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Do, 18. April 2024

Hungry Guy

Rabensteig 1, 1010 Wien
Küche: Mediterran
Lokaltyp: Restaurant
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Hungry Guy

Speisen
Ambiente
Service
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Bewertungen

Smiler
Experte
am 16. April 2018
SpeisenAmbienteService
Da war ich nun, Samstagabend, am Weg um etwas mehr zu trinken und noch nichts im Magen. Mit einem Freund im Schlepptau also vom Stephansplatz kommend erblickte ich den Hungry Guy. Ein paar Mal bin ich zwar schon daran vorbei, aber dieses Mal sollte es soweit sein. Im Gastgarten sind ein paar Leu...Mehr anzeigenDa war ich nun, Samstagabend, am Weg um etwas mehr zu trinken und noch nichts im Magen. Mit einem Freund im Schlepptau also vom Stephansplatz kommend erblickte ich den Hungry Guy. Ein paar Mal bin ich zwar schon daran vorbei, aber dieses Mal sollte es soweit sein.
Im Gastgarten sind ein paar Leute gesessen, drinnen war auch etwas los, also warum nicht einmal probieren.
An den Scheiben prangert groß Soulfood dazu der Hinweis, dass man bitte drinnen bestellen möge. Wir sind zu zweit sind, deshalb nehmen wir erstmal draußen Platz und lassen alles auf uns wirken. Da biegt auch schon die Kellnerin ums Eck, gibt uns die Karte und sagt, dass wir dann drinnen bitte bestellen mögen.
Die Karte besteht aus zwei Seiten, einmal für Pita Variationen, die andere für alles andere.
Auch wenn sich das meiste ganz lecker anhört, Burger, Grillhendl, diverse Platten usw. entscheiden wir uns für 2 mal Schawarmapita und eine Portion of the beste Pommes in Town oder so ähnlich. Leider find ich keine Info betreffend einer Sauce zu den Frites. Getränkekarte gibt’s es keine.
Drinnen angekommen fragt uns der nette Herr hinter der Bar was es denn werden soll. Für einmal Pita, ein Cola und die Pommes (durch 2 geteilt) zahle ich 15€ mit Trinkgeld.
Im Inneren sieht man direkt hinter die Theke. Dort wird Gemüse geschnitten, der Hühnerfleischspieß bruzelt ordentlich vor sich und das Essen wird zusammen gemischt. Da alles etwas hektisch zugeht, war das erst mal alles von drinnen, wir hinterlassen noch unseren Namen und warten draußen auf das Essen. Da die Wartezeit doch an die 10 Minuten beträgt, mach ich noch einen kleinen Gang zum WC. Am Weg sehe ich dann die selbst gebackenen frischen Pitabrote und dazu die Brotmaschine. Macht schon einmal Lust auf die Pita.

Das Lokal drinnen ansonsten nicht all zu groß, bietet wohl Platz für circa 30 Leute. Draußen haben nochmal ungefähr so viele platz. Wie stark es nach Essen drinnen riecht, kann ich leider nicht beantworten, da alle Fenster und Türen geöffnet waren.

Und dann kommt das Essen geliefert. Die Pita selbst wird in einem festeren Alusackerl geliefert, die Pommes gibt’s in so einer Art Campingteller.
Die Pita selbst ist jetzt nicht ungewöhnlich groß. Das interessante war für mich wie sie gemacht wurde. Die Spitze des Pitabrotes abgeschnitten und dann das Fleisch, Kraut und Sauce hineingestopft. Auf den ersten Blick herrlich anzusehen. Fleisch, Kraut, Knoblauchsauce und ein bisschen Granatapfel drüber gestreut. Und hier hat es auch wirklich viel Pepp gehabt. Leider ist die Qualität danach gesunken. Nachdem oben alles weggegessen war musste ich die restliche Pita mit Fleisch und Brot vorlieb nehmen, bis am unten Ende wieder die Sauce aufgetaucht ist. Von den 13 Gewürzen für das Fleisch konnte ich leider auch nicht viel merken.
Hier hätte ich mir doch etwas mehr Vermischung aller Zutaten gewünscht.
Die Pommes für stolze 4,90€ waren in Ordnung, hier gibt’s ein kleines Ketchup dazu.

Vom geschmacklichen her hält sich die Pita im guten Mittelfeld, leider ist der Preis mit 8,9€ doch recht happig.

So wirklich zünden wollte also das Ganze nicht bei mir. Richtig zum Essen hingehen würde ich nicht, da es einfach mehr auf mitnehmen bzw schnell Essen ausgerichtet ist und für den Snack zwischendurch ist es mit dann doch etwas zu teuer.
Die Pita und die Pommes - Hungry Guy - WienDie Brotmaschine - Hungry Guy - WienHungry Guy - Wien
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Gastronaut
Experte
am 25. März 2016
SpeisenAmbienteService
„Die Leute sollen unsere Speisen so essen, wie wir sie zubereiten. Wenn es ihnen so nicht schmeckt, dann kommen sie eben nicht wieder!“ Das war Eyal Guys Antwort auf meine Frage, warum es in seinem neuen Pita-Lokal „Hungry Guy“ nicht auf jedem Tisch auch jene drei Saucen gibt, die man aus ähnli...Mehr anzeigen„Die Leute sollen unsere Speisen so essen, wie wir sie zubereiten. Wenn es ihnen so nicht schmeckt, dann kommen sie eben nicht wieder!“
Das war Eyal Guys Antwort auf meine Frage, warum es in seinem neuen Pita-Lokal „Hungry Guy“ nicht auf jedem Tisch auch jene drei Saucen gibt, die man aus ähnlichen Imbissen kennt. Damit meine ich scharfe Harissa-Chili-Sauce, die süßliche Mango-Curry und eine dritte Namens „Zhug“, die am ehesten einem grünen Pesto nahekommt. Mein Blick schweift dann über den Tisch und bleibt sichtlich bei den Salz- und Pfefferstreuern stehen, um zu überprüfen, ob sich der Gast hier zumindest damit seine Speisen individualisieren darf. Man darf.

