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Gasthaus Grabmüller - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 14. Dezember 2014
vielesser123
27
18
13
3Speisen
2Ambiente
0Service

Das Gasthaus Grabmüller ist mir, obwohl ich vor vielen Jahren in der Nähe gewohnt habe, nie aufgefallen. Es liegt an einer stark befahrenen Strasse oder besser gesagt Kreuzung. Parkplätze im 19. Bezirk zu bekommen ist an Werktagen so gut wie aussichtslos (Ausnahme: Döblinger Hauptstrasse, Kurzparkzone). Im 9. Bezirk (z.B. Liechtensteinstraße, Augasse...) sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Öffentlich kann man gut mit der U4/U6, Spittelau oder mit der Straßenbahn D, Liechtenwerder Platz anreisen.

Die Einrichtung ist wie Bertl2 schon geschrieben hat, einfach und bodenständig. Der Nichtraucherbereich ist eigentlich kein Nichtraucherbereich, weil die Tür zum Raucherbereich immer offen stand. Auch die Küchentür stand sperrangelweit offen. Wir hatten gemischte Gefühle. Einerseits scheint man hier keine Geheimnisse zu haben, andererseits wird wenig Rücksicht auf die Gäste im Nichtraucherbereich genommen. Damit meine ich nicht nur die offene Tür zum Raucherbereich. Man hat wenn der Koch Schnitzel klopft (eigentlich ein gutes Zeichen) das Gefühl direkt daneben zu stehen. Man führt gerade ein anregendes Gespräch und dann plötzlich - BAMM!BAMM!BAMM!!! Auch die unterschiedlichen Gerüche aus der Küche sind nicht immer angenehm.

Bestellt habe ich eine Gulaschsuppe und Grillkotelett. Die Gulaschsuppe wurde rasch mit einer Scheibe Schwarzbrot serviert. Was soll ich sagen? Die Gulaschsuppe war hervorragend. Ich habe selten so eine gute Gulaschsuppe gegessen. Beim Grillkotelett hingegen hat der Koch leider nachgelassen. Serviert wurden sie (2 Stk.) mit Spiegelei, Speck und Pommes. Das Fleisch war etwas zu lange in der Pfanne, daher nicht besonders zart. Das Spiegelei war perfekt, der Speck war nicht knusprig aber gut im Geschmack. Die Tiefkühl-Pommes waren so wie man sie kennt. Da ich noch Platz im Magen hatte, wollte ich auf eine Nachspeise nicht verzichten. Die Karte nochmals durchgestöbert und was sehen meine Augen: Marillenknödeln! Zu dieser Jahreszeit? Mein Interesse wurde geweckt. Natürlich bin ich davon ausgegangen, dass es sich um Tiefkühlware handelt. Aber wenn sie gut- und selbstgemacht sind, freue ich mich darauf. Wichtig war mir nur, dass die Knödeln aus Erdäpfelteig gemacht wurden, weil ich kein Topfenteig-Fan bin. Eine kurze Nachfrage beim Kellner. Dieser bestätigte mir, dass es sich um Erdäpfelteig-Knödeln handelt und die Bestellung wurde sofort getätigt. Keine 10 min und es wurden 3 kleine Marillenknödeln serviert. Eine kleine Kostprobe und der ganze Teller ging zu meiner Begleitung. Es waren Topfenknödeln!!! Mein Gegenüber war vom zusätzlichen Nachtisch ganz angetan. Geschmacklich scheint´s ja in Ordnung gewesen zu sein, nur sollte der Kellner keine falschen Antworten geben. Wer von nix eine Ahnung hat, sollte lieber die Pappn halten!

Als ich die Rechnung übernehmen wollte, fiel dem Kellner fast die Kinnlade herunter. "Was, die Dame zahlt?" war seine Frage. Ich:"Ja und stellen Sie sich vor, die Dame zahlt sogar gerne!". Er:"Das habe ich heute schon anders gehört.". So etwas ist mir beim Bezahlen noch nie passiert, aber das war ja noch der Okay-Teil. Als wir das Lokal verlassen wollten, schrie der Kellner (er stand an der Bar zusammen mit 3 Gästen):"Der Herr hackelt und die Dame gibt das Geld aus!". Ich bin rot angelaufen, wollte mich umdrehen, mich auf die Zehen stellen oder einen Hocker holen und den Typen eins direkt.... Aber ich konnte mich gerade noch beherrschen. Mein Begleiter, der mein Temperament kennt, hat mich schnell aus dem Lokal gezogen. Der Kellner hatte noch einmal Glück gehabt ;)

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Kommentare (16)

am 7. Juni 2016 um 19:34

Sehr Schade eigentlich.... 🤔

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36
1
am 15. Dezember 2014 um 17:53

Das meine ich doch die ganze Zeit!!! Wenn das der "Wiener Schmäh" was hier so manche verbal absondern, dann verschone man mich bitte damit und verstehen oder lernen will ich es erst recht nicht! Hier hat mein Integrationswillen einfach seine Grenzen! Und jetzt bitte keine weiteren Rechtfertigungsversuche mehr! Danke.

