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Di, 29. November 2022
In der Umgebung

Meixner's Gastwirtschaft

Buchengasse 64, 1100 Wien
Küche: Österreichische Küche, Wiener Küche, Internationale Küche
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus
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Das 2015er Gansl, konnte uns (fast) überzeugen, viel zu Top hat nicht ... - Meixner's Gastwirtschaft - WienHALBE PORTION, glacierte Ganslleber mit Honigäpfel auf Grünzeug mit ... - Meixner's Gastwirtschaft - WienErdäpfel Vogerlsalat - Meixner's Gastwirtschaft - Wien
Bärlauchfritattensuppe - Meixner's Gastwirtschaft - WienMeixner's Gastwirtschaft - WienImpression - Meixner's Gastwirtschaft - Wien79 Fotos

Bewertungen (0)

am 5. April 2017
helwien
Level 3
SpeisenAmbienteService
Gestern waren wir - wieder - sehr gut essen! Wir sind eine Gruppe (gestern waren wir 8) und nützten "delinsky" mit 30% Rabatt. Die Speisen waren wieder einmal vorzüglich und - natürlich - macht es auch Spaß so "günstig" zu essen. Vielleicht ist man dann etwas großzügiger. So habe ich mir eine Nac...Mehr anzeigenGestern waren wir - wieder - sehr gut essen! Wir sind eine Gruppe (gestern waren wir 8) und nützten "delinsky" mit 30% Rabatt. Die Speisen waren wieder einmal vorzüglich und - natürlich - macht es auch Spaß so "günstig" zu essen. Vielleicht ist man dann etwas großzügiger. So habe ich mir eine Nachspeise für € 10,- bestellt, würde ich ansonsten - wahrscheinlich - nicht machen.
Ärgerlich ist aber der Ablauf. Gut, man hat 2 Stunden den Rabatt, dann bezahlt man wieder voll (= normal).
Aber die Mitteilung, dass der Tisch "vergeben" ist, obwohl das Lokal unter max. 50% Auslastung "leidet" verwundert und verärgert.
Sehr gutes Essen, angenehmes Personal und dann halt einen Lokalwechsel, wenn Sie den Rabatt in Anspruch nehmen.
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am 28. März 2015
Stammersdorfer
Experte
SpeisenAmbienteService
Vorgestern Abend mit der U1 (die Rote für die nicht Insider) in den 10ten, bis zur Endstation Reumannplatz. Dort wo übrigens auch der Tichy zu finden ist, dann 2-3 Minuten per Pedes zur Buchengasse Ecke Herndlgasse und da ist sie auch schon die GASTWIRTSCHAFT von Berta und Karl MEIXNER. Ein Mütze...Mehr anzeigenVorgestern Abend mit der U1 (die Rote für die nicht Insider) in den 10ten, bis zur Endstation Reumannplatz. Dort wo übrigens auch der Tichy zu finden ist, dann 2-3 Minuten per Pedes zur Buchengasse Ecke Herndlgasse und da ist sie auch schon die GASTWIRTSCHAFT von Berta und Karl MEIXNER. Ein Mützerl mit 14 Punkten verspricht die Bibel der Hohenlohe’s, die Rosam’s (Falstaff) meinen 86 Punkte oder 2 Gaberln. Schau‘n mer mal, hat seinerzeit der Kaiser Franz gesagt. :-)

Auf der HP ist zu lesen, wir sind ein Wirtshaus und KEIN Gourmettempel oder Luxushütte, genießen in gemütlicher, unkomplizierte Atmosphäre.

Die Reservierung, vor einigen Tagen telefonisch, hat perfekt funktioniert, das Lokal an diesem Abend schlecht besucht, 6 oder 7 Tische waren besetzt, die aber auch nur mit zwei, maximal drei Personen. Der Chef (glaub ich) hat uns empfangen und zum Tisch gebracht, meiner Liebsten sogar den Mantel und mir die Jacke abgenommen und uns gleich die Karte da gelassen.

