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Gesamtrating
36
10 Bewertungen
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Green CottageGreen CottageGreen Cottage
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Green Cottage Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
MultiKulti
Preislage
Gehoben
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
11:30-15:00
18:00-23:00
Di
11:30-15:00
18:00-23:00
Mi
11:30-15:00
18:00-23:00
Do
11:30-15:00
18:00-23:00
Fr
11:30-15:00
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Sa
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geschlossen
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uc0gr
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Green Cottage

Kettenbrückengasse 3
1050 Wien (5. Bezirk - Margareten)
Küche: Chinesisch, Fusion, Asiatisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 5866581Fax: 01 5866581
Lokal teilen:

10 Bewertungen für: Green Cottage

Rating Verteilung
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Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Juni 2016
Besserwisser
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5Speisen
3Ambiente
4Service
8 Fotos2 Check-Ins

Samstag, am frühen Nachmittag unternehmen wir den zweiten Versuch, die Regionalküche Hangzhous im Green Cottage kennenzulernen. Unser erster Besuch ist doch schon geraume Zeit her, haben ihn aber doch in recht angenehmer Erinnerung.

Nachdem es bewölkt ist, müssen wir vorab die Entscheidung treffen, ob wir drinnen oder doch im Schanigarten Platz nehmen. Wir entscheiden uns für draußen und nehmen einen der freien Tische in der Kettenbrückengasse. Der Schanigarten hat etwa 5 – 6 Tische und ist zweckmäßig eingerichtet, jedoch nicht allzu attraktiv gestaltet. Das hat wohl auch damit zu tun, dass er sozusagen in die Parkplätze reingebaut worden ist, wie man es recht häufig sieht.

Als Getränke bestellen wir ein Mineralwasser und einen Ingwertee. Diese werden zügig serviert.

Angenehm überrascht bekommen wir einen Gruß aus der Küche: Eine Shrimpsrolle mit einem palatschinkenartigen Teig und Erdbeermarmelade, welche vorzüglich schmeckt. So kann es gerne weitergehen. Unsere Erwartungshaltung steigt.

Wir wählen aus der reichhaltig gestalteten Karte 4 Vorspeisen und 1 Hauptgericht aus und beschließen, alle Gerichte zu teilen, wie es die richtigen Chinesen wohl auch gerne machen ;) 

Als erstes wird der Thunfisch mit Kernöl und Salat serviert.
Der Thunfisch wirkt optisch ob des Kernöls etwas seltsam da er so dunkel ist und man nicht erkennen kann, ob er roh ist und leicht angebraten ist. Ungeachtet dessen, er ist toll gewürzt, das Kernöl passt gut in Kombination dazu. Danach kommt die Kokosmilchsuppe mit Huhn und Pilzen sowie die gebratenen Teigtaschen mit Lamm. Huhn, Pilze als auch Curry sind differenziert vom Gaumen aus der Suppe herauszufiltern und schmecken alle für sich gesondert und sehr gut, aber nicht zu intensiv.

Das wirkliche Highlight des Tages ist wahrscheinlich die geschmorte Ente, die meiner Erinnerung nach als Vorspeise gedacht war, aber von der Größe her durchaus als Hauptspeise durchgeht. Das Fleisch ist makellos gewürzt und überaus zart, sodass es nahezu am Gaumen ohne dem Einsatz der Zähne zergeht. Ähnlich verhält es sich mit dem geschmorten Heilbutt, aber wie gesagt, unser Favorit des Tages bleib die Ente.

Der Sohn des Hauses hat uns während des Aufenthaltes sehr aufmerksam und höflich bedient, sehr sorgsam nachgefragt, ob alles in Ordnung sei und wie selbstverständlich immer 2 Teller zu den Speisen bereitgestellt. Allein nach der Bestellung der Speisen haben wir unserer Meinung nach etwas zu lang warten müssen.

Das Preisniveau ist eine Spur gehoben aber durch die gebotene Qualität gerechtfertigt. Für die von uns verkosteten Gerichte kann ich bedenkenlos eine klare Empfehlung abgeben

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. November 2013
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
3Ambiente
3Service
24 Fotos2 Check-Ins

Küchenmeister Wu's Spezialität ist die Hangzhou- und Shanghai-Küche, deren Besonderheit der leichte, frische, knackige und zarte Charakter ist. Die Bearbeitung von Fleisch erfolgt durch Dampfen, Dünsten, Braten oder Schmoren, mit wenig Öl und Stärke (© Homepage). Die Neugier ist da, Gerry's gute Bewertung - und einen Gutscheinkauf später reservieren wir problemlos telefonisch einen Tisch für einen Wochentag abends.

Margareten war lange Jahre meine Heimat und ich stelle bei der Anfahrt schon fest, dass fast nichts mehr ist, wie es war – kein Rogner-Bad mehr, und wohin ist bitte die Hauptpost übersiedelt worden? Die Kettenbrückengasse ist in diesem Bereich etwas abschüssig, und der vorgelagerte Gastgarten gleicht das Gefälle mit treppenartiger Bauweise und Glaselementen und der Hecke am laufenden Meter im Wechsel ab. Der Efeu genauso künstlich wie der Rasenteppich.

