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Speisen
Ambiente
Service
42
40
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Gesamtrating
42
14 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
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Nihon BashiNihon BashiNihon Bashi
Alle Fotos (73)
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Nihon Bashi Info
Features
WLAN, WiFi
Ambiente
Stylish
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
VISA MC DINERS JCB BANKOMAT
Eröffnungsjahr
2013
Öffnungszeiten
Mo
12:00-15:00
18:00-23:00
Di
12:00-15:00
18:00-23:00
Mi
12:00-15:00
18:00-23:00
Do
12:00-15:00
15:00-23:00
Fr
12:00-15:00
18:00-23:00
Sa
12:00-15:00
18:00-23:00
So
geschlossen
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MeJulie
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Nihon Bashi

Kärntner Straße 44
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Japanisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 890 7856Fax: 01 890 7857
Lokal teilen:

14 Bewertungen für: Nihon Bashi

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 11. November 2016
GuteMiene
19
1
2
4Speisen
4Ambiente
5Service

Wir waren drei Personen. Sehr interessante, gut überschaubare Karte. Das Personal war extrem freundlich, und hat auch gerne Erklärungen gegeben.
Die Portionen werden hier oft kritisiert. Es könnten die Vor- und Nachspeisen schon etwas üppiger ausfallen.
Es gibt schon ein paar gute japanische Restaurants in Wien, die sind aber eher auf "elegant" ausgerichtet. im Nihonbashi geht es ungezwungener zu, was mir sehr gut gefällt.

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am 6. Oktober 2015
Experte
Alzi
184
4
22
4Speisen
3Ambiente
5Service
1 Check-In

Nach Recherchen bei verschiedenen Lokalführern entschieden wir uns für das Nihonbashi, denn wir wollten wieder einmal original japanische Küche erleben. Das Lokal ähnelt einem Schlauch mit einer sehr kleinen Gassenfront. Der reservierte Tisch war vorbereitet, es wuselte viel Personal herum, die Damen im Kimono, wir waren überrascht, wie gut alle deutsch sprechen. Als Speisekarte bekamen wir eine Art Ringmappe, in der auf farbkopierten A4-Blättern die Speisen beschrieben wurden und zum Teil auch abgebildet waren. Diese Blätter waren nicht laminiert und wir nicht die ersten Gäste, die diese in der Hand hielten, das war leider deutlich zu sehen. Wir entschieden uns für einen großen Sushi-Teller um € 26.-- für den Anfang. Die Qualität war ausgezeichnet. Als Hauptspeise entschieden wir uns einerseits für
Tempura-Variationen aus Garnele, Fisch und verschiedenen Gemüsesorten um € 16,90, sowie für in Yuzu-Limone marinierten Lachs um € 10.90. Die Tempura-Variationen waren frisch und knusprig, auch der Lachs war sehr fein. Gemeinsam war beiden Speisen, daß sie viel zu schwach gewürzt waren. Leider hält sich das Lokal für so nobel, daß auch kein Salz auf den Tischen steht. Die Portionsgröße war in beiden Fällen selbst für eine Dame zu klein, der mitbestellte Reis war dringend zur wenigstens teilweisen Sättigung nötig. Leider war im hinteren Teil eine Gruppe japanischer Touristen zugange, die im Einfluß von Alkohol schlecht und laut gesungen haben, was im ganzen Lokal zu hören war. Eine Kellnerin entschuldigte sich zwar für das Verhalten ihrer Landsleute, konnte oder wollte dem lauten Treiben aber kein Ende setzen. Vom angekündigten Wlan oder WiFi war nichts zu entdecken, der Handy-Empfang ist sehr schlecht. Fazit: Die Speisekarte ist dringend erneuerungsbedürftig, hohe Qualität des Personals und der Speisen, leider zu schwach gewürzt und zu kleine Portionen. Den Würstelstand bei der Oper haben wir dann doch nicht aufgesucht.

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Kommentar von am 7. Okt 2015 um 12:02

Da bin ich ganz bei dir. War ein mal dort und es hat wirklich vorzüglich geschmeckt (vor allem das Sushi war ausgezeichnet), allerdings war ich danach nicht wirklich satt und "musste" noch ein Eis essen. ;) Für den Preis hätte ich doch gerne noch ein bissl mehr von dem guten Essen gehabt... :)

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am 18. Juni 2015
Eckoli
1
1
4Speisen
5Ambiente
5Service

Gestern war es soweit. Eines der angeblich besten japanischen Restaurants in Wien stand auf dem Prüfstand. Das Nihon Bashi. Benannt nach einem der berühmtesten Stadtteile Tokios - bekannt für seine Brücke - wurde die Erwartungshaltung an das Restaurant durch unzählige Empfehlungen in die Höhe getrieben.

Reserviert für 19:30 Uhr für 2 Personen betraten meine Holde und ich das Restaurant. Sofort wurden wir begrüßt und zu unserem Tisch begleitet. Das Interior war - soweit ich das beurteilen kann - definitiv an der Japanischen Architektur ausgerichtet. Im Hintergrund rieselte klassische japanische Musik aus den Lautsprechern. Sehr schönes und gelungenes Ambiente.

Nun zum wesentlichen - Speis und Trank.
Wir bestellten eine Flasche GrüVe von Jurtschitsch
Zum Einstieg wählten wir die "Spider Roll" - die wir fair (2 Stück für jeden) geteilt haben. "Gebackener Weichschalenkrebs, Eier vom fliegenden Fisch,
Salat, Gurke und Mayonnaise" waren die Zutaten für die fantastische Vorspeise. Die hohen Erwartungen wurden erfüllt. Exzellente Qualität wie ich sie in Wien noch nicht allzu oft bekam. Wartezeit (da gebacken) waren hier ca. 15 Minuten - diese wurden uns aber schon bei der Bestellung angekündigt und somit absolut kein Problem.