Das Ambiente im 1980er Style ist in die Jahre gekommen. Rechts wenn man rein kommt die Bar und einer der drei Sitzbereiche, ob da noch geraucht werden darf, ich weiß es nicht. Geradeaus zwei weitere Gasträume, im ersten war unser Tisch, der Hintere mit Bauernstubencharakter. Überall viel Holz, Sesseln, Bänke (sollt ma neu beziehen) Tische, an den Wände, der Decke, dazwischen ist weiß und orange? ausgemalt. Einen braunen Fliesenboden gibt’s, wenn ich mich recht erinnere. Ansonst wurde das Ambiente von den Vortestern schon sehr treffend beschrieben.

Das Personal an diesem Abend, Mandl und Weibl (schaute aus wie a Bua) sie sind recht jung und haben ihren Job gelernt. Beide sehr freundlich, flott und aufmerksam und es wird auch hin und wieder nachgefragt. Nur das mit dem Schmäh oder einem Lächeln, da geht noch was, aber sonst guter, korrekter Service.

Als Aperitif hatten wir Negroni Secco, der besteht aus Gin, Wermut, Campari und Prosecco, sehr spritzig und fruchtig das Gemisch, der Campari dominiert und er wurde mit Eis serviert. Hat uns richtig gut geschmeckt und war der perfekt Start in einen kulinarisch sehr erfreulichen Abend. Zum Essen tranken wir, aus der gut sortierten Weinkarte, einen 2011er GV vom Nössing aus meiner Heimat Stammersdorf. Ein sehr kräftigere Weißer, überaus fruchtig und sehr harmonisch, auffällig die schon fast Strohgelbe Farbe. Der Abschluss Hausbrandt Trieste 1892, klein, schwarz wie die Nacht, sehr stark und nicht bitter, so schmeckt für mich nahezu perfektes Espresso.

Die beiden Vorspeisen waren Lardo vom Mangalitza mit Kräutern und Meersalz gereift, dazu dünnes Knoblauchbrot, sowie die gebackenen Grammlknöderln (die Betonung auf Knöderln) drei an der Zahl, mit warmem Speckkraut.
Der Lardo zerging auf der Zunge, ein Erlebnis, man hat nicht den Eindruck etwas Fettes zu essen und er kam nicht aus dem Kühlschrank, war somit warm und daher noch viel besser. Das geröstete Brot perfekt getroffen mit ausreichend Knofi. Die drei kleinen, auf einem Beet von köstlichem Kraut, etwas süßlich, das Innenleben sehr gschmackig, der Teig weich und knusprige Panier. Herz was willst du mehr.

Die beiden Hauptspeisen, für meine Frau der Girardirostbraten (ja da gibt es ihn) mit 2 Scheiben gerösteten Serviettenknödel und für den Innereienfreak Kalbskutteln mit Paradeiser viel Knoblauch und Basilikum.
Der Rostbraten kam medium, wie bestellt, herrlich durchzogen, in einem traumhaften Saftl mit Speck, vielen Kapern, Schwammerln und Zwiebel, leicht papriziert, sämig und perfekt gewürzt. Die Knödel außen kross und innen flaumig weich. Die Kutteln in dünnen länglichen Streifen, sehr weich, aber nicht tot gekocht, der Saft ordentlich papriziert mit Zwiebel, Paprikastücken und eben Paradeisern. Wie heißt es in einer Telekom Werbung JUHU…. :-)

Nachdem die Portionen nicht sehr groß waren, gabs zum Abschluss einmal gemischten Käse mit Kürbiskernen und sehr dünnen Apfelscheiben (Granny Smith). Da kam auf einem länglichen weißen Teller eine Ziege, Blauschimmel, ein recht harter Bergkäse und eine Rotschmiere daher, Namen Fehlanzeige. Alle (sehr) würzig, aber himmlisch. Dazu hatten wir ein letschates Salzstangerl, nein das muss nicht sein und NEIN das verhindert das AUSGEZEICHNET beim Futter nicht. :-))

Alles in allem ein kulinarisches Erlebnis auf sehr hohem Niveau, das sich mit meinen früheren Besuchen deckt, in einem Ambiente das in den 80igern (leider) stehen geblieben ist und wenn das Personal dann auch noch lächeln würde…….. Wir haben mit Maut 120,-- Euro gezahlt.

