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Speisen
Ambiente
Service
39
36
37
Gesamtrating
37
18 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
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LugeckLugeckLugeck
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Lugeck Info
RESTOmeter
RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 475
|
127
Wien
Rang: 304
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Eröffnungsjahr
2014
Öffnungszeiten
Mo
11:30-24:00
Di
11:30-24:00
Mi
11:30-24:00
Do
11:30-24:00
Fr
11:30-24:00
Sa
11:30-24:00
So
11:30-24:00
Hinzugefügt von:
hbg338
Letztes Update von:
simone
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Lugeck

Lugeck 4
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Österreichisch, Wiener Küche
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus, Gasthof
Tel: 01 512 50 60
Lokal teilen:

18 Bewertungen für: Lugeck

Rating Verteilung
Speisen
5
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4
12
3
3
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1
0
Ambiente
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. November 2016
Experte
HrMann
39
18
20
4Speisen
3Ambiente
4Service

Unser Sitzplatz befindet sich im ersten Stock. „Kaiserlounge“ bezeichnet unser Ober diesen. Ja, man hat wirklich von dort aus einen ordentlichen Ausblick über den Platz. Wir werden noch darauf hingewiesen, dass der Tisch ab 13:30 eine Reservierung hat, was für uns kein Problem ist, denn es soll nicht mehr als ein kleines Mittagessen werden.

Das Ambiente ist in den anderen Bewertungen schon eingängig beschrieben worden. Von meiner Seite kann ich erwähnen, dass mir die moderne Auslegung gefällt. Die Sitzplätze sind gemütlich. Einzig die filzartigen Sitzflächen weisen schon teilweise recht deutlich Spuren auf. Sonst ist Innen auch alles sauber, nur vor dem Lokal schmückte ein Zeichen der letzen durchzechten das Trottoir. Es wäre nicht zu viel verlangt gewesen, dieses Überbleibsel mit einem Küberl Wasser zu beseitigen…

Wie auch immer, wenden wir uns wieder appetitlicheren Dingen zu. Die Speisekarte ist ein Mix aus österreichischen Klassikern und modernen Gerichten. So findet sich auf dieser zum Beispiel auch ein Süßkartoffelcurry mit Basmati-Reis für € 11,50 wieder, welches ich auch wähle. Sehr ansprechend liest sich auch die Getränke-Karte: Ich trinke gerne Fruchtsäfte und die Auswahl gefällt mir hier: Vom klassischen Williams-Birnen Saft (€ 3,20, auf 0,5 mit LW) über Marillennektar bis hin zum Hibiskus-Saft (€4,60, auf 0,5 mit LW) bin ich hier gut aufgehoben. Letzteres ist auch wahrlich ein Highlight: Nicht zu süß und mit Mineral aufgespritzt ein wahrer Durstlöscher. Genauso herrlich ist der Birnen-Ingwer Spritzer (€ 5,90) gelungen, welchen ich mir auch als perfekten Sommer-Spritzer vorstelle.

Es geht wiedermal mit einer Frittatensuppe (€ 4,50) los. Die Suppe ist mengenmäßig ordentlich und mit wirklich vielen Frittaten versehen. Die Brühe enthält außer den Frittaten fein geschnittene Karotten, Sellerie und Rindfleisch. Mir ist die Suppe beinahe zu salzig. Ich liebe kräftige Suppen, aber ihre Kraft sollte sie nicht aus dem Salze ziehen. Hier passt es gerade so noch. Insgesamt eine beinahe sehr gute Suppe.

Zwischendurch wird der gemischte Salat (€ 4,00) gebracht, der aus gemischten Blattsalaten und ein paar Cocktail-Tomaten besteht. Etwas mehr Abwechslung habe ich mir eigentlich erwartet. Was ich allerdings bekomme ist frisch und mit einer senf-lastigen Marinade angerichtet. Ich kann mir vorstellen, dass einigen die Senfnote zu dominant sein mag, mir schmeckt sie jedoch.

Das Curry mit dem Basmati-Reis wird getrennt in zwei großzügig gefüllten Schüsseln serviert. Der Reis duftet herrlich und hat noch einen leichten Biss. Ein paar Cashew-Kerne runden diesen ab. Das Curry ist schön würzig, zwei kleine Korianderblätter befinden sich darauf. Von denen könnte es auch gerne mehr sein. Das Curry ist schön würzig, aber nicht scharf und mit Kokosmilch verfeinert. Für mich ein sehr gutes Gericht für € 11,50.

Am Tisch wird auch ein Rehragout mit Brioche-Knödeln bestellt, einmal eine normale Portion und einmal eine kleine Portion (€ 15,90 bzw. € 12,50). Ich erlaube mir dieses Gericht auch zu kosten. Der Saft ist typisch für ein Wildgericht fruchtig herbe, das Fleisch mürbe. So stelle ich es mir vor. Auch meinen Tischnachbarinnen schmeckts sehr gut.

Allgemein sei zu den Speisen gesagt, dass diese jedenfalls sehr gut sind, wobei wir preislich sicher schon etwas gehoben unterwegs sind. Das hat natürlich auch mit der Lage des Lokals und der Bekanntheit zu tun.

Fazit: Das Lugeck-Figlmüller ist die moderne Variante zu den anderen beiden Figlmüller Adressen. Das Service ist professionell, die Speisen und Getränke sind sehr gut, die Preise eher gehoben. Meine beiden bisherigen Besuche haben mich jeweils positiv gestimmt. Einem erneuten Besuch steht nichts im Wege.

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am 27. Juli 2016
Experte
papperlnpipperln
35
5
19
4Speisen
4Ambiente
4Service

Ein einfach zu Ende gedachtes Konzept, das Lugeck Figlmüller !

Einige Vorbesitzer/Pächter haben an dieser schönen Ecke von Wien,viel Geld vernichtet, was wurde da nicht alles versucht, in diesem wunderschönen Haus, einen vernünftigen Gastronomie Betrieb hochzuziehen, alles bis dato ohne nachhaltigem Erfolg.

Mit genügendem finanziellem Background und einem stimmigen Konzept ist es den Figlmüller`s gelungen ein wunderbares Wirtshaus zu schaffen, der verwendete Slogan, die Wiener Wirtshauskultur ist zurückgekehrt, ist zu unterschreiben.

Seit dem 14 Jhdt., schreibt die Chronik war an dieser Stätte ein Einkehrgasthaus, die aktuelle Architektur, teilweise grüne Kacheln, das Buchenholz Inventar, der schwarze Linoleum Boden, der luftige geschwungene Stiegen Aufgang in den ersten Stock , alles sehr als stimmig.

Samstag 13:30, in der Innenstadt unzählige Touristen und Einheimische Citybummler schlängeln sich die Rotenturmstrasse entlang, wir meine Frau und ich sind auch dabei, unser Plan irgendwo ein Häppchen zu essen, daraus wird nicht`s der Figlmüller stellt ordentliche Portionen auf den Tisch.

Wetter ist ideal für ein schattiges Plätzchen im Freien, der Garten am Vorplatz vor dem Lokal wie heißt es so schön auf neusprech, knackevoll.

Na dann suchen wir uns halt ein Plätzchen im Lokal, wir treten ein und stehen vor einer ganz reizendenden Enpfangsdame, für zwei Personen ein Platzerl hamma gleich, Blick auf einen Monitor, und die junge Dame bittet uns mitzukommen, wir werden rechts beim Eingang zu einem wunderbaren Fensterplatz geleitet, im Lokal wunderbar temperiert, Wohlfühlfaktor sehr hoch

Tisch ohne Tischtuch, die pflegeleichte Tischplatte ist so gewählt, dass einem dieses nicht abgeht.

Wir nehmen Platz, ein junger Ober steht schon neben uns, nimmt die Speise und Getränkekarte aus der Tischhalterung und überreicht diese.

