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Der KuckuckDer KuckuckDer Kuckuck
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Der Kuckuck Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
VISA MC DINERS JCB
Öffnungszeiten
Mo
17:00-24:00
Di
17:00-24:00
Mi
17:00-24:00
Do
17:00-24:00
Fr
17:00-24:00
Sa
17:00-24:00
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Der Kuckuck

Himmelpfortgasse 15
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Beisl, Restaurant
Tel: 01 512 84 70Fax: 01 259 10 87
Lokal teilen:

6 Bewertungen für: Der Kuckuck

Rating Verteilung
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Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 14. Mai 2015
Experte
papperlnpipperln
35
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4Speisen
4Ambiente
5Service

Abendspaziergang in der Innenstadt, man kommt in der Himmelpfortgasse beim Restaurant zum Kuckuck vorbei, von Außen ein kleines entzückendes kleines Lokal, erinnert ein bisschen an die unzähligen kleinen Restaurant`s in Paris.

Meine Frau ganz begeistert, lass uns doch eintreten, das Ambiente innen, heimelig, klein, gemütliche Einrichtung, leise Walzerklänge im Hintergrund, Wohl fühl Faktor sehr groß.

Ein Ober asiatischer Abstammung in Casual Kleidung, empfängt uns, frägt nach unseren Wünschen, und begleitet uns zu einem Tischchen. Irgendwie habe ich mit diesem jungen Mann Probleme, dies wird sich im Laufe des Abends als völlig unbegründet darstellen, es ist der Chef persönlich, und wird zu einer Charme und Service Granate.

Eine kleine aber feine Karte wird vorgelegt, wir gustieren, es ließt sich alles hervorragend, die Preise, der Gegend und dem Lokal Charakter angepasst !

Gedeck, kleines Brotkörbchen mit Tomatenbutter, sowie ein Karaffe kaltes Leitungswasser.
Der Aperitif, Glas Szigeti, Muskat Ottonel, wie bekannt, einfach gut.

Wir Beide laufen heute Essen`s technisch sehr harmonisch, alle 3 gewählten Gänge ident.

Hausmarinierter Lachs, mit Dill Rahm, dieser stellt sich infolge als GRANDIOS in Punkto Optik sowohl auch im Geschmack dar, selten so einen hervorragenden Lachs serviert bekommen, etwas dicker geschnitten, das Fleisch zergeht auf der Zunge, der Dill Rahm, einfach köstlich !

Der Chef, frägt beim Abservieren ,wie lange darf der Abstand zum nächsten Gang, einer Spargel Creme Suppe sein, eine Frage die in der Gastronomie fast ausgestorben ist.
Die Weinkarte, sehr umfangreich, Österreichische Weine, sortiert nach Jung und Altweinen, sowie zahlreiche Ungarische Weine, sowie "Vino" aus Südtirol.

Da Fisch am Speiseplan, wird nach trockenen Weißwein verlangt, die erste Wahl, Riesling, Loimer aus dem Kamptal, unser junger Asiate sucht, sucht und sucht, kommt zerknirscht zum Tisch, leider alles ausgetrunken, wir folgen seiner Empfehlung, ein Rieling aus Mazen, vom Winzer Wenzel, mir völlig unbekannt, der Wein hat aber geschmeckt, aber wie!

Die Spargel Creme Suppe, geschmacklich vorzüglich, die beiden Spargelspitzen leider schon sehr zerkocht.
Wieder die Frage, wie lange wollen die Herrschaften warten, bis der Hauptgang, gebratenes Lachsforellenfilet vom Gut Dornau mit Gemüse und Kartoffeln, serviert werden darf.

Das Lokal gut besucht, unter den Gästen 2 Tische mit Ehepaaren aus Frankreich, diese sind vom Wiener Schnitzel und dem Kartoffel Salat schwer begeistert, dazu wir bei beiden Paaren , Rotwein aus Wien getrunken, auch dieser wird als " wunderbar " empfunden.

Die Lachsforelle wird serviert, auch hier alles Bestens, perfekter Geschmack, saftiger Fisch, einfach sehr gut.
Anstandslos wird Karaffe aufgefüllt, und nach einem etwaigen Dessert Wunsch gefragt,
wir beide sind eigentlich mehr als satt, wenn wir nicht auf einem Nebentisch, ein junges Paar gehört hätten, die beim Verzehr von Topfen Erdbeer Knödel, förmlich zerschmolzen sind.

