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Sa, 26. November 2022
In der Umgebung

Franz Ferdinand

1 Bewertung
Gleinker Gasse 1, 4400 STEYR
Küche: Mediterran, Österreichische Küche
Lokaltyp: Restaurant, Bar
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Lachsforellenfilet | Kartoffelpüree | grüne Bohnen (19,50) - Franz Ferdinand - STEYRKohlrabicarpaccio | Zitronenrahm | Forellenkaviar (9,50) - Franz Ferdinand - STEYRFranz Ferdinand - STEYR
Franz Ferdinand - STEYRFranz Ferdinand - STEYRFranz Ferdinand - STEYR16 Fotos

Bewertungen (1)

Gesamtwertung

23
1 Bewertung
Speisen
30
Ambiente
20
Service
20
am 30. November 2021
BinWiederDa
Level 10
SpeisenAmbienteService
In der Lockdown[i]ade (= Zeitraum zwischen zwei lockdown …) war es gar nicht so einfach mit einer Reservierung in Steyr. Viele Feierlichkeiten wollten nachgeholt werden, also intensiver recherchieren. Es wurde Franz Ferdinand. Schlicht und einfach. Reservierungsanfrage flott bestätigt. Die Empfeh...Mehr anzeigenIn der Lockdown[i]ade (= Zeitraum zwischen zwei lockdown …) war es gar nicht so einfach mit einer Reservierung in Steyr. Viele Feierlichkeiten wollten nachgeholt werden, also intensiver recherchieren. Es wurde Franz Ferdinand. Schlicht und einfach. Reservierungsanfrage flott bestätigt. Die Empfehlung des Concierge im Hotel, wo man gut essen kann, hat uns in der Wahl bestätigt.

Beim ersten Erkundungs-Spaziergang haben wir das Franz Ferdinand bereits ausgemacht, etwas abseits der touristischen Trampelpfade, im alten Stadtteil Steyrdorf. Direkt hinter dem ‚roten Brunnen‘, der seinen Namen von seinem früheren kupfernen Dachl hat.

Auf dem gepflasterten Gehsteigbereich ist ein Schanigarten mit vielen kleinen Tischen unter Sonnenschirmen, leider ist es hier so steil abfallend, dass es meiner Meinung nach, nicht sehr bequem ist. Trotz etwas kühlerer Temperaturen saßen einige Gäste da, auch welche zum Essen.
Wir können aus zwei reservierten Tischen aussuchen, einer im 'Schaufenster' zum Schanigarten, einer direkt an der Außenfront der Theke – keine Frage – freie Sicht auf den Brunnen. Zumindest fast, denn über die ganz Scheibe ist mit Draht und Klipsen die Speisekarte und das Weinangebot aufgeklipst. Lustige Idee – vor allem, wenn man Fremden beim Lesen zuschauen kann.

Kohlrabicarpaccio (9,50)
Da ist sie wieder, meine Erwartungshaltung. Ich habe nicht mit einem sprichwörtlichen Haufen an gehobeltem Kohlrabi gerechnet. Zugegeben, er war zwar hauchdünn gehobelt, umso mehr schade, dass er nicht flacher aufgelegt, gefächert, oder was auch immer war. Es wäre außerdem egal gewesen, denn über all dem hat man den Zitronenrahm drüber geleert. Ich spendiere ein hübsches Extraschälchen, darauf dann natürlich schon der Schnittlauch. Der Forellenkaviar war nicht sehr intensiv, getrennt serviert, bzw. nur über den Kohlrabi wäre viel gescheiter gewesen.

Lachsforellenfilet (19,50)
Sehr puristisch kommt der Teller daher, ein Klacks Kartoffelpüree, dünnflüssig von der Konsistenz, kein Muskat oder etwas anderes Aufwertendes, darauf das Fischfilet. Sehr gut angebraten, am Rand fast ein bissl übersehen, es war knapp vor schwarz. Grüne Stangenbohnen, sehr englisch durchs heiße Wasser gezogen, speziell bei Bohnen mag ich das nicht.
Das absolute no-go beim Ausservieren war aber ein dickes weißes Haar auf meinem Fischfilet. Zumindest hoffe ich, dass es nur ein Haar war. Auf Reklamation wurde es kurzerhand (kurzerfinger) vom Teller genommen, die Erklärungen reichten von Bohnenfaden bis Stroh, in dem das Gemüse geliefert wurde. Im Nachhinein fast besser so, als nochmals in die Küche – wer weiß …

