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Goldenes BründlGoldenes BründlGoldenes Bründl
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Goldenes Bründl Info
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RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 34
|
518
Niederösterreich
Rang: 3
Features
Gastgarten, Schanigarten
Brunch
Lieferservice, Zustellung
Essen online bestellen
Catering, Partyservice
Ambiente
Stylish
Gemütlich
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
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Mi
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18:00-23:00
Do
10:00-15:00
18:00-23:00
Fr
10:00-15:00
18:00-23:00
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Letztes Update von:
Stammersdor.
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Goldenes Bründl

Waldstraße 125
2105 OBERROHRBACH
Niederösterreich
Küche: Österreichisch, International
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 02266 80495Fax: 02266 81698
Lokal teilen:

14 Bewertungen für: Goldenes Bründl

Rating Verteilung
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Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 27. November 2016
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
3Ambiente
4Service
13 Fotos1 Check-In

Es war einmal in einem finsteren Wald..... das Wirtshaus & Catering GOLDENES BRÜNDL. Man findet es auf der Strecke zwischen Harmannsdorf und 2105 Oberrohrbach, einige Kilometer nördlich der Bezirkshauptstadt Korneuburg. Da wo Fuchs und Henne sich Gute Nacht sagen. Die Adresse bezeichnenderweise Waldstraße 125.
Geparkt wird vor dem Haus, oder auf einem Parkplatz etwa 100 Meter entfernt. Ob man auch öffentlich anreisen kann? Keine Ahnung.

Es gibt eine schönen großen Gastgarten, unter alten Bäumen, der sich aber am 23.11.2016, des Abends, keiner sonderlich großen Beliebtheit erfreute, da selbst der Raucher noch im warmen willkommen ist. :-) Also es standen zumindest Aschenbecher herum, ich habe aber niemand gesehen der geraucht hätte. Was aber auch daran gelegen sein mag, das sich an diesem Mittwochabend, außer uns beiden, gezählte 10 Gäste her verirrt haben.

Eines gleich vorweg, an der Kulinarik liegt das mit Sicherheit nicht, weil die war richtig gut!

Das Lokal wird seit vielen Jahren von der Familie Knobl betrieben, in der Küche steht Norbert Steiner, früher Koch im Gut Oberstockstall.

Wenn man ins Lokal rein kommt steht man wie gesagt (vermutlich) im Raucher, da auch die Schank. Unser Tisch im Nebenraum, ein kleiner sehr feiner im Eck, von da hat man den perfekten Überblick.
Er ist sehr schön in weiß eingedeckt, mit Kerze und Blümchen. Die Sitzbänke aus dunklem Leder, die Lehne aus grauem Stoff, dazu einige mehr oder weniger geschmackvolle Holzsessel. Die Idylle wird durch einen grauslichen Steinboden im „Blutwurstdesign“ gestört, er nimmt dem Lokal die Harmonie, aber seht selbst Link Wir haben uns aber trotzdem recht wohl gefühlt.

Das Personal, ein kleiner quirliger Kellner aus dem Heiligen Land Tirol, war bei unserm letzten Besuch vor etwa drei Jahren auch schon da. Er ist sehr freundlich und aufmerksam, gemeinsam mit seinem Hilfskollegen aus einem östlichen Nachbarland, auch sehr flott. Es wird nachgefragt, fast immer auch nachgeschenkt und an Kommunikation mit dem Gast mangelt es auch nicht. Er hat Schmäh und lächeln kann er auch. Ein Profi seines Fachs, der nur manchmal etwas zu viel redet :-)) Wir haben uns aber sehr gut betreut gefühlt.

Der Start in den Abend mit zwei Glas eines ausgesprochen guten Prosecco, dazu wurde auch gleich unaufgefordert Leitungswasser gebracht. Das stand nachher mit einem Euro auf der Rechnung, wobei der Erlös aber der Behindertenhilfe Oberrohrbach gespendet wird. Dafür zahlen WIR sehr gerne!
Der Weinbegleiter war ein Flascherl Sauvignon blanc, steirische Klassik 2015, vom Weingut Neumeister aus Straden, in der Südoststeiermark. Abgesehen davon, dass er perfekt gekühlt war, war da auch wieder diese grasige, stachelbeerige Note, wie sie nur die Sauvis aus dieser Gegend haben, einfach herrlich.
Auch den Espresso doppio danach, können sie.

Nun zu den kulinarischen Köstlichkeiten. Da war zuerst das Gedeck aus Butter, Olivenöl in einer Eprouvette und einem Zwiebel, Grammel irgendwas Schmalz. Dazu das Körbler mit verschiedenen frischen Brotsorten. Ein guter Anfang.

Weiter ging’s für die liebe Frau mit einer Fischsuppe vom Feinsten, dazu zwei Scheiben geröstetes Knoblauchbrot. Die Suppe hat optisch zwar nicht gefallen, war aber großartig im Geschmack. Drinnen fand sich außer viel zu viel Stangensellerie, die mögen wir beide gar nicht, auch noch Karotten, zwei Miesmuscheln, Shrimps, zwei verschiedene Fische, Safranfäden und oben drauf etwas Dille. Top!

Ich hatte vom Menü, das überbackene Ei mit flüssigem Kern, auf einem perfekten Erdäpfelpüree Blattspinat Gemisch und drüber gerieben, viel schwarzer Trüffel. Diese Vorspeise hat uns schlicht begeistert. Eine Harmonie am Gaumen wie man sie selten findet. Aber auch hier wieder die Feststellung, Trüffel alleine schmeckt einfach nach nix!

Der Hauptgang meiner Gattin, war auf Empfehlung vom Kellner, ein Karpfenfilet aus einem Teich im nördlichen Waldviertel. Das hat er uns wärmstens ans Herz gelegte und vollkommen zurecht. Der Liebhaber österreichischer Fische hier im Forum, hätte seine helle Freude gehabt :-) Die Panier super knusprig, der Fisch mit dem typischen Geschmack und oben drüber etwas frittierte Petersilie. Der Mayonnaisesalat dazu war schlicht ein Traum, etwas süßlich mariniert, mit recht viel Zwiebel und klein geschnittenen Essiggurkerln, so lieben wir ihn.

