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Sa, 22. Juni 2024

Steegwirt, Steeg am Hallstättersee - Bewertung

am 6. August 2018
SpeisenAmbienteService
Der Steegwirt hat kürzlich um sehr viel Geld renoviert und ausgebaut. Es ist ein großer Wintergarten dazugekommen, ein neuer Extraraum und die Terrasse zur Traun hin ist gewaltig. Man ist hier stolz, daß das Haus 450 Jahre alt ist. Aus dem Landgasthof ist ein Haubenrestaurant mit 14 Punkten nach Gault-Millau geworden. Dabei ist Einiges vom alten Charme verlorengegangen, das helle Holz wirkt nicht heimelig, zwischen den Tischen gibt es keine Abtrennungen, man sitzt wie in einer Bahnhofshalle oder einem Gang. Leider sind viele der früher an den Wänden angebrachten ländlichen Bildchen und Nippes nicht mehr da. Doch sieht alles blitzsauber aus. Wir waren eine Gruppe von 12 Personen, hatten rechtzeitig reserviert und einen wunderschönen Tisch auf der Terrasse bekommen. Es war einer jener viel zu raren Abende im Jahr, an denen man draußen und direkt neben dem Wasser länger sitzen bleiben kann. Es sind viele dienstbare Geister um die Gäste bemüht, nicht alle sind kompetent. Grundsätzlich läuft alles gut, doch wurden zwei Gerichte unserer Bestellung vergessen und bald nachgereicht. Ob das noch Anlaufschwierigkeiten sind? Die Qualität der Speisen war durchwegs ausgezeichnet. Eine Fischschaumsuppe umm € 6,90 mit geräuchertem Saibling als Suppeneinlage (kostet ein Euro mehr)war zu salzig, der Gamsschinken mit schwarzen Nüssen und stark gewürztem Krustenbrot wieder wunderbar. Peter und Paul ist ein kulinarisches Duett vom Milchkalb: Rahmbeuscherl und Züngerlragout um € 13,90. Auch diese sind beim Salzgehalt an der oberen Grenze. Daß das Beuscherl mit Essiog vom Gölles und das Züngerl mit Essig von Pedro Ximénez verfeinert ist, steht auf der Karte, ist geschmacklich nicht zu erkennen und daher nicht notwendig. Auch daß als vegetarisches Gericht die Kaspreßknödel um € 12,90 mit Hirschbirnen-Sauerkraut und Moselriesling angeboten werden, ist übertrieben. Nicht gekostet haben wir den geräucherten Broccoli, eine eigenwillige Kreation, samt Kartoffel aus Frankreich (warum?) um € 13,90. Natürlich gibt es auch die Klassiker, wie Wiener Schnitzel, Bratl in der Rein oder Cordon Bleu zwischen € 13,90 und € 14,90. Als Nachspeise probierten wir den Latscheneisbecher mit Ziegenjoghurt und schwarzen Nüssen um € 9,90, gut, aber nicht nach Jedermanns Geschmack. Fazit: ein gehobenes Restaurant mit sehr guter - manchmal etwas überkandidelter - Küche, zu gehobenen Preisen bei im großen und ganzen gutem Service. Wer genau das mag, wird sich hier gut aufgehoben fühlen.
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1 Kommentar
Meidlinger12

Nach Deiner Beschreibung, halte ich die 5 fürs Essen für übertrieben.

6. Aug 2018, 15:27Gefällt mir
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