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39
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Gesamtrating
34
11 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
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Tofu & ChiliTofu & ChiliTofu & Chili
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Tofu & Chili Info
Ambiente
Pulsierend
Preislage
Günstig
Kreditkarten
Keine
Öffnungszeiten
Mo
11:30-22:00
Di
11:30-22:00
Mi
11:30-22:00
Do
11:30-22:00
Fr
11:30-22:00
Sa
11:30-22:00
So
geschlossen
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Tofu & Chili

Linke Wienzeile 18
1060 Wien (6. Bezirk - Mariahilf)
Küche: Asiatisch
Lokaltyp: Restaurant, Fastfood, Imbiss
Tel: 01 5856970
Lokal teilen:

11 Bewertungen für: Tofu & Chili

Rating Verteilung
Speisen
5
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Ambiente
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
am 4. Mai 2016
FranzGrafner
1
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Die Ramen sind traumhaft, aber Portion zu groß. Kleinere Portion zu billigerem Preis wäre toll (z.B. als Mittagsmenü, ähnlich wie die Hühner/Enten/vegetarische Box)!

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Kommentar von am 4. Mai 2016 um 16:48

Dann wäre es sicher nicht mehr authentisch chinesisch, sondern wie das Mittagsmenü, ein Klumpertessen.

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am 19. März 2016
Experte
BruderBernhard
38
8
19
4Speisen
3Ambiente
3Service

Wasser in den Rhein, Eulen nach Athen, Hühner ins Paradies.

Neues kann ich nicht beitragen zum Tofu & Chili, und das ist gut so. Heute habe ich es also noch geschafft, am letzten Tag, vor der nächsten Wien-Reise. Ich kann höchstens versichern, dass trotz des winzigen Lokals dort kaum mit Platzproblemen zu rechnen ist. Während meiner Anwesenheit hat sich das Lokal einmal umgewälzt, alle Tische sind neu besetzt worden. Und es musste niemand abgewiesen werden, höchstens musste eine Gruppe mal kurz warten, bis die zwei Nudel-mit-Gabel-Esser am einen Tisch von selbst merkten, dass sie jetzt nach dem Speisen höflicherweise ihren Platz abgeben sollten, dies ist kein Kaffeehaus, wo man noch lange bei einem Tee....

Bestens gebrieft durch meine Vortester, im Notizblock eine Liste mit den empfohlenen Gerichten, würdigte ich die 08/15-Karte keines Blickes und fragte sofort nach den Biang Biang Mian, oder dem Lammfleisch mit Schwarzkümmel, entschied mich für Letzteres, nachdem ich erfahren hatte, dass es beides Hauptspeisen sind. Dazu fragte ich nach dem kalten Rindfleisch in Scheiben mit Kuttelfleck, er fragte noch den Schärfegrad ab - ich gab Zeichen, dass sie alles geben sollten, und harrte bei einem kleinen süss-scharfen Krautsalat alles Weitere ab.

Das Rindfleisch entsprach meinen Erwartungen. Das Fleisch selber entsprach dem, was auch die anderen Sechuan-Köche servieren, mit viel grünem Koriander, Erdnüssen und mir bisher nicht bekannten schwarzen Krachsamen - meiner Treu, fast als ob die schwarzen Kerne des Sechuanpfeffers dort noch verwertet worden wäre. Aber das wäre sehr erstaunlich, es muss etwas anderes gewesen sein, was ich noch nie gehabt. Werde dem in meinem Kochlabor mal nachgehen.

Eine sehr schöne Schärfe, die Lippen brennen, die Stirne schwitzt. Scharf ist es, ohne Zweifel, Sechuan aber nicht, vermute ich mal. Ich sehe und spüre eigentlich wenig vom eigentlichen Sechuan-Pfeffer oder den sonst unübersehbaren Chili-Stücken. Aber das ist jetzt laienhafte Beckmesserei einer Langnase, ohne jeglichen Belang, denn zusammen mit dem Grüntee ist die Speise köstlich, Der Grüntee hat mir übrigens noch nirgends so gut geschmeckt. Ob's die Menge war, wohl ein Dreiviertelliter, oder die Schärfe des Rinds, ich weiss es nicht.