Als Hauptgang gab es für beide je einmal Sushi Matsu. Sushi Matsu besteht aus "Neun Nigiri Sushi und sechs Hoso Maki". Die aufmerksame und sehr freundliche Bedienung inkl. Erklärung "was" denn da vor einem auf dem Teller liegt möchte ich hier ebenso nochmal hervorstreichen. Ein absoluter Wohlfühlfaktor.

Die neun Nigiri Sushi waren:
1. Thunfisch
2. Lachs
3. Gelbschwanzfisch
4. Marinierte Makrele
5. Hokki Muschel
6. Jakobsmuschel
7. Japanisches Omelett
8. Gekochte Garnele
9. Süßgarnele

Daneben waren die sechs Maki aufgestellt. Die Qualität war wie schon bei der Spider Roll absolut zufriedenstellend.

Zum Abschluss ließen wir uns noch Sake empfehlen und entschieden uns für "Yamato Shizu Junmai Ginjo, aus Akita" im Masu. Ein krönender Abschluss für einen durch und durch fantastischen Abend der nicht japanischer hätte sein können. Das war mit Sicherheit nicht mein bzw. unser letzter Besuch im Nihon Bashi.

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am 31. Jänner 2015
Experte
langnan
58
16
21
4Speisen
4Ambiente
5Service
28 Fotos2 Check-Ins

Die japanische Küche ist nicht so vielfältig wie die chinesische, dafür lässt sie sich in Bezug auf die Qualität und Frische der Speisen nicht übertrumpfen. Genau das schätze ich an der japanischen Küche. Viele Chinesen haben eine "Lala"-Mentalität, man begnügt sich mit wenig Kompetenz, Fachwissen und Genauigkeit. Dagegen sind Japaner eher bekannt eine fast manische, besitzergreifende Einstellung gegenüber hohen Standart zu haben. Man könnte zum Spaß sagen, die Arbeitseinstellung der Japanern sind den Deutschen etwas ähnlich. Chinesen dagegen eher wie Italiener, Kultur, Kunst und Kulinarik hat man in Hülle und Fülle.

Am Freitag war der Tag verregnet, trotzdem war das Restaurant gut besucht. Meine Frau und ich mussten nach dem Betreten kurz warten bis jemand uns beim Empfangsbereich ansprach. Paar Minuten später führte eine Dame uns direkt ins große Zimmer, wo man traditionell sich wie in Asien auf den Boden setzen kann. In China war es vor langer Zeit genau so, Sesseln wurden erst im 7. Jahrhundert populär. Bevor man sich auf den Platz begeben darf, müssen natürlich zuerst die Schuhe ausgezogen werden.

Ich habe vor unserem Besuch die Karte von Nihon Bashi schon auf dessen Homepage angesehen. Deshalb konnten wir uns recht schnell entscheiden. Ich nahm das Mittagsmenü Katsu Don (Reisschale mit Schweineschnitzelstreifen, Ei und Zwiebeln), meine Frau wählte ein kleines Sushi Ume als Vorspeise. Zu zweit teilten wir uns ein Shabu Shabu, ein japanischer Hot Pot.

Das Warten war zwar nicht kurz, aber durch eine kleine Begrüßung aus der Küche konnte man die Zeit etwas überbrücken.

Sushi und meine Reisschale kamen fast zeitgleich. Ich hatte begleitend zum Menu einmal Misosuppe und eingelegtes Gemüse. Mein Katsu Don war wirklich köstlich, das panierte Fleisch wurde zuerst frittiert und dann mit Sojasoße und Ei übergossen. Der Reis war durch den süßlichen Soja-Marinade sehr wohlschmeckend und hatte eine gute Konsistenz.

Das Sushi Ume war erste Klasse. Der Reis ist ordentlich gekocht und genau richtig mit Essig vermengt. Besonders die Technik des Formens ist sehr wichtig. Der Reis darf weder zerfallen noch zu dicht aneinander gedrückt werden. Als Kriterium kann man einen Zahnstocher in den Reis stechen und den Nigiri-Sushi anheben. Zerfällt der Reis, war es zu leicht geformt. Dann kann man das Sushi in die Hand nehmen und gegen das Licht halten. Sind die einzelnen Reiskörnern schon stark aneinander gepresst bzw. es dringt kein Licht mehr durch, dann war zuviel Kraft im Spiel. Der Reis wird nicht mehr von selbst Speichel in der Mundhöhle aufnehmen können und der Geschmack lässt nach. Zahnstocher war keins auf dem Tisch, konnte ich nicht ausprobieren. Aber das zweite Kriterium war auf jeden Fall erfüllt. Ich konnte das Tamago Suhi (Eierstich) und ein Maki probieren, perfekt.

Nachdem wir aufgegessen haben räumte die Kellnerin ab und wir warteten ca. 15 Minuten auf das Shabu Shabu. Die Dame kam zuerst mit einer Elektrokochplatte, danach mit diversen Sachen wie Eisentopf, eine Kanne heißes Wasser, Metallsieb, Soße usw.. Dann kam das Fleisch und das Gemüse. Äußerlich habe ich mir ein stärker marmoriertes Fleisch vorgestellt, später beim Kochen stellte sich auch heraus, dass die Scheiben eher zu dick geschnitten sind und es war wirklich etwas zu mager. Das Gemüse bestand aus Spinat, Karotten, Tofu, Chinakohl und Lauch. Die Kellnerin meinte lächelnd, dass wir sicher schon wissen wie man Hot Pot isst, aber führte trotzdem uns noch einmal alles vor. Sehr nett.

Zum Shabu Shabu wurden zwei Soßen gereicht, eine süssliche Sesampaste und eine japanische Essigsoße. Vom Geschmack her gefällt mir der chinesische Hot Pot "Huo Guo", besonders die nordchinesische Variante viel besser. Zwar verwenden wir auch eine Sesampaste, aber mit viel mehr Geschmack, angereichert durch fermentierten Tofu und chinesischen Schnittlauchblüten. Außerdem verwenden wir Nordchinesen in erster Linie Lammfleisch, das mit mehr Fett und den besonderen Eigengeschmack auch mehr Charakter hat. Rindfleisch und Schweinefleisch mit genug Fett kann man natürlich auch nehmen, aber ein hauchdünner Schnitt ist sehr wichtig. Die japanische Essigsoße gefällt mir deutlich besser, zwar einfach, aber passt gut zum Gemüse und das magere Fleisch.

