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Di, 29. November 2022
In der Umgebung

Taj Mahal

Bayerhamer Straße 13, 5020 Salzburg
Küche: Indisch
Lokaltyp: Restaurant
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Taj Mahal - SalzburgTaj Mahal - SalzburgTaj Mahal - Salzburg
Taj Mahal - SalzburgTaj Mahal - SalzburgTaj Mahal - Salzburg19 Fotos

Bewertungen (0)

am 7. März 2016
kuechenmeister
Experte
SpeisenAmbienteService
Die „Lokale-in-deiner-Nähe“-Funktion auf Rete ist schon recht fein, überhaupt, wenn dann gleich eine ganze Menge gut bewertete Lokale in Spazierdistanz auftauchen, so wie heute Abend nach dem Einchecken in meinem Hotel in der Sterneckstraße in Salzburg. Auf Kettenhotel-Abendessen habe ich keine L...Mehr anzeigenDie „Lokale-in-deiner-Nähe“-Funktion auf Rete ist schon recht fein, überhaupt, wenn dann gleich eine ganze Menge gut bewertete Lokale in Spazierdistanz auftauchen, so wie heute Abend nach dem Einchecken in meinem Hotel in der Sterneckstraße in Salzburg. Auf Kettenhotel-Abendessen habe ich keine Lust und Alternativen gibt es genug, sagt Rete. Ich beschließe, heute Abend ein indisches Abenteuer zu wagen und spaziere ein kleines Stück bis zum Taj Mahal in der Bayerhamerstraße.

Gleich beim Eintreten bin ich beeindruckt. Es glitzert, funkelt und blitzt in diesem Lokal dermaßen, dass Bollywood regelrecht neidisch werden könnte. Hunderte Spiegelchen, Strass und LED setzen das Lokal in Szene. Räucherwerk duftet, für die Taj Mahal-mäßige Romantik sorgen zarte Farben zwischen rosa und ocker, dekoratives Malwerk ziert die Wände, ruhige indische Popmusik erklingt aus den Boxen, einladend gedeckte Tische verlocken zum Hinsetzen. Es ist Montagabend und das Wetter draußen ist erbärmlich, es bläst starker Wind und es schneit. Kein Wunder also, dass das Lokal nicht voll ist, aber es ist doch eine ganze Menge Tische besetzt. Hauptsächlich Pärchen sitzen hier, wohl der Romantik wegen. Gar nicht wenige davon sind dem Anschein nach Landsleute des Wirtes, und das werte ich enmal als gutes Zeichen. Wer, wenn nicht die Inder, weiß, wo man gut indisch isst.

Die Speisekarte ist eine prächtige ledergebundene Mappe. Ich bemerke, dass die vegetarische Abteilung genauso umfangreich ist wie die für uns Fleischtiger. Gar nicht wenige Speisen sind explizit als vegan ausgewiesen. Manche auch als glutenfrei. Auf der Fleischseite findet sich hauptsächlich Murg – Hendl also. Außerdem noch Lamm. Kein Rind, auf dass keinen Hindu der Schlag treffe. Und natürlich auch kein Schwein, schließlich ist das Taj Mahal ein muslimisches Bauwerk. Überhaupt ist das Fleisch hier halal, weiß die Karte. Essensneurotiker mit und ohne Religionshintergrund sind hier also bestens aufgehoben. Aber auch für alle anderen ist gesorgt, die Getränkekarte ist glücklicherweise nicht halal. Ich bestelle einen Blaufränkischen. Der ist ganz passabel, aber schon ein wenig oxidiert. Die Flasche war schon länger offen. Ein Blick auf die Nachbartische zeigt, dass Wein hier nicht das große Thema ist. Bier steht da, Fruchsäfte, Wasserkrüge. Macht nichts, das zweite Achterl kommt schon aus der frischen Flasche.

Beim Essen löse ich die Qual der Wahl mit der Bestellung einer Punjabi Thali, einer gemischten Platte mit Lammfleisch in kräftiger Soße, gegrilltem Hühnerfleisch in Currysoße mit Zwiebeln und Tomaten, Kichererbsen mit Tomaten und Currysoße, einem würzigen Kräuterjoghurt, scharfem eingelegtem Gemüse, Basmatireis und frisch gebackenem Fladenbrot. Ein üppiges Mahl ist das, und zudem ein ganz vorzügliches. Scharf ja, aber nicht zu sehr. Das Lammfleisch zart, die Soße herrlich würzig, das Hühnerfleisch lange mariniert und butterweich, die Currysoße mild, das Kräuterjoghurt ein aromatisches Gedicht, das Fladenbrot warm und knusprig, nur die Kichererbsen sind ein wenig fade. Und der Basmatireis, der schmeckt so, wie Basmatireis halt schmeckt: gar nicht. Aber zum Löschen vom eingelegten Gemüse ist er gerade richtig. Alles in allem ist die Punjab-Platte eine Freude, auch wenn man wie ich an und für sich kein begeisterter Anhänger der indischen Küche ist.

