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MalerwinklMalerwinklMalerwinkl
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Malerwinkl Info
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Gastgarten, Schanigarten
Frühstück
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Gemütlich
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Mittel
Kreditkarten
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Öffnungszeiten
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14:00-24:00
Di
14:00-24:00
Mi
geschlossen
Do
14:00-24:00
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So
14:00-24:00
Hinzugefügt von:
amarone1977
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Malerwinkl

Nr. 152
8361 Hatzendorf
Steiermark
Küche: Österreichisch, International
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Weinbar, Vinothek
Tel: 03155 2253
Lokal teilen:

2 Bewertungen für: Malerwinkl

Rating Verteilung
Speisen
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. August 2012
misenplace
54
20
15
4Speisen
3Ambiente
5Service
18 Fotos3 Check-Ins

Ein Wellnesswochenende im nahen Eisenberg hat uns in dieser kulinarisch gar nicht so reich gesegneten Gegend zum Malerwinkl geführt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass dafür eher die Bewertung im Falstaff als der Vorbericht des Kollegen Amarone ausschlaggebend war ;-)

Wenn man das Lokal nicht durch den Garten betritt, wird man nach dem Haupteingang sofort mit allerlei kunstfertigem und Produkten aus der Region in den Regalen erschlagen - muss man doch zunächst auch an der Hotel-Rezeption vorbei.

Generell hat Kollege Amarone den eigenwilligen Charakter des Hauses und seines Inhabers schon sehr gut und wortreich beschrieben, das möchte ich hier nicht wiederholen. Da die vorherige Bewertung allerdings aus dem Winter stammt möchte ich die Besonderheiten hervorheben, die ein Besuch im Sommer mit sich bringt.
Wir haben einen Platz auf der Terrasse zugewiesen bekommen - im kleinen Garten sind neben den Kräutern auch einige Kinderspielzeuge und ein Klettergerüst aufgebaut. Mangels anwesendem Fortpflanz blieben diese jedoch den ganzen Abend unbenutzt.
Unsere superfreundliche und kompetente Kellnerin (Anna, wenn der gestickte Name auf der Schulter tatsächlich der ihrige ist) umsorgt uns nun den ganzen Abend mit großer Aufmerksamkeit und profundem Fachwissen über die verarbeiteten Produkte und Weine.

Die Vorspeisen:

Wir starten mit Flammkuchen und gratinierten Steinpilzen.
Der Flammkuchen ist genau so, wie er sein soll, der verwendete Speck perfekt kross gebraten und das üppige Grün mit dem er bedeckt ist stammt aus dem Kräutergarten und beinhaltet mitunter sehr dicke Blätter und Halme, die sich allerdings erstaunlich zart und wohlschmeckend entpuppen. Dieses Grün ist bei den meisten Gerichten ein steter Begleiter und nicht ganz unwesentlich für den sehr positiven Gesamteindruck der sich in Folge noch verfestigen sollte.
Die Steinpilze sind wunderbar - natürlich etwas matschig, wie das beim Sautieren eben so ist. Das Gratin ist vielleicht einen Tick zu dunkel, wodurch der Geschmack die Pilze etwas erschlägt.
Die Frittatensuppe ist so wie sie sein soll - industrielle Geschmacksverstärker kann ich beim besten Willen nicht ausmachen!
Mittlerweile ist der heiße Augusttag einem lauschigen Sommerabend in der Dämmerung gewichen, getrunken wird allerdings neben einigen offenen Weinen auch weiterhin das gute Murauer Bier.
Ein recht interessantes Weinexperiment lerne ich auf diese Weise auch kennen: der sogenannte "Kreativkopf" ist eine Cuvée an der auch ein erheblicher Teil Blauer Wildbacher (Schilcher) beteiligt ist. Das gibt dem Ganzen eine eigenwillige Note - ich hake es allerdings als interessante Erfahrung ohne Gefahr einer Wiederholung ab.

Es geht weiter mit den Hauptspeisen:

neben den guten aber schlichten Käsespätzle testen wir uns durch das wunderbare Tagesangebot an Jakobsmuscheln die gebraten mit Chips und Wasabisauce serviert werden – interessante Kombination und sehr gelungen.
Das bestellte Beiried in Pfeffersauce wird dann auf wundersame Weise ein Hüftstek mit Biermalzsauce. Gerne hätte ich das vorher erfahren, die Qualität dessen, was ich da am Teller vorfinde besänftigt aber rasche jeden kritischen Geist. Medium rare bestellt… und wenigstens Medium erhalten – also wirklich gut. Auch das Hatzendorfer Lamm kriegt die Küche hervorrragend hin…. Hier bin ich sogar verleitet zu sagen: sehr lange schon habe ich kein so gutes Lammfleisch mehr genossen…

Das Dessert:

Hier haben wir schon zu Beginn gleich auf unser Interesse an den Salzburger Nockerln hingewiesen, damit die Wartezeit ein wenig verkürzt wird. Wie sie dann serviert werden ernten wir verbale Akklamationen der Nebentische, denen ebenfalls der Vanilleduft unter die Nase geht.
Eigentlich ist ein einfaches Gericht, trotzdem esse ich das ausgesprochen selten – weswegen die voluminös erscheinende Speise in weniger als 5 Minuten komplett weggeputzt ist.

