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38
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Gesamtrating
36
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Wiener SchützenhausWiener SchützenhausWiener Schützenhaus
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Wiener Schützenhaus

Obere Donaustrasse 26
1020 Wien (2. Bezirk - Leopoldstadt)
Küche: Wiener Küche
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 212 42 22
Lokal teilen:

9 Bewertungen für: Wiener Schützenhaus

Rating Verteilung
Speisen
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Ambiente
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 23. Juni 2013
MarlisW
1
1
1Speisen
3Ambiente
1Service

Service leider extrem unaufmerksam, trotz wenig Besuchern. Speisen: Zander mit Zitronennudeln - der Fisch wurde offensichtlich im Fett ertränkt, Nudeln extrem gallig. Wok mit Lachs: Gemüse zwar noch knackig, dafür Null Geschmack. Auf Desserts haben wir dann verzichtet. Ambiente schön, ist aber leider auch das Einzige, was die doch gehobenen Preise rechtfertigt.

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Kommentar von Unregistered am 25. Jul 2013 um 16:04

kann ich nur zustimmen, einzig die Lage am Kanal ist schön

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am 1. Juni 2013
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
4Ambiente
4Service
Gelistet in: Wien - Jo heast'!!

Man kann einfach essen gehen. Oder man wird eingeladen.
Oder man wird in ein Haus eingeladen, wo man das Gefühl bekommt, auch vom Chef des Hauses eingeladen worden zu sein.

Und das geht so:
Ich war ja beim ReTe-Treffen im Schützenhaus nicht dabei. Der geschätzte ReTe-„Kollege“ adn1966 wollte das nachholen. Seine Frau hat ihn kurzerhand überrascht und ein Treffen – zu seinem Geburtstag – organisiert. Dafür nochmal herzlichen Dank, es war mir wirklich eine große Ehre.
Das nächste Treffen kommt bestimmt, dann gibt’s zweimal Amarone, einmal quicklebendig und mit stets feinem Appetit ausgestattet, und einmal appassito, fermentato ed affinato ;-)

Der Abend war in jeder Hinsicht kurzweilig. Schade nur, dass ein harter Tag danach bevorstand und der letzte Zug ins Weinviertel noch vor Mitternacht abfuhr.

Über das Haus selbst wurde ja schon zuvor berichtet, ein Otto-Wagner-Bau direkt am Donau-Kanal, einfachst über die U2-Schottenring erreichbar (ja, es gibt tatsächlich einen „Geheim“-Ausgang (Herminengasse), der direkt unter dem Kanal auf die andere Seite des Donaukanals führt).
Die Räumlichkeiten sind in beneidenswertem Zustand, anmietbar für stimmungsvolle Feiern und tolle Abende mit erstklassigem Ausblick auf den 1. Bezirk und den nächtlich glitzernden Kanal.

Der Chef des Hauses ist zu Recht stolz auf sein gastronomisches Juwel, eine Führung durch’s Haus lohnt sich, das lässt sich der Chef nicht nehmen.
Ein klein wenig schade für meinen Geschmack: der extrovertierte Chef wird von ein wenig zu introvertierten Damen unterstützt.

Fein aber auch der Raum im Erdgeschoss, ein hoher Raum, der trotzdem edel und gemütlich ist. Man trifft sich an der Bar, trinkt ein Achtel oder zwei – und nimmt am schön gedeckten Tisch Platz.

Über den Abend selbst möchte ich jetzt nicht detailgenau berichten, das ist ja sowas wie Privatsache – und für den Leser nicht weiter von Belang – aber das Essen ist es wirklich wert, dass man darüber berichtet, ja mehr noch, darum geht’s ja hier vor allem.

Der Schwerpunkt war bulgarisch – aus gutem Grund. In meiner Studienzeit waren öfters zwei Bulgarinnen am gemeinsamen Mittagstisch. Seitdem nicht mehr. Wie schade!

Und so gab es ein geballt bulgarisches Abendmenü – mit traditionellen Speisen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Probleme mit den Gattungen Solanaceae und Cucumis habe, sprich Nachtschattengewächsen und Kürbisgewächsen. Die Vorspeisenaufstriche mit Gurken und Paprika sind daher nur Nebendarsteller.

