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Lokal Bewertungen
Johanneshof Reinisch Bewertung (Tattendorf)
Schön, wieder einmal von einem absoluten kulinarischen Highlight berichten zu dürfen, noch dazu in unserer (neuen) Gegend. An meinem Geburtstag verschlug es uns, nach einem schönen Tag mit netten Nachbarn und Freunden, A. und S., am Golfplatz ins Restaurant Johanneshof Reinisch in Tattendorf. Einladung von A. und S. zu Ehren meines Geburtstags. Offiziell firmiert das Restaurant als „Restaurant Thomas im Johanneshof“, bei Gelegenheit müsste der Name auf ReTe upgedated werden.
Das Lokal mutet von außen als eine gelungene Mischung von Weingut/Restaurant in der Toscana an, hat aber auch einen Touch Südkalifornien, jedenfalls fühlt man sich von Anfang an jedenfalls sehr wohl.
Ein großes Weingut, ein großes Restaurant. Viel Platz, ein sehr schöner, lauschiger Gastgarten, hier kann man sicherlich viele Gute Stunden verbringen und mit Wein und Speisen in den Abend gleiten.
An meinem Geburtstag ließ das Wetter kein Draußensitzen zu, also saßen wir zu fünft (4 + Cookiehund) drinnen.
Das Erste, das auffällt, ist, nebst gemütlichem Ambiente, der perfekte Service. Seriously, hier wird alles richtig gemacht. Korrekt, mit der richtigen Portion Humor, sehr freundlich, sehr, sehr professionell, man fühlt sich gut, nein, perfekt betreut und aufgehoben. Das Lokal hat sich zwei Hauben erkocht, die Erwartungshaltung ist entsprechend hoch.
Die Karte ist klein, aber von der Auswahl wiederum so gestaltet, dass man sich trotzdem schwertut, zu wählen. Alles klingt sehr verlockend, aber eine Wahl muss getroffen werden.
Hier ein Link zum Restaurant/zur Speisekarte: Link
Preislich ist alles in einem für mich sehr akzeptablen Niveau, speziell im Lichte der Qualität, die wir erfahren durften. Auch die Weinkarte ist beeindruckend, es finden sich gute Tropfen aus eigener Produktion, aber auch sonst viel, was in Österreich in rot und weiß Rang und Namen hat.
Beef Tatar, als kleine und große Portion angeboten. Sehr gut abgeschmeckt, fast einen Ticken zu fein geschnitten, wenn nicht sogar faschiert. Geschmacklich hervorragend, perfekte Fleischqualität. Klassisch mit ganz dünn geschnittenen Zwiebeln, einer hausgemachten Mayo an gerichtet, dazu getoastetes Weißbrot. Simpel, aber hervorragend. Auf Wunsch gab’s eine scharfe Sauce, die „just right“ war, perfekte Schärfe.
Der Liebsten Blattsalat mit Kräuterdressing, Spargel, Erdbeeren und Minze war schlichtweg unglaublich. So geht Salat. Hervorragend frisch, perfektes Kräuterdressing, die Liebste, Salatexpertin im Hause adn, fand sich im siebenten Himmel.
Auftritt Hauptspeise – hausgemachter Grammelknödel. Man kann ein oder zwei (oder wahrscheinlich auch mehr) bestellen, zwei Knödel machen eine gute Hauptspeisenportion aus. Gebettet auf einem Speckkrautsalat und etwas Sauce kommen die Knödel in einem tiefen Teller daher.
Hands down, ohne nachdenken zu müssen, ich habe noch keine vergleichbaren Grammelknlödel gegessen. Die Grammeln knusprig (how do they do that?) und nicht, wie so oft, letschert und fett-triefend, würzig, der Teig herrlich leicht und hervorragend im Geschmack, das Kraut gut, die Sauce ein Hammer.
