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Speisen
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40
32
42
Gesamtrating
38
8 Bewertungen
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Gasthaus QuellGasthaus QuellGasthaus Quell
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Gasthaus Quell Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine Info
Öffnungszeiten
Mo
11:00-24:00
Di
11:00-24:00
Mi
11:00-24:00
Do
11:00-24:00
Fr
11:00-24:00
Sa
geschlossen
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Gasthaus Quell

Reindorfgasse 19
1150 Wien (15. Bezirk - Rudolfsheim-Fünfhaus)
Küche: Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Restaurant
Tel: 01 893 24 07
Lokal teilen:

8 Bewertungen für: Gasthaus Quell

Rating Verteilung
Speisen
5
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1
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Ambiente
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Service
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. November 2014
Experte
Stammersdorfer
234
28
27
4Speisen
3Ambiente
3Service
1 Check-In

Gestern Abend in einer wahren Kultstätte Wiener / Österreichischer Musikgeschichte, dem seit den 30iger Jahren bestehende GASTHAUS QUELL in der Reindorfgasse 19. Wie oft hat Herr Dr. Kurt Ostbahn alias Ostbahn Kurti bei seinen Konzerten darüber rezitiert, unzählige Male. Wie oft ist er dort ein- und ausgegangen, wahrscheinlich noch wesentlich öfter und wie oft ist er hineingegangen und hinausgetorkelt ...... so erzählt man sich zumindest, ICH war leider nie dabei......

Die "Anreise" vom Westbahnhof mit der 52er oder 58er Bim, die äußere Mariahilfer Straße entlang, 3 Stationen bis zur Kranzgasse und von dort zu Fuß. Die Reindorfgasse geht im rechten Winkel weg. Das Lokal selbst in einer ruhigen Ecke, gleich neben der Pfarre Reindorf. Im Sommer soll‘s auch einen Schanigarten geben.

Hinein mit mehr oder weniger Schwung, die Türen gehen nur nach innen auf und sind sehr schmal. Früher dürfte der Eingang genau am Eck gewesen sein, jetzt ist er seitlich in der Oelweingasse 1. Im Schankraum wird (stark) geraucht, wir haben im Nichtraucher reserviert, was auch gut funktioniert hat. Es war der zu diesem Zeitpunkt einzige noch freie Tisch, für Insider E1 rechts, so stand es zumindest nachher auf der Rechnung.
Drei Räume gibt’s, die Smoking Area hat Platz für etwa 40 Personen, die beiden no smoker für 15 bzw. 20 Leut. (Türe immer offen)

Was das Ambiente betrifft da haben die Tester papperlnpipperln am 26.10.2014, hbg338 am 12.7., oder auch StephanS am 29.10.2013 schon sehr treffende Beschreibungen abgegeben, das sei nur noch um so richtig grausliche massive Holzluster und Kassettendecken ergänzt und um den im Gang zu den Häusln befindlichen alten Zigarettenautomat, der ist aber schon lange nicht mehr in Betrieb.

Was das Personal betrifft, zwei Kellnerinnen und eine Weitere, die hat nur Speisen getragen und ja es dürfte sich um Studenten handeln. Gelernt hat den Job keine, aber alle waren freundlich, bemüht und recht flott, es wird sogar das eine oder andere Mal nachgefragt. Manches hat etwas länger gedauert, aber wie gesagt die Hütte war voll. Es hat im Großen und Ganzen gepasst.

Wir hatten alles zusammen 6 Spritzweine von hervorragender Qualität. Die offenen Weine kommen alle vom Lehner aus Kollnbrunn (Bad Pirawarth) Wienviertel / NÖ, und zum Abschluss zwei ganz ausgezeichnete Achterln eines Grünen Veltliner, der war sowas von fruchtig, großartig.

