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Mo, 30. Jänner 2023
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Gerstners Landhaus

Himmelstraße 16, 1190 Wien
Küche: Österreichische Küche, Wiener Küche
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus
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Beef Tartar mit Wachtelei - Gerstners Landhaus - WienGerstners Landhaus - WienGerstners Landhaus - Wien22 Fotos

Bewertungen (0)

am 4. Juli 2016
Gastronaut
Experte
SpeisenAmbienteService
Bei meinem Besuch machte ich als allererstes den Tartare-Test. Denn bei wem das Beef Tartare nichts kann, bei dem will ich gar nicht weiterkosten. Habe ich schon mal erwähnt, dass zwei meiner drei Lebensmittelvergiftungen von Beef Tartare stammten? Egal, das Beef Tartare im Gerstner’s Landhaus is...Mehr anzeigenBei meinem Besuch machte ich als allererstes den Tartare-Test. Denn bei wem das Beef Tartare nichts kann, bei dem will ich gar nicht weiterkosten. Habe ich schon mal erwähnt, dass zwei meiner drei Lebensmittelvergiftungen von Beef Tartare stammten? Egal, das Beef Tartare im Gerstner’s Landhaus ist qualitativ einwandfrei und wird auch scharf angeboten. Angeboten wohlgemerkt, denn wenn es so bestellt wird, kommt es mit einem kleinen Schüsselchen mit Chili-Öl daher, damit man sich dann nach belieben selber würzen kann. Es könnte ja dem einen oder anderen zu scharf werden…Auffallend war auch, das die Tartare-Masse viel zu fein war: Mit einem dickeren Strohhalm hätte ich es tatsächlich aufsaugen können. Ich blieb aber cool und nahm den Löffel. Geschmacklich war es aber einwandfrei. Bloß schärfer hätte es sein können.

Wer lieber fleischlos startet, dem sei der Schafskäsegupf samt Spargel, Wiesensalat und Kräuteröl ans Herz zu legen. Der Käse selbst ist dabei zwar sehr weich und mild, das wird aber von der interessanten Marinade ausgeglichen. Hierzu sollte der Gast aber darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Käse und der Salat unbedingt gemeinsam gegessen werden sollen, damit die Komposition auch wirklich zu Tragen kommt.

Nicht ganz happy waren wir mit dem „Landhaus Gulasch“ mit Spiegelei, Speck, Knödel und Gurkerl. Zwar war das Fleisch butterweich und auch die Beilagen haben gepasst, aber dem „Saftl“ fehlte etwas. Wie die Deppen saßen wir vor dem Gulasch und gingen im Geiste alle Zubereitungsarten eines schönen Rindsgulasch durch, bis wir durch Backwards Engineering draufkamen, dass dem Saft die richtige Menge an Zwiebel fehlte. Einfach mit etwas mehr Zwiebel wäre das hier ein fantastisches Gulasch gewesen….

Absolut alles richtig gemacht hat die Küche beim Lammrücken samt Polenta und Bohnen. Das Lämmchen wurde mit einer Kräuter-Brot-Kruste serviert, die zwar geschmacklich nicht hätte sein müssen, aber auch nicht weiter gestört hat. Das Fleisch selber war wunderbar rosa und perfekt abgeschmeckt, die Polenta außen hart und innen zart und die Böhnchen hatten genau jenen Rest-Biss, den man sich eben von Bohnen wünscht. Alleine für dieses Gericht würde ich sofort wiederkommen!

Vollkommen ratlos hat uns aber das „Landhausschnitzel vom Kalb“ gemacht. Laut der Karte war es gebraten und würde in Begleitung von Bergkäse, Tomaten, Pilzen und Erdäpfeln serviert werden.
Was dann aber serviert wurde, erinnerte optisch mehr an eine gefüllte Kalbsroulade. Optisch durchaus spannend. Aber geschmacklich sah ich vor lauter Fragezeichen das Schnitzel nicht mehr. War dieses Fleisch gebraten, oder ANGEbraten worden? Die käsige und eiige Masse im Inneren erinnerte mehr an Dampfgarer als an Pfanne, vor allem auch, weil die Masse schön gestockt war und dem Fleisch fast sämtliche Röstaromen fehlten. Die Pilze, der knackige und perfekt abgeschmeckte Salat mit Bratensaft und die Kartoffeln hätten sich wirklich einen spannenderen Star am Teller verdient, als diese Roulade…

Zum mehr als versöhnlichen Abschluss kam dann noch das, wofür Gerstner am Berühmtesten ist: Patisserie. Egal ob Eis mit Früchten, Topfenknödel, Mousses, Cremes oder Törtchen: Platz für die Nachspeise sollten sie auf alle Fälle lassen, denn damit hat man hier im Unternehmen jahrhundertelange Erfahrung.

Insgesamt habe ich das Gerstners Landhaus sehr befriedigt verlassen: Die Location ist toll, das Personal äußerst freundlich und bemüht, die Weinkarte traumhaft und viele der Speisen absolut fantastisch. Alleine der Lammrücken…Aber manche Dinge sollte man zumindest überdenken. Den Gästen zum „scharfen Beef Tartare“ ein Chili-Öl hinzustellen ist fad. Und hier sollte das Fleisch wirklich mehr Konsistenz haben. Und ja, das Gulasch könnte echt von mehr Zwiebel profitieren...
Gerstners Landhaus - WienGerstners Landhaus - WienGerstners Landhaus - Wien
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am 29. November 2015
purplex
Level 9
SpeisenAmbienteService
Zum Ganslessen verschlug es uns relativ spontan in den 19. Bezirk, eine Tischreservierung am selben Tag war unkompliziert zu bekommen. Der Erstkontakt somit freundlich, dies sollte sich auch im Verlauf des weiteren Abends fortsetzen. Wir sind mit dem Auto angereist, Parkplätze sind spärlich vo...Mehr anzeigenZum Ganslessen verschlug es uns relativ spontan in den 19. Bezirk, eine Tischreservierung am selben Tag war unkompliziert zu bekommen. Der Erstkontakt somit freundlich, dies sollte sich auch im Verlauf des weiteren Abends fortsetzen.

