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Keiner StubenKeiner StubenKeiner Stuben
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Keiner Stuben Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Frühstück
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Günstig
Kreditkarten
Keine
Öffnungszeiten
Mo
07:30-22:00
Di
07:30-22:00
Mi
07:30-22:00
Do
07:30-22:00
Fr
07:30-22:00
Sa
09:00-22:00
So
09:00-22:00
Hinzugefügt von:
RolandS3
Letztes Update von:
magic
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Keiner Stuben

Erdbergstraße 78-80
1030 Wien (3. Bezirk - Landstraße)
Küche: Wiener Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof
Tel: 07136364
Lokal teilen:

6 Bewertungen für: Keiner Stuben

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. September 2016
seinegottheit
6
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3Speisen
2Ambiente
1Service

Es ist Sonntag, gegen 16:45 und ich schlendere durch den dritten Bezirk. Die Schlachthausgasse hinunter Richtung Erdbergstraße und langsam macht sich ein Hungergefühl breit. Der Gusto geht eindeutig auf Wiener Küche, am liebsten etwas Gebackenes. Nur gar nicht so leicht, denn was hat jetzt in der Gegend überhaupt geöffnet?

Beim Schwabl war ich erst vor kurzem, also mal weiter gehen. Da fällt mir die Keiner Stuben ein. Vor zig Jahren, als ich gleich nebenan zur Schule ging, da hatte das Lokal den Ruf für fette, schwer verdauliche Hausmannskost und Schnitzel mit der Tendenz zu Flachsen ohne Ende. Und ich erinnere mich auch als Kind einige Male dort gewesen zu sein, die Erinnerung ist beileibe keine Gute.

Aber ich habe im Sinn hier zuletzt gutes gelesen zu haben, also nochmal kurz das Handy in Anspruch genommen und die Entscheidung war gefallen. Schnurstracks zur Keiner Stuben.

Am weg vielleicht schon mal ein wenig in der Karte stöbern, aber Fehlanzeige, die Homepage geht nicht (mehr).

Ich erreiche das Lokal gegen 17:00 und zu meiner Überraschung ist der Schanigarten gut gefüllt. Noch zwei 6er Tische und ein 4er Tisch stehen zur Verfügung. Da ich alleine bin fällt meine Wahl natürlich auf den kleinstmöglichen, mir fällt allerdings gleich auf das hier noch 2 Gläser stehen. Also ein kurzer Blick zur Kellnerin mit einem Deuter ob hier frei wäre, ich deute das Nicken mal als ja.

Tische und Sesseln im Gastgarten sind durchschnittlicher Standard, wirklich bequem sitzt man nicht. Zur Straße ist man gut bepflanzt abgeschirmt. Was gleich auffällt sind, zusätzlich zu den 2 Gläsern, ein gut befüllter Aschenbecher und ein recht verdreckter klebriger Tisch, der Gast zuvor dürfte seine Zigaretten selbst gedreht haben, jede Menge Tabak verteilt sich am Tisch. Ich bin aber guter Dinge das beim Abräumen hier auch noch ein wenig gesäubert wird.

Da kommt auch schon die Kellnerin vorbei. „grüß Gott, Bitte?!“ die Frage nach meinen Wünschen nicht gerade in freundlichster Art, ich bestelle mal ein Krügerl, da ich einiges an Zipfer Werbung sehe rechne ich mit eben jenem Bier. Dann passiert mal nichts und das ganz schön lange.

Nach ca. 10 Minuten kommt dann mein Bier. Nur zur Erinnerung, ich sitze nach wie vor „im Dreck“, abgeräumt wurde auch nichts. Als sie das Bier abstellt, greift sie zu einem der zurückgebliebenen Gläser, sie wird doch nicht? Doch, sie entfernt das eine Glas des Vorgastes, denn sie benötigt den darunter befindlichen Bierdeckel für mein Bier. Der Rest bleibt gleich und ich nehme es schon mal Vorweg, das ändert sich bis zum Schluss nicht.

