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Sa, 28. Mai 2022
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Gastwirtschaft Steman

2 Bewertungen
Otto Bauer-Gasse 7, 1060 Wien
Küche: Wiener Küche, Österreichische Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Beisl, Restaurant
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3erlei Leber - Hendl-Schwein-Kalb, dazu Mayonnaisesalat, sehr gut! - Gastwirtschaft Steman - WienKalbswiener, dazu gibt Mayonnaisesalat, top! - Gastwirtschaft Steman - WienForelle auf Erdäpfel-Mangoldgrösti - Gastwirtschaft Steman - Wien
Blunznbällchen auf Grünfutter - Gastwirtschaft Steman - WienZwiebelsuppe mit Käse überbacken - Gastwirtschaft Steman - WienGastwirtschaft Steman - Wien11 Fotos

Bewertungen (2)

Gesamtwertung

39
2 Bewertungen
Speisen
40
Ambiente
36
Service
40
am 23. April 2019
Menue1
Level 11
25
5
SpeisenAmbienteService
Ein jährliches Freundestreffen stand an und so muss bei der Lokalwahl immer auch berücksichtigt werden, dass die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel einigermaßen gut gewährleistet ist. Für das Steman ist das einerseits die U3 (Station Zieglergasse) und andererseits der 57A, der die Gump... MehrEin jährliches Freundestreffen stand an und so muss bei der Lokalwahl immer auch berücksichtigt werden, dass die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel einigermaßen gut gewährleistet ist.
Für das Steman ist das einerseits die U3 (Station Zieglergasse) und andererseits der 57A, der die Gumpendorferstraße befährt. Dann noch ein paar Meter zu Fuß und man steht vor dem Lokal, das mittlerweile auch rauchfrei geführt wird.

Ich hatte eine Woche zuvor für 8 Personen reserviert, aber an besagtem Abend standen wir, respektive der Kellner vor dem Problem, dass der Tisch (noch) nicht bereitgestellt war (es mussten zwei Tische zusammengeschoben werden), da ein anderer Gast noch einen der benötigten Tisch besetzte. Ich glaube ja, dass man die Reservierung einfach vergessen hatte, weil sich unter dem Personal doch kurzfristig Ratlosigkeit breit machte, bis uns dann kurzerhand der große Tisch in der Vinothek zugewiesen wurde. Das war ein wahres Glück, denn an dem Abend feierte eine größere Gesellschaft ein Fest und im großen Gastraum war es entsprechend laut. Glück muss man haben.

Von dem Extraraum führt auch der Weg zur Küche, so dass wir uns nicht in der servicetechnischen Sackgasse befanden, im Gegenteil, wir wurden beinahe zu oft von unterschiedlichen Kellnerinnen nach unseren Gertänkewünschen gefragt - aber lieber einmal zu oft, als vernachlässigt zu werden.

Auf der Wochenkarte fanden sich diesmal gleich zwei Gerichte die mir sofort ins Auge gesprungen sind und zwischen denen die Entscheidung sehr schwer fiel - Gebackene Schweinsbackerl oder Surschnitzel, jeweils mit Erdäpfel-Vogerlsalat. Letztendlich fiel meine Wahl auf die Schweinsbackerl, weil ich die noch nie gegessen hatte, während ein Surschnitzel findet man zwar auch nicht oft auf der Karte, aber doch öfter als die Backerl. Der Rest der Truppe nahm ja nach Körperbewußtsein, Saftgulasch, Hühnerbrust natur mit Reis, Zander auf Bärlauchrisotto, mit Käse überbackene Schinkenfleckerl und Grünem Salat.

Die Küche war ziemlich flott und so konnten wir beinahe zeitgleich beginnen. Meine Schweinsbackerl sahen im ersten Moment aus wie gebacken Champignons, viele kleine panierte Stücke auf meinem Teller. Aber bein Reinschneiden war dann eh alles klar. Das Fleisch war relativ dunkel und hätte optisch auch als Rind durchgehen können - es war weich und saftig und schmeckte sehr sehr gut. Klar, dass der Erdäfelsalat dazu gut passte und obwohl ich beim Schnitzel die puristische Version, ohne Preiselbeeren oder gar Ketchup bevorzuge, hätte ich mich hier für eine Sauce Tartare nicht schlagen lassen.
Auch die anderen Speisen sahen gut aus, besonders der Fisch auf dem Risotto machte einen guten Eindruck. Die Schinkenfleckerl waren eine anständige Portion, aber ich mag sie nicht mit Käse überbacken. Meine Großmutter gab immer ein paar Semmelbrösel oben drauf um sie schön knusprig zu machen.