Ich hatte ein überaus harmonisch abgeschmecktes Kalbsrahmbeuschel in groß, gibt‘s auch in einer kleinen Version. Es war schön cremig, mit viel Lunge und Herz, nicht zu weich, einfach perfekt, oben drüber ein Obershauberl und Schnittlauch. Einziger Kritikpunkt waren die zwei Scheiben Serviettenknödel, die geschmacklich auch sehr gelungen, nur für meine Begriffe viel zu weich, sie sind schon beim Hinschauen fast zerfallen.

Alles in allem sehr gut gegessen im GOLDENEN BRÜNDL, wieder eines jener Lokale dem ich sehr gerne die Note 4,5 gegeben hätte. Das Ambiente hat uns nicht ganz überzeugt, der Tiroler Kellner aber schon, er macht einen professionellen Job.
Auf der Rechnung standen 112 Euro samt Maut, die wir sehr gerne mit Plastikgeld beglichen haben.

Es gibt auch noch einen kleinen separaten Raum für maximal 14 Personen, perfekt für die kleine Feier, den hat uns der Tiroler danach noch gezeigt.

Die Hauberlverteiler meinen eine Mütze oder 14 Punkte für die Küche von Meister Steiner, da in der Einöde in Oberrohrbach.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. September 2016
bruderw
8
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4Ambiente
4Service

ET 10/96... Das waren noch Zeiten. Damals frisch eingerückt, fand zum Abschluss der Grundausbildung die Gefechtsübung im Rohrwald unweit des goldenen Bründls statt. Wir stiegen mit Kaz 3 vom 680er Steyr just am Parkplatz des Bründls aus, und damals fiel mir schon das Lokal im Nirgendwo auf.

20 Jahre später war es dann soweit, Schwesterw wollte zum Hochzeitstag ausgeführt werden.

Das Bründl liegt wie schon erwähnt nördlich zwischen Stockerau und Korneuburg mitten im Rohrwald.
Vom Schotterparkplatz geht es ein paar Meter bergauf ins Lokal.
Die Bausubstanz ist etwas älter, jedoch stimmig eingerichtet. Mein erster Gedanke war ABBA Musical, Retro-Chick aber nicht penetrant aufdringlich.
Wir wurden ungekünstelt herzlich vom Servicechef empfangen und zum reservierten Tisch geführt.

Gedeck: Ciabatta mit diversen Aufstrichen und Olivenöl.
Das Brot noch warm und flaumig, dazu gab es eine leicht gesalzene Butter sowie einen definitiv selbstgemachten Frühlingsaufstrich. Das hochwertige Olivenöl rundete das Ganze ab. Sehr nett.

Gruß aus der Küche: Beef Tartare
Da hat der Küchenchef Norbert Steiner wahrlich grüßen lassen. Das Filet geschabt, nicht faschiert. Mit etwas Wasabi und mildem Chili serviert...vom Feinsten.

Bouillabaisse
Ich gestehe: meine erste Fischsuppe à la Marseille.
Mit reichlich Einlage hatte sie auch eine gewisse Schärfe. Den Safran konnte man gut detektieren. Insgesamt sehr würzig, ich könnte mir vorstellen, dass sie manchen zu würzig ist.

Kalbsrahmbeuschel
Beuschel as Beuschel should be. Überwiegend Herz, keine "Röhrln", mit Wurzelwerk und Rahmsoße dick und sämig. Perfekt.

Gebackener Maibock
Stücke vom Schnitzel, solide paniert, klassisch mit Salat (g'schmakiges Kernöldessing) und Preielbeeren serviert.

Ob der Portionsgröße musste die Nachspeise leider entfallen.
Ich genoss zwei gut gezapfte Trumer Pils, dann musste ich ob Autofahrpflicht auf Obi gespritzt umsteigen.

Fazit: Sehr souveränes Lokal, faires P/L Verhältnis, exzellente Küche, unaufdringlicher, flotter Service.

Ich glaube, ich werde bald wieder meine Grundwehrdienstzeit auferstehen lassen...

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Letzter Kommentar von am 7. Sep 2016 um 10:30

Ich stimme SephanS hier zu. Die Sache mit dem ökologischen Fußabdruck ist sehr komplex, sollen wir Dinge kaufen, deren Fußabdruck in der Produktion bedenklich ist? Oder besser kollektiv die Wirtschaft abwürgen? Heizschwammerl - nein? Klimaanlage - ja? Weinkühler zulässig oder unnötiger Luxus, zumal man ja auch Eiswürfel - aber auch die verbrauchen ja Energie, ganz zu schweigen vom Josper - Grill? Und Restaurants überhaupt? Eine Scheibe Bio-Brot mit Bio-Butter macht ja auch satt? Ich halte es hier mit Fred Sinowatz selig: "Es ist alles sehr kompliziert!". Auch wenn das Heizschwammerl eine recht offensichtliche Energieverschwendung ist (man beheizt die Außenluft), wurde vom Gesetzgeber die deutlich energiesparendere Variante (ein Gesetz, das weiterhin die Raucher-/Nichtrauchertrennung erlaubt) abgelehnt. Nur verständlich, dass Wirte zu Maßnahmen greifen, um den rauchenden Anteil ihrer Kunden nicht ganz zu vergraulen und ihnen das Rauchen vor dem Lokal auch im Winter unter akzeptablen Bedingungen zu ermöglichen. cmlings Kommentar trifft es für mich sehr gut.

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am 5. Jänner 2015
Update am 9. Jänner 2015
Experte
dieBrotvernichter
67
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4Speisen
4Ambiente
4Service

Für feines Essen und qualitativ hochwertigen Alkohol findet sich für uns immer ein Grund. Wir sind dazu sogar ins angrenzende Ausland gereist: Niederösterreich. Da, tief im (Rohr-)Wald, steht ein Haus, das „Goldenes Bründl“ heißt. Märchenhaft. Idyllisch. Sogar für Raucher! Vor dem Lokal ist auch in der kalten Jahreszeit die Sommerterrasse für Raucher ganz gemütlich winterlich, im nordischen Stil, vorbereitet. Kuscheldecken, Aschenbecher, Tierfelle, rustikale Holzbänke und weihnachtliche Beleuchtung. Es fehlt nur noch der warme Punsch – vielleicht gibt’s den auch?

Wir Nichtraucher – huschen schnell rein ins warme Lokal und werden feierlich begrüßt mit einer Blasmusiktruppe, die lautstark am Werk ist. Ja, wir hatten eben was zu feiern, aber der Aufwand wär‘ für uns doch nicht nötig gewesen – Prince als Solokünstler hätt‘ uns gereicht.
Es stellt sich raus: war gar nicht für uns. Schade. Da hätten wir dann doch wieder mehr erwartet.