Zum Beginn des Essens kam die Dame mit Gewürzen, geriebener Rettich, fein geschnittener Lauch, Salat, eine kleine Schale Reis und einmal extra bestellte Nudeln zum Kochen. Die Gewürzmischung bestand hauptsächlich aus Chili, das Gefäß hatte die Form vom Flaschenkürbis, ein begehrtes Motiv für Gesundheit in China. Der Salat war mit wenig japanischen Sesam-Dressing überzogen, man konnte nicht viel schmecken.
Insgesamt finde ich die Speisen sehr gut. Sushi und Katsu Don waren top, Shabu Shabu war nicht schlecht, punktet aber etwas weniger. Das nächste mal esse ich lieber chinesischer Hot Pot.

Zum trinken hatten wir einmal Oolong Cha und einmal Genmai Cha. Wir bezahlten insgesamt 71€, exklusiv Trinkgeld. Ich muss dazu sagen, die kleine Schale Nudeln für 6,9€ zu verkaufen ist schon recht teuer.

Das Personal ist bemüht die Kunden so gut wie möglich zu betreuen. Beim Bestellen antwortete die Dame zwar mit "Ja", aber von der Schnelligkeit und Akzent her klang es viel mehr wie das japanische "Hai!". Recht lustig. Aber sonst sprach sie fließend deutsch, Respekt.

Fazit: Das Nihon Bashi ist auf jeden Fall eins der authentischen japanischen Lokalen in Wien, echte japanische Küche, Management, Einrichtung, Personal und Service. Die Qualität der Speisen sprechen für sich, Geschmack generell top. Ein Wiedersehen ist garantiert!

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Hilfreich?Ja28Gefällt mir18Lesenswert14
Kommentar von am 1. Feb 2015 um 21:20

Eines meiner allerliebsten Restaurants in Wien - auch für großere Gesellschaften immer 1A-Service und Top-Qualität! Ich bin sehr begeistert vom Nihon Bashi. Wenn man Zeit hat ist auch ein Besuch im oberen Bereich, der Karaokebar, empfehlenswert. Abenteuerlich amüsant und definitiv der perfekte Ausklang nach dem guten Essen!

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am 1. Dezember 2014
Update am 3. Dezember 2014
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
4Speisen
3Ambiente
4Service
10 Fotos2 Check-Ins

Das Nihon Bashi war für mich nicht unbekannt. Vor einigen Jahren war ich dort zum Mittagessen mit einem Kollegen und hatte es nicht unbedingt in der besten Erinnerung. Es war nicht schlecht, aber damals auch nicht so berauschend, das es mich wieder so schnell hingezogen hätte und irgendwann verschwammen auch die letzten Erinnerungen von dem Besuch. Kann also nichts Umwerfendes gewesen sein. Selbst die Empfehlung vom hochgeschätzten Kollegen Amarone verführten mich nicht so schnell zu einem neuen Besuch. Was weiss denn schon ein Österreicher von japanischer Küche, haha! (Scherz! ;) )

Das Wetter war schuld, wie immer. Mies und depressiv machend wie es nun mal im November ist, verspürte ich den Drang nach guter japanischer Küche...authentisch, mit Herz und Seele und Geschmack. Außerdem ist jetzt gereade die beste Zeit für Sushi und Sashimi. Auf Pseudojapaner habe ich aber auf sowas von keinen Appetit! Zufällig kam ich wieder am Nihon Bashi vorbei und entdeckte die Mittagskarte, die für 19,90 Euro ein ziemlich faires Angebot machte. Ich nahm mir also vor, dies bei nächster Gelegenheit zu probieren.

Heute war es dann endlich soweit.
Das Ambiente war relativ authentisch japanisch eingerichtet und auch der Service war überraschender Weise sehr authentisch, da sie sich alle auf japanisch unterhielten und in Kimonos gekleidet waren. Im Hintergrund tönte dezente klassische japanische Musik, die sehr entspannend wirkte. Der schlauchförmige Raum ist aber eher gewöhnungsbedürftig und nicht mein Geschmack. Die Dame vom Service war sehr freundlich und höflich genauso wie man es sich in einem echten japanischen Lokal erwartet.

Ein kurzer Blick auf die Karte. Auch hier authentische japanische Preise, soll heissen NICHT GANZ BILLIG. Wer also auf geizgeile minus 50% Sushis abfährt ist hier total falsch. Und wer meint es gebe eh keinen Unterschied im Geschmack...nun ja...ich will mich nicht ständig wiederholen.

Ich bestellte einen grünen Tee, der mich vom Geschmack her sehr überraschte. Mein erster Schluck war eher unangenehm. Hatte dieser doch einen starken Umami-Geschmack (ähnlich wie Ajinomoto aka MSG zum besseren Verständnis). Mein Gesicht verzog sich unwillkürlich. Ich fragte die japanische Servierkraft, warum das so sei und sie erklärte mir freundlich, das in diesem Grüntee nicht nur die Bätter, sondern auch die Blätterstile mitenthalten sind. Diese sorgen für einen weicheren Geschmack, den ich als Umami (Herzhaft und leicht salzig) empfand, aber tatsäclich bis zum letzten Aufguss (ich hatte zwei) keine Bitterkeit enthielt. Nach einer Zeit gewöhnt man sich daran und empfindet es dann später sogar mit Wohlwillen. So einen köstlichen Tee habe ich bei den unzähligen Pseudojapanern in Wien noch nie bekommen. Ein interessantes neues Detail beim Grüntee, den ich hier kennenlernen durfte. Gefällt mir!