Was soll`s, man lebt nur einmal, bitte zwei Portionen dieser vermeintliche Köstlichkeit.

Wieder die Frage, 10 Minuten Wartezeit wäre recht, natürlich uns ist dank des herrlichen Essen`s zwischenzeitlich alles recht

Die Knödel werden serviert, was soll ich sagen, sprichwörtlich " zum nieder Knien " ein flaumig, fruchtig süßes Erlebnis auf der Zunge

Beim Abservieren, frage ich den jungen Chef, ob ich seinen Koch, adoptieren darf, er lächelt weise, seine Antwort, es handelt sich um seine Schwiegermutter, die seit 40 Jahren eine begeisterte und begnadete Köchin ist, ich werde von einer Adoption Abstand nehmen.

Ich verlange die Rechnung, der furiose gastronomische Abend wir mit 128.- in Rechnung gestellt, es war uns jedenfalls jeden Cent wert.

Auf`s Haus werden noch zwei Gläser Tokaj serviert, nicht ganz unser Geschmack, aber nette Geste.

Eine Empfehlung ist nach Völlerei, schwarzen Kaffee zu trinken, in einem Schanigarten am Stephansplatz noch zwei Doppio Espresso geschlürft, es war der perfekte Abend.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 28. Februar 2015
lexxal
62
7
12
4Speisen
4Ambiente
5Service

Da die Lokalität schon ausreichend beschrieben wurde, möchte ich hier nur den absolut freundlichen und unaufdringlichen Kellner erwähnen, sowie die Kunst in diesem doch kleinen Lokal mit geschätzten 20 Tischen ein Wohlbefinden zu generieren. Mit uns waren an einem Donnerstag Abend maximal 4 Tische gleichzeitig besetzt.
Zu den Speisen:
1.) gemischter Blattsalat mit kandierten Walnüssen und absolut bezaubernden und erfrischenden Joghurt - Minz - Balsamico Dressing (glaube ich zumindest). Meine Begleitung wählte die Weinberg Schnecken und war ebenso entzückt.
2.) Apfel - Karottensuppe mit Blätterteig-Käse-Stangerl. Ein Hauch von Schärfe war zu finden und DANKE für diese Kreation - einfach und gut - die Petersilie wäre verzichtbar gewesen.
3.) Hausgebeizter Lachs mit Dille und einer Balsamico Reduktion in Form einer Rose am Teller trappiert - ein wunderbarer Anblick!!! Der Lachs schmeckte gut, frisch und war schön bissfest - auch die Farbe war gut.
4.) Kalbsgulasch mit Spätzle und etwas zuviel Petersilie - die Spätzle waren SUPER fluffig, locker und leicht. Das Kalb zerfiel bei der Berührung mit der Gabel und ein zweites Mal auf der Zunge - perfekt. Ich hatte nur 1 wirklich fettes Stück dabei - störte bei den vielen Gängen mich jedoch nicht da es sowieso zu viel war und fettes Fleisch einfach für den Geschmack unumgänglich ist. Meine Begleitung wählte das gesurte Schweinesteak mit Sauerkraut und Serviettenknödel - sehr selten bekommt man so zartes schmackhaftes Schweinefleisch! Auch hier wäre die Petersilie verzichtbar gewesen.
5.) Sachertorten Crème-brulée mit beschwippsten Marillenkompott - FANTASTISCH!!!! Bitte mehr von den Marillen - am Besten in einem großem Trog. Ich wählte das Veilchensorbet mit Schlag und einem kleinen Kuchen. Ich denke, wenn man Veilchengeschmack mag wird man dies lieben ;-)))

Fazit: Der Koch weiß definitiv was er tut und bereitet absolut am Punkt und gezielt Speisen zu - satt wird man auch. Ambiente ist kuschelig, angenehme klassische Musik, nettes Personal. Nur die Petersilie müsste nicht überall sein ;-))
Wir waren durch und durch begeistert.
Dauer des Aufenthaltes für 5 Gänge: ca. 18:30 - 21:00
WC: Viel zu klein, kaum Platz - lieber zu Hause gehen :)

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Letzter Kommentar von am 28. Feb 2015 um 16:19

aber ganz ehrlich - wer zb so ein Essen zu hause bekommt - hat kein Bedürfnis essen zu gehen,.. hahahahaha :D

