RestaurantTester.at
Home Mein Profil Lokal Guides Events Lokal eintragen
Speisen
Ambiente
Service
46
48
47
Gesamtrating
47
21 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
Bewertungsschlüssel
Rating Details
Rating Details
Close X
Loading
Steirereck im StadtparkSteirereck im StadtparkSteirereck im Stadtpark
Alle Fotos (46)
Event eintragen
Steirereck im Stadtpark Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Trendy
Vornehm
Preislage
Hochpreisig
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
11:30-15:00
18:30-22:30
Di
11:30-15:00
18:30-22:30
Mi
11:30-15:00
18:30-22:30
Do
11:30-15:00
18:30-22:30
Fr
11:30-15:00
18:30-22:30
Sa
geschlossen
So
geschlossen
Lokalinhaber?
Lokalinhaber-Konto
Close X
Loading

Steirereck im Stadtpark

Am Heumarkt 2a
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: International, Wiener Küche, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 - 713 31 68Fax: 01 - 713 31 68-2
Lokal teilen:

21 Bewertungen für: Steirereck im Stadtpark

am 2. März 2016
peterpan10
12
1
2
5Speisen
5Ambiente
5Service

Das kulinarische Flaggschiff von Wien! Die Tester der renommierten Gastroführer haben recht. Teuer, exklusiv, lange Wartezeiten - jedoch immer ein Genuss! Hier treffen sich Tradition und Kreativität kongenial.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?JaGefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. April 2015
Experte
langnan
58
16
21
4Speisen
5Ambiente
5Service

Meine Frau und ich feierten unseren dritten Hochzeitstag, im Volksmund nennt man ihn auch den "Lederhochzeit", abgehärtet und widerstandsfähig. Für diesen Anlass darf es schon was Besonderes sein und wir entschlossen uns das weltbekannte Steirereck auszuprobieren.

Für das feine Essen habe ich eigentlich bis dato keine große Vorliebe. Ich war der Meinung, dass eher die Augen speisen und der Magen nicht richtig satt werde. Aber nun bin auch schon in den Jahren gekommen, der Appetit ist nicht mehr so groß wie früher, deshalb sollte man sich auch ab und zu was Feines gönnen. ;p

Der Tag startete unschön, regnerisch mit einer Brise Wind. Wir hatten einen Tisch für 12 Uhr bestellt und kamen pünktlich. Eine Dame (später wusste ich, dass es die Frau Birgit Reitbauer war) empfang uns an der Eingangstür, die Kleidungen und Schirme wurden vom Herrn Brotsommelier (wusste ich zum Zeitpunkt auch nicht) abgenommen und wir wurden zum Tisch geführt.

Kurz erwähnt, die Architektur vom Steirereck ist auch recht innovativ. Von der Vogelperspektive gesehen wäre das gesamte Objekt vergleichbar mit einer Hand, wobei der Neubau den Fingern ähnelt. Bei der Planung hat man wohl extra darauf geachtet, dass der Gast weniger das Gefühl hat in einem Großraum zu sitzen. Jeder Tisch hat ein eigenes Areal, welches sich wie ein Fingerglied vom restlichen Teil des Raumes mehr oder weniger abgrenzt. Die übergroßen und mobilen Fenstern bieten optisch eine Erweiterung des Raumes in Verbindung mit dem Park. Trotz des Regenwetters war es sehr schön.

Weiter zu unserem Besuch. Während die Speisekarte gebracht wurden haben wir auch schon das Wasser bekommen. Einmal mild für meine Frau und ich hatte einmal prickelnd (Vöslauer), beide kosten 7,9€. Frau Reitbauer schenkte uns ein und erklärte, dass das milde Wasser rein mit Sauerstoff angereichert wurde. Als Aperitif hatten wir Sekt (12€) und Rosé Champagne (18€).

Zum Essen hatte meine Frau das 4-Gang Mittagsmenü (78€) und ich das 5-Gang Menü (88€) und zum Hauptgang baten wir um eine Weinempfehlung. Nach der Bestellung suchte meine Frau die Toilette auf, angeblich sollte im Steirereck eine sehr bunte und künstlerisch gestaltete WC-Anlage geben. Während dieser Zeit bemerkte ich, dass unter dem weissen Tischtuch "Alles Gute zum Hochzeitstag" stand. Wirklich eine nette Überraschung, sofort das Handy gezückt und habe ein Foto gemacht. ^_^

Die bunte Toilette hat meine Frau leider nicht gesehen und die Herrentoilette sah auch ganz anders aus als vorgestellt. Nach dem Essen erfuhr ich von den Mitarbeitern, dass die Toilette umgebaut wurde. Wieso? Keine Ahnung, ich werde diese jedenfalls nicht mehr sehen können. T_T

Das Gedeck kostet pro Person 6€, eigentlich gar nicht teuer wenn man bedenkt, was einem angeboten wird. Es gab drei verschiedene Sorten Butter: klassisch cremig, Süßmais und Paprikabutter (da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher). Der Brotwagen war stolz gefüllt und es war etwas schwierig dem Brotsommelier zu folgen, während er wie aus der Pistole geschossen die diversen Brote präsentierte. Zum Glück konnte ich ihm noch folgen und wir probierten beide jeweils drei verschiedene Sorten: Sesam, Dinkel-Vollkorn, Veilchen, Speck, Karotten und Blunzenbrot. Das Blunzenbrot war spitze, meint jedenfalls meine Frau. Speck und Dinkel-Vollkorn waren auch prima. Die Butterstücke waren sehr groß und es war nicht möglich alles aufzuessen, es sei man belegt das Brot auf den Butter.

Als Vorspeise hatte meine Frau den Mariazeller Saibling und ich den Wildschweinkopf. Der Saibling wurde vor unseren Augen mit 80°C heißem Bienenwachs übergossen. Man erklärte uns, dass der Fisch so besser seinen Geschmack behält und nichts geht verloren. Nach der Garzeit wurde der Fisch in die Küche gebracht und mit gelber Rübe, Pollenkaviar, saurem Rahm und geliertem Rüben-Soucco serviert. Der Wildschweinkopf war gekocht und gesulzt, mit Ananas-Senf, roh marinierte Purple Haze Karotte und knusprige Buchweizen serviert. Der Fisch gefiel meiner Frau äußerst gut, innen noch medium, von der Konsistenz her zart wie Kaviar. Mein Wildschweinkopf war ebenfalls sehr gut.

