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Coburg Wein Bistro
Coburg Wein BistroCoburg Wein Bistro
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Coburg Wein Bistro Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Frühstück
Brunch
WLAN, WiFi
Preislage
Hochpreisig
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
08:00-24:00
Di
08:00-24:00
Mi
08:00-24:00
Do
08:00-24:00
Fr
08:00-24:00
Sa
08:00-24:00
So
08:00-24:00
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Coburg Wein Bistro

Coburgbastei 4
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Bistro, Restaurant
Tel: 01 51818-870Fax: 01 518 18-100
Lokal teilen:

1 Bewertung für: Coburg Wein Bistro

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. März 2012
Hartaberfair
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2Speisen
4Ambiente
4Service

Im Rahmen der Nespresso Gourmet Wochen machten wir am Donnerstag einen Abstecher in den Basteigarten des Palais Coburg. In diesem „Zweitrestaurant“ des 5-Sterne Hotels kocht zwar Sterne-Koch Silvio Nickol nicht selbst, der Basteigarten kommt laut Gault Millau aber dennoch auf zwei Hauben. Insofern kamen wir mit sehr hohen Erwartungen, die aber leider enttäuscht wurden.

Das Essen: Das 3-Gänge Menü bestand aus gebeiztem Lachs mit Avocadotartar an Blattsalat mit Cappuccino-Espuma, Lammrücken mit Kaffeekruste und Süßkartoffelpüree sowie einem Trifle aus Kaffee- und Vanillecréme sowie Sahne mit Kirschen und crunchiger Kaffeeschokolade.

Vorspeise und Hauptgang konnten unsere Erwartungen in keinster Weise erfüllen. Einzig die Qualität der der verwendeten Zutaten entsprach einem 2 Haubenlokal. Die eigentliche Leistung eines Spitzenkochs, nämlich die perfekte und kreative Verarbeitung der Zutaten vermissten wir aber zur Gänze. So wurden die Speisen nach unserem Eindruck quasi völlig ohne die Verwendung von Salz und anderen Gewürzen zubereitet. Wenn das in den Augen des Kochs schon so sein muss, dann wäre es schön gewesen, wenn wenigstens am Tisch Salz und Pfeffer gestanden hätten.

Das Avocadotartar und der gebeizte Lachs zur Vorspeise schmeckten einfach nur fad, auch wenn die
Grundzutaten ohne Zweifel erstklassig waren. Lediglich der Salat war sehr gut angemacht. Gleiches gilt für den Hauptgang: Der Lammrücken war zwar auf den Punkt gegart und butterzart, allerdings quasi ungewürzt. Auch die Kaffeekruste brachte kein Aha-Erlebnis. Nun war die mangelnde Würzung beim Lamm noch nicht so tragisch, da der Geschmack des Fleisches selbst fantastisch war. Das Süßkartoffelpüree meiner Frau aber war zudem kalt. Da ich eine Laktoseintoleranz habe musste ich auf selbiges verzichten, da mit Milch zubereitet. Die fantasielose Alternative bestand aus 5 kleinen gekochten ungesalzenen Kartoffeln. Handwerkliche Fähigkeiten der Küche ließen lediglich die in Portwein sautierten Zwiebeln erahnen, die gut schmeckten. Diese entpuppten sich mit Blick auf den Wein dann aber als Problem: Da das Essen wie gesagt offenbar völlig ohne Salz zubereitet worden war, zerstörte der süßliche Geschmack der Zwiebeln den ausgezeichneten Rotwein (Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon) was einerseits wegen des hervorragenden Geschmacks des Weins als auch angesichts des Preises von 12 Euro pro Glas eine Schande war.