Der Hauptdarsteller hat’s allerdings in sich – und wird in verschwenderischer Menge zu Tisch gebracht.
Lamm, direkt aus dem Rohr, mit Kartoffelspalten und Reis.

Langer Rede, kurzer Sinn: das Lamm ist unendlich zart, „schofelt“ nicht, spielt all die Stärken aus, die Lamm eben haben kann, wer braucht da noch Schweinsbraten? Wunderbar gewürzt, sehr kräftig, die Sauce hatte schön Zeit im Ofen, sich zu „entwickeln“.
Die Kartoffelspalten sind sozusagen die „Braut“, untrennbar mit dem Fleisch verbunden. Das ist einfach perfekt, das erinnert mich an meine Berliner Großmutter, wenn es Lamm zu essen gab.

Fast hätt‘ ich’s vergessen: der Reis, nicht mit Pilzen oder Erbsen, sondern mit Innereien. Schön krümelig, zuerst etwas ungewohnt, verbindet sich wunderbar mit dem Safterl.
Gegenpol: Jungzwiebel, knackig frisch dazugegessen wie eine Karotte.

Was soll ich sagen? Ich hab‘ mich überessen. Das passiert mir nicht so oft, hat allerdings wohl auch damit zu tun, dass Großmutter immer zum Aufessen mahnte…
Das Herz blutet, als die Kasserolle hinfortgetragen wird.

Ich muss gestehen, dass ich mich an das gute Dessert gar nicht mehr so erinnern kann, eine von mir gewählte TBA aus dem Burgenland durfte das Mousse ergänzen. Das war sehr gut, ich sinnierte allerdings immer noch über das Lamm…

Fazit: die Location allein ist schon lohnenswert, auch nur für ein Glaserl an der Bar.
Aber wenn ein Wiener Gastgeber mehrheitlich bulgarische Gäste überzeugend mit traditionell bulgarischem Essen glücklich machen kann, dann schreit das nach einer Fortsetzung. Macht auf alle Fälle neugierig, was die Küche noch so alles draufhat.

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Kommentar von am 1. Jun 2013 um 15:22

freut mich, dass der Abend gefallen fand. Die Fortsetzung ist definitiv garantiert.

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am 19. Februar 2013
Experte
Evba
69
27
22
4Speisen
3Ambiente
3Service

Spät aber doch und eher kurz, da meine "Vorschreiber" eh schon alles auf wunderbarste Weise gesagt haben, mein Bericht:

Die Speisekarte ist klein aber fein und besteht aus einem oberösterreichischen Teil (z.B. Schnittlsuppe, Rehleberterrine, Surmostbratl mit Sauerkraut und Knödel, Rinderfiletscheiben
mit Erdäpfel-Kohlsprossengröstl, Donauschill auf Paprikasauce mit Erdäpfel-Spinatroulade
Geschmorte Entenkeule) und einer Seite mit typisch wienerischen Gerichten (Ausnahme: Kasnudeln auf Steinpilzcreme) wie Beef Tartar, Schützenhaus-Fischsuppe, Rindsuppe mit zweierlei Einlage, Wienerschnitzel vom Schwein, Tafelspitz und Schulterscherzel, Geröstete Kalbsleber, ausgelöstes Backhuhn mit Erdäpfel-Vogerlsalat, Gulasch, etc.). Da dies mein erster Besuch war kann ich nicht sagen, ob und wie oft ein Teil der Karte gewechselt wird.

Die Speisekarte verrät noch, dass es Sonn- und Feiertag ein Familienmenü "Essen wie bei Oma"
(Suppentopf, Braten mit Beilagen und Dessert) ab € 22,00 gibt

Der Gruß aus der Küche - bestehend aus Lachs und Lachstartar mit Schwarzkümmel- (oder waren es doch schwarze Sesam-?) – Grissini war eine schöne Einstimmung auf das Folgende: schmeckte frisch, leicht säuerlich (Zitronenschale? Weißer Balsamessig?) und war sehr hübsch angerichtet.

Dann hatte ich auch ein geteiltes Beef Tartar; es war sehr gut gewürzt, außer ein bisschen Pfeffer brauchte es gar nichts (ist nicht überall so) und trotz der halben Portion gleich hübsch angerichtet wie bei einer ganzen. Die Garnierung mit geröstetem Zwiebel statt rohem war für mich ungewöhnlich, passte aber gut. (Warnung an nicht so starke Esser: Wenn man die ganze Portion als Vorspeise isst, bringt man danach nicht mehr viel runter).

