr ansprechenden Rahmen, mit ordentlicher Serviceleistung, wobei da aber etwas Luft nach oben ist.
Wir haben mit Trinkgeld 70,--Euro gezahlt und sind überaus zufrieden wieder nach Hause geBIMelt.

ACHTUNG, das Futter ist nicht nur super gut, sondern auch die Portionen sind RIESIG, selbst der starke Esser wird problemlos satt und die Alufolie hat beim Wirten ZUM NUSSGART‘L Hochsaison. In jedem Fall auch eine Empfehlung vom 331er :-))

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja10Gefällt mir9Lesenswert9
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. September 2014
vielesser123
27
18
13
5Speisen
4Ambiente
4Service
1 Check-In

Wenn ich Musiker wäre, würde ich einen Song über das traumhafte Essen und die anregenden Gespräche, die ich mit Freunden in der Gastwirtschaft Zum Nussgartl geführt habe, schreiben. Wenn ich ein Schreiber und Dichter wäre, würde meine Hand eine Feder führen, durch welche liebreizende Wörter über die Nussgartl-Speisenkreationen zu Papier gebracht werden. Da ich nur ein einfacher Vielesser bin, mache ich das, was ich am besten kann, essen, essen, essen und danach Bewertungen auf ReTe schreiben.

Zum Ambiente möchte ich nicht zu viele Worte verlieren. Nach über 20 Bewertungen kann sich fast ein jeder ein Bild davon machen. Kurz gesagt, mir gefällts! Es ist rustikal, gemütlich, der Abstand zu den Nebentischen ist ausreichend. Die Kellnerin kennt uns und ist immer nett und höflich.

So, jetzt setzt Picasso seinen Pinsel an die Leinwand und macht den ersten Strich, denn jetzt kommen wir zum Wesentlichen, zum Essen. Ich habe nach meinen unzähligen Besuchen im Nussgartl, dieses immer mit einem kugelrunden und gutem Gefühl-Bauch verlassen.

Zu meinen Favoriten zählen das Gordon Bleu (gibt es in der scharf und nicht scharf Variante). Obwohl ich sehr gerne scharf esse, befand sich die Chilischote im Cordon Bleu im oberen Bereich der Scoville-Skala und war für mich einfach zu scharf. Das Cordon Bleu wird mit Reis serviert. Früher hat man stattdessen Pommes haben können. Seit einigen Monaten ist dies leider nicht mehr möglich. Mich stört das nicht, weil ich sowieso ein Reis-Esser bin. Die normale Cordon Bleu-Portion ist für einen Normalsterblichen nicht zu schaffen, auch nicht für einen Vielesser. Es werden 2 Riesen-Cordon Bleus mit einer großen Portion Butterreis serviert. Kosten soweit ich mich erinnern kann € 14,90. Man kann aber auch die kleine Portion (1 Stk. inkl. Reis) um € 11,90 bestellen. Das Cordon-Bleu ist perfekt gemacht: das Fleisch-Käse-Schinken-Verhältnis passt, die Panier ist schön dünn und knusprig. Besser gehts nicht.

Empfehlenswert sind auch das Wiener Schnitzel (mehrere Fleischstücke, wurde schon in einer anderen Bewertung gut beschrieben) und das ausgelöste Backhuhn im Körbchen (schön saftig, dazu gibt es einen herrlichen Salat). Die anderen Hauptspeisen habe ich noch nicht probiert, weil das Cordon Bleu einfach zu verführerisch ist.

Es gibt auch saisonale Gerichte und Nachspeisen. Derzeit kann man 2 herrliche, hausgemachte Zwetschkenknödeln inkl. Röster bestellen. Ich habe von der Kellnerin erfahren, dass die Knödeln aus Kartoffelteig gemacht werden. Der Knödel war zum Niederknien. So schön flaumig, nicht zu süß und die herrlichen Butterbröseln dazu. Weil alles frisch gemacht wird, beträgt die Wartezeit ca. 25 min. Ich habe die Knödeln gleich mit den Getränken bestellt.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja9Gefällt mir7Lesenswert7
Letzter Kommentar von am 14. Mär 2015 um 19:55

Danke für's Update, hbg338 !

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Juli 2014
Update am 12. August 2014
2wiro2
35
1
5
5Speisen
3Ambiente
4Service
1 Foto3 Check-Ins

Wieder einmal überfällt uns im 20. Wiener Bezirk der Hunger. Also befragen wir wieder einmal das Orakel von rete.at, das uns den Weg zum Nussgart'l weist. Und ich muss schon sagen, das Orakel spricht sehr weise.
Wir sitzen in einem gemütlichen Gastgarten und der Kellner mit sehr gutem Witz und Wiener Schmäh serviert uns die Karten. Die Getränke sind rasch gewählt - ich nütze die Chance auf einen (sehr guten) Birnensaft, den man wirklich nicht alltäglich erhält.
Vorerst gab es für uns Leberknödelsuppen und für mich eine Frittatensuppe. Beide waren vom Feinsten.
Ansonsten bestellten wir Backhuhn und Wiener Schnitzel vom Schwein. Die Backhuhn Portionen waren groß, okay, aber was ich (vom Kellner als "Kinderschnitzerl" bezeichnet) auf meinem Schnitzelteller vorfand ist fast unbeschreiblich. 5 (Fünf) riesengroße Schnitzeln türmten sich auf meinem Teller. Eigentlich war ich der Meinung, dass ich den gesamten Gastgarten mitessen lassen müsse. Dabei waren die Schnitzel ausgesprochen gut - ganz dünn (so liebe ich sie am meisten) und ein Gedicht von einer Panier.
Und das Ganze zu wirklich erschwinglichen Preisen (mein "Kinderschnitzerl" samt gemischten Salat (auch ganz vorzüglich) zu EUR 11,80).
Dieses Lokal verlässt man nicht nur mit einem Lächeln im Gesicht (ob des witzigen Kellners), sondern auch mit einem absolut wohligen Gefühl im Bauch (zumindest wenn man nicht die ganze Schnitzelportion alleine bewältigt hat !!!). Nussgart'l - du siehst uns ganz sicher wieder.
Wir waren gestern, am 11.08.2014, wieder hier speisen. Es ist einfach fast unschlagbar. Die Griesnockerlsuppe vom Feinsten (eine richtig gute Rindsuppe mit 2 Nockerln). Sodann haben wir gegessen: Seeforellenfilet, Rindslungenspitzen mit Gemüsenudeln und einen Schweinsbraten. Jede Portion riesengroß (beim Schweinsbraten 5 Stück Fleisch !!!) und, denn das ist ja nicht das Kriterium, in so geschmackvoller und hervorragender Zubereitung, dass mir jetzt noch beim Schreiben das Wasser im Mund zusammenläuft. Wenn man nicht ausschließlich Hauben-Küche akzeptiert, dann muss man einfach einmal im Nussgart'l gewesen sein.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja13Gefällt mir10Lesenswert4
am 22. April 2014
mwuerth
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