Die Vorspeise gemeinsam ein gebackener Camembert mit Preiselbeeren. Die doppelte Panier ganz ausgezeichnet, goldgelb, knusprig, der Käse ja so wie er halt schmeckt, etwas Salz, dann war das schon ganz in Ordnung.
Die Hauptspeisen für meine Liebste Wels gebacken mit einem sensationellen Mayonnaisesalat. Auch da die Panier ausgezeichnet, der Wels den wir als etwas festeren Fisch kennen, war sehr weich, mit einem richtig guten, nicht zu beschreibenden, Eigengeschmack. Der Salat dazu hätte vielleicht etwas mehr Zwiebel vertragen aber sonst, sehr gut, die Erdäpfel kein Gatsch, sondern relativ fest, leicht süßlich, ein Traum. (Das Krautfleisch war gestern leider schon aus, sonst wäre es das geworden)
Ich entschied mich fürs Reisfleisch, das hätte meiner Ansicht nach etwas mehr Fleisch vertragen, das was da war sehr weich, aber nicht zerkocht. Der Reis ein langkörniger, auch perfekt getroffen, nicht zu weich. Die Würzung nahezu perfekt. Eine wenig „saftiger“ hätte es für meine Begriffe sein können. Dazu gabs einen Gemischten (Erdäpfel, Gurke, Kraut, Paradeiser, Grünzeug) Auch da die Marinade leicht süßlich, wie ich das gerne haben.
Die Größe der Portionen sei noch erwähnt, recht beachtlich, gut dass wir nur eine Vorspeise hatten.

Der Abschluss, wie immer, klein schwarz stark, er war fast perfekt, noch etwas stärker hätte er vielleicht sein können.

Zusammenfassend ICH wollte schon ewig hin, als einer der das Leben des Dr. Kurt O von Anfang an (1983) verfolgt hat. Das Lokal ist in die Jahre gekommen, aber gut, ein echtes altes Wirtshaus halt. Die Studentinnen tun ihr Bestes und das Futter ist richtig gut. Wir haben mit Trinkgelt 46 Euro gezahlt, Preis Leistung ist schwer in Ordnung.

Was auffällt sind überdurchschnittlich viele junge mit Zigarette im Gesicht und die Toiletten haben dringend renovierungsbedarf. Was hier aber nicht zutrifft ist der Spruch, wie das Klo so die Küche :-))

Wir sind der Ansicht das GASTHAUS QUELL muss man gesehen haben, wir waren zwar zum ersten Mal dort, aber ganz sicher nicht zum letzten. Empfehlung!

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Letzter Kommentar von am 26. Nov 2014 um 15:06

Interessant. Man erzählte mir, dass er dort seinen ersten Auftritt mit der Chefpartie hatte. Noch unter der Ägide von Günther Brödl, mit dem gemeinsam er den "Ostbahn" erfunden hat. War sicher lustig, damals.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. Oktober 2014
Experte
papperlnpipperln
35
5
19
4Speisen
5Ambiente
4Service

Die Reindorfgasse, pure Vorstadt, teilweise ein stöckige Bausubstanz, angereichert mit multikultií kolorit, das Kirchenplatzl der Pfarre Reindorf liefert den gewissen Charme des Grätzl´s, gleich daneben das Wirthaus Quell, ein Wiener Original welches vermutlich schon seit über hundert Jahren als solches seine Besucher mehr als nährt und zufriedenstellt, ein verlängertes Wohnzimmer.

Das Lokal, besteht aus einem Schankraum, fast schon eine Filmkulisse, und zwei urigen Stüberln, Einrichtung -> das alte Wiener Beisel, wie es sein muss, hier wird Gemütlichkeit gelebt. Es gibt auch einen größeren Schanigarten, da das Platzl um die Kirche " leicht " Verkehrs beruhigt, kann man auch hier sehr nett bei entsprechender Wetterlage verweilen.

Ein Lokal für Beisel-Nostalgiker.

Beim Eintreten läuft man meisten schon auf wartende Gäste auf, die sich nach freien Plätzen verzehren, die mehr als rar sind, ohne Reservierung schwierig einen der begehrten Tische/Plätze zu bekommen.

