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2016
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Paco

Nußdorfer Straße 7
1090 Wien (9. Bezirk - Alsergrund)
Küche: Tapas
Lokaltyp: Restaurant, Szenelokal

2 Bewertungen für: Paco

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. August 2018
Experte
adn1966
100 Bewertungen
49 Kontakte
Tester-Level 25
5Speisen
5Ambiente
5Service
13 Fotos1 Check-In

Ein spontaner spanischer Abend, der sich als echtes kulinarisches Erlebnis herausgestellt hat.

Es macht herrlich Spaß, die neue Umgebung kulinarisch zu erkunden. Auf dem Weg vom Vespa-Händler unseres Vertrauens nach Hause die Nussdorfer entlangschlendernd entsannen die Liebste und ich uns, dass man uns ein Tapas-Lokal ganz in unserer Nähe empfohlen hatte. Die vorherrschenden 35° verlockten uns ohnedies nicht, groß zu Abend zu essen und ich war eigentlich auch zu erschöpft, den Grill auf der Terrasse anzuwerfen. Außerdem gibt’s in unserer Umgebung noch viel zu entdecken und zu testen, über meine Grillerei kann ich ja schlecht eine Review schreiben, wobei die Branzinos im Ganzen gestern, puristisch nur mit einer Sauce aus Zitronen und „beurre noisette“ waren schon was, aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zum Spanier. Ein sympathisches Lokal kurz vor der Kreuzung Nussdorfer/Währinger, etwas ruhiger, weil in einer Art Nebenfahrbahn gelegen, lockt mit einem schönen Garten. Es gibt ein paar Hochtische, sowie einige Zweiertische direkt an der Hausfassade. Der Garten war nahezu leer, als wir vorbeikamen, und doch waren auf allen Tischen „reserviert“ Schilder, doch man wies uns auf Anfrage gleich einen Zweiertisch zu. Der Service wird von zwei jungen Männern, einem Tiroler und einem Spanier, gestemmt, beide ein Vorbild für guten Service. Aufmerksam, freundlich, effizient, so soll’s sein.

Die Tischsets sind auch die Speisekarte, dort finden sich Tapas, Schinkenspezialitäten, Käseplatten, vegetarische Häppchen, aber auch Hauptspeisen, vorwiegend Fisch, Meeresfrüchte, aber auch z.B. „galizisches Steak“. Zusätzlich präsentiert der freundliche Kellner eine kleine Tafel mit Tagesgerichten, die er auch erklärt. Diverse Fisch- und Muschelgerichte, die Wahl fällt echt nicht leicht, zu viel Verlockendes bekommen wir zu hören und auf der Karte zu sehen.

Wir entscheiden uns einmal für Sangria, um die Hitze ein wenig zu mitigieren. Für mich klassisch rot (es gibt auch weißen Sangria), für die Liebste ein Sangria mit Cava, also Sekt. Beide Sangrias (Sangriae?) kommen rasch in großen Gläsern daher und schmecken vorzüglich. Frische Früchte und Beeren werden verarbeitet, gut gekühlt, einer der besten Sangrias (again, Sangriae??), die ich sowohl in Wien, als auch in Spanien getrunken habe. Kräftig, aber nicht süß, einfach perfekt. Ich könnte jetzt auch nicht sagen, welcher der Bessere wäre, beide waren einfach fantastisch.

Ready for takeoff:

Die Liebste entscheidet sich für gegrillte Calamari, als Beilage gegrilltes Gemüse, ich möchte die diversen Schinkenspezialitäten kosten und bestelle die „degustacion de ibericos“, die aus „Jamon de bellota gran reserva“, Chorizo, Lomo (Schweinsfilet) und einer spanischen Salamiart besteht, sowie zwei Sorten Käse (ein Ziegenkäse und ein Käse aus Kuhmilch, der etwa mit einem Bergkäse verglichen werden kann). Dazu bestelle ich eine Portion „Ensaladilla rusa“, also russischen Salat.

Russischen Salat kennen wir Österreicher als „Gemüsemayonnaise“, die in mehr oder weniger liebloser Art in unser aller Kindheit und Jugend zum Dorsch- oder Kabeljaufilet serviert wurde. In Bulgarien ist russischer Salat weit mehr. Eine Vorspeise, die vor allem an Feiertagen kredenzt wird, viel feiner, würziger und insgesamt besser als die Gemüsemayo, die es bei uns gibt. Sind schon bulgarische „russische Salate“ ein Hammer, der Liebsten Rezept dafür ist nachgerade himmlisch. Noch einen Tick feiner, mit drei Sorten Schinken, ganz fein geschnittenen Gurkerln, Erbsen, Karotten, die Mayo mit Joghurt, Senf und Pfeffer abgeschmeckt, die Erdäpfel in kleinste Würfel geschnitten. Ein Traum. In Begleitung eines bulgarischen Schnapses gehen einem für dieses Gericht schnell die Superlativen aus, man möge mir hier vertrauen.

