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So, 29. Jänner 2023
In der Umgebung

Mozart's

1 Bewertung
Haidmanngasse 8, 1150 Wien
Küche: Österreichische Küche, Wiener Küche
Lokaltyp: Gasthaus, Beisl
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Mozart's - WienWiener Schnitzel vom Schwein - Mozart's - WienMozart's - Wien
Käsespätzle - Mozart's - WienMozart's - WienMozart's - Wien23 Fotos

Bewertungen (1)

Gesamtwertung

23
1 Bewertung
Speisen
10
Ambiente
40
Service
20
am 13. Mai 2018
Meidlinger12
Experte
SpeisenAmbienteService
Nach dem Besuch eines Konzerts im MQ regte sich zu später Stunde der Hunger. Wo bekommt man nach 23 Uhr noch etwas Warmes außer beim Würstelstand, den man mittlerweile suchen muss? Im Internet wurden wir fündig: das "Mozarts" im 15. geöffnet von 18 - 6 Uhr Früh. Gastronaut´s Beitrag machte Ho...Mehr anzeigenNach dem Besuch eines Konzerts im MQ regte sich zu später Stunde der Hunger. Wo bekommt man nach 23 Uhr noch etwas Warmes außer beim Würstelstand, den man mittlerweile suchen muss? Im Internet wurden wir fündig: das "Mozarts" im 15. geöffnet von 18 - 6 Uhr Früh.

Gastronaut´s Beitrag machte Hoffnung. Der Bericht ist zwar schon 2 Jahre alt, aber wir wollten dieses Lokal unbedingt ausprobieren. Es befindet sich in einer Seitengasse der äußeren Mariahilfer Straße und blickt auf eine 100jährige Geschichte zurück, früher nannte es sich "Mozart Stüberl".

Beim Eintreten waren ca. 6 weitere Gäste anwesend. Die Einrichtung gefiel mir auf Anhieb, sehr viel Holz, strahlt Gemütlichkeit aus, alte Laternen hängen an den Seitenwänden und Ecken, alte Massivholzmöbel prägen das Geschehen. Für die Meisten sind die vielen Geweihe sicher abschreckend, aber ich bin's ja von Kindheit an gewohnt. Man sieht den Geweihen auch an, dass hier mal viel geraucht wurde. Das Lokal hätte auch den Namen "Jägerstüberl" verdient.

Wir suchten uns einen Tisch aus und der Kellner war sofort mit Speisekarten zur Stelle. Da es doch einige interessante Biere auf der Karte gab, war mir die Frage nach dem Getränkewunsch etwas zu hastig. Ich entschied schnell auf Kozel und übersah dabei leider, dass es ein Dunkles war. Ist zwar auch nicht schlecht, aber ein Helles wäre mir lieber gewesen.

Zum Essen war ich im Wiegel-Wogel zwischen Wiener Schnitzel vom Schwein oder den Double Cheese Burger, entschied mich dann leider fürs Schnitzel, meine bessere Hälfe für Käsespätzle. Hier wird sogar damit geworben, dass mit 3 verschiedenen Käsesorten gearbeitet wird, wie es sich für echte Vorarlberger Kasspatzn gehört. Da in mir ja auch ein halbes Vorarlberger Herz schlägt, lege ich bei Käsespätzle andere Maßstäbe an und war zurecht wieder skeptisch.

Das Schnitzel kommt mit einer großen Portion Erdäpfelsalat daher und die Spätzle mit Grünem Salat. Die Panier vom Schnitzel sah schon etwas eigenartig aus. Eigentlich hätte es retour gehen müssen, ich bringe es aber nicht übers Herz, tierische Lebensmittel in den Mistkübel wandern zu sehen. Das Schnitzel war sehr dünn und dadurch auch irrsinnig zäh. Der Erdäpfelsalat war dafür sehr gut, sogar ein paar Essiggurkerlstücke waren drin.

Die Käsespätzle waren leider mit Käsesauce vermischt. Man konnte zwar die Käsesorten erahnen, aber von echten war das weit entfernt. Sowas kann man Touristen aufwarten, die es nicht besser wissen, aber mir nicht. Bei den Käsesorten muss man ja nicht so streng sein, da kann man z.B. Räßkäse, Greyerzer, Appenzeller, Bregenzerwald Käse, etc. nehmen - nur sparen darf man mit ihnen nicht.

Was auch bedenklich war: das Essen stand schon nach 5 Minuten am Tisch. Die Spätzle - wie schon gesagt - mit Käsesauce übergossen, umgerührt und heiß gemacht, dann noch den Röstzwiebel drüber - fertig. Vorpaniertes Schnitzel aus dem Kühlschrank genommen ins heiße Fett und rausgebacken.

Ich habe das Schnitzel reklamiert, der Kellner hat es verwundert zur Kenntnis genommen, sich aber weder entschuldigt noch etwas zur Entschädigung - z.B. ein Schnapserl - angeboten, wie es in Österreich eigentlich üblich ist.

Wenn dieses Schweineschnitzel kein Ausrutscher sondern Standard ist, ist es leider eine komplette Katastrophe und absolut kein Aushängeschild. Während unseres Besuches waren durchwegs junge Leute anwesend, die nach Touristen aussahen bzw. haben wir mitbekommen, dass sie sich in englisch und sonstigen Fremdsprachen unterhielten. Um die Ecke befindet sich schließlich auch das "Wombat"-Hostel, von dort dürften einige Leute herkommen. Dieses Schnitzel möchte ich wirklich niemandem zumuten - weder Touristen noch Einheimischen.