Über Stufen betritt man das Lokal, die Eingangstür über und über mit Klebern versehen. Danach steht man gleich vor der dunklen Holztheke. Keine Gäste sind da, aber die Dame des Hauses, die uns sogleich an einen netten Tisch im hinteren Bereich im Eck bringt. Die vorherrschende Farbe ist sonnengelb. Gelbe Tischdecken mit weißer Überdecke auf den Tischen. In den Fensternischen und auch innerhalb des Lokals gibt es eingelassene Bänke mit gelben Auflagen und Zierkissen, ansonsten Holzstühle mit gelben Polstern. In der Mitte ein großer runder Tisch mit dem klassischen Drehscheibenteller in der Mitte, zum Zeitpunkt unseres Besuches mit Blumenschmuck dekoriert, und er dient kurzfristig immer wieder als Abstelltischchen. Die wuchtige Schank mit den formschönen Säulen und den geschliffenen Gläsern erinnert an vergangene Zeiten. Im kleinen Extrazimmer nebenan steht ein riesiger runder Tisch mit einem Holzparavent abgeschirmt von der Garderobe und dem Zugang zu den Sanitärräumen, die leidlich in Ordnung und einigermaßen sauber sind. Dezente Wanddeko.

Beim Platznehmen werden die Blumenvase und die eingedeckten Weingläser von unserem Tisch entfernt und wir bekommen die Speisekarten, da das Angebot a la carte ist. Vorab die Getränke bestellt, 0,33 l Trumer Pils EUR 3,10 und ½ l SodaZitron EUR 3,70, serviert im Krug, Zitrone im Extrakännchen, und eine der beiden möglichen Vorspeise ausgewählt (alternativ Miso-Suppe). Die Speisekarte zeigt eigentlich keine besonders exotischen Speisen, sondern fällt eher durch die Zubereitungsart (mariniert, indonesische Art, Gongbao,) und diverse Beilagen (Kürbiskernöl, etliche Saucen, Sojacreme) aus dem üblichen Rahmen. Auf Vorbestellung gibt es ein fünfgängiges Peking-Enten-Menü (EUR 36,00/Person), sowie ein viergängiges Spezialmenü (EUR 30,00 bzw. 50,00/Person).

Es beginnt mit dem Gruß aus der Küche
Garnelenrolle mit Erdbeer-Chili-Sauce
Das kleine intensivgelbe Röllchen verliert sich fast auf dem Tellerchen. Interessant proportionierte Gabel. Die Garnelenfüllung ist gut gewürzt, das Röllchen von weicher Konsistenz, ein Geschmackserlebnis ist die Sauce, die Schärfe vom fruchtigen Anteil der Erdbeere abgefedert. Sehr gut.

Vegetarische Mini-Frühlingsrollen (EUR 3,50)
Fünf knusprig herausgebackene, gut abgetropfte Frühlingsröllchen mit echtem Knusper-Splitter-Faktor. Füllung nicht zu überwürzt, ausreichend Chilisauce für das Geschmackserlebnis.

Währenddessen füllt sich das Lokal etwas. Stammgäste asiatischer Herkunft wandern in das Nebenzimmer, einige mit Weinflaschen ausgestattet. Der Chef bringt in lockeren Intervallen schüsselweise diverse Speisen, die Stimmung, die durch den Mauerdurchbruch zu uns rüber schwappt, ist gut. Einige Gäste essen ein kleinen Happen gleich an der Theke oder setzen sich direkt, ohne den Mantel auszuziehen, an kleine Tische gleich neben dem Eingang.
Ich teile Gerrys Erfahrung, dass die Chefin anfangs etwas unnahbar wirkt und erst mit Fortdauer unseres Aufenthalts etwas 'auftaut', Meister Wu lächelt von Anfang an.

Rinderfilet mit grünem Curry und zarten Winterbambusspitzen (EUR 19,00)
Das perfekt rosa gebratene Filet in etwa 1 cm Scheiben geschnitten und aufgefächert, das Curry und gehackte Nüsse (davon steht nichts in der Speisekarte, egal, Nuss gehört nicht zu meinen Allergieauslösern, vielleicht sollte man aber doch über ein Erwähnung in der Karte nachdenken) darüber. Dazu nicht gesalzener Reis und als Deko eine mit Zahnstochern zusammengehaltene Rose aus roten Rohnen-Scheiben. Fast auf jedem Filetstück ein dickes Scheibchen einer roten Chili-Schote, diese wandern auf den Tellerrand, denn auch ohne sie hat die Sauce ordentlich Schärfe, gerade richtig im Abgang und dann ist es wieder gut.

Knusprige Sesamentenbrust mit Knoblauchsauce (EUR 16,00)
Auch die Entenbrust im Ganzen gebraten mit Sesamkruste, danach in große Streifen geschnitten auf den Teller gebracht. Sehr zart und saftig und überhaupt nicht trocken, der Sesam herrlich nussig. Neben Reis und RübenBlüte noch ein Schälchen mit Knoblauchsauce. Nicht zu dominant, gerade richtig gewürzt.

Durch geschicktes Nachfragen beim Bestellvorgang entscheiden wir uns für ein gemischtes Wok-Gemüse (EUR 5,50), eine Schüssel für beide in der Mitte. Die Portionen hätten eine zusätzliche Beilage nicht gebraucht, nichtsdestotrotz hat es gut geschmeckt. Perfekt gebratene Karotten, Pak-Choi, Pilze, Zucchini, Bohnen, Zwiebel und Lauch mit Sud übergossen.

Für die Nachspeise bekommen wir die extra Dessertkarte gereicht. Hier wird’s wirklich schwierig – alles Angebotene klingt verlockend, wie z.B. frisches Saisonobst an schneeweißem chinesischen Mandelpudding, Reisröllchen mit Schwarzsesam auf pikantem süßen Ingwermarkspiegel, Eis-Ei im gebackenen Eiernudelnest oder Kokos-Reisdessert mit Vanille-Dotterfüllung (alle EUR 4,50).