Und nein wir sind noch nicht sehr zufrieden nach Hause gefahren, sonder nona noch auf ein Schleckeis zum Tichy. Dieser Abschluss MUSSTE es natürlich sein. Frau hatte Haselnuss, Pistazie und Stracciatella, meine Wenigkeit Birne, Malaga und Schokolade. Super gut und sehr cremig wars. Was uns beiden aber negativ auffiel, die sehr bescheidene Auswahl an Eissorten.
Das 2015er Gansl, konnte uns (fast) überzeugen, viel zu Top hat nicht ... - Meixner's Gastwirtschaft - WienHALBE PORTION, glacierte Ganslleber mit Honigäpfel auf Grünzeug mit ... - Meixner's Gastwirtschaft - WienMeixner's Gastwirtschaft - Wien
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am 18. Jänner 2015
VickerlAdler
Experte
SpeisenAmbienteService
"Was man sich lange vornimmt, wird hoffentlich gut", oder so... Gut war's tatsächlich und seit einiger Zeit wurden auch wieder Erwartungen erfüllt, im Falle Meixner's gar ziemlich hohe, Hut ab! Überholtes Interieur und recht eng bemessene, ländliche U-Bankerl könnten das Erlebnis trüben, oder...Mehr anzeigen"Was man sich lange vornimmt, wird hoffentlich gut", oder so...
Gut war's tatsächlich und seit einiger Zeit wurden auch wieder Erwartungen erfüllt, im Falle Meixner's gar ziemlich hohe, Hut ab!

Überholtes Interieur und recht eng bemessene, ländliche U-Bankerl könnten das Erlebnis trüben, oder aber sie machen es zu eben so einem - Subjektivität deluxe.
Kurz: Der Meixner ist ein echtes Wirtshaus und wirkt trotz der innenarchitektonisch bewahrten Tugenden nicht wirklich schmuddelig, was ihn über die große Menge der wiener Durchschnittst'schecherln erhebt. Trotzdem sollte man die Bänke zumindest neu überziehen und hier und da abgeschlagene Holzverkleidungen ein wenig herrichten. Auch die eine oder andere Karte wirkt ramponiert. Kann alles so bleiben, sollte nur aufgebessert werden!

Die Bedienung möchte ich nicht ausgedehnt besprechen und doch positivst hervorheben: bemüht, sehr aufmerksam, unaufdringlich gesprächig und mit memoria permagna gesegnet, danke!

Preislich selbstbewusst springt einen die Karte an, inhaltlich dem gutbürgerlich Hausmännischen gewidmet.
Die Auswahl drängt sich, aufgrund des Direktvergleichs mit unserem "zweiten Wohnzimmer" Ringsmuth, auf. Grammelknöderl, hier gebacken und Tafelspitz, in gleicher Variante wie beim direkten Konkurrenten.
Bedingt durch völlige Auslastung sind die Pausen ausgedehnt, aber im Rahmen.

Die erste Wartezeit vertreibt ein brauchbarer Zierfandler, der sich auch ganz gut mit der angenehm milden und fast schon fettarmen Grammel-Kraut-Paarung verträgt. Die Weinkarte ist vor allem im flaschenweisen Segment sehr respektabel aufgestellt, allein die sehr jungen Rotweinjahrgänge würden mich etwas abschrecken, aber was soll er tun...

Zum Aufwärmen a priori Hauptgang biedert sich ein Kamptaler GV an. Auch dieser schmiegt sich fein an das wunderbar zarte Rind an, dass mit Erdapferln, genau nach Vickerl's Geschmack, und passender Kren-Saucen-Zusammentellung den unmittelbar sehr positiven Eindruck prolongiert. So sehr es schmerzt - Meixner 2: Ringsmuth 0.

Hausbrandt, eine der von mir geschätzteren Röstdynastien, beschäftigt mich in Form eines espresso doppio bis hin zum diätfremden Dessert-Quartett. Die nahezu waffenscheinpflichtigen Fett-Zucker-Bomberl hämmern selbst meinem negierenden Verstand das nunmehr nicht mehr zu leugnende Sättigungsgefühl ein, das "eater's high" ist wieder einmal erreicht.

