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Wasser gratis, nicht einmal der Tod ist umsonst

Gestartet von am 11. September 2013 um 01:44

Ich beobachte die Diskussion um das Wasser die viele als eine Art Grundrecht bei einem Lokalbesuch sehen schon wirklich lange.
Der Grund warum ich damit wahrscheinlich wieder anfange war folgendes Erlebnis.
In einem Gastgarten hatte ich viel Zeit die Gäste zu beobachten und habe auch die Bestellungen gehört.
2 Gäste, 1Aperol Spritz, 1 Weiß gespritzt und eine große Karaffe Leitungswasser.
Nächster Tisch 2 Gäste, 2 Weiß gespritzt und Leitungswasser, Vorspeise die wir teilen.
Nächster Tisch 4 Gäste, Apfelsaft gespritzt klein, 3 Mal Wein blablabla. Speisenbestellung.
Bestellung kommt zum Tisch, Apfelsaft gespritzt fragt nach Leitungswasser.
Die Schank war weit entfernt und ohne eine Miene zu verziehen wurde alles höflich gebracht.
Wasser wurde gebracht und die 1/8 Wein Trinker „ ich hätte aber auch gern Wasser“
Wurde natürlich auch gebracht.
Das war nur mein Umkreis.

In den 2 Stunden meines Besuchs, haben ich und meine Begleitung knapp 75.- ausgegeben.

Der Tisch mit 2 Gespritzt hat noch 2 mal Wasser nachbestellt und sind 2 Minuten vor uns gegangen, Rechnung 6,40 Pro Kopf!!!!! Das war übrigens ein reservierter Tisch.
In Grund und Boden würde ich mich schämen.

Der Unterschied ist, ich konsumiere. Deswegen brauche auch nie um Wasser fragen, man bringt es mir automatisch. Flasche Wein , Wasser. Logisch kein Thema.

Trinke ich Bier, Gespritzt oder Alkoholfrei, dazu Wasser bestellen, traue ich mich nicht.

Das hat es früher in dieser Art nicht gegeben. Mittlerweile ist das zu einer Büchse der Pandora für die Gastronomen geworden.

Ich habe Freunde und manch guten Bekannten in der Gastronomie und die sind in einer echten Zwickmühle. Der Aufwand wird immer größer, die Umsätze durch den Wasserkonsum kleiner und wen sie nicht artig Wasser servieren werden sie angefeindet.

Ich finde die Lokale die Wasser verrechnen sehr mutig, weil das einen Imageschaden mit sich trägt. Ich verstehe es aber mittlerweile. Es gehört eine Regelung her die für alle gilt und so jede Diskussion um das Thema beendet.

So jetzt könnt ihr mich steinigen, viel Spaß

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Antwort von am 11. September 2013 um 08:14

Steinigt ihn, Steinigt ihn!!!

...Ist hier etwa Weibsvolk anwesend???

(Das Leben des Brian)

Experte
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Antwort von am 11. September 2013 um 10:52

Dann nehme ich auch einmal einen Stein und werfe. Ich komme aus einer Gegend in der Wasserversorger 'Ihr Wasser' abzapfen. Man kann hier aus jeder Quelle bestes Wasser gratis trinken ( wird von Wanderen auch gerne genutzt ) aber keiner der 'Eingeborenen' käme auf die Idee, er/sie hätte ein Recht auf Gratiswasser von der Gemeinde. Daher empfehle ich den Wienern: Greift die guten Ideen auf. Nehmt ein Glas, geht zum Entlastungsgerinne und trinkt den Überschuß. Geiz ist geil.

Ich höre schon den Aufschrei. Aber: Der Obolus der an die Gemeinde entrichtet wird, ist vergleichbar mit Fixkosten die dem Wirt erstattet werden sollten. Das Ausschenken von Wasser ist eine Dienstleistung und mit Kosten verbunden.

Ich verfolge die Entwicklung vom Gratis- zum Bezahlwasser auch mit Bedauern. Aber ich kann die Wirte verstehen. Der Billigkonsument, der sein 6€ Menü akribisch in zehntel Pünktchen bewertet und Kellner/innen als persönliche Diener die ja ohnedies bezahlt werden betrachtet, ist im Vormarsch.

Ich bin der Meinung daß, wenn man für Essen und Service nichts ausgeben möchte, man besser nach dem Einkaufen ( ev. als Mülltaucher ? ) zu Hause bleibt, kocht, selber serviert, abwäscht, putzt, .... dann muß man ja auch keine Löhne, Abgaben .... zahlen.