War heute mit einem Gast zum Mittagessen, Menü mit Grießnockerlsuppe und als Hauptspeise Wiener Schnitzel mit Petersilerdäpfel. Beides ein Gedicht, die Erwartungen zumindest erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Portion für Menü sensationell, so gut, dass man alles aufessen musste. Vielleicht zu ergänzen: naturtrübe Säfte. Jederzeit zum wieder hingehen. Danke für den Erhalt der Wiener Wirtshauskultur!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. November 2013
Update am 5. Dezember 2015
Experte
hbg338
389
56
29
5Speisen
4Ambiente
4Service
34 Fotos5 Check-Ins

Update 05.12.2015

Nach meinem(unseren) 5ten Besuch hier ein kurzes Update. Wie auch von den Tester Kollegen beschrieben gibt es hier eigentlich nichts zum Aussetzen. Ob Schweinsschnitzel, gebackene Fledermaus , gebackene Leber, gebackene Blunzen Radl oder gekochtes Rindfleisch. Hier hat uns noch alles geschmeckt. Nicht zu vergessen die Suppen. Leider hatte es noch nicht für eine Nachspeise gereicht. Hier ist auch der einzige kleine Kritikpunkt meinerseits. Die Portionen könnten, wenn es auch gegen den allgemeinen Trend geht, etwas kleiner sein. Mittlerweile ist das Nussgartl kein Geheimtipp mehr wie wir bei unseren heutigen Besuch am vollbesetzten Lokal trotz einem Weihnachtseinkaufssamstag feststellen konnten.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sollte mich jemand fragen wo er klassische Wiener Küche in einem typischen Gasthaus mit ansprechenden Ambiente genießen will, dann würde ich ihm seit heute das Nussgartl empfehlen.

RETE seid dank war dieses Lokal schon sehr lange auf meiner to do Liste und heute war es endlich soweit. Zwar keinen Tisch reserviert, aber meine Frau und ich haben darauf gehofft, dass der Samstagmittag doch nicht so der große Mittagessenstag ist wie der Sonntag. Doch wir hatten Glück in zweierlei Hinsicht. Parkplatz haben wir unmittelbar vor dem Lokal bekommen und ein Tisch für zwei war auch kein Problem.

Der Raum der sich gleich beim Betreten vor einen erstreckt ist durch eine offen stehende Schiebetüre zweigeteilt. Links ist der Schankraum wo sich auch die Küche befindet. Die Schank selbst ist schon ein Hingucker da sie aus lauter alten Naturziegeln besteht. Wie auch das gesamte Interieur sehr stimmig gestaltet ist. Alte Opernplakate an den Wänden, Holztäfelung auf der massive Biertonkrüge und leere Weinflaschen als Deko stehen. Im linksseitigen Raum mit der Küche befinden sich auch die Toiletten. Auch die befinden sich in einen gepflegten Zustand. Nach der Schiebetüre gibt es noch einen Speisesaal der ebenfalls wunderschön gestaltet ist. Die dunklen Tische und Stühle passen tadellos zu der helleren Holzverkleidung an den Wänden. Der Hingucker in diesen Raum ist eine alte sehr gut erhaltene und gepflegte Anrichte.

Die andauernd geöffnete Schiebetüre stellt hier in diesem Lokal absolut kein Problem dar, da das komplette Lokal ein Nichtraucherlokal ist. Die Nase und das Gewand wissen dieses zu schätzen. Ein Tipp für Raucher. Warten auf die warme Jahreszeit und im Schanigarten einen Tisch reservieren.

Sofort nachdem uns die Kellnerin unseren freien Tisch gezeigt hat kam sie wieder und gab uns die schön gestylte Speisekarte. Diese ist Gott sei Dank überschaubar. Ich persönlich hasse nichts mehr als telefonbuchartige Speisekarten, denn meistens leidet ja doch die Qualität der Speisen darunter.

Die Getränke, ein großes Obi gespritzt um € 3,80 für mich und ein Achtel Zweigelt um günstige € 1,90 mit obligatem Glas Wasser für meine Frau waren sofort bestellt. Bei den Speisen dürfte es auch kein großes Problem sein. Da ich schon die ganze Woche über Gusto auf ein Schweinswiener hatte widmete ich meine Aufmerksamkeit den Suppen. Frittatensuppe mit Wurzelgemüse um € 3,30 war meine Wahl. Zur Sicherheit nachsehen ob es Schweinswiener auf der Karte gibt, und da stand es geschrieben. Nicht das Schweinswiener sondern „Gebackene Fledermaus mit Petersilerdäpfeln und Preiselbeeren“. Eine fast in Vergessenheit typische alt Wiener Speise. Fledermaus ist ein besonders Stück Fleisch vom Rind oder Schwein. Etwas saftiger als das klassische Schweinsschnitzel und was ich besonders liebe auch dicker. Ein Schnitzel wo die Panier dicker ist als das Fleisch ist für mich ein Albtraum. Preislich ist es aber auch teurer als der Klassiker. Hier werden€ 12,90 verrechnet. Meine Frau bestellte die fast schon obligatorische Gebackene Leber um € 8,90.

Während der Wartezeit konnte ich die vorbeigetragen Speisen begutachten, und was ich sah war schon sehr ansprechend. Großes Schweins Wiener, Back Hendel im Körberl(ausgelöst), Gekochtes Rindfleisch usw. Wenn das Essen so schmeckt wie es aussieht, dann kann nichts schiefgehen.