Fazit: Ringsmuth muss sich leider warm anziehen, mit oder ohne echtem Winter!
Schweinegeschnetzeltes nach Art des Antiallergikers - Meixner's Gastwirtschaft - WienZuckergoschalkonglomerat - Meixner's Gastwirtschaft - WienDie Spitze des Fleischbergs - Meixner's Gastwirtschaft - Wien
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am 7. Dezember 2014|Update 13. Dez 2014
uc0gr
Experte
SpeisenAmbienteService
Seit 1981 schon führen Berta und Karl Meixner das „Meixner’s Gastwirtschaft“, ein eher unscheinbares Ecklokal in der Buchengasse, Ecke Herndlgasse, gleich oberhalb des bekannten Amalienbades. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist daher optimal, liegt das Lokal doch in unmittelbarere N...Mehr anzeigenSeit 1981 schon führen Berta und Karl Meixner das „Meixner’s Gastwirtschaft“, ein eher unscheinbares Ecklokal in der Buchengasse, Ecke Herndlgasse, gleich oberhalb des bekannten Amalienbades. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist daher optimal, liegt das Lokal doch in unmittelbarere Nähe zum Reumannplatz. In Favoriten und über die Bezirksgrenzen hinaus ist die „Meixner’s Gastwirtschaft“ mittlerweile ein verlässlicher Ort für gutbürgerliche Küche - eine Institution der Wiener Gastwirtschaft sozusagen. Die „Meixner’s Gastwirtschaft“ findet sich übrigens auch im Buch "Beisln in Wien, 99 der schönsten Gaststätten der Stadt“ wieder.

Man betritt das Gasthaus durch einen klassischen Wirtshaus-Windfang und befindet sich unmittelbar im Raucherbereich – die Sanitäranlagen sind aber auch durch den Nichtraucherbereich zu erreichen. In diesem Gastraum dominiert rustikales, dunkles Holz und generell ist der Raucherbereich deutlich dunkler als die anderen Gasträume. Eine nicht allzu große, aber massive Holzschank, mit allerlei Weinangeboten, Weinbouteillen bildet das Zentrum und den Blickfang im Raucherbereich.

Man bemerkt aber ebenfalls, dass das Ambiente insbesondere das Interieur nicht mehr ganz taufrisch ist, eher schon etwas abgewohnt, durchgesessen und wie in einem einfachen Gasthaus. Auch finden sich da und dort schlampig geputzte Stellen, wie zum Beispiel oberhalb der Schank.

Wir hatten immer im Vorfeld reserviert, was ich auch immer empfehle, da der „Meixner“ stets sehr gut besucht ist. Immer wurden wir nett empfangen und, wie es sich gehört, jeweils freundlich an unseren Tisch geführt, der bei jedem Besuch adrett mit Stoffservietten eingedeckt war. Der Blick in die Speisekarte bestätigt ein klassisches Angebot Wiener Spezialitäten wie „Gebackene Fledermaus mit Erdäpfel-Gurkensalat“, „Tafelspitzsulz“, „Gebackene Grammelknöderl auf warmem Speck-Kraut-Salat“, „Wiener Suppentopf“, „Blunzengröstl“, „Kalbskutteln“, „Zwiebelrostbraten“, „Spanferkelrücken“ oder „Tafelspitz vom Jungrind“. Aber auch unerwartete Speisen wie „Lardo“, „Fenchel-Rucolasalat“ oder „Gebratene Lammstelze“ findet man am Speiseplan beim „Meixner“. Zusammengefasst gibt es beim „Meixner“ eine geradlinige Wiener Küche ohne Schnörkel oder gar haarsträubend moderne Interpretationen und genau das ist gut so.

Die aktuellen Auszeichnungen der „Meixner’s Gastwirtschaft“ sind:
► A la Carte:
2 Sterne / 2 Flaschen / 68 von 100 Pkt. = „Perfekte bodenständige Küche; beachtliches kreatives Potenzial & Erstklassige Glas- und Weinkultur, repräsentative Weinauswahl in Breite und Tiefe. Perfekter Service und entsprechende Beratung“
► Falstaff:
1 Gabel / 84 von 100 Pkt.
► Gault & Millau:
1 Haube / 14 von 20 Pkt. = „Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet“

Dieser Umstand wird natürlich bei meiner Bewertung berücksichtigt, und ich berichte von unseren letzten beiden Besuchen, da die anderen Visiten schon zu lange her sind.

