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Cantina - Osteria FriulanaCantina - Osteria FriulanaCantina - Osteria Friulana
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Cantina - Osteria Friulana

Bartensteingasse 3
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: Italienisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 890 64 96
Lokal teilen:

6 Bewertungen für: Cantina - Osteria Friulana

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Jänner 2014
Experte
bubafant
283
71
29
3Speisen
4Ambiente
2Service
18 Fotos1 Check-In

Weihnachtsfeier. Im Ersten. In der Cantina. Nachdem das Lokal keinen (brauchbaren) Internetauftritt hat – Überraschung. Online schmückt man sich nur mit einer Tafelspitz Auszeichnung (Gewinner 2013 Kategorie Restaurants Mediterran), den Öffnungszeiten und dem Hinweis, dass man nur bar zahlen kann.

Gleich nach dem Eintreten steht man auch schon mitten im Geschehen. Mitten in einer anderen Weihnachtsfeier. Der Raum wird dominiert von der hölzernen Theke, die sich durch den halben Raum schlängelt, der Kaffeemaschine und der glänzenden Zapfanlage und dem schönen Fliesenspiegel dahinter. Barhocker davor und auch die restlichen Plätze sind Hochtische und –stühle. Fliesenboden. Der Gangbereich, der in den hinteren Bereich führt wird dominiert von einer (leeren) Vitrine und der Berkel-Maschine. Hier befindet sich auch ein großes Weinsortiment im Setzkasten (wie ein großes Expedit von Ikea …), und es zweigen auch die extrem kleinen und engen Sanitärräume ab.

Im sich anschließend öffnenden Raum sieht es etwas anders aus, als auf der Homepage. Die umlaufende Holzbretter-Bank gibt es so nicht mehr. Nur mehr auf einer Wand mit den Fenstern existiert ein Stück davon. Die kurze Wand ziert jetzt eine Holzbank, der Rest sind dunkle Holzstühle. Gedeckt sind drei Tafeln, wie ein 'U', nur nicht durchgehend. Es ist bereits eingedeckt mit beigem Set, und dem ganzen Programm mit Tellern, Besteck und Gläsern, Mineralwasserflaschen und Weinkühlern aus Ton. Rotweinflaschen mit aufgesetzten Korken. An der Wand drei schwarze Tafeln, außen Weinangebote, in der Mitte unser Weihnachtsmenü. Dazwischen eingelassen Garderobenabteile und auf einem Board unter der Decke jede Menge Weinflaschen.

Als Vorspeise gibt es Prosciutto di San Daniele und Antipasti
Auf den Tischen stehen bereits die Körbchen mit Brot. Einem sensationellen Tomatenbrot und einem eher faden, fast trockenen Weißbrot. Der Prosciutto fällt auch in die Kategorie sensationell (aber zu wenig …). Die Antipasti – Oliven, Pilze, getrocknete Tomaten, Knoblauchzehen, eingelegte Zwiebeln in zwei Erscheinungsformen und marinierter Paprika – enttäuschend und Allerweltsware.

Beim Hauptgang gibt es Wahlmöglichkeit.
Sepie mit Safran Risotto gefüllt, gebraten, auf Blattsalat
Die zwei Portionen auf unserer Tafel sind der optische Hammer. Tintifax ist ja für mich persönlich ein echtes NoGo und deshalb habe ich etwas Zeit zur Orientierung gebraucht, dass das Ei-ähnliche Ding in der Mitte das Tier ist und die gebogenen Ausläufer der Salat … Das Fleisch ist zäh, die Kollegen säbeln quasi erfolglos darauf herum, es bleibt auch etwas am Teller liegen, das Safran Risotto kann natürlich den Karren nicht mehr herumreißen, das Beste soll die Salatgarnitur gewesen sein.

Gefüllte Hühnerbrust mit Safranerdäpfel
Die Nummer zwei auf der Speisekarte und auch im Ranking. Zwei schräg geschnitten servierte Stücke Huhn in ausreichend gebundener Sauce. Gefüllt mit Schinken und wahrscheinlich einer Semmelmasse. Die Erdäpfel knusprig angebraten und dann in’s Safterl gelegt. Alle beide.

Rindsroulade in Terranocreme, dazu Polenta
Meine Wahl. Ich denke Terrano ist eine Weinsorte. Aber diese Speise hat für alle, die sie gewählt haben, so geschmeckt, als wäre die jeweilige Oma respektive Mamma hinter dem Herd gestanden. Eine perfekte Roulade, so zart, dass die Gabel nur aufgesetzt werden musste und quasi von selbst durch geglitten ist. Gefüllt mit kleinen Stücken von Karotten und Gurken, diese auch in der Sauce püriert, ein paar ordentliche Kapern drauf und der knusprig herausgebackene Polenta Würfel hat so was von gut dazu gepasst. Danke sehr.

