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Shiki Info
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Popularitätsrang
Österreich
Rang: 2
|
3740
Wien
Rang: 2
Preislage
Hochpreisig
Kreditkarten
Gängige Karten
Eröffnungsjahr
2015
Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
12:00-24:00
Mi
12:00-24:00
Do
12:00-24:00
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Shiki

Krugerstraße 3
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Japanisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 512 73 97

5 Bewertungen für: Shiki

Rating Verteilung
Speisen
5
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3
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Ambiente
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Service
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. Dezember 2018
Experte
uc0gr
241 Bewertungen
49 Kontakte
Tester-Level 28
4Speisen
4Ambiente
5Service
24 Fotos2 Check-Ins

►►►►► ALLGEMEINES / EINLEITUNG ◄◄◄◄◄
Das „Shiki“, am Standort des ehemaligen „Tenmaya“, habe ich nun bereits zweimal besucht. Der erste Besuch liegt aber einfach schon zu lange zurück, ähnelte aber meinem letzten Besuch wirklich sehr, sodass ich nur von meinem aktuelleren Lokalbesuch berichte.

„Shiki“ ist japanisch und bedeutet so viel wie „Vier Jahreszeiten“ aber auch „Dirigieren“. Das „Shiki“ besteht aus dem „FINE DINING“, der „BRASSERIE“ und der „BAR“. Ja, die Preise sind im Restaurant schon sehr gehoben, aber durch Aktionen, wie ich sie über eine Gastro-Seite erhielt, kann man den „Business-Lunch“ beispielsweise durchaus preiswert genießen. So zahlte ich jeweils für den „Drei-Gänge Business-Lunch“ einen Aktionspreis in Höhe von nur € 29,00, was völlig in Ordnung ist.

Das „Shiki“ hat immerhin, bereits vor dem Rückzug des „Guide Michelin“ aus Österreich, einen „Michelin-Stern“ sowie bei „Falstaff“ aktuell 91 von 100 Punkten bzw. drei Gabeln erkocht! Daher muss man das „Shiki“ natürlich etwas genauer und strenger beurteilen als ein „normales“ Restaurant oder ein Gasthaus – in jedem Fall bewerte ich das „Restaurant, das „Shiki – Japanese Fine Dining“.


►►►►► EXKURS ÜBER DAS „SHIKI“
Der Eigentümer Joji Hattori, geboren in Japan und aufgewachsen in Österreich, kehrte nach rund 20 Jahren in London nach Wien zurück, um ein Restaurant zu eröffnen, das das Beste aus der japanischen und europäischen Kultur verbindet und in vielen Details seine Handschrift trägt. Hattori ist übrigens sowohl „Seiko“-Erbe als auch tatsächlich Dirigent.

Das „Shiki“ bietet eine moderne Interpretation der traditionellen japanischen Haute Cuisine, die sich – so wie viele Toprestaurants in Tokio – europäischen Einflüssen nicht verschließt. Ganz analog dazu, wie die europäische Topgastronomie oft asiatische Komponenten einfließen lässt. Vor allem die sündig köstlichen Desserts spannen gekonnt den Bogen zwischen den beiden kulinarischen Welten.

Entdecken Sie eine Form der zeitgemäßen japanischen Küche, wie es sie in Österreich noch nicht gab: bei weitestgehender Verwendung regionaler und saisonaler Zutaten, einer innovativen Interpretation authentisch japanischer Zubereitungsarten und einer einzigartigen Auswahl an veganen Gerichten. Passend dazu haben Sie die Möglichkeit, aus einer umfangreichen Weinkarte mit Schwerpunkt auf österreichischen und französischen Weinen zu wählen.

Masahiro Yamada, erster Sushimeister, ist Sushi-Freunden sicher bereits aus dem „Restaurant Unkai“ im „Grand Hotel Wien“ bekannt, wo er zuletzt als Küchenchef tätig war. In Fukoka auf der japanischen Insel Kyushu geboren, arbeitete Yamada nach seiner Ausbildung zehn Jahre als Koch in mehreren Restaurants in Japan, bevor er nach Wien kam und sich intensiv der Vermittlung der Sushi-Kultur widmete. Im SHIKI ist er als erster Sushi-Meister für Zutatenauswahl und Zubereitung aller Sushi- und Sashimi-Variationen verantwortlich.