Zu trinken hatten wir den „Reinisch Premiere Jungwein 2014“ (EUR 4,00 / 0,125l), eine Cuvée aus blauem Portugieser und Zweigelt, der frisch und jung war, das „Schladminger BIO-Zwickl“ (EUR 3,20 / 0,33l), „Soda Zitron“ (EUR 2,00 / 0,25l), „Kronprinz Apfelsaft mit Leitungswasser“ (EUR 3,40 / 0,25l) sowie ein ausgezeichnetes „Hofbräuhaus Traunstein Weißbier Alkoholfrei“ (EUR 3,80 / 0,5l). Die konsumierten Kaffées waren „Doppelter Espresso“ (EUR 3,40) sowie eine „Melange“ (EUR 3,00), aus der Rösterei Gegenbauer, der unseren Geschmack leider absolut nicht traf. Dass man kein Wasser zum Kaffée reichte, war doch eher ungewöhnlich und sollte eigentlich nicht sein.

Zu unseren Speisen:
► „Lardo vom Mangalitza (Meersalz & Kräuter) mit geröstetem Knof'lbrot“ (EUR 9,80):
Die gewohnt tolle Lardo-Qualität vom Spezialisten Thum (Link) in wohltemperierter Form, also nicht eiskalt aus dem Kühlschrank, wurde serviert. Hier verwendete man den Lardo, der in Meersalz und Kräutern reifen durfte, und reichte dazu sehr gut geröstetes Schwarzbrot mit Knoblauch - ein „AUSGEZEICHNETES“ (5) Geschmackserlebnis.

► „Schöberlsuppe“ (EUR 3,80):
Die Suppe war sehr kräftig im Geschmack und bestens, wie aus dem Lehrbuch, zubereitet, die Schöberl schmeckten ebenfalls recht gut, man hatte es allerdings quantitativ viel zu gut gemeint – in etwa die Hälfte davon hätten wohl gereicht. Wegen der Suppe aber gibt es gerade noch ein „SEHR GUT“ (4).

► „Frittatensuppe“ (EUR 3,80):
Auch hier wurde eine heiße, tadellose Rinderbouillon mit flaumigen, natürlich hausgemachten Frittaten serviert. Ein glattes „SEHR GUT“ (4) hierfür ohne Wenn und Aber.

► „Gansleinmachsuppe mit Wurzelgemüse und Bröselknödel“ (EUR 5,40):
Eine absolut tolle Einmachsuppe wurde uns serviert. In der heißen und g’schmackigen, nicht pampigen Suppe befand sich ausreichend Gänseklein (Herzerl, Magerl, Kragerlfleisch, etc.) und Gemüse. Sie wurde nicht zu stark gebunden und war tatsächlich von herausragendem Geschmack. Auch der Bröselknödel konnte mithalten, leicht, locker und flaumig. Für diese absolut grandiose Suppe, eine der besten Gansleinmachsuppen die wir bisher hatten, gebe ich gerne ein „AUSGEZEICHNET“ (5) – hier hätte ich gerne noch ein Knöderl gehabt.

► „Gebackene Grammelknöderl auf warmem Speckkraut“ (EUR 8,20):
Man sagt den typischen Wienern nach, alles was bei „Drei“ nicht auf dem Baum wäre, würde paniert und herausgebacken werden. Die Idee des gebackenen Grammelknöderls wurde ausgezeichnet umgesetzt. Knusprige, gut abgetropfte Panier, der Erdäpfelteig dünn aber doch flaumig und die Grammelfülle ausgezeichnet g’schmackig. Das warme Speckkraut stand den Knöderln um nichts nach, und somit kann ich auch für diese Speise nur ein ehrliches „AUSGEZEICHNET“ (5) geben.

