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44
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Gesamtrating
43
30 Bewertungen
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Albertina Passage - Dinner ClubAlbertina Passage - Dinner ClubAlbertina Passage - Dinner Club
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Albertina Passage - Dinner Club

Operngasse
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: International
Lokaltyp: Restaurant, Bar
Lokal teilen:

30 Bewertungen für: Albertina Passage - Dinner Club

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Juni 2015
timetodine
25
18
12
4Speisen
5Ambiente
4Service

Die erste Begegnung mit der Albertina Passage war unangenehm. Mit Converse kommt man nicht rein, egal wie der Rest aussieht. Der zweite Start war besser. Nachdem man seine Garderobe abgegeben hat, wird man zum Platz geführt. In der Mitte steht eine große Bühne, wo live gesungen wird und am Klavier der innere Jazz-Beethoven zum Leben kommt. Musikbeitrag muss man übrigens zahlen, war um die € 12. Das Ambiente war sehr stylisch und schön. Alles in allem eine reifere Version der Babenberger Passage (beide gehören zusammen), sprich Disco mit älterem Publikum. Das Klientel kann ich nicht genau beschreiben, aber eines ist ganz sicher: die Wiener Schickeria liebt es hier.

Kommen wir zum wichtigen Teil, dem Essen: es gab entweder ein 3 (oder mehr) Gänge-Menü um einen fixen Preis bis hin zur Speisekarte. Kleine, aber feine Auswahl. Für mich gab’s ein Steak (250 Gramm) mit Blattspinat und Erdäpfelpüree. Nach 15 Minuten hatten wir die Speisen am Tisch (für meine Begleitung gab’s dasselbe). Das Steak war Medium gebraten und schmeckte sehr gut, jedoch war ein Teil ein wenig Medium-Rare, aber macht ja nichts. Der Spinat war perfekt gewürzt, das Püree war buttrig und weich, wurde aber mit einer in Zwiebel getränkten Sauce serviert. Mein Gegenüber hatte recht: die Zwiebeln sind in einer Disco, wo auch gespeist wird, fehl am Platz. Wieso kann sich ja jeder denken. Abgesehen von der Sauce, empfehle ich dieses Gericht jedem, der auf Steaks steht. War sehr fein!
Nachdem wir brav aufgegessen hatten, verlangten wir die Speisekarte für das anschließende Dessert. Vier Nachspeisen gab’s zur Auswahl, wobei nur eine vorhanden war. Weil wir unbedingt unseren Zuckerspiegel Achterbahn fahren lassen wollten, blieb uns nichts anderes übrig. Zwei mal die gratinierten Himbeeren mit karamellisierten Macadamia Nüssen. Nach 10 Minuten kam das Gericht in einer Schüssel auf den Tisch. Eine Portion, die man sich auch ruhig zu zweit teilen kann, außer man ist eine wirklich ganz große Naschkatze. Nach zwei Löffeln hat mir persönlich das ganze gereicht. Die Himbeeren waren sehr gut, aber der Rest war einfach nur purer Zucker. Es war so, als würde ich auf Würfelzucker kauen. Gracias, mais nö.

Unser Kellner war sehr aufmerksam und kam sofort geeilt. Er überhörte uns zwar zwei mal, aber it’s okay.

Fazit: das Design des Lokals gefällt mir wirklich sehr gut. Essen war großartig (ich sehe mal über die Naschspeise hinweg), Service auch. Ich komme sicher wieder gerne und kann dieses Lokal jedem ans Herz legen, der es noch nicht ausprobiert hat.

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am 22. April 2015
Experte
PrinzessinisstdieErbse
48
6
19
5Speisen
4Ambiente
5Service

Ein wenig seltsam kommt man sich ja schon vor, wenn man als Prinzessin auf einmal in den dunklen Untergrund verschwindet und von einem Mann in schwarz begrüßt wird. War das jetzt ein Türsteher? Man weiß es nicht!
Wir treten ein und sind begeistert! Eine Speise/Musik/Wohlfühl-Lounge mit Live-Musik am Flügel (ja, leider kein Cembalo) und einer Enterprise Bar… ob Prinzessin Captain Kirk trifft? Man fühlt sich trotz der Größe sofort wohl.

Noch wohler fühlt man sich von Beginn an durch das unglaubliche Service! Wirklich, wirklich, wirklich will man teilweise einfach nur dankbar den Kellnern um den Hals fallen, wenn da tatsächlich die Gerichte und Weine so erklärt werden, wie wenn sie tatsächlich schon über ihre Gaumen gewandert sind.

Die doch vorhandene Lärmbelästigung durch die Straßenbahn ist auch bald Nebensache, tja ich weiß ja auch nicht wer die Kutschen abgeschafft hat!

Jetzt aber zum Wesentlichen… und ja auch die nächste Anprobe wird verschoben….und weil die Gerichte es nur so verdienen, dieses Mal in ihrem vollen Vor-Zu- und Beinamen:

Filet Tartar
Gehacktes vom Rinderfilet mit Estragonemulsion mariniert, Couscous Salat und kalter Miso Hollandaise

Knuspriger Thunfisch
Tartar vom Yellow Fin Thunfisch zwischen Knusperblättern mit Mangogel

Grammelknödel
Hausgemachter Chilli- Grammelknödel vom Mangalitza Schwein auf saurem Ingwerkraut und Kräuterschaum

Kumptner ́s Trüffelei
„Das Ein-Stunden-Ei“ auf cremigem Babyspinat mit Périgord Trüffel

Bio-Entenbrust
Sous vide gegarte Bio Entenbrust mit knuspriger Haut, Rotkrautemulsion und Briocheflan

Goldbrasse
Kross gebratenes Filet von der Goldbrasse auf pacosierten weißen Bohnen im Vongolefond

Der "Schoko-Circle"
Schokoladen Törtchen von der Valhorna Schokolade in mehreren Texturen
mit warmer Schokosauce und Vanilleeis

Gratinierte Himbeeren
Gratinierte Passionsfrucht Himbeeren mit karamellisierten Macadamia Nüssen

Echt …uuuups…GEIL…. und ja ich weiß, klingt gar nicht Prinzessinnen-haft…. Egal, ich kann ja vor Scham jederzeit in einen hundertjährigen Schlaf versinken!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. September 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
5Speisen
4Ambiente
4Service

Es ist so wurscht WO oder von WEM gekocht wird. Aber das WIE und WOMIT ist wirklich wichtig für den guten Geschmack. Fleisch, Spinat, Kartoffeln und Ei waren die Hauptdarsteller. Einfache Zutaten. Aber hier hat's geklappt: mit ausgezeichneter Zutatenqualität wurde ausgezeichnet gearbeitet und zubereitet. Endresultat: es hat ausgezeichnet geschmeckt.

Und um den guten Geschmack geht's ja hier schlussendlich auch. Guter Geschmack bedingt nicht unbedingt exklusive Zutaten, aber welche mit Qualität und natürlich eine souveräne Küchenleistung. Das schafft die Mannschaft in der Albertina Passage locker mit links. Auch die Service-Burschen verstehen was von ihrem Fach.

Obwohl in der Albertina Passage natürlich ein Preisniveau herrscht, das nach exklusiveren Zutaten verlangt, sonst würd' sich jeder Gast g'frotzelt fühlen. Also werden die Gerichte für dafür noch mit einem Bisserl vom feinsten Zeug aufgemascherlt. Unser Gedeck (€ 3,00) kommt ohne Musik, weil nur der frühe Vogel fängt das Rind. Live-Musik auf der kleinen Bühne, die den Bug des großen weißen "Mutterschiffs" (der Bar) bildet, am schön in Szene gesetzten Piano geht erst ab 20.15h los. Wir sind schon um 19h am Start - weil so gegen 20.30h wollen wir's uns schon wieder vor unserer Heimwand auf der Couch gemütlich machen. Zweigängig geht sich das locker aus.

Kurz werden wir verleitet in die Verlängerung zu gehen, weil zum Einen die Clubatmosphäre den reiferen Mann in Partystimmung versetzt und uns zum Anderen, der junge Mann vom Service auf das heutige Abendmenü im Quartett hinweist. Klingt wirklich gut, trifft genau unsere Speisenfavoriten aus der Karte. Wie immer sind wir hungrig - und in Steaklaune. Daher sicherheitshalber nachgefragt, ob denn die Portionen trotzdem original bleiben. Wir würden's dapacken. Nein, die werden schon kleiner. Und das Steak? 250 Gramm, bleiben aber oder? Nein, das wird ein Lady-Cut. Oije, die Lady will aber kein Baby-Cut, sondern die Portion für wahre Frauen. 250 Gramm sind da gerade noch genug. Der (Gentle-)Man(n) an ihrer Seite ist von der Baby-Portion auch nicht begeistert. Wenn Steak, dann richtig. Also bestellen wir a la Carte und Nachspeise gibt's dann zu Haus' - wir haben da schon mal was vorbereitet. Schnell sind wir uns einig: für uns beide das Filetsteak mit sautiertem Blattspinat, Erdäpfelpüree und Cafe de Paris. Butter oder Sauce? Wir lassen uns überraschen.

Die Frühreife war vor kurzem noch ein Popeye-Fan und nimmt gleich doppelt Spinat: zur Vorspeise wird's cremiger Babyspinat mit einem Einstunden-Ei und Perigord-Trüffel. Der Möchtegern-Partytiger will den Gelbflossenthunfisch mit Sesamvinaigrette, Koriander und Quinoa. Dazu gibt's einen Sauvignon Blanc aus dem Loire-Tal 2012 (€ 5,50). Von dort her kommt eine starke Mineralik in den Sauvignon. Muss man mögen. Und zum Trüffelei wird's ein Riesling vom Topf aus dem Kamptal auch 2012. Das war ein guter Jahrgang.

Das Gedeck kommt klanglos mit dem Wein. Schmeckt aber trotzdem sehr gut. Es gibt lauwarm serviertes Brot. Eher was in Richtung Ciabatta. Einmal weiß und einmal dunkel mit Walnuss. In Dreiecke geschnitten und an den Außenkanten leicht knusprig. Das walnussgespickte ist besonders gut. Dazu wird uns noan-Olivenöl eingegossen und die Dosenflasche bleibt am Tisch. Brotnachschub kommt im Minutentakt und es ist kein Ende in Sicht - sehr gastlich. Das Öl ist von gewohnt guter Qualität. Pfeffer und Salz brauchen wir dazu nicht. Wein, Brot und Öl - Weib sitzt am Tisch und Gesang erst zur noch späteren Stunde. Weil die Musik beginnt mit dem Piano und das Ensemble wird dann erst nach und nach erweitert. Somit steigt der Lautstärkenpegel auch mit fortgeschrittener Stunde und ab Mitternacht wird's dann richtig laut: dann kommt ein DJ ans Mischpult und das Restaurant wird zur Partyzone. Anschaulich beschreibt uns der junge Mann vom Service dieses Szenario - mit so viel Begeisterung, dass die Partystimmung schon fast ansteckend wird. Aber nicht nur das, sondern auch die Speisen und die Weine beschreibt er uns ausführlich. Ein Verkäufer ist an dem Burschen verloren gegangen. Aber er ist auch hier wirklich gut positioniert - wir mögen seine lockere und trotzdem sehr höfliche Art. Wir sind gut aufgehoben.