Die nette Servicetruppe ist aber sehr um uns bemüht. Das macht alles wieder gut. Eigentlich sind es nicht zwei Gaststuben, sondern eher zwei Gastsäle. Im ersten befindet sich die Schank – da wuselt’s richtig – gut besucht, das ganze Lokal. Aber besonders auffällig ist, dass sich viele Gäste rundum die Bar stehend versammelt haben… vielleicht weil’s dort eine spannende und erlesene Weinauswahl gibt. Auch Bier. Jeder Bargast ist mit Glas (Wein- oder Bier) gut versorgt.

Die Weinauswahl ist riesig – und bekommt auch dementsprechend viel Schauraum in der Mitte. Ein Blickfang – ein Gaumenschmaus. Weinschränke und Flaschen sind gestapelt, gereiht und dekorativ aufgebahrt. Man holt aus der Raumgestaltung raus was geht. Geschmackvoll hell auch der zweite ruhigere Nebenraum großer Ausmaße. Säle haben eben auch eine kräftige Akustik. Fast unangenehm. Trotzdem haben wir dort einen netten Tisch zu viert.

Und Hunger haben wir auch mitgebracht. Es kommt mit unserem Aperitif ein Körberl mit. Und da ist flaumig frisches Brot aus dem Ofen: weißes mit Kürbiskernen und Käse, dunkles malziges, helles mit Speck und auch was Schlichtes ohne allem. Herausragend gut. Dazu Gänseschmalz mit Apfeleinlage, Butter, Olivenöl und Kräutersalz (vermutlich). Nur weiter so.

Vorspeise Bouillabaisse, Kürbiscremesuppe, Beuschl mit Serviettenknödel und Gänseleberpastete (vermutlich). Alles so wie es sein soll, leichte klare Fischsuppe mit Safran, Einlage gut portioniert. Ordentlicher Kürbisgeschmack, samtig feine Konsistenz, kleine Obershaube mit gerösteten Kürbiskernen. Feines kleines Beuschl mit flaumigen Serviettenknödeln. Leberpastete schön angerichtet – nur leider nicht mehr ganz in Erinnerung. Geschmeckt hat sie aber ganz sicher.

Wein – es wird eine Flasche Riesling Reserve. Recht schwer. Aber kann gut mit allen bestellten Speisen mithalten. Der Herr Sommelier hat sie auch würdig präsentiert, rituell geöffnet und bestaunt. Kompetenter Mann. Mit besonderem Sinn für seine Weine. Zur Hauptspeise wechselt nur der wilde Esser zum Roten (Cuvee u.a. Merlot) – Empfehlung von der Frau Chefin und die hat toll gepasst zum: Hirschkalbsrücken (feines Fleisch, magenta) mit knusprigen Frittatenknödeln, ein bisschen Gemüse und PreiselbeerEiSnocke. Sonst gab’s zum Riesling Maishendlbrust mit Steinpilzgnocchi. Zum Einen: supersaftig mit Rosmarin unter der knusprigen Haut. Zum Anderen: kräftig, cremig weich. Rosa gebratene Schweinemedaillons (Beiwerk vergessen – weil nicht selber gegessen) und noch einmal die Bouillabaise aber diesmal als Hauptspeise in der Riesenschüssel – noch besser bestückt geschmacklich ebenso gut. Mit geröstetem Knoblauchbrot. Aber in Wien schon einmal authentischer und auch eine Spur besser serviert bekommen. Dort eben nicht ganz so raffiniert zubereitet. Sauce Rouille hat auch gefehlt. Trotzdem eigentlich tadellos.

Die wahren Männer, die schwächeln – aber die süßen Mädels nicht. Die bestellen sich noch einen 3. Gang: Zwetschkenknödel und Apfelstrudel. Zum Apfelstrudel kommt, auf Wunsch statt dem Beerenragout und obligatorischem Schlag, noch ein Kugerl Vanilleeis dazu (vermutlich: küchengefertigt). Masochistin ist sie ja keine. Die Zwetschkenknödeln sind gewaltfrei, haben sich dafür ordentlich in knusprigen Bröseln gesult. Wirklich knusprig. Sogar leicht nussig. Sicher mit der besten Butter. Nicht fettig. Keine Spur sauer, die Zwetschke. Vermutlich: sonnengereift und mit ein bisschen in Rum getränkten Zucker getunt. Denn sie wissen halt, was sie tun.

Und das auch bei dem bislang besten Apfelstrudel, den wir gegessen haben. Durchzogen – versteht sich, sonst hätte er das Prädikat „bester“ nicht verdient. Leicht knusprig die obere Schicht hauchdünner Strudelteig – braun, karamellisiert mit Butter abgestrichen. Die hebt sich ab. Gleich die nächste drunter schmiegt sich weich an die ordentliche Apfelfülle. Ordentlich viel von: hauchdünn gehobelten Äpfeln, Zimt und Nüssen. Keine Grießmogelei. Wenig Zuckerzusatz, hauchdünner saftig weicher Strudelteig innen und leider auch wenig Rosinen. Trotzdem: vorläufig können wir das Ergebnis: bester Apfelstrudel verifizieren.

Für die männlichen Menschen am Tisch endet der Abend auch gut: bei einem maskulin herben bittersüßen Averna, der auch ihre weibliche Seite zum Vorschein bringt, die lässt sich eben nicht verstecken: ist es doch immer noch ein KräuterLiKÖR.

Wohlgefühl ist uns wichtig. Das war vorhanden. Trotz lauter Geräuschkulisse inklusive Blasinstrumenten. Denn die Servicemannschaft war sehr engagiert. Hat ein Junior was vergessen ist vom erfahrenen Kollegen oder der Chefin sofort umsichtig nachgebessert worden. Die Küchenmannschaft sowieso emsig, sonst hätt’s uns nicht sooo gut geschmeckt. Wir wären dort öfter, müssten wir nicht extra ins Ausland reisen.

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Letzter Kommentar von am 5. Jän 2015 um 22:17

Und nun her mit euren Bewertungen!