Danach hatte ich das ½ Ausgelöste Backhuhn mit Erdäpfel-Vogerlsalat: Es war innen sehr zart, nicht trocken und die Panier herrlich knusprig. Einziges kleines Manko, das Kernöl, um das ich gebeten hatte fehlte am ansonsten sehr guten Erdäpfel-Vogerlsalat.

Ich konnte auch die geschmorte Entenkeule kosten: im Gegensatz zu ssw fand ich gerade die Sauce der Ente köstlich, mit all den dichten Aromen.

Auf der Speisekarte gibt es auch Desserts, wie Mohnnudeln, Apfelstrudel, Palatschinken, Ischler Nougatbällchen auf Erdbeerspiegel aber offensichtlich hatte niemand mehr Platz dafür.

Die Weinkarte (vor allem flaschenweise) zeigt einen guten Querschnitt von Österreich und ist meines Erachtens nach auch fair kalkuliert. Biertrinker werden sich über Velkopopovicky Kozel und Paracelsus Zwickl vom Fass freuen.

Danke an adn1966 für den Peshterska und den Büffelkäse – ich lerne immer gerne was Neues, Gutes kennen.

Das Interieur in dem Teil in dem wir saßen wirkt schlicht und straight, die Architektur des Otto Wagner Hauses ist gut integriert – man fühlt sich wohl.
Das Personal ist freundlich, aufmerksam – nichts daran auszusetzen.

Alles in allem ein wunderbar gelungener Abend (Sorry ich merke gerade so kurz habe ich mich doch nicht gehalten).

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Letzter Kommentar von am 15. Mär 2013 um 00:50

Beim nächsten ReTe-Treffen sollten alle Gäste, die in unmittelbarer/mittelbarer Nähe sitzen, fotografiert werden. Danach wird eine watchlist erstellt. *looool*

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am 18. Februar 2013
Experte
cmling
48
22
18
4Speisen
4Ambiente
4Service

Mir liegt es fern, ssw "korrigieren" zu wollen, aber als dankbarer Teilnehmer desselben Treffens sind meine Bewertungen ein klein wenig anders - und ich möchte sie festhalten, damit die Gesamtnoten des Lokals sich vielleicht minimal verändern :-)

Zum Ambiente habe ich nichts hinzuzufügen. Mir gefällt's.

Speis und Trank:
Ich habe als etwas grobschlächtigen Apéritif ein Zwickl gehabt. War eben ein Zwickl wie sich's gehört.
Keine Vorspeise, aber...

Tafelspitz und Schulterscherzel mit Rösterdäpfeln, Schnittlauchsauce, Apfelkren und Crèmespinat
Das Fleisch von hoher Güte, die Rösterdäpfel schon erfreulich nahe an einer Schweizer Rösti (saftig und teilweise knusprig!), die Saucen untadelig (mancher hätte vielleicht ein wenig mehr Kren im Apfelkren gehabt, aber er war für mich angenehm spürbar), und die große Portion Spinat war so, daß ich mich gefreut habe, daß es eine große Portion war!

Aber jetzt das meines Erachtens Geniale: In einem Töpfchen wurde neben den Saucen auch etwas von der Suppe serviert, in der das Fleisch gekocht wurde. Und diese (eigentlich einfache) Idee hat mich begeistert. Schwimmt das Fleisch in Suppe, stiftet das Unheil auf dem Teller: Alles wird verdünnt, was ich etwa bei der Schnittlauchsauce gar nicht ausstehen kann.
Aber so hatte ich die Möglichkeit, immer das Stückchen Fleisch, das ich gerade essen wollte, mit Suppe zu beträufeln.
Ich sage es noch einmal: Diese Idee ist hervorragend und nachahmenswert!

Zum Hauptgang (der mein einziger blieb): Superiore ( ZW; BB; BF); Markowitsch, Göttlesbrunn 2010, der seine EUR 4,80 pro Achtel wert war.

Service? Freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit. Eine glatte 4, meines Erachtens.

Und ich will natürlich nochmal festhalten, daß diese feinen Dinge den Rahmen für einen mindestens genauso erfreulichen Abend abgaben.