Der erste Gang war eine kleine Schüssel mit Udon Nudelsuppe. Die Suppe war die beste Udonsuppe seit langem. Vollmundig, würzig, mit einer Tiefe und einem herrlichem Abgang und leichtem Rauchfischaroma. Unglaublich...hier war ein wahrer Spezialist am Werk. Die enthaltenen Nudeln waren aber leider für meinen Geschmack viel zu weich, fast gatschig, aber vielleicht muss das ja so sein. Man sollte halt das Original kennen um die Fakes beurteilen zu können. Hier war ich mir nicht sicher, ob das gewöhnlich so ist. Ein Japaner hätte mir sicher mehr sagen können.

Es folgten weitere Gänge wie:

Eisbergsalat und Tomatenscheiben in einem erfrischend fruchtig sauren Dressing. Köstlich. Ins Dressing hätte ich mich einlegen können.

Gemüsetempura: Sehr groß, knusprig, nicht zu ölig, herzhaft und köstlich, aber leider auf dem Boden in einer Shoyuwürzsosse eingetränkt. Separat wäre es wohl noch besser gewesen.

Schwarzer Seealgensalat: Nicht übel, lustige Textur und gewöhnungsbedürftig, aber sicher sehr gesund. Geschmack in Ordnung. Nicht abschrecken lassen vom Äusseren.

Sushi-Maki Kombination: Ein paar übliche verdächtige (Lachs, Garnele , Thunfisch) Sushi und Avokado Thunfisch Makis.
Sehr gute Zubereitung, handwarme Temperatur wie es sein soll. Reis nicht zu intensiv gewürzt. Sehr schön serviert. Beim Fischfalltest (Sushi auf den Kopf drehen und hochhalten) bleibt der Fisch am Reis festklebend. Handwerklich also in Ordnung.
Bei schlecht geformten Sushi löst sich der Fisch sofort vom Reis beim Kopfstand (Wie neulich beim Hanil Running Sushi). Gari (eingelegte Ingwerscheiben) schmeckten frisch und intensiv, der Wasabiersatz (ES IST KEIN ECHTES WASABI, sondern feuchtes Krenpulver mit grünem Farbstoff angerührt) war allerdings schon ausgeraucht und ohne Aroma.
Das Omelettsushi (auch hiermit wird das Können des Sushikochs beurteilt) durchschnittlich. Nicht schlecht, aber jetzt auch keine geschmackliche Offenbarung.

Sashimi: bestehend aus Thunfisch in Nori (Seetang) eingewickelt und ja...wieder Lachs...ist halt beliebt und billig. Der Thunfisch war köstlich und der Lachs erwartungsgemäß in Ordnung, aber eher fad.

Als Dessert gab es geschnittenes Obst mit Joghurtsosse, worauf man hätte gut verzichten können. Zwei kleine Stück Mochi mit süsser Rote Bohnenfülle wären da einfach passender gewesen für meinen Geschmack. Gut gemachte Mochis können schon Kunstwerke an sich sein, was aber wahrscheinlich wieder den Menügesamtpreis angehoben hätte.

Mit allem (inkl.Trinkgeld) zusammen habe ich insgesamt 25 Euro bezahlt, was für die gebotene Leistung durchaus preiswert war.

Das Nihon Bashi ist für mich sicher eines der besten japanischen Lokale in Wien in jeder Hinsicht, was aber nicht unbedingt heissen muß, daß es jedermanns Geschmack entspricht. Vergesst hier mal Akakiko, Natsu und Hitomi und wie sie alle heissen. Es ist eher japanische Küche für Fortgeschrittene und man muß sich darauf einlassen. Für ein gehobenes authentisches japanisches Mittagessen in ruhiger und authentischer Atmosphäre ist es allemal empfehlenswert.

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Letzter Kommentar von am 3. Dez 2014 um 15:58

Ich glaube, es ist eher dein instinktives Gespür für gutes Essen. Du weisst einfach, was schmeckt.

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am 14. April 2014
Maxx
6
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Das NihonBashi gegenüber der Staatsoper ist wohl zurecht das mittlerweile beste japanische Restaurant in Wien. Die Einrichtung ist sehr ansprechend und perfekt abgestimmt. Ein eigener Raum mit extra tiefem Tisch ermöglicht die traditionelle japanische Einnahme der Speisen im Sitzen, über den Restaurant befinden sich mehrere Private Dining Räume die zu einem gemütlichen Abend einladen. Das Ambiente ist sehr gediegen und man fühlt sich sofort wohl, was auch an dem freundlichen und zuvorkommenden Personal liegt. Die Speisekarte bietet viele interessante Variationen die allesamt perfekt harmonieren. Unser Abendessen enthielt neben einer Auswahl diverser Sashemi und Sushi Variationen, die aufgrund der Frische und ihrer Konsistenz auf der Zunge zergehen, Garnelen- Fisch und Rindfleischgerichte welche ebenfalls allesamt sehr frisch und perfekt zubereitet serviert wurden. Neben den traditionellen japanischen Getränken beitet die Karte natürlich auch die passenden Auswahl an Weinen. Die kreativen Nachspeisen runden das Geschmackserlebnis ab und hinterlassen einen ausgezeichneten Eindruck eines wirklich gelungenen Abends. Wir werden sicher wieder bei einem unserer nächsten Wienaufenthalte dieses ausgezeichnete Lokal aufsuchen.

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am 11. Februar 2014
KJSpaetauf
10
1
2
5Speisen
5Ambiente
5Service

Japanisches Essen mit echtem Geschmack -> Hier ist endlich ein asiatisches Restaurant, wo das Essen nicht bloß nach Glutamat schmeckt - die Speisen sind frisch u schmecken authentisch! Obwohl das Lokal von außen recht unscheinbar u klein wirkt, bietet es wirklich viel: Karaoke Möglichkeiten (noch nicht ausprobiert - nur veranschlagt gesehen), riesigen Partykeller mit Bar u vor allem frisches und leckeres Sushi!

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Letzter Kommentar von am 1. Dez 2014 um 19:45

Salzig, würzig, deftig, herzhaft...Umami halt.