Während die Vorspeise abserviert wurden hatte ich eine Frage. Wieso haben die anderen Tische, auch diejenigen, die später als wir kamen, einen Gruß aus der Küche mit einem ganzen Stangensellerie und diversen kleinen Speisen bekommen und wir nicht? Am Anfang dachte ich noch, vielleicht gibt es zum Menü so was nicht? Beim Zwischengang fragte ich den jungen Mann ob es auch so wäre. Er war recht verwundert, dass niemand bei uns gewesen wäre und ging in die Küche zur Prüfung. Als wir fertig mit dem Zwischengang waren kam er zurück, entschuldigte sich bei uns, meinte es wäre ein neues System in der Küche und man habe uns vergessen. Zur Entschädigung hat er uns angeboten etwas Dessert zusätzlich anzubieten, ich war einverstanden.

Der Zwischengang, geschmorter Junghahn für meine Frau und gebratene Äsche für mich. Der Junghahn war mit Ahornsirup und Chili geschmort, einwandfrei. Dazu gab es geröstete Walnüsse, Rollgerste und gegarte Rhabarber. Mit meiner Äsche war ich nicht so zufrieden. Man sagt, Äsche sei die Königin der Speisefischen, nach dem Garen hätte sie eine thymian-artige Duftnote. Diese Erfahrung konnte ich leider nicht machen, dafür war sie leicht versalzen. Die Haut war schön kross gebraten, serviert mit Goldrübe, Kaki-Creme und Salzkapern.

Als Hauptgang hatte meine Frau das Pogusch Lamm und ich das Milchkalb. Zum Lamm gab es zweierlei Fleisch, einmal knuspriger Lammbauch und gebratener Lammrücken. Der Lammrücken war medium gebraten, besonders saftig und das Fleisch grenzt an knackig (ich durfte probieren), aber sehr gut kaubar, Respekt! Das Milchkalb schmeckte auch sehr gut, zart, gut duchgeschmort, aber es mangelt nicht an Konsistenz. Zum Essen hatten wir "Das große Glück" 2010 vom Weingut Follner. Ein gemischter Rotwein aus vier Rebsorten, leicht kräftig und fruchtig, wunderbar sanft im Gaumen mit einem seidigen Abgang. Einen herzlichen Dank dem Herrn Wein-Sommelier.

Mein vierter Gang war eine Käseplatte. Eigentlich hatte meine Frau keinen Käse bestellt, aber man war so freundlich und ließ sie auch probieren. Wir ließen uns was empfehlen, für mich mild bis leicht würzig und meine Frau nur mild. Ich kann mich jetzt nur an einen Camembert und Blauschimmel-Käse erinnern, beide sehr gut. Der Brotwagen kam auch wieder vorbei und fragte nach unseren Wünschen. Blunzenbrot war leider aus....und ich habe ihn noch nicht probiert. T_T

Zum Dessert gab es eine richtige Überraschung. Bestellt haben wir einmal Knusprige Fritatten mit Mispeln & Mispelkern-Eis und warme Trinitario-Schokolade
mit Ananas-Pericon-Sorbet & Kokos Makronen. Dazu kamen drei Portionen Dessert aus der Küche extra, Mohnnudeln mit Zwetschkenröster-Eis, Eingelegte Calamansi mit Frischkäse, Melasse & Walnuss und Eingelegter Rhabarber mit Holunder & Kokos Röstmalz-Eis und Karamellmalz-Eis, der Tisch war randvoll. Als der Herr Ober sagte, das sei die "kleine Wiedergutmachung" musste ich lachen und meinte, das wäre eine sehr große Wiedergutmachung, eher eine Großzügigkeit.
Auf die Süßspeisen möchte ich nicht mehr näher eingehen, obwohl geschmacklich nicht zu süß schoss der Zuckerspiegel sicher in die Höhe und meine Bauchspeicheldrüse fluchte. Trotzdem hat es uns super gefallen.

Als Abschiedgruß gab es diversen Citrusfrüchte-Chips aus der Orangerie Schönbrunn mit einer Schälchen Citrusfrüchte-Salat. Leicht süß, säuerlich und etwas bitter, erfrischend nach dem Essen.

Bezahlt haben wir im Ganzen 260€ inklusive Trinkgeld. Üppig, aber für den Hochzeitstag und das gebotene Essen samt Service durchaus passend. Beim Verlassen des Lokals war das Wetter auch wieder sonnig, ein krönender Abschluss.

Fazit: Ein tolles Restaurant, Zutaten für die Speisen waren qualitativ erstklassig, der Geschmack war auch sehr gut. Das Steirereck hat auch meine Ansicht über's feine Essen verändert. Sowohl das Auge und der Magen waren satt und glücklich. Vom Preis her vielleicht nicht für den normalen Alltag, aber wenn es einen besonderen Anlass gibt, dann ist man hier sicherlich richtig.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja17Gefällt mir18Lesenswert15
Letzter Kommentar von am 11. Apr 2015 um 00:24

Ein schöner Bericht, danke! Auch wenn es einem auf den ersten Blick vielleicht nicht so vorkommt, ist EUR 130 für ein recht umfangreiches Essen in einem der besten Restaurants eines mitteleuropäischen Staates eine Okkasion. Wir sind in der Hinsicht verwöhnt! (In Paris kann man das leicht für eine Vorspeise bezahlen.) Ich verstehe Deine Milchkalbstrauer. Für einen empfindsamen Menschen können manche Aspekte der Großen Küche belastend sein. Ein bißchen schade finde ich, daß anscheinend auch Herr Reitbauer nichts besseres mit einer Äsche (stimmt: kann ein ganz wunderbarer Fisch sein) anzufangen weiß, als sie in heißes Fett zu werfen. Dennoch: Ich muß mal wieder zu sparen anfangen...

