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Mo, 8. August 2022
In der Umgebung

Martinelli

2 Bewertungen
Freyung 3, 1010 Wien
Küche: Italienisch
Lokaltyp: Trattoria, Restaurant
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Zander gegrillt - Martinelli - WienRavioli parmigiano mit Trüffel - Martinelli - WienWilder Broccoli und Spinat - Martinelli - Wien
Gedeck - Martinelli - WienRavioli parmeggiano, hervorragend - Martinelli - WienShort ribs, tadellos - Martinelli - Wien21 Fotos

Bewertungen (2)

Gesamtwertung

43
2 Bewertungen
Speisen
40
Ambiente
45
Service
45
am 25. August 2021
adn1966
Experte
SpeisenAmbienteService
Gutes Wetter und ein zweifacher Grund zum Feiern. 23. Jahrestag, seit die Liebste und ich einander kennengelernt haben und gleichzeitig 14. Hochzeitstag. Da muss es natürlich lokaltechnisch etwas Besonderes sein. Unsere Wahl fiel auf das „Martinelli“ im Palais Harrach, ein Schwesterlokal des Regi... MehrGutes Wetter und ein zweifacher Grund zum Feiern. 23. Jahrestag, seit die Liebste und ich einander kennengelernt haben und gleichzeitig 14. Hochzeitstag. Da muss es natürlich lokaltechnisch etwas Besonderes sein. Unsere Wahl fiel auf das „Martinelli“ im Palais Harrach, ein Schwesterlokal des Regina Margerita. Nachdem wir den Zeitpunkt außerhalb des Mittags-run gewählt hatten und das Lokal durchgehend geöffnet hatte, verzichteten wir auf eine Reservierung und hatten tatsächlich Glück. Das Lokal war zwar recht gut besucht, uns wurde dennoch ein sehr schöner Tisch im Garten angeboten.

Der Garten ist im Innenhof des Palais, sehr schön und ruhig gelegen, abseits der Straße. Man fühlt sich vom ersten Moment an willkommen, wir wurden freundlichst begrüßt, 3G wurde vorbildlich kontrolliert.

Wir starten mit zwei Gläsern Champagner (Moet & Chandon Rosé) und widmen uns dem Studium der Karte. Das Restaurant spielt in einer höheren Liga als das Schwesterlokal, klassische italienische Gerichte, teils etwas moderner interpretiert, finden sich auf der Karte, keine Pizza. Wir bestellen:

Vorweg soll’s ein Salat „Barbaro“ für die Liebste sein, mit Feta, Zucchini, Pinienkernen und Tomaten, eine Minestrone für mich. Als Hauptgang wählt die Liebste „Fegato alla Veneziana“, eine Kalbsleber mit Erdäpfelpüree, ich nehme die Spaghetti „Carbonara Daniel“, ein Klassiker der italienischen Küche, den ich sehr mag, sofern er klassisch und puristisch zubereitet ist, wovon ich in diesem Haus aber ausgehe. Meinem Wunsch, auch frische Peperoncini dazu zu reichen, wird natürlich entsprochen, ich werde sogar gefragt, ob ich möchte, dass die Schoten mit der Pasta verarbeitet werden. Nein, frisch drübergestreut, bitte.

Die Weinkarte wird ebenfalls gereicht und, nachdem wir natürlich öffentlich angereist sind, gönnen wir uns eine Flasche eines exzellenten Barolo als Weinbegleitung.

Salat und Suppe sind optisch und geschmacklich sehr gut. Frisch geriebener Parmesan und Pfeffer aus der Mühle werden gereicht, alles tadellos. Eine echte, gute Gemüsesuppe, mit der gerade richtigen Menge an Gemüse als Einlage, sehr, sehr gut.

Die Kalbsleber der Liebsten ist zum Niederknien. Zwei stattliche Stücke, sehr zart, perfekt gebraten in einem vorzüglichen Saft’l. Das Püree ist hausgemacht, bei der Wahl der Erdäpfel hatte man allerdings nicht das glücklichste Händchen, sie waren ein wenig wässrig. Insgesamt aber ein sehr, sehr gutes Gericht.

Meine Pasta war sehr gut, der verarbeitete Guancale, also der Speck, schlichtweg der Hammer. Die Qualität der Spaghetti war sehr gut, sie waren auch auf den Punkt gekocht. Einzig mit der Sauce (Pecorino/Eigelb) ist irgendetwas schief gegangen, entweder zu viel Pecorino oder ein Ei, das etwas zu viel gestockt ist. Irgendwie zu viel Sauce, ich mag die Carbonara wirklich puristischer, ergo „nackter“. Die drübergestreuten, frisch geschnittenen Peperoncini waren scharf und genau richtig dosiert, um der Pasta die von mir gewünschte Schärfe zu verleihen. Das mit der Sauce ist Jammern auf sehr hohem Niveau, das Gericht war sehr gut. Mein Feedback wurde mit einem gratis Espresso „als Entschuldigung“ quittiert, obwohl es nur ein, meiner persönlichen Präferenz geschuldeten, Feedback war, das fand ich äußerst großzügig.