Das Lammfleisch musste ich einfach bestellen, weil ich musste rausfinden, was der Reiz daran sein soll. In meinem Gefrierfach wartet nämlich noch eine Lammhälfte der Verwertung, die vom Türkenladen an der Ecke ziemlich grob zerfetzt statt professionnell zerteilt worden ist. Nun sehe ich Licht! Im Grunde muss man Fett und Sehnen nicht wirklich fürchten, sind sie nur klein genug zerfetzt, denn sie entwickeln beim langen langen Kauen einen sehr intensiven Geschmack, werden immer kleiner, während immer wieder richtiges Fleisch zwischen die Zähne nachgelegt wird. Ich spasse nicht, muss man erleben. Auf alle Fälle blieb kein Rest im Teller zurück, obwohl nicht alles als zart durchging!

Die Schärfe war hier nicht so ausgeprägt, auch weniger Sojasauce oder Salz war spürbar, dafür war der Geschmack des Kreuzkümmels sehr im Vordergrund. Ich mag den und verwende ihn selber gerne in meiner Küche. Schwarze Bohnensauce gab die Grundlage und grosse Stücke Schalotten sorgten für eine angenehme Süsse. Die Menge an Fleisch und Schalotten war beeindruckend, da wurde nicht mit Zwiebeln als billiger Füller geschummelt, wie ich es auch schon mal erlebt habe, im Aming Dim Sum Profi, leider. Nein, ein vorbildliches Gericht. Dazu ein ziemlich gewöhnlich anmutender Reis, ohne jeglichen Eigengeschmack, von langweiliger Konsistenz. Aber das war vielleicht besser so, bei Parfumreis esse ich immer zu viel und bin dann noch vollgefressener als jetzt schon.

Beim Zahlen, 22 € für alles, konnte ich kaum mehr Bapp sagen, es langte noch grad für die Frage, ob's bei ihnen auch Mapo Tofu gibt. Gibt's. Aber das muss jetzt jemand anders versuchen, mein Aufenthalt ist damit für diese Vorosterzeit zu Ende.

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Letzter Kommentar von am 20. Mär 2016 um 14:37

Link guggst du hier...

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am 5. April 2015
sloeberry
22
1
6
5Speisen
2Ambiente
4Service

Der zweite Besuch im Tofu & Chili von einer Freundin und mir.

Als wir hereinkamen waren zwar alle Plätze besetzt, aber der Kellner räumte ein 'Reserviert'-Schild weg damit wir Platz bekamen.

Wir bestellten die handgezogenen Nudeln (Ente und Vegetarisch) und wurden vom Geschmack nicht enttäuscht - mal wieder sehr lecker!

Nächstes Mal werde ich wohl versuchen, auch etwas von der chinesischen Karte zu bekommen - nachdem ich sah, dass die Bekannten der Kellner die Spezial-Karte bekamen und davon bestellten.

Super Lokal für einen schnellen Lunch, Preise auch in Ordnung (Nudeln mit Ente + 2 Orangensaft gespr. für etwas mehr als 11 Euro)

Ich werde bestimmt wieder hingehn!

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am 15. Februar 2015
Experte
neugierig
70
6
20
4Speisen
3Ambiente
4Service

