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Fr, 9. Dezember 2022
In der Umgebung

Skopik & Lohn

Leopoldgasse 17, 1020 Wien
Küche: Internationale Küche, Wiener Küche, Österreichische Küche, Fusions Küche
Lokaltyp: Beisl, Bar, Gasthaus, Restaurant
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Skopik & Lohn - WienSkopik & Lohn - WienSkopik & Lohn - Wien
Skopik & Lohn - WienSkopik & Lohn - WienSkopik & Lohn - Wien9 Fotos

Bewertungen (0)

am 20. Juni 2012
leckermaeulchen
Level 13
SpeisenAmbienteService
Ja klar, dieses Viertel – genau genommen, das Karmeliterviertel – ist in. Ist in Skopik & Lohn, mehr drin? Als nur "in"? Es ist Montag und obwohl das Wochenende noch gut im Gedächtnis weilt, wollten wir eine Entschädigung für den ersten Arbeitstag. Eine Erkundungstour am Donaukanal wurde uns, o...Mehr anzeigenJa klar, dieses Viertel – genau genommen, das Karmeliterviertel – ist in. Ist in Skopik & Lohn, mehr drin? Als nur "in"?
Es ist Montag und obwohl das Wochenende noch gut im Gedächtnis weilt, wollten wir eine Entschädigung für den ersten Arbeitstag. Eine Erkundungstour am Donaukanal wurde uns, ob des guten Wetters verwehrt. Sämtliche Sitzplätze waren bei hochsommerlichen Temperaturen mehr als besetzt.
Hier fiel mir ein kürzlich erschienener Artikel ein. „Schönste Gastgärten Wien´s“ war der Titel. Unter anderem angeführt war Skopik & Lohn.
Nachdem es in Wien, an einem Montag, an geöffneteten Lokalen tatsächlich knapp werden kann. Beschlossen wir das S&K im Sturm zu erobern.
Beim Betreten war Patron Horst Scheuer sofort zur Stelle. Tatsächlich wurde gerade ein Tisch im Gastgarten frei. Wir waren erleichtert. Wir waren mehr als konsumfreudig eingestellt, die Reihenfolge war klar: zuerst musste der Brand in der Kehle gelöscht werden, nachher darf es auch nahrhaft sein.
Zuvor ein großes Kompliment, es gehört Mut und Entschlossenheit dazu, anders zu sein als die Anderen. Otto Zitko, ein toller Maler hat hier die Decke mit seinem unverkennbaren Stil mehr als „nur“ bemalen. Hier ist schöne Kunst in voller Pracht zu sehen und zu genießen. Zu Recht wird dieses Lokal in dem einen oder anderen Reiseführer als Sehenswürdigkeit angeführt. Diese Decke sollte man gesehen haben, siehe dazu auch die beigefügten Fotos. In Sachen Kunst wurde hier Großes vollbracht.
Der Garten war voll mit dezent schicken Leuten. „man kannte sich“ , „man war unter sich“. Eine lebendige Szene die hier sicher häufiger einkehrt.
Zum Start tranken wir ein vorzüglich gezapftes Bier. Auf die Frage, was könne man denn heute besonders empfehlen wurde uns von der unsicheren Dame im Service zielsicher das Wiener Schnitzel nahe gelegt. Nachdem die Kellnerin, damit unsere langen Gesichter erntete fügte sie noch schnell das „Steak frites“ hinzu. Auch das sei sehr gut, meinte sie.
Gut, dachten wir, eine Empfehlung kann man auch umgehen, deshalb bestellten wir: Paprika Kokossuppe mit Garnelen Crostini, gefolgt von Kalbsbutterschnitzel, meine bessere Hälfte nahm dann doch die Empfehlung, also das Steak frites.
Die Suppe hatte die Konsistenz eines Breis. Die mitgelieferten Crostini und auch der Geschmack der Suppe waren okay, schade, bei richtiger Konstistenz wäre dieser Gang ein Vergnügen gewesen.
Kalbsbutterschnitzel war geschmacklich gut, als Beilage gab es Kartoffelpüree, welches leicht zu fest war und Vanillekarotten. Eine tolle Sache, Karotten mit Vanillegeschmack hatte ich so noch nie am Gaumen, wäre da nicht der zusätzlich sehr erdige Geschmack gewesen. Ja, so ist es, die Karotten hatten noch Erde dran. Anmerkung: wer das Grün an den Karotten läßt (siehe Foto), um eine schönes Element auf den Teller zu bringen, der muß halt leider auch mehr putzen, sonst ist Gag dahin...schade!!
Das Steak frites wurde angerichtet mit Sauce Bearnaise und logischer Weise den Pommes dazu. Medium hatten wir es bestellt, das war es kaum noch. Nach dem es aber recht saftig war, ließen wir es nicht zurück gehen. Meinem Wunsch nach einer anderen Sauce wurde trotz zweimaligem Verlangen nicht nachgegangen. Das liegt sicher am Stress ungelernter Servierkräfte, die bei voller Auslastung des Betriebes einfach zu unerfahren sind. Begleitend zum Abend tranken wir eine Flasche Blaufränkisch 2010 vom Weingut Weninger. Der Wein war tadellos, machte uns Freude.
Zum Schluss interessierte uns noch ein Dessert. Schokoladegateau mit Kirschen, wurde bestellt, gekommen ist ein derzeit überall im Angebot stehendes halb flüssiges Souffle allerdings kam es mit Mangostücken – auch Recht, bestellt war es aber anders. Das Souffle war sehr (zu) süß, deshalb kein Erlebnis.
Fazit: eine Szene hat ihr Lokal gefunden. Man fühlt sich hier schnell wohl. Das Servierpersonal präsentiert sich schick im weiß/schwarzen Einheitsoutfit. Das zeigt von guter Einstellung dem Gast professionell entgegen treten zu wollen. Die Karte wird kaum gewechselt, die Speisenauswahl ist etwas zu klein. Einmal mehr verstehe ich diesen anhaltenden Steakboom nicht. Wenn man hier mitmischen möchte, dann sollte es kein Lotteriespiel sein, ob so bestellt, auch so ausgeführt auf den Teller kommt.
Es gab eine Zeit da war der Gault Millau mit seiner Haubenvergabe sehr richtungsweisend. Skopik & Lohn ist Träger einer Haube. Das ist für Betriebe wie zB Gaumenspiel oder Eckel der glatte Hohn. Bei diesem Preisniveau muß die Umsetzung stimmen. Tut sie aber nicht. Skopik & Lohn: schick ja, große Küche nein, aber sicher ist dieses Lokal IN.
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1 Kommentar