Süßer Schwarzsesam im hauchdünnen Reisteig im Mango Schaum
Drei kleine Knöderln auf Mango Spiegel, sehr exotisch im Geschmack, süß und nussig zugleich. Einzelne kandierte Mango Stückchen und Staubzucker runden das Erlebnis ab.

Leichter knuspriger Apfelturm
Eine Schicht knuspriger Blätterteig, eine Schicht Apfelschaumcreme, eine Schicht Blätterteig, eine Schicht Apfelschaumcreme, eine Schicht … Genau so; der Turm könnte unendlich hoch sein, so zart ist das Vergnügen. Der Apfel gut im Geschmack, samt Mark obenauf, der Staubzucker ist entbehrlich. Danke für das Gespräch, ääh das Dessert.

Fazit: Kein Alltagsasiate mit keineswegs alltäglichen Speisen. Das Ambiente weder kitschig, noch überfrachtet. Das Service, bestehend aus den Wirtsleuten, ehrlich und vom Timing gut. Die Speisen frisch zubereitet (das kann man vorerst hören, dann sehen, riechen und schmecken). Diverse gerahmte Auszeichnungen (Falstaff, a la carte 2012, Gault Millau 2013) an der Wand neben der Theke bestätigen das. Wäre ich noch Margaretner, hier wäre ich bestimmt öfter. Reservierung empfehlenswert.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 2. Nov 2013 um 22:49

Vielleicht sollte man noch dazu sagen dass die Kleber an der Türe -Falstaff Erwähnungen und diverse andere Auszeichungen sind, es erweckt nämlich sonst den Eindruck es wäre unordentlich!

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am 27. Oktober 2013
Experte
Alzi
184
4
22
4Speisen
3Ambiente
4Service

Das green cottage ist ein "echtes" Chinarestaurant, Hummerchips wird man auf der Karte vergeblich suchen und das ist gut so. Der Küchenchef verfügt über lange nationale und internationale Erfahrung. Ambiente ist sehr nüchtern. Reservierung ist dringend empfehlenswert, denn es gibt nur wenige Tische, an denen viele Chinesen sitzen, auch das ist ein gutes Zeichen. Wir entschieden uns für Garnelen in knuspriger Kartoffelspirale, sowie eine Kokosmilchsuppe mit Hühnerstreifen und Austernpilzen als Vorspeisen. Zum Hauptgang wählten wir Meeresfrüchtespieß mit Kokos-Erdnußsauce, Garnelen in knuspriger Hummerteigkruste sowie Knusprige Ente nach Thai Art. Alle Speisen waren hervorragend abgeschmeckt, die Portionsgröße war bei den Vorspeisen eher klein, da alle Hauptspeisen mit Reis serviert werden, wird man gut satt. Für Nachspeisen hatten wir keinen Platz mehr. Das Service ist unaufdringlich und flott. Die Preise sind gehoben, doch ist es nicht überteuert. Fazit: eine wirklich gute Adresse für "echte" chinesische Küche.

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am 24. September 2013
Christian
16
1
4
3Speisen
4Ambiente
3Service

Voranmeldung per Mail mit Gutschein wurde 2 mal beantwortet. Guter Eindruck! Beim betreten des Lokals bemerkt man gleich den großen Unterschied zu anderen chin. Restaurants. Es fehlt glücklicherweise der Einheitskitsch. Das Lokal ist ein altes Gewölbe und sehr hell gestaltet. Gelbe Tischtücher im Rosendesign erhellen den Raum zusätzlich. Eingedeckte Tische erwarten den Gast. An der Rückseite des Lokals befindet sich eine Tafel mit Bambushölzern auf denen sich alte chin. Schriftzeichen befinden (Nachfrage beim Chef welcher uns das auch ausführlich erklärte). Die Toilettanlagen etwas veraltet aber umso sauberer und sehr gut duftend.
Die Bedinung war zuvorkommend aber es fehlte die gewisse Freundlichkeit. Als Gruß aus der Küche (kommt auch nicht mehr all zu oft vor) gab es Garnele im Reisblatt an Fruchtsauce (hier möchte ich noch erwähnen, dass auch unsere Kinder welche lieber am Naschmarkt essen gehen wollten, eine erhielten!)
Der Gutschein beinhaltete als Vorspeise wahlweise Misosuppe oder veg. Fühlingsröllchen. Wir entschieden uns beide für letzteres. Schon der Teller sah sehr ansprechend aus. 5 kleine Röllchen auf 2 verschiedenen, schön trappierten Saucen (Curry- und Süßsaure Chilisauce). Kein fettriefendes lasches Röllchen sonder sehr knusprig und anscheinend einmal selbst gemacht. Ausgezeichnet. So gut, dass wir einen Teller extra für die Kids ordern mussten.
Hauptspeise war frei zu wählen. Ich entschied mich für Klein gehackte Garnelen nach ´´Ma La Art´´.und meine Frau für Jakobsmuscheln in Douchisauce. Die Garnelen kamen mit Frühlingszwiebel, wenig Stangensellerie und einem Schöpferchen Reis. Da ich sehr gerne scharf esse bestellte ich dieses Gericht da es mit 3 !!! gekennzeichnet war (sehr scharf). Vielleicht ist mein Gaumen schon zu abgehärtet, aber da auch meine Frau dies bestätigte kann ich nur sagen. Pikant- mehr nicht. Ansonsten war der Geschmack ausgezeichnet. Der Reis könnte auf jeden Fall etwas mehr sein und war wie bei den meisten Chinesen ungewürzt da er ja den Geschmack des Essens aufnehmen soll.
Jetzt zu den Jakobsmuscheln. 5 Stück auf einem Teller in ein wenig Sauce, extrem viel Koriandergrün und einem Klecks Douchisauce (vergorene Sojabohne) oben drauf. Dazu eine Schüsselchen mit einem kleckschen Reis. Schade um die sehr guten Jakobsmuscheln ! Bedingt durch den übermäßigen Koriandergebrauch mussten diese erst von diesem befreit werden da sonst der süßliche Geschmack der Muscheln überlagert worden wäre. Auch ist die Portion (€ 18,-). als Hauptspeise zu klein. Als Vorspeise wäre es ok gewesen. Als Nachspeise gab es Reisbällchen mit Sesampaste gefüllt auf Mangoschaum und Reistaler mit schwarzem Sesam und Ingwerfruchtspiegel.
Ob beide Speisen selbst zubereitet waren lies sich nicht beurteilen. Bedingt durch die individuelle Anrichtung ergab sich zumindesten das Gefühl etwas anderes zu essen.
Fazit: gute Qualität der Speisen aber für mein Empfinden etwas zu klein. Bedingt durch diesen Zustand können wir jetzt noch nicht sagen ob wir nochmal wieder kommen. Glücklicherweise ist der Naschmarkt ums Eck.