Die Kellnerin war auch schon mit der Suppe bei mir. Wieder einmal im Teller, und nicht wie bei den meisten Gasthäusern in der klassischen Suppenschüssel. Eine sehr großzügige Portion, bei der man zwischen den vielen Frittaten schön die länglich geschnittenen Bestandteile des Wurzelgemüses sah. Eine Rindsuppe wie sie sein soll und mit erstklassigen Geschmack. Die Frittaten in solider Handarbeit hergestellt. Salz, Pfeffer und das nicht Maggiflscherl absolut verzichtbar.

Meine Hoffnung auf eine nicht zu große Portion der Hauptspeise wurde nicht erfüllt. Vier Stück Fleisch mit reichlich Petersilerdäpfel, grünen Salatblättern und Paradeisstücken als Deko. Eine Schüssel Preiselbeeren. Die Fleischstücke waren bestreut mit ganzen Kürbiskernen. Nicht nur zur Deko für mich, denn als langjähriger Steiermark Gast weiß ich diese zu schätzen. Die Leber mit dem reichlich Vogerl- Erdäpfelsalat war auch nicht zu verachten.

Die Fledermaus und auch die Schweinsleber schön weich, nicht tot gebacken mit der für uns beiden perfektesten und besten Panier die wir je gegessen hatten. Leider ist das zu beschreiben was diesen Geschmack ausmacht nicht möglich. Nachfrage beim Kellner brachte auch keine Hilfe, nur den Hinweis dass sie mit Rapsöl arbeiten. Die Petersilerdäpfel so wie sie sein sollen, mit der richtigen Dosis Petersilie. Auch die von mir eigentlich nicht sehr geschätzten Preiselbeeren schmeckten vorzüglich. Ebenso der Salat meiner Frau. Auch hier blieben Salz und Pfeffer unbenützt.

Die vorbeigebrachte Rolle Alufolie wurde gleich wieder retourniert. So ein Essen packt man nicht ein und isst daheim fertig. Abgesehen ist Leber dafür sowieso nicht geeignet.

Für die Angebotenen Nachspeisen die auch in das Schema der Wiener Küchen passen, wie Palatschinken oder Kaiserschmarren war leider kein Platz mehr.

An einen Samstag vorzüglich in einem sehr schönen Rahmen speisen. Herz was willst du mehr. Das Lokal ist wie schon erwähnt absolut empfehlenswert. Vom Ambiente über die Kellnerin und dem Kellner die immer wieder nachfragten ob es schmeckt und ob alles in Ordnung ist, bis natürlich hin zu den vorzüglichen Speisen. Wiederholung auf jeden Fall in absehbarer Zeit.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja21Gefällt mir16Lesenswert11
Letzter Kommentar von am 12. Nov 2013 um 14:31

Ich auch! :-)

Gefällt mir
am 31. Mai 2013
Jakober
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

War mit Freunden zufällig im Nussgartl essen. Super Speisekarte. Sehr freundliche Kellnerin, zuvorkommend. Wir wurden super betreut.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
am 30. Mai 2013
Riegler
1
1
4Speisen
4Ambiente
5Service

War mit meiner Familie im Nussgartl zum Essen. Die Speisen waren hervorragend. Ein besonderes Lob gilt dem weiblichen Servierpersonal. Selten so liebenswürdige und nette Kellnerinnen gesehen. Werde das Lokal weiterempfehlen und man sieht mich bestimmt wieder. Ein Gast aus Inzerdorf

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. Mai 2013
Sapore
1
1
4Speisen
4Ambiente
5Service

Am Tag der Arbeit stand mir der Sinn nach lukullischen Genüssen (wann eigentlich nicht?), doch war zugleich der Hunger ein großer. Das Lokal „Zum Nussgartl“ war folgerichtig als Symbiose wohlmundender Großportionen schnell ausgesucht und ebenso zügig mein kulinarischer Wegbegleiter und guter Freund seit frühester Kindheit an meiner Seite. Der – insbesondere für Wiener Verhältnisse – doch sehr einladende Schanigarten wartete mit einem gemütlichen Schattenplatzerl auf uns. Da können sich auch zwei gebürtige Wachauer und Heurigenveteranen nicht mokieren. Nach erfolgter Platzierung wurde die Speisekarte flott dargereicht, der Überbringer: Typ Unikum, Abstammung Wiener Urgestein – herrlich! Die Karte selbst ist recht überschaubar, aber sorgfältig ausgesucht, die Weinauswahl durchdacht und überraschend groß.

Hauptspeise:

Alle paar Besuche wieder, nachdem diverse Gerichte und Neuerscheinungen goutiert wurden, zieht es mich treuverbunden zum Schnitzel hin, dem Nussgartl-Klassiker, der auch gleich dem Freunde, seines Zeichens kritischer Gourmet-Aficionado, empfohlen wurde. Die Speisekarte spricht von zwei Schnitzeln, doch buhlten auf meinen Tellern stets drei Prachtexemplare um meine Aufmerksamkeit. Jedem, der sich als starker Esser bezeichnet, rate ich an, das Schnitzel inklusive Beilage, einem gemischten Salat (uninspiriert, aber bodenständig gut), zu verspeisen. Gelingt das kühne Husarenstück, möge er sich fortan mit der Bezeichnung Gourmand schmücken. Doch zurück zum Wesentlichen, die Schnitzel sind dünn, die Panier ein krosser Traum, das Fleisch zart und zungenumschmeichelnd; hier wird viel fürs Geld geboten. Der oben erwähnte Salat ist zwar über dem Durchschnitt angesiedelt, aber mitnichten der Hauptgrund der Bestellung.

Service und Ambiente:

Ein Wiener Gasthaus, wo man merkt, dass Menschen dahinter stecken, die mit Passion ihrem Beruf nachgehen. Heutzutage leider eine Seltenheit, deswegen ist dies ein (Wohlfühl-)Faktor, der bei mir besonders ins Gewicht fällt und auch dafür entscheidend ist, ob das Lokal mit weiteren Besuchen beehrt wird. Hier gewinnt das Nussgartl weitere Punkte, nicht zuletzt dadurch, dass der Wiener Schmäh des Kellners einem mühelos ein Lächeln bis Lachen auf die Lippen zaubert. Das Publikum ist gut durchmischt und angenehm vom Wiener Lokalkolorit geprägt. Das urige und stimmige Ambiente lädt zum Verweilen ein. Fazit: Immer wieder eine Pilgerfahrt wert und auch gut mit dem Proletenschlauch (vulgo: U-Bahn) erreichbar.