Gefällt mir4
am 23. April 2014
gabelexperte
32
7
3
5Speisen
5Ambiente
5Service

Wer hier einmal eingekehrt ist, dem wird das lange in Erinnerung bleiben. Dieses Restaurant zählt nicht zu Unrecht zu den besten der Welt! Sehr hervorzuheben ist natürlich die Kunst des Anrichtens der Speisen, dass es fast zu schade ist, das Kunstwerk mit der Gabel zu zerstören.
Vorspeise: Lauwarmer Artischockensalat (28 euro) gut gelungen, sehr zart und geschmacklich gut abgestimmt
Hauptspeise: Confierter Zander um wohlfeile 46 euro, der beinahe teuerste Fisch meines Lebens, aber jeden Cent war er ihn wert! Die Gesamtrechnung von über 250 euro hat mich nicht so geschockt, denn meine Liebste und ich feierten Hochzeitstag. Zu jedem besonderen Anlass kann man hier mit ruhigem Gewissen einkehren. Das personal ist sehr hilfsbereit und kompetent, so wie man sich das erwartet.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja3Gefällt mir1Lesenswert
am 31. Jänner 2014
stautz
17
1
3
5Speisen
5Ambiente
5Service

Das Steirereck, was soll man da schreiben um diesem Lokal gerecht zu werden. Es helfen nur Superlative! Ich werde mich hier nicht in Details verlieren.
Hohe Kunst ist der erste Begriff, der mir zu diesem Lokal einfällt. Wer mit dem Gedanken spielt wirklich teuer essen zu gehen, der sollte in Wien als Erstes ans Steirereck denken.
Speisen und Getränke:
Bei meinen 3 Besuchen hatte ich jeweils ein Menü mit Weinbegleitung. In Erinnerung ist mir bei all den Köstlichkeiten vor allem die Vielschichtigkeit des Geschmackserlebnisses geblieben und das perfekt abgestimmt. Weinbegleitung: Sehr zu empfehlen, weil man auch hier glasweise in ungeahnte Sphären vorstößt.
Ambiente: Einfach edel. Lustig, das "Biene Maja" WC
Service: Himmlisch. Man merkt dass der Wirt in der Küche steht und die charmante Wirtin im Service tätig ist.
Zum Abschluss eine kleine Anekdote: Als wir sehr satt und glücklich den letzten Gruß aus der Küche nicht aufessen konnten meinte Frau Reitbauer lächelnd: "Aber geh'ns, ein Minzplätzchen geht immer noch."

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja5Gefällt mirLesenswert
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Jänner 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
4Speisen
5Ambiente
5Service

Brotsomelier und Brotwagen im Konvoi mit Käsewagen und Käsesomiliere - für uns eine unwiderstehliche Kombination! In diesem perfekten Ambiente so angenehm fürsorglich bewirtet zu werden, sodass wirklich gute Gespräche mit den Lieblingsnachbarn möglich sind - das ist für uns natürlich eine glatte Höchstnote. Bis hierhin. Aber bei den Lobeshymnen an die Küchenleistung können wir nur leise mitsummen...

Wir wissen es herrscht Umbaustimmung im Stadtpark, aber es wird uns versichert, dass sich das im Restaurant nicht bemerkbar macht – und das stimmt. Wir durchwanderten eine stilvolle gekonnt beleuchtete Absperrung, die sich rundum das Haupthaus zog auf einem roten Teppich. Als Gast fühlt man sich jetzt schon sehr besonders und so kommen wir auch im Restaurantraum an. Begleitet von sympathischem Servicepersonal werden wir zu unserem Tisch gebracht.

Rote großzügig bepolsterte samtbezogene Armlehn-Fauteuils stehen rund um unseren Tisch. Nicht nur wir machen’s uns gemütlich – das gesamte Ambiente strotzt vor Gemütlichkeit. Indirekte warme Beleuchtung, die großen geschwungenen Erkerfenster des alten Hauses, die Raumteilung durch kleine Wandbögen, die mit großen kunstvollen Vasen geziert sind und der Plafond, der über und über mit floralen Formen bestückt ist und damit Stuck ganz neu interpretieren – all das gibt dem Raum eine wohnliche Wohlfühlatmosphere.

Als Aperitif (auch von einem fahrbaren Untersatz aus) bietet man uns einen Sekt vom Bründlmayer an. Unspektakulär gut. Dazu gibt es lange hauchdünne Cracker mit Rauchsalz. Auch ok. Dazu ein süßes Amuse Bouche aus der Küche: kleine Stücke von der Dörrbirne mit Kletzenbrotbrösel ummantelt, die an zimtigen filigranen Stielen hängen. Schmeckt einfach winterlich gut. Wir entscheiden uns für das Menü des Hauses in 6-Gängen und gegen die Getränkebegleitung. Verzichten auch auf die Beratung des Weinsomeliers – ABER nur weil wir unsere eigenen Experten des Vertrauens am Tisch sitzen haben. Wir bekommen eine Flasche weiß (Riesling Smaragd) und eine rote (Cuvee aus Zweigelt und Cabernet). Trotzdem ist der Herr Weinsomelier aufmerksam auch für uns da und schließt sich höflich kurz einem unserer Tischgespräche an.

Nach der Weinentscheidung kommen hauchdünne getrocknete Kräuterseitlinge an den Tisch – zwei Blättchenscheiben vom Pilz umschließen ein g’schmackiges Blatterl vom Thymian. Ein Hauch von Geschmack – dazu noch ein Stückerl von einem Kohlstrunk – genau das Richtige für vegane Roh(schon)köstler. Dann sagt die Küche noch Hallo: Püree von der roten Rübe mit Salat und Vinaigrette – wirklich rund und fein im Geschmack.

Und da kommt er dann endlich, der fahrbare Holztrog mit Kiloweise Brot. Das nennen wir Sortenvielfalt! Wir suchen sehr großzügig aus und versuchen uns durch die ansprechendsten Teigvarianten zu kosten. Aber unsere Tischfavoriten waren das banal intensive Tiroler Speckbrot, das samtige Maroni-Ciabatta und das fruchtige Marillen-Haselnussbrot. DER Vorführwagen unter den Brotmobilen! Die Scheiben von der salzigen Riesenlaugenbrezel waren aber auch ganz ok. Zwei Brotfuhren konnten wir zu den Vorspeisen verbuchen – und der sympathische Herr Brotsomelier (mit lockerem Schmäh) hat unser Potenzial für ein Mehr an Kohlehydraten erkannt und für uns beide immer gleich doppelt aufgeschnitten.