Wir ordern ein Glas gespritzter Weiss und ein Fassl Pils 0,3.
Speisekarten unzählige Wiener Klassiker, aber auch Kleinigkeiten und Sommerliches wie weisser Waller oder eine kalte rote Rübensuppe werden angeboten.

Unsere Wahl, aus der Rubrik Wiener Klassiker, glacierte Kalbsleber und Butterschnitzel, beides mit Erdäpfelpüree als Ergänzung bestellen wir zwei gemischte Salat.
Der junge sehr freundliche Ober serviert unsere Getränke und nimmt unsere Bestellung entgegen.

Meine Platzwahl war genial, totaler Überblick, wer kommt, wer geht, die junge Dame am Empfang, macht ihren Job grandios, jeder Gast wird in Empfang genommen, und zu seinem Platz begleitet, da das Lokal sich über zwei Ebenen verteilt, ist der Job das reine Fitnesstraining.

Mit dieser Lösung wird das herumirren der Gäste im Lokal nach Sichtung eines freien Tisches unterbunden.

Keine 15 Minuten sind seit unserer Bestellung vergangen, da wird unser Essen schon aufgetragen,

Der optische Eindruck, klare Linie einfach schön, da haben nicht unzählige Köche herumgefummelt, es ist einfach nur schön appetitlich angerichtet.

Beide Gerichte, vorzüglich das Majoran Safterl der Kalbsleber eine Wucht, das Püree zeigt noch Spuren von Erdäpfel die gerösteten Zwiebelringe schön knusprig, jeder Bissen ein Genuss.
Das faschierte Kalbsbutterschnizerl , zart gewürzt, Saft pikant, ja so gehört dieser Wiener Klassiker.

Der bestellte gemischte Salat, wird als gemischter Blattsalat geliefert, wir wollen nicht reklamieren, das Grünzeug relativ klein geschnitten, daher wunderbar zu essen, das Dressing zart säuerlich süßlich, meine Mutter hat grünen Salat so angerichtet, auf jeden Fall war er sehr gut und hat zu den gewählten Speisen wunderbar geschmeckt.

Da Tische relativ eng stehen, kommt man sehr schnell mit den Tischnachbarn in`s Gespräch, neben uns Stammgäste des Lokal`s.

Diesen kommt nur Lob über Qualität der Speisen und der Bedienung über die Lippen, rechts vor uns, Japaner diese fotografieren jeden Bissen, sind sichtlich happy über alles was aus der Küche kommt, alles grinst und delektiert sich an den servierten Speisen.
Unsere Rechnung fast 42.-, es hat wunderbar geschmeckt, wir haben uns besten betreut gefühlt, so soll ein gemütliches Mittagessen sein.

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Letzter Kommentar von am 28. Jul 2016 um 13:59

@Stammersdorfer: Ja, aber ein "typischer Schwede" kann ein Pole sein, und ein "typischer Italiener" gar ein Nordtiroler. ;-)

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am 7. Juni 2016
Experte
Alzi
184
4
22
4Speisen
3Ambiente
3Service
3 Fotos1 Check-In

Wir waren eine Gruppe von acht Personen und hatten reserviert. Der Tisch war vorbereitet. Seltsam hat uns angemutet, daß es keine Tischtücher gibt und man stattdessen auf Resopalplatten ißt. Das Besteck liegt für jeweils vier Personen auf einem Tellerchen am Tisch, auch das entsprach nicht unseren Erwartungen. Der Ober kommt sehr flott, fragt nach den Getränken, die auch sehr rasch serviert werden. Für Kinder gibt es eine eigene Speisekarte, die die Größe eines A3-Blattes hat, auf der das Kind Figuren ausmalen kann. Das Kind bekommt auch eine Schachtel mit sechs Buntstiften dazu - ein großer Pluspunkt. Als Vorspeise bestellten wir ein Hausbrot um € 2,80, das waren vier eher kleine Scheiben, dazu ein Töpfchen Grammelschmalz um € 2,90. Auf der Karte stand: "Gansl-Grammelschmalz", von Gans war nichts zu spüren. Die Wartezeit auf die Speisen liegt an oberen Grenze des Normalen. Die Qualität ist dafür sehr fein. Das gebackene Bries um € 13,50 ist frisch herausgebacken, ein Salat muß extra bestellt werden. Der Tafelspitz um € 17,50 kommt in einer Suppe, auf Wunsch auch mit Beinfleisch, die Beilagen kann man sich nach Wunsch dazuordern. Die Krautfleckerl um € 9,50 sind frisch, das ausgelöste Backhuhn um € 13,90 wird in einem Körbchen serviert.
Negativ fällt uns auf, daß vieles extra verrechnet wird: mehr Ketchup zum Kinderschnitzel, ein Salat zum Bries und die Beilagen zum Tafelspitz.
Gegen Ende wurde der Ober nachlässig: er vergaß einen Kaffee, den er nach Urgenz rasch nachbrachte und der Milchrahmstrudel - um stolze € 7,80 - wurde in der Vanillesauce serviert, obwohl er ausdrücklich getrennt bestellt worden war. Der Kellner hörte sich die Reklamation an, meinte aber, ein neuer würde neuerlich 20 Minuten dauern, was wir ablehnten.
Das Ambiente des Lokals ist nüchtern, das verwendete Eichenholz eher dunkel, als heimelig, die unbedeckten Tische eher rustikal, doch alles wirkt sauber. Die Toiletten sind im ersten Stock, es sind aber für die Größe des Lokals zu wenige.
Fazit: die Preise sind der Qualität des Essens gerade noch angemessen, man befindet sich in der Innenstadt. Die Erfahrungen mit den Kellnern sind zwiespältig. das Innere des Lokals ist nicht heimelig, die Raumaufteilung so, daß man wenig Privatsphäre hat. Unser Stammlokal wird es nicht werden.

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am 23. März 2016
geneu
52
1
5
3Speisen
3Ambiente
2Service

Wieder einmal im 1. Stock. Der kellner zwar sehr freundlich aber überfordert, einfach zu viele Gäste und zu wenig Personal. Das Blunzengericht eher kein Himmel sondern eine lauwarme Hölle. S wär sonst gut gewesen. Aber kein Wunder, man muss das Essen rauftragen und dann steht es 2 Minuten an der Anrichte , bis es serviert wird. Das Wachauerweckerl kommt zu spät und ist verbrannt. Der Schnitzlburger gut, die Rindsroulade überschaubar.
Preis Leistung naja.
Alles in allem: doch lieber beim Grinzinger Figls...

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Letzter Kommentar von am 15. Mai 2016 um 11:16

Naja, selber Besitzer...

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am 27. Februar 2016
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
4Speisen
3Ambiente
3Service
12 Fotos1 Check-In

Etwa 80 Wirte stehen/standen im Rahmen der Wiener Restaurantwoche von 22. bis 28.02.2016 zur Auswahl und sie geht demnach, für die Kurzentschlossenen, noch bis Morgen Sonntag. Uns hat es am Freitag den 26.2. abends, ins LUGECK FIGLMÜLLER, in den 1ten Bezirk verschlagen. Wie immer wurde diese „Kurzstrecke“ von 1080 kommend zu Fuß bewältigt, parken und 1010 ist ohnehin ein eigenes Kapitel. Mit der U1, Station Stephansplatz, kommt man aber recht gut hin.