P.S.: Auch besagter Freund schließt sich schwärmend weiteren Pflichtbesuchen an.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja16Gefällt mir7Lesenswert5
Letzter Kommentar von am 9. Nov 2013 um 21:17

Und das von einem pösen pösen Stammuser! ;)

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. August 2012
misenplace
54
20
15
4Speisen
4Ambiente
4Service
9 Fotos6 Check-Ins

Am einem Freitagabend um 18:30h ohne Reservierung einen Platz im schattigen Gastgarten zu kriegen ist nicht wirklich einfach - der freundliche Kellner macht es aber möglich.
Überhaupt sollte man sich vom äusseren Eindruck des Herrn Kellner nicht zu einem Vorurteil verführen lassen: man hat hier nämlich ein leuchtendes Beispiel vor sich, daß eine Häufung von Piercings und Tätowierungen durchaus mit einem gewählten Hochdeutsch und exzellenten Kellnerqualitäten eine fruchtbare Symbiose ergeben können!

Die Vorspeise:

Als Vorspeise gibt es wieder einmal die wunderbare Leberknödelsuppe, die bar jedes künstlichen Geschmacksverstärkers daher kommt und und neben den namensgebenden Einlagen auch Karotten und Zeller beinhaltet, die für sich alleine durchaus noch erkennbar schmecken und diese triviale Suppe durchaus in der Auslage ihrer Kategorie platzieren.

Die Hauptspeise:

Immer wieder überfliege ich die Karte von neuem - werde dieses Mal kurz von einem Filetsteak mit Risotto (ca. €24,--) gereizt..... letztendlich wird es aber doch wieder das wunderbare Backhendl im Körbchen, das mit einem Erdäpfel-Vogerlsalat mit Kürbiskernen und Kernöl begleitet wird.
Im Gegensatz zu früher ist das Backhendl jetzt ausgelöst und schmeckt exakt so, wie ich mir das vorstelle - ohne jeden unangenehmen Beigeschmack, den das falsche Frittierfett verursachen kann. Die Portion ist hier stets viel zu groß, weswegen das bereitliegende Staniol meinerseits noch jedes Mal gute Dienste geleistet hat.
Weiters haben wir uns noch einen Backhendl-Salat (ebenfalls auf Erdäpfel-Vogerlsalat mit Kürbiskernen und Kernöl) bestellt. Die Menge an panierter Hendlbrust hier ist vermutlich für eine alleinige Hauptspeise schon ausreichend.

In einem Wirtshaus wie diesem trinke ich gerne ein Krügerl Ottakringer (€3,30) zum Panierten. Die Weinkarte ist aber überraschend ausgesucht und umfangreicher als man hier gemeinhin erwarten würde. Auch Weinfreunde finden hieralso mit hoher Wahrscheinlichkeit das Passende zu ihren Speisen, und zwar zu sehr vernünftigen Preisen.

Irgendwann einmal werde ich hoffentlich auch einer der Nachspeisen ausprobieren - bisher war ich aber nach dem Backhendl dermaßen gesättigt, dass wirklich nichts mehr machbar gewesen wäre.

Ambiente und Service:

Das Publikum ist hier lokal durchmischt wienerisch... natürlich hat man es hier im Gastgarten großteils mit Rauchern an den Nebentischen zu tun - im Innenbereich kriegen sie es aber mit der Abtrennung zum Raucherbereich mittlerweile aber auch sehr gut hin.

Und bei dem Kellner (der durchaus als liebenswertes "Original" bezeichnet werden kann) komme ich sowieso immer wieder gerne hierher. Immerhin hat er ja als schwer zu leugnender Austria-Fan auch Gnade bei einem Wirten gefunden, der seinerseits eindeutig als Vienna-Fan einzuordnen ist - was ja auch beim Arbeitgeber die Akzeptanz der fachlichen Kenntnisse unterstreicht!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja18Gefällt mir10Lesenswert5
am 16. März 2012
grab
1
1
4Speisen
5Ambiente
4Service

ein vorsichtig erneuertes altes Vorstadtwirtshaus mit wunderbar bodenständigrr Küche zum guten Preis. Sehr gemütlich!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
am 10. Dezember 2011
gernesser
1
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Habe die Kritik vom 5.12. bei den Neubewertungen gelesen - für mich klingt dass eher nach frustriertem Ex-Mitarbeiter oder von Neid erfüllter Konkurrenz! Meiner Meinung nach sollte man seriös bleiben, da es sich hier um ein Forum handelt, das für andere hilfreich sein sollte. Bei so manchen Einträgen fragt man sich echt, ob diese Seite nicht heissen sollte www.beschwerde.at! Wenn man schon solch schlechte Kritik über ein Lokal verfasst, sollte man zumindest der deutschen Sprache und Rechtsschreibung mächtig sein!

Und zum Abschluss möchte ich noch betonen, dass ich mit dieser Gastwirtschaft sehr zufrieden bin - fein dass sich Wirtsleute überhaupt noch so eine idealistische Arbeit antun! Bravo!

PS: Ich gehe sehr gerne mit meiner Familie essen und muss mich doch oft sehr auch über das Benehmen mancher Gäste wundern.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja1Gefällt mir1Lesenswert
Kommentar von am 10. Dez 2011 um 19:15

PS: Ich gehe sehr gerne mit meiner Familie essen und muss mich doch oft sehr auch über das Benehmen mancher BewerterInnen hier wundern.

Gefällt mir
am 5. Dezember 2011
nikita
1
1
3Speisen
3Ambiente
2Service

Mittagsmenüs: Als "Bratl" bekommt man Fleich mit dicker Fettschicht und die Portionen sind eher klein. Gute Qualität aber nichts für den großen Muttagshunger! Dresdnerhof ist da viel besser und hat auch einen Garten im Sommer, auch besseres Preis- Leistungsverhältniß! Überdies ist die Bedienung/Koch/Geschäftsführung ist etwas kaltschneuzig und eingebildet (worauf???) und nicht sehr kundenorientiert! Aber der Dresdnerhof ist in unmittelbarer Nähe (und der "Hutterer" auch, der ist zwar etwas einfacher aber mit sehr kundenfreundlichen Besitzer und guter Hausmannskost!)