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am 16. August 2013
Experte
bubafant
283
71
29
5Speisen
5Ambiente
4Service
58 Fotos4 Check-Ins

Nach dem traumhaften Essen vor einem Jahr haben wir schon sehr bald beschlossen, dass es eine Wiederholung geben wird. Diesmal mit einem Menü samt Weinbegleitung. Leider hat es bei der Speisenfolge im Internet immer wieder etwas gegeben, das mich nicht so hundertprozentig überzeugt hat. Wobei das Jammern auf hohem Niveau ist, denn mit Sicherheit wäre es eine einmalige Gelegenheit gewesen, herauszufinden, was man in diesem Haus mit meinen 'Ekel'zutaten zaubert. Nun ist es endlich soweit. Die fünf Gänge um EUR 52,00, die Weinbegleitung dazu EUR 25,00, werden vorbestellt.

Das Ambiente des Gastgartens wurde von mir schon beschrieben. Nur gefällt mir dieser heuer noch besser. Es wurde nichts verändert. In den großen Bäumen zwitschern mit Sicherheit noch dieselben Vogelsorten. Aber an einem Tag, wo ganz Österreich dem Hitzerekord hinterherjagt, taucht man in diesem Garten in ein eigenes Mikroklima ein. Gefühlte zehn Grad weniger. Die schneeweißen Annabell blühen zwischen den Tischen um die Wette. Man fühlt sich einfach wohl. Gegen Abend wird es sogar etwas kühler, dass man bei ärmelloser Kleidung Vorsorge treffen sollte.

Unser Tisch ist genau derselbe wie im vorigen Jahr. Kleiner Beistellhocker für die Handtasche. Eingedeckt mit weißer Tischdecke, lila Wassergläser, auf dem Gedeckteller die weiße Stoffserviette mit einem Besteckpaar und das kleine Messer obendrauf. Der Kellner hat vergessen, dass wir für mehrere Gänge reserviert haben und deckt das restliche Besteck nach, etwas umständliche Erklärung, für welchen Gang das vorhandene gilt. Die schon etwas müden Blumen in der Vase werden gegen einen Kräutertopf im bedruckten Karton ausgetauscht. Und ein Tonkühler mit dem Wein für den ersten Gang wird gebracht. Ein kleiner runder Nebentisch nimmt (mit Kühlern) die Weine der nächsten Gänge auf.

Gedeck
Gesalzene Butter, scharfer Liptauer, Olivenbrot, Paprikaciabatta, Weißbrot
Das Brot nicht mehr warm, aber noch in Ordnung, der Liptauer mit ordentlich Geschmack und hervorragender Butter.

Paradeis-Avocadotartar und Garnele
Rotgipfler 2010, Reinisch Tattendorf
Die Garnele außen aufgedreht und knusprig angebraten, innen fast noch glasig mit interessanten Gewürzen. Das Gemüsetartar kühl und nach ein paar Bissen mit ziemlichen Schärfe-Bumms. Auf Nachfrage bei der Wirtin, was diese Schärfe verursacht, verspricht sie sofort nachzufragen. Es ist Pfeffer. So simpel, aber offensichtlich etwas zu viel, da der Junior ein lockeres Würzhändchen hat. Sie bedankt sich für den Hinweis auf die Schärfe. Ein mehr als gelungener Start.

Kaninchensuppe mit Filet und Kräutern
Gemischter Satz 2012, Groiss, Weinviertel
Die Kaninchen-Scheiben werden in einem tiefen Teller serviert, die Suppe am Tisch vom Kellner aus einem Krug aufgegossen. Das Fleisch außen gut angebraten, innen zart und saftig. In der Brühe schwimmen einige Blüten und Kräuter. Ein sagenhaftes Geschmackserlebnis.

Seesaibling, Artischocken-Zucchinigemüse
Chardonnay 2011, Malat, Palt
Das Gemüse hat den richtigen Biss und schwimmt in etwas feinem Sud. Das Fischfilet ist relativ dick, auf der Oberseite perfekt knusprig gebraten, der Rest leicht glasig und lässt sich gut zerteilen. So muss Fisch sein und schmecken.

Stroganoff vom Hirschkalb mit Briocheknödel
Syrah 2009, Auer, Höflein
Was für ein Gang. Der Hirsch schmeckt herrlich nach Wild, 'wüdelt' aber nicht. Sehr feinfasrig mit extrem g‘schmackigen Safterl mit Schwammerl. Mit dem Briocheknödel wird der Saft ohne Rückstände vom Teller gewischt. Vielen Dank.

Topfensoufflé mit Marillen
Muskat Otonell Auslese 2011, Tschida, Illmitz
Das noch warme Soufflé im Porzellantöpfchen hat eine feine Säure und ist von ganz toller flaumiger Konsistenz. Das Marillen Eis im Röster hat ähnliche Säurekomponenten und die ganze Geschichte wird nicht zu süß. Ein perfekter Abschluss.

Ich finde es in diesem Rahmen nicht in Ordnung, dass am Fuß ausgeschlagene Gläser serviert werden, oder solche, die an der bauchigsten Stelle Glaskorrosion aufweisen. Der Kellner schlägt auch nicht nur einmal beim Nachschenken mit der Weinflasche am Rand des Tonkühlers auf.
Die Weinbegleitung hat man auch nicht immer im Griff. Wir bekommen beim ersten Gang noch etwas Wein nach geschenkt, mit dem Ergebnis, das beim rasch kommenden zweiten Gang dann plötzlich zwei Weine am Tisch sind. Grundsätzlich ist die Weinbegleitung aber sehr harmonisch.
Am Nebentisch hat man nach dem Bringen der Speisekarten auf den Bestellvorgang vergessen und es mit einem Glas Wein aufs Haus gut gemacht.
Sehr positiv hervorzuheben ist, dass wir den ganzen Abend über mit drei Karaffen Bründlwasser versorgt worden sind, allesamt ohne Verrechnung.

Fazit: Dieses Lokal wird einer unserer jährlichen HotSpots. Das Essen ist großartig, das Ambiente sowieso. Einzig im Service ist noch etwas Luft nach oben. Wenn man einen Internetauftritt hat, sollte man das Menü aktuell halten (es war diesmal für mich nicht so schlimm, da mir 'der August noch besser gefallen hat, als der Juli'). Es ist schön zu sehen, dass samt den Gästen aus der näheren Umgebung der Gastgarten meist komplett gefüllt wird. Wir sind beide Male im Freien gesessen, das nächste Mal versuchen wir es mit einer Übernachtung, dann kann beim Frühstück das Interieur begutachtet werden. Eine Empfehlung versteht sich nach meinen 'Lobeshymnen' von selbst.