Daher war klar, dass ich die spanische Variante dieses Salates kennenlernen wollte.

Auftritt der gebratenen Calamari. Eine mittelgroße Portion, laut Liebster qualitativ perfekt zubereitet, Originalzitat „best ever“.
Das gebratene Gemüse erntete ebenfalls Lob und Wohlwollen, saftig, gut gebraten, geschmackvoll, tadellos.

Auftritt meiner Speisen: am „Brett’l“ serviert kommt eine Platte mit einem nachgerade unglaublichen Iberico-Schinken, einer ihresgleichen sunchenden Chorizo, einer schmackhaften Salami und einem sehr, sehr guten Schweinefilet daher. Beide Käsesorten munden vorzüglich, auch hier fällt ein Ranking schwer. Dazu hatte ich Brot bestellt, das ebenfalls „zum Niederknien“ war. Dieses kam in Begleitung einer kleinen Schüssel Olivenöl, - eines der besten und würzigsten Olivenöle, das ich bisher serviert bekam. Und sowohl die Liebste, als auch ich, kaufen ausnahmslos hochwertiges Olivenöl.

Der „russische Salat“ ist sehr gut, wenn auch anders, als die bulgarische Variante. Die Kartoffel größer geschnitten, weniger Mayonnaise (bei der Hitze gut, weil leichter), aber geschmacklich sehr, sehr gut.

Wir sind absolut begeistert. Hier stimmt schon irgendwie alles, freundlicher Service, ein angenehmes Ambiente (im Garten, drinnen war ich nicht), tadellose, nein, außergewöhnlich gute Produkte, exzellenter Sangria. Herz, was willst Du mehr?

Ich bin jetzt nicht der wirkliche Experte der spanischen Küche, mit Ausnahme weniger Stopps in Barcelona (leider fliegen wir das nicht mehr an) hält sich meine Erfahrung in Grenzen. Dennoch: das, was uns hier heute Abend serviert wurde, verdient mit Fug und Recht die Höchstnote.

Nachdem das zu Hause nur 5 Minuten zu Fuß entfernt ist sprach nichts dagegen, noch eine Runde roter Sangrias (seriously, „Sangriae“?) zu ordern, zum Naschen dazu sollte es noch eine kleine Portion Chorizo (einfach unvergleichlich) und Jamon Iberico (ebenso unvergleichlich) sein. Und Brot/Öl, wenn schon völlern, dann richtig.

Zum Abschluss brauchte ich dann noch einen Ristretto, oder besser gesagt, die spanische Variante davon, und das spanische Pendant zum Grappa. Beides – nicht überraschend – hervorragend.

Man bedenke, 4 Sangrias ( ...), 4 Schinkenplatten, gebratene Calamari, 2 mal Brot, Espresso und Grappa – 88 €. Mit Maut 95,- für das Gebotene nicht nur angemessen, sondern eine Okkasion. Ich möchte nicht wissen, wie oft ich für weniger Qualität mehr bezahlt habe.

Das Paco wird uns noch oft wiedersehen, nicht nur wegen der räumlichen Nähe. Ein derartiges Juwel in 5 Gehminuten zu haben ist zu schätzen.

Ich liebe es, wenn ich aus einem Lokal gehe und überzeugt wurde, dass es doch möglich ist, alles richtig zu machen. Not rocket science, aber alle Punkte voll erfüllt. Dafür gibt’s auch die Höchstnote, ohne wenn und aber.

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Bin schon gespannt auf Deine Meinung, Stammersdorfer. An den Nachbartischen wurde auch Fisch serviert, sah ebenfals köstlich aus.

10. August 2018 um 09:19|Antworten|Gefällt mir1

Da möchte man ob deines Berichtes sofort "Einchecken" Steht schon ganz oben auf der To-Do Liste. HGL

10. August 2018 um 09:14|Antworten|Gefällt mir1

Erfreulicher Bericht! (Sangrias)

9. August 2018 um 21:37|Antworten|Gefällt mir1
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. Dezember 2016
Experte
Gastronaut
474 Bewertungen
45 Kontakte
Tester-Level 29
3Speisen
4Ambiente
4Service

Unser Einstand ist wahrscheinlich das einfachste spanische Gericht überhaupt: Pan Tomate. Hierfür wird auf geröstetes Brot Knoblauch gerieben und mit einem Mousse aus gesalzenen Tomaten serviert. Ein paar Spritzer Olivenöl drüber und fertig. Der Köstlichkeitsgrad des spanischen Cousins der Bruschetta hängt schlicht und einfach von der Qualität der Zutaten ab. Klingt banal, ist aber so. Insofern war dieses Pan Tomate eigentlich fast schon ausreichend, um sich in spanischen Gefilden zu wähnen.