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 13. Aug 2012 um 00:13

Kurt: sagte ich doch - kurt1101 kennt sich aus! Wer hat was anderes verstanden?

Gefällt mir
am 8. September 2011
schluckspecht
3
1
1
4Speisen
4Ambiente
5Service

Also ich muss schon sagen, so ein Lokal im 20.Bez. hätte ich nicht erwartet, das Essen ist wirklich gut und günstig, die Bedienung sehr nett und freundlich olala, leider gibt es keinen Käse als Nachspeise ( na vielleicht ändert der Chef das auch irgendwann), aber dafür ist der Wein wiederum sehr gut. Brav, weitermachen so!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
am 12. August 2011
Mannerschnitte1
1
1
4Speisen
4Ambiente
4Service

Waren mit unsererem Damenkränzchen gestern Abend wieder mal im Nussgartl zu Besuch glücklicherweise hatten wir schönes Gartenwetter und konnten unterm herlichen Nussbaum sitzen. Jetzt zum eigentlichen Grund warum ich hier schreibe:Wir sind oft zu Gast in diesem Beisl da wir in der Nähe wohnen und sehr Froh sind über diese Kulinarische Perle in der Brigittenau! Diesbezüglich können wir den Vorigen Eintrag überhaupt nicht verstehen da er unserer Meinung nach absolut nicht der Wahrheit entspricht! Wir studieren die Speisekarte bei jeden unserer Besuche und finden bereits seit guten drei Monaten mehr keinen Zwiebelrostbraten mehr auf der Karte!! Die Speisekarte möchten wir loben da sie ständig gewechselt wird. Um nochmals auf den vorigen Beitrag zu kommen:man sollte schon ein wenig seriöser schreiben da wir der Meinung sind es gibt eh schon so wenig gute Wirtshäuser in Wien sprich die Beislkultur abhanden kommt und durch schnicki schnacki Gastronomie ersetzt wird bitte so viel sei gesagt auch die ihre Berechtigung hat. Ausserdem sind wir der Meinung sollte man soviel Courage besitzen bei etwaiger Kritik sich sofort im Lokal zu melden. Zum Essen sei gesagt wir finden die haben eins der besten Kalbsbeuschl in Wien!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mir1Lesenswert
Letzter Kommentar von anita47 am 16. Aug 2011 um 16:22

und übrigens habe ich das Essen mit gut bewertet 3, weil alles andere war sehr gut und der Zwiebelrostbraten schlecht, also ist gut eine "gute Wertung".

Gefällt mir
am 6. August 2011
Experte
anita47
67
22
19
3Speisen
4Ambiente
4Service

Waren bisher zweimal im Nussgartl, leider immer dann wenn das Wetter nicht mitgespielt hat, den Garten konnten wir nicht genießen dafür das wirklich nette Ambiente im Gastraum. Beim ersten Mal waren das Schnitzel, das Backhendl und die "mehreren Zwiebelrostbraten" ausgezeichnet, darum hatten wir uns entschieden mit Gästen aus dem Ausland hinzugehen, was für eine Entäuschung, vielleicht lag es daran das die Mannschaft überfordert war da das Lokal bummvoll war, aber "die mehreren Zwiebelrostbaraten" waren alle zäh lagen und in einer grauenhaften schleimigen Soße, die Zwiebel waren grausig, das Schnitzel, das Backhendl und die Nachspeisen (Marillenpalatschinken) waren wieder ausgezeichnet. Es ist halt sehr peinlich wenn man jemandem von einem Lokal vorschwärmt und dann so entäuscht wird.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mirLesenswert
am 8. Februar 2011
atHome
35
1
4
4Speisen
3Ambiente
3Service

War schon ein paar mal im Nussgartl. Essen war immer "sehr in Ordnung!
Zander gebraten mit Gemüse: Zander glasig - wie ich ihn mag, und nicht wie oft üblich totgebraten - segr gut.
Kalbsbeuschel, gebackene Fledermaus, Kalbsbeuschel sowie das Martini-Gansl - sehr empfehlenswert. Nur einmal mit dem Schwammerlgulasch (das können`s nicht) eingefahren - essbar!
Bier und Wein richtig temperiert.
... und im Sommer draußen - zahlt sich aus

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?JaGefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. Jänner 2011
SarastroCulinario
53
21
10
5Speisen
5Ambiente
5Service
11 Fotos29 Check-Ins

Sozusagen ein Nussgarl Update von mir, verbringe ich doch etliche Mittage, Nachmittage und Abende in dieser Oase des Genusses... also warum nicht ein zweites und irgendwann wenn der Garten wieder offen hat ein drittes Review zu schreiben...

Heute möchte ich ein wenig tiefer auf die Speisen eingehen, die ich dort genossen habe - um auch ein ganz klein Wenig zu erklären, warum dieses Lokal, seine Küche und sein Service zu meinen 5-5-5 Favoriten gehören...

Erklärung 1: Authentische - nicht selbstverliebte Gastronomie:
Hier wird ehrlich und frisch gekocht, verpönt sind Systemgastronomische Fehlentscheidungen, genauso wie nicht frisch und nicht gut, wobei ich mich manchmal zu Mittag frage wie die es schaffen - frisch, gut und günstig zu kochen wenn der Laden brummt...

Meine letzten Erfahrungen und die meiner Begleiter, männlich, weiblich,

1.) Nierndl'n geröstet in Senfsauce, dazu Petersilerdäpfel € 7,50
Review: Nierdln muss man mögen ich mag sie nicht, durfte sie aber kosten - knackig, durch und die Senfsauce verdeckt diesen Nierndlgeschmack, - was wieder dazu führet, das ich sie essen konnte und es mir geschmeckt hat

2.) Zweierlei Gebackenes (Hühnerfilet, Karreerose)
mit Preiselbeeren und Erdäpfel-Vogerlsalat € 12,90
Ufff - wer soll das essen, die Portionen sind zu groß - selbst für einen starken Esser wie mich, aber das Gebackene, ist so was von zart, wohlschmeckend und gut, das man essen und essen und essen muss....

