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Montag, 24. Juli 2017
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Café Bacco

Margaretenstraße 25
1040 Wien (4. Bezirk - Wieden)
Küche: Italienisch
Lokaltyp: Trattoria
Tel: 01 585 66 92
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1 Bewertung für: Café Bacco

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. Juni 2017
MichaelA2
21 Bewertungen
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Tester-Level 12
4Speisen
3Ambiente
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Es war wieder „Grätzelfressen“ Zeit und diesmal ging es in ein Lokal das schon lange auf unserer Wunschliste stand, wo es immer schwer bis unmöglich war einen Tisch zu ergattern, das in diversen Gourmetmagazinen seit einiger Zeit hochgelobt wird: Das Cafe Bacco in der Margaretenstrasse. Wir hatten schon viel darüber gehört, jetzt freuten wir uns, endlich einen eigenen Eindruck zu bekommen.

Wir betraten das Lokal, das etwas schmuddelig dafür aber gleich umso italienischer wirkte. Wir wurden sehr freundlich begrüßt, neben dem Wirt war auch der Seniorchef anwesend (der allerdings kaum Deutsch sprach) und zwei jüngere Kellner, alles in Allem sehr charmant und freundlich. Wir bekamen einen netten aber sehr kleinen 2er Tisch, freundlicherweise hat man uns sofort auf einen anderen Tisch umgesetzt, als einer frei wurde. Das ist nicht unbedingt üblich und fanden wir sehr positiv.

Das Konzept das Cafe Bacco: Keine Speisekarte, keine Weinkarte, Weine nur flaschenweise. So simpel wie genial, aber auch das wussten wir bereits im Vorfeld. Letztendlich kommt der Patrone dann an den Tisch, fragt ob wir Hunger haben („Jaaaa, natürlich“), auf welchen Wein aus welcher Region wir Lust hatten (ein Primitivo sollte es sein) und los ging die kulinarische Reise:

Los ging es mit einem Gurken-Dill-Süppchen: Die Suppe war kalt, sehr frisch vom Geschmack und der Dill zwar spürbar aber trotzdem dezent eingesetzt.

Weiter ging es mit einer üppigen Platte mit Rohschicken und Salami Aufschnitt, dazu gab es frisches Brot. Man merkte an der Portion schon, dass der Abend eine Herausforderung werden könnte, auch wenn die Küchenleistung in dem Fall nicht vorhanden war, erkannte man doch die gute Qualität der Produkte.

Schlag auf Schlag ging es weiter: Erst mit frittierten und mit Frischkäse gefüllten Zucchiniblüten, im Anschluss eine Variation von Bruschetta mit Wurst, Tomaten und Leber. Wurst schmeckte schön pikant, die Tomaten waren mehr ein Ragout, das sehr fein gewürzt war und die Leber mehr ein Leberaufstrich. Lecker, wir merkten aber immer mehr: Hier würden wir noch einiges leisten müssen, wir brauchten bereits die erste kleine Pause. Zwischenzeitlich wurde uns auch bereits ein Vorgeschmack des Hauptganges präsentiert: Ein Kalbs-Rollbraten im Ganzen gebraten, der Koch präsentierte stolz an jedem Tisch den fertigen Braten in der Pfanne, was überall mit „Aaah“s und „oooh“s quittiert wurde.

Unsere Reise ging weiter, diesmal mit einer Schale „Papa al Pomodoro“: Eine toskanische Tomatensuppe, die wie soviele besonders leckeren Gerichte füher ein klassisches Arme-Leute-Essen war. Im Grunde wird altes Weißbrot mit Olivenöl, Knoblauch, Tomaten und Basilikum zu einem Brei verarbeitet, wörtlich übersetzt bedeutet es auch „Tomatenbrei“. So unspektakulär das Gericht aussieht, so großartig schmeckt es dann. Ein sehr, sehr einfaches aber extrem schmackhaftes Gericht, man kann sich vorstellen, einen ganzen Trog davon zu essen.

Der nächste Gang war dann ein Fenchelkuchen, im Grunde eine Art Quiche belegt mit Fenchel und mit Ei als „Spachtelmasse“. Der Fenchel war sehr mild, das ganze Gericht auch absolut in Ordnung, ich muss halt nur zugeben, dass ich nicht so der Quiche Fan bin (ist mir immer zuviel Teig und zu wenig Inhalt), entsprechend für mich persönlich der schwächste Gang des Abends.