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Kommentar von am 22. Apr 2014 um 21:07

Vielen Dank für diesen tollen Review. Kommt auch auf meine ToDo Liste :-)

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am 14. Juli 2013
PetSab
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Es ist und bleibt mein Favorit!
Immer wieder überzeugt die Qualität, einfach himmlisch.
Die besten Steinpilze mit einem unschlagbarem Preis/Leistungsverhältnis, Weine von auch unbekannten Winzern die immer wieder ein Erlebnis sind.
Wenn man mit den zur Verfügung gestellten Gelsenabwehrmitteln die
Hauptangriffszeit dieser überstanden hat, steht einem perfektem Abend
nichts mehr entgegen.

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am 8. Mai 2013
lex1610
18
1
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-Speisen
-Ambiente
0Service

3maliges besprechen des Anrufbeantworters für eine Reservierung und kein Rückruf - wer nicht will, der hat schon!

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am 9. April 2013
ErichTanzer
1
1
5Speisen
4Ambiente
4Service

Sehr nette und freundliche Bedienung.
Qualität der Speisen hervorragend.

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am 5. März 2013
MartinP
15
3
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4Speisen
3Ambiente
4Service
1 Check-In

Sonntags waren wir wieder mal auf einem Brunch im Bründl. Leider herrscht mit den Reservierungen doch gröberes Chaos (man war einige Wochen auf Winterurlaub, Reservierungen nur per E-Mail möglich, da war aber dann irgendwo der Wurm drin, wir hatten jedoch noch Glück und einen Tisch), man sollte sich für den nächsten Urlaub da etwas einfallen lassen.

Die Auswahl war - wie gewohnt - riesig. Es gab ein kaltes Buffet mit diversen Fischen, Salaten sowie diversen kalten Fleisch- und Wildspezialitäten. Als Suppen standen sowohl eine Erdäpfelcremesuppe sowie eine Rindssuppe mit Schinkenschöberln zur Auswahl.

Als Hauptspeise konnte man aus gebratenen Karpfenfilet, Tafelspitz, Schweinsmedaillions in Pfeffersoße, Nudelauflauf, Spinatravioli, Blunzenknödel auf Veltlinerkraut, Hirschragout, Schnitzerl sowie Hühnernuggets in Körnderlpanier - alles mit diversen Beilagen - auswählen. Positiv sei zu bemerken, dass alle Gerichte laufend nachgefüllt wurden, das Essen immer heiß und das Gebackene nicht zu "letschert" war.

Zum Abschluss gab es noch Desserts wie Rahmschmarrn, Maronireis, gemischtes Eis, helles und dunkles Schokomousse, Creme Brulee mit Tonkabohne, Apfel- und Topfenstrudel, Schokofondant sowie noch diverse andere kleine Küchlein.

Das Essen war wie gewohnt ausgezeichnet, teilweise etwas "unterwürzt", dafür stand jedoch auf jedem Tisch eine Salz- und Pfeffermühle. Das Grundgerüst der Gerichte ist zwar immer das selbe, ergänzt durch wechselnde Speisen - jedoch ist alles Buffettauglich, was ja bei dieser Art von Essen doch sehr wichtig ist, alles kann (und will) man ja auch nicht warmgehalten essen ...

Das Service war sehr zuvorkommend, die benutzten Teller wurden immer umgehend abserviert, auch wurde laufend darauf geachtet, ob man noch etwas zu trinken hat.

Die € 28,00 pro Person (Kinder ab 6 Jahren zahlen die Hälfte, bis 6 Jahre sind sie "Gäste des Hauses") sind absolut gerechtfertigt. Man sollte jedoch großen Hunger einpacken, um alle Gerichte probieren zu können ;)

Das Ambiente hat etwas darunter gelitten, dass man ausreserviert war und teilweise große Gruppen/Familien anwesend waren - da erhöht sich der Lärmpegel leider automatisch.

Großer Kritikpunkt ist die Parkplatzsituation: auf Grund des Tauwetters und der nicht asphaltierten Parkmöglichkeiten waren die Parkplätze sehr "gatschig" und teilweise unter Wasser, was nicht so toll für Kleidung und Schuhwerk war.

Alles zusammen war es jedoch ein feiner Sonntagmittag mit gutem Essen und angenehmen Service.

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am 23. Dezember 2012
destemona
1
1
3Speisen
4Ambiente
1Service

Wir waren erst kürzlich wieder im Goldenen Bründl, das Essen ist recht gut, die Portionen sind deutlich kleiner geworden, als früher! Der herbstliche Salat nicht mariniert und eigentlich langweilig im Geschmack.
Weinkarte gut und umfassend wie immer.
Der Service unaufmerksam wie immer, leider nicht besser geworden. Wir haben nur gehört, am Nachbartisch auch unzufrieden mit dem Service, so lange niemand im Gastraum für eine neue Bestellung. Ein junger Mann der uns bediente sehr aufmerksam.

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Letzter Kommentar von Gästin am 7. Mär 2013 um 17:19

@nicht wichtig: Danke, der Lacher des Tages! Herr und Frau Bründl...!

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am 29. August 2012
Experte
laurent
300
58
27
5Speisen
4Ambiente
4Service

Idyllisch, fast schon versteckt, liegt umgeben von Wanderwegen im Rohrwald das „Goldene Bründl“. Ob rustikale Gaststube oder das feinere Extrazimmer oder der reizvolle Gastgarten- es ist schon ein besonders schönes Platzerl. An einem Wochentag zu Mittag ein fast voller Gastgarten –mit einem Angebot das nicht auf „Viel und Billig“ sondern mit einem netten Mix aus bodenständiger und verfeinert- regionaler Küche punktet, das sprichst für sich. Wie Wahl fiel schwer: Kalbsrahmbeuschel mit Serviettenknödel als Vorspeise um 8,30, das Lokal wurde vor Jahren dafür ausgezeichnet: Bestes Beuschel in Niederösterreich! Das Menü, wahlweise 3 Gänge € 35.-- bis 5 Gänge € 52,-
Weiters gibt es Brunchtermine - € 26,-jeden ersten und dritten Sonntag im Monat.