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Kommentar von am 24. Sep 2013 um 09:52

werd es mir zu Herzen nehmen!

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am 12. August 2013
MrSmith
5
1
2
4Speisen
3Ambiente
3Service

Ich bin durch Zufall auf dieses Lokal aufmerksam geworden, da es von außen meines Erachtens relativ unscheinbar ist. Da wir an einem Freitag abend nicht mehr selbst kochen wollten, rief ich kurzerhand beim Green Cottage an und reservierte für eine halbe Stunde später einen Tisch.

Von außen sieht das Restaurant relativ unscheinbar aus, ein paar Tische stehen neben dem Gehweg auf der Straße. Uns wurde gleich draußen ein Tisch angeboten, wir beschlossen jedoch - um der Straße (die eigentlich nicht stark befahren ist) zu entgehen - drinnen zu sitzen. Innen sieht es auch relativ einfach aus, kein chinesischer Standardkitsch.

Das Lokal ist ein reines Nichtraucherlokal (was für uns ein positiver Punkt ist).

Die Dame des Hauses brachte uns in relativ knapp bemessenen Worten die Karte, was sich in dieser Form den ganzen Abend hindurchzog (kein Lächeln, etc). Zurück zur Karte: Die Speisen sind preislich höher angesetzt als beim Durchschnittchinesen (rund 14-22 Euro pro Hauptspeise), aber mit interessanten Kreationen, die ich sonst noch nicht (so oft) sah: etwa Rehfilet trocken gebraten mit Blütenpfeffer oder Lammrücken mit Ingwer.

Wir hatten schließlich die ganze Palette: Vorspeise/Suppe, Hauptspeise und Nachspeise. Die Gerichte waren ausgezeichnet (kein Hinweis - zumindest schmeckte ich es nicht - auf nicht frisch zubereitete Speisen bzw auf eine Einheitsgewürzmischung à la Glutamat).

Zusammengefasst muss ich sagen, dass es uns wirklich sehr gut geschmeckt hat. Das Ambiente ist eher durchschnittlich, das Service war schnell (es waren nicht viele Gäste) aber jedoch eher distanziert; sozusagen ein Lokal, wo man zum (reinen) Essen hingeht, aber nicht etwa um eine schöne Feier mit Atmosphäre zu haben.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. Oktober 2012
Experte
hautschi
107
33
24
4Speisen
3Ambiente
3Service

