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So, 5. Februar 2023
In der Umgebung

Kronprinz Rudolfshof

1 Bewertung
Cobenzlgasse 8, 1190 Wien
Küche: Österreichische Küche
Lokaltyp: Heuriger, Café
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Kronprinz Rudolfshof - Flyer-01 - Kronprinz Rudolfshof - WienKronprinz Rudolfshof - Flyer-02 - Kronprinz Rudolfshof - WienKronprinz Rudolfshof - Flyer-03 - Kronprinz Rudolfshof - Wien
Kronprinz Rudolfshof - Flyer-04 - Kronprinz Rudolfshof - WienKronprinz Rudolfshof - Der sehr 'aktuelle' Netzplan - Kronprinz Rudolfshof - WienKronprinz Rudolfshof - Das Lokal - Kronprinz Rudolfshof - Wien59 Fotos

Bewertungen (1)

Gesamtwertung

20
1 Bewertung
Speisen
20
Ambiente
20
Service
20
am 21. Oktober 2018
uc0gr
Experte
SpeisenAmbienteService
***** ALLGEMEINES / EINLEITUNG ***** Endlich schafften wir es auch einmal, den „Kronprinz Rudolfshof“ in Grinzing zu besuchen. Ein durchaus alt eingesessener Heuriger in bester Grinzinger Lage, am Beginn der Cobenzlgasse, mit eigener, angeschlossener Konditorei – diese ist ganzjährig und täglich...Mehr anzeigen***** ALLGEMEINES / EINLEITUNG *****
Endlich schafften wir es auch einmal, den „Kronprinz Rudolfshof“ in Grinzing zu besuchen. Ein durchaus alt eingesessener Heuriger in bester Grinzinger Lage, am Beginn der Cobenzlgasse, mit eigener, angeschlossener Konditorei – diese ist ganzjährig und täglich von 9:00h bis 18:00h geöffnet, der Heurige nicht (siehe Homepage).

Das altehrwürdige Gebäude hat einen wunderschönen alten Innenhof mit einem äußerst reizenden Naturgarten im, so könnte man fast schon sagen, Hundertwasser-Stil. Innen der Beethoven-Brunnen, die Sigmund Freud-Terrasse und im Lokal der Kronprinz-Rudolf-Saal - historische Platzerl im „Kronprinz Rudolfshof“ wohin man schaut. Wirklich wunderschön gestaltet und ein kleines Fleckchen vom Paradies. Durch diesen Innenhof geht es dann weiter zum Hauptgebäude, dem Heurigen-Lokal.

Feudales und sehr ansprechendes Äußeres des Gebäudes sowie eine großzügige Terrasse davor lassen sehr viel vermuten, wie es dann erst im Lokal sein muss. Leider aber bleibt es im Lokalinneren spätestens ab dem zweiten Blick nur beim Wunschgedanken, bei der Vermutung,…

Das rustikale und urige Ambiente mit unendlich vielen Hirschgeweihen (meist aus Polen?) der Eck-Kamin im hinteren Saal, ja wirkt eh alles passend, rustikal und ansprechend aber leider halt auch schon etwas „überwuzzelt“. Wie wenn das Lokal die besten Tage bereits hinter sich hat bzw. sich auf den Tiefschlaf vorbereitet. Auch die Homepage des Lokals vermittelt viel schönere, bessere und neuwertigere Eindrücke, als es dann vor Ort den Tatsachen entspricht.

Wir wurden zwar recht freundlich begrüßt aber damit war es das dann auch schon. So standen wir im Foyer bei den karg ausgestatteten Speisen-Vitrinen und warteten, und warteten….es wurde mir zu bunt und dauerte einfach zu lange. Wir gingen einfach in den vorderen Speisesaal, indem sich auch die Live-Musik kundtat, ich fragte die dort tratschende Servicekraft, ob es egal sei, welchen freien Tisch wir nähmen und sie bejahte es. Wir wählten den hinteren Speisesaal des „Rudolf“, da die Musik dort deutlich leiser war und man sich auch noch unterhalten konnte.

Nach Kurz-Studium der etwas kargen Speisekarten, eigentlich nur je ein „A4-Blatt’l“ für Speisen und Getränke ging es los. Noch schnell nach einer Tagessuppe gefragt, und die nahmen wir dann auch noch. Übrigens, es gibt hier einen Holzkohlengrill im Lokal – sehr positiv zu erwähnen, kommen die Grillspezialitäten dadurch doch deutlich g‘schmackiger an den Tisch.


***** SPEISEN – BEWERTUNG = MÄSSIG = 2 *****
„Krautsuppe“ (Tagessuppe, € 3,50):
Geschmacklich war die Krautsuppe eigentlich recht gut, etwas mild vielleicht für so ein deftiges Süppchen, aber die Menge an Öl an der Oberfläche war eine völlig unnötige Zumutung für den Gast – was denkt man sich eigentlich in der Küche, wenn man die Suppe so raus gibt? Ein paar Stückchen Schweinefleisch in der Suppe, da und dort etwas Karotte war die Suppe gerade noch ein gutes Mäßig = „2“ wert.