Ich warte auf den ersten, der eine bitterböse negative Kritik schreibt, weil er zur mitgebrachten Jause kein Gratiswasser bekommt.

p.s. Mir wurde noch nie Leitungswasser verrechnet. Ich habe so eine Ahnung woran das liegt.

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Antwort von am 11. September 2013 um 12:48

Gerhört vielleicht jetzt nicht ganz genau zum Thema, aber ich möchte trotzdem die in Österreich hohen Preise für Mineralwasser/Sodawasser im Lokal ansprechen. Ich trinke kein Leitungswasser, da es mir nicht schmeckt bzw. ich Wasser ohne Kohlensäure nicht mag. In den südlichen Ländern ist es üblich, dass es 1 l bzw. oft auch 1,5 l Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure in den Restaurants zu vernüftigen Preisen gibt (ca. € 3.- pro Liter). In Österreich zahlt man das oft schon für 0,5 Sodawasser! Große Flaschen gibt es in den meisten Lokalen ohnedies nicht.
Wenn ich auf Urlaub bin, bestelle ich daher immer vorab automatisch eine große Flasche Wasser für den Durst und oft zusätzlich dann noch das "eigentliche" Getränk wie Bier oder Wein.
Ich denke, wenn es bei uns große Flaschen (mit und ohne Kohlensäure) zu vernünftigen Preisen geben würde, dann könnte man sich die Diskussion über das Thema Leitungswasser gratis oder nicht sparen.

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Antwort von am 11. September 2013 um 13:07

Zuerst hoffe ich es waren Kieselsteine :-)


Ich denke es geht den Wirten sicher nicht um die Kosten des Wassers.
Die Problematik ist eine ganz andere.
Wer Wasser trinkt, konsumiert somit kein Getränk das verrechnet wird. Somit ist es ein Umsatzverlust.
Die Kosten der Dienstleistung, Wasser bringen, Gläser waschen sind viel höher als das Wasser selber.
Natürlich werden einige argumentieren:
Na wo liegt das Problem ein Glas Wasser abzufüllen und zum Tisch zu bringen.
Passiert das einmal fällt es nicht auf.

Probiert einmal Folgendes

Geht einmal in eurer Arbeitszeit und bringt 50 Kollegen ein Glas Wasser.
Nicht auf einmal mit der großen Gieskanne, schön einzeln.
Auf Wunsch nachfüllen.
Die Gläser wieder abholen und natürlich waschen und verräumen.
Überlegt euch auch was eure Arbeitssunde kostet.
Wundert euch nicht wen ihr an diesem Tag euer Arbeitspensum nicht schafft.

Lehla hat natürlich ein sehr gutes Argument gebracht. Auch bei manch einem Wirt hat man das Gefühl Wasser zu verrechnen entsteht aus Gier. Besonders wo man sieht das der Rubel rollt.

Ich würde einheitlich für alle folgende Regelung machen.
Bei Kaffe und Weinflaschenkonsumation, Wasser servieren.
Bei anderen Bestellungen eine Manipulationsgebühr von 0,20 Cent verrechnen.
Wasser bestellen nur in Kombination mit einer normalen Getränke Bestellung.
Verpflichtend für alle. Gleiche Regel , keine Anfeindung.

Der Betrag ist niedrig und soll jetzt nicht als Einnahmequelle dienen sondern viel eher um ein Bewusstsein zu schaffen, das alles auch einen Wert hat.

So etwas umzusetzen geht nur über Kammer oder Gesetz. Die sind hier gefragt.

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Antwort von Unregistered am 11. September 2013 um 17:43

Einerseits, die Verabreichung von Leitungswasser verursacht dem Gastronomen zweifelsfrei Mühe und Kosten. Andererseits, das unentgeltliche Bereitstellen von Leitungswasser ist eine alte Tradition in Österreich. Zwischen diesen beiden Kontrapunkten sollte ein Ausgleich gefunden werden.

Ich persönlich gebe gerne Geld fürs Essen und fürs Trinken aus, für Bier und Wein, da bin ich nicht geizig. Nur, die Verrechnung von Leitungswasser mag ich nicht, da werde ich störrisch, das macht für mich und offensichtlich für viele Zeitgenossen böses Blut, ein solcher Wirt verliert mich als Kunden.

Jeder Gastronom muss eine Menge Kosten in seine Kalkulation für Speis und Trank hineinbringen, etwa die Pflege der Toiletten, die Zahnstocher, die Menage, die Aschenbecher. Könnte er die Verabreichung von Leitungswasser nicht auch in der Kalkulation unterbringen, zumindest bei den Gästen, die ohnehin Wein und Fruchtsäfte konsumieren? Vielleicht sollten Raucher mehr bezahlen als Nichtraucher, oder sollte man eine Gebühr für die Benutzung der Toiletten einführen?