Fazit:
Kulinarisch geöffnet ist von Donnerstag bis Samstag, das Herzstück dürfte aber schon der Weinhandel sein. Man sitzt mitten in Weinkisten und Kartons, an den Wänden entlang sind die Flaschen aufgestapelt.
Franz Ferdinand wurde mit einer Gault Millau-Haube und zwei Falstaff-Gabeln ausgezeichnet. Das erschließt sich mir nicht ganz. Wenn man einer gewissen Art von Erlebnisgastronomie offen gegenübersteht, ist das richtige Ort dafür. Man preist auf der Homepage Lokalität bei den Lieferanten, für mehr als eine 3 hat mir persönlich überhaupt etwas Würze gefehlt, denn an sich kommen die Gerichte ohne Schnickschnack – Fisch, Püree, Spargel. Kaum Salz, kein Knoblauch oder Zwiebel, Kräuter in Form eines Dill-Stämmchen. Das ist mir für einen Geheimtipp zu wenig. Und zu teuer.
Das Service ist jetzt schwierig zu beurteilen – erster Arbeitstag eines fremdsprachigen Kellners, der ständig nachfragen musste, weil er die Speisen einfach nicht kannte. Der Chef selbst hat schon das gewisse Wirts-Gen, aber er konnte natürlich auch nicht überall gleichzeitig sein.
Ambiente hätte die Chance ein Burner zu sein, dazu müsste es allerdings ‚aufgeräumter‘ sein, das Durcheinander und die Enge sind nicht ideal, der 70er-Jahre-Vorhang auf der Schmalseite über die ganze Wand hat was von Vintage. Die Eingangstür hat 'gebockt', d.h. sie war offen, bis jemand gebeten hat, zu schließen, weil es ihm kalt war. Daraufhin konnte kein neuer Gast kommen, weil es geschlossen wirkte (…) – ich habe gerne vermittelt 😉 – bin ja prominent als Pförtner gesessen.
Unbedingt im Anschluss den in Wurfweite befindlichen Dunklhof besuchen, ein Bürgerhaus aus der Renaissance mit Arkadenhof – einfach reingehen trauen
Lachsforellenfilet | Kartoffelpüree | grüne Bohnen (19,50) - Franz Ferdinand - STEYRKohlrabicarpaccio | Zitronenrahm | Forellenkaviar (9,50) - Franz Ferdinand - STEYRFranz Ferdinand - STEYR
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am 1. Dezember 2011
amarone1977
Experte
SpeisenAmbienteService
Gelistet in: Mittagessen!
Gleich vorweg: eine sehr angenehme Überraschung. Ein Tipp eines Maklers brachte mich auf dieses Lokal direkt an einer Gabelung in der Steyrer Altstadt. Eins muss ich ja schon sagen: die Stadt selbst ist an Schönheit kaum zu übertreffen, es sei denn, man hat das Glück und geht nach einem a...Mehr anzeigenGleich vorweg: eine sehr angenehme Überraschung.

Ein Tipp eines Maklers brachte mich auf dieses Lokal direkt an einer Gabelung in der Steyrer Altstadt.

Eins muss ich ja schon sagen: die Stadt selbst ist an Schönheit kaum zu übertreffen, es sei denn, man hat das Glück und geht nach einem ausgiebigen Stadtspaziergang mit Appetit essen.

Man kommt rein und in einer schlicht und einfach eingerichteten Gaststube fallen lustige Details ins Auge: die Garderobe ist eine Eisenstange mit Haken, die von zwei stramm gespannten Stahlseilen getragen wird. Am anderen Ende verdeckt ein riesiger Blumenvorhang die Wand. Massives Holzgestühl entlang der Fensterfront. Eine riesige Bar, die am Ende um die Ecke biegt und zur kleinen Küche mutiert, ausgestattet mit dampfenden Kochtöpfen und Kasserolen, dazwischen eine italienische Nudelmaschine.
In der schlichten aber blitzblanken Toilette bringt mich der Halter für eine einfache Küchenrolle zum Schmunzeln.

Der Gesamteindruck bisher ist irgendwie urig, sympathisch, weil einfach und doch urgemütlich. Siehe Fotos auf der Website...

Zum Essen gibt's viel Italienisches (endlich eine Karte, in der italienische Gerichte allesamt mit perfektem Italienisch geschrieben werden, wie viele Gastronomen haben das noch nicht kapiert?). Antipasti, Prosciutto, Gnocchi, Agnolotti, und und und.
Doch halt: Mittagsgericht Nudelsuppe und Szegediner Krautfleisch. Das muss es sein!
Während mein (italienischer) Geschäftspartner ob der österreichischen Gerichte jenseits von Schnitzel und Apfelstrudel doch oft überfordert ist, ordert er den Antipastiteller aus Cormòns - der sich lohnen sollte. Zum fairen Preis gibt's einen großzügig mit Salumi und San Daniele gedeckten Teller, kundig aufgeschnitten, beste Qualität.

Ich krieg die Nudelsuppe und bin mal überrascht: kaum Salz, endlich! Es ist vielleicht gar wenig gesalzen, also helfe ich ein klein wenig nach. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, nur zu viel Salz wäre schlimm. Das Geheimnis der Suppe ist, dass sie rein gemüsig ist, mit ein paar Tropfen Olivenöl. Die Suppe ist angenehm duftig, locker leicht und fast ein wenig süßlich. Erstaunlich!

Das Szegediner Krautfleisch kommt danach so, wie's am besten schmeckt: mit leicht flachsig-durchzogenem Schweinefleisch, sehr zart, ein bissl von den Flachsen schneidet man weg (das war nie anders...) und der Genuss ist perfekt. Das Zusammenspiel der Zutaten ist einfach, aber gekonnt und fein abgeschmeckt, nur bei den Kartoffeln vermisse ich einfach immer unsere hauseigenen Desirée-Rotschalkartoffeln. Aber wo kriegt man die, außer daheim?
Wieder mal Jammern auf hohem Niveau.

Caffè und Grappa. Feiner Kaffee, mild, hell, cremig, nicht bitter.

Das war erst ein Besuch. Nur auf ein schnelles Mittagsmenü vorbeigeschaut. Volltreffer! Der nächste Spaziergang durch Steyr kann kommen!
Franz Ferdinand - STEYRFranz Ferdinand - STEYRFranz Ferdinand - STEYR
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