Dazu eine quadratische Platte mit Butter – einmal in Zeilen (Heumilchrohbutter) und darauf noch ein kleines Nockerl (Süßrahmbutter mit Zwetschkensalz). Zwischen den Zeilen konnte man ein paar winzige Flankerl einer eingesalzenen Zitrone rauslesen. Von der Zwetschke konnte man nichts sehen und schmecken, die Zitrone war optisch und am Gaumen anwesend – aber beide Buttersorten haben wir schon einmal wesentlich aromatischer gegessen. Die salzige Zitrone(nschale) ist wie Zitronat nur fast das Gegenteil von süß, nämlich: bitter fruchtig salzig - ist eine eigenwillige Buttereinlage – passt aber irgendwie. Und zurzeit (dank Jamie Oliver) in den Küchen in Mode.

Keine Frage – gekocht, zubereitet und angerichtet wird hier mit ungewöhnlich maximal hohem Einsatz, Aufwand, extremer Detailliebe und einem Faible für antiquierte heimische Gemüsesorten. Das Resultat ist: viel hübsch Kompliziertes am Teller – das eine schriftliche Beschreibung benötigt, die einem die Komplexität zerpflückt und begreifbar macht. Zu jedem Teller wird ein Kärtchen am Tisch platziert, auf dem erklärt wird, was sich da jetzt eigentlich so Besonderes am Teller befindet. Weil schmecken kann man die lange Liste an Komponenten dann doch nicht ganz. Aber das ist ja wie bei einer guten Rindssuppe mit Fleischstrudel – würde man da die Zutatenliste an den Tisch serviert bekommen – würde man sich auch wundern, was da so alles verkocht wird. Wichtig ist – der Gesamteindruck im Mund. Der war bei den meisten Gerichten des Menüs eigentlich ja ganz gut. Besonders überrascht hat uns die vegetarische Kombination von Puntarelle, Süßkartoffel und Sanddorn sowie die Schwarzwurzel, die nach Kokos schmeckt und dazu Powidl – beides erstaunlich stimmig, herzhaft und exotisch.

Die rohe Bergforelle mit Gurke und Melone geschmacklich ziemlich unauffällig. Die Bröserl vom gerösteten Zwiebelsalz dazu waren aber wirklich eine Bereicherung. Jede Sorte Fleisch, die wir am Teller hatten war unglaublich zart. Als hätte man die Stücke vorher vakuumiert gedünstet und dann noch im eigenen Fett confiert. So auch das Rehkitz mit wildem Brokkoli und schwarzer Nuss. Von der schwarzen Nuss hätten wir mehr Geschmack und von den Trompeteneierschwammerl mehr Präsenz erwartet – aber leider kaum wahrnehmbar. Dafür war der bittere Wildbrokkoli sehr dominant. Schade.

Besonders gut hat uns die gebratene Äsche geschmeckt. Die spielt geschmacklich auch die Hauptrolle, weil bei den Beilagen (Abate Fetel Birne Scheiben und Pastinakencreme) war der Name auch Programm – eher unauffällig. Dafür bleibt uns die gedörrte Duwicker Karotte in wirklich bitterer Erinnerung. Als ob man in das Ende einer überlagerten gummiartigen Karotte beißen würde, die sich viel Saft im Inneren aufgespart hat, der Chicoree mit Mandarinensud macht das Ganze nicht besser. Nur die kleinen Schleienstücke waren ein Lichtblick für unseren Gaumen. Besonders schön war aber, dass Frau Reitbauer persönlich uns immer mit Marinaden, Saucen und Vinaigrettes aus den kleinen feinen Schüsseln versorgt hat – hat aber den Geschmack nicht maßgeblich beeinflusst.

Was ganz Spezielles war beim Fasan (wie schon beschrieben: extremst zart) mit dabei – ein Soufflee (deutlicher Eigeschmack) von fermentierten schwarzen Bohnen. Ein rauchig würzig knackiger Salat von asiatischen Sprossensorten kombiniert mit der reifen Süße von Quitten. Das ganze Gericht bitte noch einmal und zwar in einer Portion zum Sattessen! Perfekt.

Der Geschmack des Wildhasen (der unter einer Creme oder einem Pürree von Kerbelwurzel versteckt war) besserte sich zwar von der rechten hin zur linken Tellerseite. Aber rechtsseitig hatte das Fleisch tatsächlich einen penetrant tranigen Beigeschmack. Da die Teller aber auch nicht groß sind – war der eh schnell wieder verflogen und ab da war’s dann auch essbar. Im Gegensatz dazu: die Wildente – einfach nur top! Der orangelastige Rote Rüben Couscous war für Zitrusfrüchteliebhaber eine angenehme Begleitung, für die anderen hat’s der Schoderleer Zwiebelmantel drumherum und der kleine knackige Knollenziest mit interessanter Gewürzgarnitur wieder gut gemacht.

Drei Käse hoch für uns als Dessert – zweimal vom Käsemobil mit charmanter Someliere-Begleitung. Die junge Dame hat uns wirklich bestückt. Wir wollen alles von Schaf, Ziege und Kuh. Ein gewagt würziger Teller – mit von der Partie Epoisses (kennen und mögen wir gern) und was außergewöhnlich neues: Weichkäse mit Algen und Apfelschnaps verfeinert. Wow – ein neuer Favorit. Der milde Teller war spannend gewagt gestaltet mit viel Gereiftem von Schaf und Ziege. Die Kuhvariante war mit Rotweinrinde. Alles wirklich sehr genießbar. Nur leider hat ein Chutney oder Ähnliches gefehlt – es waren nur ein paar Weintrauben von mittlerer Qualität am Teller und ein paar glänzend geröstete Kürbiskerne. Die dritte Runde Brot machte aber alles wieder gut. Vor allem das Marillen-Haselnussbrot war die perfekte Basis für die gesamte Käsevariation.

Auch den süßen Frischkäse mit Vanille, der bipolaren Physalis und dem Getreideeis durften wir verkosten. Erstaunlich gut! Der Frischkäse schmeckte gar nicht nach Käse und auch die Konsistenz glich eher einem sehr feinen seidigen saftigen Pudding. Als oberste Schicht ganz viel schwarze Vanillepünktchen. Die getrockneten Physalis: schön knusprig und säuerlich. Das Kompott davon saftig und bittersüß. Die Nocke Getreideeis: herb aber süß. Ein tolles Dessert. Käse einmal ganz anders und extravagant serviert: im Molkereisieb und am Tisch mit einer Käseharfe aufgeschnitten. Beeindruckend! Erstaunliche Desservariante auch der Freiherr unter den Berlepsch Äpfeln in Kombination mit Pilzkraut, Latschen und knusprigen Amaranth-Hippen. Unglaublich aber gut.