„Schweinsschnitzel nach Wiener Art“ (€ 12,90):
Man nennt es hier sogar recht keck „Wiener Schnitzel vom Schwein“ – eine Gratwanderung, meiner Meinung nach, aber gut. Ein Schnitzel schließlich, wie man es überall bekommen kann, aus dem Karree geschnitten, kam an den Tisch. Panier ganz gut, Fleisch ganz gut – sollten es „Petersil-Erdäpfel“ sein? In der Karte stand „mit Kartoffel“ – es waren einfach lauwarme, gekochte Erdäpfel mit etwas Petersilie betreut. Der Beilagensalat hatte eine völlig bedeutungslose, nichtssagende und unscheinbare Marinade und war etwas „grobmotorisch“ zerkleinert. Alles in Allem kann ich zu diesem Preis auch nur ein Mäßig bis Gut für diese Speise geben = „2-3“.

„Gebackener Käse mit Preiselbeeren & Sauce Tartare“ (€ 11,90):
Billigster, geschmackloser Gouda wird einem im „Kronprinz Rudolfshof“ zu stolzem Preis serviert. Kochtechnisch auch nicht gut gemacht, der Käse war innen nicht einmal geschmolzen, jedoch weiß ich nicht, wie hoch der Schmelzpunkt für „Gummi“ ist – vielleicht lag’s daran. Auch hier wieder als Beilage „Pseudo-Petersil-Erdäpfel“ und vor allem die traumhafte, wunderbare Sauce Tartare aus dem Packerl – tu FELIX Austria, im wahrsten Sinne des Wortes…der Salat, wie bereits beschrieben und daher ein glattes und noch gut gemeintes Mäßig = „2“.

Ehrlich, in jedem Möbelhaus-Restaurant, in jeder Kantine bekommt man die Speisen auf diese Art ebenfalls serviert – optisch mindestens, kochtechnisch sogar noch eher besser als im „Kronprinz Rudolfshof“. Völlig lieblos, ohne jegliche Freude oder Kreativität und ohne Herz werden hier die Speisen lieblos an den Gast gebracht – man geniert sich hier nicht einmal, ein Fertig-Saucen-Packerl zu servieren! Ich würde mich in der Küche zu Tode schämen…

Zu trinken hatten wir jeweils einen „Weißen Sturm“ (€ 3,80 je 0,5L) sowie einen „Doppelten Espresso“ (€ 3,20) – tadellos.


***** AMBIENTE – BEWERTUNG = MÄSSIG = 2 *****
Für das Ambiente, wie eingangs bereits detailliert erwähnt, gäbe ich gerne ein Gut = „3“, weil ich einfach solche Gebäude samt dem schönen Gastgarten im Innenhof unendlich liebe. Es wäre nur zu wünschen, würde man hier und dort behutsam erneuern und erhalten – ein wunderschöner Hof. Aber,….

….und auch das gehört zum Ambiente, die WCs sind absolut nicht mehr up to date und eigentlich eine Zumutung – der Kreis, die besten Tage hinter sich zu haben, schließt sich hier. Visitenkarten gibt es im „Kronprinz Rudolfshof“ ebenfalls nicht, nur einen ur-alten Folder – der Damenmode am Folder entsprechend schätze ich den Folder auf etwa 1985-1990!!!

Sehr amüsant für mich, für Touristen weniger amüsant: die U1 fährt laut dem im Folder fix beigelegten Netzplan nur bis „Reumannplatz“ und „Zentrum Kagran“, die U2 nur zwischen „Karlsplatz“ und „Schottenring“, die U3 und U6 gibt es sogar noch gar nicht! Auch die Speisekarten im „Kronprinz Rudolfshof“ sind lediglich verklebte und ungut schmutzige, einlaminierte A4-Ausdrucke. Ein Nebentisch, der wohl für eine Feier „fein“ eingedeckt wurde, besteht hier auch nur aus Papiertüchern / -servietten – das rundet das Gesamtbild vom Lokal einfach ab. Daher kann ich dann in Summe leider kein Gut mehr geben, und daher ist hier das Ambiente in Summe nur Mäßig = „2“.


***** SERVICE – BEWERTUNG = MÄSSIG = 2 *****
Über die Servicekraft möchte ich mich gar nicht weiter beschweren, manchmal muss man eben hinnehmen, dass dem Service eigentlich so gar nichts am Gast liegt. Das ist hier eben einmal so, und daher gibt es trotz freundlicher Worte nur ein Mäßig = „2“. Es interessiert den Service nicht, ob und warum es nicht geschmeckt hat, selbst wenn man es von sich aus als Gast moniert – der nicht zufriedene Kunde muss einfach nur lange genug ignoriert werden, das ist hier die Devise. Dass es hier auch keine Kartenzahlung gibt, der Zahnstocher-Behälter der Menage am Tisch leer war rundet die „Serviceleistung“ hier im „Kronprinz Rudolfshof“ noch ab.