Alois Traint, der Küchenchef, zeigte bereits zur Eröffnung des „Shiki“ sein außergewöhnliches Talent für die japanische Küche als Souschef und rechte Hand von Takumi Murase. So ist der gebürtige Niederösterreicher und Wahlwiener, der mit Freude und Achtsamkeit an seine Kreationen herangeht, nun auch zum Chef de Cuisine und Küchendirektor avanciert. Vor seiner Zeit im „Shiki“ kochte er für „Flosz“, „Vestibül“, „Schwarzes Kameel“, „Mörwald im Ambassador“ und Walter Bauer.
Am Montag, 26. März 2018 wurde der Chef de Cuisine, Alois Traint, die Ehre des ersten Michelin Sterns im Fine Dining Restaurant „Shiki“ verliehen.

Damit hat der gebürtige Niederösterreicher europaweit als einer der ersten nicht japanischen Küchenchefs – zusammen mit seinem internationalen Küchenteam – diese Auszeichnung für japanische Haute Cuisine erkocht. In Österreich ist das „Shiki“ das erste japanische Restaurant mit Michelin Sterne Bewertung.

In unserem japanischen Restaurant erwartet Sie zeitgemäße und authentische japanische Küche mit europäischen Akzenten, verbunden mit erstklassiger Servicekultur. Contemporary und klassische Sushi zählen selbstverständlich zu unseren Spezialitäten. (Quelle: Internet des „Shiki“ und diverse Publikationen im Internet)
►►►►► EXKURS ÜBER DAS „SHIKI“ ENDE


Natürlich vorher reserviert, werde ich bereits pünktlich im Lokal sehr freundlich erwartet und empfangen. Ein netter, kleiner Tisch war bereits sehr ansprechend, wenn auch schlicht, für mich eingedeckt. Sehr nett und wirklich stilvoll wurde der Tisch für mich eingedeckt, sehr schönes und gutes Besteck sowie Servietten aus Stoff von sehr angenehmer Größe erwarten mich schon.

Von außen ist das Lokal mit seinem Gastgarten sehr schlicht, einfach und fast schon unscheinbar – es fällt eigentlich kaum auf. Das Lokal wurde sehr modern, trotzdem aber auch heimelig eingerichtet - eine schöne lange Bar, entlang der gesamten Bar kann man auch sitzen, viel teures, mitteldunkles Holz wurde verwendet. Durch eine Glasscheibe hindurch kann man die rege Küchentätigkeit in der überraschend großen Küche beobachten. Ja, man sitzt schon auch teilweise eher eng beieinander - das mag ich eigentlich gar nicht, bei meinem Besuch jedoch, gegen Ende der Lunch-Zeit, war es völlig egal, da kaum Gäste mehr im Lokal waren. Stylish, trendy, vom Architekten durchgeplant und modern ist das Lokal eingerichtet, so schön „neumodisch“ ausgedrückt – man mag es, oder man mag es eben nicht – mir gefiel es in diesem Rahmen wirklich sehr gut und es ist beileibe keine „08/15-Einrichtung“. In meinem Fall war die Speisekarte redundant, gerne kann man sie aber hier im Detail studieren: Link.


►►►►► SPEISEN – BEWERTUNG = SEHR GUT = „4“ ◄◄◄◄◄

► „EDAMAME – GRUSS AUS DER KÜCHE“ ◄
Edamame bedeutet „grüne Bohnen am Zweig“, und es sind sanft gegarte, noch unreif geerntete Sojabohnen in der Schote. Gegessen wird nur der Inhalt, also die Sojabohne, das Fleisch der Schote selbst ist sehr langfasrig und eher ungenießbar. Hier im „Shiki“ wurden die Edamame perfekt gegart und mit etwas Meersalz serviert. Ein sehr guter Auftakt, wenn auch eine „Zuzelei“. Leider wurde auch eine sehr unschöne Bohnenschote serviert – das dürfte hier nicht passieren, auch wenn man die Schote selbst nicht mitisst. Daher gebe ich hierfür in diesem Rahmen und auf dem Niveau eines Hauben-Lokals auch „nur“ ein Gut = „3“.
► BEWERTUNG = GUT = „3“ ◄