Das Servicepersonal ist schlicht geschmackvoll gekleidet. Auch hier wird die Liebe zum Detail spürbar. Man hat den Eindruck, dass die Personen in den schlichten Kleidern mit Stil, mit hohem Anspruch ausgewählt wurden. Sehr sympathische Gesichter, mit angenehmer Körpersprache und Stimme. Ruhig und keine Hektik. Durch die vorherrschende Mobilität des Aperitifs, des Käses und des Brotangebots – herrscht ein fließendes Treiben in dem großen Speisezimmer mit Wohnzimmeratmosphäre.
Unser Resüme: Für eine Höchstnote bei den Speisen muss auch das Angebot an Gerichten unserem Geschmack gerecht werden. Komplexität überfordert einfach.

ABER: ganz viel hohe Kochkunst vom Team und vom Chef persönlich, maximaler Wohlfühlfaktor durch ein Ambiente mit stilvoller Handschrift und umsorgendes Service zu einem wirklich angemessenen Preis. All das verleitet zum Wiederkommen – bald.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja21Gefällt mir18Lesenswert12
Letzter Kommentar von am 12. Feb 2014 um 10:50

Wenn ich heute um 50 € eine Speise konsumiere und sehr zufrieden bin, am nächsten Tag die absolut idente Speise woanders um 100 € bekomme dann hat vermutlich der Koch genau in dieses Lokal gewechselt und verdient jetzt mehr. Nicht immer alles so fürchterlich ernst nehmen.

Gefällt mir1
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 15. August 2013
testsiegerin
11
1
3
5Speisen
5Ambiente
5Service

Nein, ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Dass es da noch acht bessere Restaurants auf der Welt gibt.
Ich gestehe, ich war schon ein wenig ehrfürchtig, als mein Ess-freund mich dahin eingeladen hat. Hab ich mir das verdient, hab ich gedacht, dann aber beschlossen, dass man sich das Schöne im Leben nicht verdienen muss, sondern sich einfach daran erfreuen kann.

Traumhafte Atmosphäre. Edel, aber nicht schwülstig, schon allein die Toiletten waren ein Erlebnis, aber ich muss gestehen, da war ich schon ein wenig beschwipst.

Das Haus hat mich gegrüßt, und ich hätte mir so gern gemerkt, womit, aber mein Gedächtnis war von dem Angebot einfach überfordert. Auf jeden Fall hat der Gruß des Hauses fantastisch geschmeckt.
Ich zähle jetzt nicht die Speisen auf, die ich gegessen hab (das siebengängige Menü und ich hätte auf keinen einzelnen der Gänge verzichten mögen), die kann man im Internet nachlesen. Was ich so fantastisch fand war, dass man die einzelnen Zutaten, von denen man zum Teil gar nicht wusste, das man sie essen kann, alle auf dem Gaumen geschmeckt hat. Beim ersten Bissen die Haselnüsse, dann die Datteln, dann den Blaumohn, die Rübchen...
Ich esse ja auch gern Krautfleckerl und Gefüllte Paprika, aber was mir da geboten wurde, das war einfach unbeschreiblich.
Und dann noch die Weine zu den Speisen. Very, very best of.

Das Personal überhaupt nicht überkandidelt und mit Bitterorangen parfümiert wie das Dessert, sondern liebenswert, offen und bodenständig. Unendlich aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein. Mit viel Gespür für die Gäste, mit Witz und Geist. Man hat gespürt, dass sie ihre Arbeit lieben.
"Passen Sie auf beim Blunzenbrot, das macht süchtig", hat der Lenker des Brotwagens gesagt und Recht behalten. Weiß irgendwer, wo man das bekommt?
Und der Käse. Affiniert statt affektiert. (Affinieren bedeutet, einen Käse durch eine geeignete Behandlung zu verfeinern und zu perfektio­nieren) Und wie perfekt die waren.

Vier Stunden Essen und Trinken und Genießen auf höchstem Niveau. Zum Abschied hat man uns noch einen Schirm geschenkt. Dabei hätte ich gern durch den Regen getanzt nach diesem Abend.

Ich freu mich schon auf den nächsten ganz besonderen Abend in ein paar Jahren dort. Das Warten ist es wert.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja19Gefällt mir17Lesenswert9
Letzter Kommentar von am 11. Feb 2014 um 01:54

das gleiche ist es nicht! wird im steirereck täglich frisch gemacht! :)

Gefällt mir
am 15. Juli 2013
selina
21
1
3
5Speisen
5Ambiente
5Service

Hier passt einfach alles.Wunderschönes Lokal mit perfektem Service und hervorragendem Essen und Weinen.Das allerbeste Steak meines Lebens gab es hier!!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja1Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 16. Jul 2013 um 21:15

Jaja, das Styrian Steakhouse, weithin bekannt.

Gefällt mir2
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 18. Juni 2013
Experte
laurent
300
58
27
5Speisen
5Ambiente
5Service
1 Check-In

Mein kulinarisches Champions league - Finale im Jahr 2013- kann noch besseres kommen?

Unwahrscheinlich, kaum vorstellbar- und somit ein neues Lokal in meinem Guide Best of "Feine Restaurants" in Österreich.

Über das Ambiente wurde ja schon unzählige Male geschrieben, Ja der Raum für RaucherInnen ist etwas schwülstig Rot, kann sein dass die Deckendekoration im Hauptraum nicht Jedermanns/frau Sache ist- wir empfanden sie zumindest nicht störend.

Auswahl: 2 siebengängige Menüs, dazu eine exzellent ausgewogene A la Carte-Auswahl (Waller um € 44.- ist nicht ohne) Menüpreis: 7 Gang 135,– mit Getränkebegleitung + 75,– für das Gebotene absolut gerechtfertigt

Speziell die Weinpreise überraschen positiv. Keine Frage: Alles was Connaisseurs Weinherz begehrt - und noch viel mehr zu wirklich sehr fairen Preisen.