Das Schützenhaus wird mich wiedersehen!

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am 17. Februar 2013
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
3Speisen
4Ambiente
3Service

Das erste Retetreffen, dass von adn1966 organisiert wurde begann pünktlich um 18.30 Uhr im Wiener Schützenhaus , welches verkehrstechnisch sehr gut erreichbar ist mit der U-Bahnlinie 2, Station Schottenring, Ausgang Herminengasse.

Adn1966 erwartete uns schon an der Bar und auch schon bekannte und neue Kollegen gesellten sich schnell hinzu. Freudige Begrüssung und erste Small Talks zum gegenseitigen Kennenlernen.

Ich begann mit einem gepflegten Aperitif (Campari Orange).

Das Ambiente wirkte nobel, schlicht und durchaus geschmackvoll. Obwohl es ein Raucherlokal ist, fiel dies nicht sehr ins Gewicht,anscheineind hatte es ein sehr gutes Lüftungssystem. Man fühlt sich wohl.

Nachdem alle gekommen waren, setzten wir uns an einem schon vorbereiteten grossen Tisch.
Das Gedeck war sehr professionel angerichtet.

Bereit standen frisches Weissbrot und Schmalz in Gläsern, welche den ersten Heißhunger besänftigten.
Mit Salz und Pfeffer gewürzt, einfach und gut.

Es folgte ein Gruss aus der Küche...

(SEEERRVUUUS!....)

in Form von Lachstartar und Lachsscheibem mit Sesam-Grissini (ist das richtig?).

Nicht zu salzig aber auch nicht zu fischig...ein netter Gruß!

Als Vorspeise teilte ich mir mit misenplace eine Portion Beeftartar mit Toast und Salzbutter.
Sehr gut , dass man sich eine Portion auf zwei Tellern teilen konnte. Diese halbe Portion war nicht zu klein und vermittelte einen guten Eindruck der Küche sowohl in der Präsentation, als auch im Geschmack. Frisch, gut gewürzt, vielleicht etwas zuviel Chillipulver, nicht zu fett - dafür eine 4.

Als nächste wählte ich die Rindsuppe mit zweierlei Einlagen (Fritatten und Fleischstrudel).
Der Suppe fehlte es ein wenig an Tiefgang, der Fleischanteil im Fleischstrudel war dicht , ein wenig trocken im Mund. Dafür eine 2,5. Nicht viel falsch aber auch nicht was mich jetzt vom Hocker gerissen hätte...

Der Hauptgang war die geschmorte Entenkeule mit Orangensosse, Romanesco und Schupfnudeln.
Die Beilagen waren hervorragend. Eine glatte 4. Die Entenkeulen gut durch wobei ich jedoch die Sosse zu intensiv empfand. Weniger wäre mehr gewesen. denn der geschmack übertünchte alles. Für das Hauptgericht eine 3.

Als Wein hatte ich einen hervorragenden Grünen Veltliner. Fruchtig, duftig, nicht zu leicht und gut zum Essen passend. Vielleicht hätte zur Ente aber auch ein Rotwein besser gepasst.

Zur Vollendung gab es einen bulgarischen Traubenschnaps und Büffelkäse, spendiert von adn 1966 und Ehefrau.

Der Schnaps war super...man schmeckte die Traube und er hatte keinen stechenden Fuselgeschmack wie viele andere Schnäpse, daher sehr angenehm zu trinken. mit steigender Temperatur nahm auch das Aroma zu. Der Büffelkäse sah so ähnlich aus wie ein Schafskäse, aber nicht so trocken...stelle man sich einfach eine mischung aus Mozarella und Schafskäse vor ohne Pferdefleischanteil.

Schnaps und Käse: Ein pefektes Team!

Es wurde noch ein sehr unterhaltsamer Abend mit interessanten Themen nicht nur über essen und Trinken. Unter anderem gab es auch therapeutische Gespräche gegen die Flugangst...dank adn ;-)

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das nächste kulinarische Rete-treffen!

Ad multos annos!