Die Speisekarte, typisch Wienerisch, wir finden den obligaten Tafelspitz, Geselchtes mit Kraut und Knödel, ein traumhaftes Reisfleisch mit Salat, Augsburger mit Rösti und Salat und zahlreichen Fischgerichte, wie Welsfilet gebraten mit Wurzelgemüse und Petersilerdäpfel, ein Rindsgulasch zum nieder knien, auch vegetarisches steht auf der Karte, wie Dillfisolen mir Rösti oder Eiernockerl mit Salat, beim Quell wird Hausmannskost mit Niveau angeboten.

Der Herr Wirt kalkuliert vermutlich mit gespitzen Bleistift, daher moderate Preise. Die Küchenbrigarde ein eingespieltes Frauen Team, das Service, ein perfekt harmonierendes Team von vermutlichen Studenten, kompetent, schnell, mit dem gewissen Schmäh ausgestattet, passen wunderbar zu diesem Lokal. Der Wirt agiert mit großer Übersicht dezent im Hintergrund, und begrüßt und verabschiedet seine Gäste, schon fast familiär.

Das Publikum, der Rechtsanwalt mit Familie neben dem Schlosser Meister, Jung Pädagogen neben Pensionisten, Hackler neben Banker, eine herrliche Durchmischung aller Bevölkerungschichten.

Bei unserem letzten Besuch, mußte wieder das gschmackige Reisfleisch ( 8,40 ) auf den Tisch, meine Frau delektierte sich an einer Portion geb. Rostbarten mit Braterdäpfel ( 13,30 ) unsere Freunde entschieden sich für eine Tiroler Leber mit Erdäpfelpüree ( 9,90 ) und ein 1/2 Backhenderl mit Leber aus der Pfanne ( 13,30 ).

Von unserem Tisch gibt´s für das Essen, 4 x sehr gut, haben auch nicht´s anderes erwartet. Einzige Kritik, der Salat könnte etwas mehr Würze vertragen ist aber sicher eine Geschmacksache.

Die Getränke, gepflegt gezapftes Bier, sehr gute Schankweine, weiß oder rot, kleine Auswahl an Bouteille Weine, wie DAC Veltliner, steir.Welsch, Muskateller, Winzer mir leider nicht bekannt, aber der von uns als Nachtisch getrunkene DAC ein Top Weinchen !
Süßes wie Topfenknödel mit Zwetschkenröster oder geb. Apfelspalten konnte leider nicht mehr bestellt werden, hatten alle Vier wieder unseren Abnehmtag.

Ein Manko hat der Quell, Samstag / Sonntag Ruhetag, für das Team wichtig, für seine Gäste Schlimm, wo soll man am Wochenende sich die Wampe vollschlagen, wenn einem sein verlängertes Wohnsimmer gesperrt wird.
Übrigens Parkplätze suchen Sie in dieser Gegend vergeblich, hier geht`s wie mit einem freiem Tisch beim Quell.

Ein Kronjuwel der Vorstadt, das " Edel-Beisel " Quell, wer sich hier nicht wohl fühlt, dem ist nicht zu helfen !

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Letzter Kommentar von am 26. Okt 2014 um 18:00

HelmuthS, da gibts angeblich ganz ausgezeichnetes Gulasch UND der Herr Dr. Kurt ist (angeblich) regelmäßig hineingegangen und hinausgetorkelt :-)) aber das is e bekannt.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Juli 2014
Experte
hbg338
388
56
29
4Speisen
3Ambiente
4Service
19 Fotos1 Check-In

Das Gasthaus Quell stand schon seit langer Zeit ganz oben auf meiner To-Do Liste. Es ist immer an den Öffnungszeiten gescheitert. Denn das der Quell hat leider Samstag, Sonntag Ruhetag. Als nichts mit Wochenendessen mit der Frau. Also nahm ich das schlechte Wetter zum Anlass dazu ein paar Stunden Zeitausgleich um einen Besuch unter der Woche zu starten. Für alle die nicht mehr lesen wollen. Es hat sich ausgezahlt.