Die Reservierung geht ausschließlich online. Man bekommt eine Bestätigung per Mail, wird einen Tag davor nochmals daran erinnert und am Tag danach will man wissen wie es denn war, resp. man wird aufgefordert im Herold eine Bewertung abzugeben. Die Reservierung hat ganz problemlos geklappt und man wusste sogar, dass wir im Rahmen der „Woche“ da sind. Und was konnte man da auf der Internetseite über das Lugeck lesen, es gilt als Wirtshausjuwel der ganz besonderen Art, denn hier genießen die Wienerinnen und Wiener entstaubte Gasthauskultur im urbanen Ambiente. Neben altbekannten Klassikern wie Tafelspitz, Schnitzel & Co werden vor allem spannende Neuinterpretationen der österreichischen Küche und exzellente Kleinigkeiten für den Hunger zwischendurch serviert. Naturbelassene Weine von ausgesuchten Winzern der Region und eine große Auswahl an heimischen Craft Bieren komplettieren das kulinarische Angebot.

Im Rahmen der Aktion gibt es bei diesem Wirt ein 3gängiges Menü, das aus Vorspeise, wahlweise 2 Hauptspeisen, sowie Nachspeise besteht. Zu berappen sind dafür € 29,50 pro, auch das konnte man schon vorab im Netz lesen. Die entsprechende Karte dazu lag bei unserer Ankunft schon am kleinen feinen 2er Tisch. Der war im oberen Stock des Lokals, über eine Holztreppe zu erreichen und wurde uns von der Empfangsdame persönlich gezeigt. Wir hatten den perfekten Blick auf das Denkmal des Johannes Gensfleisch, besser als Gutenberg bekannt, sprich wir haben aufs Lugeck hinunter geschaut. Der perfekte Platz für einen Erstbesuch!
Das in den alten Mauern untergebrachte NR Lokal macht einen freundlichen Eindruck, ist hell und die Tische stehen nicht zu nahe beieinander, sodass man sich gut unterhalten kann. Das meiste hier ist aus Holz, wie Boden, verschiedenste Raumteiler, Tische und Sessel, wobei deren Sitzflächen und Rückenlehnen mit grünem Stoff bezogen sind. Wobei der berühmte „Funke“ bei uns beiden aber leider nicht übergesprungen ist.
Die Hütte war an dem Abend voll, es sind aufgrund der Lage auch viele Touristen aus aller Herren Länder anwesend. Ohne Reservierung NJET, NO, NEIN, NIENTE, also Glücksritter bleibt zu Hause.

An dem Abend war für uns die kleine Melanie zuständig, so stand es zumindest auf ihrem Ansteckschild. Zuerst ein wenig verschlossen und schüchtern wirkend, das wurde aber im Laufe des Abends etwas besser. Sie war jedenfalls freundlich und korrekt, recht flott und sehr aufmerksam, das Nachschenken und Abräumen hat nahezu perfekt funktioniert. Ein Lächeln ist ihr den ganzen Abend aber leider nicht ausgekommen.
Sehr negativ ist uns aufgefallen, dass viele ihrer Kollegen sehr hektisch umher rennen, es wuselt. Davon ließ sich unser Mädl aber zum Glück nicht anstecken, eine sehr ordentliche Serviceleistung, für den 4er reicht es aber knapp nicht.

Los ging der Abend, in Ermangelung eines Prosecco, mit einem Sekt vom Malat aus Palt, nahe Göttweig in NÖ. Der war schlicht „grandios“ sowohl was den Preis a € 7,90, als auch den Geschmack betrifft. Leicht süßlich, sehr fruchtig mit einem ganz feinen prickeln, herrlich!
Zum Essen hatten wir neben einem Krug Wasser, eine Flascherl Pinot Blanc, bei uns besser als Weißburgunder bekannt, vom Weingut Prieler aus Schützen am Gebirge / Burgenland. (€ 29,--) Es war der „Seeberg“ Jahrgang 2014, wobei man beim Weingut selbst schon den 2015er haben kann. Auch dieses Gesöff war schlicht großartig, sehr fruchtig und reif, er hinterließ einen recht schweren Eindruck, hatte eine schöne kräftige gelbe Farbe und er war lange am Gaumen. PROST!
Ganz allgemein betrachtet ist die Weinkarte sehr überschaubar.
Der sehr gut kleine schwarze starke um € 2,30 zum Schluss, wurde in einer Tasse von Daniel Moser? serviert. Einzig er war etwas (zu) bitter.

Gang 1 war Tafelspitzsulz mit Käferbohnen samt Schwarzwurzeln. Nachdem kein Brot dazu gereicht wurde, bestellten wir uns welches, sowie Grammlschmalz. (€ 5,70) Das köstliche frische Schwarzbrot wurde im Papiersackerl mit der Aufschrift „so wird das Gebäck zum Gepäck“ serviert. Drunter mit dem Kleingedruckten, es ist uns ein großes Anliegen, dass Lebensmittel nicht weggeworfen werden. Darum würden wir uns freuen, wenn sie das übrig gebliebene Brot in diesem Sackerl mit nach Hause nehmen. Das Schmalz im kleinen Rexglas war eher geschmacklos, etwas Salz und Pfeffer halfen da.
Die Sulz war gut gewürzt, ist aber beim Zerteilen auseinander gefallen, störte uns aber nicht. Drüber war köstliches Kürbiskernpesto und daneben 3 immer kleiner werdende Tupfen einer Mayo, die war zwar gut, zu diesem Gericht allerdings überflüssig. Käferbohnen ja so wie sie halt sind, etwas roter Zwiebel war da und dann die weichen Schwarzwurzeln in einer grünlichen guten Sauce. Wenn ich es nicht gewusst hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass es welche sind.

Gang 2 für beide, Lammkarree am Knochen, vom Lavasteingrill, dazu Speckfisolen und Polenta. Das andere wäre Seesaibling mit Pastinaken und Belugalinsen gewesen. Wobei ich auf einem Nachbartisch sehen konnte, der Fisch war gebraten und hat mich optisch schön angeschaut. Das Lampl war zart und weich, ohne zu fragen wurde es nicht ganz durch serviert, mit einem kleinen Fettanteil, der Saft dazu sehr gut. Es war ausgezeichnet gewürzt und auch von der Portionengröße her genau richtig. Die Strankalan kamen geschnitten, aber dennoch ungewöhnlich groß daher, waren noch knackig, der Speck war ordentlich ausgebraten und gschmackig. Die Polenta war schön cremig und kaum bröckelig, a ja und dann war da noch quer drüber eine nicht tot gekochte Karotte. Überaus erfreulich, was uns da geboten wurde!

Den Abschluss machte eine Nougat Creme brülee kalt serviert, mit einer geschmacklosen Kugel Milcheis, einer ebenso geschmacklosen großen Himbeere (vermutlich der Jahreszeit geschuldet) und einem Blattl Zitronenmelisse. Sehr fein, sehr harmonisch mit ganz viel Schoko. Passt!

Alles in allem sehr gut gegessen im LUGECK, das Ambiente nicht ganz unseres, mir hat’s sicher besser gefallen als meiner Frau. Die Serviceleistung von Frau Melanie sehr solide.

Und dann war da noch Marille, Joghurt und dunkle Schoki, um € 2,70, in der Tüte, vom Zanoni gleich nebenan quasi. Aber das ist bei 5 Grad Außentemperatur eine ganz andere Geschichte……:-)

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am 17. Februar 2016
Experte
kuechenmeister
193
27
25
4Speisen
5Ambiente
4Service

Schön ist es hier, innen wie außen. Der Regensburger Hof ist ja an sich schon ein sehenswertes Stück Wiener Jahrhundertwendearchitektur und das Lugeck ist ein modernes, nicht minder sehenswertes Lokal an dieser prominenten Adresse. Mit viel Liebe zum Detail und einer sicherlich stattlichen Tischlerrechnung haben die Figlmüllers hier klassische Wiener Wirtshauskultur so stilvoll in ein zeitgemäßes Interieur gesetzt, dass man nur applaudieren kann.

Ich nehme im Erdgeschoß gegenüber der zentralen Bar in einem der fein geschwungenen Holzstühle Platz, um mit einem alten Freund zu Mittag zu essen.

