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Speisen
Ambiente
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Gesamtrating
44
26 Bewertungen
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Wirtshaus SteirereckWirtshaus SteirereckWirtshaus Steirereck
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Wirtshaus Steirereck Info
RESTOmeter
RESTOmeter Trend
Popularitätsrang
Österreich
Rang: 392
|
92
Steiermark
Rang: 47
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
Vornehm
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Keine
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
geschlossen
Mi
geschlossen
Do
10:00-24:00
Fr
10:00-24:00
Sa
10:00-24:00
So
10:00-24:00
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Wirtshaus Steirereck

Pogusch 21
8625 TURNAU
Steiermark
Küche: Österreichisch, International
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus, Gasthof
Tel: 03863 2000 5151Fax: 03863 5151-51
Lokal teilen:

26 Bewertungen für: Wirtshaus Steirereck

Rating Verteilung
Speisen
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Ambiente
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Service
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 10. August 2016
Steven
1
1
0Speisen
2Ambiente
2Service

Bitte keine Ente bestellen !
Sie ist gedacht für 4 Personen. Leider war ich die 4.Person und hatte nach der Aufteilung nur Haut und Knochen am Teller.
Auch die Erdäpfel/Kartoffelsuppe ist eine klare Suppe mit sehr wenig Anteile der genannten Suppe.
Der Kellner sagte uns, wir sollen nicht viele Vorspeisen essen, da die Gäste die Hauptspeise nicht mehr komplett aufessen können.
Wir gingen am Abend nach Turnau, da bekommt man sehr gutes und preiswertes Essen.

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am 20. Juni 2016
isabelle
16
1
3
3Speisen
4Ambiente
2Service

wir hatten eine Reservierung für samstag um 15h (vorher war es leider nicht möglich, eigentlich wollten wir mittagessen). ich hatte um einen tisch auf der Terrasse gebeten, den wir aber nicht erhielten. schliesslich könne man ja nichts machen, wenn die gäste nicht gehen. wir nahmen also drinnen platz. auf einer zerrissenen sesselhusse... beim gedeck hat man die Wahl zwischen Brot mit oder ohne wurzelspeck. wir assen den speck nicht, weil wir uns nicht schon vor dem essen anessen wollten. das Bauernbrot mit butter stellte sich als ausgetrocknet heraus, wir bekamen aber nach Reklamation frisches. als getränk bestellte ich ein mineralwasser. es kam in einer speziell fürs haus designten flasche ein halber Liter Soda. als vorspeise teilten wir uns ein Beef tartare, sehr gut und eine riesenportion. eigentlich wollte ich ein backhendl ohne haut. das gibt's laut Serviererin, die sehr freundlich und nett war, nicht. nur MIT haut. mag ich aber nicht... also entschieden wir uns für eine Kalbsstelze mit kressekartoffeln und Gemüse. das fleisch war wunderbar, das gegrillte Gemüse im papier optisch schön servier,t entpuppte sich als matschiges Suppengemüse. unter den kressekartoffeln fanden sich seltsamerweise kleine kapern aus dem glas, in summe eine seltsame Kreation. wenn die sodaflasche ausgetrunken ist, bekommt man ohne sie zu bestellen, eine zweite einfach auf den tisch gestellt. die findet sich dann natürlich auf der Rechnung wieder. auf der Rechnung fand ich dann auch noch andere dinge die wir weder bestellt, noch konsumiert hatten. zB gedeck MIT speck und sauerteigbrot. dieses Brot ist eigentlich beilage des Beef tartare und - nein, wir hatten entgegen der annahme des kellners kein brot nachbestellt. die beiden irrtümlich verrechneten posten wurden dann wieder gestrichen, dennoch bleibt irgendwie der eindruck, diese Irrtümer hätten System. die gegend ist wunderbar, wir suchen uns dann nächstesmal ein anderes lokal ...

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Letzter Kommentar von am 11. Aug 2016 um 12:30

"Unnötig" wäre zu definieren.

Gefällt mir1
am 20. Oktober 2015
Pfundskerl
4
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4Speisen
5Ambiente
3Service

Die Reservierung passte, wir war zu viert vor Ort. Da Wurzelspeck war a Traum. Das Service dauerte schon ein wenig lange. Zumindest die Getränke Nachbestellung, aber kein Wunder das Lokal war sehr voll.
Die WC's sind sehr gepflegt, muss man gesehen haben.

Wir werden sicher wieder hinfahren!

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am 20. September 2015
Besserwisser
44
1
13
4Speisen
3Ambiente
3Service

Unser zweiter Besuch im Steirereck am Pogusch. Wir betreten das Restaurant am Abend und es ist erwartungsgemäß bereits gut gefüllt, um nicht zu sagen fast voll. Daher warten wir kurz im vorderen Bereich des Restaurants, der nicht wirklich gut dafür geeignet ist, da man sich irgendwie zwischen den PC’s und herumeilenden Kellnern verlassen vorkommt. Wir werden begrüßt, aber nicht willkommen geheißen und an unseren Tisch geführt. Ein Gefühl, das sich während des ganzen Besuches nicht einstellen wird. Die Tischreservierung hatten wir wohlweislich vor fast einem Jahr vorgenommen, umso mehr erstaunt es, dass sich der Tisch in der Mitte des Raumes befindet und uns daher den Eindruck des letzten freigebliebenen Tisches vermittelt. Wir reklamieren und bekommen einen anderen Tisch zugewiesen, der sich nun so halb zwischen zwei Räumen befindet, was den Eindruck vermittelt, dass wir nun in 2 verschiedenen Räumlichkeiten sitzen. Die Stimmung an den Nachbarttischen mit Gruppen von mehr als 10 Menschen ist gut und laut, wir dürfen daher auch an der Beschallung durch dieselben partizipieren.

Wir bestellen ein Glas Hausbier und einen Schilchersekt. Das wird zügig serviert und an den Tisch gebracht und ebenso schnell – bevor der letzte Schluck getrunken ward – wieder der Gefahr des Abservierens ausgeliefert. Gerade noch rechtzeitig zurückgerufen…. und schnell ausgetrunken.

Zum Tag des steirischen Kalbes möchten wir gerne ein Kalbstatare bestellen. Das ist leider neben 2 anderen Kalbsgerichten bereits ausverkauft. Aha. Wir disponieren um.

Die Wahl fällt auf ein Beef Tatare und ein Eierschwammerl Tatare.
Das Beef Tatare ist gut gewürzt und schmeckt sehr gut, das Schwammerl Tatare ist hingegen meiner Meinung nach etwas zu sauer.

Das Wildgericht vom Hochschwab besteht aus einigen Stücken vom Reh, medium angerichtet und einem Hirschgulasch inklusive Latschenknödel. Während das Reh überzeugend und sehr fein ist, machen die Hirschstückchen im Gulasch einen etwas zähen, faserigen Eindruck. Das zweite Hauptgericht, das Pogusch Lamm, rosa und zart angebraten, sehr zufriedenstellend. Respekt.
Zum Abschluss essen wir warme Schokoladeknödeln, die eine Sünde und mindestens 2 zusätzliche Trainingseinheiten wert sind, aber sei es drum.

Wenn wir bei unserem ersten Besuch einen perfekt abgestimmten und wirklichen professionellen Service vorgefunden haben, so ist diesmal eher ein etwas durchwachsenerer Eindruck entstanden, eigentlich waren alle, aber irgendwie auch keiner richtig zuständig.

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am 14. September 2014
kuechenbetrachtung
19
2
6
4Speisen
4Ambiente
2Service

Etwas Besonderes ist das Wirtshaus am Pogusch jedenfalls. Die Gegend zum Wandern und wunderschön, das Essen sehr fein, wenn auch die Kreativität etwas zu wünschen übrig lässt. Nach zwei Jahren konnte ich wieder vorbeischauen und fand die Karte fast unverändert vor. Dieselben Gerichte, dieselbe Geschichte.
Die Klachelsuppe gut, die Leberknödelsuppe ebenso. Das Lamm rosa und zart wie nur was, so auch das Reh mit Rübengemüse. Das Zwerghuhn saftig an der Oberfläche leicht schwarz. Nur das Backhendl gibt es in anderen Wirtshäusern heller und saftiger, aber das kann auch ein Ausrutscher gewesen sein. Die Beilagen passend und ausreichend. Die Desserts in prächtiger Größe, vor allem das Mousse au Chocolat, eine Portion für zwei die von Dreien gegessen werden kann.
Rundum passt alles - wäre da nicht das Service. Anfangs durchwegs rasch wird die Wartezeit immer länger. Natürlich nimmt man bei frisch gekochten Genüssen eine Wartezeit in Kauf, aber 20 Minuten bis zur ersten Bestellung? 60 Minuten bis zur Suppe und für eine weitere Getränkebestellung hatten wir Glück, gleich nach mehrmaligem Wunsch durften wir nach nur 25 Minuten bestellen. Schade dass dann die Getränke zum Hauptgericht nicht mehr rechtzeitig kamen.
Viel Servicepersonal ist jedenfalls anwesend und auch andauernd beschäftigt, dennoch kommt es zu langen Wartezeiten, da scheint etwas am Management vorbeizugehen.
Rundum ein gutes Essen das nur vom Service getrübt wird und damit ein gewisse Unzufriedenheit zurücklässt.

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am 20. Mai 2014
ManWein
11
1
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3Speisen
5Ambiente
2Service

Der Pogusch ist etwas besonderes - keine Frage. Aber gerade der Hype darum und der Umstand, dass es doch irgendwie zum Steirereck und damit dem vermeintlich besten Restaurant des Landes (ich schätze derart eindeutige Rankings wegen der hohen Subjektivität nicht) gehört verlangt, dass man es kritisch hinterfragt. Und durchaus etwas strenger ist.