Die kürzlich veröffentlichte Bewertung von uc0qr hat solche Lust auf das Green Cottage gemacht, sodass ich gestern Abend mit meinem Sohn dort zum Dinner eingefallen bin.
2 Tage vorher kurz telefonsich reserviert, erwartete uns ein schön mit Gläsern und Stoffservietten eingedeckter Tisch.
Es handelt sich hier um ein reines Nichtraucherlokal (für mich keine Freude aber wenns was besonderes ist, muss der blauer Dunst halt warten).
Obwohl gestern nicht komplett ausgebucht, glaube ich, dass eine Reservierung von Vorteil ist. Es gibt im gesamten Lokal maximal 6 bis 7 Tische. Was ich sehr interessant fand, ist, dass wir die einzigen österreichischen Gäste waren. 3 Tische waren mit Asiaten (ich nehme an Chinesen) besetzt. Das spricht meiner Meinung nach sehr für dieses Lokal, denn wenn Gäste, die die originale Küche kennen, gerne hingehen, muss wohl was dran sein!
Wie meíne Vortester schon berichtet haben, darf man das Grenn Cottage keinesfalls mit den "üblichen" Chinesen, die es an jede Straßenecke gibt, vergleichen. Es gibt kein € 5,-- Menü, kein Buffet und auch kein "all you can eat". Ganz im Gegenteil, es wird eine sehr ansprechende Karte mit kalten und warmen Vorspeisen, Suppen und Hauptgerichten präsentiert, die sich ganz extrem von den anderen Chinesenkarten unterscheidet. Die Karte wechselt laut Homepage einerseits täglich, andererseits wird in jeder Woche des Monats eine andere Wochenkarte angeboten. Weiters gibt es gegen Vorbestellung ein spezielles Peking-Enten-Menü und ein weiteres Spezialmenü (zumindest die Pekingente ist laut Karte erst ab 4 Personen erhältlich).
Nun zu den kulinarischen Genüssen:
Als Gruß aus der Küche kam eine kleine Garnelenrolle mit einem Klecks sehr interessanter Sauce. Nachdem ich keine Garnelen esse, wurden beide vom Sohnemann verspeist - er war begeistert.
Vorspeisen: Hühnerfleisch Ma La 5,-- (wird kalt serviert. Gebratenes Hühnerfleisch mit Sesamölmarinade. Mir hat es sehr gut geschmeckt, meinem Sohn war es etwas zu salz- und sojasaucenlastig). Geschmortes Rindfleisch mit Spezialmarinade € 6,-- (wird ebenfalls kalt serviert. Es handelt sich um ganz durchgebratenes hauchzartes Rindfleisch in einer himmlischen Marinade. Darüber werden feinst geschnittene frische Chillischoten gestreut. Für dieses Gericht gibts eine glatte 5).
Suppen: Thai-Garnelensuppe € 5,50 (hab ich auf Grund meines "Garnelenvogels" nicht probiert. Mein Sohn hat sie sehr scharf bestellt, er war hellauf begeistert und gibt für die Suppe eine 5). Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch und Minze € 3,50 (eine Abwandlung der normalen Kürbiscremesuppe, sehr interessant im Geschmack, brennheiß, einfach Top!)
Hauptspeisen: Im Wok gebratenes Hühnerfilet mit Zwiebelspitzen € 11,90 (Bei den Hauptspeisen ist guterweise der Reis bereits inklusive. Es hat meinem Sohn geschmeckt er hatte aber wieder das Salz- Sojasaucenproblem der Vorspeise). Yuxian Bonbonstücke € 16,50 extra dazubestellt Wokgemüse € 5,-- (Rindsbeiried wurde zerkleinert, in Bällchen geformt, im Fett knusprig ausgebacken und in einer süß-sauren-scharfen relativ dicklichen Sauce serviert. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Ich möchte sagen, die beste chinesische Speise, die ich je zu mir genommen habe! 5+ Das Gemüse war gut aber nichts besonderes).
Eigentlich waren wir bereits jetzt sehr satt, als uns die Dessertkarte gereicht wurde, konnten wir dennoch nicht widerstehen.
Desserts: Eis Ei € 4,-- (3 Kugeln gekauftes Hasenusseis werden in einer aus Reisnudeln hergestellten Schüssel mit Schlagobers und Erdbeersauce serviert. In Ordnung aber auch nicht mehr). Reisröllchen mit süßer Ingwersauce € 4,50 (das nächste Highlight des Abends, ich kanns nicht wirklich beschreiben, einfach probieren, eine Super 5).
Getränke: 0,5l Trumler-Pils aus der Flasche € 3,80 (gut gekühlt und fein. Es gibt leider kein Bier vom Fass - find ich sehr schade). Rotweincuvee € 4,10 (ich weiß leider das Weingut nicht aber ein wunderbarer sehr trockener und ideal passender Wein). Zweimal großer Brauner á €3,20 (wird glaube ich mit einer Saeco oder ähnlichem zubereitet, nicht schlecht, habe in der Gastronomie aber auch schon weit besseren Kaffee getrunken). 1/16 süßer Dessertwein € 4,50, Mineralwasser und zwei alkoholfreie Getränke (Eistee, Spezi) für den autofahrenden Sohn rundeten die Bestellung ab.
Service: Wir wurden von einem jungen Mann (ich nehme mal an der Sohn des Hauses) bedient. Er ist sichtlich ungelernt aber extrem bemüht. Seine offene, herzliche und interessierte Art machten das offensichtlich fehlende Fachwissen wett. Wir fühlten uns sehr gut betreut obwohl man in einem Haubenrestaurant sicherlich versierteres Personal gewohnt ist (ein Beispiel: Ich bat um einen offenen, möglichst trockenen und schweren Rotwein. Antwort: Er: Blaufränkisch? Cuvee? Ich: Was empfehlen Sie? Er: Ich kenn mich mit Wein leider nicht so aus aber ich glaub den Blaufränkischen. Ich: Gut bringen sie ein Achterl. Kurz darauf kommt er wieder: Ich hab nachgeschaut, der Cuvee ist doch stärker sollma nicht den nehmen? Ich: Gut, dann von dem ein Achterl! Wenn man ein Bemühen sieht, bin ich schon zufrieden und kann gewisse Unzulänglichkeiten gerne übersehen. Darum gibts für das Service auch ein wirklich gutes Gut).
In Summe zahlten wir € 98,80. Finde ich keinesfalls überzogen im Gegenteil wirklich angemessen.
Zusammenfassend hat es uns sehr gut gefallen und vor allem ausgezeichnet geschmeckt. Da meine bessere Hälfte bei Gott keine Chinesenfreundin ist, werde ich Überzeugungsarbeit leisten müssen aber ein Wiedersehen mit dem Green Cottage ist für mich sicher!

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Letzter Kommentar von am 19. Okt 2012 um 13:01

@ Gerry: Ich hab mittlerweile schon ein Gespür auf welche Tester man vertrauen kann - du gehörst jedenfalls dazu! LG Rainer

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. September 2012
Update am 21. September 2012
Experte
uc0gr
215
47
28
4Speisen
3Ambiente
3Service
69 Fotos7 Check-Ins

Man kann im „Green Cottage“ eigentlich nur einen fatalen Fehler begehen, nämlich die klassische panasiatische Küche oder gar ein billiges, auch von den Zutaten her, "All-You-Can-Eat-Buffet" beziehungsweise „Süß-Saures-Schweinefleisch“ gepaart mit „Acht Schätze“ bis zum Platzen erwarten. Dann ist man definitiv in diesem Lokal falsch. Hier wird chinesische Küche mit regionalen Einschlägen aus dem Südosten Chinas auf hohem Niveau und mit erstklassigen Zutaten geboten.