Gegen 19.20h kommt schon unsere Vorspeise. Flott - so passt das für uns heut' wieder gut. Am Teller ist das Filet vom Gelbflossenthunfisch (€ 18,00) in rechteckigen Scheiben angerichtet. Dünn von Außen angegrillt und innen roh mit schön kräftig roter Farbe. Ausgezeichnete Fischqualität. Der schmeckt sogar der Anti-Fisch-Fraktion. Kein eisenartiger Nachhall im Mund. Sehr guter Geschmack - Sesamvinaigrette und Koriander passt perfekt für die asiatische Aromennote und ist dementsprechend leicht würzig abgeschmeckt. Lauwarm am Teller - so kommt der Geschmack auch gut durch. Besser können wir's uns nicht vorstellen.

Das Trüffelei (€ 18,00) ist aber der aromatische Volltreffer an diesem Abend. Schon beim Servieren riecht man leicht herben Waldboden - mit dezenter Knoblauchnote: die wirklich großzügige Portion vom Perigordtrüffel, die dem Ei eine schwere Krone aufsetzt. Wir Trüffeljunkies sind angefixt - die Freude über den guten Stoff ist riesig. So einen Berg hatten wir in einem Restaurant noch nie am Teller. Das einstündig gegarte Ei badet in dem fein gehäckselten Babyspinat in heller Cremesauce. Die Jugendlichkeit schmeckt man dem Blattgemüse förmlich an. Rundherum noch Trüffel-Espuma. Ein naturidenter Aroma-Schaum aus der iSi-Obersflasche, der's zum Glück nicht geschafft hat den wahrhaftig natürlichen und auch optisch sehr präsenten Perigord-Trüffel zu verdrängen. Die kleine Unterstützung hat ihm also nicht geschadet. Durch unsere Trüffelaffinität wissen wir, dass fast immer nachgeholfen wird und wir kennen den Unterschied sehr gut. Wir wissen die Großzügigkeit hier zu schätzen und nehmen die Aromazugabe als "nettes" Zusatzprogramm. Chemie-Trüffelaroma hat bei uns einen Ausnahme-Status in der Welt der Zusatzstoffe, die wir mit sonst sehr strengem Regiment regieren. Trüffelöl-Entzug ist leider schon mehrmals fehlgeschlagen. Die Vorspeise war für uns beide so gelungen, dass der eine bei der anderen nicht nur gekostet hat sondern gleich mitgegessen.

Und dann kommt da ein warm rauchiger Duft hinter den dunklen Vorhängen hervor. Holzkohle, man riecht die ganz dezent angenehm bis zu unserem Tisch. Gute Lüftungsanlage, die Rauchschwaden bleiben nämlich in der Küche und vernebeln wahrscheinlich gerade unsere Filetsteaks (€ 29,00). Während die am Holzkohlengrill liegen bekommen wir unsere Weine. Einmal was Kräftigeres für ganz Starke: Joiser Cuvee (Zweigelt, Blaufr., Merlot € 7.50) vom Altenburger 2011 und was Runderes für ganz Zarte: Merlot Reserva 2012 von Cono Sur (€ 7.50) aus Chile. Volltreffer.

Und kurze Zeit später sind auch die Steaks schon bei uns am Tisch. Zügiges Tempo. Gutes Zeitmanagement in der Küche. Schadet dem Fleisch überhaupt nicht. Außen - das Fleisch schön karamellisiert - eine ordentliche Kruste, spür- und hörbar, wenn man mit dem Messerrücken darüber streift. Geschmacklich ganz klar: sensationell. Typisch rauchig. Innen medium-rare, so haben wir's beide gern. Schön elastisch weich und saftig. Fleischsaft bleibt im Fleisch und traut sich kaum auf den Teller zum sautierten Blattspinat. Diesmal der erwachsene. Und zum hübsch aufgespritzten Erdäpfelpüree. Der Blattspinat im satten dunkelgrün. Gut buttrig abgeschmeckt - angedünstete Schalotten, wenig Knoblauch, sicher ein Hauch Muskat - rund aber würzig. Das Püree hat die optimale Konsistenz. Recht locker aber trotzdem noch cremig. Feinste Struktur. In zwei extra Schüsserln kommt noch eine dunkle Sauce. Cafe de Paris? Nein, sicher nicht. Das wär' was helles, cremiges. Keine Butter am Teller und zum Glück auch nicht auf dem Steak. Diese Sauce ist stark zwiebellastig, leicht süß aber trotzdem ordentlich herzhaft. Da war sicher was Alkoholisches als Geschmacksvertiefer im Spiel. Aber kein Cafe de Paris. Egal, wie auch immer - eine kräftig reduzierte Sauce. Zum Steak & Co hat sie einfach gepasst.

Ein kleiner Fehler passiert dann auf der Rechnung: der junge Mann hat uns Musik (2 x €6,00) verrechnet, die wir nicht in die Ohren bekommen haben. Wir reklamieren zwar und es wird storniert - besprechen aber mit ihm: weil er so freundlich engagiert ist, soll er sich das Storno als zusätzliche Trinkgeldaufbesserung behalten.

Kurzweiliger aber gelungener Abend. Weil: top Essen, top Wein und top Service. Essen ist für uns mehr - und muss es auch sein - als pure Nahrungsaufnahme. Immer und überall. Ob zu Haus', im Wirtshaus, bei Familie, Freunden oder im nobleren Restaurant. Wenn man wo zu Gast ist, dann soll sich der Gastgeber ordentlich Mühe machen: in der Küche und Rundherum. Vor allem, wenn man dafür bezahlt. Die Qualität betreffend Zutaten und Zubereitung muss stimmen. Das ist mit Aufwand verbunden. Aber dann schmeckt's uns auch genauso ausgezeichnet, wie die Krautfleckerl bei unserer (Schwieger-)Oma.

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Letzter Kommentar von am 2. Sep 2014 um 16:44

Ooooch, widmet ihr doch so viel von eurer "doch sehr wertvollen Lebenszeit" um diverse Fotos hochnäsig zu kommentieren... BTW: "schade, dass du das aber selbst praktisch nie beherzigst" - ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, trotz mehr als nur zahlreicher Personen, die von mir schon bekocht wurden, je für euch gekocht zu haben. Woher nehmt ihr dann diese abermals überhebliche Weisheit? Aus dem gleichen Fundus wie eure "Brotweisheit"? Wie man in den Wald hineinruft...

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 27. August 2014
Experte
bluesky73
258
31
29
5Speisen
5Ambiente
5Service
13 Fotos1 Check-In

Für den Samstagabend während unseres Wien-Aufenthaltes ist uns der Sinn nach etwas ganz Besonderem. Optionen gibt es viele, die Albertina Passage scheint allerdings unseren Vorstellungen am Nächsten zu kommen und die guten Reviews von den geschätzten Kollegen adn1966 und hautschi bestätigen uns in unserer Idee. Wir reservieren vorab für 19 Uhr einen Tisch und begeben uns in entsprechendem Dresscode (lt. HP stylish/chic/elegant) und voller Neugierde Richtung Oper.

Der Empfang an der Türe ist professionell, aber etwas unterkühlt, das aparte Fräulein am Reservierungsbuch wurde bereits treffend beschrieben, auch wir werden galant an den Tisch begleitet. Das Ambiente ist natürlich sehr beeindruckend. Die dominante, weiße Bar inmitten der dunkel gehaltenen Räumlichkeit, die geschickt mit Vorhängen und verschiedenen Ebenen in mehrere Bereiche aufgeteilt ist. Lediglich die Wände werden mit lila Licht angestrahlt und die Tische sind punktuell in Szene gesetzt.

Gegen 19 Uhr ist noch relativ wenig los, nur einige Tische sind besetzt – eine gute Stunde später ist der Zustrom an Gästen schon wesentlich größer. Spätestens zu diesem Zeitpunkt haben wir uns auch an die Straßenbahnen gewöhnt, die laut Fahrplan und mit unvermeidlichem Getöse über unsere Köpfe donnern.

Das Service besteht ausschließlich aus jungen Damen und Herren, die allerdings alle einen gepflegten und fachlich gut ausgebildeten Eindruck hinterlassen. Wir werden von dem für unseren Tisch zuständigen jungen Mann begrüßt und die kleine, aber feine Karte wird überreicht. Da wir uns online schon ein wenig vorbereitet haben, müssen wir dieses Mal keine großen Überlegungen zur Speisenwahl anstellen, auch die Getränkewünsche sind schnell ausgesucht.
Unser Aperitif kommt ohne große Verzögerung, der Lillet Spritzer (Euro 7,50) und das Pfiff Bier (Euro 3,50) sind ein guter Einstieg. Die Bestellaufnahme der Speisen erfolgt professionell und gewissenhaft, Sonderwünsche stellen kein Problem dar.

Das Gedeck (Euro 6) wird serviert. Der Preis beinhaltet einen gewissen Betrag für die Live-Musik, die gegen 20:30 einsetzt. Das helle und dunkle Brot schmeckt gut, wenn auch nicht außergewöhnlich. Das Olivenöl ist von guter Qualität, was wir allerdings schmerzlich vermissen ist ein kleiner Vorlegeteller, auf dem man sein Brot ablegen kann. So lässt sich die Bröslerei leider nicht vermeiden.

Gute zehn Minuten später werden die Vorspeisen serviert. Krenschaumsüppchen mit Surripperl und Wurzelgemüse (Euro 9) für Fr. bluesky. Die Suppe kommt im breitkrempigen Teller, sehr schön aufgeschäumt und mit frischem Schnittlauch bestreut. Geschmacklich ist die ausgezeichnet, die leichte Schärfe ist richtig dosiert, keine Spur von Bitternoten, wie sie bei Kren gerne mal vorkommen. Kleiner Wehrmutstropfen ist die dünne Scheibe Surripperl, die geschmacklich zwar gut und passend ist, die sich aber sehr schwer und nicht ganz so elegant zerteilen lässt.

Mein Wunsch für die Vorspeise ist es, eine kleine Portion vom als Hauptspeise angebotenen Steinpilzrisotto zu bekommen (Euro 23). Das Gericht wird ebenfalls im riesigen Teller serviert und macht nicht den Anschein einer kleinen Portion – da ich selten ein besseres Risotto gegessen habe und ohnehin der volle Preis verrechnet wird, gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Der Reis ist für mich genau richtig gegart, der Ziegenkäse schmilzt ganz leicht und passt geschmacklich perfekt.
Mein Glas Höpler Chardonnay (Euro 6,50) braucht ein wenig, bis er den Weg an unseren Tisch findet und kommt so wie alle weiteren Weine direkt eingeschenkt im Glas. Die Flasche stilles Mineralwasser (Euro 7,50) haben wir bereits zum Aperitif bestellt und bekommen.

Abserviert wird gekonnt und mit der entsprechenden Nachfrage, wir deponieren unsere gewünschte Weinbegleitung zum Hauptgang.

Eine gute halbe Stunde nach der Vorspeise folgt die Hauptspeise. Unsere Wahl fällt auf das Rinderfilet mit sautiertem Blattspinat und Kartoffelpüree (Euro 29), das in beiden Fällen perfekt medium gebraten serviert wird. Der Holzkohlengrill hat gute Arbeit geleistet – die Röstaromen kann man wahrscheinlich nicht wirklich besser hinbekommen, innen war das Fleisch herrlich zart. Der Blattspinat ist ein idealer Begleiter, das Kartoffelpüree wird interessant angerichtet. Fr. bluesky und ich sind beide sehr angetan und auch die gewählten Weine (Prieler Blaufränkisch Johanneshöhe, Euro 6; Salentein Malbec 2010, Euro 7,50) schmecken.

Wie schon zwischen Vor- und Hauptspeise werden wir auch nun gefragt, ob wir gerne eine kleine Pause einlegen möchten. Wir nutzen die Gelegenheit um bei angenehmer Pianomusik ein wenig zu entspannen, während das innere Nachspeisen – Teufelchen jegliches schlechte Gewissen vertreibt.