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Hilfreich?Ja14Gefällt mir12Lesenswert10
Letzter Kommentar von am 17. Feb 2013 um 19:49

Sonst kursieren diese Bilder in der Gastrszene und wir bekommen Hausverbot in den Lokalen. ;-)

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am 14. Dezember 2012
zuckerpuppe
32
10
16
4Speisen
4Ambiente
2Service

Das Wiener Schützenhaus am Donaukanal ist ein architektonisches Kleinod von Otto Wagner. 2011 hat Christian Pock nach der liebevoll durchgeführten Restaurierung hier ein Restaurant eröffnet. Eine kluge Entscheidung und ein tolles Ambiente. Bei der Auswahl seines Servicepersonals gibt's allerdings Luft nach oben ...

Bei unserem Besuch zu fünft war das Lokal nur spärlich gefüllt. Mit anderen Worten: der Kellner hätte alle Zeit der Welt gehabt, sich gut um uns zu kümmern. Diese Chance hat er definitiv ausgelassen. Bereits der Platzwechsel aufgrund von Zugluft erweckte seinen Unmut. Den Beilagensalat, der als Vorspeise bestellt wurde, servierte er erst zum Beef Tartare (12,80 Euro). Dieses war vorzüglich, allerdings bezahlte meine Freundin für die wesentlich kleinere Vorspeisenportion gleich viel wie ich für die Hauptspeisenvariante, die deutlich üppiger ausfiel (one girl's loss, another girl's gain). Beim Kassieren hat der Kellner die Aufteilung der Flasche Szigeti, die wir uns zum Aperitif gegönnt hatten, auf alle fünf schlicht verweigert. Offensichtlich war er der Grundrechenarten nicht mächtig. Einzig das proaktive Angebot, die Reste des üppigen Backhendls (exakter: halbes ausgelöstes Backhuhn mit Erdäpfel-Vogerlsalat um 14,80 Euro) einzupacken, kann auf der Haben-Seite verbucht werden.

Die konsumierten Weine (Grüner Veltliner Sekt von Szigeti und Gelber Muskateller von Zweytick) waren sehr gut. Auch an der Fischsuppe (7,80 Euro) und dem Tafelspitz mit Rösterdäpfel, Schnittlauchsauce, Apfelkren und Cremespinat (18,80 Euro) hörte ich keine Kritk.

Mit anderen Worten: wenn das Servicepersonal auch während der weniger hektischen Zeiten die Körperspannung verbessert, steht einem tollen Abend nichts im Wege!

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Letzter Kommentar von am 15. Dez 2012 um 12:16

@Laurent: 1. Wir hatten es vorher gesagt. 2. Es ging nicht um die separate Rechnung, sondern ums Kassieren. 3. Unabhängig vom Boniersystem erwarte ich vom kassierenden Service die Beherrschung der Grundrechenarten und auch hier Kundenorientierung. 4. "splitten" ;-)

Gefällt mir1
am 9. April 2012
nagyg
1
1
4Speisen
3Ambiente
5Service

War sehr angenehm ueberrascht: Gulasch und Fischsuppe waren ausgezeichnet. Werden wiederkommen, vor allem auch weil es so guenstig gelegen ist ...

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am 23. März 2012
Experte
adn1966
80
48
22
4Speisen
4Ambiente
3Service
1 Foto32 Check-Ins

Das Wiener Schützenhaus steht nun vor seiner zweiten Sommersaison, Grund genug, wieder einmal vorbeizuschauen. Das ehrgeizige Projekt war von Anfang an sehr beobachtet, schließlich ist das Otto Wagner Gebäude eine absolute "Landmark" am Donaukanal. Die Erwartungen waren hoch, die nach der Eröffnung in vielen Medien erschienenen Kritiken verhalten bis vernichtend.

Zugegeben, am Anfang gab es Schwächen, was die Konstanz der Qualität der Küche betraf, nicht alles lief rund, und doch, ein derartiges "Abwatschen" war unverdient.

Mittlerweile hat der Chef des Hauses die Unschärfen im Griff, an Manchem, wie der Beleuchtung, sowohl im Inneren als auch außen, wird noch gefeilt. Der Chef ist ein erfahrener Gastronom, der sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt hat. Stammgäste kennen ihn vom Atelier Augarten, das er ebenfalls führt.

Die Lage des Lokals ist sensationell. Unmittelbar neben der U Bahn Station Schottenring der U2 (Ausgang Herminengasse) gelegen und daher perfekt öffentlich erreichbar liegt das Schützenhaus direkt am Donaukanal.

