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Do, 18. Juli 2024

RESTAURANT TRAT

Brandmayerstrasse 21, Klosterneuburg / Weidling 2411
Küche: Wiener Küche
Lokaltyp: Restaurant
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RESTAURANT TRAT

Speisen
Ambiente
Service
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am 14. Juli 2014
SpeisenAmbienteService
Schon oft sind wir am Gasthaus Trat vorbeigefahren. Direkt an der Strasse gelegen, noch bevor Weidling beginnt, hübsch zu sein, bietet es mit seiner 70er Jahre Fassade keinen allzu einladenden Anblick. Doch diesmal, es ist sehr warm, fällt unser Blick auf den Gastgarten und wir beschliessen, Hun...Mehr anzeigenSchon oft sind wir am Gasthaus Trat vorbeigefahren. Direkt an der Strasse gelegen, noch bevor Weidling beginnt, hübsch zu sein, bietet es mit seiner 70er Jahre Fassade keinen allzu einladenden Anblick.
Doch diesmal, es ist sehr warm, fällt unser Blick auf den Gastgarten und wir beschliessen, Hunger haben wir ohnehin, gleich einmal einzukehren,.
Erst in die Gaststube, um untertänigst zu erfragen, ob die Küche noch geöffnet ist. Zwei Lokale hatten uns schon eine Absage erteilt, weil "Küche nur bis 15Uhr'".
Hier ist die Küche durchgehend geöffnet. Der sehr freundliche Wirt zeigt uns den Weg in den Gastgarten. Dieser führt durch einen schönen Speisesaal, viel Holz, Tische hübsch eingedeckt mit Tischtüchern (grün, glaube ich) und weissen Servietten.
Der Gastgarten ist einer von den Grösseren, in 2 Etagen angelegt.
Wir nehmen unten Platz, direkt unter einem schönen alten Nussbaum. Dieser beschattet uns wunderbar, und schon fühlt man sich wie auf Sommerfrische.
Die Gartenmöbel sind diese typischen grünen aus Metall, mit "Latten" und weissen Beinen und Armlehnen, ebenfalls 70er, bestenfalls 80er Jahre.
Rasch kommt ein junger Mann, mit leichtem Akzent, sehr aufmerksam. Ein Riesling vom Trat-Wiesner (ich nehme an, das ist der Winzer, von dem ich den Heurigen bereits beschrieb), ein Weizenbier und ein Himbeer-Soda (für den jungen Begleiter) sind flugs am Tisch.
Wir entscheiden uns für eine Leberknödelsuppe, Eierschwammerlsauce mit Semmelknödel (jaja, zweimal Knödel, ich weiss) und einmal Filetsteak mit Sommergemüse.
Die Leberknödelsuppe wird schnell serviert und wird - wie immer - als Indikator verwendet.
Ja, es ist eine würzige Rindsuppe, Spuren von Gemüsestückchen haben sich reingeschwindelt und der Knödel ist sehr gut. Selbstgemacht, fest, aber doch flaumig, fein leberig.
Während wir genüsslich Suppe essen, kommt der Kellner mit der schlechten Nachricht: Rindsfilet ist aus!
Ein bisschen wird verhandelt, dann beschliesst der junge Mann, ein Rumpsteak zu essen.
Als die Eierschwammerlsauce serviert wird, in sehr schönem, gediegenem Geschirr, stellt sie sich als grosse Portion mit sehr viel Sauce und Schwammerl und einem ordentlichen Semmelknödel dar.
Ohne sie zu kosten, weiss ich schon, dass es eine fette Oberssauce ist.
Und so ist es auch: Obers, Gewürze, aber viel zu wenig Salz und frischer Pfeffer, und mittendrin die recht knackigen Eierschwammerl.
Krawumm! Ist es wirklich nötig, diese Sauce immer und überall so fett zu bekommen? Kann man das nicht ohne 1 Liter Schlagobers hinkriegen?
Der Knödel ist kompakt, frisch, sicherlich hausgemacht. Der grüne Beilagen-Salat wird in einer grossen, auf altmodisch getrimmten Schüssel serviert und ist eine schöne Portion.
Wir haben Essig-Öl-Dressing verlangt, weshalb er unmariniert ist und zwei kleine Kännchen mit einem nicht besonders feinen Öl und einem richtig sauren "Hesperiden-Essig" dazugereicht werden.

Der junge Mann ist mit seinem Rumpsteak zufrieden und auch die Beilagen schmecken ihm (Erdäpfel, Röstgemüse).

Der Kellner empfiehlt uns als Dessert frische Marilleknödel. Wir haben nur wenig Platz und sagen ihm, er möge eine Portion mit 2 Bestecken bringen.
Als er dann mit einem grossen Dessertteller kommt, auf dem 1 (EIN) Knödel trohnt, zugegebenermassen ein grosser, müssen wir dann aber doch lachen.
Ich habe noch nie erlebt, dass ein einzelner Knödel serviert wird.
Zur Ehrenrettung der Küche: Er ist wunderbar. Aus Erdäpfelteig, flaumig, riesiger Marille und köstlichen Butterbröseln.

Keine Frage, das Essen ist gut, böhmisch-wienerisch, reichhaltig. Das Service war sehr gut. Der Kellner unaufdringlich immer präsent, obwohl der Gastgarten recht gefüllt war, freundlich, fragte nach, empfahl.
Das heisst übersetzt: Ein ordentliches Gasthaus mit schönem Gastgarten, freundlichem Personal und ohne allzuviele Spirenzchen. Aber die braucht es eh nicht immer.
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