Unregistered
Kein Tester
Antwort von am 12. September 2013 um 13:29

Die Sache ist ja einfach: Das Personal erhält für nettes Service ein Trinkgeld - ist man mal besonders mühsam oder das Personal besonders nett auch mehr. Wenn die Kellnerin ausnahmsweise mal zwei Glasln Wasser bringen muss, entschädigt man sie mit einem besseren Trinkgeld und guts ists.
Wird nun für dieses Service extra kassiert, gibts natürlich kein Extra Trinkgeld mehr. Tut mir leid fürs Personal --> beschwerts Euch beim Chef. Ich sage dem Kellner/der Kellnerin grundsätzlich immer Bescheid, warum ich wenig Tringeld geb (wenns denn mal vorkommt) - so auch, wenn ich den Wasserpreis 1:1 vom Tringeld abziehe.
Mir tut der Wasserpreis somit nicht weh!

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 18:01

Auch ich verfolge schon seit längerem diese Debatte - soll Geld für Leitungswasser verrechnet werden oder nicht?

Kurz und bündig meine Meinung: Sobald ich mehr als 15 Euro ausgebe, gehört das Leitungswasser kostenlos dazu. So wie Unregistered werde ich ein wenig unangenehm, wenn mir das Gläschen Wasser verrechnet wird, obwohl ich davor ausreichend konsumiert habe! (Wir dürfen nicht vergessen, eine Hauptspeise kostet ca. um die 10 Euro, ein kleines Dessert inklusive Getränk(e) kommen noch hinzu - es kommt natürlich auf das Lokal an, ich weiß, ich weiß).

Ein kleines Beispiel: Vor ca. 2 Jahren wurde mir im französischen Frühstückslokal Le Bol 0,80 Cent für Leitungswasser verrechnet. Manch einer wird meinen, die Aufregung für die paar Groschen seien irrsinnig - nachdem ich aber dort 26 Euro (exklusive Trinkgeld) ausgegeben habe, stand es mir zu, kostenlos ein Glas Wasser zu trinken, bevor ich mich wieder in die brütende Hitze stürze (es war Sommer versteht sich).

Obwohl man mich doch als eine sparende, wenn nicht ein wenig geizige Person bezeichnen kann, wenn es ums Geld geht, gebe ich doch sehr viel und gerne für gutes Essen aus!

Wasser, das Um und Auf der Grundnahrungsmittel, gehört gar nicht bzw. ab einem bestimmten Preis verrechnet. Schließlich wird sich kaum einer von uns ins Lokal setzten und nur ein Glas Wasser bestellen (was sicher auch schon vorgekommen ist) ;-)

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Antwort von am 12. September 2013 um 18:18

ich habe im Laufe der Jahrzehnte in Österreichs Gastronomie mit Sicherheit schon ein mittleres Einfamilienhaus verfressen, aber noch nie hat mir jemand ein Glas Wasser in Rechnung gestellt.

Aktuelle Beispiele:
Vorgestern, beim Rauch in Feldkirch. Ich esse nicht, bestelle an der Bar ein Achterl. Das Glas Wasser gibt es ungefragt dazu.
Gestern, in der Krone in Bludenz. Ich bestelle ein Glas Wein zum Essen, die Kellnerin fragt, ob ich ein Glas Wasser dazu haben will.

So geht es mir eigentlich immer. Deshalb frage ich mich, ob es tatsächlich eine nennenswerte Anzahl von Gastronomen gibt, die ihren Kunden das Leitungswasser in Rechnung stellen oder ob diese Diskussion nicht nur eine künstliche ist?

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 18:33

Schlechte Angewohnheiten anderer übernimmt man sehr schnell.
So wehret den Anfängen.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 19:26

Mein Tod, oder jedenfalls meine Entsorgung ist umsonst. Ich habe rechtzeitig meinen Leichnam der Anatomie vermacht. Aber heute kostet auch das EUR 450. Galoppierende Inflation, wohin man schaut...

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 19:29

Begrabt meine Leber an der Biegung der Theke!