Das Lokal liegt an der Ecke Reindorfgasse/Oelweingasse. Unmittelbar vor dem Lokal am breiten Gehsteig befindet sich der Gastgarten. In dieser Gegend ungewöhnlich sogar mit Baum- und Grünpflanzen bestand. Leider wegen dem Schlechtwetter nicht benutzbar. Dank der guten und ausführlichen Beschreibung von StephanS wusste ich was ich zu erwarten hatte. Ein altes typisches Wiener Vorstadtgasthaus wie man es leider nur mehr selten findet und ich es liebe. Viel Holz, alter abgenutzter Holzboden, große Schank, großer Raucherbereich, jedoch Nichtraucherbereich vorhanden natürlich nicht der Schankraum, Maggiflasche am Tisch. Einfach urig alt aber mit Pflege und Liebe zum Lokal alt geworden. Irgendwie wie der Kopp im 20ten nur stilvoller.

Nach meinem Eintreten wurde meine Befürchtung keinen freien Platz zu bekommen erfüllt. Der Schankraum(Raucherbereich) war voll. Auf zur Schank und die Dame vom Service gefragt ob noch irgendwo ein Platz für eine Person zum Mittagessen frei ist. Sie verwies mich in den Nichtraucherbereich, was für mich als Ex-Raucher kein Problem war, und meinte wenn ich einen freien Platz finde kann ich Platz nehmen. Im zweiten Nichtraucherraum waren zwei Tische unbesetzt. Ich nahm den der unmittelbar vor einem großen alten Kachelofen stehende Tisch. Nach etwas längerer Wartezeit, wie gesagt das Lokal war voll, kam die Dame von der Schank mit der Speisekarte und ich bestellte gleichzeitig meinen obligaten großen Apfelsaft gespritzt ( € 3,90). Naturtrüb in einem alten Bierkrug 0,5 L serviert. Sehr süffig, nicht zu süß sodass ich später noch einen zweiten bestellte.

Erwähnenswert an der Getränkeauswahl ist für alle Biertrinker das hier Hirter – Bier ausgeschenkt wird. Das klassische Hell, das dunkele Morchel oder ein gemischtes. Aus Sicht eines ehemaligen Leidenschaftlichen Biertrinkers ein leider in Wien viel zu seltene angebotener Genuss. Die Weinauswahl ist überschaubar.
Die Speisenauswahl bietet eigentlich alles was man sich von einem Wiener Gasthaus erwartet. Mit auch ein paar eher seltener angebotenen Speisen. Ich bestellte aus den zur Wahl stehenden Suppen für mich ganz klassisch eine Leberknödelsuppe (€ 3,50) und als Hauptspeise eine von diesen eher selten angebotene Speisen. Gebackenen Rostbraten mit Braterdäpfeln und Preiselbeeren (€ 13,30).

Sie Suppe wurde umgehen serviert. Klassisch in einer von den alten tiefen Suppenschüsseln. Darinnen befanden sich zwei mittelgroße Leberknödel ein Stück mitgekochte Karotte und eine optisch nicht sehr kräftige Rindsuppe. Die Optik täuschte jedoch. Das Maggi, Salz und Pfeffer blieben unbenutzt. Die Suppe war sehr heiß, durchaus kräftig aber sie schmeckte nicht verfälscht. Die Leberknödel waren eher von der fein pürierten Sorte. Von der Konsistenz auch nahezu perfekt. Genauso wie ich sie mir erhofft hatte.

Eingestellt auf eine längere Wartezeit wegen des Besucherandrangs besuchte ich die Toilettenanlagen. Auch die passten zum restlichen Lokal, ohne jetzt ins Detail zu gehen. Alleine die Beschriftungen an den Türen spiegelten den Lokalstil wieder.

Kaum wieder Platz genommen kam die Servicedame mit meinem Rostbraten. Optisch ohne Fehl und Tadel. Ein großes Stück Fleisch. Vielleicht etwas zu wenige Braterdäpfel und einer kleinen Schüssel Preiselbeeren. Besonders erwähnen, auch wenn sich jetzt manche am Kopf greifen werden, will ich die Zitrone. Aus einen einfachen Grund. Ich ärgere mich immer wieder wenn ich ein großes Schnitzel serviert bekomme und die Zitrone reicht nicht einmal für ein Viertel vom Fleisch aus. Danach ist sie ausgepresst. Hier wurde ein Drittel von einer großen Zitrone mitgeliefert. Sie reichte locker für das komplette Stück Fleisch.

