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Gastgarten, Schanigarten
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Gemütlich
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11:30-22:00
Di
11:30-22:00
Mi
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AVA

Meidlinger Hauptstraße 1
1120 Wien (12. Bezirk - Meidling)
Küche: Persisch, Mediterran
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus, Gasthof
Tel: 0699 111 377 23

1 Bewertung für: AVA

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. September 2018
Experte
uc0gr
242 Bewertungen
49 Kontakte
Tester-Level 28
4Speisen
3Ambiente
3Service
26 Fotos2 Check-Ins

***** Allgemeines/Einleitung:

Ja, natürlich habe ich einige Vorteile bezüglich der „Persischen Küche“. Erstens war ich bereits im Iran, zweitens ist meine Frau aus diesem riesigen, wunderschönen Land, und drittens wurde ich während meines Besuches in Persien von der Mama bestens bekocht und besuchte auch einige landestypische Lokale dort.

Was zeichnet die „Persische Küche“ definitiv aus? Eine unglaubliche Vielfalt an Kräutern, teilweise bei uns unbekannt, sehr viel Gemüse und sehr viel frisches Obst. Der Iran ist seit der Revolution leider ein streng muslimisches Land, daher gibt es Schweinefleisch nur bei der armenischen Randbevölkerung. Aber Lamm und Kalb gibt es in einzigartiger Qualität, Rind empfinde ich bei uns deutlich besser, Geflügel ebenbürtig, Fisch natürlich, dem Kaspischen Meer und dem Golf von Persien geschuldet, deutlich besser und in großer Vielfalt.

Eines überraschte mich tatsächlich sehr, die „Persische Küche“ ist sehr würzig, mit vielen Kräutern verfeinert, aber kaum scharf. Eine weitere Besonderheit ist definitiv die sehr großzügige Verwendung von Safran in höchster Qualität. Im Iran ein Pflicht-Gewürz und bei jedem kleinsten Greißler erhältlich.

Eine weitere Überraschung für mich war, dass eigentlich täglich Reis in bester Qualität gegessen wird, manchmal sogar zweimal – meist bester Basmati aus eigenem Land, manchmal auch geräucherter Reis aus der Region Nord am Kaspischen Meer – ein Geschmackserlebnis! Auch die Süßspeisen werden sehr großzügig mit Safran gewürzt, als gäbe es kein Morgen mehr – hoch qualitativer Safran ist preislich wie Gold. Selbst schmackhafter Sirup und sogar Tee-Zucker wird daraus hergestellt

Am Beginn der Meidlinger Hauptstraße, direkt oberhalb der Schönbrunner Straße im 12. Wiener Gemeindebezirk befindet sich das „AVA“. Wir kamen mit dem PKW (Kurzparkzonen beachten!), jedoch ist das Lokal mit öffentlichen Verkehrsmitteln ebenfalls sehr einfach zu erreichen - U4 „Meidlinger Hauptstraße“. Reserviert hatten wir nicht.

Sehr freundlich vom Chef persönlich empfangen, beginnt gleich eine „Farsi-Plauderei“ zwischen ihm und meiner Persischen Prinzessin. Schnell erhielten wir die Speisekarte, und bereits der erste oberflächlich Blick verriet: die hier gebotenen Speisen sind definitiv sehr authentisch, für Persien sehr übliche Gerichte – sie entsprechen einfach auch der typischen Iranischen Hausmannskost. Wie im Iran üblich, gibt es zahlreiche Grillspezialitäten und verschiedene Eintöpfe mit Gemüse und Fleisch (meist Lamm oder Rind, seltener Kalb oder Ziege).

Am Tisch steht bereits die in Persien unbedingt erforderliche Menage inklusive dem „Pflicht-Gewürz“ für Perser, „Sumach“ genannt. Mit diesem leicht sauren und würzigen Gewürz wird der Reis nach persönlicher Vorliebe nachgewürzt, um ihn noch etwas Frische zu geben – es wird meistens vom einfachen Essigbaum oder Hirschkolbensumach gewonnen und ist ein MUSS in Persien, aber auch bspw. In der Türkei.

Die Tische sind mit typisch persischen Tisch-Sets und Tischtüchern eingedeckt, die Tische aber leider mit durchsichtigen, darüber liegenden Plastikauflagen geschützt – ich hasse dieses Plastik.


***** Speisen – Bewertung 4:

*** Vorspeisen:
„Eingelegte Oliven nach Persischer Art“ (€ 2,90):
Persischer Art bedeutet, die Oliven werden mit Granatapfel-Mark und Walnüssen eingelegt, im Iran oft auch noch mit etwas Knoblauch und einem sehr speziellen Gewürz „Persischem Bärenklau“, auch „Golpar“ genannt, abgerundet (siehe dazu: Link). Hier leider nicht ganz zur Vollendung zubereitet, aber immer noch waren sie GUT = „3“

„Mast o Bademjan“ (€ 2,90):
Das sind gegrillte, manchmal sogar noch besser geräucherte, Melanzani in einer milden Knoblauch-Joghurt Sauce – das persische Joghurt ist etwas milder und deutlich cremiger, weil fetter, als unser normales Joghurt. Gewürzt wird diese sehr gute Vorspeise mit Limettensaft, manchmal auch mit Dill – hier SEHR GUT = „4“.

Dazu hatten wir natürlich klassisch Persisches „Lavasch“ - köstliche, hauchdünne, noch warme Brotteig-Fladen.