► „Tafelspitzsulz mit Jungzwiebel und Kernöl“ (EUR 7,80):
Eine sehr gute und tadellos gefertigte Sulz aus wohlschmeckendem Rindfleisch wurde serviert. Die Marinade war ebenfalls sehr gut, die weiteren Zutaten frisch und knackig, lediglich mit dem Kernöl war man doch etwas zu sparsam. Trotz des sehr guten Geschmacks gibt es nur ein „GUT“, weil man eigentlich auch immer Klein-Gebäck dazu reichen sollte.

► „Martinigansl mit Erdäpfelknödel und Rotkraut“ (EUR 19,80):
Beim „Meixner“ kann das Gansl wahlweise mit Rotkraut oder warmem Speckkrautsalat bzw. Erdäpfelknödel oder Serviettenknödel bestellt werden. Wir hatten jeweils die Variante mit Rotkraut und Erdäpfelknödel, die beste Tochter von allen hatte einmal das Speckkraut dazu.
Zum Gansl kann man nur sagen, eines der besten Gansln in Wien, die wir bisher genießen durften. Wunderbar zartes, sich leicht vom Knochen lösendes Fleisch, gut ausgebraten und trotzdem saftig mit perfekt knuspriger Haut – so präsentierte sich dieses herrliche Gansl. Das Rotkraut war ausgezeichnet gewürzt, der Erdäpfelknödel dazu wunderbar flaumig und samtig, der warme Speckkrautsalat war ebenfalls ausgezeichnet und harmonisch abgeschmeckt sowie fein gehobelt. Wir bestellten noch extra Preiselbeeren (leider nur „Darbo“ um EUR 3,00), der auch noch extra georderte Bratensaft war hingegen gratis. Ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5) für einen lukullischen Hochgenuss. Man serviert übrigens weder Stopfleber noch Mastgänse – Bravo.

► „Kastanienparfait mit Orangensalat“ (EUR 7,80):
Handwerklich war das Parfait tadellos gefertigt, ebenso wie der sehr gute Orangensalat. Ein paar Kerne vom Granatapfel garnierten dieses Dessert, das mir aber doch etwas zu wenig nach Maroni schmeckte – daher „nur“ ein „SEHR GUT“ (4). Serviert wurde das Parfait in genau richtiger Temperatur und nicht steinhart aus der TK.

► „Weißes Schokoladentörtchen auf süßem Kürbisragout“ (EUR 7,20):
Ja, man erwartete sich unter einem Schokoladentörtchen sicherlich keinen zartschmelzenden Traum, aber genau der war es, ein Schokoladentraum, der mit einem ausgezeichneten, süßen Kürbisragout vollendet wurde. Ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5).

► „Nougatknödel mit Zuckerbrösel“ (EUR 8,20):
Beim „Meixner“ werden die Nougatknödel natürlich hausgemacht, und das schmeckt man auch. Ganze vier Stück dieser Köstlichkeit wurden serviert. Ein sehr flaumiger Teig, eine sehr gute und vollständig geschmolzene Nougatfülle, vollendet mit Zuckerbrösel und etwas Fruchtsauce, machten auch dieses Dessert zu einem wahren Genuss und perfektem Abschluss. Ein glattes „AUSGEZEICHNET“ (5) dafür.

45 Punkte in Summe für 10 Speisen ergeben im Durchschnitt 4,5 Punkte und daher gerade noch ein von mir selten vergebenes „AUSGEZEICHNET“ (5). Wir waren nicht nur sehr satt sondern vor allem auch tatsächlich glücklich und zufrieden. In „Meixner’s Gastwirtschaft“ wird frisch, mehr als sehr gut, bodenständig, gutbürgerlich und recht konstant anständig gekocht. Betreffend Weine ist der Patron sowieso für seine Affinität zu gutem Wein bekannt. So kann man beim „Meixner“ zusätzlich zu den zahlreichen Österreichischen Weinen auch einem ordentlichen Angebot von „Orange Wines“ (Weißweine, die wie Rotweine hergestellt werden – Maischegärung), Biodynamikern, Amphoren-Bouteillen und andere Exoten frönen. Aber auch die Bierangebote, Reininghaus, Starobrno, Schladminger (auch BIO-Zwickl) vom Fass sowie einige Flaschenbiere, sind beachtlich.