Und da bleibt gleich zuerst zu sagen, dass das Service in einem Lokal dieser Preisklasse und Reputation nicht entspricht, wobei das Service ein latentes Problem des Steirerecks sein dürfte, wie das ebenfalls mangelhafte in der Meierei beweist. Zwar ist man am Pogusch im Gegensatz zur Meierei nie hochnäsig und auch immer freundlich, man wird aber schon einmal 30 Minuten übersehen, nimmt Bestellungen nicht auf, weil man "den zuständigen für die Getränke" schickt, der dann nie kommt. Durchaus bedauerlich, wenn man dann keinen Wein zum Gang zu trinken bekommt....

Auch sonst wartet man oft ewig auf den nächsten Gang. Das ist bei gemütlicher Atmosphäre und anregenden Gesprächen nicht zwingend ein Fehler, aber ob ein maximal dreigängiges Essen wirklich über drei Stunden dauern muss, darf dann doch hinterfragt werden....

Auch halte ich Ankündigen wie "der beste Ziegenkäse aus Frankreich", "das feinste Lamm der Gegend",... für entbehrlich. Solche Urteile möge man getrost dem Gast überlassen.

Die Qualität der Speisen ist gut, ob man dafür aber zwei Hauben geben muss, bleibt für mich offen. Zu inkonsistent scheint da die Leistung. Keine Frage: Geschmäcker sind verscheiden. Aber das auf der Karte schon viel gepriesene und gerade in den letzten Jahren wieder en vogue kommende Beef Tartar geht deutlich besser (vor allem bitte die unnötigen Toastbröckerln darauf weglassen!) und der angebratene grüne Salat zum Lamm ist von einer Offenbarung entfernt.
Das Essen insgesamt wie gesagt solide, rechtfertigt aber nicht immer den doch leicht eleganten Preis.

Kurzum: das Steirereck bleibt ein schönes, durchaus anzuratendes Ausflugsziel, wenn man gerade in der Gegend ist, viel Zeit hat und guter Laune ist, um sich nicht zu sehr über das Service zu ärgern,. Wie man aber extra aus Wien für ein Essen anreisen kann, bleibt ein Rätsel.

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am 6. November 2013
Kriticus
12
2
4
5Speisen
5Ambiente
3Service

Es ist schon schwiereig etwas beurteilen zu wollen, das in der Vergangenheit schon so oft bewertet worden ist. Zumal es sich bei diesem Betrieb um eine regelrechte Institution handelt, mit landesweitem Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Ich möchte es trotzdem versuchen, trotz meiner bescheidenen gastronomischen Kenntnisse. Oder gerade deshalb.

Vielleicht möchten die Leser ja eine Kritik aus einer solchen Perspektive erfahren, und nicht von einem professionellen Kritiker. Um möglichst authentisch sein zu können habe ich vorher keine einzige Kritik anderer Bewerter gelesen. Ich möchte versuchen, nur meine eigenen Eindrücke wiederzugeben.

Ich muss zugeben, ich war schon einige male am Pogusch, das letzte mal vor etwa zwei Wochen. Und es wird Wiederholungen geben, trotz der langen Anfahrzeiten, der Pogusch liegt schliesslich nicht vor den Toren Wiens.

Das Steirereck am Pogusch ist etwas ganz besonderes. Man hat Unmengen an Geld investiert um ein Höchstmass an landtypischer Gemütlichkeit gepaart mit Elementen der obersten Gastronomie zu schaffen. Und dieses Vorhaben ist meiner Ansicht nach zu 100% geglückt. Ja mehr noch, das gesamte Objekt übersteigt beim ersten näheren Betrachten die eigenen Erwartungen beträchtlich. Zumindest ist es mir so ergangen.

Ich möchte Euch liebe Männer raten: überrascht Eure Frauen / Freundinen mit einem Genusswochende am Pogusch. Das verschafft Euch eine ganze Menge Extrapunkte.

Wenn das Wetter passt, gibt es tagsüber sehr gemütliche Wanderwege und Möglichkeiten sich in der freien Natur aufzuhalten und die nähere Umgebung zu erkunden. Man sollte bitte unbedingt reservieren. Zimmer und Sitzplätze sind rasch vergeben. Am ehesten eine Chance zu einem unangemeldeten Besuch hat man während des Tages, bevor das Abendgeschäft beginnnt (besonders auch für Ausflügler) sowie an Donnerstagen. Aber richtig gemütlich wirds erst am Abend, wenn es draussen bereits dunkel ist.

In welcher der verschieden Gasträume man endet, kann man schwer beeinflussen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind durchwegs gemütlich, ohne „wenn und aber“. Man merkt einfach die Liebe zum Detail. Selbst die Toiletten sind auf Grund ihrer Gestaltung sehenswert.
Dann gibt es noch den recht ansehnlichen Weinkeller, der keine Wünsche offen lässt. Man kann ihn gerne besichtigen.

Vom Getränkeangebot brauchen wir nicht erst zu sprechen. Angefangen von heimischen Schnäpsen, erlesenen Edelbränden bis zu Spirituosen internationalen Rufs, gibt es einfach alles. Ein erlesenes Kaffeeangebot, rundet, falls gewünscht, gemeinsam mit einem zauberhaftem Dessert das Mahl ab.

Obwohl das Menue von Donnerstag bis Sonntag jeweils einem anderen Thema unterliegt, wird man stets für jeden Geschmack das Passende finden. Die relativ kleine Speisenkarte bietet jedoch ein derartig breitgefächertes Angebot an regionalen Köstlichkeiten, dass es immer wieder schwerfällt sich zu entscheiden. Alle Produkte, das muss betont werden, stammen wenn möglich aus der unmittelbaren Umgebung. Entweder von benachbarten Bauern oder aus eigener Zucht. Diese Frische und Qualität ist schmeckbar! Das beginnt bereits beim Speck, welcher gemeinsam mit köstlichem Brot zum Gedeck serviert wird. Was an den verschiedenen Tagen zur Vor-, Haupt- oder Nachspeise angeboten wird, da sollte man sich überaschen lassen. Alles was ich je am Pogusch zu mir genommen habe, war qualitativ und kochtechnisch von einer anderen Welt. Wenn man dann noch das Glück hat in der Nähe des lodernden Kaminfeuers zu sitzen, kann man eigentlich nur sagen: schöner gehts nicht mehr.

Am Ende, das ist gewiss nicht überraschend, kann man sich an einer exklusiven Käseauswahl, oder einer Zigarre zu Cognac gütlich tun. Man muss einen gelungenen Abend auch würdig ausklingen lassen!

Die Wirtsleute sind stets freundlich. Auch zu Gästen, welchen man ansieht, dass sie nicht mit einem dicken Geldbeutel ausgestattet sind. Es ist jeder Wanderer ebenso willkommen, wie zufällig vorbeifahrende Touristen, Bauern aus der Umgebung oder Arbeiter von der Baustelle. Und das ist schön und gut so!

Ein kleiner Wermutstropfen vielleicht (und zwar deshalb, weil es mir immer wieder auffällt): das Personal ist teilweise sehr unaufmerksam, man wartet oft lange bis man zur Kenntnis genommen wird, aber auch wenn man ein Getränk zwischendurch, die Rechnung oder ein Dessert bestellen möchte. Für mich ist es immer wieder überraschend, wie eine derartig hohe Zahl an Bedienpersonal es fertigbringt, einem für so lange Zeit zu Übersehen.

Aber freundlich sind sie dennoch alle, es fehlt halt ein Quäntchen an Überblick.
Zusammenfassend kann ich nur sagen: der Pogusch bietet ein Gesamtpaket an Genuss, Wohlfühlen, sowie Atmosphäre zu einem nicht gerade niedrigen aber durchaus gerechtfertigtem Preisniveau. Und Sie werden einen Abend erleben, an den Sie sich noch lange erinnern werden und bestimmt eines Tages wiederholen.

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am 9. September 2013
Tron1103
15
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4Speisen
5Ambiente
3Service

Nach 2 Jahren hat es uns diesmal am Ende einer Motorrad-Tour auf einen Pogusch Besuch gelüstet. Sonntag Nachmittag 16:00 - Gäste ohne Ende, das Service am Limit.

Wir wollten eine gute Jause am Weg nach Wien einnehmen, Platz dafür fanden wir noch im Freien an der Sandler-Bar.

Die 2erlei Leberknödelsuppe (gebacken/gekocht) war mittelmässig obowhl Suppe selbst gut, gebacken ist halt was anderes. Schnitzel vom Kalb dafür großartig und das Fedelkoch als klassischer und ganz eigener Abschluss gut wie immer (auch am Tisch vorort zubereitet vom Service).

Den tollen Weinkeller konnten wir diesmal leider nicht testen, die getrunkenen Säfte waren alle ausgezeichnet.

Fazit: Spitzenzeiten meiden & in der Gegend übernachten damit man das tolle Ambiente wirklich genießen kann!

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Kommentar von am 9. Sep 2013 um 15:19

Ein Tisch mit Vorort? Diese Reitbauers...

