RestaurantTester.at
Home Mein Profil Lokal Guides Events Lokal eintragen
Speisen
Ambiente
Service
42
39
39
Gesamtrating
40
16 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
Bewertungsschlüssel
Rating Details
Rating Details
Close X
Loading
FlohFlohFloh
Alle Fotos (20)
Event eintragen
Floh Info
RESTOmeter
RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 356
|
369
Niederösterreich
Rang: 48
Ambiente
Gemütlich
Vornehm
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
11:30-14:00
18:00-21:00
Di
geschlossen
Mi
geschlossen
Do
11:30-14:00
18:00-22:00
Fr
11:30-14:00
18:00-22:00
Sa
11:30-14:30
18:00-22:00
So
15:00-18:00
18:00-21:00
Lokalinhaber?
Lokalinhaber-Konto
Close X
Loading

Floh

Tullner Straße 1
3425 LANGENLEBARN
Niederösterreich
Küche: Österreichisch, Wiener Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof
Tel: (02272) 62809Fax: (02272) 62809-4
Lokal teilen:

16 Bewertungen für: Floh

Rating Verteilung
Speisen
5
7
4
4
3
3
2
2
1
0
Ambiente
5
2
4
8
3
6
2
1
0
Service
5
4
4
8
3
3
2
1
1
0
Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. September 2014
Experte
kuechenmeister
193
27
25
5Speisen
5Ambiente
5Service

Mittagessen am Tullnerfeld – da fällt die Lokalwahl schwer. Hier wird vielerorts gut gekocht. Diesmal wollen wir den Floh in Langenlebarn ausprobieren. Von außen wirkt das Lokal so unauffällig, dass wir gleich dran vorbeifahren. Innen herrscht Eleganz, ausgezeichneter Geschmack auch bei der Gestaltung des Interieurs. Wir werden freundlich empfangen und zu unserem Tisch begleitet. Der steht in einem kleinen, behaglichen Innenhof, umgeben von Gasträumen hinter bodenlangen Glasscheiben und einem kleinen Laden, wo man diverse Schmankerln und Utensilien zum Mitnehmen kaufen kann.

Die Speisekarte ist kreativ, sowohl in der Gestaltung wie auch in der Auswahl und Benennung der Speisen. Standard gibt es hier nicht, die Karte wechselt je nach dem Angebot der regionalen Lieferanten. „Radius 66“ nennt der Floh das. So gut wie alle Lieferanten sind in einem Radius von 66 km ums Lokal zu finden.

Ich starte klassisch, mit einer ausgezeichneten Frittatensuppe. Vorher verwöhnt man uns noch mit feinem Gebäck, würzigen Aufstrichen und Speck mit Kren.

Dann die Vorspeisen. An die genauen Speisebezeichnungen erinnere ich mich leider nicht, meine jedenfalls war eine sehr extravagante Zugangsweise zum Thema Sauschädel. Stückchen vom Mangalitza-Schweinsschädel in einer knusprigen Körnderlpanier auf gebratenem Weißkraut und rohen Pfefferoni, ganz ausgezeichnet. Meine Frau war mit einer unglaublich zarten Lammleber auf Selleriepüree mit Eierschwammerln ebenfalls sehr glücklich. Dazu empfahl uns die freundliche junge Kellnerin einen Roten Veltliner vom Weingut Fritz vom Wagram, Jahrgang 2005 (!), aus der Magnumflasche. Großartig, und, das kann ich wirklich sagen, mit Abstand der beste Rote Veltliner, den ich je im Glas hatte. Dieser Wein allein ist Grund, hierher zu kommen.

Die Hauptspeisen - Kalbsrücken mit Erdäpfelknödel und Sellerie und geschmortes Lamm auf einer cremigen Polenta – waren beide herzhaft, kräftig im Geschmack, und herz- und seelenwärmend. Genau richtig in diesem kalten Sommer. Dazu ein großartiger Pinot Noir aus einer unerwarteten Gegend, nämlich aus dem Weinviertel, vom Weingut Fidesser. Besten Dank für die Empfehlung an unsere Kellnerin!

Die Desserts – Parfaits und Cremen mit frischen Beeren – bildeten den würdigen Abschluss eines wirklich ausgezeichneten Menüs.

Preislich bewegt man sich hier natürlich im gehobenen Bereich, was angesichts der gebotenen Qualität auch völlig in Ordnung ist. Unser Mittagessen zu zweit schlug mit ca. € 130,- zu Buche. Es sei allerdings erwähnt, dass man hier auch viel günstiger essen kann. Die Rindsuppe um € 3,70 und das Schnitzel um € 9,50 lassen auch eine Rechnung auf Wirtshausniveau zu.

Fazit: Ein hervorragendes Restaurant. Man fühlt sich wohl, die Zutaten sind allerfeinst, die Küche kreativ und höchst kompetent, die Weine grandios, der Service perfekt. Hier passt alles.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja14Gefällt mir12Lesenswert9
Letzter Kommentar von am 2. Sep 2014 um 20:35

Ja, ja, hingehen, hingehen!