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am 11. Februar 2014
kaberger
3
1
1
5Speisen
4Ambiente
4Service

Ich komme häufig nach Wien und esse gerne Japanisch - so war ein Besuch im Tenmaya immer ein Fixpunkt, ich wurde nie enttäuscht. Daher war ich ziemlich überrascht, dass es nun geschlossen ist - das scheint auch noch nicht zu allen Liebhabern der Japanischen Küche durchgedrungen zu sein.

Bei meinen letzten beiden Besuchen habe ich aber neben dem Tenmaya auch das Nihonbashi besucht, und war sehr zufrieden - jetzt kann ich den Verlust des Tenmaya gut verschmerzen.....
Die verschiedenen Sushi - Sets (bei 2 Besuchen) waren wirklich gut und die Zutaten erkennbar frisch. Da ist sicher ein erfahrener Koch am Werk: Es gibt keine vorgefertigten Tiefkühl - Toppings, und der Reis ist gerade richtig. Auch einige andere Gerichte haben wir versucht, darunter auch Unagi, perfekt gelungen. Sehr freundliches und kompetentes Personal.
Neben gut sortiertem Bierangebot auch einige Weine, die gut zu japanischen Gerichten passen. Insgesamt: Äußerst empfehlenswert! Mein neuer Fixpunkt in Wien!

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Kommentar von am 11. Feb 2014 um 12:12

Auf der ReTe-Seite wurde vermerkt, dass Tenmaya geschlossen wurde.

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am 10. Februar 2014
Gourmetesser
8
1
1
1Speisen
4Ambiente
1Service

Wir sind etwas auf Japaner (inklusive derer, die sich als solche ausgeben) abonniert. An dieser Stelle in der Operngasse war einmal das gute Yugetsu, dann lange geschlossen, und vor geraumer Zeit hat also das Nihonbashi aufgesperrt. Blick auf die Restaurantester-Kritiken – alle gut. Blick auf die webseite – einladend: Montag – Samstag geöffnet – gut. Auf der Internet-Karte sind die Lunchboxen aufgelistet – nichts steht da von “Montag – Freitag”. Also für Samstag, den 8. 2. 13h einen Tisch für 4 reserviert – kein Problem.
Freundlicher Empfang (durch denselben freundlichen Chefkellner wie einst im Yugetsu). Lunchboxen oder Mittagsmenüs gibt es Samstag nicht – Pech, ist halt bei vielen (die das aber auch im Internet schreiben) so. (Im Sakai gibt es auch Samstag die Lunchboxen!). Also à la carte. Wir bestellen erst Sushis/Makis, ausdrücklich als Vorspeise – die freundliche, aber überforderte (?) asiatische Kellnerin bestätigt das, und beginnt, nach langer Wartezeit die Hauptspeisen zu bringen, jeweils mit gut 5 (!) Minuten Abstand. Auf unsere Reklamation und Frage nach den Sushis/Makis lächelt sie, meint, sie wisse, dass wir es andersrum bestellt hätten, aber leider seien die halt nicht fertig (die Vorspeidsen kommen dann 10 Minuten nach den letzten Hauptspeisen).
Makis: ok, aber nichts besonderes. Hauptspeisen: Fisch ok, Reis aber absolut misslungen, da zerkocht. Tempura schwammen im Öl, und der Teig trotzdem labrig-weich. (Tempura im Tenmaya in der Krugerstraße IMMER Top!)
Leider wurde uns als auch nur symbolische Kompensation für die schlechte Qualität & Service an diesem Tag auch rein gar nichts angeboten. Es hätte uns besänftigt. Schade.
Wir anerkennen die positiven Kritiken der anderen Restaurantester(innen) – und hatten wahrscheinlich einfach Pech an diesem Tag. Doch auf Basis unserer Erfahrung: leider keine Empfehlung, da auch hochpreisig, und schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Welten ab von unseren Empfehlungen Hidori (7.) Sakai & Umami (beide 8. Bezirk). Preise dort etwas niedriger, und Qualität WEIT besser.

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Kommentar von am 9. Mai 2014 um 18:06

Die Erwähnung der Operngasse stimmt mich skeptisch.

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am 2. August 2013
Update am 6. August 2013
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
4Ambiente
4Service
8 Fotos1 Check-In

"Nihonbashi ist ein Stadtteil Tokyos dessen Zentrum die gleichnamige Brücke bildet. Sie gilt als der Mittelpunkt Japans; Alle Distanzen nach Tokyo werden als Distanz bis zur Nihonbashi angegeben."
(© Website und Speisekartendeckblatt)

So neugierig war ich schon lange nicht mehr auf einen Besuch in einem asiatischen Restaurant.
U4 Karlsplatz, Ausgang Elisabethstraße – und man steht schon vor dem Lokal.

Gleich vorweg:
Meine bisher einzige hautnahe Erfahrung mit Japan waren die viel zu weichen Sitzpolster meines alten Nissan Sunny.
Die kulinarischen Erfahrungen wiederum gingen bis dato nicht weit über Misosuppe und Sushi hinaus.

Ich werde mich daher hüten, hier von dem ersten authentisch japanischen Restaurant zu sprechen.
Die Berichte meiner Vorredner sind übrigens allesamt profund und hilfreich – also am besten gleich alle lesen, von MeJulie bis CriticalMinds.

Meine Erfahrung:

drinnen sehr angenehme, unaufgeregte Einrichtung. Dunkles Holz, heller Bambus, hübsche Raumteiler aus rotem Stoff. Bequemes Gestühl, mit seidig weißem Stoff bezogen.
Im Lokal sind am frühen Abend vier Tische besetzt, davon drei Tische mit – offenbar – Japanern. Das sollte ja ein gutes Zeichen sein!

Extrazimmer und Karaoke gibt’s hier auch, ich erspare es der Nachwelt und bleibe bei gutem Essen und dem Bericht darüber.

Die beiden Gastgeber, offenbar ein Ehepaar, sind sehr freundliche, entspannte Personen mit einer wahren Elendsgeduld. Mein Studium der Karte braucht doch eine gewisse Zeit, Erklärungen für die vielen unbekannten Gerichte werden aber in Ruhe vorgetragen.