Zum Abschied werden uns noch zwei Ministamperl Eierlikör mit Kaffesand serviert, die in ein mit Sand gefülltes Glas gesteckt werden.

Die Autofahrt ins ca. 30 Minuten entfernt gelegene Hotel steht dann noch an…. im „Malerwinkl“ selbst wohnen wir nicht, weil uns bei diesen Temperaturen der große Swimmingpool im Eisenberg nicht ganz unwichtig ist. Essen allerdings, das werden wir künftig immer wieder hier, wenn wir nur einigermaßen in der Nähe sind!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 31. Dezember 2011
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
3Ambiente
4Service

Erster Besuch. Empfehlung meines Cousins.

Wie kommt man von Klagenfurt über Salzburg, Linz und Wien nach Hatzendorf? Ganz einfach, man hat in Graz zu tun und schafft es nicht bis Graz und hat dank einer Empfehlung guten Grund, ein paar Kilometer Umweg in Kauf zu nehmen. Denn das so genannte "Vulkanland", unter welchem Label man hier die Region vermarktet, hat keine eigene Autobahnabfahrt, was dazu führt, dass man dank Navigationsgerät schon mal 4 oder 5 Mal per Bahnübergang über dieselbe Schmalspurbahn gelotst wird, bis man schlussendlich dort ist. Hat aber den Vorteil, dass man in all der Abgeschiedenheit so manches Kleinod finden kann.

Und das ist hier der Fall.

Das Überkonzept des Hauses Troißinger heißt "eat+art". Denn einerseits ist Chefkoch Peter Troißinger nicht nur ein mit internationaler Erfahrung ausgestatteter Koch, sondern auch umtriebiger Künstler. "Bringen Sie ihr altes Besteck mit. Ich mache ein Kunstwerk draus." Stimmt. Vor dem skurril überarbeiteten Haus sowie im Gastgarten (Sommer...) und am Kinderspielplatz stehen allerlei interessante Installationen, wie etwa ein ausgemergeltes Backrohr samt aufgeschweißtem Backblech und darauf verarbeiteten Löffeln und Gabeln. Siehe Link

Das ganze setzt sich auch innen fort. Die Gaststube sowie die hauseigenen, sehr gepflegten Zimmer (Einzelzimmer ca. 35 - 45 Euro) sind voll mit lustigen und kreativen Details, die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind, aber trotzdem die Gemütlichkeit an sich nicht zerstören.
Minus allerdings: der Raucherbereich in der Gaststube ist wie so oft um die Theke platziert, das Nichtraucherabteil beschränkt sich auf vier kleine, aber sehr gemütliche Tische in einem kleinen Nebenraum (siehe Bilder).

Service: zwei sehr junge Damen, eine davon ist die Tochter des Hauses, flink, sympathisch und stets bemüht.

Nachdem ich mich in meinem Zimmer "Klimt" kurz ausgeruht hatte (Klimtvorhänge, Klimtbild im Badezimmer,...) ging's zum Abendessen.

À la carte gibt's genauso wie zwei Menüs. Ein Weihnachtsmenü (wir schreiben Ende Dezmeber) dreigängig um ca. 23 Euro und ein viergängiges um ca. 29 Euro, sowie die Möglichkeit, ein Überraschungsmenü zu bestellen, unter Angabe von Zutaten, die man nicht mag.

Das viergängige Weihnachtsmenü (siehe Bilder) sollte es dann sein:

Hirschcarpaccio mit so genannten Nevetten (spezielle Form der Speiserübe), Nüssen und einem hausgemachten Marillen-Chutney. Hier sei noch erwähnt, dass der Meister des Hauses Dinge wie Marmeladen und Chutneys allesamt selbst macht. Das habe ich am nächsten Morgen am Frühstücksbuffet gemerkt. 9 verschiedene Marmeladen verdienen meinen Respekt. Sie schmecken auch verdammt gut.
Zurück zum Carpaccio: kurz gesagt, ein Traum. Extrem zartes, feines Hirschfleisch, die Nevetten sind feinst aufgeschnitten, zu Röllchen geformt, passen mit ihrer feinen Schärfe und einer beim ordinären Rettich fehlenden "Neutralität" perfekt zum Fleisch, die Nüsse tun ihr Übriges. Aber das Chutney: ich mag eigentlich keine Marillenmarmelade bzw. Marillenknödel o.ä, wegen der aufdringlichen Säure, selbst nach dem Nachzuckern. Aber hier ist ein Könner am Werk: so müssen Marillen verarbeitet werden! Die Kombi hier mit Fleisch, Wurzelwerk, Nuss und Frucht ist einfach der Hammer!