Der folgende Teller mit unterschiedlichen iberischen Schinken, Würsten und Käse war ebenfalls wunderbar zusammengestellt und mehr hätte ich – neben zwei Gläsern Wein – auch nicht gebraucht, um mir bereits eine Meinung über das Paco zu machen.

Diese gute Meinung hat aber bereits bei der nächsten Speise wieder einen kleinen Dämpfer bekommen. Denn Patatas Bravas sind in der Regel delikate kleine Kartoffelstücke, die zur knusprigen Vollendung herausgebacken und dann mit einer köstlichen pikanten Tomatensauce überschüttet werden. Für die hier gereichten Knollen würde man in meiner Stamm-Tapas-Bar, der Bar Elisabets (Carrer d’Elisabets, 2, 08001 Barcelona, Spanien) wahrscheinlich ausgepeitscht werden, waren es doch ziemlich letscherte Erdäpfel-Quader mit einer nichtssagenden, viel zu sauren und komplett unscharfen Tomatenpampe. Das ginge besser …

Dafür war dann die echte Tortilla – also nicht das Fladenteil und einen Burrito zu ummanteln – herrlich flaumig und hatte dank der groben Zwiebelstücke auch eine wirklich schöne Textur. Während also dieses Kartoffel-Omelette wieder ein echtes Highlight war, kam die Erdäpfel-Ambivalenz im Paco bei der nächsten Speise wieder zu tragen. Denn jene Kartoffeln, auf denen der „Pulpo a la Gallega“ serviert wurde, hatten schon wieder weder Geschmack noch brauchbare Konsistenz. Und das ist schade, denn der gekochte, geschnittene und mit Paprika servierte Oktopus war insgesamt sonst ein herrliches Gericht. Der Biss des Tintenfisches war annähernd perfekt und das Tier war auch sonst herrlich abgeschmeckt.

Mein persönliches Highlight aber war der „Ochsenschwanz Cordobesa“. Auch wenn dieser auf einem eher undefinierbaren Kartoffelpüree serviert wurde, war dieses Ochsenschwanz-Ragout mit Abstand eines der besten das ich seit Langem gegessen habe: das Kollagen des Schwanzstücks sorgt für eine intensive Bindung und das ewig lange Kochen für ein so intensives Geschmackserlebnis, dass ich sofort zu essen aufhören musste um nach einem schweren Rioja zu fragen, damit das Geschmackserlebnis perfekt wurde.

Die danach gereichten Chipirones, also kleine gebackene Kalmare, wurden klassisch mit Zitrone serviert, passten überraschend gut zum schweren Rotwein und waren ein wohltuender Beweis dafür, dass Calamari fritti von Zeit zu Zeit auch eine richtige Köstlichkeit sein können. Nachdem ich mich bei den Nachspeisen ja immer eher zurückhalte, nur so viel dazu: Die Crema Catalana war herrlich und die Milhojas con Espuma de Turrón einfach traumhaft. Auch sonst legt man im Paco auf die „Postres“ großen Wert …

Insgesamt waren wir bei unserem Besuch so sehr mit dem Genießen beschäftigt, dass mir die neutrale und komplett klischee- und kitschlose Umgebung überhaupt nichts ausgemacht hat. Und immerhin haben die charmanten spanischen Akzente des Personals doch noch für weiteren Flair gesorgt. Kulinarisch gibt es hier wirklich nichts auszusetzen, allerdings mit einer Ausnahme: den Kartoffeln. Egal ob bei den Patatas Bravas, dem Pulpo oder unterhalb des Ochsenschwanzes: der „Erd-Apfel“ fällt hier doch ziemlich weit vom Stamm, also den sonstigen Fähigkeiten der Küche. Aber ich bin mir sicher, dass das nur eine Kinderkrankheit ist und bin schon sehr gespannt auf meinen nächsten Besuch. Und der steht hoffentlich schon bald an!

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4 Kommentare|Zeige alle Kommentare

Es geht dabei nur um den männlichen Sprachklang, auf den die spanische Kultur anscheinend Wert legt. Bei uns assoziiert man dafür mit Ochse das zarte saftige Fleisch (auch wenn es vielleicht in Wirklichkeit von einer Kuh ist; noch nirgends habe ich einen Kuhschlepp gelesen; Kühe haben aber auch Schwänze ;-) ).

22. Dezember 2016 um 13:42|Antworten|Gefällt mir

Ochse oder Stier - ersterer meistens kastriert - aber am Teller, wo ist da der Unterschied?

22. Dezember 2016 um 13:08|Antworten|Gefällt mir

Und?

22. Dezember 2016 um 13:06|Antworten|Gefällt mir1
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