Das dreistöckige Gebäude besteht unten (am Promenadelevel des Donaukanals) aus zwei Terrassen, einem Raum mit Schank (Raucher), einem großen Raum im ersten Stock, der vorwiegend für Feste und Veranstaltungen genutzt wird, und einer kleinen Weinbar im dritten Stock. Die Einrichtung ist schlicht, stilvoll und kühl, die Schank/Bar ist einladend groß. An der Decke kann man noch die schweren maschinellen Hebevorrichtungen bewundern, die an die ursprüngliche Funktion des Schützenhauses als Teil der Staustufe "Kaiserbad" erinnern. Die WC Anlagen sind modern und äußerst gepflegt.

Für mich ist das absolute Highlight, an einem warmen Frühlings- oder Sommernachmittag, wenn die Sonne schon relativ tief am Himmel steht, auf der Terrasse zu sitzen.
Man sitzt wirklich nah am Wasser, Spaziergänger, Jogger und Radfahrer flanieren/laufen/fahren vorbei, man kann Stunden verbringen, diese Stimmung bei gutem Wein und gutem Essen zu geniessen, bis lange nach dem Sonnenuntergang.

Die Küche: Die Karte bietet "Schützenhaus Klassiker" und eine Monatskarte. Eine Besonderheit des Lokals ist die hauseigene Fischräucherei, das Räucherfischmousse mit Ketakaviar und Mangold, die knusprig geräucherte Forelle mit Steckerlbrot sind hervorragend.

Es findet sich viel Wiener Klassik, geröstete Kalbsleber, Krautfleckerl, Kalbsbutterschnitzel, Schleusenwärtergulasch, Paprikahendl, aber eben auch gute Fischgerichte (man isst schließlich am Wasser) wie z.B. Welsfilet auf Gänseleber, gegrillter Zander und gebratene Bachforelle. Dazu gibt's eine Auswahl sehr guter Weine.

Preislich bewegen sich die Vorspeisen um die 10€, die Hauptspeisen zwischen 13 und 20 €, die Nachspeisen um die 7 €. Durchaus gehoben, mittlerweile wird die Qualität der Speisen diesen Preisen durchaus gerecht.

Bei diesem Besuch hatte ich Gusto auf etwas Schlichtes und bestellte ein Paprikahendl mit Rahmspätzle. Die Liebste wählte das Kalbsbutterschnitzel mit Kartoffelpüree und einen gemischten Salat. Als Gedeck wird für € 2,90 ein wirklich sensationelles und erwähnenswertes Brot mit zwei Töpfchen Grammelschmalz gereicht, schlicht, herzhaft, und einfach gut.

Das Paprikahendl war sehr gut, nicht zu sehr gegart, aber doch so zart, dass sich das Fleisch leicht von den Knochen löste. Geschmacklich entsprach das Fleisch, die Sosse und auch die Spätzle dem, was man sich von einem klassischen Paprikahendl erwartet.

Das Kalbsbutterschnitzel war zart, nicht zu sehr gewürzt, das Püree just right. Die gerösteten Zwiebel auf dem Püree allerdings waren verbesserungswürdig, zwar knusprig, aber geschmacklich fad. Der Salat hingegen war außerordentlich gut, frisch, knackig, gut abgeschmeckt und weit besser als der übliche Standardsalat, der einem in vielen Lokalen serviert wird. Zum Abschluss gab's noch einen wirklich sehr guten Espresso ristretto, genau, wie ich ihn mag.

Fazit: ein Lokal, das schon allein durch seine ausgezeichnete Lage direkt am Donaukanal besticht. Das Ambiente, das man speziell auf den Terrassen geniessen kann, ist ohne Übertreibung eine Sensation. Und ja, man kann gut essen und trinken im Schützenhaus, anfängliche Schwächen sind endlich (fast) überwunden.

An der Aufmerksamkeit und am Feinschliff im Service muss noch ein wenig gefeilt werden, den (nicht mehr leeren) Aschenbecher wegnehmen, wenn die Speisen serviert werden, wurde bei unserem Besuch zum Beispiel übersehen. Die Servicekräfte sind bemüht, freundlich, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wäre noch drin.