Die Speisekarte liegt am Tisch. Auf den ersten Blick erkenne ich viele bekannte Klassiker der Wiener Küche und ein ansprechendes Steak-Angebot, da ist schon der freundliche Kellner zur Stelle und teilt mir mit, dass es heute außer der Karte auch einen klassischen Wiener Zwiebelrostbraten gibt. Den nehme ich, mein Freund entscheidet sich für ein Steaksandwich.

Der Zwiebelrostbraten ist ausgezeichnet. Das Rindfleisch ist wunderbar weich, die Sauce dunkel und kräftig, die Zwiebeln knusprig. Ein paar Stückchen Senfgurke sind auch dabei. Sie harmoniert hervorragend mit dem saftigen Rostbraten, deutlich besser als das gewohnte Essiggurkerl. Die Kombination merke ich mir. Erstklassige Bratkartoffeln sind auch dabei, summa summarum eine vorbildliche Umsetzung eines Wiener Klassikers. Mein Begleiter ist mit seinem Sandwich ebenfalls sehr zufrieden.

Fazit: Im Lugeck sitzt man gut, plaudert man gut, isst man gut. Ein erfreuliches Lokal in jeder Hinsicht. Ich komme garantiert wieder.

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am 29. September 2015
MartinG2
3
1
2
4Speisen
5Ambiente
3Service

Den vergangenen Samstagabend habe ich mit Freunden im Lugeck verbracht, dass im November 2014 von den Figlmüller Brüdern im 1. Wiener Bezirk eröffnet wurde. Es war mein erster Besuch in einem der 3 Figlmüller Gasthäuser in der Wiener Innenstadt und ich war sehr gespannt, ob dort tatsächlich Wiener Wirtshauskultur in der Form zu bewundern ist, wie es auf der Website beschrieben wird.

Das Lugeck befindet sich im „Regensburger Hof“, einem beeindruckenden Gebäude, ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert, welches allerdings 1896 abgerissen und 1897 neu errichtet wurde. Der ruhmreichen Geschichte des Hauses wurde bei der Ausstattung des Lokals mehr als Genüge getan. Bereits beim Betreten fällt einem auf, dass hier nichts dem Zufall überlassen wurde und alles sorgfältig von Meisterhand geplant und gebaut wurde. Die Einrichtung ist hochwertig, die urigen Holztische und Stühle passen perfekt zum restlichen Interieur. Die Deckenleuchten sind einmalig, da möchte ich gar nicht zu viel vorweg nehmen. Man sollte sich unbedingt selbst ein Bild davon machen. Innen gibt es viel Holz mit einer gehörigen Portion Retro-Charme und die wunderschöne geschwungene Theke, versetzt den Besucher sofort in eine urgemütliche Altwiener Stimmung. Wenn dann auch noch, wie in unserem Fall, der Barmann hinter dem Tresen steht und mit einem weißen Handtuch ein Bierglas poliert, vermittelt das ein authentisches Gefühl erster Klasse. Die Dame am Empfang begrüßte uns umgehend mit einem Lächeln im Gesicht und erkannte ohne große Nachfrage, dass wir zur Gesellschaft im 1. Stock gehören und erklärte uns höflich den Weg. Hinauf über eine außergewöhnlich schöne Holztreppe haben wir dann auch gleich in das eigens für den Geburtstag unseres Freundes reservierte Separee gefunden. Dort ist Platz für fast 30 Personen mit einem beeindruckenden Blick aus großen Glaspanoramafenstern auf den darunterliegenden 1. Bezirk. Zur Atmosphäre innerhalb des Lugeck kann ich eigentlich nur sagen, dass sie kaum besser sein könnte. Ich musste kurz in mich gehen, um mich ausgiebig darüber zu freuen, die Möglichkeit zu haben, meine Freizeit in einem solchen Lokal verbringen zu dürfen.

Die einzige Kellnerin, die für unsere Gruppe von 27 Personen zuständig war, hätte sich allerdings bestimmt etwas mehr Unterstützung von ihren Kolleginnen und Kollegen erhofft. Vielleicht wäre eine Aufstockung des Personals sinnvoll, vor allem, weil wir schon lange im Voraus reserviert hatten und die Größe der Gruppe durchaus bekannt war. Ich möchte definitiv nicht behaupten, dass die Kellnerin unfreundlich oder schlecht gelaunt war, für die große Anzahl an Personen, hat sie ihren Job ordentlich und gewissenhaft erledigt. In einer solch stressigen Situation, ist es bestimmt schwer, neben dem Servieren der zahlreichen Speisen und Getränke, auch noch immer ein Lächeln aufzusetzen. Nachdem ich zunächst ein, übrigens ausgezeichnetes, Hausbier namens „Lugeck Spezial“, von der Ottakringer Brauerei getrunken habe, wollte ich ein Paulaner vom Fass bestellen, worauf ich nur die Information bekommen habe, dass dieses „aus“ sei. Das habe ich für einen Samstagabend relativ schade gefunden. Meine Essensauswahl fiel auf den Lugeck BBQ Burger, von der Spezialitätenkarte. Ein Pulled-Pork Burger mit Coleslaw (Krautsalat) und hausgemachten Fries mit einer selbstgemachten Barbecue Soße. Der Burger war sehr lecker, das Pulled Pork zart und rauchig, wie es sein soll. Der Coleslaw war für meinen Geschmack etwas zu wässrig, aber sehr frisch und aromatisch. Die Fries waren wohl 3-fach frittiert und sehr knusprig. Meine Freunde, großteils Winzer, probierten die Weinkarte rauf und runter und hatten sichtliche Freude, mit der großzügigen Auswahl an verschiedensten Weinen, zu relativ vernünftigen Preisen. Zumindest, wenn man bedenkt, wo man sich befindet, inmitten des ersten Bezirks in einer der schönsten Gegenden unserer Hauptstadt. Fast überflüssig, zu erwähnen, dass sich laut derzeitigem Trend, auch einige „Orange Wines“ auf der Karte befinden, die ebenfalls großes Interesse hervorriefen.

Das Lugeck ist für einen durchschnittlichen Verdiener bestimmt kein Lokal, das man jede Woche besuchen kann, für einen besonderen Anlass ist es allerdings auch preislich recht angemessen, dass Krügerl kostet beispielsweise € 4,10 und mein Pulled Pork Burger kam sogar auf unter € 14,-. Ebenfalls sehr empfehlenswert, ist das Angebot an verschiedenen Steaks, allesamt von der Fleischerei Höllerschmid. Besonders die Hochrippe um € 33,- hat einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen, und dabei spreche ich nicht vom Preis, der, zugegeben, etwas stolz ist. Beim Zahlen wurde uns dann eine Gesamtrechnung präsentiert, was zu allerlei Tumulten innerhalb unserer Gruppe, hinsichtlich der korrekten Aufteilung der zu bezahlenden Einzelbeträge geführt hat. Es wäre wohl besser gewesen, in kleineren Gruppen zu bezahlen, wir haben die Kellnerin aber auch nicht explizit darauf hingewiesen, dass uns diese Zahlungsvariante lieber gewesen wäre. So gesehen war es dann auch eine interessante Erfahrung, eine Rechnung über € 1.000,- zu sehen, denn das habe ich bisher auch noch nie erlebt.

Das Lugeck hält was es verspricht, Wiener Wirtshauskultur auf sehr hohem Niveau, mit ausgezeichneten Speisen und Getränken und einem Ambiente, das zum Verweilen einlädt. Einen Besuch kann ich wärmstens empfehlen, auch ich freue mich jetzt schon wieder darauf, einen kurzen Abstecher im Lugeck zu machen, wenn ich demnächst einmal wieder in unserer wunderschönen Bundeshauptstadt bin.