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 19:41

Manchmal trinke ich Wasser, um meine Leber zu überraschen.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 19:47

Ach ja, um wieder etwas seriöser zu werden:
Ich war schon länger nicht in USA, aber damals war es in fast allen Restaurants üblich, ungefragt (Eis-)Wasser ad libitum zu bekommen. In manchen Städten (New York!) war es freilich nicht angenehm zu trinken - sehr im Gegensatz zu Wien.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 19:49

Und in Nevada wird man gebeten explizit nur nach Wasser zu verlangen, wenn man es wirklich trinken möchte (Wasser ist dort knapp), aber immerhin noch gratis in dem Fall.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:09

In einem Grazer Lokal wird das Problem Wasser folgenderweise gehandhabt:
Es wird grundsätzlich kein Glas Wasser gratis bereitgestellt. Will man zu seiner Speise normales Leistungswasser konsumieren, so kann man sich eine Karaffe Leistungswasser zu einem halben Liter für 60c bestellen, oder eine Karaffe Leitungswasser zu einem Liter für 1,2 Euro bestellen. In beiden Fällen kommt der Preis einem karitativen Zweck zugute, nämlich der Bereitstellung von keimfreien Wasser für ein Krankenhaus in Kenya. Das nennt sich dann Wasser für Wasser.
Was passiert hier also?
Die paar Leute, die so günstig wie möglich aussteigen möchten, kommen nicht darum vorbei für Wasser etwas zu zahlen. Ein paar werden es sich vielleicht sogar überlegen und sagen, naja, da kann ich dann gleich einen Saft et cetera bestellen, weil das ist dann nicht mehr viel teurer.
Was auf jeden Fall passiert: Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass Wasser nicht überall gratis ist und wir uns glücklich schätzen können, ein solches Privileg genießen zu dürfen. Und ich denke es handelt sich bei dieser Idee um eine Win-Win-Situation.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:21

Stimmt eigentlich...während wir hier hinter dem Bildschirm sitzen und über Gratiswasser im Restaurant diskutieren fragen sich Millarden andere Menschen, wo sie überhaupt ihr Trinkwasser herbekommen...

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:22

Und diese bezahlen dann für Wasser mit ihrem Leben.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:30

Ich glaube, die Menge der Gäste, die in ein Restaurant geht und nur Wasser konsumiert ist, gelinde gesagt, überschaubar. Ja, Wasser ist ein kostbares Gut, Österreich ist in der glücklichen Lage, noch mehr als genug davon zu haben.

Die tatsächlichen Gestehungskosten einer Karaffe Wasser entsprechen jedenfalls in keinem Fall dem, was manche Wirten sich dafür verlangen trauen.

Ich denke, es sollte Teil unserer Kultur bleiben, Wasser kostenlos bereit zu stellen, wie dies auch in anderen Ländern selbstverständlich gehandhabt wird. (Noch vor der Bestellung kommt eine Karaffe Wasser an den Tisch).

Wenn ich mir die prozentuelle Wertschöpfung ansehe, die ein Wirt mit einer Melange schafft (man vergleiche die tatsächlichen Gestehungskosten), wundert mich die Diskussion schon ein wenig.

Um mit dem geschätzten Kaffeehauskulturkenner und ReTe - Tester SSW zu sprechen: "Wehret den Anfängen!". What's next? Sitzplatzgebühr? Schanigarten-Aufschlag? Aschenbecher-Benützungs-Taxe?

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:38

Sitzplatzgebühr? Schanigarten-Aufschlag? Aschenbecher-Benützungs-Taxe...sind doch schon längst bei den heutigen Preisen im Kaffeehaus enthalten. Warum also nicht auch das Glas Wasser. Kostet es etwa keine Arbeitzeit und Mühen die Aschenbecher zu entleeren und zu säubern, den Schanigarten auf und abzubauen, den benutzten Platz für den nächsten Gast zu säubern???

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:40

HrMann: die Idee, einen Aufschlag zu verlangen, der dann karitativen Zwecken zugeführt wird und dadurch auch Bewusstsein bilden könnte, ist grundsätzlich nicht schlecht, aaaaber: mit welcher gesetzlichen Regellung könnte man alle Wirten in dieses Korsett zwingen? Und wiie könnte die tatsächliche karitative Zuführung des "Wasseraufschlags" kontrolliert werden, so dass es nicht als Körberlgeld beim Wirten landet?

Eine lobenswerte Initiative des von Dir beschriebenen Wirten, - flächendeckend kaum machbar. Obwohl, dann könnte man den "fair-trade" Zuschlag beim Kaffee andenken, den "bio"-Zuschlag beim Schnitzerl, - die Frage ist nur: bei allem Verständnis für die Sinnhaftigkeit von fair-trade und bio: wollen wir die Bevormundung durch den Wirten? Und: wer garantiert, dass damit nicht nur ein leicht zu realisierender Aufschlag gemacht wird?