Der Espresso sehr gut, kräftig, dazu gönnten wir uns je einen Grappa, ebenfalls Spitzenqualität.

Obwohl wir voll waren und eigentlich kein Dessert mehr wollten, überraschte uns das Restaurant mit einer vorzüglichen Panna Cotta mit Karamell und Erdbeeren für beide, aufs Haus, anlässlich unseres Hochzeitstages, vielen Dank dafür.

Der Service war durchgehend perfekt, vom Empfang über Weinempfehlung, Aufnahme der Bestellungen, Abservieren, etc. Wir wurden von insgesamt 3 oder 4 ServicemitarbeiterInnen bedient, alle sehr professionell, sehr höflich, einfach vorbildlich.

Mit einem der Servicequalität angemessenen Trinkgeld zahlten wir insgesamt € 260,00 mit Bankomat, der Preis passt, wir hatten ja auch Champagner, Grappa und Wein. Für die gebotene Qualität der Speisen und das „overall“ Erlebnis jedenfalls absolut angemessen.

Man sitzt echt gut in diesem Restaurant, der Garten lädt zum längeren Verweilen ein, herrlich ruhig und angenehm ist es dort. Das Martinelli wird sich zu einem unserer Stammitaliener mausern, es war ein wirklich wundervoller Nachmittag.
Zander gegrillt - Martinelli - WienRavioli parmigiano mit Trüffel - Martinelli - WienWilder Broccoli und Spinat - Martinelli - Wien
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Bezüglich Negroni: Ich liebe ihn und bei den meisten Italienern bekomme ich ihn, wenngleich er fast nie auf der Karte steht. Scheint irgendwie selbstverständlich zu sein, dass man den Negroni serviert/zubereiten kann.

18. Okt 2021, 13:46·Gefällt mir

Das ist schon Jammern auf höchstem Niveau. Ja eh, ein Italienisches Bier auf der Karte wäre dann noch perfekter. Trotzdem - Kirche/Dorf - tolles Lokal und eine Leistung, die man so in Wien nicht allzu oft findet. Probier's einmal.

30. Aug 2021, 17:21·Gefällt mir1

Wenn ich bei einem guten Restaurant nur BrauAG Plörre, Stiegl oder Ottakringer auf der Karte angeboten bekomme, bin ich schon mal angfressen. Zumindest ein italienisches Bier sollte angeboten werden bei einem Top Italiener.

30. Aug 2021, 16:40·Gefällt mir
am 27. August 2019
Stammersdorfer
Experte
SpeisenAmbienteService
Es ist wieder Restaurantwoche, noch bis zum 1.9.2019, in unserem wunderschönen Wien und über 70 Wirte spielen mit. Ich habe mir schon vor geraumer Zeit, über das tadellos funktionierende Reservierungssystem, einen Tisch im MARTINELLI, Trattoria, Ristorante, in 1010 Wien, Freyung 3 reserviert. ... MehrEs ist wieder Restaurantwoche, noch bis zum 1.9.2019, in unserem wunderschönen Wien und über 70 Wirte spielen mit.

Ich habe mir schon vor geraumer Zeit, über das tadellos funktionierende Reservierungssystem, einen Tisch im MARTINELLI, Trattoria, Ristorante, in 1010 Wien, Freyung 3 reserviert. Man bekommt dann auch noch vom „System“ 24 Stunden vorher, eine Erinnerung. A ja das mit der Reservierung hat perfekt geklappt, es war nicht einmal voll. Von denen die da waren, haben ca. 50% a la carte gefuttert, der Rest waren solche wie mia.

Die „Anreise“ vom 8ten in den 1ten wie immer zu Fuß, es hält aber auch der Bus 1A quasi vor der Tür.