Wir sind mit dem Auto angereist, Parkplätze sind spärlich vor der Einfahrt vorhanden oder man weicht auf die umliegenden Straßen aus.
Um ins Lokal zu gelangen geht es zuerst durch einen sehr schönen Innenhof mit Kies und vielen Pflanzen, hübsch dekoriert also im Sommer auch sicher nett zum draußen sitzen. Dann geht es durch eine sehr wohnliche, gemütliche und schicke Lounge in den/einen Speiseraum (ich hatte den Eindruck, dass es mehrere gab aber kann mich auch täuschen).

Unsere Servicedame begrüßte uns freundlich, gab uns die Karten und fragte gleich nach Aperitiv- und sonstigen Getränkewünschen. Nach kurzer Zeit brachte sie den Prosecco, wir hatten uns in der Zwischenzeit schon entschieden: einerseits sollte es das Ganslmenü werden (man konnte aus 3 verschiedenen Vorspeisen und Nachspeisen wählen, Hauptgang war logischerweise die Gans), andererseits eine Frittatensuppe und ein Wiener vom Kalb.
Prosecco und Getränke waren von guter Qualität, gut gekühlt und der rote Traubensaft gespritzt sehr gut und erfrischend mit angenehmer Süße.

Nach kurzer Zeit kamen die Vorspeisen, eine solide Frittatensuppe mit hausgemachten Frittaten, und eine absolut vorzügliche, sämige Köstlichkeit von Gansleinmachsuppe, perfekt gewürzt und einfach ein Traum. Serviert wurden die Suppen in einem Krug der in den Suppenteller mit der Einlage gegossen wurde, ein netter Gag. Der erste Gang war somit gelungen, und wir freuten uns auf die Hauptspeise.

Die kam, das Gansl ansprechend angerichtet in einem Tongeschirr mit Rotkraut, Erdäpfelknödel und Saft bereits alles in einem zum selber entnehmen. Das Schnitzel ganz unspektakulär auf einem Teller mit Petersilerdäpfeln. So, nun zum weniger erfreulichen: die Gans war, so sehr es mir leid tut weil der Rest uns so wunderbar gefiel, staubtrocken und steinhart. Wahrlich kein Genuss. Die Beilagen hingegen waren gut abgeschmeckt und von solider Qualität, aber die Gans war einfach dreimal tot und ungenießbar. Ich ließ das meiste davon stehen und erwähnte dies der eigentlich netten Servicedame gegenüber auch, es kam aber nicht wirklich ein Lösungsvorschlag oder dergleichen, ich denke nicht der erste Gast gewesen zu sein der die Gans an dem Abend reklamiert hatte, und hatte auch keine Lust da eine große Szene zu machen da ich an dem Abend milde gestimmt war (was mich im Nachhinein ein wenig ärgert, aber da bin ich selber schuld).

Wie dem auch sei, das Schnitzel war gut, eher dick (was ich persönlich nicht so mag) und vereinzelte Flachsen waren auch zu finden. Die Beilagenerdäpfel waren in Ordnung, aber nicht aufregend.

So blieb uns noch die Freude auf die Nachspeise, und diese war wiederum sehr gut. Bratapfel gefüllt mit Nüssen und Vanillesauce sowie einem Topfenstrudel. Nichts zu kritisieren, hat uns gut geschmeckt. Der Bratapfel war nicht zu weich und hatte noch ein wenig Biss. Der Topfenstrudel hat der Begleitung auch geschmeckt, ich fand ihn auch gut aber nicht spektakulär.

Die Rechnung kam prompt und nach deren Begleichung verließen wir gesättigt, aber teilweise unbefriedigt - die Gans :(((- dieses wirklich sehr hübsche Lokal, in dem das Ambiente nett, gemütlich und gleichzeitig etwas gehobener ist, die Küche an sich auch nicht schlecht aber an manchen Sachen bzw Speisen noch gehörig Luft nach oben ist.
Hilfreich9Gefällt mir7Kommentieren
3 Kommentare

Die zwei Ganseln, die ich heuer gegessen habe (Hauerkuchl und Zum Schwammerl) waren trotz Spontanentschluss gut. In beiden Fällen war die Speise auf Tafeln vor dem Lokal angeschrieben.

30. Nov 2015, 07:06·Gefällt mir

Gänse werden auch oft einfach gekocht und vor dem Servieren in den Salamander gestellt, damit die Haut halbwegs knusprig wird. Jedes große Lokal hat da so seine Tricks. Darum sollte man Gans nur nach Vorbestellung im Lokal seines Vertrauens schnabulieren.

30. Nov 2015, 06:45·Gefällt mir

Danke für die schöne anschauliche Kritik, ABER: wenn man ein Gansl nicht mindestens am Vortag bestellt, kann man nur mit Glück ein frischgebratenes erwarten. Lokale, die auf die Schnelle eine Gans herbeizaubern können, müssen diese zwangsläufig warmhalten, wiederaufbraten und dem Geschmackstod der Verdorrens ausliefern...

30. Nov 2015, 00:05·Gefällt mir1
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