Fr. bluesky ordert trotz oder gerade wegen der hinter uns liegenden Tage in der Wachau die Kombination von Marillen in drei Texturen und Mandeln (Euro10). Serviert wird ein beeindruckendes kleines Kunstwerk. Am Teller finden sich nett garniert Marillenmousse, Marilleneis und eine mit Mandeln gefüllte Marille. Der klare Gewinner für Fr. bluesky ist das fruchtige und erfrischende Marilleneis, die gefüllte Marille verliert aufgrund einer latenten Marzipan-Aversion.

Meinen Abschluss sollte ein Schokoladen Gâteau mit flüssigem Kern, mit Herzkirschen und Vanilleeis (Euro 10) bilden. Das Küchlein verströmt einen betörenden Duft, die Konsistenz ist weder zu fest, noch zu flüssig, das Vanilleeis passt hervorragend. Die Kirschen geben eine fruchtige Note, ich bin sehr zufrieden.
Eigentlich sind wir mehr als satt, aber die Musik ist gut und die Cocktailkarte sehr umfangreich – nach dem Motto jetzt ist´s auch schon egal lassen wir einen nahezu perfekten Abend mit einem Banana Club (Euro 12) und einen El Jimador (Euro 14) ausklingen, beide Cocktails sind gut gemixt.

Wenig überraschend spiegelt sich das hohe Niveau auch im Preis wieder – inklusive Trinkgeld stehen letzten Endes rund 200 Euro auf der Rechnung. Satt, zufrieden und beeindruckt treten wir den Heimweg an, unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Zum Fazit: Das Ambiente ist stylish aber trotzdem gemütlich, in jedem Fall sehenswert. Die Live-Musik rundet das außergewöhnliche Erlebnis zusätzlich ab. Das Service arbeitet auf sehr hohem Niveau, die Abläufe sind gut aufeinander abgestimmt. Über kleinere Kritikpunkte kann man hinwegsehen. Die von uns gegessenen Speisen waren durchwegs sehr gut bis ausgezeichnet. Die Albertina Passage ist eine ideale Location für besondere Anlässe, mit den entsprechenden Kosten sollte man rechnen.

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Kommentar von am 27. Aug 2014 um 16:45

Wir waren auch ziemlich beeindruckt, Bewertung folgt!

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am 10. August 2014
Experte
hautschi
107
33
24
5Speisen
5Ambiente
3Service
7 Fotos3 Check-Ins

Die liebste Frau lädt hautschi in den Albertina Dinner Club ein – ein Abend , der mir noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird:

Das Restaurant, unterhalb der Wiener Ringstraße gelegen, erreicht man durch einen Abgang direkt neben der Oper und man taucht ein, in eine bizarre Welt im Wiener Untergrund.
Gleich nach dem Eingang wird man von einem der dort wartenden jungen Mädels in Empfang genommen und zum reservierten Tisch begleitet. Auch die Speisekarte erhält man gleich vom netten Escort Service.

Über das Ambiente wurde bereits in mehreren sehr guten Bewertungen genau referiert. Ich kann mich diesen Meinungen nur anschließen. Es ist dunkel, aber doch hell genug, problemlos die Karte zu studieren und in weiterer Folge auch die Speisen genießen zu können. Es ist dunkel genug, dass die Kerzen an den vielen Tischen wunderbar zur Geltung kommen, es ist dunkel genug um die riesige mittige Bar und den wunderschönen weißen Flügel ins richtige Licht zu rücken. Es ist einfach eine Wahnsinnsatmosphäre. 5 Punkte.

Service:
Das ausschließlich männliche und reichlich vorhandene Servicepersonal tritt zum ersten Mal in Erscheinung um einen Aperitif anzubieten.
Der für uns verantwortliche Kellner ist höflich und aufmerksam, eine persönliche Note oder Herzlichkeit kann er jedoch nicht transportieren.
Die servierten Speisen werden erklärt, leeres Geschirr sofort abserviert, Mineralwasser wird nicht nachgeschenkt.
Ich würde das Service mit sehr gut bewerten, hätte es da nicht ein für mich unakzeptables No go gegeben: Der georderte offene Rotwein wurde bereits im Glas eingeschenkt serviert, die Flasche wurde nicht präsentiert, vielleicht habe ich den bestellten Wein erhalten, vielleicht auch nicht. In einem Restaurant dieser Preisklasse ein Unding. 3 Punkte.

Die Karte ist nicht groß aber sehr interessant aufgebaut, wir hatten die Qual der Wahl. Die aktuelle Karte kann auch schon vorab unter Link eingesehen werden.

Speisen:
Das sogenannte Musikgedeck (6,--) besteht aus hellem Baguette, dunklem Baguette mit Nüssen und Olivenöl. Beide Brote frisch und ausgezeichnet, das Öl von bester Qualität, einen besonderen Einfallsreichtum kann ich allerdings nicht ableiten. 4 Punkte.

Da unsere Vorspeisen noch nicht verfügbar waren, kamen wir in den Genuss eines Grußes aus der Küche (gibt es im Normalfall nicht): Gehacktes vom Almochsen mit handgeschlagener Mayonnaise: Das beste Tartar unseres Lebens, herrliche Fleischqualität, bestens gewürzt, die Mayonnaise ein Wahnsinn. 5 Punkte

Kumptner´s Trüffelei: Das Ein-Stunden-Ei auf cremigen Babyspinat mit Perigord Trüffel (15,--): Besser kann man es unserer Meinung nach nicht machen, die Portion leider sehr klein. 5 Punkte.

Krenschaumsüppchen mit Surripperl und Wurzelgemüse (9,--): Die richtige Temperatur, die richtige Konsistenz, herrlich im Geschmack. 5 Punkte.

Geschmortes Kalbsbackerl auf sous vide gegartem Knollensellerie und Liebstöckelespuma (23,--): Ein dickeres Stück vom Kalbsbackerl, herrliches Fleisch, butterweich, Knollensellerie zergeht auf der Zunge, herrliche Sauce. 5 Punkte

Rinderfilet vom Holzkohlengrill mit sautiertem Blattspinat, Kartoffelpüree und Café de Paris (29,--): Das 250g schwere Steak von bester Qualität, Garungswunsch genau getroffen, Beilagen und Saucen eine Wucht. 5 Punkte.

Für ein Dessert war einfach kein Platz mehr vorhanden.

Als Aperitif ein Persian Mule (12,--) sehr gut gemixt, das Mineralwasser von Römerquelle (0,75l 7,50) gut gekühlt, Altenburger Joiser Reben rot 2011 (7,50) ein Wahnsinnswein, die Melange von Hausbrandt (4,50) ein Gedicht.

Fazit:
Wunderbare Küche in einem bei Gott nicht alltäglichen Rahmen.
Der Albertina Dinner Club erhält von uns eine unbedingte Empfehlung, nur eines sollte man nicht vergessen – nämlich vorab die Brieftasche gut zu bestücken.

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Kommentar von am 10. Aug 2014 um 21:52

Escort Service? Da kommt Freude auf.

Gefällt mir3
am 21. Juni 2014
hanneszi
19
1
2
5Speisen
4Ambiente
5Service

Wwaren gestern Abend kurzentschlossen nach einem Theaterbesuch (21:30) zu Gast. Kann mich den vorigen Bwertungen nur anschließen. War auch für uns ein ganz toller Abend. Warum ich beim Ambiente "nur" 4 Sterne vergab, erklärt sich damit, dass ich finde, dass die Live-Musik einen Tick zu laut war. Ein Plaudern mit dem Gegenübern am Tisch war eher schwer möglich.
Die Speisen waren alle aber wirklich vorzüglich. Wir hatten das Trüffelei, die Burrata, den Saibling, das Pilzrisotto, den Scheiterhaufen und den Schokokuchen (jeder drei davon :-))
Auch das Service 1a.
Haben zudem über Delinski gebucht, so war auch der Preis angenehm ;-)

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am 15. Juni 2014
socrates
14
4
4
5Speisen
5Ambiente
5Service
4 Fotos2 Check-Ins

Nun ist es soweit....nach bald drei Jahren beim Restauranttester meine erste 3 x 5* Bewertung... Ich hoffe ich kann das nachvollziehbar begründen.

Die Passage muß ich nicht mehr beschreiben, daß hat KritischerGast123 ja bereits hervorragend gemacht. Seine Bewertung war auch der Grund, der uns das Lokal besuchen ließ...DANKE

In Wien gibt es viele Lokale, welche gut und (vor allem) teuer sind. Auf internationalem Niveau mithalten können allerdings nur ganz wenige. Die Albertina Passage zählt auf jeden Fall dazu. Viele Kleinigkeiten vollendeten einen wundervollen Abend.

Reservierung: Telefonisch. Freundlich. Unkompliziert. Am Nachmittag vor dem Abendessen wurde ich von den Damen der Reservierung nochmal angerufen, gefragt ob alles mit der Reservierung in Ordnung sei, ich evtl. den Zeitrahmen anpassen möchte oder noch irgend einen Sonderwunsch hätte.... Ich kenne das von guten Restaurants in Amerika, England und Frankreich ...aber in Wien ist mir so etwas bisher noch nie passiert!

Ankunft: Freundlich, unkompliziert, wurden sofort zum Tisch begleitet. Das Restaurant war um 20.30 halb gefüllt. es spielte der Pianist auf einem weißen Klavier gute alte N.Y. Style jazzige Lieder. Später kam dann eine Band dazu. Ab 22.00 zusätzlich eine Sängerin

Service: Kurz nach dem Setzen kam der Kellner, begrüßte uns freundlich (in Wien eine Seltenheit), reichte uns die Karten und nahm unsere Apiritivbestellung auf. Die Bar ist wirklich hervorragend ausgestattet und die Drinks sind viel besser als in den meisten Szenebars. Die Drinks kamen sofort in richtig vorgekühlten (!) Gläsern. Dazu 2 Brotsorten mit hervorragendem Olivenöl in einer ausreichend großen Schale.

Essen: Da uns das Menü nicht gefiel entschieden wir uns für ein selbst zusammengestelltes 3-Gang Menü. Die Portionen sind mehr als ausreichend. Den Anfang machte ein Carpaccio von der Kälbin richtig temperiert (ca 18m - 20°) und endlich einmal ohne die unsäglichen Kapern, die einem in Wien auf jedes Carpaccio draufgeklatscht werden. Dafür mit filettierten marinierten Oliven, kleinkrümeliger Feta, frisch angerösteten Pinienkernen und einer zarten(!) Cognac-Senf Marinade. Meine Frau schwelgte in hervorragend marinierter Jakobsmuschel Ceviche mit kleinen Wassermelonenstückchen, Avocadoschaum(!) und Basilikumöl.

Als Zwischengericht nahm sie unglaublich gute Waldpilzrisotto aus Steinpilzen, wilden Champignons und (ich glaube) Perlpilzen mit einer Stracciatella di Burrata (de facto nur das leckere Innenleben der Burrata) und klein gehackten Haselnüssen.

Ich wählte butterzart gebratene Calamari mit geschmorten Artischockenstückchen. Der Geschmack war unglaublich. Serviert wurde im Glas auf einem Bett von flockiger Butterpolenta.

Der Hauptgang bestand bei meiner Frau aus geschmorten Kalbsbackerl und bei mir (als Steakliebhaber) aus einem 250gr Steak vom Rinderfilet auf dem Holzkohlengrill mit sautiertem Blattspinat und Sauce Café de Paris. Ich bestellte medium rare...und es kam medium rare... nicht mehr und nicht weniger. Ich habe selten so gutes Steak gegessen. Die Kalbsbackerln haben wir in so einer Qualität in Österreich noch nicht gefunden. Ich nehme an sie wurden auf Niedertemperatur ganz langsam gegart... anders kann ich mir die butterweiche faser- und fettarme Konsistenz und den unglaublichen Geschmack nicht erklären. Fürs Dessert reichte der Platz in unserem Magen leider nicht mehr. Das ist beim nächsten Mal dran.