Schade drum, aber dass der Weninger Franz nicht enttäuscht hat, glaub ich dir ;-)

21. Jun 2012, 14:15·Gefällt mir
am 15. Februar 2010
koola
Level 3
SpeisenAmbienteService
Valentinstag im Skopik&Lohn. Vielleicht nicht das erste Restaurant, an das frau für ein romantisches Dinner denkt, aber offenbar sehen Männer das anders, denn das Lokal war ziemlich gut gefüllt. Zuerst die positiven Punkte: 1.) Wir hatten einen Parkplatz vorm Haus - da kann Skopik zw...Mehr anzeigenValentinstag im Skopik&Lohn. Vielleicht nicht das erste Restaurant, an das frau für ein romantisches Dinner denkt, aber offenbar sehen Männer das anders, denn das Lokal war ziemlich gut gefüllt.

Zuerst die positiven Punkte:

1.) Wir hatten einen Parkplatz vorm Haus - da kann Skopik zwar nichts dafür, aber die Stimmung war schon mal gut, denn im 2. Bezirk ewig kreisen kann die Vorfreude aufs Essen ziemlich trüben.

2.) Der Nichtraucherbereich ist wesentlich größer als der Raucherbereich. Wir haben das Lokal verlassen, ohne komplett geräuchert gewesen zu sein. Herrlich!

3.) Ambiente: Die Beleuchtung ist nicht zu hell, aber auch nicht zu düster - man konnte sich gut in die Augen sehen. Die kleinen Papiersackerln mit den Teelichtern drin machen sich gut und passen zum Ambiente des Lokals. Die Deckenbemalung (schwarze Krakel) war eine gute, ungewöhnliche Idee - zumindest abends sieht das echt gut aus. Wenn man´s grundsätzlich mag. Als „Gasthaus“ im herkömmlichen Sinn würde ich das Skopik&Lohn übrigens nicht bezeichnen, es ist mehr eine Mischung aus Bar, Beisl und Szene-Restaurant. An einem Abend gleich drei Journalisten im selben Lokal - das kann ein gutes Zeichen sein, muss aber nicht ;-)

4.) Die Musik. Nachdem wir am Abend zuvor einen "Mad Men"-DVD-Marathon genossen hatten, kamen die alten Crooner im Skopik&Lohn gerade recht. Äußerst angenehm und appetitanregend.