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am 20. August 2013
AntonH2
5
1
1
-Speisen
2Ambiente
-Service

Einen Rat an die Wirtsleute: 1.) Nur einen kleinen Teil der Tische und sonstiger Kapazitäten
für Vorbestellungen vorsehen.
2.) Einen weiteren kleinen Teil für Bestellungen des jeweiligen
Tages bereithalten
3.) Den Rest der Kapazität für den Tagesgast freilassen
4.) Noch viel mehr Wert auf Regionalität achten
5.) Speisekarte in der Vielfalt halbieren
6.) Bestimmte Speisen halt nur an bestimmten Tagen, das erhöht
die Qualität und macht weniger Stress
7.)die Chefin als Pcgesteuerter Türsteher ist ein großer Fehler,
da muss eine neutrale Person hin. Die Chefin darf als
Rettender Engel eingreifen,
8.)der Chef hat am operativen Geschehen auch
nicht teilzunehmen, er kümmert sich um die Seele der Gäste
9.)Vorbestellungen für den Tisch nur mit gleichzeitiger
Speisenwahl
10.)Wenn schon kein Platz mehr ist (für nichtangemeldete
Gäste) wenigstens einen Hinweis geben bis wann vielleicht
wieder ein Platz frei ist. Auch Tagesgäste machen gerne
Rast.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 22. Aug 2013 um 08:22

Wenn ich die Reaktionen auf meine Feststellung bezüglich der Qualität besagten Gastwirtschaft so lese gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon wäre -- NICHT ALLE GÄSTE WERDEN GLEICH BEDIENT. Ich kann leider nicht in das Loblied einstimmen. Freue mich aber von ganzen Herzen das es doch viele zufriedene Gäste gibt. Meine Wahrnehmung war halt eine andere.

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am 13. August 2013
genieser50
7
1
2
3Speisen
5Ambiente
4Service

Diesmal hats geklappt, für 16h gab es einen freien Tisch! Doch beim Empfang war es trotzdem nicht einfach, denn die Reservierung war nicht im Tischplan eingetragen. Durch Glück bekamen wir aber einen schönen Tisch auf der Terasse und konnten so das Gesamtkunstwerk Pogusch bewundern.
Wir sind seit fast 20 Jahren immer wieder am Pogusch und haben einiges an Wandel miterlebt, daher kann man der Familie Reitbauer zu diesem Einsatz und Engagement nicht nur für das Lokal, sondern für die gesamte Region nur gratulieren!! Leider wirkten sie bei diesem Besuch sehr müde.
So hat sich auch die Küchenleistung immer wieder gewandelt, der Hummer vom Beginn ist verschwunden (wie die Bäurin auf der Herrentoilette), das Bratl und die Ente sind geblieben. Vor ca. 10 Jahren gab es Speisen die den 2 Hauben gerecht wurden, doch seither gabs sehr schwankende Leistungen und nur wenige Höhepunkte, so auch diesmal.
Beim Bachsaibling war das Rahmeis leider nur noch eine Suppe, der Kommentar der Serviererin – das Eis ist leider nicht mehr fest, wollen Sie trotzdem einen Löffel! Gesamtgeschmack nicht aufregend
Bei den Artischocken als Beilage Erdäpfel-Knusper – war ein einziger Kartoffelcip. Geschmacklich wie Bachsaibling.
Bachforelle mit jungem Kohlrabi und Rehbock mit Rahmschwammerl waren eine Haube wert.
Der Gänseleberpilz mit Bratapfel war optisch recht originell, die Gänseleber gabs aber schon in besseren Kombinationen.
Klare Erdäpfel Petersiliensuppe war Ok
Der gebratene Wild Karpfen war sehr trocken und knusprig – hart!
Ganz schlimm war der eingelegte weiße Pfirsich sehr hart und geschmacklos, die warme Mandeltart nur patzig. Das Dessert ging retour, als Ersatz kam eine Moccatasse mit Creme Brulee.
Das Himbeerdessert – jede einzelne Himbeere (18!) war mit weißer Schokolade gefüllt – mit geeistem Himbeersturm war sehr gut!!!!
Der Kaffee wie immer Köstlich, die offenen Weine wie schon bei den letzten Besuchen zu warm. Die Limonadenkreationen sehr gut und mit viel Eis.
Resümee: dass Lokal ist mit 2 Hauben absolut überbewertet, wer aber einen Ausflug macht, danach auf Bratl und Ente einkehrt und das gesamte Ambiente geniest, ist hier bestens aufgehoben!!! Dann stimmt auch das Preis Leistungsverhältnis.
PS: auf Grund der letzten Kritik, habe ich die einzelnen Speisen kommentiert!
Zu den letzten Kommentaren: Unsere Reise ging ohne Planung Richtung Süden in die Saziani Stuben – dort hatten wir Reserviert – danach zum Gross und Riegelnegg und weiter auf den Pössnitzberg, nächsten Tag zum Koller nach Seeboden – sehr zu Empfehlen – zum Abschluss nach Udine und wieder zurück nach Wien! Demnächst wieder in die Saziani Stubn.

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Kommentar von am 14. Aug 2013 um 10:28

Wobei, den Gänseleberpilz möcht ich nicht missen. Er ist einfach eine fast selige Erinnerung an das alte Steirereck und an Herrn Österreichers große Zeiten. Damals gabs eine recht günstige Mittagskarte - und der Pilz mit einem Glas TBA..........das hatte was. Nennt mich nostalgisch, aber ich mags halt wenn manches einen Hauch von Dauer hat, vor allem wenn es es wert ist.

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am 15. Juli 2013
selina
21
1
3
5Speisen
5Ambiente
4Service

Im Sommer wunderschön wenn man zur Jause draußen sitzt und die Landschaft und das ein oder andere Schmankerl genießt. Im Winter herlich vorm offen Feuer zu sitzen.Essen sehr gut .Schokolademousse hervorragend.

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Letzter Kommentar von am 14. Aug 2013 um 04:51

Quatsch - Kommentar gehört nach oben. Pardon.

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am 7. Mai 2013
Experte
bubafant
283
71
29
5Speisen
5Ambiente
5Service
62 Fotos5 Check-Ins

Griaß di am Pogusch. Zum dritten Mal.
Wir leisten uns wieder ein kulinarisches Vergnügen. Geöffnet von Donnerstag (O'gstochen ham a), Freitag (Süsswasserfischtag) über Samstag bis Sonntagabend (Restl-Essen). Neben der Nächtigungsmöglichkeit gibt es noch ein Gabelfrühstück neben Essen a la carte von mittags bis abends.

Bei unserem ersten Besuch war die Speisekarte noch anders gestaltet. Ein dreigängiges Menü aus den Sparten 'ausn Wossa', 'von da Wiesn' und 'aussn Stoi' um knapp über EUR 35,-, crossover kombinierbar, hat uns sehr gefallen. Diese Möglichkeit gibt es leider nicht mehr. Erfreulicherweise kann man zu gewissen Terminen noch recht kurzfristig einen Tisch reservieren. Eine längere Anfahrt ohne Reservierung ist nicht zu empfehlen. Neu – wie schon von bluesky erwähnt - wird innerhalb von Wochenfrist die Reservierung nochmals telefonisch rückbestätigt.

Wir schreiten an einem Freitagabend zur Tat, lassen uns vom Taxi auf dem Parkplatz vorfahren und sehen gerade noch, wie Herr Reitbauer samt Küchenmitarbeiter eine Riesenkiste Gemüseabfälle zu den hauseigenen Ziegen bringt und zur Fütterung lädt. Vorbei an den schon grünen Wiesen im Vorfeld des Wirtshauses mit Liegestühlen geht es in den Vorbereich, wo der Reservierungscomputer von Frau Reitbauer mit Routine bedient wird. Wir werden in die 'Alte Stube' zu unserem reservierten Platz gebracht. Der dritte Raum, den wir kennenlernen dürfen. Wir sitzen am Kachelofen, mit Blick auf die kleine Bar, in Summe etwa Platz für ca. 20 Personen, allerdings der Durchgang für viele Gäste zum Weinkeller.

Ein junger Mann ist für uns zuständig und er bringt genau das richtige Maß an Professionalität, Herzlichkeit und Wärme mit, das wir uns sofort wieder wohl fühlen. Als Mittelding aus Aperitif und Begleitgetränk für den ersten Gang bestellen wir 0,2 l Steirisch Irish (EUR 2,70). Sehr gut gezapft und perfekt für das Gedeck mit Bauernbrot, Butter, Gewürzen und Würzspeck (EUR 2,80). Der Tisch ist gedeckt mit einer Tischdecke mit einfacher Kreuzstickerei, ebenso die dazu passende Stoffserviette. Das Brot zum Gedeck in einem Baumwollbeutelchen, ebenfalls mit Kreuzstickerei. Ein Blumengesteck im Teller, sowie das typische Holzbrettchen mit der Weintafel auf der einen und der Saftladen Karte auf der andern Seite. Eingestellt und unaufgefordert nachgebracht wird ebenso Quellwasser in den personalisierten Bügelflaschen.

Als Vorspeise beginnen wir mit einem Beefsteak-Tatare vom steirischen Almochsen mit knusprigem Weißbrot (EUR 10,90).
Serviert mit getoasteten Weißbrotscheiben auf einem Extrateller kommt die Vorspeise fast in Größe einer Hauptspeise daher. Sehr dezent, aber gut abgeschmecktes Fleisch, schon fertig vermengt, leicht quatschig, einfach sehr gut. Bedeckt mit knusprigen Weißbrotwürfeln, die schon bei jedem Biss ein Kracherlebnis mitbringen.