Getränke: Nach einem perfekten Negroni und einem Bellini als Apritiv wählten wir einen Cabernet Sauvignon (Errazuriz Max Reserva 2008). Mit 50€ zwar im oberen Segment, wegen dem Jahrgang allerdings sein Geld wert (dieselbe Marke kostet im Supermarkt ab Jahrgang 2010, 2011 etwa 16 - 18€). Zum Abschluss nahmen wir einen Espresso, der (natürlich) in richtig vorgewärmten Tassen kam.

Service: schnell, freundlich aber in keinster Weise aufdringlich. Obwohl sich das Lokal während unseres Aufenthaltes zunehmend füllte, war immer Zeit mit einem Blick nachzusehen, ob alles in Ordnung war, ohne Aufforderung Brot nachzustellen oder Wein nachzugießen und immer (!) uns mit einem Lächeln im Gesicht zu betreuen.

ZUSATZ: Nach dem Essen wollten wir ob der selbst verursachten Magenüberfüllung einen ruhigeren Platz für den Digestif und wurden in eine Lounge Area am Ende der Bar geführt. Während wir dort saßen kam der Guest Relation Manager aus einem abgeschlossenen Raum heraus und teilte den Barleuten mit, daß es 3:1 im Spiel Spanien-Holland bei der WM für Holland stünde. Meine Gattin fragte ihn sofort wo man das sehen könnte. Der GR sah uns an und winkte uns zu sich. Er lud uns ein in der Members Lounge den Rest des Spiels anzusehen. Diese sonst nur für Mitglieder zugängliche Lounge besteht aus im amerikanischen Stil mit Ledersofas eingerichteten Räumen, Barzone mit großem Flatscreen, großer Bar mit hervorragenden Barservice und ist Raucherzone. Wir beendeten den denkwürdigen Abend so in zwei großen Lederfauteuils mit einem riesigen Pipeline Cocktail für meine Frau, 2 sehr guten Anejos und einer Cohiba Zigarre für mich und einem aufregenden WM Fußballspiel.

Wir werden bald wieder zu Besuch sein! ...und diesmal sind die Deserts dran!

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am 28. Mai 2014
KritischerGast123
26
18
13
4Speisen
5Ambiente
4Service
21 Fotos2 Check-Ins

In der Albertina Passage Dinner Club, in der ehemaligen Albertinapassage gelegen, die 1964 eröffnet wurde und 2005 sukuzessive stillgelegt wurde und seit 2011 eben den Dinner Club beherbergt, wird von Alexander Kumptner, der von Werner Matt im Hilton Vienna Plaza ausgebildet wurde, gekocht.
Gemeinsam mit Reinhard Gerer, seines Zeichens ehemaliger Sternekoch und Koch des Jahres 1993, wurde eine sehr interessante Karte kreiert, die sehr gute internationale Küche bietet.


Ambiente:

Das Ambiente ist wirklich einzigartig in Wien. Das Lokal erreicht man über eine nach unten führende Treppe, die Tür wird von einem Herren geöffnet und die Jacken werden einem gratis an der Garderobe abgenommen.
Danach gelangt man zu einer netten, gut aussehenden Dame, von der man dann zu dem Tisch geführt wird und die Speisekarten gereicht bekommt.
Im Inneren des Lokales selbst ist es sehr dunkel, aber nicht zu dunkel, und es gibt einige lila Lichter, die für eine ausreichende Beleuchtung sorgen.
Inmitten des Speiseraumes steht eine große weiße Bar, an der man nach dem Essen noch entspannt, zu der Jazz-Live-Musik, oder später zu der Musik des DJ, einen Cocktail trinken kann.
Im hinteren Bereich ist noch eine Bar ohne Tische, in der man auch rauchen darf, im Rest des Lokals ist rauchen verboten.
Die Einrichtung würde ich als stylisch beschreiben, an der Wand sind 3D-Wellen-Elemente angebracht, die Tische sind mit Stofftischtüchern und Stoffservietten eingedeckt und mit einer Kerze dekoriert.
Die Toilette sind, wie der Rest des Restaurants dunkel gehalten, sehr modern eingerichtet und sauber.
Ein wenig störend am Ambiente ist, dass die U-Bahn, deren Tunnel sehr nahe ist, während des Vorbeifahrens sehr laut ist und auch den Tisch ein wenig wackeln lässt, ebenso ist die Band, die auf der Bühne an der Bar spielt, sehr laut, dass eine Unterhaltung nur noch unter sehr erschwerten Umständen möglich ist.


Service:

Bei den Servicekräften merkt man, dass sie über Erfahrung und Fachwissen verfügen. Wir wurden über den ganzen Abend hinweg gut bedient.
Die Kellner sind sehr aufmerksam, kamen bei jedem Blickkontakt sofort zum Tisch, auch Wünsche zum Essen wurden aufgeschrieben und der Küche so mitgeteilt, dass sie auch umgesetzt wurden.
Auch bei der Wein-Empfehlung zum Hauptgang wirkte der Kellner sehr kompetent und suchte den passenden Wein zu dem Gericht aus.
Nur eine Vorstellung der servierten Gerichte fehlte mir, aber wegen der Lautstärke würde sich dies vermutlich als schwierig darstellen, trotzdem würde es den Service ein noch höheres Niveau geben.


Essen:

Als Vorspeise wählte ich Knuspriger Thunfisch. Tartar vom Yellow Fin Thunfisch zwischen Knusperblättern mit Mangogel. Das Gericht war als Turm angerichtet. Die Basis bildete der Thunfisch, der von sehr guter Qualität und Frische war, danach kam ein Knusperblatt, dann wieder Thunfisch, Knusperblatt danach eine Schicht aus cremiger Avocado mit Avocadostücken, wieder ein Knusperblatt und oben thronte das Mangogel.
Die einzelnen Bestandteile des Gericht schmeckten excellent, aber erst das Zusammenspiel aller Komponenten lässt die Raffinesse dieses sehr stimmigen Gerichtes erkennen.
Meine Hauptspeise war das 350 Gramm schwere Dry Aged Côte de Bœuf mit Kichererbsen Lauchragout und gemischtem Blattsalat.
Das, von mir medium bestellte Steak, kam auch perfekt medium bei mir an. Außen war es sehr knusprig und innen sehr saftig. Dieses Stück Fleisch, höchster Qualität, hatte ein unglaubliches Aroma nach gegrilltem Fleisch und nach purem Dry-Age-Fleisch, einfach perfekt gemacht.
Der Blattsalat hat mich überrascht, er war frisch und knackig und durch das vorzügliche Dressing schmeckte er sehr gut, überraschend deswegen, weil Salat mich sonst eigentlich nicht überzeugen kann.
Die Kichererbsen, als Beilage, konnten mich hingegen nicht wirklich überzeugen, da sie mir einerseits nicht wirklich schmecken und auf der anderen Seite waren sie zu hart. Die Sauce, wie die Kichererbsen in einer kleinen Schüssel, war sehr luftig und intensiv im Geschmack, aber zu diesem hervorragenden Steak brauchte ich keinen Sauce.
Meine Begleitung aß als Vorspeise Burrata aus Apulien auf Tomatenchutney, Mango und Olivenöl Bubbles und als Hauptspeise wählte sie Parmesanrisotto mit Pinienkernen, Feta und Oliven unter Karotten-Ingwerespuma.
Auch sie war von beiden Gerichten begeistert, vor allem das Risotto konnte überzeugen, es war wunderbar cremig und schmeckte hervorragend.


Fazit:

Im Albertina Passage Dinner Club kann man in einem einzigartigen Ambiente ausgezeichnetes Essen genießen, trotzdem vergebe ich nur vier Punkte da die Beilagen nicht auf voller Linie überzeugen konnten, aber ebenso gut einen Cocktail an einer der beiden Bars trinken. Abgerundet wir dieses Angebot durch den guten Service und die gebotene Live-Musik.
Will man in einer nicht alltäglichen Atmosphäre sehr gut essen, so kann ich dieses Restaurant empfehlen.

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Letzter Kommentar von am 28. Mai 2014 um 13:55

Danke Würde nicht sagen, dass sie flüssig war, eher cremig.

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am 22. April 2014
gabelexperte
32
7
3
4Speisen
5Ambiente
4Service

Service: Aufmerksam, unser Kellner hatte einen eigenen Schmäh, den man nach ein paar Achterl aber verstanden hat :)
Küche: Von eher unspektakulär bis grenzgenial, der Fisch war trocken, das Filetsteak leider zäh, die Vor- und Nachspeise waren hingegen wieder ein absoluter Traum. VIEL zu KLEIN die Portionen, leider!
Ambiente: Unvergleichbar in Wien. Gute Livemusik und tolle Stimmung.
Somit: empfehlenswert!

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am 17. Oktober 2013
sengle
3
1
1
5Speisen
5Ambiente
3Service

Ein frühes Abendessen unter der Woche im September 2013 zu zweit:
Nette Begleitung zum Tisch, Bestellung aufgenommen und los ging die kulinarische Reise.
Noch bevor wir unseren Aperitiv zu Ende getrunken hatte, wurde auch schon die Hauptspeise serviert (wir hatten keine Vorspeisen oder Suppen bestellt).
Ich war enttäuscht, hättedie Küche nicht etwas länger warten können. Mit unserem Aperitiv zum Hauptgang genossen wir ein Steak - perfekt auf den Punkt, butterweich und einem hervorragend guten Soßerl.
Das andere Hauptgericht stand als Vorspeise auf der Karte, wurde als Hauptspeise bestellt und kam in Vorspeisenportion zum Hauptgang meines Gegenübers. Gefüllte Calamari - hervorragend! Der Salat, den ich extra orderte, war nichts besonderes - sogar etwas langweilig. Gemeinsam mit dem gereichten Brot, konnten sie meinen Hunger stillen.


Live-Musik startete zwischen 20.30 und 21.00 - angenehme Stimme zu Pianoklängen, bekannte Stücke. Wechsel zur Bar - hervorragender Service, gute Drinks.

Fazit: Service am Tisch freundlich. Leider schlechtes Timing und Missverständnis mit Vorspeise/Hauptspeise
Küche: hervorragend

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am 2. Juni 2013
Boxter
2
1
3Speisen
5Ambiente
3Service

Waren 4 Personen, Samstag Abend:
Ambiente und Musik einmalig.
Service O:K., Kellner leicht arrogant.
Ich habe 3 gängiges Menü bestellt. Portionen waren mini. Musste mich mit Brot satt essen.
Beim Versuch Beilagen zu wechseln, sind wir teilweise gescheitert. Service leider nicht flexibel. Portionen sind für diesen Preis durchgehend viel zu klein.
Preis Leistung bei Speisen passt nicht.
Live Musik war echt spitze.
Essen werden wir dort nicht mehr, ein Barbesuch wird allerdings sicher wieder stattfinden.

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am 5. April 2013
Martinek
15
1
2
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ein lokal der superlative, passt einfach alles! Wenn es eine 5+ bewertung gäbe, wäre angepasst! Preis- leistung adäquat! Freuen uns schon aufs nächste mal!!