Der Service: Outstanding, in einer eigenen Liga: Technisch perfekt ( na na na ned) dazu aber sowas von persönlich. Individuell auf die Gäste eingehend und sogar mit Witz, Schmäh und Charme- einzigartig! Hervorragende, nicht abgehoben klingende Speisenerklärungen; Mr. Brotwagen mit seinen 20 Sorten, Mr. Käsewagen, die Sommeliers und auch die Chefin – jede der Personen mit all ihren Helferleins ( 16-18 Personen sorgen für einem absolut runden Serviceablauf) eine wahre Persönlichkeit

Die Speisen: Keine noch so elaborierte Küche kann jeden Gaumen befriedigen, Geschmäcker sind nun mal verschieden – das ist gut so. Ich esse wahrscheinlich zu selten in der Championsleague der Hochkulinarik um all die Kreationen nachvollziehen zu können, um diese Art des besonders exquisiten Kochens zu verstehen- im Gegensatz zum Hangar 7 haben mich im Steirereck alle Kombination überzeugt, waren all die Beilagen immer perfekt auf das Hauptstück abgestimmt

Mispeln mit Sellerie, Erbsen, Blütenkohl & Pistazien
>2012 Quivira Verdejo / Rueda, Spanien

Schwarzauer Bergforelle mit Melone, Gurke & gebleichtem Erbsen–Spargel
>2012 Sauvignon Blanc „Cosmas" , Kornell / Terlan, Südtirol

Sommerkürbis mit Süßerdäpfeln, Paradeiser, Mandeln & Lavendel
>2011 Riesling Federspiel „1000 Eimer Berg“, Gritsch–Mauritiushof / Spitz

Grüner Spargel mit Schafkäse, Zitronen–Taglilien & Bergamot
>2011 Weissburgunder „Hochkittenberg“, Tement / Berghausen

Über Holzkohle gegrillter Stör mit Kohlrabi, Quinoa, Holunder
>2011 Francisco Miguel Chardonnay, F.M. Mayer / Wien- Hallo Welch ein Prachtwein

Reinanke mit Zucchini, Paprika & Walnussblatt
>2003 Riesling Smaragd „Achleiten“, Domäne Wachau / Dürnstein- grenzwertige Kombination; für Liebhaber extremer Reifenoten ein Prachtstück, für den „Durchschnittsweintrinker (welcher wohl im Steirereck selten verkehrt) sehr gewagt.

Baumspinat mit Eiszapfen und Ochsenmark- ungemein harmonische Kombination
>2011 Grüner Veltliner Smaragd „Zwerithaler“, Prager / Weissenkirchen

Schneebergland Ente mit gebratenem Sprossensalat, schwarzem Rettich & Erdnuss
>2005 Shiraz BIN 128, Coonawarra, Penfolds / Australien

Rehbock mit türkischem Kaffee, Mairüben & Kresse
>2010 Schwarz Rot, Hans Schwarz / Andau

Affinierte Käse – darüber braucht man wohl kein Wort zu verlieren. Der Käsewagen ist ja legendär, auch das Fachwissen über die Produkte extrem- die Weinempfehlung, gereifter Traminer sensationell.

Frühlings–Blüten mit Honig, Pollen & Passionsfrucht
>2011 Moscato d’ Asti, Paolo Saracco / Piemont

Es war einfach nur großartig!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja23Gefällt mir16Lesenswert9
Letzter Kommentar von am 24. Jun 2013 um 16:41

bin vollkommen einverstanden, mit abstand das beste rest. Österreichs und das 9.beste der welt!!ich gehe seit 25 jahren ca.fünf mal jährlich hin und bin auch nicht ein einziges mal enttäuscht worden. super Analyse, lieber Laurent.

Gefällt mir
am 2. Februar 2013
Maxi2020HL
4
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

der Gipfel der österreichischen Küche!
die Öffnungszeiten finde ich aber überarbeitungswürdig!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von fred combuse am 18. Jun 2013 um 17:53

Seit das Steirereck (auch noch an der alten Adresse) Sa & So geschlossen hält, gibt's keine Personalprobleme mehr. So hat uns das Hr. Reitbauer sen. vor Jahren persönlich gesagt. Öffnungszeiten wird sich wohl jeder Gastronom noch selbst aussuchen dürfen, odr?

Gefällt mir3
am 15. Dezember 2012
libero
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Ich wollte einmal ins "Paradies"...
Wir hatten einen wunderschön dekorierten Tisch mit viel Platz. Ich habe noch nie so viel Aufmerksamkeiten und so eine Vielfalt an verschiedenen Genüssen erlebt wie an diesem Abend. Alleine die Auswahl an Brot ist immens und ebenso gut. Das Essen, wir haben uns für das 6gängige Menü entschieden, war abendfüllend und sehr fein. Highlights waren für mich das Rehfleisch und der Käsewaagen, ich liebe gut gereiften und "stinkenden" Käse. Das Service war top.
Einen kleinen "Schönheitsfehler" gab´s dann am Ende doch, da wir nicht eine 2. Flasche Wein bestellen wollten, haben wir uns einen Wein empfehlen lassen und erst auf der Rechnung den Preis gesehen. 13 Euro/Achtel, ich denke, das muss doch nicht sein...

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja5Gefällt mirLesenswert
Kommentar von am 20. Dez 2012 um 15:40

Man müßte halt wissen, was für ein Wein es war... Es gibt natürlich so etwas wie eine Warnpflicht, ob diese allerdings in diesem Restaurant bei diesem Preis zur Anwendung kommen sollte, vermag ich nicht zu beurteilen.

Gefällt mir3
am 7. Oktober 2012
klausburger
2
1
2Speisen
3Ambiente
2Service

wir haben das lokal vor einigen tagen besucht und waren enttäuscht. die Küche entspricht absolut nicht dem internationalen standard. ein klassisches stadtrestaurant ohne Charme. enttäuschend die Gerichte. Jeder Gang gleicher Geschmack, alles was wir lesen durften, konnten wir geschmacklich nicht finden... schade! Viel Lärm um nichts...

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 22. Nov 2014 um 23:06

bleib zuhause und mach dir einen leberkäs im pfandl

Gefällt mir
am 11. September 2012
feinkoster
7
0
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

gestern besuchte ich wieder einmal das steirereck, um anläßlich des großartigen 11. ranges aller spitzen-
restaurants weltweit eine qualitätskontrolle vorzu-
nehmen(spaß!).es waren wieder unglaublich genuß-
volle 2,5 stunden, die wir das erstmal im garten
genossen.
1.vorspeise:geräücherte gänseleber mit confierte
mairüben und sanddorn
2.vorspeise:über holzkohle gegrillter stör mit
erbsensprossen.
hauptgang:lammrücken mit topinambur und
melanzani
dessert:wame trinitario-schokolade mit ananas-
sorbet und kokos-makronen
jeder gang war perfekt und geschmacklich sen-
sationell.
der service,bestehend aus der chefin, herrn adi
schmid und einer jungen crew agierte locker und
fehlerlos.
der preis für das 4-gang menü ist mit euro 65,-
mehr als wohlfeil, wenn man bedenkt, daß cirka
30 personen in küche und service im einsatz sind.
ganz große klasse!
die genauen angaben der speisen kann ich aucch
nur aufschreiben, weil es zu jedem gang ein kleines
kärtchen gibt, wo alles genau beschrieben steht.
eindeutig österreichs restaurant nr.1!!!