Samstag mittags, Flohmarkt Zeit...
Somit sind Parkplätze kaum zu ergattern, und dank "Nur für Besitzer eines Parkpickerls für den 6. Bezirk oder Behinderte" auch außerhalb der Kurzparkzeiten mitunter teuer.
Anwohner des 6. mögen sich darüber freuen, ich nenne es Bauernfängerei...
Ja, ich glaube man merkt es, ich habe aufgrund dieses Zusatztaferls der Not leidenden Wiener Stadtregierung schon einmal 36€ überwiesen...
Genug gejammert...
Parkplätze sind also eher Mangelware an diesem Samstag gewesen, aber nicht weit entfernt gibt es die Parkgarage Lehargasse, somit alles gut.
Beim spazieren zum Lokal lese ich interessiert die Aufsteller vor der Gräfin. Eine "Institution" der Wiener Gastronomie, das bleibt einem Kellner nicht verborgen, der mich freundlich ins Lokal bittet...
Kurz überlege ich umzudisponieren, so 1/100 sek lang, antworte dann aber freundlich, dass ich Restauranttester.at kenne, und mich nicht einmal 10 Pferde in dieses Lokal bringen könnten.
Er lächelt wissend, ich auch...
Ein paar Schritte später steht man vor "Tofu und Chili".
Von außen nicht sehr einladend, drinnen wird es auf den ersten Blick nicht viel besser.
Kleines Lokal mit 7-8 Tische, ca 25 Sitzplätze. Sauber, zweckmäßig... das wars... Moment, in der winzigen offenen Küche werkeln 3 Köche und eine österreichische Hilfskraft... schaumermal.
2 Tische mit Chinesen besetzt, ansonsten Österreicher...
Die Dame des Services bringt die Karte...
Es gibt Misosuppe, Sushi, hausgemacht gebratene Nudeln mit knuspriger Ente... zefix... muss ich doch zur Gräfin zurück...
Das Handy gezückt, langnans Foto von Rou Jan Mo gezeigt... das will ich bitte...
Die deutsche Speisekarte verschwindet, eine auf chinesisch wird hervor gezaubert.
Ich kontere mit Fotos auf ReTe und schaue mich an den chinesisch besetzten Tischen dezent (wirklich dezent und nicht schon mit meinen Stäbchen in der Hand) um.
Freundlich gibt mir einer der Gäste Auskunft, dass ich hier unbedingt Biang Biang Mian essen muss, und schon ist die Bestellung erledigt...
Kurz darauf gibt es kalte Nudeln mit Knoblauch, Gurke, Chili. hört sich nicht etwas besonderem an, schmeckt aber hervorragend. An heissen Sommertagen wahrscheinlich noch besser.
Danach Rau Hai Mo... Mit Salat, Zwiebel und Joghurtsauce könnten sich die Chinesen die Erfindung des Kebabs auf ihre Fahnen heften, so bleibt es saftiges gut gewürztes Lammfleisch in einem etwas trockenem Brot, trotzdem sehr gut.
Biang Biang Mian.... sind sehr breite Nudeln, mit Fleisch, Ei... ausgezeichnet... vor allem das Öl am Boden, vermengt mit dem Fleisch... hmmm
Lammspieße... etwas viel Gewürz, der Lammgeschmack kommt aber schön durch, da könnt ich noch ein paar mehr, aber da kommt ja schon zu guter Letzt frittiertes Huhn mit Sauce zum Tunken... ich glaube Sezuan-Pfeffer erkannt zu haben, Chili und Sojasauce... eher salzig denn scharf. Auch sehr gut.

Fazit
Während meines Besuchs war es ein ständiges kommen und gehen. An nicht voll besetzten Tischen wurden Neuankommende dazu gesetzt. Kein Problem, hier geht man nicht hin, um eine romantische Zeit zu verbringen, man kommt um gut zu essen.
Etwas schade finde ich die strikte Trennung in Essen für Einheimische und Österreicher... Zwar habe alle Gäste soweit ich gesehen habe mit Freude ihre Suppe und gebratenes Fleisch mit Nudeln oder Reis mit Krautsalat als Deko verzehrt, aber zumindest die Chance auf etwas abseits des Mainstreams sollte man uns Österreichern geben.
Also nativ Eater mitnehmen oder Fotos vom ReTe zeigen oder sich in die Hände der Servicedame begeben, es lohnt sich.