Gefällt mir1
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Juni 2014
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
4Speisen
5Ambiente
3Service
2 Check-Ins

Gestern nach einem herrlichen Trip in die Wachau, der spontane Entschluss nach Langenlebarn (4km von Tulln und etwa 45 km von Wien entfernt) in die „Außenstelle" des Josef Floh, dem DONAUGARTL. Etwa eine Stunde vorher angerufen und für 17h reserviert. Achtung bis 18h gibt‘s nur Kleinigkeiten, wie Gulasch, Würstel oder belegte Brote.

Der Floh gehört zur NÖ Wirtshauskultur, die zwei „Hauberln“ sind aber sicherlich dem Stammhaus zuzurechnen.

Es handelt sich dabei um einen wunderschönen, schattigen Garten, hinter der Uferpromenade der Donau, mit ca. 60 Plätzen ist er recht überschaubar, einen Parkplatz hat’s auch.

Der Empfang durch die Chefin recht freundlich aber nicht herzlich, unser Zweiertisch, übrigens der einzige, sonst alle für 4-8 Personen geeignet, war schon nett gedeckt.

Die handelnde Personen, Frau Gerda (wenn ich richtig informiert bin die Schwester vom „Floh") sowie eine unsrige Kellnerin und ab 18h ein Dirndlmadl aus dem asiatischen Raum, die ist uns schon bei einem früheren Besuch aufgefallen. Allesamt vom Fach, freundlich, fragen auch nach, aber nicht immer ganz aufmerksam, auffallend ist die recht „rustikale“ Ausdruckweise der Chefin :-)

Wir haben rasch einen großen gespritzten Apfelsaft, einen weißen Spritzer und ein Viertel Soda geordert, die waren glücklicherweise flott am Tisch. ZISCH

Um uns die angenehme Wartezeit bis 18h zu vertreiben haben wir quasi als Vorspeise ein Speckbrot geordert. Da war am Pfingstmontag die Überraschung groß, das Brot war frisch, dünn mit Senf bestrichen, großzügig belegt, Kren und Radieschen drauf. Ein sehr erfreulicher kulinarischer Auftakt, die Kombination mit dem Senf hat uns richtig gut geschmeckt.

Wissenswert ist, es gibt keine Speisekarte, alles Essbare findet sich auf großen schwarzen Tafeln niedergeschrieben wieder und wird, sobald etwas ausgeht, oder es etwas Neues gibt, sofort aktualisiert.
(Gestern war etwa der Schweinsbraten aus und plötzlich gab's Rostbraten) Die Tafeln hängen an der Küche bzw. am angrenzenden, überdachten Sitzbereich, der bietet allerdings nur etwa 10 Personen Platz.

18h: Als „richtige“ Vorspeisen nahmen wir ein hauchzartes, warmes, Kalbszüngerl, mit verschiedenem klein geschnittenen Gemüse drauf, in einer sensationell guten Marinade, weißlich, etwas dicker, keine Ahnung was das war, drüber steirisches Gold. Wir sind der Meinung "Das war Spitze" :-)

Die Hauptspeisen, es gab Blunzn Radln, etwa 3 Zentimeter hoch, gebacken, drüber frischer, scharfer Kren und einem sensationell guten (zu großen) Erdäpfelsalat. Die Blutwurst allerfeinste Ware, schlicht herrlich, leicht pfefferlastig vielleicht.
Sowie ein Schweins Bratl mit Erdäpfelknödel und Sauerkraut, Das Fleisch (Schopf) sehr weich, wobei aber dem Fleisch und dem Saftl dazu irgendwas gefehlt hat, das ganz große aha Erlebnis war es nicht, gut allemal, im Gegensatz dazu das Kraut, aus der leicht süßlichen Abteilung, das war der Hit, der Knödel gut, aber nicht ganz so gummelig wie wir beide das so gerne haben.

Dazu haben wir ein Flascherl Grüner Veltliner 2013 vom Weingut Maringer aus Kirchberg am Wagram getrunken, ein leichter sehr fruchtiger, der perfekte Sommerwein. PROST

Alles in allem wieder ein sehr erfreulicher Besuch in Lale beim FLOH in dessen Donaugartl, die Location herrlich für heiße Sommertage / Abende. Das Speisenangebot ist unabhängig vom Stammhaus zu sehen, es wird aber auch hier ganz fein gekocht, man sieht schon ab und an das Küchenpersonal hin und her huschen um was zu holen.
Die manchmal etwas herbe Art der Floh‘schen Schwester ist schon fast so was wie ein Markenzeichen, man muss es wollen.
Wir haben mit Trinkgeld € 60,-- gezahlt und sind zufrieden heimwärts gereist.