Zum Dessert gibt es eine FünfzigFünzfigChance auf die richtige Entscheidung. Es waren leider 100 Prozent. Von so lala. Das Tiramisu, mit einem großen Löffel kugelförmig aus einem Behältnis herausgestochen und dann mit einer Kakao-Straße versehen. Nach Aussagen der Endabnehmer sehr viel Alkoholgehalt und der Rest eher fad. Der Kellner hat die beiden Dessertvarianten auf den Tellern zwanglos durch die Reihen getragen und wer hier gesagt hat, hat ihn auch schon gehabt. Den Wunsch-Teller.
Die Hoffnung steigt, dass die Panna Cotta mit Karamellsauce eine bessere Wahl ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber wie kann man dieses Dessert nur so verhunzen (HaPe Kerkeling würde hurz sagen …). Die gestürzte Masse in Form in einem tiefen Teller. Soweit passt’s noch. Aber keine Karamellschicht, denn der Hauch von Karamellgeschmack ist in der dünnflüssigen Vanillesauce, mit dem das Fußbad aufgefüllt worden ist. Darüber ein paar Schokoblättchen in Hell und Dunkel.
Es ist unglaublich, wie das Echauffieren über Essen, das einem nicht schmeckt, bis dato wildfremde Menschen verbinden kann. Dafür wenigstens ein Danke.

Fazit: Die für uns abgestellte grobmotorische Kellnerin aus einem deutschsprachigen Nachbarland trägt sehr viel dazu bei, dass ich mich nicht wirklich wohl fühle. Sie spulte ihr Programm ab, Zwischenfragen und –wünsche waren ein Problem. Erst wurde abserviert und dann in den Raum gestellt, ob man noch etwas möchte. Keine Nachfrage, ob Kaffeewünsche bestehen. Die bestellten Kaffeetassen und –becher kommen eine halbe Stunde nach dem Dessert (wo alle schon aufgegessen haben). Von den Speisen war ich enttäuscht, obwohl ich aus einer Chance von eins zu drei noch den Burner erwischt habe. Die Desserts waren beide enttäuschend, bei den Vorspeisen der Schinken in Ordnung, die Antipasti eine Billigvariante. Ich weiß, wie bei solchen Veranstaltungen der Preis gedrückt wird, aber insgesamt war das eine enttäuschende Vorstellung. Ich habe auf einem nicht reservierten Tisch einen Blick auf eine kleine papierene Speisekarte geworfen (in der irrigen Meinung, das ist unseres …) – keine Hauptspeise unter EUR 20,00. Gut, wir waren jetzt hier, und kommen mit Sicherheit nicht mehr, obwohl der Wirt selbst sehr viel Charme besitzt, sich halt dann doch nicht um alles selbst kümmern kann.

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Letzter Kommentar von am 3. Jän 2014 um 22:31

Das reimt sich! Pajero Montero...

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am 2. Mai 2013
Peter99
13
1
4
2Speisen
3Ambiente
2Service

Ambiente - klassisch wie bereits im Vorgängerlokal am Ring - aber ohne besondere Note. (muss in einer Osteria/Cantina aber auch nicht sein)
Küche - leider trotz Lokalwechsel immer noch die selbe einfallslose, scheinbar niemals wechselnde, sogar für meinen Geschmack etwas zu reduzierte Speisekarte.
Die Preise für die Qualität der Speisen zu hoch - und keinesfalls dem Niveau einer Osteria oder Cantina entsprechend, dafür die Portionen teilweise in geradezu homöopathischen Dosen (Fleischanteil beim Rehragout ca 50g).
Service - nicht unsympathisch aber nicht über die Maßen engagiert, wenn es um die Menüplanung geht.

Dieses Lokal schlägt sich leider weit unter seinem möglichen Potential - Schade.

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Letzter Kommentar von am 3. Mai 2013 um 10:20

seb: stimmt, alles sehr vage beschrieben. "...teilweise in geradezu homöopathischen Dosen": Nun, wir haben fürstlich gegessen, die Portionen waren allerdings - leider? - nicht so groß, dass uns danach schlecht geworden wäre. Ist das schlimm?

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. Mai 2013
Update am 6. Mai 2013
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
4Ambiente
4Service
3 Fotos1 Check-In

Un friulano dal friulano.