Zum Geschmack. Das Fleisch nicht zu dünn, trotzdem perfekt gebacken. Kein Fett obwohl ich beim Zwiebelrostbraten den Fett Rand durchaus schätze, aber mit Panier eher nicht. Das Fleisch von äußerst guter Qualität, butterweich. Die Panier etwas dicker verlor aber nie den Kontakt zum Fleisch. Auch nicht beim Zerschneiden, genauso wie ich sie von Oma kennen und lieben gelernt habe. Die Preiselbeeren nicht zu süß. Ob Fertigprodukt oder selbst gemacht kann ich nicht beurteilen da ich sie zu selten konsumiere. Auch die Erdäpfel sehr geschmackvoll. Leicht mehliert und nicht zu lange frittiert. Trotzdem leicht knusprig.

Zusammenfassend: Leider gibt es den Quell nicht in Transdanubien aber meiner Frau habe ich schon einen gemeinsamen Besuch im Urlaub angekündigt. Ein Lokal wo ich jederzeit einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehme und auf mach anderes Lokal verzichten würde. Hoffentlich bleibt wie hier die Schnörkelose, klassische Wiener Wirtshausküche noch lang erhalten.

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am 14. März 2014
ilbarillo
3
1
1
4Speisen
3Ambiente
5Service

Essen gute Wiener Küche ohne Schnörkel.
Bier erstklassig temperiert und gute Sorten (Hirter).
Ambiente alt mit Patina und gepflegt, selten so gesamthaft stimmig.

Topfenknödel auf roten Früchten zum Fürchten gut.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Oktober 2013
Experte
StephanS
54
8
18
4Speisen
2Ambiente
5Service

Es gibt Lokale, die müssten erfunden werden - wenn es sie denn nicht schon gäbe. Allerdings: Ein Beisl wie das Quell kann man nicht "erfinden", also am Zeichenbrett entwerfen und von heute auf morgen aufsperren. Ein solches Lokal muss über Jahrzehnte wachsen, Patina ansetzen und es so schaffen dass Gäste sich ein Sein ohne dieses Lokal nicht mehr vorstellen können.
Aber von Beginn an:
Das Quell gibt es "schon immer" - keine Ahnung wann es aufgesperrt hat, es war einfach immer da. Und das sieht man ihm an - die letzte Renovierung weiß Gott wie lange her (oder ists noch gänzlich unrenoviert?), der Boden knarrt, über das Kunstfaser Tischtuch hat man wahrscheinlich in die späten 70er schon gesagt "nau, das hat a schon bessere Zeiten gesehen". Das Interieur ist als richtig abgefuckt - allerdings: Nicht schmutzig, sondern durchaus gepflegt. Und: Vor der Schank nach rechts gehts in zwei Nichtraucher Räume, wo man vom Rauch gar nix mitkriegt - unerwartet in so einem Lokal.
Am Tisch steht die seit Kindheitstagen bekannte Menage samt Maggi-Flascherl. Der Kellner kommt - überraschend jung (irgendwie erwartet man in so einem Lokal auch Personal, das mit den Jahren Patina angesetzt hat - hier setzt man aber offenbar auf Studenten), mega freundlich (wie auch die anderen - das Personal bedient gemischt - d.h. man hat keinen Tischkellner, sondern alle arbeiten an allen Tischen. Funktioniert erstaunlich effizient) wird gleich mal nach dem Getränkewunsch gefragt - da am Tisch schon das Werbetäfelchen für das Hirter-Herbstbier steht, wird dieses auch geordert: Ein herrliches Gebräu perfekt gezapft steht wenige Minuten später vor mir.
Die Speisekarte: Ich denke, die hat sich seit Eröffnung des Lokals nicht gewandelt - Gott sei Dank! Die "aktuelle Wochenkarte" ist genau die gleiche die es schon war, als ich noch ein kleiner Bub war - und das ist nun wahrlich nicht Wochen, sondern Jahrzehnte her. Aber: Warum ändern, was perfekt ist? Also bestellen wir: Die Vegetarierin unter uns die gebackenen Champignons (DAS vegetarische Gericht - seit den 70ern - in gstandenen Wirtshäusern): Frische Ware, gut frittiert, überaus reichlich: Nicht so wie man es erwartet, sondern so wie man es sich wünscht und allzuoft enttäuscht wird. Hier nicht. Selbiges gilt fürs Gulasch: Dezente Schärfe, aber nicht richtig scharf. Das Fleisch weich, die Zwiebeln reichlich vararbeitet, der Saft dick und köstlich. Die Kinder nehmen Suppen (anständig gekocht, nicht herausragend), Salatplatte (groß und unaufregend, aber auch hier: Keine Metro Fertigsachen, sondern sogar der Krautsalat frisch und hausgemacht. Leider nicht selbstverständlich) und Schokopalatschinken - alles gut, alles reichlich.
Die Rechnung kommt: Ich bin verblüfft. Um knapp über 40 EUR haben wir zu viert schon lang nicht mehr gegessen - für ein Essen dieser Qualität zahlen wir im Normalfall _mindestens_ einen Zwanziger mehr. Somit beschließt der Familienrat: Auch wenn wir am Stadtrand wohnen - der Weg nach Sechshaus in die Reindorfgasse wird hinkünftig öfter angetreten.
Ahja, eins noch: Das Lokal dürfte in diversen Reiseführern (zu Recht!) als "typisches Wiener Beisl" angepriesen werden - dementsprechend sind viele Touristen dort und bilden gemeinsam mit den Einheimischen aller Schichten (sofern man das optisch richtig zuordnen kann) eine herrliche klassenlose Melange an glücklich essenden Menschen. Auch zu uns an den Tisch wurden - nach höflicher Rückfrage - 2 Touris dazugesetzt - ein Brauch, den ich normal gar nicht mag - aber in diesem Lokal passts und ist stimmt.
Bleibt am Schluss nur eins zu wünschen: Möge es dieses Lokal noch ewig geben - so wie es immer war, so soll es immer sein!