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Kommentar von am 30. Sep 2015 um 10:21

Eine Rechnung von über 1000 €, das schaffen andere locker zu dritt: Link ;-)

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am 18. Mai 2015
perrostar
12
0
3
3Speisen
4Ambiente
2Service

Erfahrung aus zwei Besuchen. Jedes Mal bestellte ich ein 250G Filetsteak (medium). Beim ersten Mal wurde ich mit einem traumhaft gegartem Stück Fleisch verwöhnt. Wahrlich ein Genuß. Meine Frau frohlockte bei einem Babyspinatsalat mit Ziegenkäse und Walnüssen.
Aufgrund dieser außerordentlich positiven Erfahrung besuchten wir das Lugeck erneut. Wieder bestellte ich das 250G Filetsteak (medium). Nach einer unendlich langen Wartezeit wurde mit ein trockenes, ca 1cm dickes Stück Etwas serviert. Ich reklamierte beim einem sehr freundlichen Kellner, der sofort einsah das dieses Stück Fleisch nicht mal annähernd Medium gegart wurde und man versprach mir eine neue Portion zu bringen. Einen kurzen Augenblick später kommt ein bebrillter Mann an unseren Tisch, scheinbar der Oberkellner der mir flapsig mitteilt ich möge in Zukunft das Fleisch in der Mitte aufschneiden um zu beurteilen ob es Medium sei oder nicht.
Zehn Minuten später kommt ein weiteres 1cm dickes Stück "Fleisch". Diesmal etwas weniger "well Done" aber von einem Filetsteak wie ich es in dem gleichen Lokal eine Woche zuvor gegessen hatte immer noch meilenweit entfernt. Auch der Geschmack lies zu wünschen übrig. Die Rosmarinerdäpfel waren auch nicht 100% durch. Der Abend war verdorben, wir zahlten (das Steak natürlich nicht) und verliessen verwundert das Lokal indem wir eine Woche zuvor noch königlich gespeist hatten. Vorallem der bebrillte Oberkellner war einfach nicht Herr der Lage und nervte mich unglaublich mit seiner beleidigten Leberwurstart die in einem hochpreisigen Lokal Nichts zu suchen hat.

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am 22. April 2015
Experte
PrinzessinisstdieErbse
48
6
19
4Speisen
4Ambiente
4Service

Ich hab da einmal eine Frage an euch: Habt ihr schon einmal als Wiener in einem Wien-Reiseführer geblättert?
Nun, klingt vielleicht komisch, aber ich schon! Ich hab sogar einige Exemplare zu Hause im Bücherregal stehen…. Wobei sie manchmal schon ihren berechtigten Platz neben den Märchenbüchern von Prinzessin-Großmutter haben

Aber ich finde es einfach spannend, welche Tipps da den Besuchern für unsere Märchenstadt gegeben werden…. Und einen, der ab sofort ganz sicher in keinem fehlen wird, ist unumgänglich der neue Figlmüller im Lugeck.

Spielen da doch die drei wichtigen Faktoren zusammen: Lage/traditionelle Küche/Name… weil das Figlmüller-Schnitzel sowieso schon seinen fixen Platz auf den To-Do-Listen von Italien, Russland bis nach China gefunden hat. Ob berechtigt oder nicht, dazu kann ich nix sagen, das sei jetzt einfach nur mal so hingetippt.

Zurück zum Lugeck…… Prinzessin war einfach sehr neugierig. Heißt es doch unter anderem auf der Homepage:
Das Lugeck gilt als das neue Zuhause für alle Wienerinnen und Wiener, die gerne und vor allem gerne gut essen und eine liebevoll zusammengestellte Wein- und Bier-Karte zu schätzen wissen.

Also los: Selbstverständlich ist das Haus einmal einfach was es ist…. Wunderschön… Dann tritt man ein und ist schon mitten im Getümmel. Volles Haus, aber gleich sehr freundlicher Empfang durch das Service. Man spürt, dass es hier unkompliziert zugeht.

Wir hatten ein wenig Pech mit dem Tisch und saßen im am engsten bestuhlten Bereich, als Tip: im ersten Stock ist es weitaus gemütlicher.

Und wenn sich Prinz und Prinzessin schon auf das Experiment „Verkauf dem Wiener ein Wiener Wirtshaus im ersten Bezirk“ einlassen, dann richtig:

So bestellten wir zuerst das Sauerteig-Hausbrot mit Gansl-Grammelschmalz

Dann kam Beef Tartar klassisch mariniert - einwandfrei und hervorragende Fleischqualität

Himmel auf Erden / Dormayer Blunzen Erdäpfel und Boskop Apfel – ebenso ausgezeichnete Zusammenstellung… und wir lieben ohnehin die Blunzen vom Dormayer

Dann ja, ich glaub es ja selbst noch nicht, bestellte sich Prinzessin tatsächlich ein Wiener Schnitzel vom Kalb mit Erdäpfel-Vogerlsalat! Ich war sehr kritisch, aber es war einfach ein perfektes Schnitzel. Der Salat war mir etwas zu süß abgeschmeckt.

Prinz entschied sich auch für einen Klassiker: Wiener Backhendl mariniert in Kräuterbuttermilch mit Erdäpfel-Rahmgurkensalat – auch hier gab es nichts auszusetzen!

Weil die Wiener Küche halt doch alles andere als leicht ist, kamen wir leider nicht mehr zu den Desserts, wobei der Zimtschnecken-Scheiterhaufen oder die Mohnknödel schon sehr verlockend klangen.

Fazit:
Ambiente sehr fein (alte Gasthaus-Fliesen wie beim Hansy-Wirt!), teilweise etwas zu eng.

Service sehr gut und zuvorkommend, auf die Getränke mussten wir etwas zu lange warten, was aber auch ohne Beschwerde gleich entschuldigt wurde.

Qualität der Speisen auch wirklich sehr gut, schön, dass sehr auf hochwertige Produkte geachtet wird.

Also: für den nächsten Besuch anderer Königshäuser, die gerne im ersten Bezirk wirklich gute Wiener Küche erleben möchten, kann ich das Lugeck tatsächlich empfehlen… und psssst…. eigentlich auch für uns Wiener….

Und das ganze, ohne euch ein Märchen aufzubinden.

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am 30. März 2015
sumaka
26
1
4
4Speisen
3Ambiente
5Service

Ich kann mich der vorherigen Bewertung nur anschließen. Die Speisen sind ausgezeichnet. Das Beef Tatar sehr gut und der Zimtschnecken Scheiterhaufen ist ein "Gedicht". Das Service war absolut freundlich.
Einzig die Portionen könnten etwas größer sein.
Wir waren sicherlich nicht das letzte Mal hier.

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am 24. Februar 2015
Pinky
17
6
9
4Speisen
3Ambiente
5Service

Vorweg möchte ich sagen, dass ich kein Freund der Österreichischen Küche war bis ich mich auf dieses Restaurant eingelassen habe.
Es gibt ja einige Vorurteile über das Figlmüller und ja diese gehören, wie auch das Joma, zusammen. Das Lugeck befindet sich, wie der Name schon verrät, direkt am Lugeck.

Die Reservierung erfolgte Problemlos, als wir ankamen wurden wir von einer Hostess zu unserem Tisch im Obergeschoss begleitet. Sie führte uns zu Platz und bemerkte, dass unser Kellner bald kommen würde um unsere Bestellungen entgegen zu nehmen. Der erste Eindruck des Ambientes ist wohl schon öfters beschrieben worden und eine Sache des Geschmacks. Sehr wohl hat es Kantinen Charakter aber durch einige Trennvorhänge verleiht es auch Privatsphäre und Wohlbefinden.