So beginne ich mal mit einem wärmenden Matchatee, im handgemachten Tongefäß serviert.
Meiner zur Zeit ein wenig lädierten Kehle zuliebe.
Matcha ist ja eine der begehrtesten Grünteevarianten. Kommt als konzentriertes Pulver zu Anwendung, sehr ergiebig. Herr Chef hebt die darin hochgradig enthaltenden Flavonoide hervor. Die antioxidativen Eigenschaften der Weiß- und Grüntees sind ja hinlänglich bekannt.
Dank hier auch nochmal an unseren allseits geschätzten User schlitzaugeseiwachsam, der mir dieses Thema in Verbindung mit asiatischer Küche mal näher brachte. Davon profitiere ich mittlerweile fast täglich – Kopferl, Magerl und Bauchspeck sagen Danke!

Die Karte ist wie schon erwähnt übervoll mit einem Streifzug von Kyushu bis Hokkaido, roher Fisch, Gebratenes, Tempura, Reis, Rind- und Schweinefleisch, Suppen, Salate, Sake, ja sogar japanischer Whisky. Die Karte ist übrigens 1:1 online einsehbar, lohnt sich.

Eine „Kokosrolle“ wird gebracht, im formschönen Körbchen. Bei genauerer Betrachtung erweist sie sich als zart duftender, feuchter „Waschfleck“ – genial: die Idee für die nächste Abendeinladung bei mir zuhause. Kein Vergleich zu unseren herkömmlichen Servietten, und seien sie aus noch so edlem Stoff.

Die Misosuppe mit Pilzen und Jungzwiebel (im späteren Hauptgericht enthalten).
Ein guter Beginn – und hier wird schon mal ein gewaltiger Unterschied zum oft an Abwaschwasser erinnernden Gebräu deutlich. Schmeckt vollmundig, nicht mehlig fad wie sonstwo. Der Jungzwiebel knirscht schön zwischen den Zähnen, die Pilze (als Schwammerlexperte muss ich bei der Pilzart passen) sind ungewohnt, aber schmackhaft.

Gyoza – die Teigtaschen. Hier mit Rind- und Schweinefleisch, mit einer Art Chinakohl und Bärlauch gefüllt. Weizenmehlhülle, schön angebraten. Die Soyasauce wird kaum benötigt.

Sushi: Varianten gibt es ohne Ende, darunter auch mit Aal (Unagi) oder mit Rogen vom fliegenden Fisch.
Meine Wahl: mit Goldbrasse (Kurodai), mit marinierter Makrele (Shimesaba) und „klassisch“ mit Lachs (Shake), um einen direkten Vergleich zum „Massensushi“ zu bekommen.

Auffälligster Unterschied: viel Fisch, weniger Reis (so wie’s sein sollte aber selten ist), der Reis außergewöhnlich weich und doch kompakt (anderswo erinnert er oft an zu kernig geratenen Risottoreis).
Der Fisch ist so zart, dass man das Gefühl bekommt, Damaszenermeister Hattori hätte mir höchstpersönlich die Schneidezähne geschärft.

Die Goldbrasse mit feinem Eigengeschmack, der Lachs neutral und edel, die marinierte Makrele sehr würzig und butterzart.
Herr Chef bittet mich fast darum, mit der bereitgestellten Soyasauce sparsam umzugehen, es wäre ja auch ein Jammer, würde ich sie so verwenden wie manche hierzulande das Ketchup.
Auch vom Wasabi ist bewusst wenig am Teller, von der Konsistenz wirkt es nicht wirklich viel anders als das herkömmliche, wirkt aber deutlich weniger scharf.

Salat: herkömmlicher Eisbergsalat, aber schön krachig-zart. Die Marinade ist wiederum ein Novum für mich, wirkt fast ein wenig „fleischig“. Soya? Bohnenpaste?

Der Hauptgang – Gyu Shigure Don. Zartes Rindfleisch, Zwiebeln und Glasnudeln in Ingwersauce gekocht auf Reis serviert, mit Salzgemüse. Letzteres macht mich stutzig, ich ahne es – und habe Recht: Gurke und Rettich. Nicht mit mir, Herr Chef notiert das mit einem freundlichen Lachen.

Die Portion ist ordentlich geraten, die gewaltige Schüssel wird zur großen Aufgabe.
Das fein gesäbelte Rindfleisch ist ganz eigen würzig, wirklich butterzart, die Würzung ist wieder einmal neu für mich, frisches aromatisches Grün findet sich ebenso wie leuchtend roter Ingwer, ein schönes Zusammenspiel der Aromen, der Reis ist zur Genüge vorhanden, könnte für meinen Geschmack ein bissi weniger bröselig-weich sein. Ein bisschen Soyasauce dazu, der hölzerne Chilistreuer ist mit Vorsicht zu genießen, richtig dosiert wertet es aber die Sache nochmal auf.

Dessert geht keines mehr, dafür aber ein Digestif – hieß er Shoche? 25% Alkohol, aus Süßkartoffeln gewonnen. Langsam trinken, wirkt allerdings trotzdem ein wenig zu sehr verdünnt. Nächstes Mal dann doch einen Sake.

Erstes Fazit: sehr entspannte Atmosphäre, ebenso entspannte Gastgeber, die hier, so finde ich einen großen Wurf gemacht haben.
Die Produkte sind frisch, bestens verarbeitet und höchst bekömmlich, trotz der verspeisten Mengen jammert der Magen zu keiner Zeit.
Auf alle Fälle wieder, Japanlektion Nummer 2 darf kommen.

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Letzter Kommentar von am 31. Aug 2013 um 18:39

SSW: ja wann denn? Ich bin bald wieder in Wien!