Mittlerweile hat der junge Mann weibliche Unterstützung bekommen und die beiden ergänzen sich perfekt, Fehlendes wird sofort bemerkt, das Nachfragen ist so normal, als wäre man Stammgast. Einfühlsamkeit und dem Gast ein Willkommensgefühl zu geben gehört hier zu den Grundvoraussetzungen.
Für den Hauptgang gehen wir zum Wein über: Julia (Blaufränkisch, Cabernet-Sauvignon, Merlot – Wachter-Wiesler, Deutsch-Schützen; EUR 7,00). Ein sehr guter Tropfen, er begleitet: Gewürz-Wels mit mitgebratenen Erdäpfeln, Avocado & gedörrten Paradeisern (EUR 18,50). Etwa 2/3 des Fisches werden mit knuspriger Haut serviert, der restliche Fisch untergeschlagen und ohne Kruste. Die Erdäpfeln gut gewürzt und gesalzen, die Avocado butterweich und dieses eine Stück Paradeiser hat es in Punkto Knoblauch dermaßen in sich, da wüsste ich gerne, wie das gemacht wird.

Seit unserem ersten Besuch bin ich vernarrt in die Serviervarianten der Service-Crew. Die Flüssigkeiten der Suppen werden in Milchkannen extra an den Tisch gebracht und dann im tiefen Teller zur Einlage dazu gegossen. Manchmal auch in Form eines Keramikmilchkruges. Wenn mehre Personen am Tisch zeitgleich die Speisen serviert bekommen, wird das in schmiedeeisernen Trage Etageren an den Tisch gebracht und von dort einzeln ausserviert.
Eine kleine Hochzeitsgesellschaft sitzt uns gegenüber und es ist hier genauso wenig ein Problem, eine Torte mitzubringen, die dann aufgeschnitten und serviert wird. Wir haben auch das Vergnügen mit direktem Blick hinter die Theke beim Tranchieren der im Ganzen gebratenen Enten zuzusehen. Mit viel Routine kommt keiner der Servicecrew in Bedrängnis, eben schon oft praktiziert.

Wir vereinbaren eine kleine Pause bis zum Dessert und bekommen dann einen Cappuccino (EUR 3,00) mit einem Schälchen kandierten Obst und Vanillezuckerbröckerl, sowie die Steirereck-Variation "sweets for your sweet" (EUR 9,50).
Mango-Dessert mit Nougat
Aus der Mango-Masse ist eine Art Palatschinke geformt und diese mit Nougatmasse gefüllt.
Knusprig gebackener Schaf.Topfen mit Graumohn gefüllt, Rhabarberkompott und Sauerampfersorbet.
Wahrscheinlich das Highlight der Dessertvariation. Die saftigen Würfelchen zart gefüllt mit Mohn, der Rhabarber nicht sauer und das Sauerampfersorbet weckt Erinnerungen an die Kindheit (was haben wir damals nicht alles gegessen und sind in Gegensatz zu heutigen Warnungen trotzdem nicht gestorben).
Knapp gefolgt von einer Kaffee Crême brulée in der Tasse. Perfekte Masse und knackiger Deckel. Sehr gut.
Jetzt geht aber nichts mehr.

Fazit: Wir waren vorher schon überzeugt und werden weiterhin im lockeren Jahresabstand dem Pogusch einen Besuch abstatten. Leider werde ich es nie schaffen im Ziegenzimmer o.ä. zu nächtigen, da ich mit der aberwitzigen Konstellation einer monatelangen Warteliste, samt Vorauszahlung ohne Stornomöglichkeit nicht anfreunden kann. Zum Glück gibt es im T(h)al genügend Bauern, die auch schöne Romantikzimmer haben.

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Letzter Kommentar von am 7. Mai 2013 um 14:11

@ hautschi - alles ist möglich, da hast du recht @ nokomo - kein Problem; - und: der liest sowieso mit ... :-)

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am 29. April 2013
Experte
bluesky73
258
31
29
5Speisen
5Ambiente
5Service
12 Fotos1 Check-In

Diesen Samstag war es endlich soweit – mein erster Besuch im Wirtshaus Steirereck am Pogusch stand am Programm. Der Plan wurde gemeinsam mit einem befreundeten Pärchen spontan schon vor Wochen gefasst und demnach die Reservierung vor einiger Zeit getätigt. Der gute Service begann schon vor der Ankunft – so wurde Mitte der Woche der Termin als kleine Erinnerung sozusagen telefonisch nochmals bestätigt.
Die Anreise dauerte kürzer als geplant und so waren wir gute 15 Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt am Pogusch eingetroffen. Noch vor dem Eingang neben dem Raucherplatzerl fand sich eine Information an eventuelle Spontanbesucher: auch an diesem Abend ist alles reserviert.

Frau Reitbauer empfing uns professionell, tauschte rasch zwei Reservierungen und wies uns so unseren Tisch ohne Wartezeit zu.

Das Ambiente wurde in den zahlreichen Bewertungen bereits sehr trefflich beschrieben – ich würde es als rustikal und gemütlich beschreiben, ohne ins Kitschige abzudriften.

Kurz nachdem wir die Plätze am massiven Holztisch mit dem weißen, bestickten Tischtuch eingenommen hatten kam auch schon die freundliche Servicekraft, um zum einen die Speisekarten zu überreichen und zum anderen nach unseren Wünschen für den Aperitif zu fragen. Die Wahl fiel auf das sehr gut gezapfte und süffige Hausbier („Steirisch Irish“) und den Muskateller, der allerdings nicht zu 100% überzeugen konnte. Frisches Quellwasser in der Bügelflasche wurde eingestellt und im Laufe des Abends immer wieder aufgefüllt.

Die Karte machte es nicht ganz so einfach, eine schnelle Entscheidung zu treffen, liest sich nahezu alles sehr verlockend. Letzte offene Fragen wurden von der charmanten und souveränen Servicekraft beantwortet - Spezialwünsche wurden ohne Problem aufgenommen und notiert. Der „berühmte“ Wurzelspeck und das Bauernbrot als Bestandteil des Gedecks halfen uns dabei, die Wartezeit bis zur Vorspeise zu überbrücken, die allerdings nicht wirklich lang war.

Zu den Vorspeisen: Das Beefsteak Tartare vom steirischen Almochsen mit knusprigem Weißbrot war sehr nett angerichtet - die Croutons als Topping machten die zusätzlichen gerösteten Weissbrotecken fast überflüssig. Das Fleisch war natürlich fein geschnitten, nicht faschiert und was ich persönlich als sehr angenehm empfand war, dass es bereits „essfertig“ gewürzt und nicht als Bausatz serviert wurde. Mein gebackener Kalbfleisch–Strudel wurde mittig drapiert als Türmchen angerichtet und der Teller mit heißer Suppe aus dem Milchkandl am Tisch aufgefüllt. Die Suppe war sehr geschmackvoll und nicht zu lind – der Kalbfleischstrudel von guter Konsistenz. Die wunderbar grüne Wiesenkerbel–Suppe mit Radieschen (ohne optionalem Schinkenkipferl) kam im urigen Topf und war geschmacklich sehr gut, mit leichter, hintergründiger Schärfe. Wie zu erwarten gab es keinerlei Klagen beim Vorspeisengang.

Bei den Hauptspeisen hatten wir uns für einen gebratenen Zander in der Vorspeisenportion (mit Blick auf die Nachspeise), mit jungem Gemüse & Frühlings–Kräutersauce entschieden, der ausgesprochen gut war. Wunderbar cross auf der einen Seite, trotzdem saftig und zart.
Die marinierte Turnauer Lachsforelle mit Kräutertopfen, gebratenem Sprossensalat & Dinkel ist eigentlich eine Vorspeise, wurde aber trotzdem als Hauptspeise gewählt und war nicht nur sehr sehenswert angerichtet, sondern dem Vernehmen nach auch geschmacklich sehr gut.
Das Wiener Schnitzel vom Milch–Kalb kam am sehr gut vorgewärmten Teller, die Petersilien Erdäpfeln im extra Schälchen. Das Fleisch war wunderbar zart, langsam herausgebacken und genau so wie man es sich wünscht.
Als Alternative zum an diesem Abend leider nicht mehr verfügbaren T-Bone Steak vom Kalb wurde ein Schweinekotelette am Holzbrett serviert, das dann erst am Tisch mit Altausseer Salz, Tasmanischem Pfeffer und Grammeln vor dem Gast den finalen Schliff bekam. Das Fleisch war wunderbar zart und ein mehr als würdiger Ersatz für das Steak. Dazu wurden Bratkartoffeln gereicht.

Nach einer kleinen schöpferischen Pause ging es an den Nachtisch – der aus drei Portionen warmen Schokolade–Knödeln mit Himbeersauce und Vanille–Eis und einer lt. Karte „gereiften“ Linzer Torte bestand. Die Knödel waren wunderbar flaumig, die Himbeersauce fruchtig und dank der Kokosraspel mit leichtem Biß. Die besondere Reife der Linzertorte blieb mir teilweise verborgen, sie war zwar geschmacklich gut, nicht trocken, allerdings auch nichts Besonderes. Dazu gab es einen Christobal sowie einen Grand Royal – beide Kaffees für sich wunderbar.

Unter Einhaltung eines zeitlichen Respektabstandes sollte es dann noch ein Schnapserl aus der reichhaltigen Schnaps-Karte sein (wir entschieden uns für eine „Schwarze Nuß“, ein Zirberl, die Heidelbeere sowie eine Himbeere), noch eine Runde vom hervorragendem Sauvignan blanc, der so wie alle offenen Weine aus der 9 Liter Flasche ausgeschenkt wird und zum Abschluß zu viert das 8 x Käse Duell Frankreich : Österreich – ein Geschmackserlebnis.