Der Blick auf die sehenswerte HP lohnt, Josef Floh hat nur einen
"Fehler".......... er ist Fan von Austria Wien, aber das ist auch schon der Einzige, kulinarisch wurden wir die letzten 15 Jahre nie enttäuscht.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja7Gefällt mir9Lesenswert8
Letzter Kommentar von am 10. Jun 2014 um 15:33

ja sehe ich auch so und nein wir lassen in diesem forum keine diskussion über verteilerkreis oder grün weiß aufkommen ;)

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. Juni 2014
Experte
cmling
48
22
18
5Speisen
4Ambiente
4Service

Ich mache es mir einfach, aber dies muß einfach hinaus: Eine Nachricht, die ich an soeben an das Restaurant gesandt habe, erspart mir Details, die vielleicht noch später kommen.
Ich lande dieser Wochen anscheinend nur Volltreffer...
+++
Lieber Herr Floh, liebe Mitarbeiter des Gasthofs!

Ich habe mit einem guten Freund bei Ihnen zu Mittag das Menü mit sechs Gängen und der Getränkebegleitung gewählt (für mich nur Wein, für meinen autofahrenmüssenden Freund hauptsächlich Säfte).

Wir waren beide begeistert. Das Wort "begeistert" verwenden wir sparsam.

Beide hatten wir sehr rasch das Gefühl, es könne nur noch Erfreuliches, Aufregendes geschehen; wir fühlten uns auf die angenehmste Weise gustatorisch herausgefordert und gleichzeitig verläßlich geborgen.
Dazu haben selbstverständlich die freundlichen Herren vom Service
beigetragen, denen anzumerken war, daß sie gerne Gäste glücklich machen und daß sie dann auch zufrieden sind.

Ich hätte mir die Speisen und die (teilweise ganz, ganz gewaltigen) Weine notieren müssen - ich will ja, wo es immer nur geht, auf Ihre hervorragenden Leistungen hinweisen!

Stellvertretend seien die Seeforelle mit Kohlrabigemüse mit alchimistisch austarierter Würzung und das - ausnahmsweise verwende ich dieses ausgeleierte Modewort - spannende Dessert mit den Gurken genannt.

Alles in allem verdanke ich, verdankt mein Freund, Ihnen einen
wunderbaren Nachmittag bei Wetter, der den Meteorologen, die am 1. Juni den Sommerbeginn deklarieren, recht gegeben hat.

In kulinarischer Verbundenheit,
+++

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja8Gefällt mir6Lesenswert2
Letzter Kommentar von am 7. Jun 2014 um 20:17

Sehr elegante Antwort........................................LOL

Gefällt mir1
am 5. März 2014
asteira
11
1
3
3Speisen
3Ambiente
4Service

Nachdem ich in Langenlebarn vor 36 Jahren die sinnlosesten 6 Monate meines Lebens beim Fliegerhorstbataillon 1 verbracht habe verschlug es mich diesmal nach Praskac-Grosseinkauf wieder dorthin.

Nämlich zum Floh, Sonntag, später Mittag.

Die Begrüssung etwas herb von einer stärkeren Dame, höflich ist anders, diese Dame knallte uns auch einen Krug Leitungswasser auf den tisch, einschenken durften wir selber....

Aber das Hauptservice war dann eine junge, sehr höfliche Dame, 1a

Ambiente: na ja, Platz zwischen Tisch und Bank sehr eng, für ältere Besucher mühsam, Gedeck ok, Stoffserviette.

Ein Gruss des Hauses mit Vielfalt-Butter (ein kleines Würferl für 4 Personen), Distelöl, Kräutersalz und Gemüsesticks in Bärlauchcreme, leider nur 08/15 Brot dazu.

Die Speisekarte ist eine Herausforderung, auf jeder Seite zuerst Vorspeise, dann Zwischengerichte, dann Hauptspeise, sehr verwirrend mit Fantasienamen, mehrmals herumblättern um wirklich etwas zu finden, laktose-glutenfrei bei den Speisen finde ich gut.

Als Vorspeise einmal Fenchel in Mangalitzaschmalz gebraten, sehr gut.
Lauwarme Kalbszunge mit Kernöl und Kren, für mich zu viel Kren, Geschmackssache.

Hauptspeise zweimal Mangalitzaschweinsbraten, hat geschmeckt.

Was aber gar nicht geht: Backhendl mit Haut, Fauxpas, geht nicht!!!!

Portionen in Ordnung, nur die Mohnnudeln als Nachspeise winzig, 8 Nuderln verlieren sich auf dem Tellerweit...

Palatschinken: Marillenfüllung ausgezeichnet, aber linke und rechter Rand der Pala trocken und hart, frisch gemacht waren die nicht.

Als Begleitung ein Grüner Veltliner aus dem Kamptal, hat gut gepasst.

Und: bei der Weinkarte wäre weniger mehr, für mich viel zu viel Auswahl, ich brauche keine 100 Grüne Veltliner, und einen 2013-Wein sucht man vergeblich, Kommentar des Hauses: hamma nicht...

Rechnung für 4: 330.- Euronen, bisserl happig

Alles in Allem: gutes Mittagessen, extra Anreise ists aber nicht wirklich wert.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja8Gefällt mir1Lesenswert
Kommentar von am 5. Mär 2014 um 11:56

Keine 2013er Weine zu haben finde ich auch nicht OK

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. Februar 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
4Speisen
4Ambiente
3Service

Trocken war bei uns am Teller wirklich gar nichts - nur unsere Gläser, hätten zeitweise schon fast Staub angesetzt. Und das Wort "lieblos" scheint dem Herrn Floh und seiner Mannschaft, völlig unbekannt zu sein. Gut so. Warum?