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am 2. Juli 2014
Experte
uc0gr
215
47
28
3Speisen
4Ambiente
2Service
75 Fotos1 Check-In

Das Restaurant „Der Kuckuck“ befindet sich in einem historisch denkmalgeschützten Haus aus dem Mittelalter in der Himmelpfortgasse. Das „Paltische Haus“, wie es nach dem Grafen Palfin gegen 1700 benannt wurde, ist lediglich wegen eines damaligen Schreibfehlers zum „Paltischen Haus“ geworden. Schon die barocke Fassade lässt vermuten, dass es sich um ein sehr altehrwürdiges Gebäude handeln muss, wo das Restaurant, „Der Kuckuck“, angesiedelt ist. Angeblich fand man bei Grabungen an diesem Ort sogar einen römischen Marmorkopf, einen Torso und andere antike Stücke, welche heute im Historischen Museum der Stadt Wien ausgestellt sind. Erst rund um 1800 wurde das Haus vom früheren Himmelpfort-Kloster zu einem Bürgerhaus.

Von außen wird das Lokal schon von weitem sichtbar, wie im alten Wien traditionell üblich, per schmiedeeisernem Nasenschild bzw. Zunftzeichen, in Form eines Kuckucks, beworben – einfach wunderschön. Vor dem Lokal stehen eine große Laterne am Boden und ein Notenständer mit Tagesempfehlungen des Restaurants – ein entzückendes Lokal auch bereits von außen.

Aber auch im Inneren des Lokals merkt man sofort die historische Bauweise, alleine schon durch die alten, romanischen Deckengewölbe, die sicher nicht aus jüngster Zeit sind. Dadurch, dass das Lokal recht klein und heimelig überschaubar ist, besteht es doch nur aus einem einzigen Gastraum, hat man irgendwie das Gefühl, man ist bei Freunden im großen Wohnzimmer zu Gast. An den Wänden zahlreiche Kuckucksuhren, teilweise verschieden eingestellt und glücklicherweise nicht alle betriebsbereit, eine hinreißende kleine Schank, dahinter ein Vitrinenschrank, wie er auch in jeder Altbauwohnung stehen könnte, bemalte, offensichtlich sehr alte Holzbänke, klassische „Wirtshausstühle“ aus Holz und teilweise wackelige, leider moderne, schlichte Tische – das ist „Der Kuckuck“. Die Tische sind bei Einkehr allesamt adrett eingedeckt, Stoffservietten obligat.

„Der Kuckuck“ bietet grundsätzlich klassische Wiener Küche wie Tafelspitz, Wiener Schnitzel vom Kalb, Rindsgulasch oder Ähnliches – ein dreigängiges Menü wird um EUR 29,50 angeboten, für das Gedeck verrechnet man EUR 2,50. Die beste Ehefrau von allen und ich waren schon einmal hier, jedoch liegt dieser Besuch bereits etwa ein Jahr zurück. Damals waren wir, hinsichtlich der Beilagen, nicht sehr begeistert: recht zerkochtes, billiges TK-Gemüse, sehr geschmacklos. Trotzdem wollten wir das Lokal noch einmal besuchen, weil uns das Ambiente so gefallen und die sonstigen Speisen recht gut geschmeckt haben.

Im Hintergrund spielte es während des gesamten Besuches über „Wiener Musik“ in Form von Heurigenmusik, Wiener Lieder, klassische Wiener Walzer oder auch Zithermusik à la „Dritter Mann“ - dezent und in angenehmer Lautstärke. Heute war der Chef persönlich, ein aus asiatischer Familie stammender junger Mann, Huabo Chen, alleine für den Service verantwortlich, der unter anderem auch in Salzburg die Gastronomie gelernt hat. Freundlich empfangen und sofort an unseren Tisch geleitet, nahmen wir Platz.

Als Gedeck (EUR 2,50) gab es ein ausgezeichnetes hausgemachtes Nussbrot mit hausgemachter Tomatenkräuterbutter, nicht unbedingt so besonders kreativ-innovativ, aber sehr gut schmeckend.