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Letzter Kommentar von am 3. Mär 2015 um 18:50

War wieder heute da. Gerammelt voll, ungemütlich und hektisch wie immer, aber das Personal trotzdem sehr bemüht, es irgendwie recht zu machen. Die Lammspiesse waren köstlich (sehr stark gewürzt und keine Kompromisse) und auch die Biang Biang Mian sehr gut. Man muß sich wohl erst einmal in den Geschmack hineinessen, um es zu mögen. Beim ersten Mal war es nicht so der Bringer. Aber vielleicht waren auch die extrem öligen Frühlingsrollen vorher Schuld daran...wer hier die austrifizierten Gerichte isst, hat den Sinn dieses Lokals nicht verstanden. ;)

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am 5. Februar 2015
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
3Speisen
2Ambiente
4Service

Wie in der alltäglichen Welt gibt es keine Probleme, sondern nur Herausforderungen. Somit gibt es eben nur kulinarische Herausforderungen, die ich mich nur allzugerne stelle. Und ja...Kollege langnan kennt mich mittlerweile schon zu gut...heute war ich hier um die angesprochenen Biang Biang Mian zu probieren.

Ich liebe einfach diese breitgezogenen und geschnittenen Nudeln, die ich schon von der La Mian Nudelsuppe vom Zhong Xin Restaurant kenne und liebe. Selbstverständlich würdigte ich dem normalen Mittagsmenü keines müden Blickes. Aber während ich auf einen freien Tisch im überfüllten Lokal wartete, sah ich eine junge Dame, die genüßlich zwei Frühlingsrollen verspeiste. Diese wollte ich auch als Vorspeise probieren, was sich dann aber als ziemlicher Fehler herausstellte.

Die Frühlingsrollen waren getränkt in Öl und hatten trotz der prallen Gemüse-Glasnudeln-Füllung keinen besonderen Geschmack. Eine sehr fade und ölige Angelegenheit und sehr enttäuschend.

Die bestellten Biang Biang Mian kamen nach einer kurzen Weile. Eine grosse Portion mit besagten breitbändigen Nudeln in einer scharf sauren Sosse mit Spinat und Schweinefleisch und trockenen Chilischoten, Nomen est Omen. Es erinnerte mich irgendwie an eine grosse Portion Dan Dan Mian Nudeln in einer Breitbandversion. Sehr heiss, scharf, die Nudeln teils al dente oder auch gatschig. Es war jetzt nicht das Nonplusultra und vielleicht wäre weniger sogar mehr gewesen. Alles in allem für mich persönlich nicht sehr überzeugend, aber vielleicht haben die schlechten Frühlingsrollen vorher mir auch den Geschmack verdorben.

Zweifellos gibts hier auch eine sehr authentische Küche. Bewiesen durch die vorherige Bewertung von langnan und die Anwesenheit von vielen chinesischen Gäste. Aber authentisch muß ja nicht immer passend für mich bedeuten. Trotzdem kann es einen Versuch wert sein, dieses Lokal zu testen, solange man gewillt ist auf die übliche austrochinesische Küche zu verzichten und neues auszuprobieren. Teilweise eben echte nordwest-chinesische Küche.

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Hilfreich?Ja10Gefällt mir13Lesenswert10
Letzter Kommentar von am 10. Feb 2015 um 15:27

War heute wieder im Tofu & Chili und habe dort die La Mian Nudelsuppe mit Lamm gegessen. Es war köstlich. Die grossen Nudellappen wie ich sie liebe und das gekochte Lammfleisch sehr zart. Die Suppe hätte etwas kräftiger sein können, aber mit der Soyasosse nachgewürzt durchaus genießbar. Das macht Lust auf mehr Besuche dort!

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am 5. Februar 2015
Experte
langnan
58
16
21
4Speisen
2Ambiente
4Service

Wieder eine nordwest-chinesisches Lokal entdeckt, wirklich eine große Überraschung.

Eigentlich hat meine Frau und ich an diesem Tag (3.Februar)bereits bei "Mama Liu and Sons" eine "Kleinigkeit" gegessen. So richtig satt bin ich aber nicht geworden. Deshalb wollten wir noch einmal zum "Yummy House" gehen und paar Lammspießchen bestellen. Das "Yummy House" hat leider Dienstags geschlossen, außerdem hing an der Eingangstür ein Schreiben von der Marktaufsicht, auf dem stand, dass das Lokal auch außer Dienstag nicht aufgesperrt hätte und wird deshalb ersucht sich zu melden. Also für alle die Yummy House besuchen wollen, ruft zur Sicherheit dort mal an bevor ihr hingeht.