Darüber hinaus waren leider die Teller nicht vorgewärmt, so dass der Hauptgang mit gutem Willen bestenfalls noch als lauwarm zu bezeichnen war. Selbst beim Gedeck wurde es geschafft, negativ aufzufallen. Für 3 Euro p.P. war das gereichte Brot (einfaches Baguette) mit gesalzener Butter – das Salz muss aber auch hier in homöopathischen Dosen verwendet worden sein – und Olivenöl einfallslos. Dazu hat man sich im Basteigarten offenbar auch noch nie Gedanken darüber gemacht, wie die Gäste das Olivenöl zum Brot essen sollen: Einen Löffel gab es keinen, mit dem man das Öl auf den Couvertgedeckteller bekommen hätte und so musste man das Brot in das Ölschälchen dippen. Dabei tropfte man natürlich die Tischdecke voll.

Wirklich gut waren lediglich die servierten Nachspeisen. Der Trifle schmeckte laut meiner Frau sehr lecker. Ich musste auf diesen erneut wegen der verwendeten Milch verzichten und bekam statt dessen Pfefferminz-Melonen-Sorbet mit Kügelchen von Honig- und Zuckermelone. Auch dieses war sehr lecker.

Der Service: Entspricht dem, was man sich in einem Lokal mit 2 Hauben erwarten würde, geht aber auch nicht darüber hinaus. Wir hatten zumindest nicht den Eindruck schlechter als die anderen Gäste behandelt zu werden, nur weil wir im Rahmen der Nespresso Gourmetwochen da waren. Die Kellner waren sehr freundlich und bemüht. Es war zum Beispiel kein Problem für mich ein anderes Dessert als vorgesehen zu bekommen, da ich den Trifle wegen der verwendeten Milch nicht essen konnte. Meine Frau hat sich auch sehr über die angebotenen Taschenständer gefreut; so musste sie ihre Handtasche nicht auf den Boden stellen. Besonders erwähnenswert ist noch, dass ich ein paar Tage vor unserer ursprünglichen Reservierung einen Anruf vom Basteigarten bekam, ob ich den Tisch nicht lieber an einem anderen Abend reservieren möchte, da sich an jenem Abend eine größere Gruppe ausländischer Gäste angesagt hätte und die romantische Stimmung hierunter doch sehr leiden könnte. Ich unterstelle jetzt mal, dass das so war und man nicht einfach nur unseren Tisch brauchte für diese Gesellschaft. Insofern fand ich das sehr nett.

Das Ambiente: Das Restaurant ist sehr schmal und hat die Form eines Ls. Die Tische stehen entsprechen auch nicht nebeneinander, sondern in der Länge versetzt zueinander. Im Prinzip ist das sehr angenehm und man hat von überall einen herrlichen Blick auf das Palais Coburg. Die Einrichtung wirkt rustikal gediegen. Aufgrund der dunklen Stahlkonstruktion und der dunklen Tische und Stühle wirkt das Ambiente dunkel, aber nicht düster.

Fazit: Alles in allem waren wir wie gesagt sehr enttäuscht von dem Abend bei Ihnen. Für 140 Euro (davon 70 Euro Getränke) hatten wir uns von einem 2 Haubenlokal deutlich mehr erwartet als ungewürztes, lauwarmes Essen und gekochte Kartoffeln. Das können wir so zu Hause auch selbst. Lediglich Service und Ambiente sprechen für einen Besuch und entsprechen voll und ganz den Erwartungen an ein Haubenlokal.

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Letzter Kommentar von am 30. Dez 2012 um 04:37

LECKER ? Den Österreichern mangelt es sehr an sprachlichem Selbstbewusstsein. Das Wort "lecker" wird in Österreich - und auch im Süden Deutschlands - deshalb als fremd empfunden, weil das mittelhochdeutsche Verb "slecken" unterschiedlich realisiert wurde: im Norden des Sprachraums eher als "lecken", im Süden eher als "schlecken". Eine Ausnahme ist das Götzzitat, das hat Ottfried Fischer gut beobachtet. (Wiener Sprachblätter 23.2.2012)

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Bewertet am 13.03.2012
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