Ich verfügte über einen Gutschein, da ich naheliegend meinen Arbeitsplatz habe. Dies bemerkte ich sofort beim Kellner als dieser vor Ort war.
Vorab bestellten wir einen Schilcher Frizzante der gnadenlos gut war. Leichter Erdbeergeschmack, perfekte Temperatur und ein prickelndes Wohltun im Gaumen.
Die Karte ist gut überschaubar und wir entschieden uns für als Vorspeise für ein Beef Tartare und einen Babyspinatsalat mit Nüssen, Honig, Frischkäse und Birnen. Für mich als Salatesserin dazu einen Weißwein. Fragt nicht welchen, da ich unserem Kellner vollstes Vertrauen schenkte und er schon die richtige Wahl treffen würde. Demnach war auch so und er verriet mir, dass es sich hierbei um den GV handelte. Mein Mann entschied sich für einen Roten, den Zweigelt. Nach kurzer Zeit kam das Brotkörberl mit Butter, wahlweise auch Schmalz. Das Brot war dunkel, zartweich und schmeckte ausgezeichnet. Unsere Vorspeisen kamen und zur Präsentation kann ich nur die Daumen heben. Perfekt angerichtet, tolle Erscheinung. Ob dies auch wohl dem Geschmack gleich trifft?


Viel mehr, es übertrifft sogar. Das Beeftartare so wunderbar frisch, selten so eines gegessen. Marinade perfekt abgestimmt, das Fleisch hervorragend komprimiert. Qualität 1a! Mein Mann schwärmte und lobte über den ganzen Abend hin sein Beef Tartare.
Der Salat war ebenfalls frisch, im Geschmack fantastisch. der Honig, der Frischkäse und die Birnen harmonierten einfach grandios.
Ich erlaube mir diese Vorspeisen und deren Weinbegleitung mit einem Geschmackserlebnis zu bewerten!

Wir fragten beim Kellner nach einer kleinen Pause, die er uns problemlos bewilligte.
Ein Toilettengang ums Eck beschreibt ein ähnliches Ambiente wie mit den WC Anlagen des Jomas. Sauber, Hygenisch modern!

Meine Hauptspeise war das Beefsteak am Brett mit Pommes, für den Mann gabs das Beiried Höllerschmid mit Rosmarinkartoffeln.
Wir bestellen Medium und leider kamen beide mit Medium Plus aber das war wirklich nur ein Tick zu viel. Für mich war das kein großes Drama, da es Jammern auf hohem Niveau ist. Für den Mann etwas zu traurig weil er schon mehr auf blutig steht :-) Zur Fleischqualität lasst sich das widerspiegeln vom Beeftartare. Wunderbar zart, schönes Filetsteak und Hochgenuss für Steakliebhaber. Die Pommes knusprig, gut gesalzen, schön angerichtet. Beim Wein blieben wir beim Zweigelt.
Unsere Hauptspeisen bis auf diesen winzigen Minuspunkt waren ausgezeichnet.

Das Dessert und hiermit gleich ein Appell an alle die Süßspeisen lieben: probiert den Zimtschnecken Scheiterhaufen. Das ist so unglaublich und einzigartig. Wenn ich selbst jetzt dran denke überlege ich ob ich es mir später nicht zum mitnehmen bestellen möchte. Man kann es gar nicht beschreiben was es war, ja Zimt, Merinques oben drauf aber drunter? So sehr verfiel ich dem Scheiterhaufen dass ich vergessen habe was da überhaupt drinnen ist. Bitte vergebt mir, denn ich habe gesündigt.
Dieses Dessert verdient es hochgeloben und preisig zu feiern. Mit einem schönen leichten Marillenschnaps.Ein unglaubliches Geschmackserlebnis.
Wenn ich es mir nochmal demnächst bestelle dann frage ich den Kellner, um was es sich hierbei handelt.

Das beste kommt bekanntlich ja zum Schluss. Neben dem Dessert, darf ich auch unseren Kellner Herr Max die Note 1 a geben. Bei Gutschein Kunden macht man sich ja so seine Gedanken....aber Herr Max(milialn) war immer da, sehr kompetent, nicht nur empfehlungsbereit sondern auch mit dem Wissen angeeignet. Ein hervorragend ausgebildeter Kellner der sein Handwerk versteht und liebt. Ein großes Lob an ihn. Sehr sehr freundlich und zuvorkommend.

Was bleibt mir zu sagen: Ich habe wieder Hunger und werde bald wieder zu Gast dort sein. Toller Service, tolles Essen. Weiter so! Das Lugeck hat wirklich potenzial.

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Letzter Kommentar von am 24. Feb 2015 um 19:30

In Abwandlung könnte es so wie im Video sein: Link

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am 3. Februar 2015
Alexissimo
5
1
1
3Speisen
3Ambiente
2Service

Ein "Wirtshaus" in Wien mit modernerem Ambiente. Fritattensuppe, gebackenes Huhn - alles in Ordnung, handwerklich gut gemacht jedoch kein Grund für Purzelbäume.
Voll, weil aktuell offensichtlich das "In-Lokal". Personal am frühen Nachmittag ein bisschen überlastet jedoch sehr freundlich und kompetent.
Alles in allem - getestet, aber keinerlei Veranlassung öfter dort vorbeizuschauen.

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am 21. Jänner 2015
schnuck
7
1
1
5Speisen
3Ambiente
5Service

Das etwas für ein Wirtshaus etwas gewöhnungsbedürftige, aber dann doch gemütlicheOutfit wird durch extrem freundlichen Service, höchste Speisenqualität und prompte Bedienung locker wettgemacht. Es wird aber zwischen den Gängen das Tempo abgefragt.Steaks Ia!

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am 19. Jänner 2015
Update am 7. November 2015
Experte
StephanS
54
8
18
4Speisen
4Ambiente
4Service

UPDATE NOVEMBER 2015
Nach etlichen Zwischenbesuchen muss ich erfreut feststellen, dass die Qualität nicht nur gehalten, sondern von dem hohe Niveau auch noch gesteigert wurde. Jedesmal ein tolles Erlebnis, jedes mal sehr nettes Personal - so und nicht anders funktioniert "Wiener Wirtshaus 2.0". Sogar das nicht vorbestellte Gansl toppte so ziemlich alles, was mir je an Federvieh serviert wurde.
*****************************
Endlich bekommt man, nach der hektischen Weihnachtszeit, hier auch ohne Vorreservierung einen Platz - also auf zum spontanen Sonntagabendbesuch.

Schon beim Empfang erwartet uns das, was sich konsequent durch den restlichen Abend zieht: Professionelle Freundlichkeit. Wir werden zum Tisch gebracht, höflich gefragt ob dieser Tisch OK ist, und dem Servicekellner "überlassen". Dieser bleibt allein für unseren Tisch zuständig - mir ist das lieber, als wenn jeder Kellner alle Tische betreut; aber das mag Geschmackssache sein. Die Karten (Speise- und Getränkekarte sind in einem - dazu gibts extra eine Wein und eine beachtliche Craft-Bier Karte) werden gebracht - und uns wird erstmal Zeit gelassen in Ruhe auszuwählen ohne der leider so üblichen Frage "zum Trinken?" und dem ungeduldigen neben dem Tisch Stehenbleiben.
Das hohe Niveau des Personals bleibt bestehen: Immer sofort zur Stelle, wenn gewünscht - aber nie aufdringlich - man könnte meinen, ein sechster Sinn verrät wann nachgefragt werden soll: Besser gehts kaum - durch die Größe des Betriebes ist halt alles ein wenig unpersönlich und steril - aber das ist schon Kritik auf sehr, sehr hohem Niveau!