Beim Gang durch die Linke Wienzeile ist uns das Lokal "Tofu &Chili" bereits aufgefallen. An der Tür hängte ein selbstgedrucktes Poster, auf dem das Lokal mit "Rou Jia Mo" (selbstgemachtes Fladenbrot mit Fleischfüllung. Eine regionale Spezialität aus dem Nordwesten Chinas) wirbt. Ich fand das recht interessant und da Yummy House sowieso zu hat, kehrten wir um und betraten "Tofu&Chili".

Das Lokal ist sehr klein, insgesamt hatte ich nur acht Tische gesehen, wo maximal 30 Personen Platz hatten. Wir hatten Glück, dass gleich neben der Tür einen Tisch frei war, alle anderen waren besetzt. Die meisten Gäste waren Chinesen, vermutlich Studenten, die laut gequatscht und gelacht haben.
Eine ältere Dame reichte uns die chinesische Speisekarten und begrüßte uns unauffällig, jedenfalls scheint mir so als hätte ich einen Gruß gehört. Die Speisekarte ist ein vom Plastik geschütztes A4-Blatt, ähnlich wie beim Yummy House, wo beide Seiten beschriftet sind. Das Angebot besteht hauptsächlich aus nordwest-chinesische Spezialitäten, etwas Sichuan-Küche und chinesische Hausmannskost.

Bevor ich weiter berichte erkläre ich hier noch einmal kurz die nordwest-chinesische Küche, falls jemand diese nicht kennt. Mit "Nordwesten China" meint man ungefähr die Region von der westlichen inneren Mongolei bis nach Provinz Xin-Jiang, wo die Turkvölker (Moslem) Chinas leben. Also je weiter man nach Westen Chinas geht, desto eher sind Schweinefleisch bzw. Meeresfrüchte Fehl am Platz. Ebenso werden die Vegetarier nicht wirklich begeistert sein. Die Küche wird dominiert von Rind, Lamm und Wild. Als Hauptspeise nimmt man meistens Mehl (Weizen, Dinkel, Roggen, Mais....alles was man pulverisieren und formen kann) die dann zu diversen Nudeln, Fladen, gedämpfte Teigformen verarbeitet werden. Gezogene Nudeln mit Suppe (chinesisch "La Mian"), welche Japaner (die sagen "Ramen") auch gerne essen, stammt aus der nordwest-chinesischen Küche. Eine andere regionale Nudel-Spezialität ist "Biang Biang Mian", youtube link steht am Ende des Absatzes. Geschmacklich ist diese Küche eher einfach, sauer, scharf und Hauptsache deftig duftend. Auch bei einer Kombination von verschiedenen Gewürzen steht meistens nur ein Geschmack hervor. Einen kleinen Einblick über diversen Nudeln zeigt dieses kleine Video Link

Weiter über unseren Besuch. Durstig waren wir nicht, deshalb bestellten wir nur eine Kanne Tee (2€). Von der Vorspeise wählten wir "Xi An Liang Pi", Kalte Nudeln nach Xi An (eine Provinzhauptstadt mit langer Kultur, die berühmt für ihre nordwest-chinesische Küche und unzähligen Teiggerichte ist) und "Lao Shan Qiang Lian Ou", Lotuswurzeln im heißen Öl gebraten. Sechs "Yang Rou Chuan", Lammspieße, 1€ pro Spieß, man muss mindestens fünf bestellen. Einmal "Rou Jia Mo", Fladenbrot mit Schweinefleischfüllung (3,8€), könnte man auch nordwest-chinesischer Döner oder Hamburger sagen. Diese sind auch als vegetarisch wählbar, soweit ich mich erinnern kann. Einmal "Xiong Zhang Dou Fu", kurz frittierter Tofu im Wok mit Lauch gebraten. Ein junger Mann nahm die Bestellung entgegen.

Die Kanne Tee war verblüffend groß, ist vielleicht auch eine der Mentalitäten von Nordwest-Chinesen, Großzügigkeit.