Andererseits der Gastgarten mit hohen, schattenspendenden Bäumen, gemütlichen Stühlen mit viel Grünblick ist natürlich schon ein besonderer Anziehungspunkt. Ein schattiges Platzerl, umgehend wurde die Speisenkarte gebracht, dazu gibt’s es ein mündlich, sehr nett offeriert Tagesangebot (Piccata von der Pute, Matjes, gebackene Leber); die Getränkebestellung ward schnell gebracht. Das bestand aus leicht gesalzener Butter, Liptauer und Olivenöl mit Minze, dazu gab es dreierlei sehr gutes, warmes Gebäck.

Entenleberparfait mit Hollunderblütengelee und Briochetoast 8,50
Wunderschön auf einer schwarzen Schiefertafel mit frischen Kräutern und Bluten garniert war schon der erste Gang eine Wucht. Herrlich cremig in seiner Konsistenz, sehr fein gewürzt, das Hollerblütengelee ein perfekter Begleiter, das Brioche ein lauwarmer Hauch- Perfekt

Bouillabaisse Garnele, Muschel und Edelfisch mit Knoblauchbrot VSP 11,50
Liegt Marseille im Weinviertel? Eine perfekte, mit zarter Schärfe versehene, Suppe mit reichlich Einlage, bissfestem Gemüse, saftigem Fisch mit reichlich Safran

Beiried vom Donaulandrind mit Steinpilz – Gnocchi 19,50
Oh du herrlich saftiges, mürbes Stück Fleisch; du warst großartig- und auch perfekt mit frischen Kräutern gewürzt und gebraten. Dazu Gnocchi mit Biss und herrlich aromatischen Steinpilzen- Könnte nicht besser sein.

Zweierlei Schokoladenmousse mit rosa Pfefferblatt 8,20
Abgesehen vom etwas (zu) hohen Preis für zwei zierliche Nockerl konnte das helle und dunkle Mus mit perfekter Konsistenz und Geschmack punkten, das rosa Pfefferblatt ( knuspriger Strudelteig mit ein paar zerdrückten Pfefferkörnern) las sich interessanter als es dann optisch hergab; geschmacklich passte es sehr gut zum dunklen Mus.

Bei 147 Bewertungen meinerseits gibt es dafür erst das 5x die Höchstnote für die Küche; hat mich echt begeistert.- auch Anbetracht dessen das das Lokal „nur“ eine Gault-Millau-Haube hat.

Der Service: Auch da; begeisternd. Tolles Getränkeangebot abseits vom Mainstream, super Weinangebot das auch gerne und mit Freude offeriert wird. Umsichtig, freundlich und aufmerksam. So wird zB unaufgefordert kostenfrei Quellwasser – also nichts da wie untenstehend zu lesen… EUR 2,00 für die Karaffe Quellwasser) serviert. Trotzdem reichte es nicht ganz zur Höchstwertung: einerseits werden Getränke, welche in Karaffen ausgeschenkt werden nicht eingeschenkt, das bestellte Glas Wein zur Hauptspeise wurde vergessen (fairerweise muss betont werden dass man sich dafür fast überschwänglich entschuldigt hat). Auch das bestellte Mineralwasser fand nicht den Weg zum Tisch

In Summe: Großartige Küche.- auch Anbetracht dessen das das Lokal „nur“ eine Gault-Millau-Haube hat., sehr guter Service und ein tolles Ambiente- Sehr empfehlenswert

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Kommentar von Tina Römer am 3. Dez 2012 um 12:09

Nun, wir haben gestern! tatsächlich für das Quellwasser bezahlt, zwar nur 1 Euro pro Karaffe, aber kostenlos war es nicht ...

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am 26. Juni 2012
Genussspecht
56
2
4
5Speisen
4Ambiente
5Service

Ein entspannter Wochenendausflug brachte uns ins Goldene Bründl, dessen exzellenter Ruf dem Lokal schon längst vorauseilte. Gespannt erwarteten wir die Karte und musterten die Bedienung kritisch als sie uns mit einem charmanten Lächeln zu Tisch brachte. Das Lokal sehr geschmackvoll eingerichtet, das Personal rundum charmant und aufmerksam und die Karte liess auch keine Wünsche offen. Wir assen uns durch alle Gänge - die Entenleberpastete Variationen gaben den Anfang, gefolgt von Hirschragout und abgerundet von herrlich frisch gemachten Marillenknödel. Die Weinbegleitung eines Rotgipflers vom Alphart 2008 passte auch ganz vorzüglich zum Wild und jeder einzelne Gang war ein Genuss für sich. Als ich dann auch noch dringend beruflich ein Fax senden musste und die Wirtin anbot, dies von ihrem Fax zu tun (womit ich mir 2 Std Innnenstadtbüro am Sonntag sparte) war auch ich vollends entzückt. Nebst super netter Art also auch ein sehr sehr gutes Essen und wirklich nettes Ambiente. Also, reservieren, weil bei so einer Top Performance ist's sicherlich immer gut besucht. Wir kommen sicher bald wieder.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 26. Mai 2012
Experte
bubafant
283
71
29
5Speisen
4Ambiente
4Service
58 Fotos4 Check-Ins

Lass dich von der Landesküche bei einem edlen 4-Gänge-Überraschungsmenü im prämierten Restaurant Goldenes Bründl verwöhnen um EUR 19,- statt EUR 42,- (pro Person).

Das Lokal wurde 2008 mit der Auszeichnung 'Top-Wirt des Jahres' von der NÖ Wirtshauskultur ausgezeichnet. Das war ausschlaggebend für den Kauf des Deals, vor mittlerweile fast einem Jahr. Danach gestaltete es sich über mehrere Versuche hin sehr schwierig, telefonisch einen Termin zu vereinbaren – es war einfach immer besetzt.
Da nun das Ablaufdatum immer näher kam, wurde ich beharrlicher im Anrufen – und endlich nach mindestens (ungelogen) 20 Versuchen hintereinander hebt jemand ab. Mein Wunschtermin für den Donnerstag-Feiertag ist leider nicht möglich, da ein Brunch veranstaltet wird.
Als wir einen Ausweichtermin ausgeknobelt haben – ja genau – wieder kein telefonisches Durchkommen. Dann endlich hebt irgendwann wieder jemand ab – jetzt funktioniert’s, Freitagabend vor Pfingsten, bei Schönwetter auf der Terrasse, ansonsten NR.