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja5Gefällt mirLesenswert
am 14. Mai 2012
purness
3
1
1
4Speisen
3Ambiente
2Service

Über die Qualität des Essens kann man streiten. Aber auffällig war der aufdringliche und hektische Service.

Wir wurden von Besuchern aus dem Ausland, die wir drei Jahre lang nicht gesehen hatten, zum Steirereck eingeladen. Wir wollten uns natürlich während dem Essen unterhalten. Dies war jedoch unmöglich, da wir fast im Minutentakt durch den Service unterbrochen wurden. Zuerst wurden die Amuse-Bouche gebracht, dann wurden die Bestellungen aufgenommen. Die Weinkarte wurde erst nach mehrmaliger Aufforderung gebracht!! Der Wein kam, nachdem die Vorspeise bereits serviert worden war. Auffällig war, daß immer nachgeschenkt wurde, wie wenn man uns abfüllen wollte. Wenn wir einen Ober gebeten hatten, nicht mehr ohne Aufforderung nachzufüllen, dann kam ein anderer Ober und füllte blitzschnell nach. Zwischen den Gängen wurden wieder kleine Häppchen serviert, wobei bei jeder Speise langatmige Erklärungen gegeben wurde, um was es sich handelte. Nachden pro Person ca. 10 diverse Amuse-Bouche und Speisen serviert wurden, kamen wir auf geschätzte 60 Minuten Erklärungen und Hinweise. Wir hatten insgesamt den Eindruck, daß der Gast sich ausschließlich auf das Essen zu konzentrieren hat und nicht ins Steirereck geht, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Nachdem wir dann einen hektischen Abend verbracht hatten, haben wir auf jeglichen Nachtisch verzichtet und sind nach einem kleinen Käseteller hastig aufgebrochen.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja9Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 17. Jul 2013 um 02:59

Je mehr erfreuliche Kleinigkeiten ich aus der Küche bekomme, desto mehr freue ich mich! Wein sollte allerdings wirklich vor dem Gericht eingeschenkt werden. Einmal wurde das bei mir im Steiereck versäumt - ich sah den Kellner nur traurig an und das löste schon Zerknirschung und das Gelöbnis der Besserung aus. (Vielleicht habe ich irgendeine zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen. Ich weiß es nicht mehr, das liegt noch in der Drei-Hauben-Zeit.) Und ich will auch, daß man mir nachschenkt! Es ist für mich ganz furchtbar, wenn ich bei einem superben Essen nichts im Glas habe, Ja, und ich freue mich sehr, wenn mir erklärt wird, was mir serviert wird. Das kann meine Freude erheblich intensivieren. Ich habe schon oft in (der richtigen?) Gesellschaft Restaurants der Sonderklasse (wozu ich das Steiereck zähle) gegessen und noch nie empfunden, daß es zuviel Zuwendung der schwarzen Brigade gegeben hat. Im günstigsten Fall entsteht eine Art unausgesprochenen Verständnisses. Freilich müssen die Mitgenießer ähnlichen Sinns sein. Aber mit anderen gehe ich ungern essen. (Es bleibt jedem überlassen, das Steiereck nicht auszuschöpfen. Dann ist allerdings, meine ich, die Investition nicht sinnvoll.)

Gefällt mir
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. Mai 2012
Buzzati
9
1
2
5Speisen
5Ambiente
4Service

Grosses Gourmetkino, so lautet die Erwartung an einen Abend im Steirereck.

Das Wetter spielt mit, es wird eine Freiluftvorstellung. Das Restaurant wandert vor die Türe auf die große Terasse. Von dieser kann man den Basketballern im nicht weit entfernten Käfig zusehen oder die KellnerInnen bei der Arbeit beobachten. Die Aufgaben sind klar definiert. Da gibt es die Dame für die Reservierungen, den Herrn, der die Aperitivbestellung aufnimmt, den Brotmann, den Käsemann, den Sommelier und natürlich die Padrona, Frau Reitbauer, die die Bestellung der Speisen entgegennimmt. Die Speisen wiederum werden von zwei Speiseträgern serviert, die Saucen von Frau Reitbauer persönlich am Tisch auf die richtige Stelle am Teller platziert.

Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg. Immerhin nach zehn Minuten konnten wir den Aperitiv ordern, nach weiteren zwanzig Minuten und insgesamt vier großartigen Amuse bouches, Grüßen von Küche, Koch und Familie durften wir das Essen bestellen, nach insgesamt einer Stunde hatten wir die Vorspeise auf dem Teller.

Diese bestand bei mir aus einem Spitzpaprika mit Spitzkraut, Chili, Wiener Schnecken & Sungold-Paradeisern. Das Spitzkraut dominierte, sodaß die Schnecken geschmacklich etwas untergingen. Ich hatte den Eindruck ein - sehr gutes - vegetarisches Gericht zu essen.

Der zweite Gang bestand aus Spanferkel-Backerln mit Kohlrabi, Rhabarber und Latschen. Optisch konnte das Gericht nicht mit dem Spitzpaprika mithalten, die Spanferkel-Backerln hatten eine eher knödelartige Form und waren von einer grünlichen Sauce umhüllt. Ich biss hinein und....

...hatte - ungelogen - Tränen des Glücks in den Augen. Noch nie zuvor habe ich so ein perfektes Stück Fleisch gegessen. Meine Freundin hatte das gleiche Gericht. Ihr erging es ähnlich. Wir sahen uns an und haben glaube ich nicht gesprochen bis der Teller leer war. Aus Ehrfurcht! Ich habe seeeehr langsam gegessen und jeden Bissen genossen. Es war einfach nur großartig!

Danach hatte ich den über Holzkohle gegrillten Rieddeckel vom Almochsen mit Bohnen, Trüffel-Erdäpfeln & Schildampfer. Auch dieses Gericht für sich sehr gut, aber mit den Spanferkel-Backerln hatten wir schon das Highlight des Abends erlebt.