Beim Bier fällt gleich auf gezapft wurde es wohl gleich nach meiner Bestellung, und stand dann wohl 10 Minuten herum, denn der Schaum ist bereits völlig eingefallen und das Bier auch unter der 0,5 Markierung. Außerdem im Schwechater Glas, zum Glück stelle ich beim ersten Schluck aber gleich fest darin sehr wohl ein Zipfer.

Nachdem die Kellnerin mich bereits mehrmals im vorbeigehen ignoriert hat und ich mir mittlerweile selber eine Karte vom Nachbartisch, der nun bereits ebenfalls frei ist, geholt habe, kommt doch noch die Frage ob ich zum Essen auch etwas bestellen will.

In der Karte die Klassiker der Beislküche, deftiges gibt es genug, für mich heute Ideal. Ich wähle einmal den gebackenen Emmentaler und dazu einen Erdäpfelsalat, meine favorisierte Kombination. Dazu bitte noch ein Krügerl, das erste ist bereits geleert.

Die Wartezeit aufs Essen relativ kurz, mittlerweile sind auch nur noch 2 weitere Tische belegt. 3 schöne Ecken Emmentaler, dazu 2 kleine Schälchen mit Preiselbeeren und Sauce Tartare und ein optisch sehr ansprechender Erdäpfelsalat. Goldbraun herausgebacken und gut abgetropft präsentiert sich der Käse, auch geschmacklich sehr in Ordnung. Der Salat ebenfalls sehr gut mariniert, mit einer schönen Süße. Preiselbeeren und Tartare erwartungsgemäß Convenience.

Das zweite Bier kommt dann auch, auch hier bleibt wieder das erste leere Glas am Tisch zurück.

Außer mir ist nun nur noch eine Familie mit Kleinkind anwesend, offenbar Bekannte der Kellnerin, denn diese hat sich nun die Bespaßung des Kindes zur Aufgabe gemacht und sie verschwindet mit dem Kind im inneren des Lokales.

Mein Harndrang führt mich aber ohnehin ebenfalls in das Lokal hinein, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, fast wie ich es in Erinnerung habe, nicht ungemütlich, ein echtes Beisl eben. Auch die Toilettanlagen ok, durchaus sauber und gepflegt. Auch ein kurzer Blick in die offene Küche im vorbeigehen zeigt sich nicht negativ.

Ich nehme noch einmal kurz Platz und leere die Reste meines Biers, als dann die Kellnerin wieder 10 Minuten nicht zu sehen ist, beschließe ich noch einmal in das Lokal zu gehen, denn jetzt würde ich dann doch gerne zahlen. Gemeinsam mit der Köchin wird dort gerade mit dem Kind gespielt, durchaus eine nette Geste, aber man sollte seine anderen Gäste vielleicht nicht ganz dabei vergessen.

Mit Trinkgeld würde ich gerne 19€ zahlen, ich bekomme allerdings auf meine zwei 10er 2€ retour, also entweder sie hat mich schlecht verstanden oder sie kann ihre eigene Leistung an diesem Tag sehr gut selbst einschätzen.

Fazit: gekocht wird hier scheinbar durchaus solide, die Serviceleistung an diesem Tag aber ein Desaster. Von selbst nachgefragt wird hier scheinbar überhaupt nie. Am ersten Tisch im Gastgarten steht ein Kübel mit Wasser und Schwamm, daneben auch ein Kübel mit Pinsel für die Aschenbecher, wieso wird beides so gekonnt ignoriert? Die Servicebewertung meiner 3 geschätzten Vortester bei 4-4-5 kann ich heute also überhaupt nicht nachvollziehen, vielleicht habe ich wirklich einen ganz schlechten Tag erwischt, die Chancen das zu testen sehe ich aber sehr gering.

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Letzter Kommentar von am 14. Nov 2016 um 00:31

Ein Beisl, das noch ein richtig altes Beisl ist, ist die Sopherl und da kann man bestimmt nicht von gehobenen Preisen sprechen. Und davon gibt es zwar nur noch wenige, aber es gibt sie!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. April 2016
Experte
adn1966
80
48
22
2Speisen
3Ambiente
4Service
3 Fotos2 Check-Ins

Die Keiner Stuben also.