Der moderne Mensch kommt ja mit Navi fast überall hin. Die erste Hürde – die einzugebende Straße hatte bei weitem nicht so hohe Hausnummern. Egal, das finden wir schon. Nach einer Stunde Autofahrt endet die Zieladressengasse aber plötzlich im Übergang in eine völlig andere Gasse. Nach gefühlten vielen weiteren Kilometern wollten wir schon wieder umdrehen, als doch noch ein Hausgiebel durch das Blätterdach der Bäume schimmert. Wir sind da.
Etwas später beim Kellner nachgefragt, bekommen wir eine Erklärung, die nach einer harten Arbeitswoche nur noch mehr Verwirrung stiftet.
Egal, meiner Meinung nach müsste ein Wirt doch Interesse daran haben, dass die Gäste sein Lokal finden und es nicht ulkig finden, wenn sie herumirren, weil kein Navi die Adresse abgespeichert hat, da das Lokal ja 'eh jeder im Ort kennt'. Auch eine Art von Philosophie …

Den Gastgarten betritt man von der Haupteingangsseite über mehrere Treppen, da wir seitlich parken, kommen wir über den Nebeneingang und abgesehen von etwas kleinen Schotter geht es barrierefrei bis zu den Sanitäranlagen.

Nun geht’s aber besser weiter, wir werden noch im Gastgarten vom flotten Kellner in Empfang genommen, kurzer Blick auf die Reservierungsliste, passt. Wir wurden quasi 'überredet', doch im (wirklich) schönen Gastgarten zu sitzen, sollte es kälter werden, können wir selbstverständlich ins Lokalinnere wechseln.
Da wir die ersten Gäste sind können wir uns mit leichter 'Lenkung' des Kellners einen Tisch aussuchen, ein Zweiertisch, übers Eck eingedeckt mit weißer Stofftischdecke, weißer Stoffserviette inklusive Besteck, Menagerie, Windaschenbecher und einer kleinen Vase mit frischen Blumen.
Bei einem Sessel ist die Armlehne nicht mehr angeschraubt, der massive Tisch hat hohle Tischfüße, die sich immer wieder in den Schotter eingraben und den Tisch wackeln lassen.
Insgesamt bietet der Gastgarten Platz für ca. 60 Personen. In kurzen Abständen kommen innerhalb der nächsten Stunde weitere Gäste und es füllt sich sehr gut, darunter ca. 10 weitere Gutschein-Gäste.

Wir werden gefragt, ob das Überraschungsmenü ein solches bleiben soll und ob wir eventuell auf einzelne Lebensmittel allergisch sind, bzw. Abneigungen haben, die einer Allergie gleich kommen. Unsere Ausschließungskandidaten sind kein Thema. Am Nebentisch wollte jemand 'nichts aus dem Wasser', daraufhin wurde der gesamt zweite Gang anders präsentiert. Sehr löblich.

Weiter geht es mit der Getränkefrage. Wir wollen keine komplette Weinbegleitung und entscheiden uns für einen Wein zur Vorspeise und einen zur Hauptspeise. Der Kellner sprach auch von Halbflaschen, keine Ahnung, was uns da erwartet hätte. Und das Brunnenquellwasser wird mit 'heilenden Kräften' beworben …

Wir werden vom Kellner fast minütlich umschwärmt, das ist mir schon fast zu viel und wir hoffen auf weitere Gäste und sind gespannt, wie sich dann das Verhalten des Kellners ändern wird. Das Team ist gut abgestimmt, ab dem Erreichen einer gewissen Gästezahl, kommt jeweils eine Servierkraft mehr dazu.

Das Gedeck besteht aus einem Körbchen mit vier verschiedenen frischen, duftenden und noch warmen Brotsorten (Weißbrot, Mischbrot mit Kürbiskernen, dunkles Nuss Brot, Weißbrot mit Käse), sowie Bärlauchaufstrich, gesalzener Butter und griechischem Olivenöl. Das fängt gut an, die knusprigen Brotscheiben mit dem Bärlauch, aber auch ganz toll die Butter.

Gleichzeitig wird der erste Wein serviert. Ein grüner Veltliner, DAC Reserve 2009, Stich, Bad Pirawarth, Wein4tel. Ich bin keine großer Weißweinfan, schon gar nicht Veltliner, aber dieser ist fast süffig, daher OK.

Der erste Gang kommt in Form von Wachtelbrüstchen mit Walnussblatt und Buttermilchterrine neben Salat daher. Viel Fleisch an der Wachtel, sehr zartes Fleisch, perfekt gewürzt und gebraten, das Blatt fällt nicht auf. Die Buttermilchterrine ist so flaumig, dass das Besteck von selbst durchgleitet, sehr feiner Geschmack, serviert mit einem Radieschen. Der Salat ist nur Beigabe, garniert mit einer Blüte. Es schmeckt einfach herrlich.

Mittlerweile frischt ein leichter Wind auf und die Mannschaft bemüht sich, allen Gästen, die es wünschen, laubfroschgrüne Kuscheldecken zu bringen. Eine nette Geste.

Weiter geht es mit Spargel und Jakobsmuschel mit Vanille. Die Jakobsmuscheln wurden kurz angebraten und dann gemeinsam mit dem Spargel und den Kartöffelchen in Folie gewickelt und dann fertiggegart. Die Folie ist meisterhaft verschlossen und kniffelig zu öffnen, da sich innen noch ein kleinerer Teller befindet und man aufpassen muss, sich nicht zu verbrennen. Die im Extraschälchen gereichte Vanillesauce ist unaufdringlich und lässt die Eigennoten der Muschel und des Spargels gut zur Geltung kommen. In Summe gesehen, der schwächste Gang des Menüs.

Die Weißweingläser werden abserviert und wir bekommen den Wein zum Hauptgang: Cabernet Merlot, 2006, Malteser Ritterorden, Mailberg, Wein4tel. Für mich etwas schwer, aber perfekt passend zum Kommenden:
Zweierlei vom Maibock auf Tannenwipferl. Einmal Maibock geschmort mit Saft. Ein Gedicht. Obwohl ein ordentliches Stück, sehr zartes Fleisch, sämige Sauce und zarter Wildgeschmack. Serviert mit einem in Form gepressten, gebratenen Semmelknödel. Davon hätte etwas mehr am Teller sein können … Aber das Highlight war die Nummer zwei: Maibock kurz gebraten mit Weißbrotkruste. Einfach ein Erlebnis. Ebenfalls perfekt angebratenes Fleisch, innen zart rosa, mit starkem Wacholderaroma, serviert mit einer Schokobeere auf Maiwipferlstengel. Das geht kaum zu toppen.

