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Samstag, 18. November 2017
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2 Bewertungen
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Restaurant Grace

Danhausergasse 3
1040 Wien (4. Bezirk - Wieden)
Küche: International
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 503 10 22
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2 Bewertungen für: Restaurant Grace

Rating Verteilung
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Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 18. August 2017
Experte
Kathinka
74 Bewertungen
10 Kontakte
Tester-Level 20
3Speisen
4Ambiente
3Service

Das Grace probierten wir im Rahmen unserer "kinderfreien" Tage aus.

Reservierung per Mail klappte, obwohl es online nicht mehr möglich war. Das Konzept finde ich sehr gut: Es gibt "nur" 8 Gerichte auf der Karte. Je mehr Gerichte man wählt, desto kleiner werden die Portionen. Wir hatten es "recht eilig", also "nur" 2 Stunden zur Verfügung. Mein Mann wollte trotzdem die 6 Gänge wählen und erkundigte sich, ob das schaffbar sei. Das war es, allerdings war es doch rech stressig - das merkte man.

Ich wählte 3 Gänge: Eine Vorspeise, eine Hauptspeise und eine Nachspeise. Bei der Vor- und Hauptspeise war der Größenvergleich auch spannend. Ich hatte tatsächlich immer 1 Stücke mehr von der Zucchini/dem Reh als mein Mann.

Zu Beginn brachte man uns einen Flammkuchen als Gruß der Küche. Das traf leider gar nicht meinen Geschmack und war auch recht füllend. Ich vermute irgendein Gewürz oder Gemüse darauf war nicht mein Fall. MIr kam es nach Anis oder Fenchel schmeckend vor. Auch mein Gatte war nicht sonderlich davon angetan. Ein gutes Brot mit Aufstrichen/Butter und Co wäre uns da lieber und auch passender gewesen.

Zum Trinken wählte ich die hausgemachte Limonade. Diese bestand allerings nur aus einem selbst angesetzten Sirup mit Mineralwasser. Auch das Mischverhältnis passte nicht ganz und war bei mir und meinem Mann unterschiedlich. Der Hauscocktail war dann ebenfalls aus diesem Sirup und Wein oder Frizzante (das weiß ich leider nicht mehr so genau). Also meiner Meinung nach auch nicht so aufregend...

Meine Vorspeise - zucchini, melone, avocado & pericon - war dann das Highlight unter meinen Speisen. Sehr gute, stimmige Kombination und auch sehr toll angerichtet.

Als Hauptspeise wählte ich "reh, süßerdäpfel & artischoke". Hier hatte ich mir von einem Hauben-Lokal eine kreativere Zubereitungsweise für die Beilagen erhofft und gewünscht (siehe Foto). Aber vielleicht bin ich da von den Lokal-Besuchen der Tage zuvor schon zu verwöhnt. Das Reh war sehr gut gebraten, aber ich hatte schon bessere.

Danach kam noch ein Gruß aus der Küche: Eine Art Faschiertes-Bällchen mit Süßkartoffelstückchen darin. Also eigentlich das, was ich gerade davor hatte - nur faschiert. Passte für mich nicht wirklich ins Konzept.

Die Nachspeise war dann das schwächste Gericht in meinen Augen. Die Schokolade war scheinbar als Mousse auf dem Kuchenboden und mit Himbeersaft/-geschmack versehen. Denn das weiße Eis daneben hätte ich nicht als Schokolade erschmeckt, das war wohl der/die/das Pandan.

Der Service war leider auch nicht sehr aufmerksam oder zuvorkommend. Wir mussten uns immer aktiv um Getränke bemühen. Der Außenbereich ist aber sehr nett. Er liegt im Innenhof des Gebäudes und ist schön begrünt.

Alles in allem war ich doch etwas enttäuscht, ich hatte mir mehr erhofft. Das Q'ero zwei Tage davor hat mich mehr überzeugt!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. September 2016
MichaelA2
22 Bewertungen
2 Kontakte
Tester-Level 12
5Speisen
4Ambiente
4Service

Im Zuge unserer aktuellen "Grätzelschlemmerei" (alle 1-2 Wochen probieren wir ein Restaurant in Gehweite in unserem Viertel aus, man glaubt gar nicht, welche Schätze man dabei entdecken kann, kann ich jedem nur ans Herz legen!) besuchten wir diesmal das Grace Restaurant, "Grace" von "Tischgebet" habe ich mir sagen lassen, na wir sind gespannt...

Das Lokal an sich ist recht überschaubar und war früher ein richtig altes und uriges Wirtshaus: Die wunderschöne Schank, der alte Parkett, die grünen Butzenscheiben sowie auch die Holzvertäfelungen wurden dabei erhalten und wie ich finde recht gekonnt mit modernen Lampen und wunderschönen Tischen und Sesseln ergänzt. Eine durchaus schöne und gemütliche Atmosphäre.
Die Karte an sich ist sehr überschaubar: Vorspeise, Zwischengang, Hauptgang, Nachspeise und davon jeweils 2 unterschiedliche Gerichte. Das heißt wenn man das 8-Gang Menü wählt isst man sich durch die komplette Speisekarte, wir haben uns dann für das 6-Gang Menü entschieden (es wird auch ein 4 Gang Menü angeboten).