5.) Der Service. Durch die Bank männlich, attraktiv, professionell - tadellos.

6.) Und nun zum Essen, ist ja doch die Hauptsache. Wir hatten den gegrillten Oktopus an Fenchelsalat und den Saibling an einer Mayonnaise - deren Details mir entfallen sind - als Vorspeise. Beides war sehr gut zubereitet, aber die Portionen hätten ein wenig größer sein dürfen. Der gereichte Brotkorb hat halt dann herhalten müssen.
Als Hauptspeisen wählten wir „Hühner Supreme“ an Rucola-Risotto und Zander mit Steckrüben. Das Hühner Supreme entpuppte sich als einzelne Teile vom Huhn, inklusive Beinchen (es war ein sehr kleines Huhn) auf einem Bett von knatschgrünem, aber sehr würzigen Rucola-Risotto. Sah ein bisschen schräg aus, hat aber sehr gut geschmeckt. Der Zander kam an einem Püree von Rüben etwas salzig daher, aber die Würze braucht es vermutlich, denn die Rübe an sich ist ja nicht für extremen Eigengeschmack bekannt. Die Karte ist nicht sehr umfangreich, aber es dürfte sich für jeden Geschmack was finden, von italienischen Pastavariationen über das klassische Kalbs-Wienerschnitzel hin zu Fisch oder auch Blutwurst (nächstes Mal sicher). Desserts gibt´s auch, u.a. Créme brulèe, allerdings haben wir sie ausgelassen.
Getrunken haben wir Prosecco (moderate Säure, unaufdringliches Prickeln) und ein Glas vom Schwarzböck Muskateller (mild und schon nach dem Schlucken vergessen – geht so..). Glasweise gibt´s leider nur 5 weiße und 4 rote Weine, die Weinkarte gibt flaschenweise allerdings mehr her.

Einziger Wermutstropfen: sehr kleine Tische und sehr eng nebeneinander. Wer sich als Pärchen eine dunkle Ecke zum Anschmachten wünscht, tut sich hier schwer.

Fazit: War schön, wir haben Essen, Musik und Ambiente genossen, wurden gut bedient und schauen sicher bald mal wieder vorbei.
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4 Kommentare·Zeige alle Kommentare
Fritz

Aber für einen normalen Bauch reicht es definitiv! Ich bin Sportler und glauben sie mir ich esse genug, hatte 2 Gänge und war zufrieden gesättigt! Preise finde ich sehr günstig jede Vorspeise unter 10 euro bis auf das beef , die Kellner find ich auch sehr gut ! bin sehr zufrieden !

27. Jun 2012, 12:56·Gefällt mir
Phlegethon

Waren gestern... gutes Essen (nicht sehr gut), Personal zwar ambitioniert aber nicht unbedingt tadellos qualifiziert. Ambiente hervorragend. Portionen lächerlich für das Geld. Musste mir nach einem 3 Gänge Menü noch eine Pizza beim 20 m weiter gelgenen pizza mari holen um satt zu werden. Ergo nettes Lokal aber für die portionen und das Service zu teuer.

15. Jun 2011, 20:00·Gefällt mir
Gabi

Waren ein paar Tage später. Service, Ambiente etc. alles bestens, aber das Essen ... die Suppe viel zu säurelastig, das Risotto zum Minihuhn absolut geschmacklos. (Vielleicht hatte der Koch die obenstehende Review gelesen und Angst vor der eigenen Courage bekommen.) Ich hatte die Artischockenravioli, die ok aber bei Gott nicht grandios waren. Fazit: das Essen eine Enttäuschung (wir hatten das besser in Erinnerung). Das beste war noch das absolut grandiose Schwarzbrot, das noch warm auf den Tisch kam. Um den Preis kann man in Wien zwar weniger trendy aber sicher besser essen.

22. Feb 2010, 15:44·Gefällt mir
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