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am 1. Februar 2013
Experte
adn1966
80
48
22
5Speisen
5Ambiente
5Service
7 Fotos1 Check-In

Als mir die Liebste nach einem Geschäftsessen von diesem Lokal vorschwärmte, war ich erst einmal skeptisch. Haute Cuisine in einer Passage? Schließlich überwog dann doch die Neugier und wir machten uns auf den Weg zur Oper. Der Eingang zur Albertina Passage ist neben der Frontseite der Oper, auf der Seite der Operngasse. „Dinner Club“ steht prominent auf einem großen Schild neben dem Abgang, der aus schwarzen Stufen mit violetter Beleuchtung besteht, ein Farbthema, das sich durch das ganze Lokal zieht.

Man steigt also in die ehemalige Unterführung hinab und gelangt zu einer Garderobe, wo freundliches Personal die Mäntel abnimmt und nach unserer Reservierung sieht. Ebenso freundlich werden wir zu unserem Tisch geführt, und schon beginnt das Erlebnis Albertina Passage. Das Lokal ist sehr groß, sehr gestylt und eher dunkel. Schwarz und violett sind auch hier das Thema, der Innenarchitekt durfte sich austoben. Aber das Stilexperiment ist äußerst gelungen, ein derartiges Restaurant habe ich in Wien bis dato noch nicht betreten.

Elegant ist es, sehr modern und stylish, und man hat das Gefühl, in New York, London oder sogar Las Vegas zu sein. Nicht das shiny und flashy Las Vegas, wohl gemerkt, sondern eher eine moderne und elegante Bar, wie man sie in den neueren Hotels findet. Würde Celine Dion, Paul Anka oder sogar das Rat Pack auf die Bühne kommen, man wäre nicht wirklich überrascht. Im Zentrum des Lokals ist eine große Bar und die Bühne, kontrastierend zum Rest des Lokals in weiß gehalten und hell erleuchtet. Später am Abend spielt dort ein Pianist, noch später sogar eine ganze Band. Light Jazz, typische Barklänge und Lounge Musik sind die Themen, mit denen man berieselt wird, absolut gelungen und zum Ambiente des Lokals passend.

Im Lokal selbst wird nicht geraucht, was an und Pfirsich für die Liebste und mich ein ziemlicher Wermutstropfen wäre, jedoch hat man hier eine aus meiner Sicht perfekte Lösung geschaffen: am anderen Ende des Lokals, auf dem Weg zu den (ebenso stylishen und sauberen Waschräumen gelangt man über einen Gang in eine kleinere Bar, in der geraucht werden kann. Kein verqualmtes Raucherkammerl, nein, nein, eine vollwertige Bar, in der Getränke und Kaffee bestellt werden können. Die Musik des Hauptraums wird in die Bar eingespielt, und so kann man zwischen den Gängen bzw. nach dem Essen kurz auf ein Zigaretterl entschwinden. Einfach perfekt. Der Kellner nimmt darauf Rücksicht, frägt vor dem Servieren jedes Gangs nach, ob er das Essen bringen darf, aber zum Service noch ein wenig später.

In der Küche werkt Alexander Kumptner als Küchenchef, ein ehemaliger von Werner Matt und später die rechte Hand von Reinhard Gerer. Wie man aus der Homepage erfährt, haben Kumptner/Gerer das kulinarische Konzept entwickelt. Man rühmt sich dort, einen „ ... in Wien einzigartigen amerikanischen Holzkohlegrill ...“ zu haben, auf dem Steaks auf amerikanische Art gegrillt werden. Interessant. Ferner soll „ ... eine internationale Auswahl an Speisen geboten werden, um den kosmopolitischen Flair des Lokals zu untermauern. ...“. Stimmt.

Die Karte ist übersichtlich und nicht überladen. Es finden sich vier Vorspeisen (alle so ca. € 18,-), nebst Carpaccio und Gänseleber Parfait wird ein „Steirischer Thunfisch“, 
roher Yellowfin Thunfisch mit steirischer Kürbiskernöl-Vinaigrette auf cremigen Käferbohnen mit Schafskäse und Nussbrotcracker angeboten. Interessante Kreation.
Dann gibt es Zwischengerichte, dort finden sich Suppen, Risotto, Schneckencocktail und, ins Auge springend „Kumptner ́s Trüffelei“ - „Das Ein-Stunden-Ei“ auf cremigem Babyspinat mit Périgord Trüffel.

Bei den Hauptspeisen setzt man auf Lamm, Schweinsbraten (Braten vom Ibericoschwein auf karamellisierten, gepfefferten Krautfleckerl mit Kümmelkartoffelespuma), Branzino und Steinbutt. Und natürlich auf Steak. Angeboten wird ein Dry Aged Côte de Bœuf mit Chorizo Bohnen, Blattsalaten und Sauce Hollandaise um € 32,-.

Als Gedeck (€5,- incl. Musikbeitrag) wird knuspriges Weißbrot gereicht, mit feinem Olivenöl, das der Kellner auf Wunsch mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer verfeinert. Das Brot bleibt auch während des Essens am Tisch wird bei Bedarf immer wieder aufgefüllt.

Nun denn, let the games begin: die Liebste wählte das Carpaccio, ich die Rinderconsommé mit Fleischstrudel, als Haupstpeise wählten wir beide das Dry Aged Steak, rare für Madame, medium rare für Monsieur.

Ein kleiner Aperitif vorab, die Weine wählten wir glasweise, weil wir uns nicht auf eine Farbe einigen konnten. Es gibt eine durchaus beachtliche Weinkarte, reichlich gute Winzer aus Österreich, aber auch Frankreich und Spanien sind vertreten. Preislich liegt man bei den Flaschen mehrheitlich zwischen 30 und 100 €, aber auch ein Chateau Lafite Rothschild um € 1.350 findet sich auf der Karte. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nach kurzer Wartezeit kamen unsere Vorspeisen. Das Carpaccio der Liebsten spielt in einer eigenen Liga. Hervorragend zart kommt das hauchdünne und leicht geklopfte Scheibchen vom Almochsen daher, mit ein wenig Olivenöl verfeinert, italienischen Oliven und, geschmacklich ein echtes Highlight, Schafkäsekrümel. Meine Suppe ist kräftig und gut, als Einlage finden sich zwei relativ große Stücke Fleischstrudel. Gut und reichlich, als Zwischengericht mit Aussicht auf 300 Gramm Dry Aged Steak fast schon zu viel des Guten.

Nach einer Zigarettenpause in der Raucherbar (herrlich!) kommt der Hauptgang. Zwei mal Dry Aged Steak, perfekt auf den jeweils gewünschten Garpunkt gegrillt. Hervorragend im Geschmack, begleitet von einer kleinen Schüssel pikanter Chorizobohnen. Ein Gedicht. Nicht die üblichen „baked beans“, sondern ein würziger Cocktail aus Bohnen und Paprika. Das Fleisch ist zart und wirklich gut im Geschmack, auf unseren Wunsch wurde noch ein wenig Kartoffelpüree und, zwei Schüsselchen klein geschnittene Chilischoten gereicht.

Beim Dessert mussten wir leider passen, wir konnten einfach nichts mehr essen.

Noch kurz zum absoluten Highlight des Abends, dem Service: Ambiente und Speisen verdienen ohne Wenn und Aber eine ehrliche 5, für den Service würde ich liebend gerne eine 6 geben, was natürlich nicht geht. Unser Kellner, Herr Bernhard, war perfekter Service in Person. Stets freundlich und aufmerksam kamen so viele kleine Details, die leider so selten beachtet werden. Bei der Bestellung hat er von sich aus gefragt, ob wir mit den Beilagen, wie sie in der Karte stehen, einverstanden sind, oder ob wir etwas abändern möchten. Vor jedem Gang hat er nachgefragt, ob wir schon bereit wären, kein noch so kleines Detail wie eine zu Boden gefallene Serviette, die sofort ausgetauscht wurde, entging ihm. Als ich kurz von der Liebsten Carpaccio naschte, wurde mir sofort eine neue Gabel für meinen Hauptgang gereicht. Ganz, ganz großes Kompliment für Freundlichkeit und Kompetenz. Besser kann man diese Arbeit nicht machen.

Fazit: Das Essen und Trinken in diesem einzigartigen Ambiente schlug sich mit € 150,- zu Buche, Kaffee und Grappa an der Bar nicht miteingerechnet. Kein billiges Vergnügen, aber im Hinblick auf Service, Musik, Ambiente und Qualität der Speisen durchaus angemessen.

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Letzter Kommentar von am 14. Mär 2013 um 17:38

Mich hat der Bericht mitgerissen, das Lokal hat er auf meine To- Do Liste geführt. Perfetto Capitano!

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am 16. September 2012
leckermaeulchen
38
7
14
5Speisen
5Ambiente
5Service

Was tun, wenn folgender Fall eintritt? Man erwartet anspruchsvolle Gäste. Personen, die schon viel gesehen und erlebt haben. Für uns ergab sich genau diese Herausforderung, eine außergewöhnliche Location zu wählen, die mehr als Alltägliches bietet und nach Speis und Trank auch noch die Möglichkeit zum Tanz bietet und das, ohne dabei die Location wechseln zu müssen.
Somit war es endlich für uns soweit, wir besuchten die Albertina Passage. Wien darf sich glücklich schätzen. Die erfolgsverwöhnten Partymacher der Babenberger Passage machten sich vor zwei Jahren los und lösten ihre Schulden ein. Deshalb „einlösen“ weil es bei der Babenberger Passage nicht geklappt hat. Schon dort wollten die damals noch Neo-Gastronomen, Restaurant mit anschließender Partylocation vereinen. Der ungeahnt große Erfolg als Tanzclub, oder besser genannt als Diskothek, ließ in Folge keine Sesseln und Tische zur Umsetzung eines Restaurantbetriebs zu. So verdiente man gutes Geld mit einer Disco und vertagte das Vorhaben auf später.
Mit der Eröffnung vor einem Jahr, erhielt Wien ein internationales Restaurant mit Club und Barprogramm. Die Passage selbst war früher eine Unterführung unter dem Opernring, die zuletzt auch Obdachlosen Unterschlupf für widrige Wetterverhältnisse bot.
Mit dem Abstieg über ein paar Stufen hinunter, die in das unterirdische Reich führen, beginnt für uns ein kleines Abenteuer, auf das wir uns gespannt und auch mit hoher Erwartungshaltung gerne einließen. Nach dem sehr höflichen Empfang an der Rezeption geleitete uns eine Dame zu unserem Tisch. Wir sahen ein schönes Lichtspiel, mit violetten Farben inszeniert man die Bühne in der Mitte des Lokals. Um diese Bühne herum befinden sich die Tische und so ist man während des Aufenthalts unterhalten von der Darbietung der Künstler. In unserem Fall war es eine Musikergruppe, die mit einem mehr als talentierten Sänger für schöne Soulnummern gesorgt und zu denen später auch viele Gäste ihr Tanzbein geschwungen haben.
Unser Kellner begrüßte uns und übergab uns die Karte. Das Angebot bestand aus sehr international orientierten Gerichten. Edle Zutaten nehmen dominant Platz im Speisenaufgebot. Unser Ober verwies uns auf den Stolz des Hauses, den Jospergrill.
Dieser Grill ist in der Lage, die Speisen bei 300 – 400 Grad schnell knusprig zu grillen, während durch diesen kurzen Vorgang das Innere des Fleischs trotzdem zart und saftig bleibt. Somit bestellten wir und tranken als Aperitif Campari Soda, im Anschluss daran eine Flasche EBNER-EBENAUER Grüner Veltliner Alte Reben 2010 (wohlfeile 55.-). Da es die Vortester bereits erwähnten, pflichte ich wegen des gereichten Brots bei. Ja, wir empfinden es ebenfalls als dürftig nur Weißbrot zu servieren, das darf der Do&Co tun, aber bei diesem Preisniveau hier sollte mehr Auswahl angeboten werden. Nun ging es weiter zu den
Vorspeisen:
Calamari vom Grill,
Lauwarme Calamari vom Jospergrill mit marinierter schwarzer Avocado, Radicchio, Chorizoespuma und cremigen Oliven
Knuspriger Thunfisch
Tartar vom Yellow Fin Thunfisch zwischen Knusperblättern mit Mangogel
Beide Gerichte waren ein Gedicht! Bei den Calamari waren wir nun erstmals Zeuge dieses „Zaubergrills“ die Fischstücke waren ganz leicht mit einer Knusperschicht umhüllt, zart saftig war der Kern der Calamari. Den dazu servierten Salat mit der Idee einer „cremigen Olive“ muss man einfach mal gegessen haben. Es passte alles hervorragend zusammen. Ganz genau so erging es uns mit dem Thunfischtatar. Knusprige Strudelblätter bildeten eine kleine „Lasagne“. Die Fülle war ein asiatisch, gewürzter, sehr gut abgeschmeckter Thunfisch. Eine undefinierbare weiße Sauce wurde auf das Gericht nappiert und wertete den sehr guten Gesamteindruck nochmals positiv auf.
Zwischengänge