Herr Floh kocht und arbeitet mit durchdachter Philosophie. Ganz konsequent. Mit viel Rücksicht auf Umwelt und Lebewesen. Nein nicht aber ja, natürlich bio – versteht sich. Wir mögen das. Und unser Gewissen auch.

Zwei unserer Verwandtschaftsfavoriten aus dem nahen angrenzenden Ausland, laden uns eben dort hin ein – denn wir haben wieder einen guten Grund zum Feiern gefunden. Letztes Jahr um die gleiche Zeit, gleicher Ort, gleicher Grund zum Feiern und uns hat’s so gut gefallen – das wollen wir wiederholen. Der Lieblingstisch wurde für uns mit Verlass reserviert. Auch für uns gut vorbereitet. Der war eingedeckt – mit allem was für ein schönes Abendessen notwendig ist. Wir sitzen also im Eck beim Fenster im alten Teil des Wirtshauses, der auch ein vorsichtiges Update abbekommen hat. Es sind aber alle wichtigen alten Elemente erhalten geblieben. Die großzügigen Bankerlnischen aus dem antiquierten Holz machen’s privat und richtig gemütlich. Mit guter Beratung hat Herr Floh auch den Neubau gut gestaltet, der sich weiter hinten befindet. Modern, hell, grün, Holz, Hightech am Klo: Flatscreens auf den Toiletten, da wird’s nicht langweilig.

Wir werden wirklich gastfreundlich begrüßt, in Empfang genommen und zum Tisch begleitet. Man nimmt uns zwar die Jacken nicht ab, aber uns wird beim Aufhängen geholfen. Sehr nett. Die Tochter rutscht zur Mama auf’s Bankerl, der Schwiegersohn platziert sich neben dem Seniorchef auf dem Chefsessel. Speisenkarten werden gebracht – Weinlektüre liegt schon parat.

Bei der Frage nach Aperitif wird’s leider kompliziert. Alle entscheiden sich für den obligatorischen aber besonders guten Rieslingsekt (€ 5,60) von unserem Lieblingsweingut Schwarzböck in Hagenbrunn. Happiger Preis aber passt. Nur die Rebellin mag’s zumindest beim Vergorenen nicht prickelnd. Eine schwierige, kaum lösbare Herausforderung für das junge Fräulein vom Service. Eigener Lösungsvorschlag: Rosé vorweg? Das weiß sie leider nicht, ob’s den g’rad gibt. Aber schnell ist sie wieder da, mit einer Flasche vom Jurtschitsch. Jawohl, der war perfekt temperiert, so wie das jeder von uns getrunkene Wein an diesem Abend sein wird. Und geschmeckt hat der Rosé auch irgendwie.

Bedacht wird nachgefragt: Dürfen wir ein bisserl Brot mit Aufstrichen bringen? Wow, souverän die Gedeckthematik gelöst. Unbedingt! Wir wissen ja schon was uns erwartet. Das Gedeck ist dort nämlich wirklich edel und ausgiebig gestaltet: Brotvariation vom Joseph, Rohmilchbutter, Kräutertopfen mit Karottensticks, der beste Wurzelspeck, den wir kennen und dazu noch Kren. Aber auch für Cholesterinbewusste gibt’s Distelöl und Blütensalz zum Tunken. Dazu brauchen wir auch zwei Brotkörberl bitte und gleich noch eine Portion von dem Speck. Der Brotkonsum ist bei uns nämlich genetisch bedingt.


Gut, dass wir unsere Speisen schon ausgesucht haben, denn wir sind schwer beschäftigt mit dem was uns da vorweg serviert wurde. Beim Brot schaltet auch unsere Multitaskingfähigkeit einen Gang runter. Das macht die Bestellaufgabe dann holprig. Aber wir haben’s recht gut hingekriegt. Die Gläser werden währenddessen mit unserem Familienwein befüllt: Ott, Fass 4. Der geht bei uns immer.

Bis auf eine spontane Fehlentscheidung bei den Vorspeisen: der Lebarner Antipastiteller. Eh schon mit aromatisch perfektem Speck gefüttert, soll’s noch ein Mangalitza-Prosciutto werden, die Birne wurde leider überlesen, war aber sehr präsent am Teller dazu gab’s noch Antipasti von der Erdwurzel, ein Pesto davon und zwei Wagramer Oliven. Ein Deckname für eingesalzene Elsbeeren. Konsequent regional eben. Sehr salzig, leicht sauer – erfinderisch. Bis auf die beiden und den ausgezeichneten Prosciutto (gute Raumtemperatur) war’s leider zu süß. Erdwurzel in dünne Streifen gehobelt bringen ihre Natursüße mit, vor allem wenn diese nur ganz leicht mit hochwertigem Öl, Essig und Blütensalz mariniert sind. Hausgemachte Kompottbirnenwürfel – besser für’s Dessert. Und das Pesto mit vermutlich Haselnüssen, Erdwurzeln und Honig – wieder süß. Die beiden kleinen Salzelsbeeren haben den Ausgleich nicht gepackt. Klein portioniert. Aber nicht schlimm, es hat ohnehin einfach nicht den Geschmack der Kurzschlussentscheiderin getroffen.