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152
83
am 15. Dezember 2014 um 16:34

Also, meines Erachtens hat das nichts mit Schmäh zu tun. Es ist einfach nur sexistisch.

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Experte
88
16
am 15. Dezember 2014 um 16:01

HelmuthS - ist ja eigentlich off topic, aber: Lukas Resetaris "grottenschlecht"? Wie kommt man zu so einer gravierenden Fehleinschätzung?

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315
75
am 15. Dezember 2014 um 15:41

HelmuthS: ich bin Wiener und glaube, den "Wiener Schmäh" ganz gut zu kennen. Hörbiger, Moser - genau das ist der Wiener Schmäh. Du wirst von beiden allerdings kein derart tiefes bzw. diskriminierendes Statement zu hören oder lesen bekommen, wie es der Kellner geliefert hat.

Und auch Kabarett (Resetarits, ...) oder ein Film (Mundl,...) ist eben - Kabarett oder Film. Der Typ ist "real life" mit einem höchst fragwürdigen Horizont und Weltbild, nicht mehr und nicht weniger.

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80
48
am 15. Dezember 2014 um 11:45

Lieber Helmuth, Humor habe ich und ein fröhliches Herz auch. Das sind sicher nicht die Voraussetzungen um den weaner Schmäh zu verstehen. Zurück zum Grabmüller-Kellner Beispiel: Ich empfinde es als eine Frechheit einfach zu behaupten, dass der Mann hackelt und die Frau das Geld ausgibt. Nur, weils in seinem Umfeld so üblich ist? Und er nix anderes kennt? Da muss ich SSW 100%ig recht geben. Wir gehen beide arbeiten, wobei ich der Großverdiener bin, weil mein Mann noch studiert.

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27
18
am 15. Dezember 2014 um 10:29

Wenn ich eins nicht lernen brauch ist das der sogenannte Weana Schmäh, den ich bis jetzt nur als ignorant, kleinbürgerlich, verletzend, unverschämt und präpotent empfand. Asoziales Verhalten und schlechten Service mit Wiener Schmäh und Winer Gasthauskultur zu beschönigen ist vielleicht eine Wiener Eigenart und wenn es die Wiener lustig finden ist das ihre Sache.
Mir gefällt es jedenfalls nicht! Kulturelle Eigenart hin und her!

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152
83
am 14. Dezember 2014 um 23:16

Wenn etwas nicht lustig ist, dann ist der Schmäh voll in die Hose gegangen. Egal ob er wienerisch ist oder nicht...

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27
18
am 14. Dezember 2014 um 22:29

Wahrscheinlich war der Kellner nur neidisch, weil ihn noch nie eine Dame zum Essen eingeladen hat und nur er wie blöde hackeln durfte und Frauen das Essen bezahlen durfte.
Klar, daß dann so ein Ereignis sein eingeschränktes Weltbild stark ins Wanken brachte.
Nicht ärgern, vielesser, sondern einfach nur Mitleid haben mit diesem armen Wicht.

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152
83
am 14. Dezember 2014 um 21:46

Du hast recht. Augasse ist ja eine davor...Bin schon zu lange Autofahrer - danke!

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27
18
am 14. Dezember 2014 um 21:44

Hab nachgeschaut, die Haltestelle heißt Augasse. Hab´s geändert!

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27
18
am 14. Dezember 2014 um 21:43

Liechtenwerder Platz.

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92
38
am 14. Dezember 2014 um 21:41

D-Wagen Haltestelle

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27
18
am 14. Dezember 2014 um 21:41

Wie heißt dann die Haltestelle vor dem SV und der ehemaligen WU?

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27
18
am 14. Dezember 2014 um 21:21

Der Aumannplatz ist aber ganz woanders (die Augasse ist in der Nähe). Es gab auch schon Touristen, die suchten bei der Station Spittelau die Spittelberggasse. :-)

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92
38
am 14. Dezember 2014 um 20:00

Der "Zorn" war ja nicht wirklich einer und bös bin ich Dir nie.

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27
18
Gasthaus Grabmüller
Liechtenwerderplatz 3
1190 Wien
Speisen
Ambiente
Service
36
32
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