Königsberger Kalbfleischbällchen mit Kaisergranat im weißen Fond und Thaispargel: fantastisches leichtes Faschiertes, sehr gut gewürzt für uns nur sehr merkwürdig, es in einer Art Suppe zu servieren. Es stand Kalbsfond auf der Karte, dennoch befremdet es ein wenig, faschierte Kugeln auf Suppenart serviert zu bekommen. Geschmacklich war es sehr fein.
Gekochte Kalbszunge im Schnittlauch-Kren-Fond mit Erbsenschoten: ebenfalls mit sehr dünner Suppe serviert (klar, stand ja auch hier Fond auf der Karte). Zunge ist jetzt „in“ somit gibt es dieses Gericht logischer Weise auch hier zu essen. Es war ebenfalls fantastisch. Interessanter Weise waren die Stücke etwas größer gehalten. Zuletzt bekam man Zunge häufig in dünnen Scheiben serviert. Geschmacklich war alles 1A, die Schnittlauch-Kren Mischung harmonierte ganz hervorragend mit der Kalbszunge.
Risotto
Cremiges Kürbis-Chili-Risotto mit Schafkäserolle gratiniert: Der Reis war am Punkt gegart, was in Anbetracht des vollen Lokals mit mehr als 100 Gästen eine Besonderheit ist. Der gratinierte Käse oben auf war eine schöne Ergänzung.

Zu den Hauptgängen tranken wir einen sehr schönen Blaufränkisch Hochäcker 2009 von WENINGER (30,-/Flasche).

Lammkrone
 im Ganzen vom Josper-Holzkohlengrill auf geschmorten Currytomaten, Sauerrahm-Cayennefumee und glacierten Kichererbsen ( € 32.- !!): wie anfangs empfohlen aßen wir dieses Gericht, welches am besprochenen Jospergrill gegart wurde. Obwohl wir den hohen Preis für grenzwärtig halten, war dieses Lamm wohl das beste, das wir jemals gegessen haben. Es war alles so, wie man es sich erwarten durfte: im Ganzen serviert, außen knusprig, innen zart und wunderbar saftig. Die Kichererbsen dazu waren ebenfalls ein Gedicht. Sehr schön serviert. Sehr geehrter Herr Küchenchef Alexander Kumptner, an dieser Stelle, darf ich Ihnen unbekannter Weise mein Kompliment aussprechen, das war Spitzenniveau und ganz große Küche!!

Steinbutt, 
gebratenes Filet vom Wildfangsteinbutt im Muschel-Erbsen-Fond und luftigen Kartoffelbällchen (€ 27.-!!) Dieser Preis ist für die Portionsgröße zu hoch. Das ganze Gericht war köstlich, keine Frage, und auch hier überzeugte das Talent der Küchenbrigade.

Als Dessert ließen wir uns von einer Dessertvariation überraschen. Am Teller gab es eine Interpretation von Snickers mit Eis, Sorbet und ein Stück Apfeltarte.
Snickers ist wohl der Begriff für karamellisierte Nüsse mit Schokozusatz. Die Tarte, das gereichte Eis und nicht zuletzt das servierte Sorbet mundeten ebenfalls ausgezeichnet und rundeten einen mehr als gelungenen Abend ab.
Fazit: Wien hat sein internationales Restaurant mit Bühne und Entertainment nun erhalten. Wir waren nun zum zweiten Mal hier, das Niveau hat sich unserer Meinung nach gesteigert. Alexander Kumptner muss sicherlich den Weg zwischen nationalen und internationalen Anspruch gerecht werden, was ihm aktuell sehr gut gelingt. Immerhin schafft er dies ohne Wiener Schnitzel auf der aktuellen Karte. Das Preisniveau ist wirklich hoch. Die Investition in diese Location müssen erschreckend hoch gewesen sein, das Ergebnis kann sich dafür sehen lassen. Wir wünschen den Restaurantbetreibern viele Auszeichnungen, die sie sich in dieser Form mehr als verdienen. Der Service war an diesem Abend ganz ausgezeichnet, auch dafür vergeben wir gerne Höchstnoten. Es war ein teurer Abend, dafür erhielten wir eine schöne Darbietung auf der Bühne, top Service und eine der besten Küchenleistungen des Landes überhaupt. Demnach: bravo!

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Letzter Kommentar von Gast123 am 2. Feb 2013 um 10:45

Der Steinbutt ist schon im Einkauf sehr teuer!

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am 5. September 2012
Gernegutessenundtrinken
2
0
4Speisen
3Ambiente
3Service

Das Lokal ist wirklich sehr mondän und einzigartig in Wien.
Der Gruß aus der Küche war einfach nur Brot. Etwas verspätet kam absolut bitteres Olivenöl dazu. Das Service war sehr freundschaftlich. (Für diese Preiskategorie etwas zu wenig distanziert) Die Speisen waren von für den Preis durchschnittlich. Der Fisch hat sogar etwas muffig geschmeckt, das allerdings bei einem Saibling sehr schwer ist. Das cote de boeuf war ausgezeichnet.
Die Musik war für eine anständige unterhaltung zu laut.
Alles in allem: Nett mal da gewesen zu sein, aber es gibt definitv bessere, kreativere und schönere Restaurants in Wien!!

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Kommentar von am 5. Sep 2012 um 15:42

Wenn das Essen nur durchschnitt war, wieso gibst du dann eine 4?

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am 21. Mai 2012
ErwinJ
2
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Am Life-Ball Samstag war ich mit Frauchen vorerst in der Oper, und hernach wäre ich fast schon (wieder) in mein geliebtes Italic gegangen... Hab's mir aber doch anders überlegt und die sehr mondäne Albertina-Passage geentert.

Vorweg: Vom Empfang über das Lokal selbst, die Toiletten - alles bis ins Detail durchgestylt.

Da am besagten Samstag "die Schönen und Reichen" anderswo zugange waren hatten wir keine Probleme einen Tisch zu bekommen und wurden vom Personal umhegt.

Das Essen: Der Gruß aus der Küche (Thunfisch-Tartar und ein sensationeller Lachs) als "Finger-Food-Löfferl" ausgeführt, serviert auf einer schwarzen Fliese. Unser Hauptgericht: 2 x Steak (medium2rare), nicht 100% auf den Punkt, mir persönlich zu medium und zu wenig rare, aber ansonsten in perfekter Qualität und zum gebotenen Preis absolut fair. Die normalerweise dazu gereichten Beilagen haben wir kurzerhand auf Salat ändern lassen (ich bin nicht so der Kartoffelpüree-Fan). Der Salat war übrigens ein Gedicht.

Als Abschluß gab's eine Nachspeisenvariaton von der ich wahrscheinlich noch lange träumen werde...

Zu den Getränken. Der Rotwein meiner Herzensdame war mit rund 7€ pro Glas wohl köstlich, gleichwohl keine echte Okkasion. Das Mineral mit 9€ pro Flascherl spricht für sich...

Unser Kellner war wohl die Aufmerksamkeit in Person, ein extrem netter jüngerer Mann mit viel Geschmack und Einfühlungsvermögen.

Vom Konzept her sehr stimmig (auf die Musik gehe ich hier nicht extra ein), die Preise durchwachsen, aber ein klares "gerne wieder"!

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am 14. Mai 2012
zeppo123
1
1
4Speisen
4Ambiente
4Service

ich war am vergangenen Samstag dort Essen. Wir (vier PAX) saßen links hinten an der Spiegelwand
und empfanden das Ambiente, das Service und das Essen sehr gut!!

Allerdings hat uns die Lautstärke der Live-Musik an einer "normalen" Konversation gehindert, speziell als die Sängerin ca. um 22:00 loslegte, sodass wir früher als geplant ihr Lokal verlassen mussten, was eigentlich schade ist.
Die Musiker spielten hervorragend, aber das hätten sie auch bei halber Lautstärke.

Ich meine, man sollte sich entscheiden, ob man ein Jazz-Lokal (a la Jazzland, Birdland, Porgy&Bess etc.) sein möchte, oder eine coole Lounge, bei der die Kommunikation und das Miteinander im Vordergrund stehen. Das derzeitiges Setup deutet zwar das Letztere an, musikalisch wird aber das erstere gelebt.

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am 10. April 2012
SvenWeber
1
1
5Speisen
4Ambiente
3Service

Waren letzte Woche zum bereits dritten Mal in der Albertina Passage essen. Muss sagen, das wir durch und durch zufrieden waren. Zwar haben wir etwas länger auf den Tisch warten müssen, doch das was uns nachher geboten wurde, war Spitzenklasse. besonders hervorheben möchte ich die Küche von Alexander Kumptner. Als Vorspeise hatten wir das Thunfisch Tartare - wärmstens zu empfehlen. Der Tomatenschaum verleiht dem Gericht einen exquisiten Touch. Das Steak war wieder einmal hervorragend - der Geschmack des Grillers ist wirklich einzigartig. Zum Dessert bestellten wir eine kleine Variation, wo besonders die Anrichtung gefiel. Wir haben uns von Anfang an in der Albertina Passage wohlgefühlt und unser Eindruck ist, dass das Team des Lokal bedeutend besser eingespielt ist, als am Anfang. Am Service gibt es im Großen und Ganzen nichts zu bemängeln. Wir mussten zwar beim letzten Besuch zwei mal aufforden zum Zahlen, aber ansonsten gibt es am Service im Großen und Ganzen nichts zu bemängeln. Man sollte auf jeden Fall diesen Dinnerclub einmal gesehen haben um sich ein eigenes Bild machen zu können. Sowas hat Wien bis dato noch nicht gesehen.

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am 2. April 2012
mskat
3
1
1
4Speisen
5Ambiente
4Service

Die Besucher der Albertinapassage sind schon sehr stylisch, das ganze Lokal kann eigentlich als Laufsteg bezeichnet werden. Das Ambiente ist wirklich sehr toll, das Lokal vom Eingang bis zur Toilette durchdesignt.

Das Essen (in meinem Fall Carpaccio und Saibling) war ausgezeichnet, das Dessert (Creme Brulee) eher durchschnittlich. Das Personal war sehr bemüht, Wasser- und Weingläser hatte keine Chance trocken zu werden.

Das Lokal ist bis auf eine abgetrennte Bar ein Nichtraucherlokal. Allerdings sollte man wissen, dass zu späterer Stunde überall geraucht wird. Beim Trinken an der Bar ist dies noch erträglich, ein Essen in dieser Preisklasse möchte ich aber auch noch nach Mitternacht in rauchfreier Luft zu mir nehmen können.