3,.) Bauern-Cordon-Bleu (für starke Esser) – pikant gefüllt, mit Pommes Frites € 12,90
Geschäftsfreunde aus Ungarn waren mit uns zu Gast im Nussgartl, - nicht nur einmal und sie hatten Sonderwünsche, welche freundlich perfekt und gut umgesetzt wurden, Reis zum Cordon war kein Problem, und beim zweiten Besuch unserer Ungarischen Geschäftsfreunde wurde wieder dieses Monster am Teller - geordert und mit Schmatzen und rollenden Augen genossen...

4.) Garnelen auf Risotto von Steinpilzen, dazu gehobelter Grana
Gestern erst hatte ich zum Abendessen, Garnelen, auf einem wunderbar al dente gekochten Risotto, - welches mich zusammen mit den Garnelen wiedermal überzeugt hat...
Die Garnelen nur mit ein wenig Salz, Öl und Zitrone gegrillt, leicht aus der Schale zu lösen, ein Zeichen der Frische, dazu ein Risotto, welches mir dem 25% Italiano das Herz hüpfen liess, Gut, leicht und echt zu empfehlen.... wie selbstverständlich landete eine Schale mit Zitronenwasser auf meinem Tisch um meine Finger nachher rein zu bekommen - ohne große Worte, einfsch um mich als Gast bemüht...

5.) Rieslingskalbsbeuscherl mit Semmelknödel und Gulaschsaft € 9,90
Wer, so wie ich auf Abstand zu Innereien programmiert ist - muss sich überwinden ein Beuschel zu essen, HIER NICHT - so ein Beuschel, ist etwas Wunderbares, wenn es ausgewogen und harmonisch zubereitet ist - man kann sagen was man will, Leber, Beuschel, Hirn mit Ei, Hirn gebacken .- hier schmecken Innereien so wie sie schmecken sollen, unaufdringlich GEIL - WEIL EBEN GUT UND FRISCH...

6.) Geröstete oder gebackene Schweinsleber mit einer Beilage Ihrer Wahl € 6,90
Auch diese Speise habe ich hier mit Genuss schon mehrmals zu mir genommen und zwar geröstet, zart, butterweich, einfach ein Gedicht - dazu einen Rotwein... klarerweise den Rubin Carnuntum - und der Tag ist gerettet...

Fazit: zum Nussgartl...
Hier macht jemand Gastronomie mit Liebe, Engagement und Ehrgeiz, wow, ich hab viel gegessen und genossen, aber selten so, selten so günstig, selten so ambitioniert.... und das zu einem Preis, wo man sich oft fragt, was hat der Wirt davon...
Einziges Manko, das ich im Moment für mich sehe - Man muss reservieren, weil es mittlerweile zu viele Genuss-Menschen gibt die ins Nussgartl pilgern... aber das erfreut natürlich auch weil GUTES sich eben doch durchsetzen kann...

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja12Gefällt mir2Lesenswert4
Letzter Kommentar von am 7. Jän 2011 um 17:22

Höchstote oder nicht; egal: Obwohl ich das Nussgartl "nur" mit 4/3/4 bewertet habe war es für mich das Highlights des Jahres. Einfach weil Erwartungshaltung und dann das Erlebte echt positiv überrascht hat. Dem einen sind das halt 3x die Höchstnote wert; ist auch OK

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 23. November 2010
SarastroCulinario
53
21
10
5Speisen
5Ambiente
5Service
11 Fotos29 Check-Ins

Mittlerweile zu meinem "Liebling" mutiert ist dieses kleine aber feine Lokal im 20ten - Es fällt immer schwerer "untreu" zu werden - und ich gebe zu, es hat mich bisher an die 15-20 Mal dorthin verschlagen - oder waren es doch mehr??

Grund genug das Lokal das ich immer mit wechselnden Begleitungen, männlich, weiblich, auch Hund kam mit, besuchte - was finde ich blos nur eigentlich wirklich an dem Nussgartl...

1. Essen: ich geb zu ich bin verwöhnt - mir schmeckts und es schmeckt wunderbar - oder .... ich ess im Nußgartl - sicher zugegeben nicht alles ist 5 Stern aber ein Gulasch SO kochen, eine Lammhaxe SO zubereiten, ein BauernCordon so groß so gut so reichlich - ein Backhendl das 2 Keulen hat die auch noch bestens gewürzt einem HendlGegner munden? Und dann kam mein Highlight und ich verfiel dem Koch in tiefer Dankbarkeit:

GANSL - mit Rotkraut und Maroni - und DANKE lieber Koch mit einem Erdäpfelknödel - (Mario schau oba in den 20ten - die können das logistisch und auch kochtechnisch)

2. Ambiente: Ich mag das urige Ambiente in der warmen Jahreszeit den Gatgarten und ich mag es wienerisch - unverschnörkelt, keinen Brot oder Rindfleischwagen - keinen Schnösel als Kellner der feiner ist als ich - ich mag mich wohlfühlen - ich sein - und ESSEN

3. Bewirtung: Hier ist der kleine aber auch meinerseits einzige Kritikpunkt - LEUTE vom Nußgartl - solche Portionen - zu solch einem Preis - und das müssen eure Leut auch noch zig mal am Tag schleppen - SCHERZ - Mittlerweile mag ich das DU - im Gegensatz zu meinem Vorposter ganz gerne - es gibt mir ein Zuhause Gefühl - aber Klar - nicht jedermann mag das schon gar nicht beim ersten Mal -

Aber was ist das alles schon im Vergleich zu dieser Küche - ich geb zu - ich bin ein klein wenig verliebt (nicht in den Koch) aber in das was er so zaubert.... zu diesem Preis...

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja7Gefällt mir1Lesenswert3
Letzter Kommentar von am 7. Jän 2011 um 14:21

Vranac: Ständiges Kritisieren von Bewertungen nerven. Dass auf so einer Site (Gott sei Dank gibt es solche!) immer nur SUBJEKTIVE Bewertungen geben KANN, sollte einleuchten. Folgender Rat an dich: geh selbst hin und probier aus bzw. lies auch andere Bewertungen.