► „1. GANG – DORADENSASHIMI“ ◄
Das Sashimi wurde mit Daikon (ein asiatischer Winterrettich) und Kresse-Salat, Sesam und einer wunderbar gelungenen Ingwer-Reisessig-Marinade serviert. Ehrlich, es war eine echte Geschmacksexplosion am Gaumen und die Speise wurde sehr adrett angerichtet. Die Dorade von frischester Qualität und hervorragend filetiert bzw. filiert, die nussige Note des Sesam bildete die Krönung des Sashimi. Wunderbar, tadellos und großartig gelungen, harmonische Säure-Süße – einfach ein glattes Ausgezeichnet = „5“ gibt es hierfür.
► BEWERTUNG = AUSGEZEICHNET = „5“ ◄

► „2. GANG – DON BURI“ ◄
Normalerweise wird bei einem Donburi der Reis in eine Schüssel gefüllt und mit beliebigen, weiteren Zutaten bedeckt – also die Speise auf einem Reis-Bett serviert. Im „Shiki“ wird der Reis, perfekt gegart natürlich, separat beigestellt. Das Donburi bestand aus einem sehr gut gegrillten Lachssteak, bei dem die Haut noch sehr schön knusprig war – der Fisch abermals von bester Qualität und grätenfrei. Gebettet wurde der Lachs auf einem Gemüse mit Wasabi-Blüten, die spektakulärer klangen, als sie tatsächlich schmeckten. Das verwunderte mich, da ich selbst jährlich Wasabi-Pflanzen kultiviere, und die Blüten und Blätter meiner Pflanzen jeweils deutlich geschmacksintensiver am Gaumen sind. Die Teriyaki-Sauce dazu war tadellos aber nicht besonders spektakulär. Sehr peinlich fand ich, dass man ausgerechnet hier, in einem Japanischen Hauben-Lokal, fälschlicherweise „TERRIYAKI“ schreibt – nein, die Sauce hat NICHTS mit einem Terrier-Hund zu tun, ich werde hier keine Klischees bedienen. In Summe gebe ich noch ein sehr gutes Gut = „3“ für diese Speise.
► BEWERTUNG = GUT = „3“ ◄

► „3. GANG – RHABARBER, HIMBEERE & SCHWARZER SESAM“ ◄
Eingelegter Rhabarber wurde mit frischen Himbeeren mit süßen Adzuki-Bohnen, Dinkelbrösel und Sesam-Kokos-Eis serviert. Die Adzuki-Bohnen, herrlich auch für diese wunderbaren Klebereis-Bällchen als Fülle zu verwenden („Mochi“), waren nur sehr zart heraus zu schmecken – sie erinnern im Geschmack etwas an gute Maroni. Das Sesam-Kokos-Eis aus dunklem Sesam war einfach nur großartig und bombastisch gelungen. Besondere Krönung war die „Asiatische Minze“ mit leichter Anis- bzw. Sternanis-Note, die für mich das lukullische Geschmackserlebnis vollendete. Ein glattes und sehr gutes Sehr Gut = „4+“ möchte ich hierfür vergeben – die Dinkelbrösel waren OK, aber ohne jegliche Aufwertung des Desserts.
► BEWERTUNG = SEHR GUT+ = „4+“ ◄

Zu trinken hatte ich einen unglaublich fruchtigen, intensiv nach Apfel schmeckenden „Roter Berg-Apfel-Saft Gespritzt“ (€ 7,40 je 0,5L) aus dem Hause „Kohl Apfelsäfte aus Südtirol“. Auch das Fruchtfleisch ist bei dieser Apfelsorte rot, und dieser intensiv süß-saure Apfel-Geschmack war einfach nur perfekt. Siehe auch Link

Der „Espresso Doppio“ (€ 4,80), aus dem Hause „Alt Wien“, war ebenfalls tadellos und hatte eine sehr schöne Crèma.