Da meine Portion größenmäßig noch eine Nachspeise zuließ bestellte ich noch den Klassiker der Wiener Gasthausküche - Marmeladepalatschinken. Das waren zwei anständige Rollen mit (zu) viel, aber guter Marillenmarmelade und einer anständigen Portion Staubzucker oben drauf. Ein bisserl zu dick zu mein Dafürhalten aber gut. Das ist sowieso eine eigene Philisophie. Was aber nicht gar so schön war, dass eine Palatschinke am letzten Zipfel angebrannt war, aber natürlich so gerollt wurde, dass man es nicht gleich sah. Für die Reklamation war es schon zu spät, also habe ich den verbrannten Teil übrig gelassen und wollte das beim Abservieren kurz anmerken, aber die Kellnerin kam so schnell an unseren Tisch, nahm den Teller mit, dass ich - in ein Gespräch vertieft - gar nicht mehr reagieren konnte.

Mein Fazit: gute Wiener Küche, schnelles und aufmerksames Service zu normalen Preisen. Zwei Kritikpunkte - Portionsgrößen variieren und die Küche glaubte dass man eine angebrannte Palatschinke nur verkehrt wickeln und mit Zucker überstreuen muss und schon merkt es der Gast nicht.

Übrigens ergab es sich, dass ich ein paar Tage später nochmals im Steman war und da kam ich dann doch noch zu meinem Surschnitzel - sehr gut! das Fleisch saftig, nicht zu salzig, schöne goldgelbe Panier, heiß und so groß, dass keine Palatschinke mehr Platz gehabt hätte.
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am 23. Jänner 2019
Stammersdorfer
Experte
389
31
SpeisenAmbienteService
Die Gastwirtschaft STEMAN, in 1060 Wien, steht schon ziemlich lange auf der Liste jener Lokale, wo wir einmal hin wollten. Am Montag den 21.1.2019 war es dann soweit, wir hatten was zu feiern, also „schleppten“ wir die Lieblingsschwägerin dort hin. :-) Wir sind vom 8ten kommend mit dem 13A bis... MehrDie Gastwirtschaft STEMAN, in 1060 Wien, steht schon ziemlich lange auf der Liste jener Lokale, wo wir einmal hin wollten. Am Montag den 21.1.2019 war es dann soweit, wir hatten was zu feiern, also „schleppten“ wir die Lieblingsschwägerin dort hin. :-)

Wir sind vom 8ten kommend mit dem 13A bis zur Station Neubaugasse gefahren, hier hält auch die U3, und sind dann die Mariahilfer Straße eine kleines Stück stadtauswärst, bis zur Otto-Bauer-Gasse 7 spaziert, da ist das Lokal.

Es handelt sich dabei um ein altes Wirtshaus, das von außen nicht besonders einladend ist, aber innen gefällt es mir richtig gut. Die Räume sehr hoch, abgelatschter Holzboden, braune Wandvertäfelung, oben weiß ausgemalt, hohe schmutzige Fenster, gefällt weniger und Sessel die nicht länger zum Bleiben einladen, zumindest optisch. Die waren dann aber gemütlicher als gedacht, haben wir es doch 3 ½ Stunden „ausgehalten“. Die Tische weiß eingedeckt, Menagen und Besteck sind schon da und eine Kerze. Man(n) fühlt sich wohl.
Sehr auffällig ist die alte rote (naja) Schank und eine große Gaggia. Es macht alles einen sauberen gepflegten Eindruck und die „Süchtler“ gehen vor die Türe.

Etwa 100 Leute haben Platz, würde ich meinen, viele davon waren auch da. Allerdings waren die Meisten der 4er Tische nur mit zwei Leuten besetzt. Ist einmal einer frei, ist er auch schon wieder vergeben und ja reservieren macht Sinn.