Ich bin immer wieder einmal daran vorbeigegangen/gefahren, ich glaube sogar, vor vielen Jahren einmal dort zu Mittag gegessen zu haben, der Besuch scheint allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, sicher bin ich mir nämlich nicht.

Als mich heute ein Weg zur Post am Kardinal–Nagl-Platz führte und mir nach Verlassen des Postamts plötzlich der Sinn nach echter Wiener Beislküche stand (stand kausal in keinem Zusammenhang mit dem Verhalten des Postbeamten am Schalter ;-), entsann ich mich, dass die Keiner Stuben ja nur einen Steinwurf entfernt sind. Interessant war ein Besuch jedenfalls auch wegen der sehr guten Bewertungen von erfahrenen Testern auf ReTe, speziell Testerkollegin magic scheint ein veritabler „regular“ in den Keiner Stuben zu sein.

Ich betrat das Lokal noch vor dem Mittags-run, das Lokal war, bis auf einen Gast an der Bar, leer.

Die Keiner Stuben präsentieren sich als echtes Beisl, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Viel dunkles Holz, auch an der Decke, eine prominente Bar mit allerlei Hochprozentigem in aufgehängten Getränkespendern bis hin zu den Chips, die an der Bar hängen. Oder den Vasen mit Plastiktulpen, die neben den Tischen stehen. 70er - Feeling macht sich breit.

Der erste Eindruck ist trotzdem nicht unangenehm. Das Lokal ist sauber und aufgeräumt, die Tische sind zweckmäßig mit Salz, Pfeffer, Zahnstocher und einem Teller, auf dem in Papierservietten gehülltes Besteck liegt, eingedeckt. Und Aschenbecher gibt’s, die Keiner Stuben sind ein Raucherlokal.

Ich werde freundlich begrüßt und bekomme zu meinen kleinen Bier die Speisekarte. Beislklassik ist das Thema, Schnitzel, Gegrilltes, kleine Imbisse und Salate, sowie Desserts. Keine Überraschungen, alles gute Bekannte, wie man sie eben auf einer Beislkarte findet. Und es gibt 2, täglich wechselnde, Mittagsmenüs zum Preis von knapp 6 € (Menü 1) und knapp 8 € Menü 2. Mit Suppe und Dessert. Sehr preiswert.

Ich entscheide mich für den Schweinsbraten mit Kraut und Knödel (Menü 2), allerdings ohne die Tagessuppe. Spannend. Ein Schweinsbraten ist ein herrliches Gericht, um ein Lokal zu testen. Geballte Wiener Wirtshauskompetenz wird der Küche durch dieses Gericht abverlangt. Der Knödel soll flaumig und natürlich hausgemacht sein, das Kraut würzig, nicht zu wässrig, aber ja nicht zu eingebrannt, und möglichst noch ein wenig bissfest. Und der Braten soll zart sein, g’schmackig, keinesfalls trocken, und mit reichlich „Natursaft’l“ serviert werden. That’s it.

Klingt einfach, ist es aber beileibe nicht. Kürzlich hat mir Science-Buster Werner Gruber, den ich recht schätze, erklärt, wie man einen superzarten Schweinsbraten zusammenbringt, wenn man einige physikalische Gesetzmäßigkeiten im Auge behält. Interessant, aber das würde den Rahmen dieser Bewertung sprengen.

Auf den Schweinsbraten wartete ich etwa 10 Minuten, an sich ein gutes Zeichen, zumal auch kein verdächtiges „Bing“ aus der Küche zu hören war, sondern allerlei echte Küchengeräusche. Gut so, hier wird also tatsächlich gekocht, was sich auch später bestätigt hat, nach dem Eintreten der ersten Mittagsgäste gab es Schnitzel-Klopfgeräusche in der Küche. Sehr gut.

Dann kam er auch schon, mein Braten. Großer Teller, zwei Scheiben Schweinsbraten, etwas Sauerkraut und ein mächtiger, offenbar hausgemachter Semmelknödel. Das Ganze auf einem köstlich aussehenden Natursaft’l . Let the games begin.

Nun, das Geschmackserlebnis blieb leider hinter der Optik zurück. Und zwar deutlich.