Weintechnisch begaben wir uns in die Hände des Sommeliers, der uns glasweise mit ausgezeichneten Rot-und Weißweinen beglückte.

Eine seltsames Dessert von dem ich auch heute noch nicht weiß, ob es mir schmeckte beendete die Speisenfolge. Es handelte sich um einen feingemahlenen gebackenen Java Kaffee Sud mit gelben Dattel, Zwetschken und Zimtblüten. Die Zimtblüten waren in Milchschaum aufgelöst - eine harmonische Kombination. Der Kaffeesud - er war mit Bitterschokolade und Kaffee Créme gefüllt - war für meine Geschmacksknospen ungewohnt, schon reizvoll, aber auch irgendwie nicht so gut. Das Dattel-Zwetschken-Sorbet schmeckte sehr gut.

Das alles wurde von sehr gutem, aber diesmal langsamen Service begleitet, daher nur eine vier in der Bewertung. Wir waren trotz des um 19:30 Uhr reservierten Tisches erst zu Mitternacht fertig.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja12Gefällt mir7Lesenswert5
am 18. November 2011
BaselS
3
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

My absolute favorite place for special occasions. The employees have a special eye on how to please guests. Well done to the entire team.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja1Gefällt mirLesenswert
Kommentar von djdoid am 21. Nov 2011 um 18:48

harleypaule nimmst du drogen oder was ist los?!

Gefällt mir
am 26. September 2010
stockfox
5
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

für mich ist das steirereck mit abstand das beste restaurant österreichs. wir waren in den letzten 20 jahren ca. 70 mal dort essen und wurden N I E auch nur ein einziges mal enttäuscht. service und küche sind unerreicht und der junge herr reitbauer und seine charmante gattin machen einen wunderbaren job. der einzige kritikpunkt, den ich erwähnen möchte, sind die die glasweise ausgeschenkten weine, die man kaum unter zehn euro bekommt. doch irgendwie verständlich bei ca. 40 leuten in küche und service.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja5Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 6. Jun 2013 um 08:35

Aldebaran: das Restometer hat nichts mit einer Beliebtheitsskala zu tun, sondern wie oft die Bewertungen angeklickt werden. Mit junger Reitbauer ist gemeint, dass es ja auch noch den Senior am Pogusch gibt.

Gefällt mir
am 8. März 2010
DaCl
11
1
2
5Speisen
5Ambiente
5Service

Essen Top. Ambiente Top.
Aber ganz besonders hervorzuheben ist der Service. Es gibt für mich kein anderes Lokal in einer solchen klasse, welches ein gleichwertiges wohlfühl Gefühl bei mir verursacht. Die Servicekräfte haben Schmäh und sind dennoch höchst Professionell. Genauso soll es sein!

Essen ist international gemessen von höchster Qualität und Kreativität. (Habe ein halbes Jahr in NY und fast 3 Jahre in London gelebt)

Alles in allem - Besser gehts in Wien nicht

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
am 28. Februar 2010
Rivaner
7
3
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Großer Rahmen für einen goßartigen Geburtstag. Ist ja kein Lokal in das man täglich geht; gespannte Vorfreude auf den ersten Besuch in Österreichs bestem Restaurant. Obwohl ein (wunderbares) Meü nicht ganz dem exzellenten Ruf des Lokales gerecht wird - mag man meinen. Wunderbar kreative Speisen, - Fisch über den gfrorene Gansleber gehobelt wurde (ein 5 Haubengericht) perfekter Service, umsichtig und liebevoll von der Juniorchefin beauchsichtigt. Von Anfang bis Ende in unübertrefflicher Perfektion

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mir2Lesenswert
am 12. Februar 2010
doggybag
6
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

österreichische küche mit kreativem einschlag, ohne die geschmacksknopsen mit all zu wild-kreativen ideen zu belasten.
wir waren letztens mit unserem 12-jährigen sohn dort und wir haben ihn um sein schnitzerl eindeutig beneidet.
sooo schön wurden zitrone, preiselbeeren & co noch nie serviert!
und es hat dem "jungen herren" sichtlich gefallen so umhegt zu werden.
sehr nette kellner, die unaufdringlich und gekonnt ihrer arbeit nachgehen.
das ambiente ist geschmackssache - es erinnert an eine hotellobby - für mich ein bissl zu viel des guten.
über die preise im steirereck lässt sich streiten - ein gehobenes lokal eben und den namen zahlt man sicher mit.
dafür ist die qualität sehr stabil.
bei einem menü-essen sollte man sich aber unbedingt noch einen kleinen platz in der magengrube aufheben - eine etagere beladen mit hausgemachten pralinen wird als abschluss serviert. :)

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja4Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 7. Okt 2012 um 16:12

Wieso? Das ist eine herrliche Kombination - wird z.B. im Lungau traditionell serviert.

Gefällt mir1
am 13. Februar 2009
wstsiu
19
1
2
5Speisen
5Ambiente
5Service

ist absolut Top.
Perfekter Service und tolle Lage.
Einzige Kritik, wenn überhaupt ist die Auswahlmöglichkeit bei den Speisen.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
am 2. März 2008
markus
15
0
2
3Speisen
4Ambiente
4Service

Speisen sehr gut, kann jedoch keiner internationalen Darbietung enstprechen. Ambiente und Service top. An heissen Sommertagen riechts im Garten aufgrund des daneben befindlichen Abwasserkanals etwas streng.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja1Gefällt mirLesenswert
Steirereck im Stadtpark - Karte
Lokale i. d. Nähe:

Auch interessant

1140 Wien
3 Bewertungen
1100 Wien
44 Bewertungen
1030 Wien
1 Bewertung
1130 Wien
7 Bewertungen
1040 Wien
1 Bewertung
Mehr Hot Lists »

In 1 Lokal Guide gelistet

Best of "Feine Restaurants" in Österreich

Lokale mit erstklassiger Küche welche dem internationalen...

Mehr Guides »

Tags für dieses Lokal

Erst-Tester

Bewertet am 02.03.2008

Master

2 Check-Ins
Master
Home|Sitemap|Neue Lokaleinträge|Neu anmelden|Lokal eintragen|Hilfe|AGB & Datenschutz

Copyright © 2008-2016 RestaurantTester.at
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info
OK