Während des gesamten Abends war das Service sehr aufmerksam, wenn gerade Hochbetrieb herrscht kann man schon mal ein wenig länger auf das Abservieren der leeren Teller warten, was aber nicht wirklich störend ist. Besonders in Erinnerung geblieben ist die Reaktion auf unsere Frage nach dem Unterschied zwischen Elsbeer- und Vogelbeerschnaps, die sich beide in der Karte wiederfinden. Der noch recht junge Mann aus dem Service hatte spontan keine Antwort parat (so wie wahrscheinlich nahezu jeder), kam jedoch nach wenigen Minuten mit einem iPad retour, die Wikipedia Seite mit der Elsbeere bereits aufgeschlagen. Der Abend war die knapp 230 Euro, die auf der Rechnung standen absolut wert.

Fazit: Ein mehr als gelungener Abend, der sowohl kulinarisch, wie auch seitens Service kaum Wünsche offen gelassen hat. Die Küche ist klassisch bis innovativ, jedoch immer stimmig und von sehr hoher Qualität. Highlight am Rande: der Weinkeller zum selber aussuchen des Lieblingsweines. Ich kann die vielen guten Bewertungen absolut nachvollziehen, ein Besuch im Steirereck ist in jedem Fall empfehlenswert und es wird bestimmt nicht mein Letzter gewesen sein.

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am 3. Februar 2013
brustoderkeule
13
0
3
4Speisen
5Ambiente
5Service

wir waren heute mittag zum 5ten mal bei den reitbauers am pogusch.
erlebnisgastronomie und ambiente vom allerfeinsten. viel mehr ideen in bezug auf innen- und aussengestaltung wäre schon zuviel. das lokal ist von donnerstag bis sonntag komplett ausgebucht - also immer!
ein paar hundert gäste werden hier jeden tag auf 2 ? hauben level bekocht.
das beef tatare (€10,90) war etwas zu mild gewürzt und mit zuviel weißbrotcroutons geschmückt.
wunderschön angerichtet der gänseleber pilz (€15,50) - hat ausgesehen wie ein pilz im wald.
das pogusch lamm(€17,90) ausgezeichnet am knochen geschmort und mit cremiger polenta serviert.
insgesamt immer wieder ein sehr schöner ausflug, vor allem für leute die das erste mal einkehren.

einzig die 16 punkte im gault millau scheinen mir ein wenig übertrieben - der erfolg gibt den reitbauers recht- aber die wahnsinns kreativität sehe ich hier nicht am teller. aber schließlich haben die wirte sich ja nicht selbst bewertet :)

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am 28. Oktober 2012
leckermaeulchen
38
7
14
5Speisen
5Ambiente
5Service
28 Fotos1 Check-In

Vor drei Wochen wussten wir es wieder, wir wollten wieder mal den steirischen Tempel der Genüsse besteigen. Gedacht, getan, wir reservierten und kamen mit einer Anlaufphase von ganzen drei Wochen. Dann durften wir endlich wieder das Steirereck am Pogusch betreten.
Unendlich oft wurde es bereits besprochen, ja es sind die gleichen Gründer des Steirerecks in Wien. Die Reitbauers hinterließen nach Gründung ihres zweiten Steirerecks, den Stammbetrieb der jüngeren Generation. Frau und Herr Reitbauer sen. führen den Betrieb am Pogusch.
Schon am Parkplatz wird klar, dass diese Gaststätte wohl eine Ausnahmeerscheinung sein muss. Die dort parkenden Autos stammen aus Bratislava, Berlin, Stuttgart und natürlich auch aus Wien. Von weit her kommen sie, die neugierigen „Genusssüchtler“, auf der Suche nach Antworten, nach der steten Frage: „isst man hier immer noch so authentisch gut, wie man immer wieder hört, oder es erzählt bekommt.“
Deshalb reservieren die „Genusspatienten“ schon lange voraus. Denn die Schlange derer, die hier im wohl besten Gasthaus Österreichs ebenfalls zu Gast sein wollen, ist lange.
Schon beim Betreten des Lokals wird man schnell Zeuge, warum dieser Betrieb so lange an der Spitze der österreichischen Topgastronomie verweilt. Sowohl Frau als auch Herr Reitbauer empfangen persönlich die Gäste. Am Tisch angelangt spürten wir sofort die noch immer anhaltenden Begeisterung von Heinz Reitbauer. „Nicht auf der Karte steht heute unser Kalb aus der eigenen Zucht. Es gibt Kalbsbraten oder Steak“, so der Patron enthusiastisch.
Das Studium der Karte macht unsere Entscheidungsfindung nicht leichter. Was klingt hier nicht gut? Was sollte man unbedingt dennoch bestellen? Was habe ich schon lange nicht mehr gegessen und finde es hier auf der Karte vor? Obwohl es hier Speisen gibt, die man bestens kennt, sollte man sie in dieser Perfektion dennoch mal probieren. Das sind gängige Gedankenzüge, die einem beim Durchlesen der Speisekarte durch die Gehirnzellen schießen.
Kurz vor der Bestellung wird noch schnell das „Brettl“ mit dem Speck serviert, dazu das obligate Landbrot. Der Speck kommt, Kenner wissen es sicher, im Ganzen serviert. Selbst ist der Mann, der darf schneiden und dem zarten Geschöpf vis à vis, die Speckscheiben reichen. Natürlich ist auch der Speck, wie vieles andere auch hier, aus der eigenen Tierhaltung. Obwohl der Speck mit Brot bereits sehr vorzüglich schmeckten, gaben wir unsere Bestellung auf, um nicht Gefahr zu laufen, alleine schon von diesem Geschmackserlebnis satt zu werden.

Als Vorspeise gab es
Paprika-Paradeiser-Gemüse mit knusprigen Kräuterbrot und
Geschmorter Butternuss Kürbis mit gebratenen Salatherzen

Beide Gerichte überzeugten. Der Kürbis war für Steirereck-Verhältnisse vielleicht etwas schlicht. Natur pur, würde ich sagen. Die Salatherzen waren dennoch eine neue Erfahrung. Abgebratene Salatherzen – leicht gewürzt mit feinem Kürbis – hatten wir so noch nie gegessen. Fein zum Ansehen war die zweite Vorspeise: eine rote Paprika gut gehäutet mit Gemüse und Avocado gefüllt, am Punkt gegart. Das war wieder einmal ein Volltreffer für die Geschmacksnerven. Die Paprika wurde in einer fein abgeschmeckten Paprikasauce serviert, dazu gab es zwei Scheiben Brot mit „Erdäpfelkaas“ mit Kräutern bestreut. Der beste Beweis, dass einfache Dinge, allerdings großartig umgesetzt, phantastisch schmecken können.

Als Hauptgänge wählten wir

Ragout vom Hirschkalb mit Mais und Waldpilzen und
die gebratene Ente mit Speckkraut und Knödel

Das Ragout blieb nichts schuldig. Optimal gegart, zart das Fleisch mit einer sehr bekömmlichen Sauce. Es wäre nicht das Steirereck, wenn unter Mais als Beilage, nicht einfach nur Mais serviert worden wäre. Kredenzt wurden zwei feine Polentaschichten, knusprig die Hülle, locker, flockig die Fülle. Weiters am Teller befanden sich fein gedünstete Pilze und Johannisbeer-Quitten. Alles zusammen machte Freude beim Verzehr. Der große Höhepunkt war die Ente. Bei der Gelegenheit stellt sich gleich die Frage, wo wird dem Thema in Österreich noch soviel Bedeutung bemessen, wie im Steirereck? Ob Steak, Huhn, Fisch oder Ente, das Bratgut wird im Ganzen zum Tisch getragen, anschließend vor den staunend bis begeisterten Gästen fachkundig zerlegt und tranchiert. Ein Aufwand, der nur mehr sehr selten stattfindet. Nun gut, zunächst durften wir unsere schön gebratene Ente bewundern bevor sie ebenso am Nebentisch tranchiert wurde. Eine Entenhälfte fand am Teller Platz nebst flaumigen Semmelknödel und dem mitgebratenen Apfel. Separat serviert wurde das Speckkraut. Was zählt ist das Geschmackserlebnis dieser Ente. Unglaublich knusprig war die Haut. Die sonst häufig auffallende weiße Fettschicht darunter wurde gänzlich weggebraten. Das Fleisch war wunderbar saftig, keine Spur trocken. Der Bratensaft wurde extra serviert, so konnte man nach und nach leckere Flüssigkeit zum Verzehr der Knödel auf den Teller bringen. Selbstredend, auch das Kraut schmeckte vorzüglich.

Zum Dessert gab´s die Dessertvariation und
Kaiserschmarrn

Die Dessertvariation wurde in alter Steirereck-Manier im dreistöckigen Tellerlift serviert. Bestandteil diesmal: Crème brûlée, Maronicréme und Schokomousse mit Passionsfrucht. Alle drei Bestandteile schmeckten vorzüglich. Der Kaiserschmarren war nach alter Schule gemacht. Jedes einzelne Stück war mit einer knusprigen Schichte umhüllt. Auch der mitservierte Zwetschken-Röster bzw. Apfelmus waren zielsicher im Geschmack.

Fazit: Solange die Reitbauers ihre Freude nicht verlieren, wird´s hier offenbar immer perfekte Küche geben. Dieser Betreib geht an Details beinahe über. Ich denke, man kann bereits zwanzig mal im Steirereck gewesen sein, es wird aber immer wieder etwas Neues zu entdecken geben. Auszeichnungen hat diese Unternehmerfamilie schon zur Genüge bekommen. Dennoch, kann man nicht genug würdigen, welch Vorbildwirkung dieser Betrieb auf alle restlichen Gaststätten in Österreich hat. Österreich ist bekannt für seinen Tourismus und sein gutes gastronomisches Angebot. Für alle, die vorgezeigt bekommen wollen, wie Perfektion aussieht, sind eingeladen ins steirische Turnau zum Pogusch 21 zu fahren.