Der Schweinsbraten war vom Karree oder der Schulter, jedenfalls nicht vom Schopf, und daher natürlich etwas trockener. Nein, eigentlich ziemlich trocken. Geschmacklich durchaus in Ordnung, aber vom zarten Braten, der unter der Gabel nahezu zerfällt, sind wir hier noch einige Kategorien entfernt. Die Ränder speziell einer Scheibe waren angetrocknet, das sollte nicht sein. Zu viel Hitze beim Aufwärmen? Zu wenig übergossen? Egal.

Das Sauerkraut, obwohl geschmacklich gar nicht so schlecht, hatte leider keinerlei Biss mehr, dafür aber zu wenig Säure. Ich würde nicht so weit gehen, es als lieblos zu bezeichnen, - zumindest war es nicht in Einbrenn erschlagen, was ich in manchen Beisln auch schon erlebt habe, aber es fehlte halt die Pfiffigkeit, die man einem Sauerkraut recht einfach angedeihen lassen kann. Ein Apfel, etwas Weißwein, guter Essig, etwas Zwiebel können aus einem einfachen Sauerkraut eine pfiffige, köstliche Beilage machen, speziell, wenn man auch etwas Speck dazu gibt. Hier wurde lediglich an Wacholderbeeren nicht gespart, für den Mangel an Säure im Kraut waren diese wiederum zu dominant.

Der Knödel: Flaumig? Nein. Sehr kompakt. Sehr, sehr kompakt. Hausgemacht? Ich denke schon. Der Geschmack? Auch hier hat der Koch ein zu lockeres Händchen bei einem Kraut/Gewürz gehabt, ich kam allerdings bis zum Ende meines Besuchs nicht drauf, wonach dieser Knödel so dominant geschmeckt hat. Nicht Muskatnuss, aber etwas sehr, sehr penetrantes, an Koriander (war’s aber nicht) erinnernd.

Das Saft’l: gut, wenn auch angesichts des mächtigen Knödels viel zu wenig. Viel mehr Saft hätte nicht auf den Teller gepasst, also bieten sich hier zwei Möglichkeiten an: Extra Saft in einer Sauciere einstellen oder einfach kleinere Knödel machen. Mit dem großen Knödel und dem leider recht trockenen Braten war der Saft bald einmal weggetunkt.

Überraschenderweise kam nach dem Braten noch ein Dessert (Schokokuchen mit Schlag), offenbar Teil des Mittagsmenüs. Der Kuchen war gut, das Schlagobers echt, brave Leistung, aber auch hier nichts zum Niederknien.

Preis: etwas über 10 € für ein kleines Bier, einen Schweinsbraten mit Kraut und Knödel und einen Kuchen mit Schlag. Fürwahr ein preiswertes Mittagessen.

Fazit: Man muss die Kirche natürlich im Dorf lassen, das ist mir bewusst. Die Keiner Stuben sind kein gutbürgerliches oder gar Sterne- oder Haubenrestaurant, das ist natürlich klar und daran habe ich sie auch nicht gemessen.

Die Keiner Stuben sind ein Beisl, das seine Nische mit einer Beislkarte und doch frisch zubereiteten Speisen (Schnitzel und Co., allerlei Hausmannskost) gefunden hat. Ich bin sicher, es gibt ein Stammpublikum, für Firmenangestellte der Umgebung ist es ein gutes Waterhole für die Mittagspause.

Die Dame im Service ist nett und freundlich, das Lokal ist sauber, die Abläufe dürften funktionieren (was ich den Ansagen zur Küche entnehmen konnte). Eigentlich machen sie nichts wirklich falsch dort, auch das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung.

Es tut mir halt in der Seele weh, wenn „basics“ schief gehen, deren Behebung keine große Sache wäre. Keiner erwartet ein Mangalitza-Schwein in den Keiner Stuben, aber ein zartes Bratl mit einem flaumigen Knödl und einem pfiffigen, nicht totgekochten Sauerkraut wäre jetzt nicht zuviel verlangt, oder?

Ich werde den Keiner Stuben noch eine Chance geben, magic, hbg338 und Co. können schließlich nicht irren. Vielleicht probiere ich das nächste Mal etwas aus der Schnitzelabteilung, ich werde Euch berichten.