1.Gang – „Lachs-Avocado-Tatar mit Limetten-Crème-fraîche und kleinem Salat“
Das Lachs-Avocado-Tartar wurde mit dem Messer in Stücke gehackt, sehr gut abgeschmeckt, und der Lachs harmonierte mit der Avocado wunderbar – so soll es sein! Ein sehr guter frischer Blattsalat, eher würzig mariniert, hatte keine einzige schlechte Stelle und schmeckte ebenfalls sehr gut, die immer und überall übliche Balsamico-Glace-Malerei muss man halt hinnehmen. Die Limetten-Crème-fraîche war ausgezeichnet und passend frisch. Ein glattes SEHR GUT.

2.Gang – „Apfel-Karotten-Suppe“
Die Suppe war ausreichend gewürzt, der Jahreszeit entsprechend nicht mit Obers erschlagen und blieb daher schön erfrischend. Gefehlt hat lediglich das Apfel-Aroma, das war durch die Süße der Karotten nur als Hauch zu schmecken. In Summe aber ein glattes GUT.

3.Gang – „Bärlauch-Ricottastrudel auf Schnittlauchsauce“
Geplant wären „Hausgemachte Kürbisravioli in Spinatoberssauce“ gewesen, jedoch ist die Kürbiszeit definitiv vorbei, und daher war es uns auch lieber, stattdessen etwas saisonal Passendes angeboten zu bekommen. Die Schnittlauchsauce war keine klassische Schnittlauchsauce, wie man sie vom Tafelspitz her kennt, mit Semmel und Ei gefertigt, sondern vielmehr eine einfach glattgerührte Rahmsauce mit sehr frischem und geschmacksintensivem Schnittlauch und entsprechend abgeschmeckt. Der Strudel wurde mit Blätterteig gefertigt, das Bärlauch-Aroma war nicht sehr dominant, eher sogar sehr zaghaft mild. Angerichtet wurde dieser Gang auch nicht sehr anspruchsvoll oder einladend. Geschmacklich eher MÄSSIG, denn gut.

4.Gang – „Filetsteak auf Gewürzkohl und Kartoffelrösti“
Das Filet stammte vom österreichischen Weiderind aus dem Alpenvorland und war von der Fleischqualität her ausgezeichnet – zart und mit gutem Rindfleischgeschmack. Bestellt hatten wir beide Filetsteaks „MEDIUM“, eines davon gelang sehr gut, eines war völlig „WELL DONE“, wobei an dieser Stelle das „WELL“ für nichts Positives steht. Natürlich reklamiert und mit der Antwort: „„Das sehe ich schon von hier, das ist zu durch“ zur Kenntnis genommen – das war’s und der Chef ging weiter. Auch eine Möglichkeit der Konfliktbewältigung, wenn auch nicht die gastronomisch professionellste oder empfehlenswerteste. Der Gewürzkohl war noch mit Biss und offensichtlich mit guter Bouillon gegart, die Rösti ohne Fehl und Tadel, außen knusprig und innen weich und saftig. Mein Hauptgang war daher mäßig, der Hauptgang der besten Ehefrau von allen jedoch sehr gut und daher gebe ich in Summe noch ein GUT.

5.Gang – „Vanille-Zimt-Crème-brulée“
Ausgezeichnet gelungen, cremig, mit herrlichem, echtem Vanillegeschmack und mit einer gelungenen, tollen Karamellkruste sowie etwas Zimt vollendet. Ein wahrer Genuss, und daher gebe ich gerne ein AUSGEZEICHNET, ich wüsste nicht, was man hier besser hätte machen können.

wahlweise

5.Gang – „Tarte Tatin mit Vanilleeis“
Wird manchmal auch „Tarte du chef“ oder „Tarte des demoiselles Tatin“ genannt und ist ein sehr traditioneller, französischer Apfelkuchen. Man bäckt ihn typischerweise gestürzt, also kopfüber, damit die Tarte obenauf, durch Butter und Zucker in der Tarte-Form, eine schöne Karamellkruste erhält. Grundsätzlich wurde alles hierbei befolgt, jedoch sollte man der Tarte auch immer die Zeit geben, die sie nun einmal zum Backen benötigt. Ein völlig blasser, geschmacklich jedoch sehr guter buttriger Mürbteig, wurde serviert. Die Äpfel süßlich-sauer, wie sie sein sollen, die Karamellkruste ebenfalls erst „im Entstehen“ und noch nicht fertiggebacken. Das Vanilleeis war durchschnittlich gut, aber in Summe kann ich diesem gang nur ein MÄSSIG geben – so gibt man das nicht an den Gast raus.