Der Ort des Geschehens ist im Palais Harrach, wenn man von der Freyung rein kommt rechts hinten im Eck. Da ist ein von Grünstauden eingerahmter Gastgarten, wo man notfalls auch durch eine riesige ausfahrbare Markise gegen Regen geschützt ist. Dass in diesen Hof Sonne rein kommt, kann ich mir selbst bei Höchststand nicht so recht vorstellen.
Die Tische sind weiß eingedeckt, die Sessel mit Armlehne gemütlich und fürs zarte Popschal gibt es standardmäßig Sitzkissen.
Man fühlt sich hier sofort wohl und man ist auch durch den Innenhof recht gut gegen Wind geschützt, würde ich meinen, falls denn einer geht.
Einen Blick ins Innere konnte ich auch werfen, schaut nett aus, in den alten hohen Mauern, allerdings stehen die Tische recht (sehr) knapp beieinander.

Bei dem Lokal handelt es sich um eines der beiden des Luigi Barbaro, sein Zweites ist die Regina Margaritha, in der Wallnerstraße 4.
Zweimal ist er an dem frühen Abend auch vorbei flaniert, ohne allerdings rein zukommen, oder auch nur irgendjemand eines Blickes zu würdigen, Gäste wie Mitarbeiter gleichermaßen.

Was hier gefällt ist die Serviceleistung, denn die war seinerzeit (6.4.15) in seiner Pizzeria unterirdisch.
Ein Italiener und zwei unsrige schupfen den Laden, einer davon sowas wie der Oberkellner. Allesamt freundlich Zeitgenossen, die einen flotten und nicht steifen Job machen. Es wird nachgefragt und nachgeschenkt und sobald beide Teller leer waren, waren sie auch schon fort. Man wird auch zwischen den drei Gängen gefragt, ob man schon weiter machen will. Genauso erwarten wir uns das bei einem gehobenen Italiener.

Als Aperitif hatten wir zwei köstliche Prosecco und zum Essen eine Flasche eines 2017ener Sauvignon. Von dem habe ich mir allerdings weder den Winzer noch die Herkunft gemerkt, aber er war richtig gut, fruchtig und sehr sortentypisch.
Der Hammer war der kleine schwarze Lavazza danach, sehr stark, nicht bitter und mit schöner Creme. Perfekt, so geht Espresso!

Es gibt wie immer bei der „Woche“ ein 3 gängiges Menü.

Los ging’s, nach köstlichen schwarzen Oliven und verschiedenem Brot, mit 3 Jakobsmuscheln, Steinpilzen und Parmesan. Auf einem weißen länglichen Teller, wurden uns drei sehr ordentlich angebratene Muscheln gebracht. Die Pilze waren sautiert und sehr geschmackvoll, ergänzt durch eine wirklich feine, gelbliche Käsesauce. Top Vorspeise, da waren wir uns einig.

Nach kurzer angenehmer Wartezeit, ging es für meine Liebste mit einem Branzinofilet weiter. Der Fisch war gebraten, die Haut wunderbar kross, sie war angetan davon. Dazu gab es sehr interessante kleine Erdäpfel mit Zitrusgeschmack, zwei noch etwas knackige Karotten und Selleriepürree. Das hat positiv überrascht, denn sie hat es gegessen, was sie normal nicht macht. :-)
Für mich gab es ein Kalbsrückensteak mit ebenfalls den Karotten und dem Püree dabei, das war sehr fein und cremig. Ich hatte weiters noch eine angebratene Polentaschnitte. Ist jetzt nicht meine favorisierte Beilage, aber war gut. Das Fleisch selbst war sehr zart und weich und hatte Geschmack.

Die beiden Nachspeisen nannten sich Tarte Amalfitana und waren großartig. Da war geeiste Meringue? keine Ahnung was das ist, eine herrliche Orangensauce und irgendwelche Knusperdinger. Das Ganze war nicht süß und macht süchtig. Ich war geneigt zu sagen, bitte solange bringen bis ich halt sage.

Sollte sich jemand an der Größe der Speisen stoßen, wir waren satt, es war genau richtig.

Alles in allem sehr gut im Rahmen der Restaurantwoche im MARTINELLI gegessen. Das Ambiente, vor allem im Hof, gefällt und auch die Servicemannschaft macht einen ordentlichen Job.
Die Rechnung über € 125,-- incl. Maut, haben wir mit Plastikgeld beglichen.

A ja und bei den Mützerlverteilern kommt er auch gut an, 1 Haube 13 Punkte meinen die.

Danach sollte es noch ein Schleckeis im angrenzenden Vanillas sein, aber das ist wie immer eine ganz andere Geschichte.....
Branzinofilet - Martinelli - WienKalbsbrückensteak, feine Sache - Martinelli - WienJakobsmuscheln mit Steinpilzen - Martinelli - Wien
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Freyung 3, 1010 Wien
1. Bezirk - Innere Stadt

Details

Features: Gastgarten
Kreditkarten: Gängige Karten
Öffnungszeiten: Website prüfen
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