Gläser waren oft leer am Tisch. Zumindest, wenn einmal der Wein nachgeschenkt wurde, dann synchron dazu auch gleich aus dem Leitungswasserkrug ins Wasserglas. Geleert haben wir den Ott aber trotzdem sehr flott.

Alle anderen am Tisch waren sehr zufrieden mit ihrer Auswahl. Die kleinen saftig zart am Knochen gebratenen Teile von der Wachtel auf gebratenem Winterkohl, der leicht an Spinat erinnert aber doch spezieller ist im Geschmack. Mehr positiv schwefelig. Dazu auch ein paar kleine eingelegte Elsbeeren aber die süße Variante. „Vogelfrei“ heißt’s aber hungerfrei ist man danach noch lange nicht.

Das Karottenrind ist ein roh mariniertes Rinderfilet, das auf einem dunkellila Püree von der Purple Haze Karotte am Teller und mit einer „Salzkarotte“ liegt. Dazu wird ein Holzbrett serviert mit einer halben Scheibe Bauernbrot drauf, das glänzend bestrichen ist, mit einem scharfen Brotaufstrich. Schön angerichtet, geschmacklich sehr gut und stimmig gewürzt, sodass man alle Zutaten erschmecken kann.

Slow (18 Monate) gereiftes Kübelfleisch vom Mangalitza-Schwein mit gebackenen Schweinskopf-Würfeln und Quittencreme. Nein, das wollte niemand von uns kosten. Wir mögen keine Innereien. Aber nach eingehender Befragung, können wir festhalten, dass alles hervorragend geschmeckt hat. Das Hirn in goldgelber Panier gebacken. Kübelfleisch so wie er es kennt, selten (auch am Teller) aber sehr gut. Quittenmus – mehr süß, wenig herb.

Die Weinauswahl zum Hauptgang steht für die frankophile Kohlensäureverschmäherin schon fest. So viel darüber gelesen, muss jetzt der Praxistest gemacht werden: ein Achterl St. Cosme, Cotes du Rhone (€ 5,+) Syrah. Und wird auch sofort nach der Vorspeise in die Zukunft hin zum Hauptgang bestellt.
Ein Vitamin-Rostbraten mit Topfennockerl (€ 17,80) soll’s dazu sein. Die 3 anderen am Tisch lassen die Weinauswahl noch offen, aber essen wollen zwei die Bergforelle mit Schwarzwurzeln (€ 25,90) und einer den Braten vom Mangalica-Schwein mit Speckkraut und Knödel. Der steht nicht auf der Karte, hat uns aber das nette Fräulein vom Service erzählt, dass es den heut‘ gibt.

Die Hauptgänge kommen recht bald nach der Vorspeise zu uns. So ist es uns angenehm. Nur die Gläser mit dem Weißen schon leer. Und das bleiben die auch für eine Weile. Das warme Essen verliert an Temperatur und ohne Wein will man nicht so richtig mit dem Essen beginnen. Man kostet und wartet. Dann bekommt man doch kurz Aufmerksamkeit und da ist sie wieder, die Erinnerung an das schon bestellte Achterl Cotes du Rhone. Sie beeilt sich. Mit Flasche und Glas zurück – ein Schluck und ja, entspricht der Vorstellung und ist sehr gut. Der Weinkonsument daneben kostet, will sofort auch ein Achterl, dann wollen alle die ganze Flasche.

Die Bergforelle perfekt gebraten und von einer Frischequalität, die einfach nur bleiben kann, wenn der Fisch nur fast um’s Eck geschwommen ist. Schwarzau im Gebirge. Da kann man fast nichts falsch machen. Die cremigen Schwarzwurzeln angenehm rund abgeschmeckt, nur noch wenig Biss – passt uns aber gut so. Ein paar kleine Elsbeeren zwischendrinnen. Süßsauerkick. Portion leider klein in der Mitte zentriert. Der Fisch ist aber in der Überzahl. Sättigungsbeilage hätte gut gepasst.

Der Mangalitza-Schweinsbraten geht kaum besser. 2 dünne Scheiben. Eine Kruspe, die knuspriger und feiner nicht mehr sein kann. Dazu ein deftiges Saftl und ein Sauerkraut: dezent süß, würzige Speckwürferl und trotzdem noch locker und leicht knackig. 2 kleine Erdäpfelknöd’l, die sich ein bisschen gummiartig ziehen beim Schneiden. Ist im Mund aber wieder anders und schmeckt. Da fehlt nix. Teller eher klein, Portion übersichtlich.