Der Besitzer und gleichzeitig auch der Küchenchef, Meister Li Ming Wu, kommt aus Hangzhou. Und diese Region zählt zu den acht bekanntesten Küchen Chinas, sie wird oft auch die Wiege der chinesischen Kochkunst genannt, und hat als Besonderheit eine besondere Vielfalt an Produkten – die Hafenstadt Wenzhou trägt dazu besonders bei. Eine Vielfalt an Gewürzen, Gemüsen, Obstsorten etc. stehen in dieser Küche zur Verfügung, und sie wird für die besonders knackige, leichte und frische Zubereitung geschätzt. Daher sind die Spezialgebiete von Meister Wu zum einen eben die Hangzhou-Küche aber auch die besonders würzige, teilweise auch scharfe Shanghai-Küche. Wichtig ist dem Meister jedoch, dass die Speisen und Zutaten ihren eigenen Geschmack beibehalten – gedämpft, gedünstet, gebraten oder geschmort und mit wenig Öl und wenig Stärke.

Der Meister Wu, der sich bis zum Kochmeister in einem 5-Sterne-Hotel in Hangzhou hochgearbeitet hat, beherrscht aber auch überraschenderweise die österreichische Küche, daher steht auch einer teilweisen Fusion mit der chinesischen Küche nichts mehr im Wege und spannende Geschmackskombinationen sind vom Meister aus der Küche zu erwarten. So kann man mit Kombinationen wie „Chrysanthemen-Heilbutt mit süß-sauer-scharfem Ingwer-Knoblauch-Fond“, „Hirschfleisch süß-sauer“, „Knödel aus Rinderfaschiertem mit Fischgeschmack“, „Garnelen in knuspriger Kartoffelspirale“, „Hühnerfleischwürfel mit Bärlauchstangen“, „Rehmedaillons über Teeblätter geräuchert gegrillt“ oder auch einer „Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch und Minze“ überraschen und den Gast in eine neue Welt der Fusionsküche einladen. Ein besonders erwähnenswerter Punkt ist auch, dass der Meister Wu wirklich permanent an der Weiterentwicklung seiner Karte arbeitet und somit für stete Abwechslung sorgt. Und offensichtlich ist seine Kreativität nahezu unerschöpflich.

Das Lokal „Green Cottage“ hat zahlreiche Auszeichnungen:
(1) Á la Carte - 60 Punkte, ein Stern
(2) Falstaff - 83 Punkte, eine Gabel
(3) Gault Millau - 13 Punkte, eine Haube

In diesem Sinne werde ich das „Green Cottage“ auch unter diesem Aspekt und in diesem Rahmen bzw. auf diesem Niveau etwas strenger bewerten. Lediglich der „Tafelspitz“ ignorierte bisher dieses Lokal hartnäckig, was eigentlich eine Schande ist!

Ich war alleine unterwegs und hatte nicht reserviert. Im Lokal waren bereits fast alle Plätze besetzt, ein Nichtraucherlokal übrigens, jedoch wurde ich gleich nett in Empfang genommen und von der Chefin in den Garten geleitet, wo ich sowieso sitzen wollte. Das Lokal ist relativ klein und auch recht schlicht eingerichtet. Keine Lampions, kein Schnickschnack wie goldene Drachen oder ähnlich kitschige Ziergegenstände, aber durchaus bequem und gemütlich wirkend, bis auf die hintere kleine Stube – dort würde ich nicht gerne sitzen. Der Gastgarten liegt direkt an der Kettenbrückengasse und ist etwas wackelig aufgebaut – die Gartenmöbel sind nicht die besten und bequemsten jedoch noch im Rahmen, wenn auch eher billig wirkend, wie der Plastik-Efeu, der sich um den Windfang rankt.

Die Karte wurde mir rasch gereicht und diese liest sich sehr interessant und auch sehr „überkomplett“ – die Auswahl fällt einem sehr schwer. Es gibt Speisen auch für den kleinen Hunger, ein sehr reichliches Angebot an kalten und warmen Vorspeisen, einige Suppen und zahlreiche Spezialitäten, die die Handschrift des Meisters Wu tragen. Auch ein günstiges Mittagsmenü (EUR 7,50 für Suppe und Hauptspeise) sowie ein „Peking-Entenmenü“ ab vier Personen (gegen Voranmeldung, á EUR 36,00) sowie üppig ausgestattete „Wochenkarten“ werden offeriert.

Zu trinken hatte ich das „Trumer Pils“ (EUR 3,80 für das Krügel bzw. EUR 3,10 für das Seidel), das sehr gut gekühlt in der Flasche serviert wurde - tadellos.

Die Eindeckung des Tisches war unerwartet schlicht, aber völlig in Ordnung. Als Gruß aus der Küche gab es vorab ein „Kaltes Garnelenröllchen mit scharfer Erdbeersauce“ – das Röllchen natürlich hausgemacht, die Fülle sehr gut und würzig, leicht scharf abgeschmeckt. Die Erdbeersauce wurde mir etwas Schärfe zu einem „halben Chutney“ aufgewertet, dem allerdings keine Säure zugesetzt wurde, und daher war es eben kein vollwertiges Chutney. Die Kombination war nicht nur sehr interessant, sie schmeckte auch vorzüglich.