Topinambur-Schaumsuppe: sehr zurückhaltend, leicht aromatisch, nicht scharf, nicht schlagoberslastig, von den Erdäpfel-Knusperchips hätte ich allerdings gerne mehr gehabt. Muss ich auch mal zuhause probieren zu kochen. Nicht himmelschreiend, aber gut. Geht in Ordnung.

Der Zander: knusprig gebraten, für mich anstelle von roten Rüben Karotten. Mein Wunsch, die Rüben wegzulassen, wurde also erhört - der Zander wird auf Karotten gebettet, die frisch aus der Rindsuppe geholt wurden. Das lasse ich mir gefallen. Der Krenrahm ist mehr Kren als Rahm, gut so, und der Kren macht sich bemerkbar - er ist frisch, sehr frisch sogar.
Dazu Speckbraterdäpfel. Gratulation - endlich mal ein Koch, der es verstanden hat, dass all zu oft die Erdäpfel schale, stiefmütterlich vergessene Randerscheinungen am Teller sind. Muss nicht sein. Auch wenn ich ein bissi mit dem Speck gespart hätte, so kommt hier wieder eine Kombi zusammen, die einfach passt.

Nebenbei mal der Wein erwähnt: ein Zweigelt aus der Region. Die Südoststeiermark ist jetzt nicht gerade die berühmte Weinregion, aber der Zweigelt ist ehrlich und "erdig", also ein bissi schärfer, "grüner" als seine Brüder aus dem Burgenland.
Danach darf's ein Mittelburgenländer Blaufränkisch sein. Herr Gesellmann enttäuscht mich nicht!

Die Nachspeise: ein Kastanienreis von der Käferbohne (!!!) mit Weichseln und einem Tupfer Schlagobers.
Es ist ja bekannt, dass große Käferbohnen vorzüglich zum Backen geeignet sind (Bohnentorte). Klar, relativ neutral, Stärke ohne Ende. Dazu ein Kügelchen Isabella-Traubeneis (die Uhudler-Traube...).
Die Sache schmeckt überzeugend, blind verkostet wäre man vielleicht gar nicht auf die Bohnen gekommen. Gelungen! Zusammen mit den Weichseln (endlich mal nicht so pervers aromatisierte Cocktailkirschen....) und ganz wenig Schlagobers macht das Zeug einen gelungenen Abschluss. Anständig voll bin ich allerdings auch, also noch ein Digestif.

Espresso (bissi zu lang, ok, wir sind nicht beim Italiener) und ein Grappa von der Rebo-Traube (Kreuzung Merlot x Teroldego), Gardasee. Geht in Ordnung, kein Spitzengrappa, bissi scharf, aber nicht aromatisiert.

Fazit: ich bin begeistert! Hier arbeitet ein intelligenter Koch. Damit meine ich jemanden, der nicht "notorisch kreativ" am Teller ist, sondern auch versteht, was zusammen am Teller gut schmeckt. Frische Zutaten, hausgemachte Dinge wie eben die Chutneys oder das Wissen über Zutaten (für die Deko eingelegte Samen der Roten Melde (!!) oder eben die zuvor genannten Nevetten) machen hier einen Koch aus, der detailverliebt (nicht nur in puncto Kunst) und gekonnt seine Gäste zu begeistern vermag. So was spricht sich natürlich auch in einer Gegend herum, wo sich Fuchs und Has' sprichwörtlich Gut Nacht sagen.

Tipp: hinfahren, übernachten, in der Umgebung Rad fahren (Riegersburg, Fürstenfeld, Loipersorf...) und am Abend so richtig gut essen, meiner Meinung nach zu sehr freundschaftlichen Tarifen. Und nochmal über Nacht bleiben ;-)

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Letzter Kommentar von am 1. Jän 2012 um 18:24

Sodale, wir san a guat grutscht. :-) Meine Mutti war eine gebürtige Steirerin, aber so wirklich anfreunden konnte ich mit dieser Küche nie. Kürbiskernöl (hab ich ihr oft mitgebracht, und dann war sie happy)) ist nicht mein Fall. Und diese Lungenstrudelsuppe, oh Gott. Die saure Salatzubereitung - nein danke. Ich hab als Kind ständig den Salat verweigert, weil der sooooo sauer war.

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Bewertet am 31.12.2011

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