Statt Zwiebel ist der Rostbraten mit den Vitaminen vom Winterkohl angereichert. Eine Beiriedscheibe, gebraten, so wie’s gehört, weich, leicht rosa. Der würzige Saft dazu benetzt leider nur den kleinen Tellerboden. Da bleibt nichts mehr für die rohbuttrigen Topfennockerl übrig. Schade. Der Winterkohl, war gut gewürzt. Konsistenz wie Blattspinat mit noch knackigen hellgrünen Stängeln. Portion tendiert dazu, dass man mehr will.

Da jemand am Tisch einen Wunsch frei hat und derjenige am liebsten Tiramisu isst, hat jemand den Herrn Floh um ein Tiramisu gebeten. Eine Herausforderung an die Regionalität. Das gibt’s eigentlich in Österreich nicht. Die wichtigste Zutat (die Mascarpone) ist nicht regional. Also gibt’s das auch nicht auf der Speisenkarte. Aber der Herr Floh macht’s trotzdem möglich und bleibt dabei sich selber treu. Weiter so, Herr Floh.

Wir bekommen gut gekühlte Dessertgläser mit Doppelwand. Mit in Kaffee getränkten und besonders guten Biskotten. Und einer pastellgelben Creme vom (Spekulation) Topfen und Schlagobers. Frischer leicht säuerlicher Geschmack. Damit rechnet man nicht, wenn man ein Tiramisu erwartet. Dennoch kreativ gut umgesetzt. Manche mögen das sogar sehr gern, so ein topfiges Tiramisu – wenige andere wieder nicht. Am Tisch ist es bei fast allen sehr gut im Mund angekommen. Und die Initiatorin hatte doppelt Freude – ein halbes Gläschen mehr blieb ihr. Auf der Abschlussrechnung war’s nicht zu finden.

Großzügig. Auch beim „Gedeck“, das unseren Hunger über die Portionsgrößen hinweggetröstet hat. Wir sind halt große Esser.

So ein schöner Abend beim Floh. Natürlich liegt das auch an der netten Tischgesellschaft. Aber beim Floh findet man auch genug Raum, um sich wohl zu fühlen und sich’s gut gehen zu lassen. Das Lokal ist weitläufig und war voll. Die jungen Leut‘ im Service haben sich sehr charmant bemüht. Sind sympathisch, weininformiert aber nicht ganz speisenkundig. Egal, wer’s so genau wissen will, kann den Herrn Floh persönlich in der Küche befragen. Er steht jeden Tag da drinnen und man kann ihm zuschauen – die Küche ist offen und die Protagonisten darin, manchmal auch ansprechbar.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja12Gefällt mir16Lesenswert11
Letzter Kommentar von am 29. Mai 2014 um 05:50

Großartig. Ich ziehe meinen Hut.

Gefällt mir1
am 15. Juli 2013
selina
21
1
3
5Speisen
4Ambiente
4Service

Renovierung ist perfekt gelungen.Sehr nettes Lokal mit freundlicher Bedienung .Speisen oft etwas ausgefallene Zusammenstellungen,die Neugier erwecken zum Ausprobieren.Sehr gut und frisch.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mirLesenswert
am 1. Juli 2013
BKurt
1
1
2Speisen
3Ambiente
4Service

Das Essen war der angeblich gehobenen Küche nicht würdig. Backhuhn war trocken und lieblos zubereitet. Auch die restlichen bestellten Speisen (Fledermaus, Gulasch) hat man in anderen Restaurants schon besser gegessen.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mir1Lesenswert
Letzter Kommentar von am 7. Nov 2013 um 15:56

Es gibt sogar 16-Punkter, die für ihr Backhendl berühmt sind. Gerade gestern hab ich wieder gemerkt, dass es nicht reicht, einen Bröselflieger in den Fritter zu werfen.

Gefällt mir1
am 2. Februar 2013
Maxi2020HL
4
1
1
5Speisen
4Ambiente
4Service

seit dem Umbau fühle ich mich dort noch wohler als zuvor... einfach Klasse 1+

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
am 8. Oktober 2012
PureWhiteDesign
1
1
3Speisen
3Ambiente
2Service

Es sollte ein schöner Abend zu zweit werden, leider wurden unsere Erwartungen nicht erfüllt.
Freundlich begrüsst wurden wir nur vom Kellner, das restliche Personal ignorierte uns einfach.
Der reservierte Tisch in der Gaststube war etwas beengt, der Abstand von der Bank zur Tischkante etwas knapp bemessen (und wir sind schlank).
Die Temperatur im Gastraum war sehr unbehaglich, was nicht nur auf die offensichtlich zu niedrige eingestellte Heizung sondern auch auf die Nähe des Foyers und der Aussentemperaturen von 9°C zurückzuführen war.
Mit einem Wort: Es hat gezogen und uns hat gefroren.
Die Rindsuppe kam mir sehr gestreckt vor, etwas mehr Knochen und Gewürze hätten ihr gut getan. Dafür war die Sauce beim gebratenen Beiried sehr reduziert und damit zu intensiv.
Das Backhuhn war ganz gut, aber dazu eine alte, eingetrocknete Zitronenspalte zu servieren, ist eine Frechheit und verdient niemals 16 Punkte nach Gault&Millau.
Beim Verlassen des Lokals war wieder nur der Kellner freundlich, die Schwester des Lokalinhabers hat uns gesehen aber wiederum ignoriert. Vielleicht hatte sie auch nur einen schlechten Tag.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja11Gefällt mirLesenswert
am 20. September 2012
georggraf
1
1
4Speisen
4Ambiente
5Service