►►►►► AMBIENTE – BEWERTUNG = SEHR GUT = „4“ ◄◄◄◄◄
Mir gefiel die gesamte Einrichtung des „Shiki“ ausgesprochen gut, merkte man doch an jeder Stelle, „hier wurde viel Geld in die Hand genommen“ und stilvoll, wenn auch eher geradlinig und nicht überladen oder gar protzig, eingerichtet. Sehr funktional, sehr architektonisch – ich mag es wirklich sehr. Dass die Sanitäranlagen ebenfalls in TOP-Zustand waren, ist fast schon selbstredend. Auch die simple aber ansprechende Tischeindeckung fand ich total angemessen und angenehm funktional. Endlich auch einmal ein Lokal mit wirklich tollem Besteck! Von mir gibt es daher für das Ambiente ein glattes Sehr Gut = „4“ – der Gastgarten ausgenommen.
► BEWERTUNG = SEHR GUT = „4“ ◄


►►►►► SERVICE – BEWERTUNG = AUSGEZEICHNET = „5“ ◄◄◄◄◄
Das Allerbeste zuerst: man kann über den Service gar nicht so viel sagen, da er eben stets unaufdringlich aber immer präsent war. Kaum schaute man fragend, war der Service zur Stelle – das liebe ich, denn ich will nicht permanent „umgarnt“ und „umschwänzelt“ werden. Immer wenn sich eine Frage oder ein Wunsch auftat, war der Service, wie von Zauberhand gesteuert, auf einmal da – das ist für mich einfach PERFEKTER SERVICE! Jede Frage von mir wurde sattelfest und sicher, sehr kompetent beantwortet, wie wenn der Service selber kochen oder gar die Äpfel aus dem Südtiroler Garten ernten würde. Unglaublich angenehm und in meinen Augen einfach Ausgezeichnet = „5“. Auch wie und warum es so geschmeckt hatte, wollte man ehrlich und interessiert wissen.
► BEWERTUNG = AUSGEZEICHNET = „5“ ◄


►►►►► MEIN FAZIT / CONCLUSIO ◄◄◄◄◄
Ich empfehle das „Shiki“ zu 100% und mit ruhigem Gewissen. Es ist wahrlich kein Lokal, dass man täglich aufsucht, jedoch sicher ein Lokal in Wien, das man in jedem Fall einmal aufsuchen sollte. Immer wieder gibt es herrliche Business-Lunches, bei denen man ein schönes Spektrum der wirklich sehr tollen Küche, zu absolut gerechten Preisen, genießen kann. Für einen besonderen Anlass, oder ein zu feierndes Jubiläum ist das „Shiki“ sicher nicht die falsche Wahl!

Zu Mittag gibt es überdies drei verschiedene Bento-Boxen (auch vegan), sowie Spezialitäten wie Wagyu Burger, hausgemachte Ramen-Nudelsuppe, verschiedene Salate, Sushi und Sashimi (Link)

Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall unbedingt!

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am 16. Juni 2015
Experte
ZeynepViyana
73 Bewertungen
2 Kontakte
Tester-Level 17
4Speisen
5Ambiente
5Service

Kärtnerstrasse, Window shopping, Menschen beobachten ... Mein Mann und Ich haben hunger. Wir wollen Japanisch und entscheiden uns für das Shiki Restaurant. Erst will Ich mir alles ganz genau anschauen und deshalb bekommen wir einen Rundgang. Wow, was ist denn aus Tenmaya geworden? Wahnsinn. Gefällt mir.

Wir entscheiden uns im Brasserie zu sitzen und was kleines zu essen. Die Kellnerinnen und Kellnern sind alle sehr nett, flink und geben ausführliche Details über das Essen. Ich beginne mit dem Trio von Thunfisch-, Lachs- und Eismeergarnelentartar, dann ein Carpaccio vom Wagyu Rind Shiki Style auf Sesamcreme mit frischem Basilikum. Als Hauptspeise bestelle Ich ein Contemporary Sushi Shiki Style "klein". So weit so gut. Die Portionen sind nicht über drüber groß aber genug um satt zu werden. Die sind schnell vorbereitet und sehr nett auf den Tellern präsentiert. Natürlich, wie immer, habe Ich noch Platz für was Süßes. Ich nehme die weiße Schokoladencreme mit Himbeer- und Matchapralinen, Citrus-Salat und Matcha-Eis. Einfach Yummy!

Ich bin mir nicht ganz sicher ob Ich hierher wieder komme (habe schon ein Japanisches Restaurant wo Ich Stammkunde bin und Shiki ist leider viel zu teuer für meinen Geschmack) aber eventuell auf ein Getränk und/oder eine Nachspeise könnte sich es ausgehen. We will see...

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nur einmal yummy!? Nur ein Denglischer Satz!? Nur ein wow? Was ist los? Als nächstes schreibst Du noch tatsächlich etwas nachvollziehbares über den Geschmack der Speisen, oder wie!?