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am 21. August 2013
Experte
Alzi
184
4
22
4Speisen
3Ambiente
5Service

Wir waren gestern eine große Gruppe von mehr als 25 Personen, die reserviert hatte. Wenngleich wir gespürt haben, daß die Küche und das Service an der Grenze der Belastbarkeit gearbeitet haben - im Lokal waren auch alle anderen Tische besetzt - blieben die Kellner stets flott und freundlich. Manche Speisen haben in der Zubereitung etwas länger gedauert, die Qualität und die Portionsgröße hat uns aber sofort entschädigt. Alles war frisch zubereitet, aus manchen Portionen wären in anderen Lokalen zwei Portionen serviert worden. Fazit: Wer wirklich gute Hausmannskost und große Portionen - bei sehr fairen Preisen - gutes Bier und guten Wein in der Atmosphäre eines alt-Wiener Beisels sucht, dem sei das "Quell" wärmstens empfohlen.

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am 2. Jänner 2012
gertraudbartoska
2
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

Wir sitzen nach hervorragendem Abendessen am Mo,2,012012, im Quell und freuen uns wieder etwas Gutes entdeckt zu haben! Griessnockerlsuppe,Krautfleisch,PALATSCHINKEN waren ganz hervorragend.Hirter Bier und nette Bedienung machen den Abend komplett. Sicher auch im Sommer draussen im Schanigarten gemütlich. Sehr zu empfehlen!

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Letzter Kommentar von am 13. Jän 2013 um 15:28

Ja, aber wenn man am Rand sitzt bekommt man schon ordentlich Rauch mit.... zumindest war es vor Weihnachten so bei guter Auslastung des Lokals unter der Woche

Gefällt mir
am 28. September 2008
pierron100
3
1
1
4Speisen
3Ambiente
5Service

bürgerliche Küche - wird als Geheimtip gehandelt
Mit leicht alternativen Touch

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Gasthaus Quell - Karte
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Bewertet am 28.09.2008
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