*** Hauptspeisen:
„Djudje Kabab“ (€ 8,90):
Spieß mit auch mit Safran marinierter Hühnerbrust, serviert mit Grilltomate, Zwiebel und Safranreis sowie einer Joghurt-Gurkensauce, die etwas an Tsatsiki erinnert, jedoch etwas mild war. Das Fleisch wurde perfekt gegrillt und war, für Huhn leider nicht immer selbstverständlich, tatsächlich noch sehr saftig. Die Grilltomate und die Zwiebel sind bei Grillgerichten in Persien obligat. Meiner Persischen Prinzessin hat es sehr gut geschmeckt und daher gibt es ein SEHR GUT = „4“.

„Djudje Torsch“ (€ 8,90):
In spezieller Granatapfel-Marinade eingelegte Hühnerbrust, serviert mit Grilltomate, Zwiebel und Safranreis. Für das Fleisch gilt bereits Geschriebenes, in Summe war ich von diesem Gericht aber eher enttäuscht. Es fehlte einfach dieser intensive Geschmack nach Granatapfel, Limetten UND den typisch Iranischen Bitter-Orangen. Auch Granatapfelkerne vermisste ich bei diesem Gericht. Leider, da ich wirklich weiß, wie genial dieses Gericht schmecken kann, gebe ich nur ein gut gemeintes GUT = „3“.

Der Reis wird hier natürlich immer PERFEKT gegart und stets mit einem Stück Butter serviert, das Perser mit dem heißen Reis vermischen. Im Iran gibt es jedoch eine Butter-Sorte, die bereits etwas an Frischkäse erinnert = GENIAL!

*** Nachspeisen:
„Faludeh“ / „Falloodeh“ (€ 4,40):
Das ist eine wahre Spezialität aus Persien. Ein Eis, gefertigt aus Glas-Nudeln aus Stärkemehl, Zuckersirup, Limettensaft und Rosenwasser. Oftmals wird auch noch die im Iran sehr beliebte Sauerkirsche (bei uns Weichsel) oder Safran mitverwendet. Auch bereits im Iran gegessen, musste auch meine persische Prinzessin feststellen, hier ist das „Faludeh“ extrem gut – daher auch ein AUSGEZEICHNET = „5“.

Zu trinken hatten wir zweimal das „Gösser Märzen“ (€ 3,60 je 0,5L) – völlig in Ordnung.


***** Ambiente – Bewertung 3:

Das „AVA“ ist nicht sehr üppig, eher minimalistisch eingerichtet. Einzelne original persische Elemente und Deko-Stücke machen das Lokal aber recht sympathisch und authentischer. Leider sind die Sanitäranlagen eines Restaurants nicht würdig, ein Urinal lief sogar permanent über, was aber offensichtlich niemand störte. Viele Stufen in das Untergeschoss muss man für den Gang aufs WC überwinden - nicht behindertengerecht. Der straßenseitige Gastgarten (tlw. Fußgängerzone) ist gefällig. In Summe gebe ich gerade noch ein GUT = „3“. Ein Hauben-Restaurant ist das „AVA“ sowieso nicht.


***** Service – Bewertung 3:

Ein absolut netter, höflicher und zuvorkommender Chef war im Service alleine tätig. Hie und da hatte er aber auch anderes zu tun und somit war er zeitweise nicht auffindbar. Sehr herzlich und freundlich war jedoch wieder die Verabschiedung. Daher gibt es ebenfalls hierfür ein GUT =“3“.


***** Fazit:

Das „AVA“ hat für ein persisches Restaurant tatsächlich günstige Preise und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Sehr empfehlenswert sind die preiswerten Mittagsmenüs von Montag bis Samstag, 11:30h-15:30h, inklusive Salat oder Tagessuppe. Das Speisenangebot ist durchaus als üppig und als guter Querschnitt durch die Küche des so großen Iran anzusehen. Summa summarum empfehle ich das „AVA“ durchaus, um ein wenig in die Kulinarik aus Persien einzutauchen bzw. neu kennen zu lernen.

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8 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Sei net glei wieder angerührt. ;-) Meine Mutter verwendet seit jeher ein durchsichtiges Plastiktischtuch über dem schönen Tischtuch. Manche Tischtücher sind einfach zu schade um sie den verschiedensten Getränke- oder Speiseflecken auszusetzen. Das passiert unweigerlich, auch mit Platzsets.

28. September 2018 um 16:36|Gefällt mir|Antworten

Ein Plastiktischtuch ist für mich ein ähnliches No-Go wie ein Resopaltisch. Mag's in manchen Gasthäusern geben, weil es halt immer schon so war (und pflegeleichter ist), kann aber nix. Hab nichts gegen einen (schönen) Holztisch ohne nichts, weiß eingedeckt ist halt schon besser - und offenbar auch in non-Haubenlokalen wirtschaftlich darstellbar.

28. September 2018 um 15:32|Gefällt mir1|Antworten

Nein, Meidlinger, in einem Persischen Restaurant entzieht sich der Sinn tatsächlich meiner Kenntnis. Im Iran gibt es das annähernd NIE, außer bei der Oma. Selbst mit Seide feinst geknüpfte Teppiche werden am Tisch OHNE Plastik dekoriert. Deine Unterstellung, ich würde den Sinn nicht verstehen, ist entbehrlich, aber Schwamm drüber.

28. September 2018 um 14:04|Gefällt mir|Antworten
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