Die kalte Nudeln "Liang Pi" kamen zuerst. Es ist eine aus Stärke (Weizen, Reis oder Sojabohnen) gewonnene puddingartige Masse. Diese wird gekühlt, und entweder gewürfelt oder nudelartig geschnitten. Diese waren aus Weizen, Reis oder Sojabohnen hätten eine durchsichtige Konsistenz. Traditionell wird Liang Pi mit Chilisoße und Gurken vermengt, war hier auch der Fall. Man sollte dieses Gericht nicht als eine Hauptspeise ansehen, Nord-Chinesen essen es gerne im Sommer als Snack. Wie bestellten es mit wenig Schärfe, war trotzdem sehr pikant aber gut.

Die Lotuswurzeln habe ich schon als Kind geliebt, so sehr, dass ich sie einmal bis zum Erbrechen aß. Frische geschälte Lotuswurzeln sind schneeweiß und gleich für den Verzehr geeignet. Sie haben von Natur aus einen milden süsslichen Geschmack, sind sehr knackig und erfrischend. In Wien kann man sie auch in den Asia-Märkten kaufen, wo man aber aufpassen muss wegen der Frische. Manche sind schon dunkel, davon würde ich die Finger lassen. Auch wenn äußerlich keine Mängel zu erkennen sind, ist es ratsam die Wurzeln zu Hause im heißen Wasser zu blanchieren oder vollständig zu garen, nicht roh essen! Die Zubereitungsart von Lotuswurzeln ist sehr vielfältig, Suppe, kalte Vorspeise, mit Fleisch geschmort oder Dessert, alles ist möglich. Die einfache Art ist wie hier, schälen, waschen und kurz im heißen Öl schwenken. Oder vorher blanchieren und mit heißem Öl übergießen, wäre zutreffender für das hier verwendete chinesisches Wort "Qiang".

Die Lammspieße sind euch eine regionale Spezialität der nordwest-chinesischen Küche. Eigentlich alles was mit Lamm zu tun hat, ist eine dortige Spezialität, vom Kopf bis Innereien. Das Fleisch war gut gewürzt, die mageren Stücke bisschen sehnig, das Fett schmeckte viel besser. Im groß und ganzen sehr ordentlich.

Rou Jia Mo, der chinesischer Hamburger, wurde für uns zwei geteilt. Der Fladen ist auf jeden Fall selbst gemacht, außen leicht knusprig und innen weich. Bin mir nicht sicher weshalb der Teig gelblich erscheint, könnte Maismehl oder Butter dazu gemischt worden sein, wäre auch eine typische Zubereitungsart. Das Fleisch, wir haben Schweinefleisch bestellt, könnte ein Spur mehr Salz oder Pfeffer vertragen, war mürb und fein duftend. Nach meinem Geschmack könnte man auch paar Korianderblätter hinein geben.

"Xiong Zhang Dou Fu", der geschmorte Tofu. Das Gericht kannte ich unter diesen Namen nicht, "Xiong Zhang" bedeutet hier "Bärentatzen". Der junge Mann erklärte mir, dass der Tofu in großen Scheiben geschnitten wird, kurz frittiert und im Wok mit Lauch angebraten wird. Nach dem Probieren meine ich, es ist mit einem Tofu-Gericht aus Beijing sehr ähnlich, das "Guo Ta Dou Fu, wo ein zerschlagenes Ei auf die frittierten Tofu kommt und alles wird unter kleiner Flamme im Topf geschmort. Diese "Bärentatzen-Tofu" schmeckten süsslich, ist eine neue Erfahrung.

Wir bezahlten insgesamt 30,3€, Preis Leistung auch in Ordnung.

Ich fragte die alte Dame beim Kassieren ob das Lokal neu sei. Sie sagte, dass der Betrieb schon fast seit zehn Jahre läuft, ups, peinlich. Sie meint mittags kommen hauptsächlich Studenten oder Österreicher, die ein Menü essen. Ja, da fällt mir ein, Kollege "SSW" und "neugierig", falls ihr nach meiner Bewertung gleich das Lokal aufsucht, bestellt nicht das Mittagsmenü. Ich kenne die deutsche Speisekarte zwar nicht, aber konnte am Nebentisch das Menü sehen. Es ist auf jeden Fall eine große Portion und ebenfalls chinesisch, aber nicht unbedingt so gut wie auf a la carte.