Als Vorspeise bestellte ich einmal das „Hühnerfleisch mit Sesamöl mariniert in Ma La Sauce“ (EUR 5,00), das kalt serviert wird. „Ma La“ ist eine recht populäre, ölige Marinade mit Szechuan-Pfeffer, Chili und anderen Gewürzen – in der Karte wird diese Speise auch mit „scharf“ angegeben. Bereits beim Servieren dachte ich, dass diese Portion als Vorspeise doch recht groß war. Das Hühnerfleisch war auf den Punkt gegart und zart, jedoch wie bei kaltem Hühnerfleisch normal, etwas fasrig. Das dunkle Sesamöl, natürlich von hoher Güte aus gerösteten Sesamkörnern hergestellt, harmonierte perfekt mit der würzigen und mit frischen Chilischoten sowie frischem Knoblauch geschärften Marinade. Dass hier das Huhn (nicht authentisch) bereits ausgelöst serviert wurde, kam mir persönlich sehr entgegen. Eine echte Geschmacksexplosion und ein echtes Genusserlebnis der anderen asiatischen Art – SEHR GUT.

Die Hauptspeise bestand aus den „Yuxiang-Bonbonstückerl (Rindsbeiried frittiert, süß-sauer-scharf knusprig)“ (EUR 16,50) – Yuxiang ist eine in China besondere Art der Würzung, bei der in jedem Fall Zucker, Salz , Sojabohnenpaste, Sojasauce und Chili verwendet wird. Wichtig hierfür ist aber auch den Fleischsaft vom Braten des Fleisches sowie Knoblauch, Ingwer und etwas feingehackte Frühlingszwiebel zu verwenden. Das Fleisch wurde, wie für ein Beef Tartare, per Hand klein geschnitten, dann daraus Bällchen geformt, und diese wurden knusprig gebraten. Die Fleischbällchen waren derart zart und kurzfaserig, dass ich nicht an Beiried glauben konnte, und Meister Wu persönlich bestätigte mir später in einem Gespräch, es war Rindsfilet. Die Sauce war, wie bereits bei der Vorspeise, eine einzige würzige Geschmacksexplosion mit sehr schöner Schärfe, die nicht alles erschlug. Ingwer, Knoblauch, frischer Chili, all das konnte man trotz der Sojabohnenpaste, die durch das Fermentieren ja besonders würzig ist, noch schmecken. Ein einziger Traum mit dem kleinen Manko, dass für mich die Sauce zu stark abgebunden wurde (Stärke) – trotzdem gerne ein SEHR GUT für einen außergewöhnlichen Genuss - die Portion war noch dazu sehr großzügig. Der Reis zur Hauptspeise, endlich wieder einmal vernünftigerweise inkludiert, war sehr gut körnig und bestens gegart.

Extra bestellte ich noch zur Hauptspeise, auf Empfehlung der Chefin, einmal ein „Gemischtes Wok-Gemüse“ (EUR 5,00) – das Gemüse bestand aus Pak-Choi, Karotten, Schlangenbohnen, Zucchini und Lauch. Trotzdem die Gemüsesorten so unterschiedliche Garzeiten haben, war alles auf den Punkt, knackig frisch, gebraten – ich hatte überdies bisher noch nie besseren Pak-Choi. Die Nähe zum Naschmarkt macht sich gerade bei Gemüse offensichtlich sehr bezahlt. Nicht notwendig wäre das Aufgießen mit Sauce gewesen, da dadurch das Gemüse unten am Teller relativ lasch wurde. Aus diesem Grund daher leider nur ein GUT, obwohl sich das Gemüse selbst durchraus eine sehr gute Benotung verdient hätte.

Die Nachspeise bestand aus dem „Eis-Ei im gebackenen Eiernudel-Nest“ (EUR 4,00) – die süßen Eiernudeln wurden natürlich hausgemacht und schmeckten wie eine Mischung aus süßem Hippen- bzw. Waffelteig. Durch den feinen aber doch sehr guten Buttergeschmack waren die Eiernudeln einfach ein Gedicht, wenn auch nicht ganz leicht zu essen, da sehr knusprig. Das Walnusseis war nicht hausgemacht, aber von sehr gutem Geschmack mit Nusskrokant. Eine Erdbeersauce rundete den Genuss des Desserts ab, das von mir ein sehr gutes GUT, da das Eis leider nicht hausgemacht war, bekommt. Auch der „kleine Espresso“ (EUR 2,70) dazu war sehr gut.

Summa summarum gebe ich den Speisen in diesem Rahmen und auf diesem Lokalniveau gerne ein ehrlich verdientes SEHR GUT. Alle Produkte waren TOP-Frisch und wunderbar und sehr schmackhaft zubereitet. Durch die Nähe des Naschmarktes wird die Frische auch Tag für Tag garantiert. Auch die Nudeln werden hier hausgemacht.

Für das Ambiente gebe ich in Summe für den Gastgarten und das Lokal gemeinsam gerade noch ein GUT. Geradlinig eingerichtet, aber freundlich und absolut nicht ungemütlich. An den Gartenmöbeln sollte man aber unbedingt noch arbeiten, ebenso wie am wackeligen Untergrund. In der Außenvitrine würde ich persönlich zurzeit auch nicht unbedingt das Sylvestermenü des letzten Jahres anpreisen und die Sanitäranlagen, die sauber sind, haben die besten Jahre auch schon hinter sich.