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Letzter Kommentar von am 12. Apr 2016 um 18:06

Das ist natürlich eine plausible Erklärung.

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am 16. September 2015
Experte
hbg338
389
56
29
4Speisen
3Ambiente
4Service
11 Fotos1 Check-In

An den Keiner Stuben bin ich schon sehr oft vorbeigegangen. Doch irgendwie fand ich das Lokal absolut nicht anziehend. Trotz der großen Aufschrift Wiener Küche an der großen Glasfront erinnerte es mich an, auf gut Wienerisch, einen Brandineser(für all Nichtwiener zur Info “Brandineser = Brantweiner, kleine Lokale in Wien in denen bereits frühmorgens Alkohol ausgeschenkt wird). Dass dem nicht so ist erfuhr ich erst durch Rete und im speziellen durch magic’s Bewertung mit anschließendem Update und auch durch die weitere ausführliche Bewertung von Roland S3. Die Homepage auch noch inspiziert und so stand einem Besuch nichts mehr im Weg.

Der Gastgarten zwischen Häuserfront und Erdbergstraße stieß mich eher ab um hier Platz zu nehmen, also hinein in das Lokalinnere. Drei Gäste befanden sich am Nachmittag im Innenbereich, davon ein Gast im Rollstuhl womit sich die Frage nach der Möglichkeit das Lokal mit diesem zu besuchen geklärt hätte. Auf den Toiletten die zwar nicht am letzten Stand, jedoch in sehr guten Zustand und vor allem sauber waren könnte es für Rollstuhlfahrer eng werden. Für intolerante Nichtraucher ist der Innenbereich eher nicht geeignet den hier ist Raucherzone. Da ich zwar Exraucher bin aber kein Problem mit diesen habe nahm ich nach Rückfrage bei der Servicedame ob es durchgehenden Küchenbetrieb gibt an einen Tisch welcher mit einem zweiten leicht erhöht über eine Stufe zu erreichen ist Platz. Weitere Beschreibungen des Ambientes erübrigen sich da diese in den beiden vorangegangen Bewertungen schon erfolgte.

Umgehend wurde die Speisekarte überbracht und mir auch genügend Zeit gelassen diese zu inspizieren. Zum Trinken wurde der obligate große Apfelsaft gespritzt mit Sodawasser(€ 3,60) gewählt. Als Suppe eine Frittatensuppe(€ 3,10) und die Hauptspeise wurde ein Pariser Schnitzel vom Schwein(€ 9,50). Der Apfelsaft war gängige Standardware, leider hatte ich auf den extra angebotenen naturbelassenen Apfelsaft oder Traubensaft vergessen. Auf jeden Fall war das Mischverhältnis des Apfelsafts in Ordnung.

Die Frittatensuppe ließ einige Zeit auf sich warten, was ich aber mit meiner Besuchszeit von 15:00 in Zusammenhang stelle und die Suppe nicht den ganzen Tag warm gehalten wird. Die Wartezeit war jedoch noch im gängigen Rahmen. Die Suppe wie fast immer sehr heiß, in einer klassischen Löwenkopftasse serviert. Sehr schmackhaft und geschmacklich tadellos. Nachwürzen war nicht nötig. Maggi gab es sowieso nicht. Die Frittaten schlossen sich nahtlos dem guten Suppengeschmack an. Nicht zu dünn und auch nicht zu weich. Dazu in großer Menge vorhanden. Während des Suppenessens vernahm ich das Klopfgeräusch aus der Küche welches auf die frische Zubereitung meines Schnitzels schließen ließ.

Ohne größere Pause nach der Suppe wurde das Pariser Schnitzel serviert. Ein recht großes mit heller Panier(ob es beim Pariser Schnitzel auch Panier heißt entzieht sich meiner Kenntnis) überzogenes Stück Fleisch, bestreut mit etwas Schnittlauch und einer Zitronenspalte. Die Farbe der Panier zeugt von reichlicher Eierverwendung. Das Fleisch nicht zu dünn, von sehr guter Qualität ohne Flachsen oder Fetteinlagerungen. Umhüllt von der Panier, ähnlich einer Omelette da die Panier ziemlich dick war. Sicher etwas eigenwillig und ungewöhnlich aber für mich sehr schmackhaft. Die Panier dank des großzügigen Eianteils nicht zu trocken sondern sehr saftig. Auch hier wurde sehr gut gewürzt. Genau mein Geschmack.