Leider ließ auch der Service zu wünschen übrig. Als wir mit dem Essen fertig waren, saßen wir gute 20-30 Min. und kein Kellner kam, um abzuräumen oder nach weiteren Wünschen zu fragen.

Es wäre extrem schade um dieses geschichtsträchtige Lokal und ich hoffe, dass sich der Besitzer meiner Kritik annimmt.
Mozart's - WienWiener Schnitzel vom Schwein - Mozart's - WienMozart's - Wien
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am 13. April 2016
Gastronaut
Experte
SpeisenAmbienteService
Die neue Karte des neuen „Mozarts“ ist klein, übersichtlich und beinhaltet trotzdem nicht nur Standards wir Gulasch und Schnitzel, sondern sowohl auch auf Touristen zugeschnittene Burger als auch auf Eingeborene zugeschnittene Speisen wie Tiroler Knödel, Schinkenfleckerln und Co. Wir starteten mi...Mehr anzeigenDie neue Karte des neuen „Mozarts“ ist klein, übersichtlich und beinhaltet trotzdem nicht nur Standards wir Gulasch und Schnitzel, sondern sowohl auch auf Touristen zugeschnittene Burger als auch auf Eingeborene zugeschnittene Speisen wie Tiroler Knödel, Schinkenfleckerln und Co. Wir starteten mit einer in Wien eher ungewöhnlichen Kaspressknödelsuppe. Die Suppe selbst war tatsächlich hausgemacht und köstlich und der darin badende Knödel absolut in Ordnung. Ein etwas intensiverer Käse hätte ihm aber nicht geschadet.
Noch besserer war aber eine Kürbiscremesuppe mit Kardamom und Curcuma, samt Obershäubchen und Kernölfaden. Spätestens jetzt war uns schon klar, dass es sich hierbei nicht bloß um eine Ausspeisung für späte Stunden, sondern tatsächlich um ein Lokal handelt, in dem auch mit Herz und Hirn gekocht wird.
Die nächste Speise bestand aus dem „Tijuana“-Burger, einer Variante mit Salsa, Mole, doppelt Cheddar und eingelegten Jalapenos. Das Verhältnis Fleisch zu Brot war sehr in Ordnung, letzteres war gleichzeitig kross und flaumig und das Patty war knapp über medium gebraten, auch wenn im Mozarts sonst die meisten Burger durchgebraten serviert werden. Insgesamt ein wirklich gelungener Burger, bei dem mich nur wahnsinnig gestört hat, dass das Essigwasser der eingelegten Jalapenos den Gesamtgeschmack verfälscht hat. Ein Bissen vom Double Cheeseburger – ohne Essigwasser – hat uns dann davon überzeugt, dass die Burger hier ansonsten wirklich einwandfrei sein können. Hervorzuheben sind übrigens die gebackenen Kartoffelscheiben alias Handcut Fries, zu denen unterschiedliche hausgemachten Saucen (Die Aioli ist die zweitbeste Wiens, die beste gibt’s immer noch im Da Max der Huths) angeboten werden.

Laut dem Betreiber soll das Gulasch im Mozarts das kulinarische Aushängeschild sein, also probierten wir davon. Das Rindfleisch hat sich kraftlos zerteilen lassen, der Saft war wunderbar sämig und der dazu gereichte gigantische Semmelknödel flaumhaft schön.
Aber auch nur ein einziges Salzkorn mehr wäre dann auch schon wieder viel zu viel des Guten gewesen...

Eine Speise, die man sonst in Wien vergeblich sucht, ist der auf herzhaftem Sauerkraut angerichtete Wurstknüdel. In unserem Fall war der Kartoffelteigknödel mit kleingehacktem Geselchten gefüllt und hatte eine wunderbare auf-der-Zunge-Schmelz-Konsistenz und insgesamt harmonisch rund abgeschmeckt. Für nicht einmal 8 Euro bekommt man hier Knödelportion, die auch wirklich sattmacht.

Völlig unspannend waren dafür aber die überbackenen Schinkenfleckerln, denen Biss, Geschmack und Rafinesse vollkommen gefehlt haben: Zerkochte Nudeln samt fadem Käse und abzählbaren Schinken-Partikeln machen noch lange keine überbackenen Schinkenfleckerln...Nein, diese sollten unbedingt auf neue Beine gestellt werden.

Aber abgesehen von den enttäuschenden Schinkenfleckerln kann die Küche mit unerwartet Großem aufwarten, und bietet eine Qualität, die man von einem Lokal, das vom Nimbus der Late Night lebt, nicht erwartet hätte.
Wer „ganz normal“ zu einer üblichen Abendzeit gut gut essen gehen will, der hat mit dem „Mozarts“ jetzt eine gemütliche, sympathische und erfreulich leistbare neue Anlaufstelle. Wer aber öfter spät nachts oder viel früh morgens unterwegs ist, hat jetzt mit dem „Mozarts“ eindeutig eine neue Pilgerstätte gefunden! Ich komme also wieder...
Wurstknödel (innen) - Mozart's - WienKaspressknödelsuppe - Mozart's - WienGastraum - Mozart's - Wien
Hilfreich9Gefällt mir8Kommentieren
1 Kommentar

Informative Bewertung, der "Wurstknüdel" ist ein charmanter Typo, der fast türkisch anmutet. (Recep, bitte verklag mich jetzt nicht dafür!)

13. Apr 2016, 16:03·Gefällt mir1
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