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am 28. Juli 2013
MeJulie
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5Speisen
5Ambiente
5Service
3 Check-Ins

Ich liebe asiatisches Essen aber dieses Restaurant hebt sich noch ein Mal von allen anderen asiatischen Lokalen ab. Es ist wahrscheinlich das Ambiente, dass es so besonders macht: Der Eingang ist ein bisschen eng aber wenn man drinnen ist, fühlt man sich recht schnell wirklich wie in einer anderen Welt ... Japan wahrscheinlich. ;)

*Alle* Kellner sind Japaner - das gibt es meines Wissens nirgendwosonst. Auch viele der Gäste sind Japaner und wenn dann ein gewisser Grundpegel da ist und beim genaueren Hinhören merkt man, dass er sich aus japanischen Wörtern und Sätzen zusammensetzt, glaubt man fast, man ist wirklich im Land der aufgehenden Sonne. Dazu kommt, dass alle *wirklich* höflich sind und einem geduldig alles erklären und über alle Patzer - im Wahrsten Sinne des Wortes - und falsche Aussprachen hinwegsehen.

Die Speisen sind natürlich auch ausgezeichnet. Sushi und Sashimi sind wirklich *immer* frisch und so zart, dass sie auf der Zunge zergehen. Auch der Reis ist irgendwie anders als anderswo: Eine Art "flaumig" aber natürlich nicht wir ein Mousse sondern eben auf seine eigene Art und Weise. Wir hatten jetzt schon zwei Mal gegrillten Fisch: Ein Mal den Lachs und ein Mal Heilbutt. Beide Male haben wir uns gedacht, wie kann man, also als Koch, aus so etwas einfach ausschauendem so viel herausholen: Vor allem beim Heilbutt glaubst Du, Du bist im Himmel!

Als Nachspeise gab es zuletzt Mochi, das sind mit Bohnenpaste gefüllte Reiskuchen. Ein Mal etwas anderes und sehr lecker. Denn seien wir uns ehrlich: Warmen Schokoladelavakuchen haben wir doch jetzt schon wirklich oft genug gehabt - spätestens seit es den auch im Supermarkt gibt.

Zum Abschluss lassen wir uns in letzter Zeit noch ein bisschen die Sakekarte erklären und probieren dann auch immer einen. Daran gewöhnt man sich wirklich schnell. Wer das noch nicht kennt: Reiswein bei dem es nicht nur auf den Reis sondern auch auf das Wasser ankommt.

Im Moment ist das wirklich mein Lieblingsrestaurant.

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am 24. Juli 2013
Bergilein
8
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5Speisen
5Ambiente
5Service
2 Check-Ins

Letzte Woche wieder mit meinem Freund das Nihonbashi ausprobiert und festgestellt, dass es immernoch ausgezeichnet ist. Diesmals stand Unagi Kabayaki am Programm: Eine Reisspeise mit glasiertem Aal.

Die Glasur ist für meinen Freund ein bisschen zu süss, eine Meinung, der ich mich nicht anschliessen kann. Es mag ungewohnt sein, ja. Aber es ist stimmig. Und es ist auch nicht mit der Sorte süss vergleichbar, die man in vielen Chinarestaurants vorgesetzt bekommt. Der Reis hat das gewisse Etwas: Ist es die Konsistenz? Der volle Geschmack? Belassen wir es beim gewissen Etwas! Apropos gewisse Etwasse: Wie alle anderen Speisen auch ist der Unagi Kabayaki wirklich zauberhaft schön anzusehen: In einer wunderschönen Lackschale serviert, ästhetisch angerichtet und gemeinsam mit liebevollen "Zukemono". Keinen Gedanken an die Meeresfrucht in Ihrer Lebenderscheinung verschwenden sondern genießen.

Womit wir schon beim Personal wären: Ein junger Ken Watanabe (ja, der aus Last Samurai) empfängt einen auf das wärmste. Erinnert er sich wirklich noch an mich oder tut er nur sehr gekonnt so? Die Kellnerninnern sind mehr etwas für das männliche Publikum, doch das Adlerauge des Ken wacht stets über ihnen damit auch ja nichts passiert.

Ein Wort noch zum Interieur: Ich kann nicht sagen, ob der Hauptteil wirklich authentisch japanisch ist, wie es immer angepriesen wird, etwas kühl kommt es mir manchmal vor. Aber im japansichen Raum wo man sozusagen auf dem Boden (in Wahrheit: Sitzpösterchen und die Beine sind bequem abgewinkelt unter dem Tisch) sitzt, fühlt man sich wirklich wie in einem Nobelrestaurant in Tokyo. Die Japaner an den anderen Tischen und das Gefachsimple zwischen Kellnern und Gästen auf Japanisch tragen natürlich auch dazu bei.

Ich kann beim besten Willen nichts wirklich am Nihonbashi aussetzen. Mein ganz klares Lieblingsrestaurant derzeit.

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Kommentar von Otachan am 26. Jul 2013 um 11:38

Ja, das mit dem Kellner ist mir auch schon aufgefallen. ^-^

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am 17. Juli 2013
MrSmith
5
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5Speisen
5Ambiente
4Service

Zunächst möchte ich vorausschicken, dass ich ein Jahr in Japan gelebt habe (Hokkaido). Seit ich wieder nach Österreich zurückgekommen bin, habe ich versucht, auch in Wien eine ähnliche Qualität und und Auswahl an verschiedenen Sushi und Sashimi wie dort (und nicht nur die Einheitsware wie Lachs, Thunfisch oder Krebsersatz) zu finden. Dies ist jedoch relativ schwer.


Ich habe dann gehört, dass ein neues Lokal (Nihonbashi) nunmehr eröffnet hat und, dass dieses sich angeblich von den anderen japanischen Restaurants wohltuend abheben solle.


Nun denn habe ich es auch ausprobiert.


Als ich ankam, war ich angenehm überrascht, dass es auch hier traditionelle japanische Extraräume gibt; dies gibt es relativ selten in Wien. Auch soll es "Karaoboxen" (also separate Räume, die man privat mieten kann und daher nicht vor allen Restaurantbesuchern, seine musikalischen Fähigkeiten zum Besten geben muss) geben (in Japan war ich mit meinen Studentenkollegen oft in Karaokoboxen, die mir besser als die "öffentlichen Karaokebars" gefallen haben, da man ja unter sich war); diese werde ich das nächste Mal ausprobieren (muss dazu nur noch genügend Freunde mit Interesse dafür auftreiben können). Aber zurück zum Essen.