Der Salat eher süßlich mariniert bestand aus Erdäpfel-, Paradeiser-, Grünen- und Gurkensalat. Der gesamte Salat nicht zu kalt und sehr angenehm temperiert. Die Salatblätter in Mundgerechte Stücke geschnitten und als Besonderheit war der Gurkensalat stifteförmig geschnitten. Ebenfalls keine Schwachstelle zu entdecken.

Die Servicedame wie schon von meiner Vortesterin beschrieben sehr aufmerksam und freundlich und flink. Hilfreich dem Rollstuhlfahrer gegenüber. So sollte Service in der Gastronomie sein, unauffällig und unaufdringlich jedoch den Job optimal erledigen.

Mein Fazit – Eine äußerst positive Überraschung. Außen unscheinbar mit überraschender Küchenleistung. Dazu ein zwar eher älter wirkendes Ambiente welches aber sehr gepflegt und gut in Schuss ist. Über das Service gibt es außer fehlerfrei nicht zu schreiben. Da mein Arbeitsplatz nicht weit entfernt ist wird es noch nach Dienstende häufigere Besuche geben.

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Hilfreich?Ja10Gefällt mir11Lesenswert9
Letzter Kommentar von am 11. Mai 2016 um 19:03

Ich war heute wieder in diesem Lokal. Bestellt hatte ich Keiner Cordon Bleu. Laut Karte gefüllt mit Käse, Speck, Zwiebel und Champignons und dazu Pommes - ich wurde gefragt, ob ich lieber gem. Salat an Stelle der Pommes wolle. Meine Frage war dann, ob es auch nur mit Erdäpfelsalat möglich wäre. War es. Schnitzel nicht sonderlich aufregend, aber nicht schlecht, Salat war auch okay; mehr aber schon nicht. Heute hat mir (es war kurz nach 16:00 h) auch das Publikum nicht wirklich gefallen. Den Koch hab ich die letzten paar Male auch nicht gesehen. Entweder erwischte ich immer seinen freien Tag oder es schwingt nur mehr die Küchengehilfin den Löffel.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 15. April 2015
Update am 14. August 2015
Experte
magic
63
50
20
4Speisen
3Ambiente
5Service

Heute war wieder einmal Erdberg angesagt. Um genauer zu sein, ich beglückte die Keiner Stuben auf der Erdbergstraße; 5 Gehminuten von der U-Bahnstation Kardinal-Nagl-Platz, stadteinwärts.

Ein bepflanzter Schanigarten vor dem Lokal lud zum Sitzen ein, mir war es dann aber doch zu windig und ich nahm im Lokal selbst Platz. Alles nett renoviert, man kann sich die Bilder dazu auch auf der hp ansehen.

Geworben wird in erster Linie mit traditioneller Wiener Hausmannskost.
Die Keiner Stuben machen einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck. Nach jedem Gast wird der jeweilige Tisch sofort ordentlich gereinigt. Die Barhocker sind mit Plastik/Lederimitat versehen und sogar die werden nach jedem Gast mit einem feuchten Tuch geputzt. Die Sitzplätze bei den "normalen" Tischen sind mit Stoff tapeziert.

Beim Eintreten wurde ich sofort freundlich von einer Kellnerin begrüßt und nach meinen Wünschen befragt. Ich verlangte die Speisekarte (übrigens sehr umfangreich und preislich mehr als günstig gestaltet).

Bestellt hab ich mir dann 1/4 roten Hauswein, dazu wurde automatisch 1/4 Leitungswasser serviert. Alles ging ganz rasch, obwohl im Lokal mehrere Gäste saßen.