Einzige mögliche Verbesserung als Vorschlag: nachdem das Gericht, so gut es ist, doch eine gewisse Mächtigkeit hat, wäre ein (à part servierter) frischer Krautsalat vielleicht doch eine gute Kobination, ein Kontrast. Das Kraut, auf dem der/die Knödel gebettet war, war eher wie „normales“, weiches Sauerkraut, denn Salat.
Trotzdem, der mit Abstand beste Grammelknödel, den ich je gegessen habe. Allein dafür würde es sich lohnen, nach Tattendorf zu kommen, aber es gibt ja auch Salat, Beef Tatar, ...
Und als Dessertspezialität gibt es hausgemachte Pralinen. Eine Etagère wird gebracht und man kann wählen. Lebkuchen, saure Himbeere, süße Himbeere – und noch ein paar Sorten, die ich jetzt nicht alle parat habe.
Eine großartige Idee, kleine Desserts, aus denen man wählen kann und – großartiges Küchenhandwerk. Handgemachte Pralinen in der Qualität und Vielfalt, - kriegt man jetzt auch nicht überall in einem Weingut, vielleicht in der ein oder anderen Konditorei, - für uns hat es das Bild perfekt abgerundet.
Bei klarer Höchstpunktezahl für Wohlfühlfaktor, Küchenhandwerk, Dessert – „Wow“ – Moment, man müsste allein für den Service noch eine Punktesteigerung einführen. Selten so viel Perfektion erlebt, einfach zum Niederknien.
Über den Gesamtpreis kann ich nicht viel sagen, war eine Einladung von A. und S., danke dafür. Die Preise auf der Speisekarte zeigen mir allerdings, dass hier, wenn man die Qualität von Service und Küche betrachtet, sehr moderat bepreist wird. Nicht aufgerieben. Tadelloses Preis-Leistungsverhältnis.
Oh ja, wir werden nicht nur wiederkommen, wir werden uns hier oft wiederfinden. 10 Autominuten von unserem neuen zu Hause kann man fast von einem Steinwurf reden.
Selten war ich so von einem Restaurant begeistert, - die Gesamtnote 5-5-5 wirklich verdient (in meinem Herzen geb ich eine 6-6-6).
Schaut dort vorbei, genießt Ambiente, Küche, Service und erfreut Euch an einem Lokal, das, - leider selten genug heutzutage – alles richtig macht.
Bravo, chapeau und bis bald.
Das Lokal mutet von außen als eine gelungene Mischung von Weingut/Restaurant in der Toscana an, hat aber auch einen Touch Südkalifornien, jedenfalls fühlt man sich von Anfang an jedenfalls sehr wohl.
Ein großes Weingut, ein großes Restaurant. Viel Platz, ein sehr schöner, lauschiger Gastgarten, hier kann man sicherlich viele Gute Stunden verbringen und mit Wein und Speisen in den Abend gleiten.
An meinem Geburtstag ließ das Wetter kein Draußensitzen zu, also saßen wir zu fünft (4 + Cookiehund) drinnen.
Das Erste, das auffällt, ist, nebst gemütlichem Ambiente, der perfekte Service. Seriously, hier wird alles richtig gemacht. Korrekt, mit der richtigen Portion Humor, sehr freundlich, sehr, sehr professionell, man fühlt sich gut, nein, perfekt betreut und aufgehoben. Das Lokal hat sich zwei Hauben erkocht, die Erwartungshaltung ist entsprechend hoch.
Die Karte ist klein, aber von der Auswahl wiederum so gestaltet, dass man sich trotzdem schwertut, zu wählen. Alles klingt sehr verlockend, aber eine Wahl muss getroffen werden.
Hier ein Link zum Restaurant/zur Speisekarte: Link
Preislich ist alles in einem für mich sehr akzeptablen Niveau, speziell im Lichte der Qualität, die wir erfahren durften. Auch die Weinkarte ist beeindruckend, es finden sich gute Tropfen aus eigener Produktion, aber auch sonst viel, was in Österreich in rot und weiß Rang und Namen hat.