Gefällt mir
am 22. November 2010
Experte
Gastronaut
428
45
29
3Speisen
3Ambiente
2Service

Nachdem so viele in letzter Zeit von dieser Oase in der kulinarischen Wüste geschwärmt haben, mussten wir natürlich auch hinschauen. Zuerst waren wir überrascht mit wie viel Liebe zum Detail hier ein Gasthaus wie aus der guten alten Zeit aus dem Boden gestampft wurde und auch die Karte versprach großes. "Ja, es gibt sie noch- Die Wirtshaus-Klassiker" steht groß auf der Speisekarte! Also bestellen wir von diesen Klassikern.
Nachdem das Backhendl nicht ausgelöst ist,bestellte ich das Wiener Schnitzel mit Pommes Frittes statt Salat, meine zwei Gegenüber hatten das Gulasch mit Nockerln und mein Rechts-Neben-Mir hatte den Zwiebelrostbraten mit Röstzwiebeln.
Das Schnitzel kam als erstes, dafür aber mit dem abbestelltem Salat.
Die Kellnerin meine: "Hast DU etwas anderes bestellt?" Ich mag eigentlich nicht gedutzt werden, wenn ich essen gehe....
Dann kam der Rest! Das Schnitzel selbst war einwand frei bis richtig gut. Das Gulasch war wirklich OK, dafür war der Zwiebelrostbraten zäh und schwamm in einer Pampe aus gekochen und niemals gerösteten Zwiebeln.
Und als dann meine bestellten Pommes Frittes kamen, waren diese innen noch roh. Bauchfleck!
Immerhin bot man mir dann Palatschinken aufs Haus an...Die waren ganz ok...Wiederkommen werde ich aber kaum, dafür lohnt es sicht in die Wüste zu fahren....

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja5Gefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. November 2010
Otternase
34
44
12
4Speisen
4Ambiente
4Service

Mir graust davor ein Beuschel zu essen und zwar seitdem ich denken kann. Einerseits kommt diese neurotische Einstellung wahrscheinlich daher, dass ich mir im falschen Moment vor Augen halte, woraus dieses Gericht besteht (vorwiegend aus Herz und Lunge, manchmal ist auch noch Zunge oder Milz dabei). Andererseits glaube ich mich erinnern zu können, dass ich in jungen Jahren einmal eine aussehens- und geschmacksmäßig extrem ekelhafte Portion dieses Gerichtes vorgesetzt bekommen habe.
Letztens war ich zur Therapie im NUSSGARTL.
In Begleitung der charmanten, fachkundigen und an diesem Tag besonders hungrigen Frau G. machte ich mich auf den Weg in die Vorgartenstraße. Sobald man von der wenig ansehnlichen Innstraße in diese, in ihrem Verlauf mehrmals unterbrochenen Querstraße einbiegt, hat man das Gefühl nicht mehr im selben Bezirk zu sein. Keine Spur mehr von ÖBB-Lehrwerkstätten und anderen Industriebauten. Nicht zu Unrecht nennt man dieses Viertel auch die „Brigittenauer Cottage“. Und ebenda findet man ein Kleinod, wie es nur mehr wenige in Wien zu finden gibt. Kein alteingesessenes Lokal, sondern erst 2009 nach liebevoller Restaurierung eröffnet, hat das NUSSGARTL längst sein Stammpublikum gefunden. Wir betraten also das gut besuchte Wirtshaus und waren heilfroh einen Tisch reserviert zu haben. Flugs wurden wir von der netten Kellnerin nach unseren Getränkewünschen gefragt. Für den Anfang nahmen wir jeder ein Bier (Ottakringer Zwickl + Pur) und fingen an in der Speisekarte zu blättern. Wir entschieden uns für die Zuckerkarottencremesuppe mit Kokostopfennockerl und die Erdäpfel-Steinpilzsuppe (beide besonders köstlich). Danach wollten wir noch Schweinsmedaillons mit Pilzrisotto und Balsamico-Schalotten sowie ein Schweinsbratl mit Kraut und Knödel. Außerdem erzählte ich dem Wirt von meinem Beuschel-Problem, und er machte den Vorschlag, mir eine Mini-Portion zum Kosten zu bringen, natürlich auch gleich ein bisschen Gulaschsaftl dazu. Und er schwor mir, dass in sein Beuschel nix Grausliches hineinkommt! Was soll ich sagen … was mir dann serviert wurde, sah äußerst appetitlich aus und schmeckte sehr gut. Wenn ich jetzt sage, dass es nach meinem Geschmack einen Hauch weniger säuerlich sein hätte dürfen, könnte man einwenden, dass ich ja keine Ahnung von einem richtigen Beuschel habe. Aber ich patzte ein bisschen Gulaschsaft dazu, verputzte die Kostprobe bis zum letzten Bissen und war glücklich endlich „geheilt“ zu sein. Danach kamen der Braten (sehr fein) und die Medaillons mit dem Risotto (herrlich). Die Portionen waren wirklich groß und ließen kaum Platz für etwas Süßes. Trotzdem teilten wir uns noch 2 Stück Palatschinken mit Marillenmarmelade (perfekt gebacken, Marmelade sehr süß).
Weil das Essen so gut war, bin ich mit meiner Tochter, der kleinen Otternase heute noch einmal ins NUSSGARTL gekommen. Wir wurden von den Picatta Milanese mit Linguine und Parmesan sowie einem ausgelösten, extrem saftigen Backhenderl mit Erdäpfelsalat auch diesmal nicht enttäuscht.
Wenn man als Wirt ein Ziel vor Augen hat und konsequent auf preiswerte Qualität setzt, wird das von den Gästen dankbar angenommen und entsprechend honoriert. Ich freue mich sehr, dass es Herrn Herbich und seinem Team gelungen ist ein so tolles Lokal zu begründen und eine hervorragende Küche aufzubauen. Wien braucht keinen weiteren Pseudo-Gourmettempel in dem man Rollmops vom Silberfischchen, Krabbenzahnfleisch-Ravioli mit Mäusemilch-Mozzarella oder Goldfischkaviar an pochierten Ameiseneiern serviert bekommt. Auch die, neuerdings wie Shiitakepilze aus dem Boden schießenden Asia-Nudel-Hütten, sind mehr als entbehrlich. Gott sei Dank haben auch noch „normale“ Köche und Wirte den Mut und den Idealismus ein Lokal aufzumachen, in dem auch die traditionelle Wiener Küche auf hohem Niveau gepflegt wird.

