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Di, 18. Juni 2024

Bacówka

Märzstraße 86, Wien 1150
Küche: Polnisch
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus
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Bacówka

Speisen
Ambiente
Service
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Bewertungen

am 15. März 2017
SpeisenAmbienteService
Welch besseren Ort für die Einstimmung auf einen Polenurlaub mit Freunden gibt es, als einen Besuch im Bacòwka. Reserviert hat einer unserer Freunde - er kann polnisch. Eigentlich wollten wir 18:15 Uhr, doch die Dame meinte, es ginge nur 18:00 oder 18:30 Uhr, weil diese Uhrzeit einfacher wäre...Mehr anzeigenWelch besseren Ort für die Einstimmung auf einen Polenurlaub mit Freunden gibt es, als einen Besuch im Bacòwka.

Reserviert hat einer unserer Freunde - er kann polnisch. Eigentlich wollten wir 18:15 Uhr, doch die Dame meinte, es ginge nur 18:00 oder 18:30 Uhr, weil diese Uhrzeit einfacher wäre. Interessant.

Meine Herzfreundin und ich kommen als erste unserer Runde ins Lokal und setzen uns in den unbevölkerten Raucherbereich. Es schaut aus wie auf einer, etwas in die Jahre gekommenen, Almhütte: sehr viel Holz, leicht chaotisch, leicht staubig. Aber irgendwie urig. Die Speisekarten kommen recht schnell, mit dem Bestellen dürfen wir aber gute 15min warten. Typisch polnisches Wirtshaus halt: "Wenn du Gast bist, bestimme ich, wann du bestellst."

Sie trinkt Aperol gespritzt, ich nehme ein Krügerl polnisches Hopfengetränk mit Himbeersirup. Schmeckt.
Während wir trinken kommen zwei weitere Freunde, darunter der polnisch Sprechende. Wir sind gerettet, er kann unser Essen bestellen. Es wirkt nämlich nicht so, als würde die Bedienung dort gut deutsch verstehen.

Wir ordern eine Brettljausn für uns und eine Sauerkrautsuppe mit Ripperl - all to share. Sehr feines Süppchen, g'schmackig und g'selchts Aroma, viel Kraut drin und die Ripperl fallen vom Knochen. Auch die Jausn war gut, aber nichts Ausgefallenes: Eine gekochte Wurst (ähnlich einer dünnen geräucherten Krakauer), Blunzenscheiben, Selchkäse aus Zakopane, Gurkerl und Erdäpfel-Zwiebelschmalz. Dazu ausreichend Brot.

Die Hauptspeisen - zwei Mal Erdäpfelpuffer mit Schweinskotlett und Champignonsauce für die Damen und zwei Mal Krautrouladen für die Herren - waren flott nach der Vorspeise da und schmeckten auch. Die Erdäpfelpuffer waren nur leider unterschiedlich groß und auch das Fleisch war ungleich portioniert. Bei mir fehlten auch die Champignons in der Sauce, meine Freundin hatte welche. Geschmacklich war jedoch sowohl das Geschnetzelte zart und wunderbar abgeschmeckt, die Puffer haben geschmeckt wie von meiner Oma aus dem Burgenland. Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Schön!
Die Krautrouladen waren in Ordnung, kein Highlight. Sehr viel Reis unter das Faschierte gemischt, die Sauce sehr lasch. Ach ja, und man sollte Dille mögen, denn die kommt auf jedem Teller in Mengen vor.

Nach einer kurzen Pause bestelle ich noch einen Topfenkuchen. Hausgemacht. Sehr süß und man beißt auf uaufgelösten Kristallzucker, aber ansonsten gut essbar. Wieder keine Offenbarung, aber eine durchaus akzeptable Sache.

Alles in allem ein Erlebnis, das es definitiv Wert war. Die Küche ist authentisch und das Personal auch. Es ist leider nicht so günstig wie in Polen, aber hie und da kann man sich das leisten. Ich bereue den Besuch nicht und komme vielleicht nach dem Polenurlaub wieder, um einen Vergleich zu ziehen.
Topfenkuchen - Bacówka - WienSchweinskotlett gegrillt (eher geschnetzelt) mit Erdäpfelpuffer und ... - Bacówka - WienBacówka - Wien
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am 18. Mai 2014
SpeisenAmbienteService
Schon lange geplant und gestern endlich getan...mein Besuch im Bacowka, angeregt durch die gute Kritik der geschätzten Geniesserkollegen amarone und Otternase, denen ich hiermit wieder mein kulinarisches Vertrauen aussprechen möchte. Das Ambiente wurde von amarone schon sehr passend beschriebe...Mehr anzeigenSchon lange geplant und gestern endlich getan...mein Besuch im Bacowka, angeregt durch die gute Kritik der geschätzten Geniesserkollegen amarone und Otternase, denen ich hiermit wieder mein kulinarisches Vertrauen aussprechen möchte.