Fazit: Ein authentisches kleines chinesisches Lokal. Eine gute Abwechslung mit regionalen Köstlichkeiten Chinas. Ich komme sicher wieder um andere Sachen, vor allem die Nudeln zu probieren.

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Letzter Kommentar von am 18. Feb 2015 um 08:27

Eine Perle von Bericht, mit all diesen eingestreuten Informationen zur regionalen Küche. Herzlichen Dank

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am 10. Juli 2014
sapphire
2
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Als ich das erste Mal ins Tofu & Chili ging, bin ich glatt daran vorbeigelaufen. Ist ein recht unaufälliges kleines Lokal, aber zur Mittagszeit immer sehr gut besucht. Ein riesen Pluspunkt ist, dass die Speisen wirklich frisch und ohne Geschmacksverstärker zubereitet werden. Das Huhn mit der Mangosauce ist richtig lecker und man schmeckt die frischen Mangos heraus! Portionen sind recht groß und man wird definitiv satt. Ist ein sehr beliebtes kleines Studentenlokal mit günstigen Preisen, das ich immer wieder gerne besuche. =)

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am 6. Dezember 2013
pixelgaertner
2
2
4Speisen
3Ambiente
4Service

Lange wurde das Tofu und Chilli als Geheimtipp gehandelt, vorallem zu Mittag kann man sich nicht nur auf einen der ca. 7 Tische versorgen, auch holen sehr viele Büros ihr Mittagessen dort.
Man sei vorgewarnt, gerade zur Mittagszeit bekommt man nicht immer einen Tisch.

Das Lokal ansich hat etwas faszinierendes, sei die Einrichtung zwar eher schlicht, so ist die Dichte und Kompaktheit bemerkenswert, Auf ein paar Quadratmetern finden max 20 Leute platz ohne jedoch beengt zu sein und eine offene Küche.

Sofort wird man freundlich begrüßt, kurz darauf erhält man eine kleine Hühnersuppe mit Gemüse und Tofu.

Die Karte ist angenehm überschaubar. Asiatische Gerichte die meist Zwischen Rind/Ente/Huhn zu wählen sind.
Der Teil Spezialgerichte enthält noch Meeresfrüchte.

Mit großer Vorfreude bestellten wir Ramen mit redcurry und Hühnersteak einmal normal, für mich etwas schärfer. Diese sind wählbar mit verschiedenen Fleischsorten oder vegetarisch, auch bei der Soße kann man wählen.

Wir staunten nicht schlecht! Die Ramen waren köstlich, nicht zuletzt weil wir dem Koch bei der Zubereitung dieser frischen handgezogenen Nudeln zusehen konnten. Auch die Currysouce war toll abgeschmeckt. Ich kann mich garnicht an alle Gemüsesorten erinnern, es war reichlich, hier wird nicht gespart.
Ein kleiner Krautsalat ist automatisch dabei.
Die Portion ist kaum bewältigbar, hier wird wirklich jeder satt.

Tolles Essen, tolles Gemüse und das alles zu einem Preis von 7,50 pro Person. Das konnten wir fast nicht glauben, war aber so. Die Preise bewegen sich alle in diesem Bereich, also wer in der Gegend einen sehr guten und günstigen Mittagstisch sucht, wird hier fündig, auch die Gemüseeinlagen ändern sich immer je nach Verfügbarkeit, daher ist auch die selbe Bestellung immer wieder ein bisschen anders.

Fazit:
Wer ein romantisches Ambiente erwartet, oder den letzten Schrei der modernen Asia Küche, wird hier vielleicht nicht überwältigt sein. Wer sehr gutes, frisches Asiatisches essen möchte zu mehr als fairen Preisen, soweit ich beurteilen kann fernab von Fertigzutaten, der wird hier Glücklich und bestimmt wieder kommen.