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am 14. März 2012
Experte
Gastronaut
428
45
29
4Speisen
5Ambiente
4Service

Die Betreiber des neuen Dinnerclub Albertina Passage haben vor allem zwei Dinge richtig gemacht. Nämlich einerseits in den vielbeschworenen "Zeiten wie diesen" keinen Cent zu sparen, wenn es um die Ausstattung des Clubs geht . Und andererseits war es die richtigste Entscheidung, sich Alexander Kumptner als Küchenchef zu holen. Kumptner - ein Schüler von Reinhard Gerer - hat hier in den Gewölben der Passage zwar nur eine kleine Küche zur Verfügung und kann daher auch nur eine eher kleine Karte anbieten. Doch was er anbieten kann, zeugt von Leidenschaft, Kreativität und Spaß am Kochen. Und er macht eines, dass nicht alle Köche können: Er versetzt sich in seine Gäste rein. Diese sind in der Regel nicht unbedingt arm und ernähren sich auch so. Will heißen, die betuchten Gäste haben es oft satt, vom teuersten Reiche-Leute-Essen satt zu sein. Und so besinnt sich Kumptner auf die Kombination von Hausmannskost und Haute Cuisine! So schwört er zum Beispiel auf seine süchtig machenden glacierten Weinbergschnecken - Schmäh ohne: ein Renner! -, geschmortes Kalbsschulterscherzel und Saiblinge aus Mariazell. Gegrilltes kommt hier aus dem wunderbaren spanischen Josper-Holzkohlegrill, wobei das Dry Age Rib Eye Steak mit 350 Gramm plus Beilagen für 32 Euro nicht einmal viel teurer ist als in weniger gehobenen Lokalen!

Bei meinem Besuch hatte ich zunächst den "Knusprigen Thunfisch", ein Tartare vom Yello Fin Thunfisch - die muss man essen so lange es sie noch gibt - zwischen Knusperblätter. Eine köstliche Kreation mit überraschend viel Biss! Weiters probierte ich das butterweiche und auf den Punkt gewürzte Kalbschulterscherzel und eine wirklich wunderbare Nachspeisenkombination.

Wer hier am Abend an einem der Tische und nicht so wie ich an der Bar speist, der zahlt für Gedeck und Livemusik fünf Euro! Dieser Umstand hat Anfangs einige Gäste aufgeregt. Wenn man aber bedenkt, dass man in so gut wie jedem Lokal der Wiener Innenstadt um die drei Euro für das Gedeck bezahlt, dann ist die Livemusik die weiteren zwei Euro absolut wert. Ein weiteres Atout des Lokals sind die verzweigten Nebenräume. So darf in einem mit Bar ausgestatteten Salon im Gegensatz zum restlichen Bereich geraucht werden. Und im Extrazimmer sieht es so aus als würde man sich in einem edlen Zigarrenclub auf Cuba befinden.

Insgesamt lässt sich sagen, dass einem das Essen und trinken hier durchaus teurer zu stehen kommt. Die optischen, akustischen vor allem aber kulinarischen Erlebnisse sind das aber - von Zeit zu Zeit - wirklich wert!

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Letzter Kommentar von Unregistered am 24. Mär 2012 um 22:38

Dry Age Rib nicht OK, verbrannt, absolut ungustig. Speisekarte generell supermini. Mit Geschäftsleuten kann man da nicht hingehen!

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am 22. Februar 2012
Gourmet3
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Albertina Passage ist ein Restaurant der Sonderklasse. Es ist nicht nur ein Lokal mit einem einladen Ambiente, sondern man kann hier auch nur hervorragende Cocktails nach der Arbeit genießen.

Das Musikerteam wechselt sich fast jeden Abend ab und begeistert immer wieder aufs neue. Darunter waren auch schon Künstler mit Weltrang.
Sie spielen eine Fusion aus Jazz-Funk-Soul.

Die Speisen sind international und individuell kreativ interpretiert. Die Küche ist ein Gaumengenuss der auch das Auge bezirzt.

Die Portionen auf dem Teller sind so, dass man den Tisch perfekt gesättigt verlässt selbst wenn man auf die Nachspeise verzichtet.

Wir haben das Lokal schon mehrere male besucht und bekamen jedes mal einen ausgezeichneten Service.

Die Preise werden der Leistung, die man hier erhält mehr als gerecht.

Ein außergewöhnliches Extra: Am Eingang wird man von einem bezauberndem Hostessenteam empfangen und zu Tisch geleitet. Sie informieren über die Besonderheiten des Lokals und geben dem Abend einen schönnen Beginn.

Alles in allem entspricht dieses Lokal allen Ansprüchen eines kritischen Konsumenten als auch den Standarts der gehobenen Gastronomie.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 5. Mär 2012 um 19:31

muss laurent leider recht geben. hab mir ganz genau das gleiche gedacht!

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am 6. Februar 2012
NorbertZ2
1
1
4Speisen
5Ambiente
3Service

kurz und bündig:

Ambiente: Hammer - live Jazz Band zum Dinner ist ein Hit

Essen: dem Preis entsprechend.. man kann sicher das Rinderfilet auch um 20,- bekommen... hier kostet es halt 30,- (man bezahlt das Ambiente und die Musik mit)

Service: nicht ausreichend (im Vergleich zu Essen und Ambiente)
Kellnerfleck hinten in der Hose, Bestellung wird auf "Schmierzettel" aufgenommen, Comis schaffen es nicht die Suppe zu bringen ohne aus zu schütten (3x beobachtet), bei den Preisen möchte ich vom Oberkellner nicht hören: "und.. bei euch alles leiwand?", 3 Personen.. 2 bekommen das Essen, der Dritte erst 5 min später; wir kommen vom Rauchen zurück und 2 Comis stehen tratschend auf der Treppe.. man durfte sich vorbeischlängeln - bewegt haben sie sich nicht

sicher alles Kleinigkeiten.. allerdings erwarte ich bei den Preisen ein perfektes Service

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Letzter Kommentar von mellowman am 26. Feb 2012 um 19:50

mein name gehört noch dazu

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am 5. Februar 2012
Wienbesucher
1
1
4Speisen
5Ambiente
4Service

liebe freunde der leichten unterhaltung

leidergottes ist der wiener etwas hinterher wenn es darum geht etwas neues auszuprobieren bzw. anzunehmen. warum kann ein lokal nicht restaurant UND erlebnisgastronomie bieten??? mann vergisst leider schnell, dass man hier keinen abklatsch versucht, sondern die gastronomie versucht weiter anzutreiben. wird einem nix geboten ist der wiener nicht zu frieden. versucht man das gegenteil ist es auch nicht recht. es ist jeder herzlich eingeladen in dieser wirtschaftlichen zeit dem wiener etwas neues zu bieten. aber in einem sind wir ja weltmeister...im sogenannten sudern.

also ich bin jetzt schon fast regelmäßig in der AP, da es mir und meinen bedürfnissen extrem zusagt. wenn man es sich nicht leiseten möchte oder kann ist man nicht gezwungen dort seinen abend zu gestalten. doch am ende des tages, wenn ich mir ausrechne was ein restaurantbesuch mit eintritten in einem club danach inkl. taxi kosten ausmachen...bezweifle ich, dass ich woanders um soviel billiger wegkomme

lg

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Letzter Kommentar von mellowman am 26. Feb 2012 um 19:49

@wienbesucher ...bin ganz deiner Meinung

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am 4. Februar 2012
KulturratWien
3
1
1
4Speisen
5Ambiente
3Service

Hallo

Am Freitag den 27.01.2012 hatte ich wieder Spaß daran, mit meiner Frau, ein neues Lokal in der Wiener Innenstadt zu versuchen!
Wenige Tage zuvor hatte ich die Reservierung online durchgeführt, das sich als besonders rasch und problemlos abwickeln lies.
Wir hatten uns für die Albertina Passage entschieden weil wir sehr unterschiedliche Meinungen, seitens unseres Bekanntenkreises, erhalten haben.
Wir versuchten trotzdem mit sehr geringen Erwartungen dort einzutreffen.
Wir waren schon sehr gespannt als wir die lange Treppe des sehr stylischen Abgang hinunter gingen.
Es erwartete uns ein sehr großzügig gehaltener Eingangsbereich wo wir schon sehr freundlich und angenehm begrüßt wurden.
Nachdem wir die Garderobe abgegeben hatten ging’s weiter zu den eigentlichen Empfang wo uns eine sehr angenehme Empfangsdame uns zu unseren Tisch begleitete.
Dort angekommen haben wir darum gebeten uns kurz das gesamte Lokal zu zeigen, was uns sofort zugesagt wurde und auch ohne Eile und sehr ausführlich erledigt wurde.
Sehr angenehm angetan von dem Ambiente und äußerst entspannt durch den netten Empfang nahmen wir gemütlich platz und widmeten uns der Speisekarte.
Die uns sehr gut zusammengestellt, überschaubar und nicht alltäglich für die Wiener Innenstadt vorkam.
Das Lokal war als wir um 20 Uhr eintrafen schon sehr gut besucht, und es füllte sich innerhalb weiterer weniger Minuten komplett, trotzdem hatten wir nicht das Gefühl besonders lang zu warten.
Das Servicepersonal scheint sehr gut geschult zu sein und uns wurden auf unsere zahlreichen Fragen größtenteils zufriedenstellende Antworten geboten!
Jedoch bei der Weinauswahl wurden wir nur mäßig beraten, das könnte man noch verbessern.
Wie gewünscht, hatten wir unseren Tisch gegenüber der Liveband die wirklich stimmig mit dem Ambiente im Lokal war!!!
Das Essen kam prompt nach unserer Bestellung. Das Vitello Tonnato das meine Frau genoss war ausgezeichnet und mein Wildlachs fand keinerlei Kritikpunkte.
Nach den Vorspeisen machten wir eine kleine Pause und genehmigten uns an der Bar einen Cocktail.
Sehr positiv überrascht hat uns das wir, als wir am Tisch zurück waren, unser Dry Aged Rip Eye Steak sowie der Saibling innerhalb von 10 Minuten am Tisch war, und das obwohl das Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Auch das Dessert fand sehr grossen Anklang bei uns, wir wählten eine Dessertvariation die den ganzen Abend sensationell abgerundet hat und den Küchenleiter nur Lob zugesprochen werden muss!!!
Die Empfehlung unseres Kellners nach dem Dessert einen Espresso Martini zu versuchen war auch eine sehr gelungene Empfehlung.
Alles in allem waren wir froh die Albertina Passage für diesen Abend ausgewählt zu haben und selbst als die Rechnung kam waren wir nicht unangenehm überrascht.
Da wir öfters, innerhalb Europas sehr viele Restaurants und Lokale besuchen wagen wir es zu sagen das wir nur selten einen so gelungenen Abend erlebt haben!


Kulturrat Wien

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Kommentar von Unregistered am 5. Mär 2012 um 18:53

freut mich zu hören, dass es geschmeckt hat (vor allem die vor- und nachspeisen).. allerdings finde ich den abgang schauderhaft. moderne(kunst?) ist zwar schön und gut, aber gleich neben der oper ?? ich weiß nicht ob das sein muss.. und dann noch diese laufschrifttafel.. naja, das lokal gefällt mir aber auch und das kochen war auch immer toll =)

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am 1. Februar 2012
trueffelschaf
4
1
2
3Speisen
4Ambiente
2Service

Ich war vor zwei Wochen in der Albertina Passage - wiederholen würde ich es nicht.