Grundsätzlich stellten wir fest, dass diesmal auch alle Beilagen wirklich gelungen und schmackhaft waren. Auch hatte man bei keinem der Gänge den Wunsch nachzuwürzen - alles war harmonisch und sehr gut abgeschmeckt. In Summe kann ich aber für die Speisen gemäß meinen Ausführungen trotzdem nur ein GUT geben. Da und dort hakte es einfach an der Küchenkunst.

Dem Ambiente gebe ich gerne ein glattes SEHR GUT. Ein bei beiden Besuchen sehr sympathischer Aufenthalt in ausgesprochen „wienerischem Ambiente“. Wir haben uns beide Male sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber, jedoch erinnern sie an die Mengenlehre: „zwei Personen müssen rausgehen, damit eine Person rein kann“ – sehr klein und sehr eng.

Für den Service gebe ich leider nur ein MÄSSIG. Konfliktbewältigung sieht anders aus, und man lässt Küchenfehler nicht stillschweigend den Gast ausbaden – noch dazu, wenn man selbst der Chef ist. Die Wartezeiten zwischen den Gängen gestalteten sich sehr unterschiedlich, es gab jedoch unangenehm lange Pausen vor dem Haupt- und Dessertgang. Manchmal wirkte der Service einfach überfordert, wiewohl man immer höflich und korrekt war.

Zu trinken hatten wir „Apfelsaft naturtrüb gespritzt“ (EUR 4,20 / 0,5l – EUR 2,50 / 0,25l) sowie einen der besten Ehefrau von allen sehr gut schmeckenden Weißwein, die „Süße Wienerin“ vom Weingut Klager in Stammersdorf. Ein trockener „Burgunderblend“, meines Wissens nach aus Weißburgunder und Chardonnay zu EUR 4,40 / 1/8l. Alkoholfreies Bier war nicht erhältlich, da laut Auskunft durch den Chef der Lieferant nicht zeitgerecht geliefert hatte – sollte eigentlich nicht passieren und spricht nicht für die Vorratshaltung des Restaurants. Der „„Doppelter Espresso“ (EUR 3,40) wurde zwar nett mit Silberlöfferl und entzückender Menage auf einem Silbertablett serviert, geschmacklich war er aber nicht der Rede wert. Zusätzlich gibt es noch eine kleine aber durchaus feine Ecke mit diversen Destillaten, die wir aber nicht probierten sondern nur studierten.

Fazit: ein sehr nettes und sympathisches Lokal, das aber doch deutliche Höhen und Tiefen in der Küchenleistung hat. Günstig ist es nicht, jedoch bietet „Der Kuckuck“ immer wieder günstige Gutscheine für mehrgängige Menüs per Daily-Deal an. Wir finden aber, dass man sich im „Kuckuck“ durchaus sehr wohl fühlen kann, wenn auch in Summe bei durchschnittlichem Essen. Eine Reservierung ist sehr zu empfehlen. Zahlreiche Touristen kehren hier zwar auch ein, „Der Kuckuck“ ist aber definitiv keine „Touristenfalle“.

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am 20. Oktober 2012
herbimona
6
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4Speisen
5Ambiente
5Service

wir lösten einen daily-gutschein ein.das essen war ausgezeichnet,das service sehr gut,wir verbrachten einen sehr schönen Abend.wir können dieses lokal nur weiterempfehlen.

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Kommentar von am 21. Okt 2012 um 02:48

Ohne dir auf den Schlips treten zu wollen, aber essentielle Informationen wären hier hilfreich gewesen wie z.b - Wieso war das Essen so gut ? - Was machte den Abend so schön ? - Wieso könnt ihr das Lokal unbedingt weiterempfehlen?

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. Oktober 2012
Experte
bubafant
283
71
29
2Speisen
4Ambiente
3Service
26 Fotos6 Check-Ins

Geschmack und Tradition in einem Haus: Romantisches 4-Gänge-Menü für Zwei um EUR 39,50 (EUR 102,80). Problemlose telefonische Reservierung für einen Mittwoch-Abend um 18:00 Uhr. NR.