war schon sehr neugierig auf den "neuen Floh"!!?!!
Erster Eindruck: Moderne stoßt auf Tradition u Behaglichkeit! !!
Freundliche Begrüßung und durchaus kompetentes Service!
eine etwas verwirrende Speisekarte, aber warum auch nicht....!
Bründlmayer-Sekt Brut, immer ein guter Beginn!
Anschließend Chardonnay ebenfalls vom Bründlmayer (gibt es leider nicht in vielen Lokalen) zu fairen Preis!
Kalbsbries mit verschiedenen Tomaten, ein wahrer Gaumengenuß zur Vorspeise. mein Mann hat die Fischsuppe gewählt und die war ok!
Das dry age Rind mit Gemüse, Sensationell!
Vitello war "wow"! Leider hat uns aber , für ein Wirtshaus,die gefüllten Paprika enttäuscht.: für mich zu wenig Schweinefleisch, weil viel zu trocken, u auch zu wenig Tomatensauce! Kann passieren: wo Menschen arbeiten.........!Nachtisch: Palatschinken sind einzigartig u 2. süßspeise auch bestens!
Alles in Allem: Freuen uns schon sehr auf den nächsten Besuch beim"floh"! Ist nicht selbstverständlich in einem Nest wie Langenlebarn ein so hervorragendes Lokal zu führen!!
Gratuliere zu diesen tüchtigen Unternehmer und sein tolles Team!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja11Gefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. September 2012
lis11boa
1
1
2Speisen
3Ambiente
4Service

Wir waren heute dort; ich hatte das Lokal lange auf meiner ewigen Liste von Lokalen, die ich gerne besuchen möchte.

Das Ambiente ist sehr ok; nett, darüber würde ich keine Sekunde nachdenken; es ist eine Mischung aus Wirtshaus-Style in einem Raum und einem helleren Ambiente in dem Raum dahinter.

Das Service ist sehr nett, zuvorkomend, freundlich und authentisch. 100 Punkte :).

Die Speisekarte wirbt mit "Geschmack", mit lokalen Produkten und Saisonalität, und bleibt - leider - weit hinter den Erwartungen zurück. Die Vor-und Hauptspeisen sind allesamt viel zu salzig und überladen, es ist mir ein Rätsel und ich kann wirklich nicht verstehen, wie man sicherlich tolle und regionale Nahrungsmittel derart verzerren kann, vor allem, weil ja ein wirklicher Anspruch an Qualität besteht.

Ich möchte gar nicht auf die einzelnen Speisen eingehen - jedoch: eine Fischsuppe mit zweierlei Fisch, dazu gewürfelte Karotten, schal und salzig, ein Sorbet - dreierlei, das viel zu viel Zucker beinhaltete und eine Weintraubencreme, die kein Sorbet ist, sowie ein rosagebratenes Rind, welches als dünne Schnitten über Gnocchi mit Steinpilz drapiert wird, ein Schnitzel vom Schwein, welches sehr blass vom Teller schaut, frittierte Bratkartoffel...

Ich habe mir eigentlich nur ein gutes Essen erwartet; ich wünsche dem Lokal alles Gute. C.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja8Gefällt mir1Lesenswert1
am 7. September 2012
STS
4
0
1
3Speisen
3Ambiente
3Service

Leider hat durch den Umbau das Ambiente sehr gelitten; zumindest im hinteren Gastraum, der sehr an IKEA erinnert und lieblos wirkt. Anscheinend hat dies auch Einfluss auf das Service, das vergesslich, langsam und wenig freundlich war. Zumindest war dies bei den letzten Besuchen anders. Das Essen war ok, aber nicht überragend.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mirLesenswert
Kommentar von Unregistered am 29. Dez 2012 um 20:10

Man merkt du hast Ahnung von Holz, oder eher nur Ikeamöbel bis jetzt gesehen, habe selten Vollholzmöbel beim Ikea bis jetzt gesehen.....