Ambiente = maximal „GUT“ (3):
Das in keinem Punkt gediegene und etwas „überwuzelte“ Ambiente kann leider weder mit den Preisen noch mit der Speisenqualität mithalten, weil es eben nur einfacher Gasthaus-Durchschnitt ist. Leider gibt es auch hier einige Rechtschreibfehler in der Speisekarte oder in der Außenwerbung (z.B. „Lardo mit gerösteten Knof’lbrot“ statt „Lardo mit geröstetem Knof’lbrot“,…). Die Sanitäranlagen sind in Ordnung, die Klobrille jedoch nur aufgelegt und nicht befestigt. Es gibt einen kleinen, netten Gastgarten im Innenhof, der aber stets hoffnungslos überfüllt ist.

Für den recht sicheren Service gebe ich gerne ein „SEHR GUT“ (4), weil man meist sehr souverän mit korrekten Empfehlungen und immer sehr sattelfest bei allen Fragen war. Ob es jedoch geschmeckt hat, ob auch alles in Ordnung war, wird man beim „Meixner“ nicht durchgängig gefragt. Das Abräumen des bereits gebrauchten Geschirrs gestaltet sich ebenfalls etwas schleppend. Stilvoll im Lederetui jedoch kommt der „Schadensbericht“, also die Rechnung, an den Gast.

Fazit: der „Meixner“ sagt von sich, er wäre „lediglich“ ein Gasthaus und kein Gourmettempel oder Luxuspalast, allerdings hat man von Gault Millau eine Haube erhalten und auch angenommen (ich kenne einen Koch, der sie verweigerte). Die Preise sind meiner Meinung nach für eine „Gastwirtschaft“ schon sehr gehoben. Ein Gansl um EUR 20,00 ist völlig in Ordnung, insbesondere hinsichtlich der gebotenen Qualität, bei recht standardisierten, wenn auch ausgezeichneten Desserts aber jenseits der EUR 7,00 – EUR 8,00 bin ich mir jedoch nicht mehr so sicher. Für Feiern jeglicher Art ist man hier natürlich offen, im Nichtraucherbereich gibt es etwa 60, im Raucherbereich etwa 40 Plätze. Ein Extrastüberl für circa 25 Personen kann ebenfalls gemietet werden. Ich empfehle die „Meixner’s Gastwirtschaft“ durchaus und mit reinem Gewissen, weil die Speisen hier wunderbar schmeckten. Ob die für eine „Gastwirtschaft“ doch recht gehobenen Preise gerechtfertigt sind, möge jeder für sich selbst entscheiden – wir finden sie etwas zu teuer, wenn auch die Qualität bisher immer sehr gut war!
Der Meixner - Visitenkarte - Meixner's Gastwirtschaft - WienMeixner - Lokaleingang - Meixner's Gastwirtschaft - WienMeixner - Lokalaußenansicht - Meixner's Gastwirtschaft - Wien
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am 23. August 2014
tigi
Level 3
SpeisenAmbienteService
Mitten in einem verlorenem Bezirk in unmittelbarer Nähe des Reumannplatzes ein super Wiener Gasthaus. Vorspeise (Suppen) sowie Hautspeisen alle durchwegs sehr gut( Cordon,gebackene Leber, Fledermaus). Einzig an der Karte stòrt mich die Übersichtlichkeit und die Auswahl an Speisen. Kein Wien...Mehr anzeigenMitten in einem verlorenem Bezirk in unmittelbarer Nähe des Reumannplatzes ein super Wiener Gasthaus.

Vorspeise (Suppen) sowie Hautspeisen alle durchwegs sehr gut( Cordon,gebackene Leber, Fledermaus).

Einzig an der Karte stòrt mich die Übersichtlichkeit und die Auswahl an Speisen. Kein Wiener( oder Wiener Art) und auch sonst sehr Schwammerllastig die Karte. Muss man mögen, ich tu es nicht.

Preise doch gehoben, Suppe knapp 4€ für einen kleinen Topf, 14€ für ein durchschnittlich grosses Puten Cordon mit Salat.

Fazit: Auf jeden Fall zu empfehlen!
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