Das Ambiente wurde von amarone schon sehr passend beschrieben. Meine Meinung dazu: Die Holzbänke und Tische waren eher unbequem. Teilweise in unterschiedlicher Höhe und fern von gemütlich. Für ein romantisches Dinner eher ungeeignet.

Das Service war freundlich und sehr schnell, denn bedauerlicherweise war ich auch der einzige Gast im Lokal. Schade! Ein bisschen mehr Stimmung und Leben wären schön gewesen. Dafür lautstarke polnische Rockmusik als Ausgleich.

Zum Essen hatte ich genau die gleiche Kombination wie Kollege Amarone unten und stimme im grossen und ganzen überein mit seinen Erfahrungen und Beurteilung.

Die Sauerkrautsuppe eine sehr grosse Portion mit knackigem Kraut und zartem Selchfleisch. Die Suppe hätte vielleicht noch ein bisschen mehr Würze und Tiefe haben können...ich weiss es aber nicht, da keine Vergleichswerte.

Die Krautrouladen waren ein Gedicht. Ich hatte sie mit einer würzigen Champignonsauce, welche daß ganze gericht sehr gut abrundete. Anders als erwartet kamen mir die Gerichte sehr leicht vor, was ich sehr positiv fand. Sättigungsbeilagen wie Kartoffeln zu den Krautrouladen, die prall gefüllt mit faschiertem fleisch und Reis waren, wurden nicht mitserviert.

Ungewöhnlich und entgegen meiner eigentlichen Gewohnheit bestellte ich zum Essen ein polnisches Bier (Zywiec), welches sehr süffig und würzig war. Sehr guter Begleiter muß ich sagen...

Mir hat es gut geschmeckt (nicht ganz zum sehr gut...da brauchts etwas mehr) und das nächste Mal werde ich wohl die Zureksuppe und die Piroggen probieren. Kommt jemand mit?
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6 Kommentare·Zeige alle Kommentare
schlitzaugeseiwachsam

Hängt wohl am meisten vom Aromatee (Amarone) ab. Wenn er sich denn mal wieder erbarmt, uns in Wien zu besuchen. ;)

24. Jul 2014, 11:11Gefällt mir
am 23. Juli 2013|Update 26. Jul 2013
SpeisenAmbienteService
amarone1977 meets Otternase. Dank des ausgezeichneten Berichts eines weiteren geschätzten Users, SarastroCulinario (--> lesen!!), konnten wir nicht umhin, den polnischen Abend hier im 15. Bezirk auszutragen. Das Treffen war schon überfällig, nach einem vortrefflichen polnischen Abend samt...Mehr anzeigenamarone1977 meets Otternase.

Dank des ausgezeichneten Berichts eines weiteren geschätzten Users, SarastroCulinario (--> lesen!!), konnten wir nicht umhin, den polnischen Abend hier im 15. Bezirk auszutragen.

Das Treffen war schon überfällig, nach einem vortrefflichen polnischen Abend samt vier Seidln Bier kann man sagen: es hat sich ausgezahlt.

Einziger Wermutstropfen: der ebenfalls eingeplante, geschätzte User schlitzaugeseiwachsam ist gerade nicht im 15. Bezirk unterwegs, er ist in einem anderen Bezirk, geschätzte 8000km weit entfernt, verhindert.
Der international-kulinarische Dreierziegel muss also anderswo stattfinden – aber er wird!

Das oder die „Bacówka" [batsuhfka] befindet sich unweit der U3-Station Johnstraße, Nähe Meiselmarkt.
Reservierung am Vortag kein Problem, die sympathisch-urige Stimme ist mehr als einladend:

„Ja komm her morgen um 7, ist kein Problem!“

Na das ist mal eine Ansage. Als wir tags darauf das Lokal betreten, sind wir vorerst mal die einzigen Gäste.
Frau Chefin, eine adrette Erscheinung, begrüßt uns freundlich, der Sohn (?) zeigt eher wortkarg auf einen der Tische in der Ecke.

Das Lokal (wortwörtliche Bedeutung: „Schäferhütte“!) ist über und über voll ausgestattet mit hellem Holz, die Sitzbank mit der aus einem einfachen, grob bearbeiteten Holzbrett erschwert den Zugang zur Sitzecke.

Der blitzsaubere Tisch ohne Sets, der Serviettenständer mit kleinen vertikal eingeschlichteten Papierservietten (wenn man an einer zieht, kommen alle raus) - und die klassische Niespulver-Menage (Copyright: Otternase).