Was wollte ich essen? Es klang alles so verlockend. Letztendlich entschied ich mich für ein Blunz´ngröstl Eine riesige Portion kam nach ca. 15 Minuten geliefert; das beste und feinste Blunz´ngröstl meines Lebens war das. Alles ganz fein und klein verarbeitet, keine "Trümmer" am Teller wie so häufig.

Gezahlt hab ich 3,00 und 8,50 und Trinkgeld. Ein herzliches Dankeschön durch die Kellnerin und nette Verabschiedung nicht nur durch sie, sondern auch durch einige andere Essensgäste.

Das Lokal ist ein Raucherlokal und bis auf eine winzige Erhebung zum WC-Bereich auch behindertengerecht.

Für alle die die Wiener Küche lieben kann ich das Lokal empfehlen, denn die anderen Gäste waren scheinbar auch glücklich mit ihren Speisen und ausgesehen haben sie ebenfalls sehr gut (die Speisen Hr. cmling!).

update: Dieses update ist mir eine Herzensangelegenheit bezgl. Service-Aufwertung:

Nach längerer Zeit war ich wieder in der Keiner Stuben. Zu meinem Glas Rotwein kam automatisch ein Colaglas mit kaltem Wasser und ein Glas mit Eiswürfeln. Als meine Eiswürfel aufgebraucht waren kam umgehend ein neues Glas mit Eiswürfel an meinen Tisch.
Dass weder Wasser noch Eiswürfel verrechnet wurden brauche ich wohl nicht extra erwähnen.

In der Zwischenzeit kam eine Gruppe Blinder (Werden so an die acht Personen gewesen sein.) ins Lokal.
Liebevoll kamen von der Kellnerin die Instruktionen an den Mann an erster Stelle, rechts, links, 2 Schritte noch, dann kommt eine Stufe, ..., ihr könnt rechts oder links sitzen, es ist ausreichend Platz für alle.

Sie brachte ihnen natürlich keine Speisekarte! Fragte ob sie kalte oder warme Speisen wollten und zählte auf. Ebenso wurden die Getränke aufgezählt.

Beim Bringen der Getränke sagte sie einfach immer nur "Ich glaube das Soda-Himbeer gehört zu Ihnen, das und das denke ich haben
Sie bestellt." Usw.

Die Blinden wurden nicht wie Behinderte behandelt sondern (was nicht überall selbstverständlich ist) wie ganz normale Menschen. Hut ab vor dieser Kellnerin!!!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. Juni 2012
RolandS3
30
4
9
4Speisen
2Ambiente
3Service

Eine liebe Freundin hat mich unlängst nach der „Keiner Stubn“ befragt, ob ich sie empfehlen kann und so. Nun, da ich vor eine Jahr das letzte mal dort gespeist habe und sich in einem Jahr doch einiges ändern kann beschloss ich heute die „Keiner Stuben“ wieder einmal zu besuchen und wie hier schon versprochen auch darüber zu schreiben.

Optisch hat sich von außen, außer neuen Vorhängen, einmal wenig verändert. Die Keiner Stube dominiert noch immer mit ihrem Gastgarten den Platz bei dem Durchgang zur Keinergasse auf der Erdbergstraße.

Nachdem heute schönes Wetter war setzte ich mich in den Gastgarten, denn das innere der Keiner Stuben finde ich ein wenig beengend – eine kleine Bar mit Barhockern und etliche kleinere Tische, die für mich das Resopal-Mahagoni-Flair der 80er Jahre verströmen (ich habe aber auch schon mit Freunden zu fünft en einem Tisch vorzüglich gespeist – es war halt a bisserl eng…).

Ein netter zum Lokal passender Kellner kam mit der Karte und fragte auch gleich was es zu Trinken sein darf – nach dem mir schon die ganze Zeit ein Cordon Bleu durch den Kopf ging bestellte ich ein Seidl Zipfer, das auch gleich gut gezapft und kühl kam.

Bekannt ist die Keiner Stuben unter anderem durch seine großzügigen Grillplatten für zwei Personen, aber da ich diesmal allein war und das Lokal mit anderen in der Gegend vergleichen wollte blieb ich beim klassischen Cordon. (auf der Speisekarte gibt es noch ein Kinder Cordon-Bleu, ein Sur Cordon-Bleu, ein Hühner Cordon und ein Keiner Cordon-Bleu mit Speck, Champions, Zwiebel und Käse).