Das ist ja die Gelegenheit: il grande capo weilt in Wien: wir rätseln, wo wir in der Gegend Währinger Straße (Ringnähe) was Ordentliches zu essen bekommen. Nicht einfach, auch Rete.at spuckt für den 9. Bezirk in dieser Gegend keine außergewöhnlichen Locations aus, und in’s Äthiopische Restaurant bringe ich keinen Italiener hin. Wiener Schnitzel oder wie bei Mamma, niente da fare.

Doch ein paar Schritte weiter, im „äußeren“ 1. Bezirk, also nicht im historischen Kern, gibt’s die Cantina Friulana in der Bartensteingasse, die Gott sei Dank nichts mit dem Generica-Minister zu tun hat.

Nach Tagen der Touristenabfütterung mit Schnitzel & Co. ist es also an der Zeit, einen besonderen Test zu machen. Furlan testet Furlan.
Wie isst sich’s in der durch mehrere Bewertungen hoch gelobten Osteria Friulana? Gerade das Wort „authentisch“ wird ja immer wieder hervorgehoben, aber wer sonst als ein echter Udinese kann das nun bestätigen oder widerlegen?

Das Lokal ist schlicht, um nicht zu sagen spartanisch eingerichtet, auf alle Fälle wohnlich.
Einige Bilder mit Preisschildern verdeutlichen, dass man hier Künstlern eine Bühne schenkt, vielleicht sieht’s also beim nächsten Besuch schon ganz anders aus.

Die Reservierung per Telefon klappt ohne Probleme, ein „buine sère“ sorgt allerdings für ein wenig Verwirrung, ich belasse es also mal beim Deutsch.
Soll jetzt keine Katastrophe sein, sofern das Lokal hält, was es verspricht.

Der Padrone ist kein Friulano, auch kein Italiener – aber ich kann beruhigen:
er ist sehr italophil, und das ist allemal besser als ein durchschnittlich geführtes, original-italienisches Lokal.

Vorweg: dass ein friulanisches Lokal in Wien keine lückenlos friulanische Karte anbietet, ist klar.

Das meiste auf der Karte ist, so bestätigt es mir also auch der Capo, italienisch, aber nicht nur auf Friaul beschränkt.
So viel Individualismus wäre auch tödlich, hier muss man schon auch einen gewissen Kompromiss eingehen, denn einerseits will man sich ja fühlen wie in Udine, andererseits gibt's immer noch das Gesetz: was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

Die Sarde in saor z.B. heißen im Friuli „sardelis“, grundsätzlich kommen die süß-sauer marinierten Sardinen (mit Zwiebeln, Pinoli und Rosinen) aus der (Nachbar)Region Veneto.
Hier sind sie aber fantastisch gelungen, die Säure ist nicht so prägnant, fast ein wenig schmeichelnd, aber sicher nicht zu süß. Ein sehr anregender Beginn.

Doch ich darf auch am anderen Teller mitnaschen. Der San Daniele ist nun wirklich sehr friulanisch, darüber gibt es keinen Zweifel. Schon beim Hereingehen fiel mir die historische Berkel auf, die die riesigen Cosce feinst aufschneiden darf.
Ergebis ist hier ein besonders zarter Prosciutto, der wirklich auf der Zunge zergeht – und ja, das genau ist dann das Besonder, das man erst einmal bieten muss. Hier kapitulieren 99 von 100 Italienern, original wie nicht original. Der Prosciutto ist entweder Mittelmaß, oder es ist der Allesschneider. Oder beide.

Halt – ich habe das Wichtigste vergessen. Hier begnügt sich der Padrone austriaco italofilo nicht mit Hillinger, Falesco oder Antinori. Die großen Tafeln an der Wand informieren über das glasweise Angebot.

Unter anderem einige Vertreter der Colli orientali. Nein, kein persischer Wein, auch wenn die ersten Winzer vor 6000 Jahren angeblich aus Persien kamen. Die Colli orientali del Friuli sind die Hügel, die im Osten der Provinz Udine an Slowenien grenzen (in der Provinz Gorizia setzen sich die Colli als „Collio“ fort).
Und siehe da, ein Gioiello allererster Güte, eine Göttin am friulanischen firmamento vinofilo: Petrussa. Hilde Petrussa.

Ein Achterl Cabernet franc. Nicht sauvignon – franc. Jetzt haben friulanische Rotweine an sich schon den Vorteil, den andere als Nachteil betrachten: er ist „grüner“ als anderswo, da er mit der Reife oft nicht „fertig wird“. Doch gerade der leicht grasige Cabernet franc hat dadurch eine wunderschöne Würze, die sich so angenehm vom samtigen Modewein abhebt.
Der Prosciutto schmilzt – und der franc darf emulgieren. So geht das.