Fazit: Inder für Feinspitze. Vielfältige Gerichte, intensive Aromen, erträgliche Schärfe. Und romantisch ist es hier auch.
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am 26. September 2012
amarone1977
Experte
SpeisenAmbienteService
Taj Mahal – das Symbol für Indien. „Taj ma mal“, dacht ich mir und sollte nicht enttäuscht werden. Die Gegend um die Bayerhamerstraße ist ja eigentlich eher eine Wohngegend, zwischen der Salzburger Neustadt und dem Stadtteil Schallmoos. Ein großer regionaler Energieversorger ist allerdings g...Mehr anzeigenTaj Mahal – das Symbol für Indien. „Taj ma mal“, dacht ich mir und sollte nicht enttäuscht werden.

Die Gegend um die Bayerhamerstraße ist ja eigentlich eher eine Wohngegend, zwischen der Salzburger Neustadt und dem Stadtteil Schallmoos.
Ein großer regionaler Energieversorger ist allerdings ganz in der Nähe beheimatet und lässt zu Mittag und am Abend so manchen Hungrigen schnell mal zwei, drei Straßen weiter spazieren.
Dort, wo sich nämlich Bayerhamerstraße, Rupertgasse und Lasserstraße sternartig vereinen, sind gleich vier oder fünf Lokale an jeder der Straßenecken zu sehen.

Ein italienisches Restaurant hier, ein Braugasthaus samt dazu gehörigen In-Lokal dort, gleich gegenüber das Taj Mahal und ein Grieche ist auch gleich in der Nähe.

Man kommt über ein paar Stufen rein in das recht bunt eingerichtete Lokal, gleich beim Eingang gibt es einen pavillonartig umrahmten Tisch (siehe Foto, leider ein wenig unscharf erwischt).
Das ganze Lokal ist in warmen Orange- und Brauntönen gehalten, Rundbögen als Raumteiler gehören ebenso dazu wie das überdimensionale Abbild des Taj Mahal am Ende des Gastraumes.
Weniger indisch sind die typischen Gastro-Lampen von Eglo, die man auch an jeder Raststation – und in meinem Vorraum zuhause findet.

Der Chef und seine Tochter (?) haben alles im Griff und kommen mit dem ständigen Kommen und Gehen bestens zurecht. Vom Dialekt her merkt man, dass die Familie schon sehr lange hier in Salzburg sein muss. „Oamoi Mango-Leitung?“ – Gern!
Der Chef übt sich beim Lesen von Speisekarte oder Zeitung in vornehmer Zurückhaltung, mag aber seinen Job sichtlich und plaudert auch gerne mit neuen wie mit Stammgästen, wenn Zeit ist.

Speisekarte: Mittagsmenü um nicht einmal 7 Euro, die Spitze ist ein Thali um 17 Euro, das einen Querschnitt durch die Speisekarte auf einem Riesenteller vereint.

Karottensuppe mit Ingwer: fruchtig, frisch, einfach. Ordentlich scharf, herrlich duftend. Wenig Salz, gut so.

Murgh Tikka: angenehm mariniert, das zarte Fleisch bekommt eine schöne Orangefärbung, dazu gibt’s rohen Paprika (nicht so meins), gehobelten Fenchel (?) und ein paar kühle Saucen:
Tamarinde - dunkel, intensiv, süß. Eine mit Lassi (?), frisch und kühl, mit Minze und Koriander abgeschmeckt. Aufregend neu für mich, sehr exotisch. Und eine mit Mango, eher unauffällig, passte auch nicht so ganz zum Hühnerfleisch.

Daal Makhani: vegetarisch. Hauptbestandteil sind Bohnen und Linsen („lassen das A....erl grinsen…“).
Wieder ordentlich scharf, aber nie aufdringlich, der Eigengeschmack ist immer bestens präsent, die Würzkombination ist kaum zu beschreiben, ein sehr homogenes Zusammenspiel. Und wieder wenig Salz.
Dazu kaut man am bisschen zu fettigen Chapati, das aber trotzdem ideal zum „Hülseneintopf“ passt.

Ich bin zufrieden. Ordentlich abgefüllt, aber ich platze nicht. Im Gegenteil, ich habe in selbiger Nacht sehr gut geschlafen.
Bei Gelegenheit sicher wieder, weiterempfohlen habe ich es heute auch schon.
Taj Mahal - SalzburgTaj Mahal - Salzburghoppla, bissi unscharf... sorry ;) - Taj Mahal - Salzburg
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