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am 8. Oktober 2012
Lieschen
1
1
3Speisen
5Ambiente
4Service

Steirereck Pogusch:
Also mal von vorne /Lage und Lokal ein Traum,ein Geschenk das es so etwas gibt.Da bin ich stolzer Österreicher...Trotz Hubschrauberpark ist alles entspannt ,kein Snobismus zu spüren,auch keine Hektik bei den täglich! (Do-So)ausgebuchten Lokal.
Erlebnisgastronomie vom feinsten.
Allerdings kleiner Abzug beim Beef Tartare,echt entäuscht über die Majonaise !? und den Crountons obenauf,da musste man sich erst bis zum eher fad gewürzten Tartar - laut Frau retbauer (Chefin) wird das so seid 10 Jahren gemacht -aha- Ich reise gern für eine Nächtigung an und zeig wie´s geht,damit es Auge und Gaumen gleichermaßen erfreut!Wichtig zu Erwähnen ist das man unsere Reklamation freundlich aufgenommen hat.Wir sehen Kritik üben als konstruktiv,der kritisierte kann was draus lernen-oder eben nicht.So mancher wird betriebsblind,die Leute sind oft leider zu feige dafür ;-)Happy end:freundlich,kompetent,sympathisch.Wir kommen wieder,es muß ja kein Beef Tartare sein...
Die Preise hier sind in Ordnung,Portionen eben eher Gourmet,großteils von sehr gute Qualität (Tip:T-Bone Steak..)aber bei DEM Ambiente OK.

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Letzter Kommentar von Lieschen am 8. Okt 2012 um 20:16

was ich noch sagen wollte,Restaurant bewerten gefällt mir (sollte es vieleicht auch für andere Sparten geben -da kann man dann freundlich aber bestimmt Dampf abzulassen oder natürlich auch Lob anzubringen! z.B:Baumeister Architekten,Politiker ;-)-wäre jedenfalls fair auch hier den Leuten die Möglichkeit zur Bewertung zu geben,um sich so wenigstens ein bisschen zu orientieren ,oder etwas besseres Gefühl zu bekommen wo man sein sauer verdientes Geld hinträgt ..

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am 15. Mai 2012
Experte
amarone1977
315
75
30
5Speisen
5Ambiente
5Service

10.5.: Prächtiges Wetter, grüne Wiesen, weidende Schafe – und ein Grüppchen alter Bauernhäuser und Hütten, die auf das beginnende 17. Jahrhundert zurückgehen. Man fühlt sich wie in Roseggers Waldheimat.

Ich komm rein in die Stube, Berge von (vollen) Weinflaschen empfangen mich. Es ist noch nicht ganz voll, aber bester Betrieb. Reitbauers sind alles andere als gestresst, reger Betrieb, aber keine Hektik. Frau Reitbauer telefoniert gerade mit einem weiteren Gast, der sich telefonisch hinten anstellen will. Ja leider, der Juli sei komplett ausreserviert.
Dies sollte ich auch später zu hören bekommen, da ich Interesse bekundete, in den nächsten Monaten mal zu zweit hier die eine oder andere Nacht samt kulinarischem Overkill verbringen zu wollen. Die Warteliste ist lang, ich möge mich, so sehr’s ihr „laad tuat“, bereits für 2013 eintragen lassen. Das sagt doch alles.

Das Innenleben des in mehrere Stuben aufgeteilten Lokales ist schlichtweg traumhaft. Neben dem Wein und landwirtschaftlichen Klimbim kommt hier nie das Gefühl auf, dass man hier alles mit Kitsch und Pseudo vollklatschen wollte. Die alten Querstreben der Decke machen ordentlich Eindruck und vermitteln heimeliges Gefühl, anno 1616, wie’s über der Eingangstür steht. Der alte Ofen mitten in der Stube gehört natürlich dazu.
Trotz der zumeist vollen Hütte bleibt’s ruhig und atmosphärisch, vor allem in den kleineren Stuben.
Mein Platz ist ein Zweiertisch in der Ecke, zwei Pölster, die nicht vom Lutz sind, nehmen neben mir „Platz“ wie zwei Nierenkissen. Sehr wohlig, sehr bequem. Die gestickte Tischdecke setzt sich in der gestickten Serviette fort.
Es kann losgehen.

Darf’s ein Aperitiv sein? Gern. Weil ich weder für Prosecco noch für südsteirische Säureungeheuer zu haben bin, wird’s ein Hopfencornetto: ein Hausbier, hauseigen liebevoll „steirisch irish“ genannt. Ein süffiges, cremiges Blondes mit einem Schuss Dunklem in den Schaum hinein. Das ganze sieht aus wie ein kleines Gewitter, das Schwarzbier sammelt sich unter dem Schaum. Ein bestens gezapftes Bier, da kommt Freude auf.

Ein kleiner Gruß: der tief ins Mark geselchte Speck macht Darmkrebsrisikopatienten keine Ehre, ist aber sündhaft gut – und extrem zart. Er ist zusammen mit a bissl Butter und dem Bauernbrot, das auch wirklich eines ist, eine himmlische Kombination.
Aber ich weiß, was nachher kommt. Also mache ich für mich eine Ausnahme – und bitte darum, das gute Stück doch für mich einzupacken. Das körbchenförmige Alupackerl kommt sogleich.

Die Suppe: beim ersten Besuch wollte ich vor allem mal die Klassiker austesten, die schon mal einen Aufschluss darüber geben sollen, wie hier gearbeitet wird. Ein gebackener und ein gekochter Leberknödel finden sich in der guten Brühe. Viel Schnittlauch, frisch natürlich von den Gärten rund ums Haus.
Der gekochte Knödel gehört zum Besten, was ich bis dato bekommen habe. Wie „daham“ – zart, würzig aber fernab von den Gasthausknödeln, die ich sonst kannte.
Der gebackene Knödel ist immer noch ein Leberknödel, aber kein Lederknödel – will heißen: die Haut durchs Backen ist hauchdünn. Genau so!

Es ist Zeit, das Thema Wein anzusprechen: das Steirereck bietet die seltene Möglichkeit, die glasweise ausgeschenkten Weine nicht nur als Achtel zu bestellen, sondern auch als Sechzehntel. Zum exakt halben Preis, das ist schon sehr fair. Die Achtelpreise sind dabei alles andere als völlig von der Rolle.
Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen: vier Sechzehntel sind es dann, die in feinen Gläsern sogleich am Tisch stehen:
ein Zweigelt vom Polz. Rot und Südsteiermark ist möglich, aber selten auch wirklich überzeugend. Nachbar Tement liefert ja mit seinem Pinot noir ein gutes Beispiel für einen gelungenen Roten.
Die Polz-Brüder liefern ein samtenes Weinchen, das allerdings relativ rasch an der Luft abbaut.
St. Laurent aus dem Südburgenland. Wallner. Einer von den back-to-the-roots-Weinen, schön mineralisch, Säure und Frucht hier wie dort, ein einfacher Wein eben, schön zu trinken.
Pinot noir vom Schloss Halbturn: schöne Farbe, baut sich mit der Zeit auf, typischer Burgundertoast. Gut gemacht.
Cuvée Clausenberg von Rosi Schuster: sehr konzentriert und dunkel, mag aber in der Länge nicht so ganz zu überzeugen, das Pappige der konzentrierten Frucht bleibt aber erhalten. Schade.
Grundsätzlich sehr gute Weine, aber der erste und der letzte haben am Ende noch was im Glas.
Wasser: kommt in einer eigens dafür vorgesehen Bügelflasche. Niemand fragt drum, niemand motschkert Gäste um eine Verrechnung an. So geht das!

Ein gebackenes Kalbsschnitzel mit Petersilerdäpfel: schöne, gleichmäßige Farbe, fein knusprig und zart. Ich würde zwar das Fleisch nicht klopfen, aber es hat nichts von der Zartheit verloren. Zwar nicht das ganz originale Pfannenschnitzel, aber sehr sanft gebacken. Sehr gut!
Die Kartoffeln sind in ordentlich Butter geschwenkt. Sehr kernige Kartoffeln, die aber nicht zu wenig gekocht wurden, aber anscheinend sehr festkochend sind.

Die Nachspeisenkarte: eine gewaltige Auswahl an Käse. Chef Reitbauer scheint ein Fanatiker in puncto Käse zu sein, die Auswahl ist schier unglaublich.
Ich entdecke aber etwas, das ich fast nicht für möglich gehalten habe.
Ich war als Kind mit meinen Eltern und Großeltern mehrmals im nahe gelegenen Hochschwabgebiet. Einmal waren wir sogar mehrere Nächte in einer Sennerhütte untergebracht. Die Sennerin bereitete damals eine Süßspeise zu, die ich nirgendwo anders bekommen habe, weder davor noch danach.
Viel Rahm, Ei, Mehl, Gewürznelken, Zucker. Die Masse wird langsam gekocht, sodann zu Knödeln geformt. Nach einem halben Tag im Kühlschrank wird der Knödel wie Kren aufgerieben und mit Zimt und Zucker serviert.
Ich traute also meinen Augen nicht – und musste das natürlich bestellen, obschon der Magen längst voll war und ein Fedelkoch nicht gerade zu den leicht verdaulichen Nachspeisen gehört. Ein Teller wurde damals für 8 Personen mitten auf den Tisch gestellt – und nicht aufgegessen.
So war’s auch diesmal, ich schaffte ein paar Löffel und nichts ging mehr. Aber ich war zufrieden.

