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Michl's Café

Engerthstrasse 154
1020 Wien (2. Bezirk - Leopoldstadt)
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Kantine, Café, Fastfood, Imbiss
Tel: 0664 886 47 707
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1 Bewertung für: Michl's Café

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. Februar 2018
Experte
BruderBernhard
56 Bewertungen
9 Kontakte
Tester-Level 20
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Heute habe ich mich wieder auf den Weg zum Nussgartl gemacht, und bin, um so richtig Hunger zu kriegen, nur einige Stationen mit der Strassenbahn 0 und dem Bus 11 gefahren, das meiste aber war zu Fuss. Das war gut so, denn ich habe einige interessante Entdeckungen gemacht; Michl's Schild hatte ich schon gestern und vorgestern aus dem Bus gesehen, und heute habe ich gedacht, ich hab' ja noch Zeit, ich seh mir das mal an.

Das Michl's liegt in einer Klinik, im Pflegewohnheim Leopoldstadt, genau gesagt. Gleich am Eingang wird man ermuntert, sich die Hände aus der bereit liegenden Flasche zu desinfizieren. Das Café ist unabhängiger Teil der Betriebskantine, welche aber keine Gäste bewirtet. Das ist allein dem Michl's vorbehalten. Sofort fällt die einfache, aber helle und freundliche Gestaltung des Raums ins Auge. Eine kleine Bibliothek gibt ihm noch zusätzlich Ruhe. Hier darf man sich Zeit lassen, das sieht man sofort. Ich beschliesse, hier zu essen. Auf der Tafel draussen war Knoblauchsuppe (1.50) angegeben, die allein gab den Ausschlag. Fleischlaberl mit Kartoffelpürree tönte auch recht gut. Und dann noch Griessschnitten mit Kompott!

Schon beim Reinkommen winkt mir ein alter Herr im Rollstuhl hocherfreut zu. Später gesellen sich noch mehr Rollstuhlfahrer und Fussgänger aus der Klinik dazu, dabei faszinierende Gestalten, etwa der alte Herr mit Aktenmappe, unter der Jacke kommt ein Pullunder zum Vorschein, bevor er sich setzt, richtet er erst mal Menage und Menükarte sauber aus und holt sich dann den Wochenplan hervor, den er vor dem Konsultieren noch schön glatt streicht - der pensionierte Beamte aus dem Schulbuch.

Ich muss wieder dran denken, dass ich vor zwei Jahren nur um 50 Centimeter dem Rollstuhl entgangen bin, als mich hier in Wien ein Raser am Gürtel nur knapp verfehlt hat, nur übern Fuss ist er mir gefahren. Seither feiere ich Geburtstag am 13. Januar. Wäre ich jetzt auch in einer solchen Klinik? Tja, ich kann nichts dafür, an solche Sachen denke ich jetzt, und noch Stunden später bin ich sehr nachdenklich. Es beeinflusst sicher auch mein kulinarisches Urteil.

Ich erkundige mich zunächst am Tresen, wie das hier funktioniert. Ich solle mich ruhig setzen, hier habe es Bedienung. Die erscheint denn auch sofort und bringt gleich ein Glas Wasser mit. Als ich zu Suppe und Laibchen auch ein Glas Rotwein bestelle, meint sie ganz nett, ich könne auch nur das Wasser trinken.

Die Knoblauchsuppe schmeckt wirklich nach Knoblauch, die Suppe selber scheint vor allem aus Rahm zu bestehen, darin noch einige geröstete Brotstücke (Röstaromen!). Mir schmeckt die sehr gut. Aufgetragen werden nun die Laibchen, deren zwei, mit Sauce und Kartoffelpürree, dieses unverkennbar ein Fertigprodukt. Nicht schlimm, schade vielleicht, aber Stocki mache ich mir manchmal selber auch. Die Laibchen sind etwas zu salzig für meinen Geschmack, enthalten wahrscheinlich zu viel Füllstoff, was dann durch einen grosszügigen Einsatz von "Fleischwürze", die aus der Dose, ausgeglichen wird.

Ich hätte noch Lust auf Nachspeise gehabt, aber entgegen dem Schild vor der Tür scheint es Marmorkuchen zu geben - das ist mir dann zu trocken, der Hunger ist nämlich nicht mehr am Rendezvous.

Satt und beeindruckt von der Erinnerung an diese Parallelwelt der Alten und Kranken gehe ich die paar Stationen zum Handelskai zu Fuss. Weil ich es kann.

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Letzter Kommentar von am 8. Feb 2018 um 21:31

Deine hellseherischen Fähigkeiten sind beeindruckend!

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Bewertet am 07.02.2018
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