Über das Ambiente wurde viel geschrieben - mir gefallen die Zitate an die alte Wirtshauskultur in Kombination mit modernen Elementen extrem gut. Dazu fällt auf, dass es klinisch sauber ist - hoffentlich kann dieser Standard gehalten werden. Das gesamte Lokal ist - trotz enormer Größe - NR-Bereich; sehr angenehm auch keinen "leichten" diesbezüglichen Gestank wahrnehmen zu müssen. Und trotz dieser Entscheidung, trotz viel Konkurrenz mit Raucherlaubnis in der Umgebung: bummvoll.
Einzig die Resopal-Platten auf den nahezu uneingedeckten Tischen (Salz, Pfeffer, Teller mit Besteck und Einwegservietten: mehr gibts nicht) sind fast schon ein bisschen zu "basic" - in dieser Preisklasse - aber was solls: Das ist halt das Konzept - wirklich stören tut es nicht!

Das Bier (es wurde kein - hochpreisiges - Craft Bier, sondern ein "Lugeck Spezial" aus Ottakring um 4,10) überaus süffig;deutlicher Biergeschmack - ich wusste bereits, dass man im 16. Hieb auch Köstliches brauchen kann und eben nicht nur das zu recht gefürchtete "helle" Billigbier. Hier wirds noch dazu in Perfektion gezapft!
Auch die Autofahrer und Jugendlichen unter uns (also alle außer mir in der Familie...) sind mit den eigens für das Lokal abgefüllten Kracherln - gewählt in einer interessanten "Heu" und in einer "Marille" Geschmacksrichtung) mehr als zufrieden - zu Recht, wie ich beim Kosten feststelle.
Meist werden - speziell bei alkoholfreien - Getränken keine zusätzlichen Worte gefunden - schlicht weil es allzu oft das so bekannte 08/15 Angebot gibt. Hier ist das anders - angenehm, dass auch diesbezüglich ein ganz eigene Linie gefunden werden konnte.

Das Essen: Der Feuerfleck - im Vergleich mit den anderen Speisen um 8 EUR ein Schnäppchen - erwartbar nicht allzu groß, aber frisch gemacht, frische Zutaten - wurde in dieser Qualität gar nicht so erwartet und überzeugt auf ganzer Linie. Das Backhendl (um die 12,-- inkl. Salat) - nur ausgelöstest Brustfleisch - geschmacklich 1A, besser kann man es nicht machen. Meine Tochter ist glücklich, dass keine Knochen "im Weg" sind und schmaust mit Begeisterung - ich bin halt der Meinung, dass der Begriff "Backhendl" nicht zutrifft - hätt ichs gewählt, wär wohl ein bisserl Enttäuschung dabei gewesen. Aber - wieder - diese auf sehr hohem Niveau.
Ich selbst wähle das gemischte (Beinfleisch und Tafelspitz) Rindfleisch im Suppentopf - ein Gedicht. Als Beilage gibts (neben den Saucen) Semmelkren - mag ich nicht so gern; aber hätte ich die Speisekarte aufmerksamer gelesen, hätte ich wohl was anderes haben können. Gemacht war er gut. Leider keine Gemüsebeilage zum Fleisch - insgesamt weniger, aber auch deutlich billiger (um die 17,--) als beim bekannten Rindfleisch-Tempel. Qualitativ sicher nicht schlechter; das Fleisch sogar eher - die Suppe deutlich - besser.

Der Preis unterm Strich - dadurch dass Gedeck nur optional ist (und außerdem im "Baukastensystem" - nur Brot, Brot mit Butter, oder Brot mit Gänseschmalz) gar nicht arg teuer - in Anbetracht der Lage und der Qualität des Gebotenen sogar sehr fair.

Erwartet wurde eine "Touristenabfütterung" in gehobener Qualität zu ebensolchen Preisen - wie etwa im "Gasthaus zur Oper". Geboten wurde aber Wirtshauskultur auf hohem Niveau - auch für Hiesige mehr als erfreulich. Dieses Lokal wird - sofern der Level gehalten werden kann - definitiv ein Fixpunkt für unsere Lokalwahl im 1.Bez.!

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Letzter Kommentar von am 19. Mär 2015 um 09:25

Ich habe beim Schweizerhaus schon 2x ein Krügerl wegen viel zu niedriger Füllmenge zurückgehen lassen. Wurde anstandslos ausgetauscht. Also muss man sich das berühmter Seiterl im Krügerlglas nicht gefallen lassen....schaut mal, wo bei den Schweizrhausgläsern der Eichstrich ist: Rel. weit unten, d.h. da ist Platz für eine Menge Schaum vorgesehen. So schlimm ist der Beschiss also nicht. Und mir wurde wirklich noch nie ein Glas, wo noch was drinnen ist, gegen meinen Willen weggenommen!?

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am 15. Jänner 2015
Experte
VickerlAdler
30
13
19
4Speisen
3Ambiente
4Service

Lang ist's her, aber es gibt mich noch, inklusive Gaumen, Magen und deren Urinstinkten.

Im neuen Lugeck durfte ich sehr zeitnah zur Eröffnung dinieren, wodurch die Atmosphäre durchaus noch euphoriegeschwängert war. In recht großzügiger Runde auftretend wurden uns gewiss nicht gerade die unbeholfensten Kellner zugeteilt, dennoch kann ich die Serviceleistung subjektiv nur als sehr gut beschreiben.

Das Drumherum gefällt mir persönlich nur mäßig. Die Krüger-Lampenschirme und ähnliche Spitzfindigkeiten sind ganz witzig, farblich und bezüglich Materialwahl trifft das Ganze allerdings nicht so meinen Geschmack. Zu sehr erinnert es mich an die, in den Neunzigern sehr verbreiteten, "Portas"-Kleinbusse...unwohl fühlt man sich allerdings nicht und immerhin bleibt einem die allgemeine Tendenz der Gastronomie zur nahezu völligen Dunkelheit hier erspart.

Menüfolge: gehobene Brettljause mit Sülzchen, Grammelschmalz, Beef Tartare und Co., dazu ein passendes Brot-Trio. Dann halbwarmes Entrée in Form von zweierlei Flammkuchen. Beides zufriedenstellend plus eins.
Die Kalbsbackerl mit Erdäpfelpüree luden durchaus zum Zungenschnalzen ein, große Küche, in dieser Form kaum besser zu machen! Das Messer hätt's nicht gebraucht, so zart waren's.
Das Nachspeisen Potpourri für ein "Gasthaus" erschreckend deliziös. Eine Art Käsekuchen mit Vanillesauce, ein Mohn-Powidl-Knöderl und der gute alte, hier kleinwüchsige, Afro-Österreicher im Hemd, weit mehr als tadellos.

Alles in Allem eine feine Neueröffnung, die Touristenschaft kann sich glücklich schätzen!

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Kommentar von am 16. Jän 2015 um 06:43

Ich mag den Afro-Österreicher im Hemd :-))))))

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am 7. Jänner 2015
Experte
Kathinka
68
9
19
4Speisen
3Ambiente
4Service

Neugierig auf das neue Figlmüller Lokal beschlossen wir recht kurzfristig dem Lugeck einen Besuch abzustatten. Die Reservierung für den selben Tag (Sonntag in den Weihnachtsferien) klappte problemlos. Bei der Ankunft wurde uns ein Tisch im 1. Stock zugewiesen. Gut zu wissen, falls wir mal mit Kinderwagen kommen (sollten wir besser für unten reservieren)... Der uns zugewiesene Tisch war in der Nähe der Toiletten (aber zum Glück nicht so nah, dass wir dadurch gestört wurden) mit Ausblick auf die Kölnerhofgasse. Das Ambiente und die Ausstattung sind sehr modern. So hatte mein Sessel zum Beispiel nur eine Armlehne... Einige Bereiche sind durch einen Vorhang abtrennbar wie z.B. im Joma. 2 Tische weiter saßen 2 ältere Damen, deren Gespräch wir immer noch verfolgen konnten da der Abstand zwischen den Tischen wirklich nicht sehr groß ist (deshalb wurde einer gar freigelassen).