Kaffee: bei all der hier wahrlich gelebten Regionalität bekomme ich einen San Cristobal von den Galapagos-Inseln. Chef Reitbauer lässt es sich nicht nehmen, mein Interesse für Kaffee gleich mal mit seinen Ausführungen darüber zu nähren.
Das Ergebnis wird serviert: eine wunderbar schokoladige Crema, ein dichtes, feines Schäumchen, selten so bekommen. Der Kaffee ist sehr aromatisch, vollmundig aber mild.
Hier stimmt alles: Röstung, Mahlung, Wasser, Wassertemperatur. Also auch das wird hier bestens beherrscht, ich schmecke und staune.

Da ich aber noch nach St. Lorenzen runterrollen muss, verzichte ich auf einen großen Digestiv. Reitbauer lässt es sich aber nicht nehmen, mir zumindest einen Fingerhut voll von seinem Hausgebrannten zu servieren. Birne, mmm!

Kurz noch ein Wort zum Service: wie schon erwähnt ist hier immer was los, manchmal kriegt man keinen Platz, Reservieren für mehr als zwei Personen wird für die nächsten Wochen sehr schwierig. Trotzdem ist hier niemand hektisch. Klar, Reitbauers verlangen alles vom Service ab. Aber die jungen Damen bzw. die jungen Herren sind sehr gut geschult und bleiben stets Frau/Herr der Lage und sind so ganz nebenbei allesamt ganz anmutige Geschöpfe , vor allem die weiblichen ;-)

Fazit: angesichts dieser Vorstellung gibt’s die Höchstnoten. Dabei hatte ich beim ersten Besuch praktisch „nur“ die Basics bestellt, Süppchen, Schnitzel, Wein, Nachspeise. Kaffee. Man darf also schon jetzt auf den nächsten Besuch sehr, sehr gespannt sein.
Service sehr angenehm, entspannt und flott zugleich. Lässt einen in Ruhe, wenn’s sein muss, ist da, wenn nötig. Kompetent, wenn’s drauf ankommt. Chef Reitbauer erkundigt sich zwischendurch mal, ob alles zur Zufriedenheit ist und glänzt mit Fachwissen.
Die Preise sind erstaunlich fair: 17,50 für’s Kalbschnitzel zahlt man fast überall, nur nicht überall gibt’s diese Qualität. Gut 45 Euro für alles zusammen erschüttern mich nicht, im Gegenteil.

Eine echte Empfehlung, sehr erinnerungswürdig. Hoffentlich bald wieder.

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Letzter Kommentar von am 18. Sep 2012 um 00:10

Unreg: nein, mir schmeckt das Leben. Ist dir langweilig?

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am 10. Mai 2012
misenplace
54
20
15
4Speisen
5Ambiente
3Service
2 Fotos1 Check-In

Es ist nicht zu übersehen, dass das Image des Lokals in den letzten Jahren etwas gelitten hat. Auch in Wien war ja nach einiger Zeit einmal etwas neues erforderlich - und da ist man dann in den Stadtpark übersiedelt.
Ähnliches ist am Pogusch zwar nicht zu erwarten, aber die merkbare Spannung die je nach Anwesenheit und Stimmungslage der Frau Reitbauer unter dem Personal herrscht ist mitunter unangenehm. Und das obwohl genau dere Professionalität lange Zeit der Grund für den Erfolg war....

Wir verbringen gerne ein ganzes Wochenende auf einem der Bauernhöfe der Umgebung, essen dann am Abend des ersten Tages ausgiebig zu abend und am Folgetag zu mittag bevor es wieder nach Hause geht.

Die Speisen sind nach wie vor von ausgesprochen guter Qualität, das Mousse im Reindling ist für 2 Personen stets ein guter Abschluss.
Die Weine sind mittlerweile allerdings etwas teurer geworden - es finden sich kaum noch Weissweine im unteren Preissegment um die EUR 20 - dies war in den letzten Jahren allerdings ein angenehmes Feature wenn man die bodenständige Alternative des "grossen" Hauses in Wien empfohlen hat.

Klar kommen wir wieder - wenn das Wetter passt und somit auch eine Runde am Brünndlwaldweg eingeplant werden kann!

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am 12. Februar 2012
Experte
laurent
301
58
27
5Speisen
5Ambiente
4Service

Können 7 UserInnen- Bewertungen 49/50 irren? Steht es wirklich dafür 150 km resp. 1 Stunde 38 Minuten Anfahrtszeit in Kauf zu nehmen? Muss man es sich wirklich antun für einen Samstag-Abendtermin drei Wochen im Voraus zu reservieren? Kann es wirklich sein dass man am P. der Welt um 17 Uhr kaum einen- obwohl riesengroß- Parkplatz findet?

War wohl mit einer der ersten Gäste die 1996 den Pogusch stürmten um in Jahrestakt immer wieder dorthin zurückzukehren. Aber was ist die Faszination Pogusch?

Gut; hat immerhin 2 Hauben, die Preise sind zwar günstiger als vergleichbare- wenn es die überhaupt gibt- Lokale, aber so günstig auch wieder nicht: Zander gebraten mit Berglinsen, Schwarzwurzeln & Pastinaken-Créme & Dill kostet 23,50, Tatar vom steirischen Kalb & Rind mit knusprigem Weißbrot 13,50, (die Extraportion Toast (drei Eckerln) kostet 50 Cent) oder Wiener Schnitzel vom Milch-Kalb mit Petersilien Erdäpfeln ist um 17,50 zu haben.
Auch der Almchampagner- so wird das kristallklare Quellwasser mit Kohlensäure und Sauerstoff hier tituliert- der halbe Liter um € 3.90 ist ja auch nicht wirklich eine Okkasion.

Ja das Ambiente ist schon was ganz besonderes, die gemütliche Stuben, …… Es ist einfach ein tolles Gesamtpaket das da geboten wird- seit Jahren ziemlich unverändert und das scheint gut so zu sein.

Der Wurzelspeck ist ja ein oft kopierter USP, das Hausbrot ist ein echtes Hausbrot, die Butter eine echte Bauernbutter, dies als Gedeck gereicht und nicht verrechnet!
Bei 19 Speisen kein einziger Umfaller und mehrere Highlights, das muss bei vollstem Haus erst einmal gelingen.

Die Sterische (©Homepage) Klachel-Suppe mit wildem Oregano €4,50 ein must have, der knusprig gebratener Kalbskopf & Kalbszunge mit Kren, eingekochten jungen roten Rüben & Apfelbalsam um € 11,50 mit hohem Suchtfaktor, das gebratenes & geschmortes Pogusch Lamm mit Sanddorn & knuspriger Polenta-Melanzanie-Nudel exzellent aber zu kühl € 18,50, die gebratene Weiderind-Hochrippe mit Kohlsprossen, Topinambur & Haselnüssen 21,90 unübertrefflich.

Gewürz-Wels- aber sowas unglaublich auf den Punkt und cross gebraten- mit Avocado & gedörrten Paradeisern 17,50, wenn ich nur aufhören könnt……

Nebst himmlischem Mousse au Chocolat aus dem Weidling für 2 Personen pro Pers. 5,90, Linzertorte und Himbeer Fru-Fru noch einen nicht zu toppenden Graumohn-Strudel mit eingelegten Dörrzwetschken & karamelisierten Heumilch-Eis € 7,90 gegessen- da fehlen mir die Begeisterungsworte…….

Exzellenter kleiner Kaffe (Cristobal um € 2,80), wer`s ganz Speziell haben will für den/die gibt es auch Kopi-Luwak-Kaffee, das Tasserl um € 50. —

Ambiente und Küche = Höchstnote.

Auch für den Service? Höchstfreundlich, höchsteffizient- unglaublich wie das Werkl läuft- Aber nicht immer ganz rund.
Gelegentlich weiß Mann/Frau nicht wer was bestellt hat, öfters sitzt man zu lange vor leeren Tellern und leerem Hausbrotkorb, das bestellte Dessert gab es dann nicht mehr. Das Wissen um das Angebot in der Karte nicht immer ganz vertieft (da wird Bankers-Coffee – mit Zigarre- in Nichtraucherbereich angeboten) der beorderte Rotwein Mormoreto aus der Doppelmagnum mutierte zum Amaretto., der Garderobenselfservice ( 20 Haken für 100 Mäntel) ein Missstand, keine Kreditkarten zu akzeptieren ein Zustand.
Ich weiß schon: Das mag pingelig erscheinen und ist „sudern“ auf höchstem Niveau aber für eine absolute Spitzenbewertung dann doch zu wenig…

Auf das es den Pogusch noch jahrelang geben möge, auf das ich mindestens einmal im Jahr die 150 Kilometer Anreise in Kauf nehme um immer wieder aufs Neue nicht ergründen kann warum nach mindestens 15 Besuchen mich jetzt schon auf den nächsten Besuch freue!

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Letzter Kommentar von am 14. Feb 2012 um 09:45

@amarone: vielen dank für die info !!!! klingt sehr verlockend. hoffe ich schaffe es bald dort hinzufahren.