Beef Tatar, als kleine und große Portion angeboten. Sehr gut abgeschmeckt, fast einen Ticken zu fein geschnitten, wenn nicht sogar faschiert. Geschmacklich hervorragend, perfekte Fleischqualität. Klassisch mit ganz dünn geschnittenen Zwiebeln, einer hausgemachten Mayo an gerichtet, dazu getoastetes Weißbrot. Simpel, aber hervorragend. Auf Wunsch gab’s eine scharfe Sauce, die „just right“ war, perfekte Schärfe.
Der Liebsten Blattsalat mit Kräuterdressing, Spargel, Erdbeeren und Minze war schlichtweg unglaublich. So geht Salat. Hervorragend frisch, perfektes Kräuterdressing, die Liebste, Salatexpertin im Hause adn, fand sich im siebenten Himmel.
Auftritt Hauptspeise – hausgemachter Grammelknödel. Man kann ein oder zwei (oder wahrscheinlich auch mehr) bestellen, zwei Knödel machen eine gute Hauptspeisenportion aus. Gebettet auf einem Speckkrautsalat und etwas Sauce kommen die Knödel in einem tiefen Teller daher.
Hands down, ohne nachdenken zu müssen, ich habe noch keine vergleichbaren Grammelknlödel gegessen. Die Grammeln knusprig (how do they do that?) und nicht, wie so oft, letschert und fett-triefend, würzig, der Teig herrlich leicht und hervorragend im Geschmack, das Kraut gut, die Sauce ein Hammer.
Einzige mögliche Verbesserung als Vorschlag: nachdem das Gericht, so gut es ist, doch eine gewisse Mächtigkeit hat, wäre ein (à part servierter) frischer Krautsalat vielleicht doch eine gute Kobination, ein Kontrast. Das Kraut, auf dem der/die Knödel gebettet war, war eher wie „normales“, weiches Sauerkraut, denn Salat.
Trotzdem, der mit Abstand beste Grammelknödel, den ich je gegessen habe. Allein dafür würde es sich lohnen, nach Tattendorf zu kommen, aber es gibt ja auch Salat, Beef Tatar, ...
Und als Dessertspezialität gibt es hausgemachte Pralinen. Eine Etagère wird gebracht und man kann wählen. Lebkuchen, saure Himbeere, süße Himbeere – und noch ein paar Sorten, die ich jetzt nicht alle parat habe.
Eine großartige Idee, kleine Desserts, aus denen man wählen kann und – großartiges Küchenhandwerk. Handgemachte Pralinen in der Qualität und Vielfalt, - kriegt man jetzt auch nicht überall in einem Weingut, vielleicht in der ein oder anderen Konditorei, - für uns hat es das Bild perfekt abgerundet.
Bei klarer Höchstpunktezahl für Wohlfühlfaktor, Küchenhandwerk, Dessert – „Wow“ – Moment, man müsste allein für den Service noch eine Punktesteigerung einführen. Selten so viel Perfektion erlebt, einfach zum Niederknien.
Über den Gesamtpreis kann ich nicht viel sagen, war eine Einladung von A. und S., danke dafür. Die Preise auf der Speisekarte zeigen mir allerdings, dass hier, wenn man die Qualität von Service und Küche betrachtet, sehr moderat bepreist wird. Nicht aufgerieben. Tadelloses Preis-Leistungsverhältnis.
Oh ja, wir werden nicht nur wiederkommen, wir werden uns hier oft wiederfinden. 10 Autominuten von unserem neuen zu Hause kann man fast von einem Steinwurf reden.
Selten war ich so von einem Restaurant begeistert, - die Gesamtnote 5-5-5 wirklich verdient (in meinem Herzen geb ich eine 6-6-6).
Schaut dort vorbei, genießt Ambiente, Küche, Service und erfreut Euch an einem Lokal, das, - leider selten genug heutzutage – alles richtig macht.
Bravo, chapeau und bis bald.