Danach kommt die Frage, ob wir mit dem Dessert etwas länger warten wollen, es dauerte ca. 15 Minuten. Nein, wir wollen es anschließend haben, denn bubafant sitzt mittlerweile auch mit einer formschönen Decke herum und wir wollen mit dem Menü fertig sein, bevor es dunkel wird, denn ich habe keine Beleuchtung für den Gastgarten gesehen.

Das Dessert ist eine Draufgabe, ein schöner Abschluss eines sehr guten Essens, das Highlight war die Hauptspeise. Serviert werden heißes Topfen-Soufflé, leichte Kruste, innen zart schmelzend, gutes Topfenaroma. Marinierte Erdbeeren mit Zucker und Minze. Die müssen vorgekostet sein, kein einziges Stück, das seltsam schmeckt. Und Verbenensorbet. Grün. Eher geschmacklos. Könnte man weglassen, obwohl es sicher aufwendig war.

Vor der langen Heimreise noch ein Besuch der Sanitärräume. Sehr originell ist eine original alte (Stall)Tür, die als Paravent vor den beiden Türen fungiert. Die WC-Anlagen modern, geräumig und sauber. Beim Eingang in das Lokal befindet sich eine Art Vorraum mit einer zweiten Tür, dort liegt eine hochflorige Matte, die ist für gehbehinderte und hohe Stöckelschuhträgerinnen sicher eine Challenge, da man es vorher nicht sieht.

Diskussionswürdig ist noch die Getränkerechnung.
Das Gedeck steht mit EUR 2,70 auf dem Bon. Für das Gebotene in Ordnung, wenn die Qualität gleichbleibend ist.
Die Weinbegleitung schlägt sich mit EUR 5,- pro Glas nieder. Für ein Achtel wäre das für mich ok. Aber nicht für das 1/16 Grüner Veltliner.
Der Cappuccino mit EUR 2,90 geht in Ordnung, er war vollmundig und wir wurden gefragt, ob Milchschaum oder Schlagobers.
Aber die EUR 2,00 für die Karaffe Quellwasser sind Wucher und richtiggehend kleinlich, wenn nicht sogar peinlich. Da hilft auch der Aufdruck auf dem Paragon 'Der Erlös des Quellwassers wird der Behindertenhilfe Oberrohrbach gespendet' nicht für ein positives Image. Ich spende gerne, aber das entscheide ich selbst. Auch die Höhe. Gegoogelt findet sich auf der Homepage des vermeintlichen Empfängers kein Hinweis auf den edlen Spender. Von der steuerlichen Problematik mal abgesehen.

Fazit: Der Deal war eine Mezzie, ein Schnäppchen, ein Genuss. Sämtliche Gutscheinkunden wurden vorzüglich behandelt, man hatte nie das Gefühl, ein Gast zweiter Klasse zu sein. Die Speisen sind auch den 'Listenpreis' allemal wert, bei den Getränken – Weinvorrat hin, Beratung her – schießt man über das Ziel hinaus. Wir werden trotzdem einmal wieder kommen und uns verwöhnen lassen

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Letzter Kommentar von muttikochtambesten am 28. Mai 2012 um 10:14

Diese Bewertung ist nicht zuletzt der guten Orthographie wegen eine Ausnahme!

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am 18. November 2011
Stefanie68
5
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Wir waren auch auch mit den Guscheinen da und zuvor auch schon.
Das Überraschungsmenüe war ganz toll! Das Essen ist dort aber immer spitze und der Service auch! Sehr zu empfehlen ist der Bauernbrunch am Sonntag.
Wir haben uns dort immer sehr wohl gefühlt, sehr, sehr gut gegessen (sehr hohes Niveau) und sind immer ausgezeichnet bedient worden! Die Weine sind normal preisig und sind auch sehr, sehr gut.

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am 9. August 2011
wokr
2
1
5Speisen
3Ambiente
2Service

Die Inhaber hatten sich im Frühjahr entschlossen eine Marketingaktion mittels günstigem Gutscheinangebot für ein viergängiges Überraschungsmenü über DailyDeal Österreich durchzuführen. Wir haben vier dieser Gutscheine geordert und eingelöst.
Positiva: ausgezeichnete Küche, sehr gut sortierte Weinkarte, Bedienung durch jungen, freundlichen Kellner sehr aufmerksam und sehr bemüht.
Negativa: Bedienung auch durch das Wirte-Ehepaar, er sehr herablassend und am Gast gänzlich desinteressiert, Getränkebestellung vergessen oder ignoriert, sie professionell aber auch nicht mehr; es wäre sicher besser mit dieser Einstellung nicht im Service zu arbeiten und - wie bei unserem Besuch - gleich die ganze Zeit am Tisch von Bekannten zu verbringen als zwischendurch zu servieren. Höhepunkt beim Überraschungsmenü: für Gedeck werden EUR 2,50 pro Person in Rechnung gestellt und der Krug Leitungswasser zum Rotwein ist auch gebührenpflichtig.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 1. Nov 2011 um 07:53

Das Essen ist sehr Gut aber die Weine viel zu teuer und EUR 1 fuer ein Krug Leitungswasser geht zu weit.

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am 29. Mai 2011
tobias
46
2
6
4Speisen
3Ambiente
4Service
1 Check-In

neugierig was sich im Goldenen Bründl getan hat besuchten wir leider bei schlechten Wetter das traumhaft gelegene Lokal in Oberrahrbach der Empfang war sehr freundlich als vorspeise
nahmen wir den weissen und grünen Spargel mit Garnelen war sehr schmackhaft die Suppe einmal Spargelcreme ( war nicht so mein Geschmack) einmal Lungenstrudel diese war hervorragend !
zum Hauptgericht einmal Tafelspitz (ausgezeichnet so wie er sein soll ) und einmal Perlhuhn mit Morcheltagiatelle vom feinsten ! Aus der wirklich ausgezeichneten Weinkarte wählten
wir vom Topf den Grünen Vetliner Fass 4 und haben es nicht
bereut, alles im allen das Lokal sehr zu empfehlen freuen uns wenn das Wetter schön ist in dem wunderbaren Gastgarten zu sitzen und vielleicht mit einem Fahrer das Lokal zu besuchen um sich durch die wirklich wunderbare Weinkarte durch zu kosten.

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Goldenes Bründl - Karte
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Bewertet am 29.05.2011

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