Der Kuckuck befindet sich im engen Gassengeschlängel des ersten Bezirks in guter Nachbarschaft von vielen Lokalen verschiedenster Art gleich neben dem Palais Fürstenberg. Die Gasse vor dem Lokal an sich ist schon etwas eng, wird durch eine Baustelle noch etwas enger. Am Gehsteig ohne bauliche Trennung befindet sich der Schanigarten und zwar drei Zweiertischchen, Holz, rustikale Tischdecke. Daneben auf einer Art Notenständer die Speisekarte.

Wir betreten ebenerdig das Lokal und sind auch schon mitten drin in der guten Stube. Das Lokal besteht aus einem einzigen Raum, an dessen Anfang auf der einen Seite die kleine und überschaubare Theke und auf der anderen Seite das Reservier Buch und der Lagerplatz für Menage u.ä. ist. In weiterer Folge kommen die Tische, teilweise mit Bank an der Wandseite, der Rest mit Bestuhlung. Geradeaus durch winkt die Schwingtür der Küche. Das war’s. :-)

Die Tische, etwa 80 cm im Quadrat, sind eingedeckt mit: Stofftischdecken, weißen Stoffservietten, blauen Wassergläsern, Salzstreuer, Teelicht und Vase. Zwischen den einzelnen Tischen Platz für einen schlanken Oberschenkel. Die Holzstühle sind etwas marode und wackelig, auf den Bänken mit Holztäfelung bis auf Kopfhöhe liegen viele nett gemusterte Zierkissen.

Der Raum mit seinem sanften Kreuzgewölbe ist hell gestrichen, an den Wänden viele Bilder, Wandleuchten, ausgestopfte Vögel und – Kuckucksuhren. Diese zeigen nicht die richtige Zeit an und werden ab und dann vom Servicepersonal wieder aufgezogen. Irgendwann kuckuckt es eben. Als Hintergrundmusik läuft ein Neujahrskonzert abwechselnd mit Schrammelmusik. Ein dringendes Bedürfnis lässt mich Richtung Küche wandern, und tatsächlich sind dort in der Ecke noch zwei WC-Türen mit enorm winzigen Zellen hineingebaut, die Sanitäranlagen sauber und gut riechend.

Im Deal inkludiert ist ein Aperitif, und wir entscheiden uns für einen Sekt von Szigeti aus Gols mit Holundermark, in weiterer Folge Bier und Cola, sowie Leitungswasser aus der Karaffe. Bei allen vier Gängen kann man aus zwei Varianten auswählen (beim Hauptgericht sogar noch zusätzlich ein vegetarisches Gericht). Die Kellnerin nimmt unsere Wünsche auf und im Gegenzug wird schon eine Pfeffermühle, ein Körbchen mit geschnittenem Schwarzbrot und ein Klacks Liptauer im Porzellanlöffel serviert, vom dem wir nichts probiert haben. Es folgt der Gruß aus der Küche: ein Rindfleischsülzchen mit Gemüse an müdem Salatblatt in einem ovalen Porzellanschälchen. Geschmacklich in Ordnung.

Als Vorspeise bekommen wir geräucherte Barbarie-Entenbrust. Vier Scheiben davon neben einem kleinen Töpfchen. Die Ente ist relativ unauffällig, allerdings in Kombination mit dem essigsaurem Dressing aus dem Töpfchen sehr gut.

Die Suppe, eine Kürbiscremesuppe mit Blätterteigkreation, wird in einer bunten Keramikschale serviert. Obenauf Kürbiskernöl und ein paar geröstete Kürbiskerne, sowie Kräuter. Beim ersten Verkosten ist der Kürbisgeschmack eher sekundär, meiner Meinung nach sind in dieser Suppe auch Pilze verarbeitet worden. Die brennheiße Suppe treibt den Schweiß auf die Stirn. Die Blätterteigkreation ist ein kleines, gedrehtes Stangerl mit großen Salzkristallen drauf. Davon hätte ich mehr gemocht. Leider weisen beide Suppenschalen mehrfach Abplatzungen auf. Es bleibt das einzig bunte Geschirr an diesem Abend.

