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Mi, 22. Mai 2024

Hemmers

Gärtnergasse 12, 1030 Wien
Küche: Tirolerisch, Österreichische Küche
Lokaltyp: Restaurant
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Hemmers

Speisen
Ambiente
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Bewertungen

Experte
am 31. Jänner 2015
SpeisenAmbienteService
Gestern Abend zu Gast in unserem 10ten Bundesland, dem HEMMERS, Studio Cafe G.m.b.H. steht dann später auf der Rechnung. Das Lokal im 3ten Bezirk in der Gärtnergasse, eine Seitengasse der Landstraßer Hauptstraße, Höhe Hausnummer 15. Ganz in der Nähe hat der 74A eine Station, Weyrgasse. Wie wir i...Mehr anzeigenGestern Abend zu Gast in unserem 10ten Bundesland, dem HEMMERS, Studio Cafe G.m.b.H. steht dann später auf der Rechnung. Das Lokal im 3ten Bezirk in der Gärtnergasse, eine Seitengasse der Landstraßer Hauptstraße, Höhe Hausnummer 15. Ganz in der Nähe hat der 74A eine Station, Weyrgasse.
Wie wir im Laufe des Abends erfahren hat Christian Hemmer einige Zeit in Südtirol gekocht um dann mit Frau Eva dieses Lokal aufzumachen. Die Produkte kommen teils aus unserem schönen Land, vielen der Spezialitäten aber aus unserem Nachbarland. (Quelle HP)

Ein Treffen mit der Lieblingsschwägerin steht an, SIE
„kocht“ bedeutet SIE „casht“ :-))

Das Ambiente wurde schon perfekt von Bubafant am 25.11.2014 hier beschrieben, treffender geht’s einfach nicht. Das Lokal ist für meine Begriffe wunderschön, viel helles Holz und vor allem der Holzboden hat es mir angetan. Auch das Zweierbankerl samt Tischerl, am Weg vom vorderen in den hinter Teil des Lokals, ua liab :-)
Es empfiehlt sich ein Blick auf die Galerie der HP: Link
Das einzig ein wenig störende sind die zwar sauberen Toiletten, aber es gibt weder einen Händetrockner noch Papierhandtücher. Nach dem (hoffentlich) Hände waschen, trocknet man sich mit Häuslpapier ab UND Mistkübel gibt’s auch keinen.

Der Empfang durch die Chefin und den Kellner, sehr freundlich, er bringt uns auch zu unserem reservierten Tisch, im sehr hellen und freundlichen hinteren Teil des Lokals. Der kleine Raum ist im Laufe des Abends mit 22 Gästen voll ausgelastet, die Glückritter haben da keine Chance. Was auffällt, die meisten Gäste an diesem Abend 60 aufwärts.

Er ein sehr souveräner seiner Zunft, gelernt, überaus freundlich, recht aufmerksam, mit dem nötigen Schmäh und es wird auch nachgefragt. Manchmal könnte es aber etwas flotter gehen und auch die Teller standen für meine Begriffe etwas zu lange am Tisch. Unterstützung fand er teils durch seine Chefin, die hat aber vom Kellnerberuf nicht so viel Ahnung, aber sie bemüht sich :-)

Den Start in den sehr erfreulichen kulinarischen Abend machen drei Prosecco, könnte ein Muskat gewesen sein, der war sehr fruchtig spritzig und hat uns sehr geschmeckt.

Zu Beginn hatten wir gemeinsam EINEN sehr guten Vorspeisenteller, serviert auf einem dunklen Steinteller, der war nicht nur köstlich, sondern auch schön anzuschauen. Da waren 4 verschiedene Käse drauf, von mild bis würzig, Prosciutto, ein durchzogener Speck, einige wenige Weintrauben, grüne herrliche Oliven, etwas Salsiccia, die pikante italienische Wurst, etwas Salamiähnliches, eingelegter Paprika, Zwiebel und noch was, könnte Kürbis gewesen sein. Dazu das Körberl mit Weiß- und Schwarzbrot, Schüttelbrot, irgendwelchen mir nicht bekannten Stangerln und Vintschgerl. Alles (fast) frisch. Meine Damen ließen mich von allem kosten und ich kann nur sagen, top Qualität, so stelle ich mir einen Antipasti Teller vor. Weil ich hatte ja eigentlich meinen Erdäpfel-Speck Cappuccino, ein sensationell schmeckendes Supperl, mir richtig viel gschmackigem Speck, in einer etwas dickeren, ganz feinen und perfekt gewürzten, Erdäpfelsuppe. Himmlisch!

Meine bessere Hälfte entschied sich wieder mal für einen Branzino im Ganzen. Der übrigens nicht auf der Karte, war eine Empfehlung vom Servicemann, mit Petersilerdäpfel und gemischtem Salat. Der war perfekt gebraten, die Haut etwas knusprig, der Fisch perfekt auf den Punkt, es hat ihr sichtlich sehr geschmeckt. Die Erdäpfel mit viel Geschmack, soweit das halt möglich ist und einem leicht süßlich marinierten Salat, der war schlicht sensationell.

Das zweite meiner Mädls nahm das Kabeljaufilet im Tempurateig auf Rohnen-Mangoldgemüse mit Krensauce. Den Fisch konnte ich kosten, ein etwas festerer, der Teig recht knusprig, meines war es eher nicht, ihr hat es geschmeckt, zum Gmias kann ich nichts sagen.