***** MEIN FAZIT / CONCLUSIO *****
Natürlich gebe ich auch für das „Kronprinz Rudolfshof“ eine klare Empfehlung ab! Allerdings leider nur die aus vollem Herzen gut gemeinte Empfehlung, in diesem Lokal beileibe nicht zu speisen. Wer nicht einmal einfachste Küchen-Basics wie die korrekte Zubereitung von Petersilerdäpfel, eines gebackenen Käse oder einer Sauce Tartare beherrscht, sollte lieber völlig anderen beruflichen Aufgaben nachgehen – Schuster gibt es derzeit nur mehr wenige in Wien.

Es stimmt mein Wienerherz sehr, sehr traurig, und es tut mir in meiner kulinarischen Wiener Seele weh, wenn Menschen aus fernen Ländern massenweise per Bus in dieses Lokal gekarrt werden, und ihnen dann ebenda vorgegaukelt wird, das wäre nun die berühmte Wiener Küche, so isst und kocht man in Österreich – eine Schande! Als Wiener kommt man sowieso kein zweites Mal mehr wieder. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist im „Kronprinz Rudolfshof“ jedenfalls völlig daneben!
Kronprinz Rudolfshof - Flyer-01 - Kronprinz Rudolfshof - WienKronprinz Rudolfshof - Flyer-02 - Kronprinz Rudolfshof - WienKronprinz Rudolfshof - Flyer-03 - Kronprinz Rudolfshof - Wien
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am 19. Juli 2015
Bertl2
Experte
SpeisenAmbienteService
Im Zentrum Grinzings, unweit der Endstelle des 38ers, ist der Rudolfshof gelegen. Rein aufgrund der Lage und des altösterreichischen Flairs ein Lokal, das offensichtlich vor allem mit Wien – Besuchern als Gästen rechnet. Nun, ich war neugierig, was ein Nobelheuriger dieser Art (vor langer, langer...Mehr anzeigenIm Zentrum Grinzings, unweit der Endstelle des 38ers, ist der Rudolfshof gelegen. Rein aufgrund der Lage und des altösterreichischen Flairs ein Lokal, das offensichtlich vor allem mit Wien – Besuchern als Gästen rechnet. Nun, ich war neugierig, was ein Nobelheuriger dieser Art (vor langer, langer Zeit war ich einmal beim mittlerweile verblichenen Reinprecht) an Gastlichkeit bietet. Originellerweise ist es nicht nur ein Heurigenrestaurant, sondern auch eine Kaffee – Konditorei.

Durch das Eingangstor gelangt man zuerst in einen kleinen Innenhof mit dem „Beethoven – Brunnen“; die Statue stellt allerdings Maria mit Kind dar. Hier ist anscheinend der Konditoreiteil, denn ein Wegweiser zeigt weiter ins Innere der Liegenschaft, „zum Heurigen“. Dort gibt es einen schönen Naturgarten vor einem repräsentativen Gebäude (darin der Hauptgastraum, NR) mit „Sigmund Freud – Terrasse“ (war Freud Heurigengeher? Von Beethoven wenigstens ist es bekannt ;-) ).

Es war Samstag am Nachmittag, der Gästeandrang hielt sich in Grenzen, ich war der einzige Einheimische (wenn ich als nicht gebürtiger Wiener in diese Kategorie zählen kann). Eine freundliche, aufmerksame Kellnerin brachte alsbald die Speisekarte und nahm meine Getränkbestellung auf. Das Angebot ist sehr überschaubar (es gäbe auch Buffet, doch mir war nach a la carte). Ich entschied mich für den Rindsspieß (wurde auch gefragt, ob ich ihn medium möchte).

Das Grillgut wurde bereits vom Spieß befreit serviert, mit Ofenerdäpfeln und einer roten Dipsauce, die nicht scharf war, aber gut schmeckte (kann nicht sagen, ob fertig oder hausgemacht). Das Fleisch war sehr gut medium gegrillt (etwas abgehangener hätte es sein dürfen, aber na ja, man wird halt anspruchsvoll), die vegetabilen Bestandteile (Zucchini, Paprika, Zwiebel, ein halber Bratapfel) von gutem Garungsgrad und geschmackvoll, ebenso die Erdäpfel. Der weiße Schankwein, ein grüner Veltliner, schmeckte mir auch.

Die Preise sind, na ja, dem Ambiente und der Lage im Kern Grinzings angemessen (Viertel Wein um 3,80 €, meine Hauptspeise 22 €).

Kurz bevor ich ging, kam dann eine japanische Reisegruppe, und die Livemusiker (Violine und Akkordeon, spielten recht gut) wurden aktiv (vorher war dezente Laufbandmusik, Wiener Lieder).

Fazit: Durchaus empfehlenswert, etwa um Besucher auszuführen.
Kronprinz Rudolfshof - Wien"Beethoven - Brunnen" - Kronprinz Rudolfshof - WienNa ja, wir sind im Kern Grinzings... - Kronprinz Rudolfshof - Wien
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