Hauptgang? Fast könnte man sich allein von Antipasto, Brot und Wein grücklichfressen, doch es kommt ja noch ein Hauptgang.
Eine „grüne“ Lasagne beim linienbewussten Figone links neben mir, ich brauche den Secondo „tosto“ mit herzhaften Teilnehmern: schön zarte Stücke vom Rinderfilet, „costate“, wie man sie in ähnlicher Form auch in Görz (Gorizia) bekommt, dort allerdings vom Stier (toro).
Contorni: polenta, grüner Salat. Buono.

Kleiner Wehrmutstropfen: der Schioppettino ist bei weitem nicht so gut wie der Cabernet franc zuvor, hier lässt Petrussa ein wenig das friulanische Heiligtum in Richtung interantionale Stilistik abgleiten. Schade.

Tutto sommato: fein die Weine aus der Region, ebenso der exzellente Prosciutto. Essen kann man hier wirklich sehr, sehr gut, wenn auch nur ein bestimmter Teil der Karte wirklich rein friulanisch ist, doch das wäre auch aus gastronomischen Gesichtspunkten völlig illusorisch.
Wer übrigens mehr über Friaul erfahren will, dem sei das neue Buch von Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac ans Herz gelegt, die beiden leben nicht nur in Wien, sondern auch in Friaul. Die wissen eben auch, was gut ist.

Allora: hier sieht man sich auf alle Fälle wieder, die Empfehlung des Monats ist wohlverdient.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. März 2013
Jtteam
28
10
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5Speisen
5Ambiente
4Service
5 Fotos4 Check-Ins

Beim Betreten des Lokals hat man das Gefühl in einer typischen Osteria in einer kleinen Seitengasse von Udine gelandet zu sein. Im Gegensatz zu Italien ist hier die klassische dunkle Einrichtung, welche den typisch friulanischen Flair vermittelt, noch sehr neu.

Im Eingangsbereich lädt eine Bar mit ein paar Stehtischen und Barhockern zu einem Aperitif und Antipasti ein.

Im hinteren Bereich des Lokals befindet sich der Gastraum mit etwa zehn Tischen. Hier sollte man ein paar Tage im Voraus reservieren, da die Osteria so gut wie jeden Abend ausgebucht ist.

Wir haben reserviert, und werden sogleich vom freundlichen Kellner, an der Prosciuttomaschine (gutes Zeichen) vorbei, zu unserem Tisch gebracht.

Ein Tisch für vier Personen, Tischsets aus dunklem Papier (kenne ich auch nur aus Norditalien), Vorspeisen- und Hauptspeisenbesteck eingedeckt, Wein- und Wassergläser und eine Karaffe Wasser stehen bereits am Tisch. Zwei hübsche Vasen mit jeweils einer frischen Schnittblume runden das Bild ab. Gesamteindruck: wie in Friuli! Alles sehr eng, trotzdem gemütlich. Der erste Eindruck ist top!

Auf dem Tisch befindet sich eine Tageskarte, gedruckt auf A4 Papier, darauf befinden sich in etwa zehn verschiedene Hauptspeisen und drei Desserts. Die Auswahl ist gering, aber dafür sehr gut und dass es hier keine normale Menükarte gibt, weißt auf den Abwechslungsreichtum der Küche hin.
Antipasti stehen nicht auf der Karte, durch die Anwesenheit der Prosciuttomaschine und der reich gefüllten Vitrine neben ihr, wissen wir aber, dass es auch hier eine gute Auswahl gibt.

Wir bestellen sogleich einen Liter Prosecco in der Karaffe (wie schön, dass man das hier auch kann!!), einen Teller Prosciutto und einen gemischten Antipasti-Teller für vier Personen. Dazu gereicht wird uns frisches Weißbrot, ein etwas dunkleres Brot mit (wir glauben) getrockneten Tomaten und diversen Kräutern. Das Brot schmeckt sehr frisch und wie selbstgebacken.

Der frisch geschnittene Prosciutto war saftig und mild, die Antipastivariation reich gefüllt mit in Öl eingelegten Melanzani, Zucchini, Pilzen, neben einer klein gewürfelten Frittata, dazu Oliven, Kapern und getrockneten Tomaten. Man lässt uns in Ruhe unsere Vorspeise genießen, bevor man nach der Hauptspeise fragt. Die Karte ist zwar klein, dennoch kann man sich schwer entscheiden!

Wir bestellen einmal Filetto di Manzo con Salsa Verde, ein Rehragout mit Polenta und zwei Mal Orecchiette mit Lammragù. Dazu passend ein Glas Merlot.