Vielen Dank!

P.S. Die Musikberieselung (Radio Wien?) war in der Gaststube nicht wirklich angenehm, noch dazu war der Sender schlecht eingestellt und hat permanent gerauscht.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja9Gefällt mir1Lesenswert2
Kommentar von Unregistered am 10. Nov 2010 um 17:26

Klingt interessant. Werde mir das auch anschauen.

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. November 2010
Experte
laurent
301
58
27
4Speisen
3Ambiente
4Service

A la Carte 2011 meint: "Gutbürgerliche Küche mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Schöner schattiger Gastgarten zum Genießen.
Aber da ist um einiges mehr:Da ist Pfiff dahinter, kein alter grantelnder, griesgrämiger Wirt sondern ein besonders Engagierter. Aber der Reihe nach: Ziemlich voll heute Mittag, im Raucherbereich im ersten Raum mit schöner Schank und auch im alibimäßig abgetrenntem Nichtraucherbereich ein stetes kommen und gehen. Chef und ein Herr Ober schaukeln den Laden, aber wie! Rustikal aber sehr gepflegtes Ambiente, Besteck steht im Tonkrügen auch schon da. , Frischblumen am Tisch.
Das Mittagsmenü, - Kräftige Rindsuppe mit Grießnockerl, Wiener Schnitzerl vom Schwein mit Pommes Frites – um 5,50 ein Kampfpreis.
Sehr feines Weinangebot, glasweise einiges von Taferner und Jungwein vom Hofbauer-Schmid bis hin zum Uhudler; Ottakringer vom Faß.
Das Speisenangebot von Wirtshausklassikern wie Gebackene Fledermaus vom Bioschwein, Geröstete oder gebackene Schweinsleber, Schweinsbartl vom Schopf im Schwarzbiersaft'l..
Gang 1: Zuckerkarottencremesuppe, verfeinert mit frischem Ingwer serviert
mit Kokostopfennockerl 3,80: Die Suppe mit dezenter Süße, nicht zu dünn und auch nicht oberslastig verdickt, die harmonische Schärfe des Ingwers in Kombination mit den luftigen Topfennockerln (wo war Kokos?) eine absolut geschmacklich stimmige Kombination.

Gang 2: Kleine Portion (wie hätte dann die Große ausgesehen?) Rieslingskalbsbeuscherl mit Semmelknödel und Gulaschsaft € 8,90 für die große Portion. Kein Herz-Lungenragout mit Gemüse sondern ein echtes, angenehm säuerliches Beuscherl, fein geschnitten, ideale Konsistenz, dazu ein mehlloser Semmelknödel, darüber reichlich frischer Schnittlauch und Sauerrahm- großartig; so hat Beuscherl zu schmecken

Gang 3: Geschmorte Lammkeule in Rotwein-Wurzel-Sud, verfeinert mit edlen Gartenkräutern auf Erdäpfelpüree und geröstetem Zucchinigemüse € 13,90 Die Stelze in Schafgröße, der Geschmack nach Lamm. Eine Stelze zu schmoren bedarf keiner großen Kochkunst, das Safterl dazu zu machen allerdings schon. Und das war Kochkunst. Das Püree dazu- OK ,das Zucchinigemüse als Gröstl mit Biss. Der dazu empfohlene Rotwein, Zweigelt vom Taferner ein idealer Begleiter- auch wenn der Chef dreimal meinte ein Shiraz (den er aber nicht hat) würde besser dazu passen.

Gang 4: Wiederum vom Chef empfohlen- der Renner des Hauses: Topfenschmarrn nach Art des Hauses mit hausgemachtem Birnenkompott € 5,50: Hat mich nicht begeistert. Zuviel karamellisiert, dadurch leicht bitter und extrem klebrig, das Kompott äußerst zimtlastig

Fazit: Ausgezeichnete Küche, (zu) große Portionen um mehrere Gänge zu genießen, toll engagierter Service mit Schmäh und Überblick; äußerst erfreulich und empfehlenswert!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja16Gefällt mir4Lesenswert2
am 2. Mai 2010
josti
43
3
4
4Speisen
3Ambiente
3Service

Waren am Dienstag zu Mittag Gast im Nussgartl. Zum Ambiente kann ich leider nicht viel sagen wir saßen im Gastgarten. (Sehr ruhig den es ist keine stark befahrene Straße). Wir aßen Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat (7.5) und Gebackene Leber (5.9), beide Speisen schmeckten sehr gut und waren ausreichend für unseren großen Hunger. Das Servicepersonal könnte ein bisschen flinker, freundlicher und kompetenter sein aber das kann sicher alles noch werden.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mirLesenswert
Zum Nussgartl - Karte
Lokale i. d. Nähe:

Auch interessant

1100 Wien
11 Bewertungen
1010 Wien
14 Bewertungen
1010 Wien
25 Bewertungen
1010 Wien
7 Bewertungen
1010 Wien
10 Bewertungen
Mehr Hot Lists »

In 6 Lokal Guides gelistet

Auf der Suche nach dem (für uns/mich) ultimativ...

Nachdem der Bisamberger Weinstadl Ende 2006 LEIDER zugesp...

Meine typisch Wiener (Österreichischen) Gasthau...

Klassische Gasthäuser die ich während meiner Rete Zeit be...

Traditionelle Gasthäuser in Wien

Guides dieses Themas gibt es ja schon einige, aber es gib...

Gut Essen in der Brigittenau

eine kleine Sammlung an guten Lokalen in Wien 20

Risotto :: Eine Kunst

Ziel dieses Guides ist es, Risotto-Liebhabern ein paar Ti...

Mehr Guides »

Tags für dieses Lokal

Erst-Tester

Bewertet am 02.05.2010

Master

1 Check-In in 90 Tagen
Master
Home|Sitemap|Neue Lokaleinträge|Neu anmelden|Lokal eintragen|Hilfe|AGB & Datenschutz

Copyright © 2008-2016 RestaurantTester.at
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info
OK