16. Juni 2015 um 13:24|Gefällt mir5|Antworten
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am 17. April 2015
Mitzikatzi
7 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 2
2Speisen
3Ambiente
4Service

Das ehemalige Tenmaya war nie bekannt für eine außergewöhnliche Küche, aber es war nie schlecht. Mit der Renovierung hat sich (leider) alles geändert. (Übrigens auch die Gäste: Japaner sieht man jetzt nie mehr, dafür viele Russen.)

Es ist eindeutig ein Restaurant für besondere Anlässe. Es gibt zwar auch einen "Brasserie"-Bereich, aber dort fühle ich mich ein bisschen unwohl (Kupfer-töne, Beobachtung von draußen). Da zahle ich lieber 4 Eur für Gedeck. Die Küche ist innovativ und es wird mit den besten Zutaten gearbeitet - hier traue ich mich auch das Beef Tartar zu bestellen. Sehr gut ist auch die Rückenschnitte vom Wagyu. Aber die Tempura sind manchmal nicht knusprig und die Saucen dazu sind auch nicht so passend wie die echte Tempurasauce mit geriebenem Rettich. Die Sushi und Sashimi überzeugen auch gar nicht. Süßwasserfische sind einfach nicht geeignet. Und wenn bei den "Contemporary Sushi" dann auch noch überall Vinaigrette/Kaviar/Chutney dabei ist, ist das für mich klar gegen einen der Hauptgedanken der hinter Sushi steht. Wirklich sehr enttäuschend sind auch die Suppen. Japanisch ist eigentlich gar nichts von der Karte.

Die Weinkarte bietet viele sehr gute Weine - hauptsächlich aus Österreich und Frankreich aber auch ein paar andere.

Die Atmosphäre geht eindeutig in Richtung Nobelrestaurant - aber überhaupt nicht japanisch; ich glaube es wird versucht moderne "cosmopolitan" Atmosphäre zu erzeugen, was nur beschränkt geglückt ist. Das Personal ist immer sehr freundlich - da gibt's nichts zu kritisieren. Aber sie können sehr schnell lästig werden mit ihrem "Noch etwas zu trinken?" (wenn das Glas noch halb voll ist). In der ganz oberen Liga spielt man so nicht mit.

Die Portionen sind (sogar für Frauen) zu klein. Die Preise sind für die Qualität sehr hoch. Hier zahlt man nur für die Lage und den Innenarchitekt.

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11 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Wenn man bedenkt das Japan schon im 2.Weltkrieg ein Flotte von Flugzeugträgern besass, die nicht mal Nazideutschland hatte...

18. April 2015 um 10:58|Gefällt mir|Antworten

Besonders für die USA war es wohl einer der grössten Fehler die sie machen konnten, nämlich die Erzwingung der Öffnung der japanischen Häfen. Dadurch bekam Japan auch den Zugang zu westlicher Technologie. Was Jahrzehnte später darauf folgte ist in einschlägigen Geschichtsbüchern nachzulesen.

18. April 2015 um 10:56|Gefällt mir|Antworten

Danke! Ich dachte immer, Kobe - Rindfleisch sei eine alte Tradition. Aber, so mancher ist bestimmt auch überrascht, wie spät Japan aus der Steinzeit herausgekommen ist.

18. April 2015 um 10:33|Gefällt mir|Antworten
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 3. April 2015
Experte
Gastronaut
475 Bewertungen
45 Kontakte
Tester-Level 29
4Speisen
5Ambiente
5Service

Die Speisekarte im neuen Shiki ist das erste, was einem ins Auge stechen sollte. Und weniger die Sanitäranlagen, wie das bei einem Tester des Standard der Fall war. Mag sein, dass diese architektonisch gelungen sein mögen. Aber in einem guten Restaurant sollte niemals im Vordergrund stehen, wohin das Essen geht, sondern viel mehr, woher es kommt. Aber zurück zur Karte: Alleine schon die Menge der Posten darauf klingt ambitioniert, spricht: es sind sehr viele. Fast schon zu viele. Jeder Gastro-Berater würde seinen Klienten raten, sich zu Beginn einmal zurückzuhalten damit sich die Küche auf die Qualität dieser Speisen konzentrieren kann. Aber offenbar hat Joji Hattori gigantisches Vertrauen in seinen Küchenchef Takumi Murase zu haben. Dieser gilt nach zahlreichen Stationen in Japan, Kalifornien, New York und der Schweiz als Meister der klassischen japanischen Kaisake-Küche und hat für das Shiki eine Karte zusammengestellt, die sich mit wenigen Ausnahmen quartalsmäßig ändern soll. Eine dieser Ausnahmen ist „Joji’s Garnelen Henderlsuppe“, das einzige Gericht, das von Joji Hattori selbst kreiert wurde und so sehr Fusion ist, wie er selbst.