Für den Service (Chefin), der am Anfang sehr reserviert agierte, gebe ich gerne ein GUT, weil die Chefin mit fortlaufendem Besuch immer mehr auftaute und zu keinem Zeitpunkt unkorrekt oder gar unfreundlich war. Da ich mich immer sehr für Hintergründe und Informationen über die Küchen und Menschen ferner Länder interessiere, kamen wir schnell in ein ausgesprochen informatives und nettes Gespräch, wenn es sich auch etwas mühsam gestaltete, da man leider nur sehr holprig deutsch spricht. Auch mit dem Chef persönlich konnte ich mich noch länger unterhalten und über „Gott und die Küche“ fast schon freundschaftlich philosophieren. Die Geschäfte gehen im Moment nicht, wie gewünscht. Besonders die „All-You-Can-Eat“-Philosophie der Konkurrenz mache zu schaffen, wenngleich die Qualität natürlich unter den dortigen Buffet-Dumping-Preisen leiden muss…aber den Kunden scheint es egal zu sein.

Fazit: erwarten Sie keine Warmhalteplatten, keinen Pflaumenwein, keine Glückskekse und keinen Kitsch. Hier stehen eindeutig die chinesische Küche im Vordergrund und die hochwertigen Zutaten. Teppanyaki? Buffet? Menü um EUR 5,90? Sushi-Set? Nudel-Box? Gibt es hier nicht, und das ist gut so. Die Preise sind etwas gehoben, aber die Qualität und die Kochkunst von Meister Wu machen alles mehr als wett. Daher sind die Preise sehr angemessen und völlig gerechtfertigt. Zahlreiche Auszeichnungen an der Eingangstüre Jahr für Jahr bezeugen, dass man hier das gute und überdurchschnittliche Küchenniveau über Jahre hinweg schon halten kann. Für mich eine der besten Adressen für chinesische Küche in Wien und eine echte Empfehlung. Auch die Internetseite ist sehr informativ und aussagekräftig. Unbedingt einmal ausprobieren!

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Letzter Kommentar von am 16. Sep 2012 um 22:44

Ein Besuch im Green Cottage lohnt sich immer!

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am 18. Dezember 2011
lazurruzal
8
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service
Gelistet in: Top of Top in Wien

einer der besten Chinesen der Stadt und für die gebotene Qualität als preiswert zu bezeichnen. Gerne wieder.

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Kommentar von Unregistered am 8. Sep 2012 um 21:02

Ich würde ihn auch jederzeit empfehlen. Jedoch scheint die Qualität über die Speisekarte hinweg nicht konstant hoch. Die beim Blick über die Karte relativ preiswerten Gerichte haben mich nicht überzeugt. Wer hier geizt verliert nach meiner Erfahrung. (3x dort gewesen)

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am 23. November 2011
Rautec
1
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

Wirklich ausgezeichneter Asiate der sich vom Rest abhebt. Bei den Speisen merkt man, dass der Küchenmeister sein Handwerk versteht und in der Lage ist die asiatische Küche gekonnt mit der westlichen zu kombinieren. War mit der Familie meines Bruder dort und hatte eine "Gänsebrust scharf angebraten in Austern Sacha Sauce mit Thaispargel und Sichaun Pfeffer" - keine Alltags-Asiaten-Gans ausgezeichnet gewürzt und mit frischen Zutaten zubereitet. Insgesamt ein sehr gelungener Abend, wennauch die Preise etwas höher sind als beim Chinesen um die Ecke.

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Kommentar von am 23. Nov 2011 um 22:26

Dort isst man wirklich komplett anders als beim Chinesen ums Eck. Uns hatte es auch geschmeckt, aber ich konnte keine review schreiben, da der Besuch schon einige Monate zurückliegt.

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am 8. Jänner 2010
pumuckels
60
4
5
4Speisen
3Ambiente
4Service

Ein Ausnahmechinese in der sonst recht öden Einheitssauce der Wiener Glutamattempel. Hier kocht ein verdienter chinesischer Spitzenkoch die bei uns fast unbekannte Hangzhou-Küche. Die Preise sind naturgemuass höher als beim All-you-can-eat Chinesen mit dem Einheitsbrei am Eck, aber der Aufpreis ist absolut angemessen. Besonderer Tipp: Pekingenten-Menü, ab 4 Personen, 2 Tage Vorbestellung - genial! 36 Euro sind dafür wohlfeil! Noch eine Besonderheit: für einen 'Chinesen' gute Weinauswahl mit einigen Schmankerln im Keller.

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Letzter Kommentar von am 7. Feb 2010 um 16:31

Dies sei bestritten: 'nicht die Chinesen, sondern ein Japanischer Chemiker hat das MSG als erstes entdeckt ' Es mag schon sein dass er clever genug war, dieses zu isolieren und zu patentieren und insbesondere zu vermarkten, wie im englischen Text steht. nachschlagen bei Wikipedia bringt aber an den Tag, dass der Geschmacksverstärker schon viel länger in Gebrauch ist:"...Außerdem gibt es eine Alge (sog. Laminaria japonica), die die asiatischen Köche schon vor 1500 Jahren wegen ihrer geschmacksverstärkenden Wirkung in ihren Speisen benutzten; auch sie ist eine Quelle von Natriumglutamat." Dass es viele Menschen im Westen schlecht vertragen (es kommt etwa auch in reifem Parmesan satt vor und verursacht Mancher/em Kopfweh) ist in Mediziner/Innenkreisen übrigens als 'Chinarestaurant-Syndrom' bekannt - und das hat wohl schon einiges zu sagen -> Link

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Bewertet am 08.01.2010

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