Im Service arbeiten eine Kellnerin und ihr Kollege. Bedingt durch das Einraumkonzept können sie während unseres ganzen Aufenthalts sich nirgends 'zurückziehn', man geht vor die Tür, man schlichtet Besteck, bedient den Geschirrspüler und sieht nach den Gästen. Wirklich artistisch ist das Servieren aus der Küche heraus. Der Kellner holt die Speisen, drückt die Schwingtür auf, fädelt mit den Tellern Richtung Sanitärräume einmal aus, behält die Tür zwischen seinen Pobacken, lässt die Tür langsam zufallen, fädelt sich zurück und serviert. Da das Lokal maximal zu einem Viertel mit Gästen ausgelastet ist, leistet man sich den Luxus, den Neuankömmlingen nur jeden zweiten Tisch anzubieten, bei Vollbelegung kann man mit Sicherheit nicht mehr von Romantik sprechen.

Als Hauptgang wird ein gebratenes Lachsforellenfilet vom Gut Dornau mit Gemüse und Kartoffeln serviert. Angesichts des Dargebotenen auf dem Teller kann man nur eine Augenbraue hochziehen. Die beiden Lachsstücke mit Haut sind gut angebraten, die Petersilerdäpfel auch in Ordnung. Das Gemüse aus der Truhe allerdings ist tot gekocht. Noch eine Minute länger und man kann es in der Schnabeltasse servieren. Diese labberige Beilage kann ich nicht essen. Ein Blick in die Speisekarte weist dieses Gericht mit EUR 19,50 aus …

Als Abschluss kommt natürlich noch das Dessert. Eine Crème brûlée von der Sachertorte mit Eierlikörespuma. Man muss sich von der Vorstellung einer klassischen Crème brûlée verabschieden, dann schmeckt es eigentlich sehr gut: Sehr schokoladige Creme im Schälchen, diese dann mit dem Brenner bearbeitet, darauf die Physalis drapiert und nochmals mit Schokolade zugefüllt. Im Extrabecher reines Schlagobers und auf dem Tellerchen Fruchtmus. Alles zusammen genommen genossen war in Ordnung.

Die Rechnung bekommen wir in einem Kistchen, gemeinsam mit einem Flyer vom Lokal und zwei Mozartkugeln. Da wir die Rechnung nicht wieder zurückbekommen, kann ich nur sagen, dass wir für Bier, Cola und Wasser knapp über EUR 6,- bezahlt haben, das Wasser wahrscheinlich ohne Verrechnung.

Fazit: Das Lokal geht mit Gutscheinkunden erstklassig um, der Deal dürfte eventuell wegen der fehlenden Laufkundschaft aufgrund der Baustelle in der Gasse (Gasse gesperrt) ausgeschrieben worden sein. Der Service bemüht, aber manchmal etwas zu viel des Guten. Ansonsten ist man eher auf Touristen (und die Fallenstellung derer) eingestellt (Mozartkugeln) und die Preise für die gebotenen Speisen sind überzogen. Gut waren nur die Vorspeise und das Dessert, das ist zu wenig. Das Ambiente folgt dem Lokalnamen und unterhält, allerdings mag ich die vorgefundene Beengtheit nicht.

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am 15. Juni 2010
Ulrike
2
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Während unseres Städtetrip Wien, haben wir dieses Restaurant aufgesucht und waren begeistert.
Vorspeise: Bärlauchsuppe. Sehr lecker und gut abgeschmeckt!
Als Hauptspeise: 1x Gut Dornau-Lachsforellenfilet in Mohn gebraten
mit Gemüse und Kartoffeln EUR 18,50: Die Forelle saftig das Gemüse sehr lecker.
und 1x die Empfehlung Gebratene Lammhüfte in Rosmarinsaft’l
mit Zwiebel-Speck-Torte & Gemüse EUR 19,50. war wirklich ein Gedicht! Sehr zart und geschmacklich hervorragend.

Und als Dessert wählten wir Geflämmtes Mousse von der Sachertorte mit Eierlikörespuma EUR 8,50...aber nur eine Portion, aber mit 2 Löffeln, da wir schon sehr gesättigt waren ;-)).

Wir können dieses Lokal nur wärmstens weiter empfehlen.....es ist besser als der Griechenbeisl, den wir zuvor ausprobierten.

Leider hatte es am Sonntag, unserem letzten Tag, nicht geöffnet.
Eigentlich schade für Wien-Touristen, die nur kurz (ein Wochenende) in dieser Stadt verbringen! Vielleicht auf ein nächstes Mal!

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Erst-Tester

Bewertet am 15.06.2010

Master

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