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am 18. November 2011
Experte
Gastronaut
428
45
29
4Speisen
4Ambiente
4Service

Zunächst war das Wiener Schützenhaus am Donaukanal ja eines des meistdiskutierten Gastroprojekte des Jahres 2011. Zumindest bis es dann im Mai aufgemacht hat. Denn durch einiges an übler Nachrede passierte es, dass die Bewertungen über das Lokal in Printmedien mehr als boshaft waren. Mehr als unglaubwürdig boshaft. Und deshalb haben wir das Schützenhaus nun ein selber getestet...

Schon beim Betreten des alten Otto-Wagner-Gebäudes wird einem klar, dass das Haus historische Bedeutung hat. Und das, obwohl es seine eigentliche Funktion einer Wehranlage um den Donaukanal regulieren zu können niemals ausgeübt hat! Das eigentliche Lokal befindet sich genauso wie die Küche auf untester Ebene, also auf Niveau der Donaukanal-Promenade. Im ersten Stock - also auf Straßenniveau befindet sich ein recht großer Veranstaltungssaal und im zweiten Stock eine Weinbar mit Raucherkammerl mit Blick auf den Donaukanal. (siehe Fotos)

Auch kulinarisch möchte man hier im restaurierten Ambiente Historisches bieten und vor allem Altösterreichisches aufwarten. Also Vorspeise entschieden wir uns zunächst für die "Knusprigen Kaninchenrollen", alleine schon weil wir uns nichts darunter vorstellen konnten. Als wir dann so etwas wie Frühlingsrollen auf Rotkraut bekamen, waren wir zunächst überascht und dann nach dem Kosten begeistert: Geschmortes Kaninchenfleisch mit Gemüse wurde hier in einen Backteig gefüllt, gebacken und auf Rotkraut mit Zimt serviert. Diese Kombination schmeckt so erfrischend gut wie sie ungewöhnlich ist.

Da die neu eingebaute Küche offenbar alle Stückerln spielt, gehört auch ein Räucherofen zum Inventar und deshalb steht wohl auch die hausgeräucherte Flugente auf der Karte. Diese wird mit Chicoree und Orangen serviert und stellt auch eine innovative Kombination der Zutaten dar. Was uns begeistert hat war vor allem auch, dass sich das Raucharoma der Ente durch das schonende Räuchern erste im Mund und nicht schon in der Nase entfaltet hat. Die fette Haut der Ente ließ sich übrigens mehr als einfach entfernen. Viele mögen ja Geflügelhaut...ich nicht...

Bei unserer ersten Hauptspeise kam es wieder zu einer unerwarteten Fusion: Welsfilet mit Gänseleber. Sowohl der Fisch als auch die Leber waren für sich genommen in Ordnung. Die Kombination der Aromen war aber etwas ganz neues, ein ganz neuer, wunderbarer und schwer zuordenbarer Geschmack, zu dem wir übrigens Rotwein besser fanden als Weißwein...

Nächste Speise - wir wollen ja auch hin und wieder was einfaches und vergleichbares - ein Schweinsschnitzel. Optisch ein Kunstwerk, die Panier kross und Fleisch weiß und Butterweich. Hier wird übrigens im Butterschmalz rausgebacken, und das schmeckt man auch! Ich bin zwar ein Fan von so mancher alteingesessenen Schnitzelinstitution, aber dieses hier kommt verdammt nahe an meine Favoriten heran!

Zum Schluss hatten wir noch einen kleinen Spanferkelrücken mit Schupfnudel. Die Kruste des kleinen Schweinchens war perfekt knusprig, das eigentliche Fleisch weich, saftig und herrlich mit Rotwein abgeschmeckt. Die Schupfnudeln waren liebevoll in Neuner-Blöcken zusammengebunden...Wenn man also nicht dazu kommt irgendwo einen Teil eines ganzen Spanferkels zu erhaschen, dann ist dieser Spanferkelrücken eine echte Alternative!

Insgesamt hat es uns im Wiener Schützenhaus mehr als gut gefallen. Das Ambiente ist angenehm kühl, das Service aufmerksam ohne aufdringlich zu sein und die Küche beeindruckend innovativ und schlicht und einfach gut! Eine echte Empfehlung!

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Wiener Schützenhaus - Karte
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Erst-Tester

Bewertet am 18.11.2011

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