Meine Hauptspeise war ein Wildschwein Cordon Bleu, auch eine Empfehlung. Das Fleisch schön saftig und sehr weich, die Panier mit irgendwelchen Flocken, herrlich knusprig, der Käse ein würziger, der Schinken mit wenig Eigengeschmack, zumindest war er für mich nicht zu erkennen. Dazu gab es selbst gemachte Potato Wedges, auch dafür wurden qualitativ sehr gute Erdäpfel verwendet, jedenfalls sehr gelungen. Und dann war da noch ein Berg Speckfisolen, die waren zum eingraben. Die Wahl war sowas von richtig, Danke!

Nachdem zu dritt, soll‘s heute auch EINE Nachspeise sein. Die Optik war zwar in diesem Fall nicht so aufregend, ABER der soufflierte Topfenschmarrn hat geschmeckt, bis du deppat. Herrlich flaumig, weich, schon fast ins cremige gehend, leicht süßlich. Die einhellige Meinung, „das war Spitze“. Was ich wir allerdings nicht dazu gebraucht hätten war der Bio Marillenröster, da war leider Minze drinnen, die war viel zu dominant und ein Geschmack den ich sowieso nicht brauch.

Nachdem wir (meine Frau und ich) bekennende Südtirol Fans sind und ich den Wein aussuchen durfte, wurde es zuerst ein Flascherl Pinot Grigio aus der Weinlinie Festival, Jahrgang 2013, von der uns sehr gut bekannten Kellerei Meran Burgräfler Link. Der Wein eher leicht, sehr harmonisch, mit einer nicht näher definierbaren Fruchtnote, ein ganz ausgezeichneter Tropfen jedenfalls. Etwas später hatten wir dann einen typischen Südtiroler Roten, vom selben Winzer, ein Lagrein Festival 2013. Der war fruchtig und sehr weich, auch der eine sehr gute Wahl.

An der Stelle der Hinweis auf die gepflegte Glaskultur, von Stölzle Lausitz, vor allem das Weißweinglas hat mir nicht nur sehr gut gefallen, ich glaube auch, dass der Wein darin sehr gut zur Geltung kam. Wiener Hochquelle kam unaufgefordert dazu.

Der Espresso zum Schluss, von Tiktak aus den Niederlanden?? war gut, aber nicht mehr, etwas zu bitter für meine Begriffe, aber ein Glas Wasser kam mit. Bravo!

Alles in allem ein Lokal mit sehr schönem Ambiente, wir haben uns in unserer zweiten Heimat sofort sehr wohl gefühlt, nur bitte leistet euch einen Handtuchspender oder ähnliches und einen Mistkübel gleich dazu. Das Essen auf hohem Niveau, man hat den Eindruck da steht einer in der Küche (Chef) dem sein Job Spaß macht. Auch die Serviceleistung ganz in Ordnung, mit kleinen, aber nicht wirklich störenden, Schwächen.
Wir, also SIE, hat mit Trinkgeld wohlfeile 150,-- Euro gezahlt. Die Gefahr bald wieder ins HEMMERS zu gehen ist hoch UND eine meiner raren Empfehlungen.

Was mir auch sehr gefallen hat war die Verabschiedung
„danke dass sie da waren“ schöne Geste!

Sonst noch erwähnenswert wäre, dass kein Südtiroler im Betrieb mitarbeitet und es gibt von Dienstag bis Freitag zwei Mittagsmenüs.
Besonders originell fand ich den Eiskübelhalter für den Vino bianco, den man am Tisch einhängt, wie einen Handtaschenhalter. Kannte ich so nicht und sieht man in der Galerie der HP.
Schweinfilet im Speckmantel, Top! - Hemmers - WienSpargel Cordon Bleu, sehr gelungen! - Hemmers - Wien"Schmuggler Bratl" geschmortes Rind mit Bärlauchknödl. - Hemmers - Wien
Hilfreich13Gefällt mir8Kommentieren
5 Kommentare·Zeige alle Kommentare
Stammersdorfer

Kein Problem bubafant.......

25. Mär 2015, 14:00Gefällt mir
am 5. November 2014
SpeisenAmbienteService
Tatsächlich eine Bereicherung für das Grätzl rund um die Mall. Weg vom kulinarischen Mainstream der Massenabfertigung. Ich war jetzt schon 3x dort und die Qualität ist stabil geblieben. Wirklich frisch gekocht, mit Liebe und Geschmack. Die Mittagsmenüs sind abwechslungsreich und reichlich. Die An...Mehr anzeigenTatsächlich eine Bereicherung für das Grätzl rund um die Mall. Weg vom kulinarischen Mainstream der Massenabfertigung. Ich war jetzt schon 3x dort und die Qualität ist stabil geblieben. Wirklich frisch gekocht, mit Liebe und Geschmack. Die Mittagsmenüs sind abwechslungsreich und reichlich. Die Anzahl der Sitzplätze ist beschränkt, aber gerade deshalb kann wohl das Niveau gehalten werden.
Das Lokal bleibt auf jeden Fall auf meiner Liste ;-)
HilfreichGefällt mirKommentieren
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