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Di, 4. Oktober 2022
In der Umgebung

Diwan

1 Bewertung
Wallensteinstraße 48, 1200 Wien
Küche: Türkisch, Vegetarisch
Lokaltyp: Restaurant
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Genau wie im Text beschrieben, stimmt's? - Diwan - WienCa. 70% die Qualität des Brot's, wunderbar die Linsensuppe - Diwan - WienSparmenü's - Diwan - Wien

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Gesamtwertung

23
1 Bewertung
Speisen
20
Ambiente
20
Service
30
am 18. Jänner 2018
BruderBernhard
Experte
SpeisenAmbienteService
Hingerissen, hergerissen, ange*en, so fühle ich mich gerade nach einem Abstecher in die schöne Brigittenau. Nach einem kleineren Fiasko gestern Abend in einem wirklich sympathischen griechischen Restaurant, dessen Name ich aus Empathie nicht nennen will, ich musste mir mit kräftig Ouzo den Magen ... MehrHingerissen, hergerissen, ange*en, so fühle ich mich gerade nach einem Abstecher in die schöne Brigittenau. Nach einem kleineren Fiasko gestern Abend in einem wirklich sympathischen griechischen Restaurant, dessen Name ich aus Empathie nicht nennen will, ich musste mir mit kräftig Ouzo den Magen auskratzen, im Hotel, direkt aus der Flasche sozusagen, und war deshalb heute morgen mit schwerem Bauch und schwerem Kopf aufgewacht, war mir heute mittag nach einem Fleischteller. Türkisch, Balkan, so in der Richtung. Und da fiel mir das Diwan ein, das viel Gelobte.

Und so marschierte ich zügig einen Donauradweg entlang zur Wallensteinstrasse, mit jedem Schritt fühlte ich den Appetit sich aufbauen. Das wird wunderbar, türkischer Holzkohlengrill, frisch gebackenes Brot, ein oder zwei grosse Chai dazu, die sind ja bei den Türken immer fein und zudem günstig. Ich denke dabei auch an die einmalige Gelegenheit, den österreichischen furchtbar gesüssten Salaten zu entgehen, ich werde mir also auch einen Hirtensalat bestellen. Ha! Das Leben lacht, da kann der Tag noch so grau sein.

Genau in dieser Stimmung also komme ich zum kleinen Imbisslokal mit ein paar farbigen Möbeln in Kunststoff. Ein paar Männer sitzen da bei Kebab, einer bei einer Suppe. Zwei Spiesse, einer elektrisch beheizt, einer von Holzkohle befeuert. Eine mittelgrosse Küche im Hintergrund, dort werkt die Köchin, vorne bedienen die Männer, zügig und aufmerksam.

Hm... Reis und Hirtensalat stehen abgepackt in Plastikschälchen in einer Vitrine. Gestrichen also. Dafür aber bestelle ich mir eine Linsensuppe, und die ist tatsächlich und wie erwartet köstlich. Danach muss einfach das Grösste und Teuerste folgen, der Weg war schliesslich weit. Und es muss natürlich vom Holzkohlespiess kommen.

Es ist nicht Lamm, unglaublich, aber wahr.

Ich bestelle also ein Iskender - das Fleisch ist Rind. Mein Kopf ist tot. Auch während des Essens hält die Betäubung an, die Betäubung durch das stetige mediale Trommelfeuer, wie gut dieser Diwan Holzkohlespiess denn sei. Gut, der Iskender ist nicht grad fürchterlich, es könnte schlimmer sein. Was ich da vor mir habe, sind Streifen von Rindfleisch, einige sind heiss, die meisten nur lauwarm. Darunter eine, sorry, aber da müssen wir jetzt durch, eine Pampe aus Brotstückchen und Milchprodukten, die natürlich kalt. Und über dem ganzen eine Pampe aus Tomate und Zwiebeln, letscherten. War das wenigstens heiss? Denkste.

Ich bin im Nachhinein so zornig, weil ich alle Alarmzeichen missachtet habe. Rindfleisch vom Holzkohlenspiess? Normalerweise nimmt man ja Kalb. Das Fleisch hatte den Geschmack von Siedfleisch, aber überhaupt nicht nach Gebratenem, geschweige denn von Holzkohle. Der Spiess bestand aus dünnen Scheiben von Teilen, die normalerweise lange gegart werden müssen, Schnittfläche Richtung Feuer konnte so gar keine entstehen. Ich höre Louis Camille Maillard rotieren in seinem Grabe. Wie billig! Dafür 8.50 € zu verlangen scheint mir sehr gewagt.

Chai gibt es dort nicht. Ich habe das anfänglich der Enge des Lokals zugeschrieben, jetzt weiss ich, es war ein weiteres Alarmzeichen. Das Brot war frisch gebacken, aber doch schon vor einiger Zeit, und es wurde nicht nochmals aufgefrischt. Eigentlich erstaunlich, das geht doch ganz ohne Aufwand?

11.50 € ärmer, unruhig nach einem enttäuschenden Mahl, strolche ich noch ein bisschen in der Gegen herum, des Harndrangs üble Beute. Um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, setze ich mich in die gegenüberliegende türkische Konditorei Hazar, grosszügiges frisches schönes Plastikinterieur, Soundtrack aus Acidhausen, dünner Chai, eintönig süsser Schokopistazienkuchen - aber die allerschönsten Toiletten, die ich bisher in Wien gesehen habe.

Und ich sage es nochmals - der Fehler liegt ganz alleine bei mir, ich hätte das Desaster absehen können, die Alarmzeichen habe ich aufgezählt. Auf mich bin ich wütend. Und verstehe natürlich auch nicht, wie so etwas unterm Namen Diwan laufen kann! Ich habe zuerst gedacht, da hat wieder mal ein Konkurrent einen Namen gekapert, aber nein, laut Visitenkarte gehören die Lokale zusammen.

Beim nächsten Anfall werde ich wieder ins Lamm Kebap an der Sechshauserstrasse gehen. Definitiv, jetzt ist Schluss mit den Experimenten.
Genau wie im Text beschrieben, stimmt's? - Diwan - WienCa. 70% die Qualität des Brot's, wunderbar die Linsensuppe - Diwan - WienSparmenü's - Diwan - Wien
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