Das erste, das ich im Shiki probiere, ist gleich einmal herrlich dekadent: Carpaccio vom Wagyu-Rind auf Sesamcreme. Den Hype um diese Rindersorte habe ich übrigens nie verstanden. Ja, mir ist schon klar, dass Wagyu-Rinder herrlich marmoriertes Fleisch besitzen, und einem dieses intramuskuläre Fett förmlich auf der Zunge schmilzt. Aber das würde auch würde auch mit anderen Rindersorten funktionieren, deren Fleisch nicht über den Atlantik transportiert wurde. Zwar verwendet das Shiki auch Wagyu-Fleisch aus dem Mostviertel, das kommt hier aber in die Burger. Für Filets und Carpaccio wird importiert. Bei meinem Carpaccio war außerdem leicht störend, dass die Sesamsauce geschmacklich dominanter war, als das teure Fleisch.

Überzeugt war dann aber sofort von den besten Tempura-Garnelen, die ich jemals hatte. Im Prinzip hat die Wiener Sushi-Kultur mit ihren unzähligen nicht-japanischen japanischen Lokalen den Ruf von Tempura-Garnelen ruiniert. Denn üblich sind nur mehr billigste Garnelen, die in einem dicken Backteig in billiges heißes Öl kommen um dort ein finales Mal umgebracht werden. Im Shiki erhält man aber prachtvolle Tigergarnelen, die in einem filigranen leichten Tempurateig gebadet und dann liebevoll gebacken werden. Teilen ist hier fast unmöglich, denn in Kombination mit den drei gereichten Saucen, löst diese Vorspeise eine spontane Sucht aus!

Ein weiteres Highlight und absolut einzigartig ist das Sashimi von Lachsforelle und Gebirgsbachforelle. Joji Hattori ist auf diese österreichische Sashimi-Variante besonders stolz, denn so kann er auch japanischen Gästen – vom Botschafter abwärts – Speisen bieten, die sie zu Hause niemals bekommen würden. Und die Forellen sind nicht die einzigen österreichischen Fische, die hier auf der Karte stehen werden, denn Hattori ist auch Sashimi von Saibligen und Co. nicht abgeneigt.

Auch beim Sushi ist alles erlaubt, das schmeckt. So ist die Sushi-Variante mit Seeteufel-Leber eine ungeahnte Geschmacksexplosion, genauso wie jene mit Oktopus und Jalapeno. Ich könnte hier so einige Variationen (Matjes-Hering, Süsswasser-Aal...) aufzählen und sie wären alle herrlich. Gestört hat mich lediglich, dass die Küche so sehr von der jeweiligen Komposition überzeugt ist, dass zu Sushi hier nur auf ausdrücklichen Wunsch Sojasauce gereicht wird, nachdem die einzelnen Sushi-Stücke schon vorher damit bearbeitet wurden. Natürlich waren die Sushis tatsächlich perfekt abgeschmeckt, trotzdem mag ich diese Art von Bevormundung nicht besonders. Auch im Steakhaus will ich ja Salz und Pfeffer am Tisch stehen haben. Eine weitere Sache, die man hier zu seinem Sushi dazubestellen kann und sollte, ist der frisch geriebene Hon-Wasabi. Im Gegensatz zum eingefärbten Kren, den sich jeder hierzulande sonst auf seine Sushi gibt, ist der edle Hon-Wasabi eine ganz andere, herrlich-scharfe Geschmacksdimension, die gutes Sushi zu perfektem Sushi macht.
Wer weniger experimentierfreudig ist, kann sich auch an Lachs und Thunfisch halten. Letzterer ist übrigens im Gegensatz zu vielen anderen japanischen Spitzenlokalen auf der Welt kein aussterbender Blauflossen-Thunfisch, sondern ein Gelbflossen-Thun. Chapeau, Herr Hattori.