Weiter ging es mit Pasta al Limone: Großartig! Das liebe ich ja so an der italienischen Küche, für ein fantastisches Gericht braucht es oft nicht mehr als frische Pasta und ein paar gute Zutaten. Deshalb gehen wir in Italien auch immer wieder gerne in die kleinen, klassischen Trattorien. Die Pasta war ganz offensichtlich selbst gemacht, perfekt al dente gekocht, die Sauce dazu schön cremig mit einer feinen Zitronennote. Wirklich ganz besonders gut und auch hier wieder ein großer Topf für uns zwei, schön langsam wurde es eng…

Als Hauptgang gab es dann den schon zuvor präsentierten Rollbraten in dünne Scheiben geschnitten, dazu sehr schmackhafte Braterdäpfeln, einfach ein schön gebratenes Stück Fleisch!

Zum krönenden Abschluss gab es dann noch ein Tiramisu, genauso wie ich es gerne habe: Gaaanz viel Creme und kaum Bischkotten und damit war das Menü zu Ende und wir wirklich mehr als satt. Als Abschluss noch ein großartiger Espresso wie man ihn in Wien selten bekommen und einen Grappa zum „Verdauen“, wie man so schön sagt.
Was ist zum Service zu sagen? Das Team sorgte sehr flink und charmant dafür, dass wir uns wohlfühlten. Hoch anzurechnen ist, dass der Kellner schon beim Öffnen der Flasche am Korken erkannte, dass dieser etwas korkte. Geschmacklich war es für uns ehrlich gesagt erst mit dem Vergleich einer frischen Flasche klar, aber das war für uns in jedem Fall sehr positiv zu werten und haben wir woanders auch schon anders erlebt (als uns damals beispielsweise im Larimar Hotel ein Rotwein serviert wurde, der eigentlich schon braun und nicht mehr rot war…). Der Grappa ging dann am Ende auch noch aufs Haus, da wir das Team darauf hinwiesen, dass Espresso und Grappa nicht verrechnet wurden, in Summe für uns ein mehr als gelungener Service, die Tatsache dass hier auch eher deutsch-italienisch mit Händen und Füßen kommuniziert wird, trägt einen Teil zum Urlaubsfeeling bei, das man im Cafe Bacco bekommt.

Ein Wort noch zum Ambiente: Das Lokal an sich ist etwas abgewohnt und schmuddelig, hat aber durchaus Atmosphäre. Auch wenn es dann nicht so extrem gestört hat und wir es auch im Vorfeld wussten: Die Tatsache, dass das Cafe Bacco warum auch immer eines der letzten Restaurants ist wo noch ungeniert geraucht werden darf, ist eigentlich nicht tragbar. Mich stört eine komplett verrauchte Bar gar nicht, habe früher auch gerne und viel geraucht, aber Rauchen beim Essen inmitten eines Restaurants geht eigentlich gar nicht. Wäre das Gesamterlebnis nicht so großartig, müsste man sich einen Besuch zukünftig verkneifen.

Unser Fazit: Die Raucherei muss man halt akzeptieren (so schlimm störend war es dann nicht), das Essen ist einfach und großartig, das Gesamterlebnis fühlt sich irgendwie authentisch an. Auch das Konzept fanden wir großartig und das ganze Menü gab es dann exklusive Getränke noch zum Einheitspreis von €40,00 pro Person. Wow. Hier wird noch echt was geboten ums Geld. Auch wenn die Raucherei sich irgendwie wie im letzten Jahrtausend anfühlt und auch wenn der leichte „Schickimicki“ Ruf, der dem Cafe Bacco vorauseilt zu einem für mich teilweise nur schwer zu ertragendem Publikum führt: Wir können das Cafe Bacco allen Liebhabern der guten, italienischen Küche nur ans Herz legen, ich weiß nicht, ob ich in Wien schon jemals so gut, authentische und ehrliche italienisch gegessen habe! In jedem Fall ein Erlebnis.

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Letzter Kommentar von am 16. Jun 2017 um 15:58

Sehr schöne und informative Bewertung! So das Lokal den Quadratmetergrenzwert nicht überschreitet und vom Besitzer als Raucherlokal geführt wird, ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar, warum das Rauchen im Lokal zum momentanen Zeitpunkt nicht tragbar sein sollte.

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Erst-Tester

Bewertet am 16.06.2017
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