Gefällt mir
am 27. Februar 2011
mzw11
7
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Der "Floh" ist eine Klasse für sich. Die Speisekarte ist enorm einfallsreich gestaltet und bietet für alle Geschmäcker genügend Auswahl. Egal ob man Vegetarier, Freund des Meeres oder ein richtiger Fleischtiger ist. Die Bedienung ist enorm zuvorkommen, die Speisen alle grandios. Man fühlt sich vom Betreten des Lokals bis zum Verlassen pudelwohl und ist der Meinung mehr als genug für sein Geld bekommen zu haben.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mirLesenswert
am 16. Juni 2010
Genussspecht
56
2
4
5Speisen
4Ambiente
4Service

Der Floh - galt lange als absoluter Geheimtipp, leider mittlerweile kennt ihn jeder! Immer gut besucht, das Essen einfach köstlich und die Weinkarte schlicht phenomenal! Komme gerne immer wieder und kann das Restaurant mit bestem Wissen und Gewissen empfehlen!!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mirLesenswert
Kommentar von Unregistered am 4. Sep 2010 um 19:37

stimmt! der käsewagen kann mit restos in frankreich mithalten. so auch die weinkarte 1200-1600 verschiedene bouteillen bis jetzt nur in st emillion erlebt - und genossen

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Jänner 2010
Experte
laurent
301
58
27
4Speisen
3Ambiente
4Service

Erstbesuch beim nicht nur hier so hochgelobten Floh. Ist wirklich ein ganz spezielles, besonderes Haus. Gutbesucht, die Gaststube so wie man sie sich beim Wirten vorstellt. Hitzige Diskussionen an der Schank, eifrig herumwieselnde Ober, die Chefin im servicemäßigen Hintergrund- die Herren hatten alles bestens im Griff. Das Ambiente der Gaststub´n einfach, rustikal, feiner die Stübchen für Nichtraucher. Der Traminersekt war ebenso wie das Roggenbier schnell bei Tisch; zum schon sehr umfangreichen Angebot (10 Vorspeisen, 15 Hauptspeisen) wurden noch einige Sachen zusätzlich empfohlen. Vorweg gab es verschiedene Brote , Speck und Aufstriche, der Gruß des Hauses gebratene Zanderbackerl und Zandertartare als Praline in Sesam zeigte schon was uns nachfolgend erwarten wird: Große Küche. Crazy Hendl. Dünn aufgeschnittene, lauwarme Hendlbrust mit Wasabinüssen, Frühlingsrolle und Marillen-Chilli. Weniger geglückt die Kombination aus gebratener Kaninchenleber (zu sehr durchgebraten) mit Schokoladensauce (zu süß-schokoladig)- auch optisch kein Genuß. Hervorragend ging es dann aber mit einer herrlichen Bortsch weiter; ebenso wie nachfolgendes Saiblingsfilet. Außen ideal croß, super saftig, ausgezeichnet geschmeckt dazu das leicht cremige Kohlrabigemüse und Gnocchi. „Rindx2“ als Hauptgang: Roulade gefüllt mit Lardo und Kraut- 1A, das rosa gebratene Weiße scherzel- naja, ist halt nicht das ideale Fleisch um rosa gebraten serviert zu werden- das Stück war es jedenfalls nicht.
Das Vis a vis hatte gut gewählt. Ein saftiges Stück Zander mit Speck umwickelt gebraten mit Pastinaken und Senfkornsauce- perfekt. „Schlafanzug“ o.s.ä. nannte sich das gute Dessert auf Schokomusbasis, den Haupttreffer machte mein Dessert: Schokotarte in Perfektion mit Quitten und knusprigem Ingwer (oder Zitronengras?)eis. Der Service wirklich sehr aufmerksam beim nachschenken, weniger beim Aschenbecherwechseln. Einziges Minus: Der zur Vorspeisen bestellte Wein kam erst nach dieser, der Wein zum Dessert kam gar nicht.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja14Gefällt mir5Lesenswert4
am 27. Mai 2008
4672
1
0
5Speisen
4Ambiente
5Service

Angenehme Mischung aus Restaurant mit traditioneller Wirsthauskultur. Küche weis Gäste zu überraschen mit zum Teil einfachen Gerichten mit sehr viel Fingerspitzengefühl für das feine Genussvergnügen zB. Grammeltaschen von Mangalitzaschwein mit Lardospeck absolute Weltklasse diese Gesamtkomposition zeigt von dem großen Fingerspitzengefühl des Koches.
Für Weinliebhaber ein absolutes Paradies! sah noch nie so eine umfangreiche Weinkarte.
Man wird auch absolut profesionell in sachen Weinbegleitung beraten.
Auch Sonderwünsche die nicht auf der Weinkarte angeführt sind werden sofern im gutsortierten Weinkeller vorrätig gerne erfüllt. Fazit Absolut empfehelenswert!! War sicher nicht unser letzter Besuch in Langenlebarn

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja5Gefällt mirLesenswert
Floh - Karte
Lokale i. d. Nähe:

Auch interessant

2002 Großmugl
14 Bewertungen
2361 Laxenburg
26 Bewertungen
2560 Berndorf
0 Bewertungen
2500 Baden
5 Bewertungen
3012 Wolfsgraben
10 Bewertungen
Mehr Hot Lists »

In 1 Lokal Guide gelistet

Best of "Feine Restaurants" in Österreich

Lokale mit erstklassiger Küche welche dem internationalen...

Mehr Guides »

Tags für dieses Lokal

Erst-Tester

Bewertet am 27.05.2008

Master

2 Check-Ins
Master
Home|Sitemap|Neue Lokaleinträge|Neu anmelden|Lokal eintragen|Hilfe|AGB & Datenschutz

Copyright © 2008-2016 RestaurantTester.at
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info
OK