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:45

SSW: natürlich kostet all das, nur ist es bereits in den Beträgen, die man für Schnitzerl, Achterl und Kaffeetscherl zahlt, eingepreist.

Wie auch die Karaffe Wasser, die viele Restaurants (Gott sei Dank) immer noch selbstverständlich gratis beistellen, ohne damit bankrott zu gehen.

Experte
80
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Antwort von am 12. September 2013 um 20:50

"mit welcher gesetzlichen Regellung könnte man alle Wirten in dieses Korsett zwingen? Und wie könnte die tatsächliche karitative Zuführung des "Wasseraufschlags" kontrolliert werden, so dass es nicht als Körberlgeld beim Wirten landet?"

Nein, nein, mit Zwang kann dies nicht funktionieren. Es stimmt schon, das sollte kontrolliert werden, im Zeitalter der Korruption... . Ich kann mich in dem Fall nur darauf verlassen, dass das Geld dann wirklich dort unten ankommt. Das klingt naiv, aber allein die Idee, dass es funktionieren kann, finde ich schon schön. Wie so vieles hat auch so eine Aktion wie Wasser für Wasser seine Grenzen und sollte wenn dann nur freiwillig eingeführt werden. Ich bin ja der Meinung, dass Menschen erst wirklich Verantwortung übernehmen wollen, wenn sie eine gewisse Freiheit genießen.

Experte
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Antwort von am 12. September 2013 um 21:00

HrMann: sich darauf zu verlassen, dass das Geld dort ankommt; - das wird beim Restaurant Deines Vertrauens sicher funktionieren, flächendeckend wahrscheinlich leider nicht. Nicht wenige Wirten würden ohne gesetzlichen Zwang den Zusatzgewinn wahrscheinlich einfach einstreifen (Es gilt die Unschuldsvermutung!)

Der wahrscheinlich einzig objektive Ansatz ist eine ökonomische Kostenrechnung: Kosten+Aufschlag=Preis

Ein Liter Trinkwasser kostet in Wien zur Zeit 0,002 € (1 m3 Trinkwasser kostet incl. Abwassergebühr in Wien € 2,14)

Selbst bei großzügigster Einrechnung von Personalanteil, Mietanteil, ... - ein Preis von € 0,1 € pro Liter wäre mehr als kostendeckend. Noch Fragen?

Experte
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Antwort von am 13. September 2013 um 00:02

@adn1966
Besten Dank für die Info über den Einkaufspreis. € 0,002 pro Liter is natürlich schon happig. Die Wirte könnten das Wasser ja wie den Wein kalkulieren, Einkaufspreis mal drei oder mal vier ... und ich würde in einem Lokal das mir das Leitungswasser verrechnet schon aus Prinzip keinen einzigen Cent Trinkgeld geben und auf exaktes Wechselgeld bestehen :-)

Experte
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Antwort von am 13. September 2013 um 12:04

Es geht nicht um ein normales Konsumverhalten.

Ich sehe es ähnlich wie Timodine, der sich natürlich zu Recht ärgert bei einer Konsumation von 26 Euro zusätzlich Wasser zu bezahlen.

Die Vielzahl der Wirte in Österreich wissen sicher nach wie vor was es bedeutet einen Gast zu haben.

Was ich kritisiere ist sowohl das Fehlverhalten einiger Gastronomen die absurde Preise für Leitungswasser verrechnen.
Aber genauso das Fehlverhalten der Gäste, die scheinbar die Tatsache das Wasser kostenlos bestellt werden kann, ausnützen.
Wasser mit 1 Euro oder mehr zu verrechnen ist genauso verwerflich wie ein Glas Soda- Zitrone bestellen und dann 1 Liter Wasser.

Beiden würde ich raten sich über Benimmregeln Gedanken zu machen.

Schlechte Gäste , schlechter Gastgeber. Oder umgekehrt.

Schwarze Schafe vermehren Schwarze Schafe.

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Antwort von am 13. September 2013 um 20:19

Irgendwann mal hab ich das schon geschrieben: Ich hatte einen Arbeitskollegen, der rief im nahe gelegenen Chinalokal an und fragte ob es Kompott gäbe beim Buffet.
Mein erster Gedanke war der, dass er auf Kompott abfährt. Nix da!
Es ging ihm lediglich um die Flüssigkeit; damit er kein Getränk bestellen musste.
Da kannst wirklich nur mehr den Kopf schütteln!
Manchmal versteh ich die Gastronomen, wenn sie solche "Sachen" mehrmals erleben.

Experte
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