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Mi, 22. Mai 2024

A'FRISELLA

(1)
Johannesgasse 2, 1010 Wien
Küche: Italienisch
Lokaltyp: Restaurant
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Tagliatelle mit Kalbsragout, mittelmäßig - A'FRISELLA - WienParmigiana Melanzane, sehr, sehr gut - A'FRISELLA - WienAmbiente Bar - A'FRISELLA - Wien
Ambiente - A'FRISELLA - WienMeeresfrüchtesalat, der Matchwinner heute (die Tomaten kommen von meiner ... - A'FRISELLA - WienGedeck (sehr gutes Brot, Oliven, Olivenöl, ...) - A'FRISELLA - Wien

A'FRISELLA

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Gesamtwertung

33
1 Bewertung fürA'FRISELLA
Speisen
30
Ambiente
40
Service
30

Bewertungen

Experte
am 11. Februar 2023
SpeisenAmbienteService
Ein durchwachsenes Erlebnis. Nach Eislaufen vor der herrlichen Rathauskulisse und einem Aperitif in der Campari-Bar stand uns der Sinn nach einem späten Lunch, vorzugsweise italienisch. Im Internet stieß ich auf eine Neueröffnung, das „A’Frisella“ in der Johannesgasse 2. Ein sympathischer I...Mehr anzeigenEin durchwachsenes Erlebnis.

Nach Eislaufen vor der herrlichen Rathauskulisse und einem Aperitif in der Campari-Bar stand uns der Sinn nach einem späten Lunch, vorzugsweise italienisch. Im Internet stieß ich auf eine Neueröffnung, das „A’Frisella“ in der Johannesgasse 2.

Ein sympathischer Internetauftritt verspricht ein traditionelles apulisches Restaurant mit authentischer Küche, das klingt erst einmal sehr vielversprechend, also nichts wie hin.

„Off prime-time“, um ca. 15:00 war es kein Problem, spontan einen Tisch zu bekommen, das Lokal präsentiert sich als modernes Restaurant mit einem großen Barbereich und einem angenehm, hell eingerichteten Restaurantteil. Der Service ist bemüht, freundlich, - ein wenig fehlt die persönliche Note, dieser Funke, von dem man speziell bei einem neu eröffnetem Restaurant erwartet, dass er überspringt.

Die Karte bietet Pasta, Fisch, Fleisch, Zuppe, Risotti, - soweit so klassisch und italienisch, ohne „zu klassisch“, also touristisch-italienisch zu sein. Der Unterschied ist das „Frisella“, eine apulische Spezialität, ein doppelt gebackenes Brot, das sich Fischer (um den Hals gehängt) mit auf See genommen haben, um es dann in Meerwasser zu tauchen und so quasi meergewürzt zu genießen.

Gut, das Produkt will erklärt werden. Aus der Speisekarte las es sich für mich wie eine Art Pizza (klassisch – Pomodoro mit Oregano, Basilikum, - andere Varianten mit Pomodoro, Schinken, Rucola, etc.). Unser Kellner beschied mir lediglich, die „Friselle“ wären wohl nicht zu groß, um als Vorspeise genossen zu werden, - also her damit.

Es kam ein Weißbrotfladen mit Unmengen frischer und lt. der Liebsten (ich verweigere ja rohe) hervorragend schmeckender Tomaten belegt, allerdings ein Weißbrot, das man in salziges Wasser getaucht hat. Matschig, eigenartig und, nachdem ich alle Tomaten taxfrei in der Liebsten Salat gekippt hatte, ohne Pep und/oder Belag.

Jedes Focaccia, die ich gegessen habe, war besser, mag aber meine persönliche Präferenz sein oder die Tatsache, dass mir das Gericht nicht ausreichend erklärt wurde.

Die Liebste hatte bei der Vorspeisenwahl ein glücklicheres Händchen, ihr Meeresfrüchtesalat war wohl einer der Besten, den sie jemals gegessen hatte. Unglaublich zarte Oktopusscheiben, Calamari, Miesmuscheln, die wohl ihresgleichen suchten, viel grün und (dank meines Frisella-faux-pas) jede Menge frischer gelber und dunkelroter Tomaten.

Ok, weiter zu den Hauptspeisen. Parmigiana di Melanzane für die Liebste, Tagliatelle mit Kalbsragout für mich.

Der Liebsten Parmigiana war hervorragend, ein tadellos zubereitetes Gericht.

Meine Pasta wiederum vermochte nicht zu begeistern, weder die Pasta selbst, noch das Ragout. Kein Kick, kein „wow“-Erlebnis bei der Pasta, ein durchschnittliches Pastagericht, das ich so auch bei einem mittelguten Italiener schon besser gegessen habe.

Parmesan gab’s in einem Schüsselchen, allerdings schon gemahlen, nicht frisch gerieben, ein Minuspunkt.

Selbst die von mir bestellten Peperoncini (frisch), die prompt eingestellt wurden, konnten das Gericht nicht mehr retten. Durchschnitt, - und das eher am unteren Ende der Skala, nicht mehr. Genügend, setzen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die unglaublich lange Wartezeit.

Bei unserem Besuch waren gerade einmal drei Tische besetzt, dennoch dauerte es eine gefühlte Ewigkeit (20 Minuten), bis die Vorspeisen serviert wurden. Die kalkulierten 50 Minuten bis zu meinem nächsten Termin (das sollte normalerweise für einen Lunch reichen) wurden dann so knapp, dass ich gerade einmal die Hälfte meiner Pasta essen konnte und die Liebste zurücklassen musste, um zu meinem Termin zu hirschen.

Wie lange dauert es, wenn das Lokal voll ist?

Unser Servicemitarbeiter war korrekt, bemüht, aber die „Extra-mile“ war nicht spürbar. In einem neu eröffneten Lokal, das sich damit rühmt, authentische, apulische Küche zu kredenzen, erwarte ich auch, die Leidenschaft, die mit diesem „promise“ einhergeht, zu spüren, das Bemühen, dem Gast ein besonderes Erlebnis zu bieten. Das fehlte leider.

Prime Location in der Johannes, knapp an der Kärntner, nettes, modernes, gut designtes Ambiente, soweit alles gut. Die Küche hinkte zu (meinen) 50% im Erlebnis hinterher, die Trefferquote ist allerdings zu gering, um in mir Zuversicht hervorzurufen, dass sich das ausgeht. Für € 110,00 ist es (trotz location) für einen Lunch zu wenig „wow“, zu wenig „toller Service“ und kein Alleinstellungsmerkmal, das in mir das Gefühl hervorruft, unbedingt wieder dorthin gehen zu müssen.
Tagliatelle mit Kalbsragout, mittelmäßig - A'FRISELLA - WienParmigiana Melanzane, sehr, sehr gut - A'FRISELLA - WienAmbiente Bar - A'FRISELLA - Wien
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