Das Filetto di Manzo ist rosa gebraten, dünn aufgeschnitten, mit Ruccola, Parmesan und ein paar Granatapfelkernen dekoriert, angerichtet mit einer würzigen gut abgeschmeckten Salsa Verde, und wird kalt serviert. Dieses Gericht würde sich auch gut als Vorspeise eignen! Eine Gaumenfreude sondergleichen!

Die Orecchiette im Ragù geschwenkt, mit frischem Parmesan, die Pasta auf den Punkt, jedoch fehlt ein wenig Salz. Der Salzstreuer am Tisch schafft schnell Abhilfe. Wir fragen noch nach etwas Parmesan, die Kellnerin kommt mit deinem großen Stück Parmesan und dazugehörigen Hobel bewaffnet zurück, und bedeckt die Pasta aufs neue mit dem beliebten Käse.

Die Sensation des Abends war das Reh mit Polenta. Das Fleisch zart, die Sauce sensationell gut abgeschmeckt, die Polenta cremig. Bei diesem Gericht mangelt es an nichts.

Die Portionen sind nicht zu groß und nicht zu klein, man kann sich also ohne schlechtes Gewissen vor der Hauptspeise mit Antipasti vollstopfen oder gar zwei Hauptspeisen bestellen und die Antipasti auslassen. Die Preise auf der Karte bewegen sich zwischen EUR 9,00 und 12,00 – ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wir bezahlten für den ganzen Abend für vier Personen EUR 120 (inkl. Trinkgeld), für den ersten Bezirk auf jeden Fall in der günstigeren Preisklasse.

Die Punktevergabe ist nun etwas schwer, da ich gerne aufgrund ganz kleiner Mängel für Service und Küche 4-5 geben möchte. Wenn man also äußerst pingelig wäre, könnte man für den Salzgehalt der Orecchiette und ein paar kleinen Servicefehlern (1) die Kellnerin stand bei unserer Ankunft VOR dem Lokal und rauchte eine Zigarette und lies sich durch den Stress im Lokal nicht aus der Ruhe bringen – kleiner Tipp: in der Pause dort hin gehen, wo einen die Gäste nicht sehen können! 2) abservieren, bevor alle am Tisch fertig gegessen haben) sicher einen halben Punkt abziehen. Da es aber keine halben Punkte gibt, werde ich der Küche 5 Punkte geben und dem Service noch Platz nach oben lassen und 4 Punkte vergeben.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Abend in der Cantina Osteria Friulana ein freudiges Erlebnis mit einem Rundum-Wohlfühlfaktor war. Das Konzept des Lokals ist gelungen und wir freuen uns auf ein baldiges Wiederkommen!

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Kommentar von am 2. Mär 2013 um 21:37

Kommt sofort auf meine "To-Do-List". Der Bericht ist H-G-L natürlich. Danke vom Gerry

Gefällt mir1
am 7. Dezember 2012
Haldair
6
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Kann dem vorposter nur recht geben. Kein anderes lokal ist mir so abgegangen. Das lokal im Haus der Lotterien war etwas größer dafür aber auch im Keller eingebunkert.
Reservieren sollte man 1 Woche im voraus, Plätze an der Bar finden sich aber meistens auch für kurzentschlossene. Vorab eignet sich eine karaffe prosecco um ca. 12€. Der Hauswein, ein ausgezeichneter und süffiger refosco liegt in der gleichen Preisklasse.
Großer Pluspunkt ist die immer noch gleiche Kellnerin und die fantastische gemischte antipastiplatte, die in beliebigen Größen und Ausstattungen geordert werden kann.

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am 1. November 2012
Schwimmkrabbe
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Endlich ....

Die 2 Jahre waren wie 20 Jahre !

Endlich gibts wieder den Prosciutto, die Antipasti, die Kürbislasagne, die Sarde in saor, die Trippa, den Octopus ....

Wers früher nicht kannte, wird es schwer haben, denn die Cantina ist jetzt täglich bumvoll, voller alter Stammgäste, die ihre Entzugserscheinungen endlich los werden. Aber nicht verzagen, der Toni sperrt jetzt schon um 14 Uhr auf, also: ideal für ein spätes Mittagessen, das dann gleich in ein frühes Abendessen übergeht, und das Schleppe Bier ist auch ideal als Beginn, bevor man dann dem Hauswein fröhnt...

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Letzter Kommentar von am 30. Dez 2012 um 10:31

Ist das das ehemalige "Margeritaville"?

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Cantina - Osteria Friulana - Karte
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