Natürlich bestellte ich gemischte Sushi/Sashim und Tempura, um mich etwas durchzukosten. Interessant ist, dass es auch Natto gab (fermentierte Sojabahnen, die angeblich sehr gesund ist, jedoch "eigenwillig" schmecken und riechen); bei meinen japanischen Freunden in Sapporo hat dies immer die Tochter mit 3 Jahren zum Frühstück zusammen mit Milch(!) bekommen, eine sehr interessante Kombination); dies habe ich bisher noch auf keiner Speisekarte in Wien gesehen, ist aber ein Zeichen, dass es sich beim Nihonbashi um ein wirkliches japanisches Restaurant handelt (dass es keine rohen Eier zum Austrinken gibt, verstehe ich aber an sich der gesetzlichen Vorschriften; nicht dass ich diese jedoch bestellen würde).


Nun zum Essen an sich: Man merkt sogleich den Unterschied an Qualität und Frische zu anderen Japanern und ich musste mich errinnern, dass ich das letzte Mal in Hokkaido so gegesehen habe (dort war ich auch in einem Restaurant, wo der ganze Fisch vor den Augen der Gäste erst in die einzelnen Sashimi-Stücke zerschnitten wurde.


Da ich jetzt schon so viel geschrieben habe, möchte ich mich aber noch kurz fassen:

Ambiente/Authentizität: klare 5

Qualität: klare 5

Service: "nur" eine 4 (da das Lokal erst vor paar Monaten aufgesperrt hat, merkt man manchmal, dass sich noch manche Sachen etwas einspielen müssen)

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Kommentar von Hokke am 1. Aug 2013 um 18:15

Your comment is really making a point, I have travelled all over Japan and Hokkaido IS REALLY the symbol of quality and freshness of seafood in Japan. And this really came to my mind when I had dinner at the Nihonbashi recently. It is the best I have experienced in Japanese food Vienna (Second: Tenmaya)

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am 4. Juni 2013
Update am 5. Juni 2013
CriticalMinds
21
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4Speisen
4Ambiente
3Service

Habe heute den Abschluss meines Japanischkurses mit den Kurskollegen gefeiert.
Aufmerksam bin ich auf dieses Lokal geworden weil ich vor ein paar Tagen beim vorbei gehen bemerkt habe das statt YUGETSU jetzt NIHON BASHI auf dem Schild steht. Das Lokal hat jetzt einen neuen Eigentümer wurde uns mitgeteilt.

Das Lokal verbindet von der Einrichtung her traditionelle und gleichzeitig stylische Architektur die mir persönlich als sehr gut kombiniert erscheint.
Es gibt normale Tische als auch Sitzgelegenheiten wo man glaubt am Boden zu sitzen. Ich war dieses Jahr 2 Wochen in Japan und ich muss sagen dass ich mich am ehesten wie in Japan gefühlt habe in diesem Lokal. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen wie das Kuishimbo, aber darüber möcht ich hier nicht schreiben.

Personal schafft auch Ambiente. Wir konnten mit allen die unseren Tisch bedienten japanisch sprechen. Großer Pluspunkt, für mich. Das Service personal war sehr bemüht, doch aber teilweise gestresst wegen dem vollen Lokal das übrigens auch mit sehr vielen Japanern gefüllt war uns das an einem Montag! Mein erster Eindruck dass es sich hier um eine Touristenfalle handelt hat sich hier Gott sei Dank nicht bestätigt. Preise für meinen Geschmack fair, Sushi befindet sich aber im oberen Preissegement. Wie aber in Japan auch...

Ich hatte Spider-Roll, dicke Makis gefüllt mit Krabben-Tempura, Salat, Avocado und Mayonnaise. Richtig gut!
Gyu Don, Rindfleisch gedünstet mit Zwiebeln in Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker aud Reis. Für mich ist dies mein Lieblingsfleischgericht aus Japan. Ich empfehle es mit rohem Ei zu bestellen und alles durchzumischen...so habe ich das in Japan gelernt von Freunden. Dort gibt es Gyu-don-Fastfoodketten die 24 Stunden am Tag offen haben...

Zurück zu meiner Bestellung: Bei Gyu Don ist auch eine Misosuppe dabei und eingelegtes Gemüse.
Auch hier habe ich mich gefühlt wie im Urlaub.
Extra habe ich mir auch noch ein Wakamesalat gegönnt, auch besser als in den bisherigen Restaurants in denen ich zuvor war.

Man kann hier auch Karaoke singen in Extraräumen, die dürften dann im zweiten Stock sein, im Restaurantbereich sucht man auf jeden Fall vergebens danach.
Ich werde auf jeden Fall nochmal hier herkommen, für mich der beste Japaner Wiens den man sich leisten kann. Mit 3x 0,3 Asahi habe ich 40€ bezahlt. Preis-Leistung echt Top! Satt war ich auch vorallem!

Last but not least: die Minuspunkte.
Leider hatten wir nicht alle gleichzeitig die Vorspeisen und Hauptspeisen, das war mehr vermischt. Wo die einen noch Vorspeisen hatten, hatte eine Ihre Hauptspeise und andere wiederum keine einzige Speise. Für meinen Geschmack ist ein feuchtes Tuch damit man sich zu Beginn die Hände reinigen kann ein Muss für einen echten Japaner. In Japan bekommt man in einem noch so einfachen Restaurant ein feuchtes Tuch, schade dass soetwas hier nicht gibt.

Fazit: Empfehlung!

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Letzter Kommentar von am 11. Sep 2016 um 23:17

Diese ständige Aufregung über Vorspeise, Hauptspese, was kommt wann zu spät - kann man damit bitte endlich aufhören? Es kommt was grad gar ist oder wie auch immer, aber diese Einteilung in Vor- und Haupt- und Nach- ist einfach total daneben. Das gibt es nur dort, wo man auch von 'Beilage' spricht. Wo ich nie nie nie reingehen tät'.

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Bewertet am 04.06.2013

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