Die Atmosphäre erinnert an eine polnische Schihütte – und fast kommt uns anhand des sonst (noch) verwaisten Lokals der Gedanke, wir wären zu spät zur polnischen Hüttengaudi gekommen.

Herr Chef betritt die Bühne, das Hemd ob der Temperaturen mit fast schon gewagtem „Dekolleté“ und präsenter wie einladender Stimme: das also war der Herr am Telefon, kein Zweifel.

Kleine Enttäuschung gleich zu Beginn: Bigos gibt es hier nicht. Überhaupt nicht. Der deftige Eintopf mit Kraut und Fleisch ist laut Chef nicht typisch für die Küche der „Berge“, wie er sagt. Wenn ich das richtig verstanden habe, kommen sie aus der Gegend Zakopane, sogleich werden wir also erfahren, was Kamil Stoch und Adam Małysz nach zehn erfolgreichen Trainingssprüngen so zu essen bekommen.

Und das wäre: Eine Krautsuppe mit Kartoffeln und geselchtem Ripperl - ich glaub, sie hieß Kwasnica.
Was soll ich sagen: hätte ich eine polnische Schwiegermutter, und dürfte ich mir wünschen, was sie mir beim Besuch bei ihr zuhause kochen soll, dann das!
Fast ein Hauptgericht, Säure vom Kraut, dazu butterweiche Würferln vom Selchfleisch, ebenso die guten Kartoffeln.

Sein Hauptgang: Otternase wählt die Pierogi, Teigtaschen. Schmeckt, der Vergleich mit unseren Kärntner Fleischnudeln ist allerdings nicht unberechtigt.
Ob die Teigtaschen wiederum die Kärntner, die Polen, die Russen, oder doch die Tibeter erfunden haben, bleibt aber vorerst ungeklärt.

Mein Hauptgang: Krautrouladen, mit schön suppig-fruchtiger Tomatensauce (eine andere Sauce steht auch noch zur Wahl, die ist mir jetzt gerade entfallen).
Was soll ich sagen: hätte ich eine polnische Schwiegermutter, und dürfte ich mir wünschen, was sie mir beim Besuch bei ihr zuhause nach der Kwasnica noch servieren soll, dann das!

Dabei würden sich Mutter und Schwiegermutter bestens verstehen, erinnert mich diese Krautroulade doch irgendwie an jene, die meine Mutter auch immer gemacht hatte. Dies wiederum dürfte auf die Tradition meiner Großmutter zurückgehen, die durch ihre ostdeutschen Wurzeln wohl nicht ganz zufällig mit ähnlichen Rezepten jonglierte.
Duftige Würze der Reis-Fleisch-Fülle, schön zartes Kraut und die fruchtige Sauce. Smacznego!

Während unseres Essens davor, währenddessen und danach ausreichend und in süffiger Qualität vorhanden: Żywiec. Feiner Antrunk, viel wichtiger aber: feiner Austrunk! Na zdrowie!

Kleine Kritik: der sympathische Hausherr war wohl auch wegen des an jenem Abend spärlichen Besuchs mehr mit dem Großbildschirm beschäftigt als mit uns (Tipp: man kann hier soviel ich weiß auch Fußballspiele anschauen).
Gehört auch dazu: je nach Saison und Innentemperatur wird sein Holzfällerhemd zum „Volldekolleté“, aber gut – der Herr ist ja auch hier zuhause und ich werte das als authentisch ;-)

Empfehlung? Absolut – Bigos gibt’s zwar hier nicht, aber vor allem die Krautrouladen waren ein wunderbarer Magenfüller, die Riesentrümmer waren nicht wegzubringen. Nur nicht täuschen lassen, die Speisen sehen weit besser aus als auf den nicht professionell gemachten Fotos in der Speisekarte.

Sollte also z.B. mal Rapid Wien gegen Legia Warschau im Europacup spielen (oder wenigstens der BVB mit seinen polnischen Legionären), dann werde ich mich rechtzeitig um eine Reservierung bemühen. Essen, trinken, Fußball schauen - hat hier sicher eine andere Qualität.
Otternase, bist‘ dabei?
Krautsuppe mit Kartoffeln und Geselchtem - Bacówka - WienKrautrouladen - Bacówka - Wien
Hilfreich26Gefällt mir12Kommentieren
14 Kommentare·Zeige alle Kommentare
cmling

Wo ist das Problem? Das norxi liest keine Texte, sobald es feststellt, daß sie ihm zu lang sind, und wir lesen keine Texte, sobald wir sehen, daß sie von norxi stammen.

12. Jän 2014, 02:24Gefällt mir1
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