Nach einem kleinem, frischen Brot mit Maisbutter und Paprikasalsa ging es auch schon los:

Artischoke | fenchel, mandel und ananas
Es ging gleich mit dem für uns eigentlich besten Gang des Abends los: Zwei schöne weiche Stück Artischoke, angerichtet mit in feine Streifen gehobelten Fenchel, Ananassud und Mandelblättchen. Ein durch und durch harmonisches Gericht, die leichte Säure von der Ananas mit der Artischoke und dem Fenchel, dazu die knackigen Mandelblättchen, wahrhaft hervorragend. Ein Gang bei dem man den Sud dann noch mit dem Brot einfach auftunken muss.

Kürbis | sesam, sauerkart, salzzitron
Zwei kleine noch recht knackige und lauwarme Stück Kürbis, gewälzt in Sesampanier (aber nicht herausgebraten), dazu Sauerkraut und irgendwo Salzzitrone. Die Kombination war in jedem Fall spannend und neu, passt aber wunderbar!

Stör | erdnuss, bulgur, zitrus
Der erste Zwischengang: Zwei wunderbar gegarte Stück Stör auf einem Bett aus Bulgur der mit Zitrusfrüchten mariniert war, dazu eine großartig samtige Erdnusssauce, nicht so intensiv wie man Sie aus Thailand zu den Spießchen kennt, hätte ansonsten auch den Fisch erschlagen. Die Zitrusfrüchte im Bulgur haben diesem (der ja nackt wie ich finde auch etwas langweilig sein kann) den notwendigen Pfiff gegeben. Nett fanden wir auch, dass wie bei allen anderen Gängen mit Sauce, das kleine Kännchen mit Sauce noch am Tisch blieb. Ein sehr gelungener Fischgang!

Forelle | kohlrabi, linsen und walnüsse
Der nächste Zwischengang, der den schon sehr gelungen ersten Fischgang nochmals schlagen konnte: Wieder zwei Stück Fisch, diesmal Forelle, wieder auf den Punkt gegart, zwischen einem Bett aus schwarzen Belugalinsen mit Walnussstückchen und kleinen Kohlrabistückchen, perfekt weich, recht frisch und zitronige mariniert. In seiner Gesamtheit (der feine fisch, die würzigen Linsen mit den knackigen Walnüssen, dazu der säurliche Kohlrabi) ein großartiger Gang!

Schwein | steinpilze, zucchini und quitte
Zwei perfekt gebratene Stück Schwein, in einem Mantel aus Quitte und wenn ich mich nicht täusche Brösel, war auch recht knusprig, die Quitte bot einen sehr fruchtigen Kontrapunkt zum Schwein. Als Beilage ein paar gebratene Stück Zucchini und Steinpilze, dazu eine Steinpilzsaue. Lecker!

Dazwischen gab es einen Überraschungsgang aus der Küche:
Für mich gab es ein kleines Stück Bratwurst, für meine Begleitung ein Stück geschmorte Rinderrippen. Beides sehr gut, aber tatsächlich nur eine Kleinigkeit und setzte irgendwie einen recht schweren Akzent in einem ansonsten doch eher leichtem Menü. Auch war uns nicht ganz klar, warum der eine dieses und der andere jenes Gericht bekam...

Als Dessertgang kamm dann Zwetschke | weiße schokolade, mohn und kokos
Ein längliches Stück Mohnkuchen (sehr schon fluffig), auf dem waren marinierte Zwetschken drapiert, dazu ein Löffel weißes Schokolade-Eis. Nicht schlecht das Ganze, aber ehrlicherweise weit weg davon das beste Dessert aller Zeiten zu sein.

Dann waren wir mit den 6 Gängen auch schon durch. Was blieb war ein großartiger Abend, Speisen auf tatsächlich sehr hohem Niveau und ein sehr sympathisches Lokal mit freundlichem und authentisch jungem und extrem charmanten Service, das Ganze inkl. einem Aperitif, einer Flasche Wein, 3 weitere Achterl Wein sowie ein Gin Tonic um nicht billige aber doch faire € 220 für 2 Personen.

Wenn wir Kritik anbringen wollten, dann würde sich das auf das Service beziehen: Dass beim Begrüßen sich keiner für unsere Jacken interessierte, war noch in Ordnung für uns, was wir tatsächlich sehr schade fanden, war die fehlende oder mangelnde Speisepräsentation des Serviceteams, das die Speisen servierte. Der erste Gang wurde uns überhaupt wortlos auf den Tisch gestellt, die folgenden Gänge mit den Worten „Der Stör“ oder „die Forelle“ präsentiert, da hätten wir uns einfach mehr Details gewünscht, zumal beim Dessert das Eis als „Sieht zwar aus wie Eis, ist aber ein Mousse“ angekündigt wurde – war für mich dann ein jedenfalls extrem kaltes Mousse.
Trotzdem: Für uns eine sehr positive Neueröffnung und eine klare Bereicherung für unser Viertel, klar könnte man noch Dinge optimieren, dennoch werden wir wieder kommen und wünschen den jungen Besitzern, dass Sie noch länger so voll sind, wie sie es bei unserem Besuch waren.

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Letzter Kommentar von am 19. Dez 2016 um 08:49

Ich glaub der vielleicht etwas holprig formulierte Satz will auch mit dem Wort Grace spielen, das ja sowas wie "Gnade" aber in dem speziellen Zusammenhang auch "Tischgebet" heißt. Muss ehrlich sagen, hab die Website-Texte vorab nicht gelesen, bin einfach hin und hab mich überraschen lassen, würde mich an dem Satz jetzt nicht abschrecken lassen und nein, es wird nicht unbedingt erwartet nach dem letzten Gang mit vor Dankbarkeit glasigen Augen in die Knie zu gehen ;)

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Bewertet am 24.09.2016
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