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Mo, 15. April 2024

Schupfer´s Dorfschmiede

Hauptstraße 56, 8983 Bad Mitterndorf
Küche: Österreichische Küche, Internationale Küche
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus
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Lokal - Schupfer´s Dorfschmiede - Bad MitterndorfSpeisekarte - Schupfer´s Dorfschmiede - Bad MitterndorfSuppenschüssel - Schupfer´s Dorfschmiede - Bad Mitterndorf

Schupfer´s Dorfschmiede

Speisen
Ambiente
Service
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Bewertungen

HrMann
Experte
am 29. Dezember 2013
SpeisenAmbienteService
Betritt man die Dorfschmied‘n durch die rustikale, hölzerne Tür, so finden man sich in einem kellerartigen Raum wieder. Zur Rechten erblickt man die Bar, welche, wie die Sitzgarnituren, durch Holz eine ländliche Stimmung verbreiten. Wie es sich für eine Dorfschmiede gehört finden auch messingart...Mehr anzeigenBetritt man die Dorfschmied‘n durch die rustikale, hölzerne Tür, so finden man sich in einem kellerartigen Raum wieder. Zur Rechten erblickt man die Bar, welche, wie die Sitzgarnituren, durch Holz eine ländliche Stimmung verbreiten. Wie es sich für eine Dorfschmiede gehört finden auch messingartige Elemente ihren Platz, angefangen von den Laternen, die dem doch eher dunkleren Lokal ausreichend Licht bieten. Die gepolsterten Bänke und Sessel haben ein grau-schwarzes Muster. Einzig dieser Bezug passt mir nicht ganz ins Bild. Auf den sauber verputzten Wänden liest man den Spruch „Bei Trinken und Essen kann man die Sorgen vergessen“. Meine einzige Sorge, dass mein Hunger doch nicht gestillt werden könnte, sollte sich bald als unbegründet erweisen.

Wir nehmen Platz. Mir fällt auf, dass sowohl auf eine Tischdecke als auch auf eine Stoffserviette verzichtet wird. Ich selbst kann damit gut leben, anderen Gästen mag dies widerstreben.
Auf normale, überzuckerte Fruchtsäfte wird in der Schmied‘n verzichtet, dafür gibt’s regionale Säfte, die bei Apfelsaft anfangen und mit Zwetschgensaft enden. Letzter wird auf einen halben Liter mit Leitungswasser serviert und schmeckt wie erhofft natürlich, weniger süß, dafür umso fruchtiger. Bei der Speisekarte wird auf eine hochdeutsche Sprachwahl verzichtet, Erdäpfel werden dann eben als ‚Espong‘ bezeichnet.

Angefangen wird bei mir mit einer Dorfschmiednsupp’n: Olle Einlogn mit Schnittlauch. Olle Eilogn sind ein Kaspressknödl, Fritattn, Griaßnockal, Leberknödl. Präsentiert wird die Rindersuppe mit den eher kleinen Einlagen in einer riesigen Schüssel (siehe Photo). Der Kaspressknödl, welcher durch die Verwendung eines kräftigen Käses ebenso intensiv schmeckt, ist für meine Zunge etwas zu lange gebräunt worden, dadurch macht sich ansatzweise eine leicht bittere Note bemerkbar. Das Griaßnockal ist dafür einwandfrei, noch mit leichtem Biss, was eher selten gelingt. Der Leberknödl ist grundsolide und spendet der Suppe noch zusätzlich Geschmack. Die Brühe ist für mich etwas zu salzig geraten, was aber eher auf meine Salzzurückhaltung rückführbar ist. Für € 4,2 eine gute Suppe, jedoch darf es für die vielen Einlagen ruhig etwas mehr Brühe sein. Die Suppe wird mit einer 3 beurteilt.

Als Hauptspeis verlocken unter anderem ein Zwieblrostbrotn vom Ennstoirind oder ein zartes Rehragout, für die ich mich allerdings nicht entscheide. Fleischlos soll es nach der Weihnachtsvöllerei weitergehen, dafür eignen sich die Österkronknödl auf einem Pilzspiegel ideal. Die Knödl, drei Stück, sind äußerst flaumig und werden durch den Käse angenehm aromatisiert. Der Pilzspiegel, von einer deutlich säuerlichen Note geprägt, passt gut zu den Knödln. Woher die säuerliche Note kommt wird erst im Nachhinein festgestellt: Es werden eingelegte Champignons verwendet, so zumindest die Vermutung. Das macht Sinn und ist zugleich mutig. Die Benotung, eine 4, scheint mir hier angebracht, auch wenn das Gericht mit etwas über € 13 doch etwas teuer erscheint. Am Tisch wird auch noch ein Saiblingstafelspitz bestellt, was auf die durchwegs kreative Ader des Inhabers und Chefkochs hinweist.

Zur Nachspeise werden mir Mohnnudeln mit einem Walbeerenjogurth-Eis gereicht. Die Mohnnudeln, eher etwas fester, schmecken solide, für einen kulinarischen Höhenflug genügen diese allerdings nicht. Das Eis ist wiederum exzellent gelungen, wenig süß, dafür umso fruchtiger. Trotzdem will ich dem Nachtisch nicht mehr als ein Gut geben, also eine 3. Schließlich spiegelt gerade dieses Gericht die gesamte Küchenleistung wieder: Das Handwerk ist schon sehr gut, jedoch sind einige Gerichte in ihrer Zusammensatzung nicht ganz stimmig. Ein Wiederkommen ist gesichert, da man sich von der Dorfschmied’n in Zukunft sicher noch mehr erwarten darf.
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