Positiv für mich: das moderne, stylishe Ambiente, das trotz der Größe - vermutlich durch die Vorhang-Trennungen - eine gewisse Gemütlichkeit bietet. Auch die Live-Musik habe ich als angenehm und "chillig" empfunden, wenn vielleicht auch etwas zu laut - hat mich aber letztlich nicht bei der Unterhaltung mit meinen Begleitpersonen gestört.

Als weniger überragend habe ich die Speisen empfunden: Carpaccio, Fisch und Schoko-Dessert. Nicht schlecht, aber auch kein "Gaumenkonzert". Das Carpaccio war für meinen Geschmack viel zu salzig, dem Fisch fehlte das gewisse Etwas, dem Schoko-Dessert die Frische (zu wenig Fruchtiges) - von Kreativität jedenfalls keine Spur. Ich habe in weitaus günstigeren Lokalen schon mindestens genauso gut gespeist - in gleichpreisigen oft um einiges besser. Etwas befremdlich fand ich, dass man mir zum Fisch Löffel und Gabel gereicht hat.

Gar nicht überzeugt hat mich der Service. Gut, anfangs wurden wir freundlich bedient - die Kellner (zumindest jener, der sich für uns zuständig fühlte) neigen zu etwas übertriebener Coolness. Hat mich nicht gestört - abgewinnen kann ich dieser Verhaltensweise allerdings auch nicht viel. Was mich jedoch sehr gestört hat: Zuerst hat man eine Wasser-Bestellung vergessen (nach der zweiten Bestellung und einer gefühlten durstigen Ewigkeit ist es gekommen), eines meiner Getränke musste ich dreimal (!) bestellen, ehe man es brachte. Dass es mal länger dauert, wenn viel los ist - okay. (Auch wenn es in einem Lokal dieser Preisklasse nicht passieren sollte.) Aber das - höchst unprofessionell.

Und dass es hier Klofrauen gibt, die abkassieren - irgendwie unangebracht. Man möchte meinen, dass das Reinigungspersonal durch die Speise- und Getränkepreise einigermaßen abgedeckt ist und man nicht wie im Einkaufszentrum Münzen aus der Tasche kramen muss, wenn man das WC verlässt.

Fazit: Nett, es gesehen zu haben, nett vielleicht auch, um einen Drink bei angenehmer Musik in stylisher Umgebung an der Bar zu nehmen - aber gut Essen gehen kann man anderswo besser.

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am 31. Jänner 2012
Gunti
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

endlich auch in Wien ein Club für 30,40,50jährige. war schon ein paar Mal unten auf ein kleines Bier...es wurde immer sehr spät! Endlich ein Ort, wo ich meinen Freunden und Bekannten begegne, ohne etwas ausgemacht zu haben.
Tolle Stimmung, tolles Essen, aufmerksamer Service und tolle Leute (sehr angenehmes Publikum). Mein neues Stammlokal!

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Kommentar von Peter am 1. Feb 2012 um 14:57

Ist der neue Maßstab nicht nur in Wien sondern in Österreich. Hatten gestern einen unfassbar tollen Abend! Unser neues Stammlokal.

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am 29. Jänner 2012
docskorpion
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

Ich habe mir gerade die unten angeführten Bewertungen durchgelesen und kann ehrlich gesagt manche Kommentare nicht nachvollziehen.
Ich hatte bis dato 3mal das Vergnügen in der AP zu Essen. Das Ambiente gefällt offensichtlich auch den anderen Kommentatoren sehr gut, so auch mir. Endlich gibt es auch in wien ein wirklich trendiges, modernes und herausragendes Restaurant, wie man es auch aus anderen Hauptstädten (siehe z.B. das "Felix" in Berlin) kennt. Das Konzept ist für Wien in dieser art und weise einmalig und absolut umwerfend. Es ähnelt meiner Meinung nach den amerikanischen Ess-u Tanzlokalen der 30er und 40er Jahren wie man sie aus diversen Kinofilmen kennt, nur halt komplett modern umgesetzt. Von jedem Punkt des lokals hat meine einen fast kompletten Überblick über das ganze lokal und die wirklich bemerkenswerte Life-Band die wohlgemerkt jeden abend vorort spielt, daher finde ich die 5 Euro Musikgedeck in Anbetracht der Tatsache dass man keinen Eintritt zahlen muss mehr als angemessen, nicht zu vergessen die anschliessende DJ-Performance die ebenfalls an allen 3 Abenden hervorragend war. Sowohl das Essen als auch die Getränke und vor allem das Service waren mehr als außergewöhnlich vor allem wenn man die Wiener Gastronomie als Maßstab hernimmt (siehe das Service z.b. seit jahren im Palmenhaus oder auch über die ersten Monate im Motto am Fluss) Natürlich sind die Preise höher als in einem normalen Beisl ums Eck oder auch andere Innenstadt-Lokale, aber dafür bekommt man auch was geboten. Ein guter Freund von mir der ebenfalls einen herrlichen Abend in der AP verbracht hat und seit Jahren in Paris lebt, meinte zu den Preisen: " Das Problem der Wiener liegt darin dass sie offensichtlich bei den Preisen Birnen mit Äpfeln vergleichen, da man z.b. in Paris mit diesem Preis-Niveau wirklich nur im Beisl ums Eck essen kann. Und falls man in einem vergleichbaren Pariser Lokal wie die AP essen würde, würde es locker mehr als das doppelte bis dreifache kosten!"
Abschließend bedenke man das die AP erst seit knapp 5 Wochen geöffnet hat und dafür wirklich eine hervorragende Performance hinlegt. Und übrigens ist man seitens der Geschäftsführung äußerst an Kritik interessiert die auch z.b. in meinem fall positiv umgesetzt wurde (die Beilagen zum Fleisch müssen z.b. nicht mehr getrennt bezahlt werden wie es bei meinem ersten besuch noch der fall war) !!

Fazit: ein wirklich hochwertiges sensationelles neues Konzept und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch !! :-)

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Letzter Kommentar von Unregistered am 23. Mär 2012 um 23:40

Alles ist möglich

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am 29. Jänner 2012
Manuela
1
1
4Speisen
4Ambiente
2Service

Positive Eindrücke:
Schönes Ambiente, sehr modern eingerichtet.
Essen ist sehr gut (sautierten Schnecken sind zu empfehlen)

Negative Eindrücke:
Trotz vielem Personal Service mässig, da Kellner unaufmerksam (wurden nie gefragt, ob wir noch Wünsche haben); bei vollem Betrieb wirkt das Lokal etwas hektisch; sehr laute live-Jazzmusik ist gewöhnungsbedürftig, für ein Speiselokal eher ungewöhnlich, durch die laute Musik steigt der Lärmpegel enorm, vielleicht ist es aber ein Versuch, um die Straßenbahn nicht mehr zu hören, die oberhalb drüberattert; das Lokal ist daher für einen netten Abend zum Unterhalten nicht geeignet, man muss sich regelrecht anschreien! Essen eher hochpreisig + Musikgedeck € 5.-- pro Person; Störend sind die 2 Klofrauen, die noch zusätzlich abkassieren möchten und zum krönenden Schluss stehen noch 3!! Garderobiers bereit, die pro Garderobenstück € 2.-- einfordern, obwohl man fürs Abendessen bereits € 170.-- bezahlt hat (=Abzocke).
Fazit: 1x und nie weder!

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Kommentar von Peter am 1. Feb 2012 um 15:02

Es ist immer die Frage was man sucht und finden will. Wenn man in Österreich einzigartiges Lokal gehen will, dann wird man hier fündig und das werden mir sicher viele andere treuen Stammgäste die dieser Dinnerclub mittlerweile hat, beipflichten. Eine Gastronomie nach der Preisstruktur zu richten finde ich falsch da es in Wien genügend andere Betriebe gibt die für schlechte Qualität, aliquot gleich viel verlangen. Uns sieht in jeden Fall die Albertina Passage schon am Freitag wieder.

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am 24. Dezember 2011
Update am 22. Februar 2012
Experte
Kathinka
68
9
19
3Speisen
4Ambiente
3Service

Ich kann mich unterer Bewertung nur anschließen! Wir waren heute zum ersten Mal in der Albertina Passage und haben das Lokal eigentlich eher enttäuscht verlassen.

Die Details: Die Location ist wirklich modern und toll eingerichtet. Dunkel gehalten, mit vielen Spiegeln. Die Geräusche der Straßenbahn, die oben über den Ring donnert, habe ich eigentlich als störend empfunden. Noch dazu da man 5€ für das "Musikgedeck" hinblättert. Wieder eine neue Masche! Das Lokal vermittelte auch mir einen überheblichen, "wannabe coolen" Eindruck.

Auf den hochgeladenen Bildern sind die konsumierten Speisen zu sehen. Mit jeweils einer Vorspeise und einer Hauptspeise pro Person, sowie je 1 Cocktail und gesamt 3 anti-alkoholische Getränken sind wir bei über 120€ angelangt. Dabei hatten wir kein Steak und einer der beiden Vorspeise war eine Suppe (7€ für eine Rindssuppe). Die Speisekarte ist nicht sehr umfassend. An Hauptspeisen gibt es einige Fische, 2 Steaks, Lamm und Kalbsbackerl.

Die Speisen waren eigentlich nicht überzeugend, also zumindest nicht für das was wir dafür gezahlt haben. Geschmacklich waren meine Kalbsbackerl vielleicht Durchschnitt. An Beilage war es sowohl bei meiner Speise als auch bei der meines Freundes zu wenig. Meine Vorspeise, der Farmer's Layer (hoffe, ich habe den Namen richtig in Erinnerung), war eine moderne Version eines Linseneintopfes mit Bauchfleisch. Das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt (von den Rüben habe ich nicht viel geschmeckt). Das Gericht war aber zumindest halbwegs kreativ... Trotzdem stimmt hier das Preis-Leistungsverhältnis meiner Meinung nach gar nicht.

Beim Service gab es auch noch einige Unstimmigkeiten. Mir wurde ein falscher Cocktail serviert (der teuerste Cocktail auf der Karte, versehentlich!?), dann kam man mit dem Besteck durcheinander (2x Löffel zur Vorspeise) und dafür, dass wir eine zeitliche Begrenzung hatten und es mit der Reservierung nicht so einfach hatten (vermutlich weil vor Weihnachten), war es sehr leer. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass wir doch recht zeitig (18:00) dort waren. Obwohl man meiner Meinung nach da schon sehr wohl Abendessen gehen kann.

Die musikalische Untermalung ist wirklich toll. Sowohl die Live-Musik als auch die gewählten Songs vor dem Auftritt des Piano-Spielers. Schön jazzig... Ich würde das Lokal daher eher zum Cocktail trinken empfehlen. Die Cocktails waren zwar auch sehr teuer, aber durchaus im akzeptablen Rahmen und vor allem sehr gut.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja15Gefällt mir1Lesenswert
Letzter Kommentar von am 29. Jän 2012 um 18:31

An Mareike: Dann schreib doch bitte eine Bewertung..

Gefällt mir1
am 21. Dezember 2011
TWS
2
1
3Speisen
3Ambiente
3Service

Essen normal, Service am Tisch zuvorkommend, Gesamtkonzept allerdings mehr überheblich als serviceorientiert und zuvorkommend wie es in dieser Liga eigentlich sein müsste.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 25. Feb 2012 um 13:37

@uc0gr In dieser Preisklasse will ich ABSOLUT KEINE Live Band - Dann gehe nicht dort essen? Du wuesstest sowieso was dir zu kommt. Wenn du schoen essen moechtest gibts genuegend gute restaurants @ kaertnerstrasse/graben.

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Albertina Passage - Dinner Club - Karte
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Bewertet am 21.12.2011

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