Ein mageres Gedicht war auch die rosa gebratene Entenbrust im Sojasud, die mir nach langer Zeit endlich wieder vor Augen führen konnte, wie gut asiatische Enten sein können. Wobei diese hier aus Rohr am Gebirge in Niederösterreich stammt. Für mich war das hier eindeutig jene Speise, die ich beim nächsten Besuch wiederbestellen würde und werde.
Lediglich der „Half Cut“, also das kleine Filet vom Wagyu hat mich nicht besonders überzeugt. Ich kam mir beim Kosten vor wie bei „Des Kaisers neue Kleider“: Wenn alle sagen, wie toll dieses Fleisch ist, ist es dann auch automatisch toll? In meinem Fall war es bestimmt perfekt zubereitet, aber umgehauen hat es mich nicht. Vielleicht bin ich noch nicht so weit...

Auch wenn ich keine besonderer Freund von Desserts bin, so hat mich die Sorbet-Variation mit Nashi-Birne, Mango und Kumquat samt den jeweiligen Früchten sehr beeindruckt, weil hier perfekt mit den Süßen und Säuren der Früchte gespielt worden ist. Perfekt für alle, denen übliche Nachspeisen zu plump sind. Hat man aber die süßen Geschmacksbomben gerne, dann wäre hier auch der warme Schokokuchen mit flüssigem Kern zu empfehlen. Dieser hat zwar mit japanischer Küchentradition nichts zu tun, macht aber spontan glücklich.

Das Shiki ist ganz sicher kein typischer "Japaner". Das Shiki ist tatsächlich eine gelungene Fusion. Wobei ich damit den Begriff auf deutsch meine, und nicht die abgenudelte englische Version, die für lieblosen Misch-Masch steht. Lieblos ist hier gar nichts, sondern wirklich herrlich durchdacht und macht einem auch bei einem kurzen Besuch viel Spaß. Wenn sie in ein wirklich köstliches Wiener Restaurant mit japanischer Küche gehen wollen, dann kommen sie doch am besten ins Shiki!

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6 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Danke!

4. April 2015 um 02:26|Gefällt mir|Antworten

@ cmling -> schwarzauer bergforelle/ rohr im gebirge... kriegt man auch im steireck oder beim petz...

4. April 2015 um 01:07|Gefällt mir|Antworten

Kann ich mir vorstellen! Wenn man so einen Fisch gegessen hat, wundert man sich, daß die faden gezüchteten Dinger sich "Forelle" nennen dürfen.

4. April 2015 um 00:16|Gefällt mir|Antworten
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am 13. Februar 2015
Bergilein
8 Bewertungen
1 Kontakt
Tester-Level 3
1Speisen
4Ambiente
4Service

Letzte Woche (Pre-Opening) und nach der offiziellen Eröffnung wieder mit meinem Freund das Shiki ausprobiert und festgestellt, dass es immer noch einfach nicht gut ist. Beim ersten Mal gab's für mich Sushi, beim zweiten Mal standen Menüs am Programm.

Die verschiedenen Sößchen überall (Ponzusauce, Yuzucreme, Algendressing) sind nett aber retten ein Gericht auch nicht mehr wenn es einfach fad und unkreativ ist: Die gemischten Kraut- und Rübengewächse zB. sind einfach keine Meisterleistung und werden es auch durch so ein Sößchen nicht. Es ist auch nicht stimmig. Eine Meinung, der sich auch mein Freund angeschlossen hat. Den Schweinspralinen fehlt das gewisse Etwas. Ist es eine lustige Kombination? Ja. Ein guter, voller Geschmack? Nein. Die Sushi und Sashimi beißen sich an der Konkurrenz hoffnungslos die Zähne aus. Hier liegen einfach Welten zwischen der Handwerkskunst im Daihachi oder Nihonbashi einerseits und dem Shiki andererseits. Und die Forelle ist einfach kein geeigneter Fisch für Sashimi. Nur die Frische der Zutaten ist sehr gut und die Aufmachung der Gerichte ist immer aufwendig. Apropos: Wirklich zauberhaft anzusehen sind die Gerichte ja - nur leider auf fürchterlich sterilen und billigen Tellern angerichtet. Gerade ein japanisches Lokal sollte doch auf solche "Details" achten. "Mit allen Sinnen genießen" ist da nicht drinnen.