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Die Fliegen hatten es hauptsächlich auf das Saltimbocca vom Lamm auf Trüffelrisotto abgesehen. Wenn man permanent mit dem Wegwacheln der Fliegen beschäftigt ist, dann stresst mich das ziemlich bzw. die Liebste. Die hat mir dann den Teller genervt rübergeschoben und ich hab das Risotto noch gegessen. Wäre schade gewesen. Das Lokal kann eigentlich nichts dafür. Ich wäre ja dafür diese Klebestreifen aufzuhängen gegen Fliegeninvasion, auch wenn es viele als unappetitlich ansehen.
Oje - da hat dann nicht wirklich viel zusammengepasst… Service ist oft mal eine Tages-Performance - nicht nur hier - soll nicht so sein - ist aber manchmal so. Das mit den Gelsen kann ich gut nachempfinden - ist uns so einmal beim Brückenwirt passiert. Wir mussten sogar mitsamt den Tellern ins Lokal flüchten. Wir (Helmuth & ich) waren letztes Jahr dort und hatten einen erstklassigen Abend - will demnächst eh wieder mal vorbeischauen. Vielleicht erwische ich noch einen Spätsommertag - allein die tolle Location spricht mich an. Der Innenhof mit seiner Arkade ist so richtig nach meinem Geschmack. Hoffe ich hab‘ mehr Glück ;-)
Ich schreib noch keine Rezension, denn die würde anders ausfallen. Das fing schon mit einem falsch gebrachten Aperitif an, die Serviceleistung an unserem Abend unterdurchschnittlich. Getränke musste man aktiv nach bestellen. Vom Süßwein am Schluß gab es leider nur ein Glas. Beim Essen wurden wir von einem Schwarm Fliegen belästigt, dass ein angenehmes kulinarische Erlebnis nicht möglich war und in der Dämmerung fielen dann die Gelsen ein, also ein etwas unangenehmerer Abend. In positiver Erinnerung blieb mir nur die Vorspeise Sau + Fisch
@feinkoster: das tut mir ehrlich leid, gleichwohl sind halt Geschmäcker verschieden. Für mich sind drei Pralinen keine "traurige Sache", sondern das perfekte Dessert, speziell, wenn sie in der Qualität daherkommen. Außerdem sind "hausgemachte Pralinen" m.E. schon was besonderes und zeugen von a) dem Willen, über das "Übliche" hinauszugehen und von b) handwerklicher Kunst. Aber jedem das Seine. Lammfilet und Schulterscherz'l hab ich noch nicht probiert, bei meinen (unseren) zwei Besuchen war die Küche jedes Mal perfekt.
Das tut mir echt leid für Euch - Ihr scheint einen echten Küchen-Unglücks-Tag erwischt zu haben - schade. Habt Ihr reklamiert? Preislich fand ich es eigentlich durchaus fair kalkuliert.
Auch ich habe mich über die tolle Bewertung zu einem Besuch verleiten lassen. Meine Enttaeuschung war aber enorm, es war richtiger Einfahrer. Mein schulterscherzel war ziemlich fad und teilweise hart, das empfohlene Lammfilet flaxig. Der nachtisch;drei kleine pralinen und drei kleine Nockerln Eis, eine traurige Sache.Positiv zu erwaehnen war die Bedienung und der Wein. Stolz war nur der Preis: 100 Euro
Das Lokal stand schon längere Zeit auf unserer ToDo Liste. Dein Bericht wird uns nicht davon abhalten ;-)
Auch von mir meinen Dank an diese Rezension. Wir (Christian & und ich) wurden in der Tat davon animiert, neugierig angezogen und hatten so einen wunderbaren Abend bei Speis & Trank. Dieses Gut werde ich sicher noch weitere Male besuchen - LG vom Fan
Danke für Deinen fundierten und animierenden Bericht... sehr sehr interessant - da ich durch meine Eltern öfters in dieser Region unterwegs bin, werde ich sicher bald mal vorbeischauen!