Die Weinkarte ist österreichisch, die Biere sind aus Österreich, Tschechien und Italien. Israelisches Bier – köstlich – sucht man hier vergeblich.
„Das hier ist auch kein israelisches Lokal. Ich will auch nicht ständig gleich in die israelische Lade geschoben werden. Ich bin Israeli, das Lokal ist aber mehr ein Aufeinandertreffen vom Orient und dem Westen“ Man könnte jetzt natürlich auch darüber diskutieren, ob die israelische Küchen nicht prinzipiell eh eine Fusion aus orientalischer, osteuropäischer und westeuropäischer Küche ist. Aber Eyal Guy diskutiert nicht gerne, er erzählt lieber. Zum Beispiel von seinem Steckenpferd, dem in der hauseigenen Bäckerei frisch gebackenen Pita-Brot, mit oder in dem hier so ziemlich jede Speise serviert wird. Und er erzählt gerne von seiner mühsam rekrutierten Mannschaft, die für einander zur zweiten Familie geworden ist und die der eigentliche Chef ist und alles bestimmt. Bei den Speisen darf sich jeder einbringen, der Begriff „out of the box“-Denken fällt mehrfach. Aber kommen wir zum Essen...

Als erstes kosteten wir einen Hummus-Teller. Der Hummus ist im „Hungry Guy“ so ziemlich das Einzige, das nicht selber gemacht wird, sondern aus Israel importiert wird. Und zwar, „weil man den erst lange zubereiten müsste, und das kostet Zeit und Geld“, wie Eyal Guy meint. Aber egal...Der Hummus war gut, das Olivenöl noch besser und die warme Pitaflade aus dem Ofen tatsächlich unvergleichbar besser als in jedem vergleichbaren Lokal...


Ein Traum war auch die darauf folgende Pita mit „Fish & No Chips“ - auf das No Chips komme ich gleich noch – denn dabei handelt es sich um eine umwerfende Kreation. Die in Pita-Bröseln (worin sonst ?) panierten Kabeljau-Stücke treffen hier auf saure Grapefruits, süße Orangen, basische Kartoffeln und knackige Gemüse-Restfülle. Diese Komposition bedarf tatsächlich keiner weiteren Aufwertung durch irgendwelche weitere Saucen. Gut, denn die hätte es ja eh nicht gegeben...

Wer sich vegan ernährt, der würde hier wohl zur Pita-Variante mit gegrilltem Karfiol, Chili, Tomaten und Minze greifen. Die Minze sorgt mit der Chili für eine scharf-frische Note, dem gekochten und dann gegrillten Karfiol fehlt aber jegliches Röstaroma. Insgesamt fehlt dieser Pita der richtige „Knack“. Einstimmig finden mein Gegenüber und ich, dass hier einige geröstete Zwiebel wahre Wunder wirken könnten, aber Eyal Guy meinte, dass Dinge wie Röstzwiebel zu sehr stinken würden. Das ist ja auch der Grund, warum es im Hungry Guy keine Pommes Frites gibt. „Es kommen ja auch viele Menschen aus den Büros der Umgebung zu Mittag her. Anwälte, Ärzte und so. Die wollen sicher nicht nachher ständig nach Frittierfett riechen..“
Ich bin mir zwar sicher, dass auch in vielen anderen Lokalen die von Anwälten und Ärzten besucht werden frittiert wird, aber wollen wir mal nicht so sein.

Unsere dritte Pita-Variante war jene mit Hühnerfleisch. Garniert wurde diese mit einem riesigen panierten Zwiebelring, der natürlich nicht frittiert war. Dem Hühnerfleisch fehlten leider jegliche Röstaromen, also genau jene Noten die Hühnerfleisch vom Grill oder vom Drehspieß zu unwiderstehlich machen. Wer noch Lust auf Süßes hat, der bekommt hier kleine Gläser mit nicht unspannenden Cremes (Sesam war toll!).

Zusammenfassend steht das „Hungry Guy“ für ein interessantes neues Konzept mit dem klaren Fokus auf alles rund um Pita. Eyal Guy und sein Team sind bereit vieles auszuprobieren und er betont auch laufend, dass sie mit dem Fine Tuning noch lange nicht fertig sind. Und das ist auch gut so. Und vielleicht könnte man die Gäste hier als etwas mündiger einstufen und ihnen zutrauen, dass sie sich ihre Speisen noch selbst abschmecken dürfen, wobei wir wieder bei den eingangs erwähnten drei Saucen wären. Ja, das Pita-Brot ist hier wirklich traumhaft, aber ich gehe wahrscheinlich dreimal lieber zu einem Mitbewerber mit weniger köstlichem Brot bei dem ich meine gefüllte Flade nach meinem eigenen Geschmack mit den „drei Saucen“ abrunden kann, als erklärt zu bekommen, dass die Gäste ja nicht wiederkommen müssen wenn es ihnen nicht schmeckt....
Karfiol-Pita - Hungry Guy - WienHummus Teller mit Bohnen & Ei - Hungry Guy - WienGrillhuhn in Harissa - Hungry Guy - Wien
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