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am 5. September 2011
Lagunella
36
6
5
5Speisen
5Ambiente
5Service

„Zufällig“ führte uns unsere Motorradtour um die Mittagszeit am Pogusch vorbei. Da mussten wir natürlich halt machen obwohl offensichtlich eine große Hochzeitsgesellschaft hier feierte. Aber das Schöne am Pogusch ist, dass hier nicht nur an einer Tafel steht dass alle Leute gern willkommen sind, sondern dass es hier auch wirklich gelebt wird!
Und trotz des großen Andrangs ergatterten wir noch einen schattigen, gemütlichen Tisch auf der Terrasse. Bald kam ein freundlicher Kellner um unsere Getränke aufzunehmen. Mein Partner nahm einen Apfelsaft naturtrüb gespritzt und ich eine Poguschlimo (Minze, Limettensaft und Crashed-Ice) wirklich sehr lecker und erfrischend da überhaupt nicht süß!
Und dann ging es an die Essensbestellung. Eigentlich wollten wir nur eine Kleinigkeit, aber die Karte lies uns das Wasser im Munde zusammenlaufen und so bestellten wir dann doch eine Vorspeise und zwei Hauptgerichte.
Alleine die Vorspeise, Gänseleber-Pilz mit Bratapfel, Wildfrüchten und getoastetem Brioche, war um nichts zu übertreffen. Leider konnte ich kein Foto machen, aber ich versuch es mal bestmöglich zu beschreiben: Auf einem Brett wurde tatsächlich ein großer Pilz gebracht! Den Stiel des Pilzes stellte der zurecht geschnitzte Bratapfel dar, der Pilzkopf war dann die Gänseleberpastete, den Waldboden stellten getrocknete, klein geschnittene Wildfrüchte und ein paar Beeren dar. Nicht nur dass dieses Gericht sensationell aussieht – es schmeckt auch so! Dazu harmonierte das Brioche mit seiner leichten süße wunderbar.
Weiter ging es dann für mich mit gebratenem Wildkarpfen mit pikanten Aromaten, Erdäpfelpüree und Kernöl. Ich bin zwar kein Karpfen-Fan, aber nach diesem Gang könnte ich fast einer werden! Der Fisch hatte ein Aroma nach vielen, frischen Kräutern (vielleicht ein klein wenig zu viel Knoblauch – wenn diesen jemand nicht so mag) und war schön kross angebraten. Angerichtet wurde er in Streifen geschnitten und dazwischen immer ein Streifen Püree. Und darüber ein klein wenig Kernöl! Ich dachte nicht dass das Öl so herrlich mit dem Püree harmoniert!
Meine Freund hatte zum Hauptgang das Pogusch Lamm geschmorte Schulter mit Sommerkürbis, Topinambur und Kresse. Das Lamm war so zart dass es sich mit der Gabel zerteilen lies, das Safterl dazu schön intensiv, aber nicht zu dominant. Das Gemüse auf dem Punkt genau richtig und schön knackig.
Abgerundete hätte dieses kulinarische Vergnügen noch der passende Wein, aber wer noch fahren muss..... ;-)
Das Service war wie immer ausgezeichnet, und das obwohl eine große Gesellschaft hier feierte. Sogar der Chef nahm sich für uns kurz Zeit um nachzufragen ob alles zu unserer Zufriedenheit sei! Es gab keine langen Wartezeiten zwischendurch und selbst in der größten Hektik hatte das Personal immer ein Lächeln auf den Lippen.
Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten Besuch!

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Kommentar von Unregistered am 5. Sep 2011 um 13:29

Den Gaenseleber Pilz gabs schon im alten Steirereck am Donaukanal - und er war immer ein Genusz. Sozusagen eine Diensterfindung von Herrn Oesterreicher fuer die Familie Reitbauer.

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am 3. Juli 2011
Kitty3090
6
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Das Restaurant am Pogusch ist ein Traum. Das Personal ist freundlich und kompetent. Das Essen ist lecker und die Augen bei der Speisekarte größer als mein Magen. Einfach nur super. Das rustikale Ambiente passt perfekt zu dem typischen Landesgerichten. Werde in Zukunft hoffentlich nach meiner Österreichtour öfter dort sein

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am 29. Jänner 2011
Bilby
6
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ein absolutes Highlight und ein österreichisches Aushängeschild. Das Essen sehr köstlich, das Service ausgesprochen freundlich und das Ambiente sooooo super urig - I love it ! Am besten mit einem WE-Aufenthalt in einem Romantikzimmer zu kombinieren.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. Dezember 2010
SarastroCulinario
53
21
10
4Speisen
5Ambiente
5Service

Griass Di a Gott - am Pogusch - kommen mia Weana a hin - und schaun den Lodenjankern und Steirerhaitln die dort Schicki Miki leben auf den Teller - einfach genial was man machen kann - wenn mans kann - und das hat der alte Reitbauer im Blut - es zu können - mit welcher Wehmut denke ich ans alte Steirereck im 3ten.. in Wien... aber egal Mia san am Pogusch....

Die Reise startet immer mit der Suche nach einem Zimmer in den umliegenden Gast und Bauernhöfen, ist ein Zimmer 4 two gefunden kann man reservieren und hoffen das a Platzerl frei ist...

Es wäre nicht der Reitbauer - wenn ers nicht ein gaaaanz klein wenig übertreiben würde - Tiere vorm Lokal, ein uriges Ambiente, mit jeder Menge Rauchmöglichkeit auf der "Terrasse" gewärmt von diesen Gasöfen etc....

Kumm eini - und nimm Plotz....
Schnell und gut geführt ist das Personal - das Ambiente bestehend aus alten Milchkandln, Mistgabeln Bauerntruhen und Schränken, Alte Kühlungen von Dorfgasthäusern etc. - einfach genial - Man glaubt der "Waldbauernbub ROSEGGER" kommt gleich auf ein Backhendl zur Türe rein -

Gar nicht so einfach ist es an diesen Jogltischen (wer hat den Scheiss erfunden) die Füße richtig zu plazieren... aber die Kante Speck und das Brot machen den ersten Ärger ob des JoglTisches wieder wett...

Wir waren zu viert und da Gusto und Ohrfeigen ja bekanntlich unterschiedlich sind machten wir uns kulinarisch auf verschiedene Wege

Kernöl-Eierspeise mit gerösteten Kürbiskernen 3,90
Warmes Jausen-Bratl mit wildem Kümmel & Kren 4,20
Gänseleber-Terrine mit Nüssen & warmer Quitten-Tarte 14,50
Rindsuppe vom Almochsen mit gekochtem & gebackenem Leberknödel 3,90

fanden ihren Platz an unserem Tisch, nachdem wir den Speck und das Brot verzwickt hatten, mit einem guten Zwickl vorbereiten und zwei von uns den genialen Weinkeller zum Flaschensuchen besucht hatten, der Flaschenzug zum Schliessen der Türe ist ein Highlight... *fg*

Als Hauptspeise fanden sich auf unseren Tellern...

Bauern Bratl aus dem Ofen mit Sauerkraut & Serviettenknödel 6,90 / 9,50

Bio-Bauern-Ente
Knusprig gebratene Bio-Bauern-Ente mit Speckkraut und Knödel für 2 Personen pro Pers. 14,50

Gebackenes Freiland-Hendl mit Erdäpfel-Endivien-Salat oder Risi Pisi
9,80

Die Damen waren verzückt und beglückt, wir Herren zufrieden und ja es schmeckte wirklich so wie man es von den Reitbauers erwartet - gut bis sehr gut...

Die Nachspeise war für Frau süß:
Topfen-Palatschinke mit Zitrus-Salat & Kräuterbittercréme 7,90
Steirereck-Variation „Sweets for your sweets“ 9,50

und uns Herren:
Die Besten Käse aus Österreich 8 Sorten 7,90
natürlich so wie immer PERSÖNLICH VON Hr. Reitbauer sen. ausgesucht - welch Freude zuzusehen wie es einem Gastronom Spaß macht Käse für seine Gäste auszuwählen - einfach toll....

Als Abschluss gab es eine Café dessen Name ich leider vergessen habe -aber dieser Café ist DER WAHNSINN - noch nie habe ich solch einen Café getrunken - und ich trinke gerne und viel auch vom Barrista bereiteten Café...

Fazit: Am Pogusch ist die Welt noch in Ordnung, Bäuerlich essen zum Hochpreis - und genial gemacht von den Reitbauers

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Letzter Kommentar von Unregistered am 28. Dez 2012 um 19:40

ich saß damals schon vor 55jahren mit großvater regelmäßig am pogusch, einem einfachen gasthaus... im vorhaus standen 2bemalte bauernkästen. auf dem einen war folgendender spruch illustriert: es trinkt der mensch, es sauft das pferd, am pogusch da ist es umgekehrt! die reitbauers allerdings, machten aus diesem haus erst das besondere, den tempel, die gemütlichkeit...danke!

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am 10. November 2009
mazda62
3
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ein Gasthof für das die Note " 5 " noch zu wenig ist .
Vom Personal über die Räumlichkeiten zu den Speisen u. Getänken einfach top. Die Abstimmung " Speisen und dem dazupasenden Getränk " toll .

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am 21. Juli 2008
Experte
wolf
98
50
23
5Speisen
5Ambiente
5Service
8 Fotos1 Check-In

ein Besuch im Steirereck am Pogusch ist immer wieder sensationell. vorallem die Bauernente ist sehr zu empfehlen, die Haut ist knusprig und das Fleisch ist zart. die Rindsuppe als Vorspeise war sehr kräftig und schmeckte fantastisch, als Nachspeise gab's Schokoknödeln, ebenfalls ein Gedicht.
auch das Ambiente steht dem Essen um Nichts nach. ein altes umgebautes Bauernhaus verspricht totale Gemütlichkeit und hält es auch, in der Mitte des Hauses flackert ein Kaminfeuer, das Service ist auch super freundlich und zuvorkommend.
Abschließend gesagt: eines der besten Lokale Österreichs.

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am 7. April 2008
AntonEgo
40
3
4
4Speisen
5Ambiente
4Service

Super gemütliches Wirtshaus der Reitbauers. Speisen alle Top Qualität zu ausgesprochen günstigen Preisen. Hier hab ich den besten Speck überhaupt gegessen. Super Weinkeller den mach über eine Brücke im Lokal erreicht.

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Wirtshaus Steirereck - Karte
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Bewertet am 07.04.2008

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