Schon bei den Getränken hatten wir die Qual der Wahl. Es gibt einige Aperitif, ausgfeallene alkoholische Spritzer (wir teilten uns einen mit Ingwer und Birne) und auch bei den Nicht-Alkoholischen-Getränken ist die Auswahl recht groß. Bei Letzteren gibt es auch Kreatives... Daher entschied ich mich für eines der Kracherl mit Himbeere-Rhabarber.

Zuerst wählten wir den Brotkorb mit Sauerteig-Hausbrot mit Grammelschmalz und Süßrahmbutter. Wurde sehr schnell geliefert und kam noch vor unseren Getränken. Das Brot war wenig außergewöhnlich und der Korb selbst nicht allzu üppig. Das Grammelschmalz hingegen war wirklich ausgezeichnet. Gut zu streichen und trotzdem mit knupsrigen Grammeln. Die Süßrahmbutter dagegen war nicht so "spannend".

Danach folgten die Vorspeisen: Getrüffelte Erdäpfelsuppe und das Tartar vom Seesaibling mit Avocado und Krenmayo. Das Tartar war übrigens auf der Speisekarte bei "Für Zwischendurch" zu finden. Die Suppe war gut getrüffelt und oben mit einem Kartoffelchip versehen. Allerdings würde ich sagen war sie um einen Tick zu stark gesalzen.

Das Kracherl schmeckte gewohnt süß aber durch die Himbeer- und Rhababer-Note auch etwas erfrischend. Kann ich daher nur allen als Soft Drink Alternative empfehlen.

Während wir auf unsere Hauptspeisen warteten beschwerten sich die Damen 2 Tische weiter über ihre Speisen. Auf der einen war Kaviar mitangerichtet obwohl er nicht auf der Karte stand (naja...). Beim Backhendl beschwerte man sich, dass nur Bruststücke und keine Flügerl oder Keulen gebracht wurden. Ich hätte das auch nicht als Backhuhn verstanden. Aber aus dem Alt-Wiener Rezept konnten wir herausfinden, dass es so auch gemacht werden kann bzw. ursprünglicher ist. Allerdings sollte man darauf vlt. hinweisen. Ich mag Bruststücke auch lieber und hätte mir so eventuell überlegt diese Speise zu nehmen.

Nach etwas Warten brachte uns ein anderer Kellner (mittlerweile wohl der 3. unterschiedliche) unsere Hauptgänge: Beiried in Erdäpfelweckerl mit Rotkrautsalat und Remouladen-Dip und den Wintersalat mit Dirdln, Speck und Ziegenfrischkäse plus zusätzlichen Rinderfiletscheiben. Naiv wie ich bin, dachte ich das Beiried würde - weil ja alles so kreativ - wirklich zwischen 2 Erdäpfelscheiben kommen. Natürlich war es aber ein richtiges Weckerl. Auch okay, dafür waren zusätzlich Pommes dabei - damit hatte ich nicht gerechnet. Das Beiried war mir - typisch Frau - etwas zu blutig und irgendwie fehlte mir im Weckerl noch ein bisschen Pepp und Sauce (wenn eine drin war, war sie zu wenig). Der Dip war sehr gut, wenn auch natürlich sehr "fettig". Der Salat scheinte meinem Mann auch gut zu schmecken. Für Nachspeisen war dann leider kein Platz mehr. Dafür bestellte mein Mann einen Espresso, der wieder von einem anderen Kellner serviert wurde (der Barista?).

Fazit: Einiges hätte ich mir anders vorgestellt. Trotzdem klingen einige der anderen Speisen so verlockend, dass wir vlt. noch einmal kommen werden. Die Feuerflecken oder Piroggen sowie das Dreierlei vom Würstelstand würden uns noch interessieren. Das Lugeck ist ein modernes Wirthaus mit ausgefalleneren Speisen & Getränken zu guter Qualität - tw. muss noch etwas daran gefeilt werden - und für die Innenstadt auch zu fairen Preisen. Wir zahlten etwa 70€ für alles. Das Grammelschmalz mit 3,50€ war jedoch etwas überteuert - wenn auch von der Gans. Darum bekommt man in vielen Restaurants schon fast eine Suppe - die hier 5,50€ kostet. Aber wie gesagt, Innenstadtlage. Viele Kellner kümmern sich um einen (wobei ich mich frage ob das bei Hochbetrieb auch so wäre), die aber trotzdem nicht immer zur Stelle sind. Einzig, richtig gemütlich war es, meiner Ansicht nach, dort nicht. Aber das ist vielleicht genauso Geschmackssache ;-)

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja12Gefällt mir11Lesenswert9
am 24. Dezember 2014
Peter99
13
1
4
2Speisen
3Ambiente
2Service

- - leider schlechtestes (Kalbs) Wiener Schnitzel, das ich seit langem gegessen habe :-( flachsig und mit fettiger, nicht soufflierterPanier - und das um EUR 19,50. Und das soll das "signature-dish" des Gastro Imperiums sein....
Erdäpfel-Vogerl-Salat war gut. Portion war mir persönlich zu klein. Schweinsschnitzel (das ich persönlich lieber habe) wird leider nicht verkauft.

- Preise auch für sehr einfache Gerichte sehr hoch - nicht "Wirtshausniveau"
Weisser Spritzer um 3 Euro sollte in dieser Stadt schön langsam bestraft werden ;-)

+ Ambiente: als modernes Wirtshaus, durchaus gelungen - Tischkultur einfach

- Sitzkomfort: Die engen Tischbeine der kleinen Tische lassen wenig Platz und die Sessellehnen sind sehr unbequem

+/- Service: Freundlich und höflich - angenehme Kommunikation. Leider mit dem schon traditionellen Service-Abriss und über lange Strecken völliger Unauffindbarkeit.(das Bestellen des Desserts war mangels Präsenz des Servicepersonals nur mit langer Verzögerung möglich)

Fazit
Grundsätzlich angenehmes Nichtraucherlokal mit freundlichem Service und reduziertem Speisenangebot (für ein Wirtshaus) auf (zu) hohem Preisniveau und schwacher Küchenleistung.

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am 10. Dezember 2014
simone
47
6
6
5Speisen
5Ambiente
5Service

Im Erdgeschoss gibt es links einen großen Barbereich mit "normal" hohen Tischen und Sesseln und rechts neben dem Brotbereich Hochtische mit Hochstühlen. Eine wunderschöne, geschwungene Holztreppe führt uns in den oberen Bereich.

Im 1. Stock sind die einzelnen Tische von hohen Bankrückenlehnen voneinander getrennt. Mindestens zwei Teilbereiche kann man auch mit Vorhängen zuziehen, um - ungestört von neugierigen Blicken - essen zu können. Außerdem gibt es noch einen verglasten, mit Weinblättern verzierten, Extraraum für Feiern bis zu 25 Personen. Das Lokal ist ein komplettes Nichtraucherlokal.

Wir hatten ein Kalbsbutterschnitzel mit Erdäpfelpüree sowie ein Wiener Backhendl mariniert in Kräuter-Buttermilch mit Erdäpfel-Rahmgurkensalat. Das Kalbsbutterschnitzel war geschmacklich sehr gut, das Backhendl ebenso. Hier wurde für mich alles richtig gemacht. Speisen wurden frisch zubereitet und heiß serviert. So wie es sein soll... mehr ist dem nicht hinzuzufügen. Vorerst mal... denn nächstes Mal werde ich definitiv auch noch eine Nachspeise kosten!

Die Lage/Ausblick am Lugeck ist wunderschön, das Haus sowieso, Ambiente entspricht einem sehr gehobenen Wirtshaus, Service war stets zur Stelle und sehr zuvorkommend.

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Kommentar von am 10. Dez 2014 um 13:51

Schöner Bericht - kurz und bündig! Gerry

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Bewertet am 10.12.2014

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