Als erstes kam ein Schüsserl Salat, was ich eigentlich nicht mag, denn ich kann mich meist nicht zurückhalten, koste gleich und futtere oftmals den Salat vor der Hauptspeise auf…

Diesmal blieb mir genug Salat für die Hauptspeise, denn der Eisbergsalat der da kam, dem fehlte irgendwie einiges – typisches (süßes) wiener Dressing mit ein wenig frischem Schnittlauch, aber halt ein wenig geschmacklos.

Doch das Cordon, dass dann kam, entschuldigte sich sofort für seine Beilage – ihr seht es auf meinem Foto. Ausreichend viele, gekochte, nicht geröstete Petersilerdäpfel mit frisch gehackten Petersil. Traumhafte Erdäpfel, genau richtig gekocht, die wirklich nach Erdäpfeln schmeckten.

Auch das Cordon-Bleu war perfekt paniert – dunkel goldgelb, ein paar Sekunden länger im heißen Fett und es wäre verbrannt. Doch so blieb es im inneren bis zu letzten Bissen schön heiß.

Auch das macht den unterschied zwischen einem sehr guten und einem durchschnittlichen Cordon aus, denn nur so bleibt der Käse bis zum Schluss schön weich und saftig. Natürlich zählt auch die Wahl des Schinkens – in der Keiner Stube verwenden man keinen billigen Toastschinken, sondern nimmt einen recht saftigen, g´schmackigen Beinschinken. Auch das Schweineschnitzel war weich, gschmackig gewürzt und saftig. Wie gesagt, ein Genuss bis zum letzten Bissen (währenddessen der Salat immer mehr an Geschmack verlor- kein Wunder neben dem panierten Gustostück).

Wenn ich in der Gegend einen Vergleich wagen darf zwischen Keiner Stuben, Gasthaus Bauer, Schwabl Wirt und Gassner´s Wirtshaus (alle Lokale befinden sich auf der Erdbergstraße und bieten gute Wiener Küche an), so hab ich bis jetzt nur einmal ein um eine Spur besseres Cordon-Bleu gegessen als heute, und das war vor ein paar Jahren bei Gassner´s Wirtshaus, gleich bei seiner Eröffnung.

Nachher bestellte ich noch einen kleinen Braunen – so eine Bestellung hätte ich vor zwei Jahren nicht gewagt, denn die Kaffeemaschine produzierte damals nur etwas, das Karl Farkas als Bohnenlose Gemeinheit bezeichnet hätte. Nachdem mir aber ein bekannter versicherte, dass die Maschine nun funktioniert oder ausgetauscht wurde, wagte ich es – und siehe da ein ausgezeichneter kleiner Brauner vom Julius rundete das Essen ab.

Fazit - die Portionen in der der Keiner Stuben sind noch immer ausreichend Groß und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt noch immer. Im Gastgarten erwarten einem sehr saubere Matall-Gartenstühle ohne Tischtuch, aber das passt, denn wer sich mehr erwartet geht zum „Amon“ und zahlt dafür auch mehr.

Die Bedienung ist nett, flott, sehr freundlich und doch ein wenig urig. Aber genau das passt perfekt und das erwartet man auch von einem Erdberger Wirtshaus. Denn dort trägt der Kellner Jeans und keine Livree, wie im Sacher.

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Letzter Kommentar von am 14. Apr 2013 um 18:07

gerade die Keiner-Stuben sind in ganz Erdberg für ihr ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bekannt.

Gefällt mir2
am 16. Mai 2012
reuantok
2
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

wer großen hunger hat kann mit wenig geld satt werden

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Letzter Kommentar von Unregistered am 18. Mai 2012 um 00:27

reuantok, Sie sind hier völlig falsch am Platz! Es ist für die berühmten Fisch was Sie hier fabrizieren. Hoffe, Sie sind als mystery-tester besser. Hauptsache Ihnen gefällts. Ist ja auch sinnvoll den Leuten zu schreiben "probierts es selber aus", echt super hilfreich diese Bewertungen.

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