3 freundliche Mitarbeiter kellnerieren, davon zwei junge Mädls. Die eine mit den asiatischen Wurzeln war zumeist für uns da, wobei es hier aber keine fixe Tischzuteilung geben dürfte. Sie werden wohl, was die Maut betrifft, in eine Brieftasche arbeiten und dann abteilen, so zumindest unser Eindruck.
Alle machten einen sympathischen Eindruck, waren zumeist sehr flott unterwegs und aufmerksam waren sie auch. Wir fühlten uns sehr gut betreut.
A ja und einen Schankler gibt es auch.

Den Beginn machten drei Glas Winzersekt, von wem? keine Ahnung, aber er war ausgesprochen gut, dazu kam gleich einmal unaufgefordert eine Karaffe Wasser. Nein, zahlt man auch hier nicht!
Weiter ging es mit einem Flascherl vom Gobelsburger Messwein, ein Grüner Veltliner aus 2017. Eine ganz feine runde Sache war der, fruchtig, wenig Säure und irgendwie etwas zitronig.
Weiters hatten wir noch einen 2017ener Sauvignon Blanc Klassik 2017, vom Kollerhof, zu Hause in Leutschach, Südsteiermark. Ein sehr sortentypischer Weißer, aber irgendwie etwas säuerlich. Da gibt’s bessere unseres Lieblingsweines.
Einen Espresso hatte ich auch, wie fast immer, der war allerdings knapp über Abwaschwasser. Eine Gaggia alleine macht eben noch keinen guten Kaffee.
Die Fluchtachterln waren nur zwei, die Schwägerin schwächelte Wir hatten einen Cuvee (CS, BF, ME, SY) von einem burgenländischen Winzer, wer weiß ich leider nicht (mehr). Wieder einer der lange am Gaumen war, von sehr schöner dunkelroter Farbe und vielen Fruchtfacetten in der Nase.

Zur Kulinarik, die Liebste hatte schon im Vorfeld die HP studiert und meinte heute essen wir eine Zwiebelsuppe mit Käse überbacken. So war es dann natürlich auch :-)) Die Suppe leider eher fad, mit viel Zwiebel, die Weißbrotscheibe mit gschmackigem Käse überbacken und oben drauf Schnittlauch. Der viele Zwiebel und Käse hat die Suppe einigermaßen gerettet und sollte auch der einzige Schwachpunkt des Abends bleiben.
Die Schwester meiner Holden hatte als Vorspeise Blunznbällchen mit sehr viel Grünfutter. Ihre Hauptspeise war ein Forellenfilet auf Erdäpfel-Mangoldgrösti mit Parmesan. Sie war mit dem gebotenen sehr zufrieden.
Meine Frau hatte ein Kalbswiener vom Feinsten, aber nicht in Butterschmalz gemacht. Dazu einen Mayonnaisesalat. Das war ein großer dünner Fleck, also zwei, das Fleisch sehr weich, die Panier knusprig und von schöner goldgelber Farbe.
Ich hatte dreierlei gebackene Leber, Hendl/Kalb/Schwein, mit demselben Salat. Großartig, der Innereienfan war sehr zufrieden. Alles sehr saftig, selbst die Hendlleber, die sehr schnell einmal zu trocken ist. Auch meine Panier knusprig, allerdings etwas dunkler als die vom Schnitzel.
Der Mayonnaissalat ebenfalls gelungen, nicht zu süß nicht zu sauer, aber auch der kommt nicht mit dem vom Renner im19enten mit. Der ist und bleibt für mich unübertroffen.

Bodenständige Küche, bodenständige Mitarbeiter, bodenständiges Lokal. Die Zeche über 155 Euronen mit Maut, habe ich mit Plastikgeld bezahlt.

Der Mützerl Guide sagt eines der besten Kalbswiener der Stadt.....JA!

Da wäre dann noch ein Weinverkostungsraum samt Verkauf. Sämtliche Weine kann man auch quasi ab Hof erwerben. Daneben auf Haus 5 gibt es das Cafe Jelinek und das Gasthaus „Zur Stadt Krems“ in der Zieglergasse 37, beide haben dieselben Betreiber wie das STEMAN.
3erlei Leber - Hendl-Schwein-Kalb, dazu Mayonnaisesalat, sehr gut! - Gastwirtschaft Steman - WienKalbswiener, dazu gibt Mayonnaisesalat, top! - Gastwirtschaft Steman - WienForelle auf Erdäpfel-Mangoldgrösti - Gastwirtschaft Steman - Wien
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