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am 13. November 2013
flummi
11
1
3
4Speisen
3Ambiente
4Service

Haben das Tofu&Chili heute zu zweit besucht, wir bekamen mit etwas Glück gleich einen Platz, es war randvoll aber trotzdem nicht unangenehm laut oder zu eng. Es gibt drinnen vielleicht 10 Tische, draußen 2-3.
Die Gerüche halten sich auch in Grenzen obwohl es aus der einsichtigen, offenen Küche dampft, mein Gewand muffelt auch nach einstündigem Aufenthalt nicht. Die Atmosphäre bekommt daher ein gut.
So, jetzt die Speisen:
Wir haben zwei Mal Ramen (selbstgezogene, dicke Nudeln, wobei ich dachte das Ramen hauchdünne, scharfe Nudelsuppen aus Japan sind...die Küche ist aber eher thailändisch-vietnamesisch, naja.)
Die Sauce kann mensch selbst wählen, wir hatten Greencurry (scharf und sehr lecker!) und Süß-Sauer (war gut, bisschen mehr Ananassaft wär fein gewesen)
Die Ramen-Nudeln kommen also mit Sauce, Gemüse und Tofusteak, jeweils 6,50€ inkl. Suppe, alles wird in kleinen Schälchen angerichtet, also Orangenspalten und kleiner Gurkensalat). Die Preise der übrigen Speisen waren normal bis recht günstig (z.B. 18 Stück vegetarische Maki auch 6,50€)
Das Service war okay, also sehr flink beim bestellen und zahlen, nett gegrüßt haben sie auch. überhaupt geht alles sehr schnell, die Leute kommen, essen rasch und gehen wieder, für länger sitzen bleiben und Kaffee trinken ist es nicht so geeignet, für eine Mittagspause sehr wohl.
Ich komm bei Gelegenheit sicher wieder vorbei, es liegt ja auch sehr gut erreichbar neben dem Naschmarkt.

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am 24. November 2012
Katze1981
7
2
1
4Speisen
3Ambiente
3Service

Ich mag dieses kleine lokal, gut ambiete ist shr simpel aber das essen ist sowas von gut und kostet so gut wie nix!immer gerne - mag ich! Lecker lecker!!!

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am 27. März 2011
Experte
Gastronaut
428
45
29
3Speisen
2Ambiente
3Service
1 Foto1 Check-In

Die Speisekarte im "Tofu & Chili" ist bemerkenswert winzig.
In der Regel kann man sich zwischen Huhn, Rind und Vegetarisch entscheiden und weiters ob man selbiges mit Nudeln oder mit Gemüse haben möchte! Das Ausgesuchte kommt dann einfach nur in den Wok und fertig ist die Speise!
Und so unspannend das vielleicht auch klingen mag, ist es aber bei Weitem nicht!
In der Küche, die eigentlich nur durch eine Theke vom Lokal getrennt ist, wird nur mit den frischesten Gemüsesorten die vom benachachbarten Naschmarkt kommen gekocht, wobei des öfteren auch ausgefallenere Typen dabei sind!
Auf die Gewürzvorlieben des Gäste wird peinlichst genau Rücksicht genommen und auch in Sachen Schärfegrad braucht sich das "Tofu und Chili" - nomen est omen - auch nicht verstecken.
In diesem Lokal wird alles offen gespielt: Man kann dem Koch in aller Ruhe bei seinem Tagewerk zusehen und das günstige Bier kommt auch tatsächlich aus der Schwechater-Dose.
Geschmacklich sind alle Speisen einwandfrei und auch preislich gibt es hier nichts auszusetzen. Nur wirklich gemütlich ist das kleine Lokal nicht, weshalb die wenigen Tische nur selten alle besetzt sind. Die meisten Leute nehmen das Essen von hier mit. Das man sich für seine Speisen oft aber auch eine ganze Weile anstellen muss, spricht aber durchaus für die Qualität der Küche hier!

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Kommentar von Unregistered am 29. Apr 2012 um 21:36

Bitte mal zur Mittagszeit vorbei schauen! Dann weißt wie voll das Tofu & Chili sein kann.

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Tofu & Chili - Karte
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Bewertet am 27.03.2011

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