Beim Personal scheiden sich die Geister: Allesamt Profis aber das Japanische fehlt ihnen einfach völlig.

Für das Ambiente kann ich mich leider nicht erwärmen: Modern mit viel Kupfer. Der hintere Teil ist etwas besser aber zu möchte-gern-luxuriös kommt es mir vor. Man fühlt sich wirklich nicht wie in einem Nobelrestaurant in Tokyo. Japaner - außer dem Eigentümer - wird man hier wohl nie antreffen. Einziger Lichtblick sind die lustigen Toiletten.

Ich kann dem Shiki beim besten Willen wirklich nichts abgewinnen. Ein ganz klarer Fall von Ambiente oho - Essen oje.

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5 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Eintritt nur für Shiki-Mikis! ;)

20. Februar 2015 um 12:26|Gefällt mir3|Antworten

Ich schreibe hier bloss einen Kommentar, weil meine Erfahrung mit dem Shiki nicht wirklich eine Beurteilung erlaubt, trotzdem will ich diese Erfahrung mit anderen teilen. Voller Spannung erwartete ich die Eröffnung des Shiki und wollte es demnächst mal ausprobieren. Spontan ergab sich gestern die Gelegenheit, sich das Lokal kurz zwischen zwei Terminen anzusehen, allerdings zwischen 17:30 und 19:00 Uhr. Geplant war ein rascher Bar-Besuch - siehe Website "Zwischen 15:00 – 18:00 bieten wir Ihnen in der Bar Kaffee, Cocktails oder auch kleine Snacks wie Sushi Rollen." Nun gut - Ankunft beim Shiki kurz vor 17:30 Uhr. Lokal leer, Kellner decken die Tische fertig, also eindeutig Personal drin, aber die Tür verschlossen. ??? Bin ich zu blöd, die Tür zu öffnen? Nein, auch andere potentielle Gäse kommen, versuchen die Tür zu öffnen - aber es geht nicht. Gemeinsam suchen wir nach einem Hinweis, dass die Bar ausnahmsweise nicht geöffnet ist / eine geschlossene Veranstaltung stattfinden wird ... Nichts. Wir (mittlerweile zu drei verschiedenen Gäste-Grüppchen angewachsen) suchen, finden aber nichts. Kurz überlege ich, das Lokal anzurufen, entschließe mich aber dann dagegen - offensichtlich will man jetzt keine Gäste haben, da will ich dann auch nicht jetzt hinein. Könnte ungemütlich werden... Als ich gehe, sehe ich noch, wie ein anderes Grüppchen zum Handy greift - vielleicht rufen sie ja gerade an... Aber mir war zu schade um die Zeit. So, daher auch keine Bewertung im eigentlichen Sinn, weil ich habe weder Speisen noch Getränke testen können, kam ich ja in das Lokal nicht hinein. Trotzdem finde ich, dass da noch was verbesserungswürdig ist. Wenn die Website des Lokals verspricht, dass man am Nachmittag in die Bar kann und dort Kleinigkeiten zu essen bekommt, zumindest aber Getränke, und dann steht man vor verschlossener Tür, so macht das leider mal einen schlechten Eindruck auf mich. Schade, ich hatte mich so gefreut... Gut, dass es für mich nur ein kleiner Umweg war. Wäre ich extra von weiter weg gekommen, hätte ich mich so richtig geärgert. Keine Sorge, ich komme wieder.... Dann natürlich im Restaurantbereich mit Reservierung! An das Shiki-Team: Bitte entweder die Website aktuell halten - ist gerade bei einem neuen Lokal wichtig, oder die Tür aufsperren, wenn man angeblich offen haben soll!

20. Februar 2015 um 09:45|Gefällt mir4|Antworten

Forellensashimi bekam ich einmal durch Zufall zu kosten, weil ein Sushimeister dabei war, als wir eine Forellenfarm besuchten und er uns prompt welches zubereitete. Es war jetzt keine neue kulinarische Offenbarung, zumal es auch in eine stark würzig süßscharfe koreanische Chilisosse gedippt wurde.

14. Februar 2015 um 16:05|Gefällt mir|Antworten
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Bewertet am 13.02.2015

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